Mittwoch, 30. Dezember 2020

Happy Birthday, lieber Blog

Lieber Blog,


herzlichen Glückwunsch: du wirst heute 10 Jahre alt!

So ganz fassen kann ich, die Schreiberin, die hier hinter dem Bildschirm sitzt, das ehrlich gesagt noch nicht. Denn das bedeutet nun mal, dass ich 10 Jahre meines Lebens mit diesem kleinen Blog hier verbracht habe. 10 Jahre lang begleitet mich "i am bookish" jetzt durch meinen Alltag - mal mehr, mal weniger. Denn die Frequenz, mit der ich hier schreibe, hat sich schon deutlich geändert, was wohl auch jeder bemerkt, der hier a) regelmäßig seit Jahren vorbeischaut oder sich b) die Mühe macht, hier mal rechts in der Sidebar nachzusehen, wo schwarz auf weiß die Anzahl meiner monatlichen und jährlichen Beiträge festgehalten steht.

Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich das mit dem Bloggen heute noch mit der gleichen Begeisterung und demselben Enthusiasmus mache wie damals vor 10 Jahren. Nein, die Wahrheit ist, dass dieser Blog hier schon diverse Male kurz davor war, geschlossen zu werden. Beendet zu werden, weil mir nicht nur die Zeit, sondern vor allem auch die Lust und die Motivation gefehlt haben, mich mitunter stundenlang an Posts, Rezensionen oder auch nur Fotos zu setzen, die es für die Gestaltung eines Blogs über Bücher und das Lesen nun mal irgendwie braucht. So begeistert und voller Tatendrang ich damals, 2011, 2012 usw. noch dabei war, umso mehr ist mir das im Laufe der Jahre immer mal wieder und irgendwie auch immer mehr verloren gegangen. Ein Stückweit ist das sicher normal, man wird nun mal älter und die Interessen, Verpflichtungen und die freie Zeit ändern sich. Trotzdem. 

So ganz loslassen von diesem kleinen Ding namens Blog konnte ich dann aber doch nie. Was vielleicht auch daran liegt, dass es hier (nicht nur, aber doch größtenteils) nun mal um Bücher und ums Lesen geht - und das ist etwas, das ich NIE aufgeben werde, womit ich nie aufhören werde. Lesen ist immer schon ein Bestandteil in meinem Leben gewesen, und ein wichtiger noch dazu. Wenn ich längere Zeit nicht lese, mag ich mich und meine Tage nicht, fühle ich mich nicht gut und bin Laune- und Stimmungsmäßig überhaupt nicht ausgeglichen. (Ganz ehrlich, habe ich oft genug festgestellt.) Lesen muss also sein. Und warum dann nicht auch sich darüber austauschen und andere davon in Kenntnis setzen, dass man ein Buch total supertoll oder eben genau grottenschlecht fand?

Tatsächlich war das damals, vor 10 Jahren der Hauptgrund, warum ich selbst mit dem Bloggen begonnen habe. Ich wollte mich mit anderen über Bücher austauschen. Damals waren Bücherblogs noch gar nicht soo stark vertreten, das Ganze war damals erst im Kommen. Ich selbst war über Rezensionen, die ich z.B. bei amazon gelesen hatte, über diese Dinger namens "Blogs" gestolpert, was ich zuvor überhaupt nicht kannte. Aber ich mochte diese Seiten. Ich mochte "Daydreaming and Dreaming" von Stefanie, der erste Blog, den ich tatsächlich bewusst so gefunden und wahrgenommen hatte. Auch andere Blogs habe ich damals für mich entdeckt, aber der von Stefanie war tatsächlich der erste, den ich daraufhin auch lange Zeit immer wieder gern besucht habe. "Daydreaming and Dreaming" gibt es schon seit ein paar Jahren nicht mehr. Andere Blogs von damals sind aber geblieben und ich schaue heute noch gern bei ihnen vorbei: beispielsweise "Vom Lesen und vom Schreiben" von Neyasha, "Friedelchens Bücherstube" oder auch "Lesemomente" von Tine, was mittlerweile unter "Gibt´s doch gar nicht" zu finden ist. Viele Blogs, die es im Laufe der Jahre gab und die ich gern besucht habe, gibt es heute nicht mehr, oder sie waren zwischenzeitlich auch mal unter anderen Namen zu finden.

"i am bookish" hieß schon immer so, das habe ich 10 Jahre lang nicht geändert, aber auch nie ändern wollen. Denn da steckt ja auch eine Wahrheit drin, die sich mein Leben lang nicht ändern wird. Ich lese gern und bin ein bisschen Buchverrückt. Vielleicht ist das letztlich auch der Grund, warum ich diesen Blog dann doch immer wieder am Laufen gehalten habe, teils wochenlanger Pausen und Durchhängephasen zum Trotz. Irgendetwas Buchiges gab es dann halt doch immer wieder zu berichten. Und auch wenn sich meine Blog-Frequenz im Laufe der Zeit geändert hat, ebenso wie eure Kommentar-Häufigkeit und eure Beiträge hier auf der Seite, so sehe ich dennoch auch heute noch an den Besucherzahlen, dass nach wie vor einiges los ist auf "i am bookish" und nach wie vor diverse Besucher und Interessierte vorbeischauen. Was mich unglaublich freut!! So ein Blog lebt letztlich ja vor allem vom Austausch. Und ja, der ist im Laufe der 10 Jahre weniger geworden, für mich dadurch aber nicht weniger wertvoll. Ich habe durch dieses Bloggen sehr liebe und sympathische Menschen kennengelernt, bisher leider "nur" online, nicht persönlich - aber wer weiß, sowas kann sich ja auch noch ändern. Und selbst wenn es "nur" online bleibt, möchte ich diese Bekanntschaften nicht missen. 

Deswegen geht ein großes DANKESCHÖN eben an euch alle raus, die hier immer mal vorbeischauen, die im Stillen mitlesen oder die sich durch Kommentare oder Emails auch persönlich zu Wort melden. Die Interesse an den Dingen haben, die ich hier ab und an erzähle, und die sogar gern an Aktionen und Lesevorhaben teilnehmen. Nicht zuletzt wegen euch läuft das hier nach 10 Jahren immer noch! Also: danke. Auf den Blog, vor allem aber auf euch!




Samstag, 26. Dezember 2020

Lesebingo 2021

Traditionen soll man ja pflegen, und ziemlich gut klappt das beim Lesebingo auf meinem Blog.

Auch 2021 wird es nämlich wieder ein Lesebingo-Feld mit 25 verschiedenen Lese-Aufgaben für euch und mich geben. Ziel ist es, 25 verschiedene Bücher zu 25 verschiedenen Themen/ Aufgaben zu lesen und sich - ganz nach bekannter Bingo-Manier - die erledigten Felder abzustreichen. Ziel: ein ausgefülltes Bingofeld. Das komplette Bingofeld in groß und die "Regeln" (wobei es kaum welche gibt) könnt ihr noch einmal unter der Lesebingo-Rubrik lesen, nämlich HIER


Ich freue mich auch 2021 wieder sehr, wenn sich Interessierte finden, die mitmachen möchten. Falls ihr (wieder oder auch erstmalig) dabei seid, schreibt mir gern eine kurze Nachricht als Kommentar oder per Email, gern mit entsprechendem Link zu eurem Blog, unter dem man eure Fortschritte sehen kann.

Falls Fragen sind, einfach melden :)


Viel Spaß beim 2021er Lesebingo!


Donnerstag, 17. Dezember 2020

"Das Bild der Erinnerung" - Micaela Jary

 z.B. als Kindle Edition; 8,99 Euro



Handlung:

Einem Münchner Auktionshaus wird ein Bild des berühmten impressionistischen Malers Leo Reichenstein angeboten, das 70 Jahre als verschollen galt. Die junge Kunsthistorikerin Anna Falkenberg hat Zweifel an der Echtheit des Gemäldes. Ihre Nachforschungen führen sie zur Galerie Richardson in London. Der attraktive Oliver Richardson, der die Galerie leitet, rät Anna, sich an seinen Großvater Henry zu wenden. Oliver begleitet Anna auf ihrer Reise an die wildromantische Küste Cornwalls. Doch als Anna mit Henry Richardson spricht, ist sie zutiefst irritiert. Denn die Geschichte des Bildes führt in das besetzte Berlin der Nachkriegszeit zurück und scheint eng mit ihrer eigenen Geschichte verbunden zu sein.


Meine Meinung:

Ich mag Kunst. Ich mag Kunstwerke, gehe gern in Museen und hätte um ein Haar eher Kunstgeschichte als Psychologie studiert. Vermutlich liegt es daran, dass mich auch Bücher, in denen es um Kunstwerke und deren Verschwinden geht, wie magisch anziehen. So ging es mir denn auch mit "Das Bild der Erinnerung" von Micaela Jary, auf das ich online durch Zufall stieß, dann aber zugleich halb enttäuscht feststellte, dass es als Taschenbuch gar nicht mehr erhältlich ist. Nach einem kurzentschlossenen Online-Kauf eines gebrauchten Buches hatte ich dann aber sogar extra Glück, weil sich dieses "gebrauchte" Exemplar als Hardcover-Sonderausgabe entpuppte, die sogar noch in Folie eingeschweißt war.

In "Das Bild der Erinnerung" geht es um das Gemälde "Das Liebespaar" von dem fiktiven Künstler Leo Reichenstein. Dieses taucht bei Anna, einer Kunsthistorikerin in München, unversehens auf, die bei der Überprüfung der Provenienz, also der Herkunfts- und Besitzgeschichte des Gemäldes, auf Ungereimtheiten stößt. Genauer gesagt gibt es einige Jahre, bei denen nicht feststeht, wo das Bild in dieser Zeit war und wem es in dieser Zeit "gehörte". Annas Suche führt sie schließlich nach London und zum Galeristen Oliver, dessen Familie offenbar in die Geschichte des Bildes verwickelt ist.

Parallel zur Geschichte im "Hier und Jetzt" liest man in einem zweiten Erzählstrang über die Zeit um 1946 herum, in der das Gemälde "Das Liebespaar" sein Dasein im Nachkriegs-Berlin fristet und durch verschiedene Hände geht. An sich fand ich die Idee, beide Erzählstränge nebenbei laufen zu lassen und zu berichten, gut und sinnvoll; die Umsetzung ist in meinen Augen aber nicht ganz glücklich geworden. Für mein Empfinden spielt einfach viel zu viel der Handlung im Damals, also in der Nachkriegszeit.

Diese Unausgeglichenheit wäre für mich auch noch ok, wenn sie begründet erscheinen würde. Aber tatsächlich habe ich das Gefühl, dass sich Frau Jary ein bisschen sehr in den Handlungssträngen der Nachkriegszeit verliert, zuviele Personen mit zuvielen, für mich teils auch unwichtigen Nebenhandlungen einbringt und verwirbelt. Kapitel werden teilweise lose und mitten in der Handlung abgebrochen und setzen danach an ganz anderer Stelle wieder ein. Auch der Wechsel zwischen den Kapiteln im Damals und im Heute wirkt auf mich nicht immer gelungen, sondern manchmal sehr willkürlich. Alle Handlungsaspekte machen letztlich im Gesamtbild durchaus Sinn, aber sie nehmen in der Vergangenheit für meinen Geschmack zuviel Platz ein. Dann hätte ich mir als Gegengewicht ebensolche Ausführlichkeit der Geschehnisse im Heute gewünscht, bei Anna und Oliver. Stattdessen geizt die Autorin hier irgendwie, schon allein bei Personenbeschreibungen oder Charakterdarstellungen. Von Anna konnte ich mir die ganze Zeit kein wirkliches Bild machen, die kommt im Buch einfach viel zu kurz, finde ich. Dass sich am Ende eine kleine Liebelei andeutet, ok, das passt zum Genre. Aber abgekauft habe ich das den beiden Figuren absolut nicht, weil es auch so plötzlich kam. 

Mein Lieblingsaufreger: An einem Abend bietet Oliver Anna das "Du" an, was die brüsk ablehnt - warum auch immer, denn das habe ich echt nicht verstanden. Gleich am nächsten Morgen aber, als wäre nichts gewesen, fragt Anna ihn dann aus heiterem Himmel "Wollen wir das Sie nicht mal weglassen?". Ich meine, hä?! Sowas mag ich in Büchern nicht, wenn´s irgendwie so unrund ist. Dass dann die ein oder andere Nebenfigur auch sehr plakativ böse und durchtrieben dargestellt wird, reiht sich dann letztlich nur gut ins Gesamtbild ein.

An sich mochte ich die Geschichte rund um "Das Bild der Erinnerung", an der Umsetzung hat es in meinen Augen aber hier und da gehapert. Für Zwischendrin und für jene, die gern etwas im Kunstbereich lesen, bietet es aber kurzweilige Unterhaltung.



Sonntag, 13. Dezember 2020

Adventsgeplauder

Einen schönen 3. Adventssonntag wünsche ich euch!

Ich hoffe, ihr konntet die Adventszeit bisher ruhig angehen und genießen, oder dass zumindest der angekündigte Lockdown nun ein bisschen Ruhe und Entschleunigung für alle bringen wird. Meine Woche ab morgen wird nochmal ganz schön voll und trubelig - Lockdown hin oder her -, insofern mache ich drei Kreuze, wenn Freitag Nachmittag ist, denn dann habe ich endlich frei. Dann stehen mir einige freie Tage bevor, die ich bestmöglich fürs Faulsein nutzen will. 

Lesen steht ganz oben auf der Liste, denn ich habe definitiv noch einige Bücher hier liegen, die schon ganz hektisch winken und rufen "Du wolltest uns doch noch bis Ende des Jahres lesen - wann wird´s denn nun endlich mal was?!". Bisher habe ich im Dezember irgendwie kaum etwas gelesen. Das stört mich selbst ungemein und vor allem macht es mich ... ja, unruhig, irgendwie. Mir hilft Lesen halt beim Runterkommen und beim "Welt da draußen ausschalten", und in den letzten Tagen war dafür kaum Zeit und Ruhe. Auch heute habe ich noch keine Seite gelesen und das war eigentlich ganz anders geplant. Aktuell lese ich mich durch den letzten Teil der "Weltenwanderer"-Reihe von V.E. Schwab. (Und liebe es!) Zum einen. Zum anderen habe ich aber auch noch "Vom Ende der Einsamkeit" von Benedict Wells angefangen. Ebenso wie "Die kleinen Wunder von Mayfair" von Robert Dinsdale. Und nicht zu vergessen, passend zur Jahreszeit: "Eine Weihnachtsgeschichte" von Charles Dickens. Seit Jahren nehme ich mir vor, dieses Buch zur Weihnachtszeit zu lesen, vor 2 Jahren habe ich mir dann die eigentlich sehr schöne illustrierte Ausgabe aus dem Knesebeck Verlag gekauft und es dann trotzdem 2 Jahre lang nicht gelesen. Dieses Jahr habe ich damit immerhin schon angefangen, ich habe das erste Kapitel (bzw. im Buch heißen diese "Strophen") gelesen und habe direkt Angst bekommen. Kein Witz! Ich hatte ja bereits eine grobe Idee, worum es im Buch geht, die Geschichte der drei Geister ist mir durchaus bekannt. Aber davon zu lesen fand ich schon recht gruselig; die Illustrationen im Buch verstärken den Gruselfaktor für mich aber nochmal ungemein. Ich bin echt kein Angsthase, was sowas betrifft, aber ich fand die Bilder in Kombination mit meiner eigenen Fantasie so gruselig, dass ich direkt entschieden habe, dieses Buch überhaupt nur tagsüber lesen zu können. :o Also mal sehen, wie ich mit dieser Geschichte vorankomme...


Dann habe ich mir für die freien Weihnachtstage aber auch noch andere Dinge vorgenommen. Ich möchte unbedingt ein paar Märchen schauen, und nein, dafür bin ich nicht zu alt. Zu Weihnachten gehören für mich immer Märchen dazu - und während ich so manche filmische Umsetzung aus früheren Jahren (50er/60er und so) wirklich schauderhaft finde, gibt es heute ja ganz wunderbare Versionen und Neuverfilmungen von Märchen. Da muss ich mir mal ein paar TV-Termine rauspicken, um auch hier in weihnachtliche Stimmung zu kommen. Ich gehöre übrigens zu den (gefühlt) wenigen Personen, die mit "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" so gar nichts anfangen können; bleibt mir bloß weg mit diesem Film! Ich mochte den früher als Kind mal sehr, dann wurde er aber totgespielt und so hochgehyped, dass ich den einfach überhaupt nicht mehr mag. Plötzlich redeten alle nur noch von dem Film und dass der der Inbegriff von Weihnachten wäre - Why??!! Keine Ahnung. Gibt viel schönere Filme. Und schönere Märchen.


Fest eingeplant habe ich auch, mich an den Laptop zu setzen und z.B. ein neues Lesebingo fürs Jahr 2021 zu basteln. Das wird wohl irgendwann in den nächsten Tagen auf dem Blog erscheinen. Ich hoffe, ihr habt wieder Lust, mitzumachen :) Ebenso soll es eine kleine Auswertung des aktuellen Lesebingos geben, sowie der anderen Leseaktionen, die ich dieses Jahr gemacht bzw. an denen ich teilgenommen habe. Für 2021 habe ich neben dem Lesebingo auch noch eine kleine Leseaktion zum Thema "Klassiker" für mich eingeplant. Auch #21bücherfür2021 wird wohl wieder stattfinden, also werde ich mir 21 Bücher fürs nächste Jahr raussuchen. Aber sonst? Keine Ahnung, ich habe mich mit eventuellen weiteren "Challenges und Co." noch nicht beschäftigt und weiß gar nicht, was so stattfindet. 

Weiß jemand von euch etwas? Gibt es gute Leseaktionen und "Challenges", bei denen man mitmachen könnte?


Wie sehen denn eure Pläne für die Weihnachts- und Ferientage aus? Habt ihr Lesepläne oder noch "to do´s" für 2020?


Mittwoch, 2. Dezember 2020

Lust auf Klassiker?

"Der alte Mann und das Meer" hat mich eben aus meinem Bücherregal heraus angelächelt.

Ich stand vor meinem Regal, habe diesen Buchrücken angesehen und mir - mal wieder - gedacht, dass ich eigentlich schon so lange so manchen Klassiker lesen wollte. Und es einfach nicht tue, weil immer andere, meist neuere oder sogar ganz aktuelle Bücher zuerst dran sind und sich vordrängeln. Und so habe ich Bücher wie "Krieg und Frieden", "Die drei Musketiere" (in verschiedenen Ausführungen) oder auch "Emma" seit Jahren (Jahrzehnten?!) in meinen Bücherregalen stehen, die ich wirklich gern irgendwann in meinem Leben mal gelesen haben möchte - lese sie aber nicht. Immer wieder nehme ich es mir vor, aber dann klappt es nicht. Wobei ich mich schon ein bisschen gebessert habe, "Der große Gatsby" z.B. hat es vor einigen Monaten dann doch endlich mal vor meine Augen geschafft, ebenso wie "Fahrenheit 451" vor ein paar Wochen.

Doch was, wenn ich mir das mal bewusst vornehme: Klassiker lesen? Oder zumindest das, was ich als Klassiker für mich einordne (denn da gibt es literarisch sicher so einige Definitionen...)? 2020 habe ich ja zumindest schon bei den Sachbüchern und Konstanzes Sachbuch-Challenge gesehen, dass es durchaus geht, wenn ich es mir doch einigermaßen fest vornehme.


Daher meine Überlegung, 2021 ganz bewusst Klassiker zu lesen. Natürlich nicht nur, aber vielleicht mal so eine handvoll übers Jahr verteilt, das müsste doch zu schaffen sein...

Hat jemand Lust, mitzumachen? Lust, 2021 einige oder zumindest ein paar Klassiker aus den Regalen zu kramen und diese zu lesen? Ich nehme mir das gern als eigenes Projekt vor, freue mich aber auch sehr, wenn sich im Rahmen einer "Lese-Aktion" vielleicht noch andere Mitstreiter finden. Falls ihr Lust habt, meldet euch.


Samstag, 21. November 2020

"World Runner: Die Jäger" und "World Runner: Die Gejagten" - Thomas Thiemeyer

Arena Verlag, beide 2020 erschienen

jeweils 19,00 Euro



Worum geht´s in Teil 1?

Sie nennen sich Runner und spielen vor laufender Kamera das gefährlichste Spiel der Welt. Im Grenzbereich zwischen Gesetz und Kriminalität treten einhundert Jugendliche an, um sich in einem Kampf um Rätsel, Schätze und verborgene Orte zu messen und zu inszenieren... Tim ist einer von ihnen. Ein Runner aus Leidenschaft, bereit über Grenzen zu gehen. Als er eines Tages einen Brief von GlobalGames erhält, zögert er keine Sekunde, die Challenge anzunehmen. Sieben Caches wurden an sieben Orten versteckt. 100 Jugendliche jagen ihnen nach. Einer gegen den anderen. Doch Tim merkt bald, dass er es nicht alleine schaffen kann. In der faszinierenden Annika, genannt Sakura, findet er eine Verbündete. Doch kann er ihr wirklich trauen? Oder rennt am Ende doch jeder für sich allein?



Meine Meinung:

Ich war noch nie Geocachen, finde die Idee dahinter aber äußerst spannend. Ich meine - wer würde nicht gern mal einen Schatz finden?! Thomas Thiemeyer bedient sich des Prinzips Geocachen in seiner neuen Jugendbuchreihe "World Runner" und weitet dieses aber noch um einiges aus. In Teil 1 "Die Jäger" begleitet man ein paar deutsche Jugendliche, die als "Runner" an einer Art Riesen-Schnitzeljagd teilnehmen, quer durch Deutschland zu verschiedenen Orten reisen und dort Rätsel lösen, um Punkte und Anerkennung zu bekommen. Am Ende winkt ein großer Preis. Worin genau dieser Preis besteht, verrate ich an dieser Stelle für alle interessierten Leser nicht. Jedoch, dass es im zweiten Teil um einiges größer daher geht. Jetzt wird es international, die Schnitzeljagd weitet sich auf den ganzen Globus aus und es nehmen 48 verschiedene Teams von "Runnern" aus 48 verschiedenen Staaten teil. Am Ende kann nur ein Team gewinnen.

Das Konzept, das sich Herr Thiemeyer ausgedacht hat, hat mich angesprochen und neugierig gemacht. Auch wenn ich rein altersmäßig nicht mehr zur Zielgruppe der Bücher gehöre, hatte ich großen Spaß daran, Tim, Annika und Co. auf ihrer deutschlandweiten Reise zu begleiten und Rätsel zu lösen. Man erfährt dabei einiges über Geschichte und Herkunft von Stationen, Sehenswürdigkeiten und besonderen Orten in Deutschland. Das hat mir gut gefallen. Und spannend war´s obendrein, was letztlich dafür gesorgt hat, dass ich gern direkt Teil 2 ("Die Gejagten") weiterlesen wollte. 


Während das Konzept im "kleinen Rahmen", also bei der Suche innerhalb Deutschlands (Teil 1 "Die Jäger") noch funktioniert und irgendwie ganz spannend zu lesen ist, haut in meinen Augen im zweiten Teil der Reihe jedoch einiges nicht mehr so richtig hin. Angefangen bei den plakativen, klischeebeladenen Figuren, die ihre Rolle schon in Teil 1 zugeschrieben bekommen haben und auch in der Fortsetzung leider kein bisschen davon abrücken dürfen. So bleibt Tim der coole und hübsche Liebling der Massen, Annika die toughe Alleskönnerin und -wisserin und Jeremy hat leider dauerhaft die Rolle des arroganten Idioten abbekommen und muss daher die komplette Story über der dumme Kotzbrocken bleiben. Da ist wenig Raum für Überraschungen und Entwicklungen, die doch aber so gut in das Konzept reingepasst hätten. 


Dann kommen so Kleinigkeiten hinzu, die im Großen und Ganzen nicht ausschlaggebend sind, die mir beim Lesen aber doch irgendwie gegen den Strich gingen und mich gestört haben. So kenne ich z.B. keinen 16-/17-Jährigen, der heute noch Worte wie "Unfug" oder "Göre" benutzt. Hier fehlt mir in den Dialogen tatsächlich ein bisschen Authentizität bezogen auf die aktuelle Jugend, um glaubhafter zu wirken. Die Rätsel im Teil 2 fand ich durchweg sehr spannend und interessant, die Auflösung jedoch nicht. Vielleicht liegt es an mir (wahrscheinlich!), aber ich habe mindestens 2x die Begründung der Rätsellösungen echt nicht verstanden. Da fehlte mir eine ausführliche Erklärung und ein "Klick" in meinem Kopf, das die Jugendlichen im Buch angeblich aber sofort hatten und direkt weitermachen konnten... 

Dann die große Frage, warum eigentlich sechs Spieler, also "Runner", pro Land ausgewählt wurden. Warum so eine große Anzahl? Warum nicht nur 3 oder 4? Nicht nur, dass das organisatorisch und auch finanziell viel glaubwürdiger gewirkt hätte, es hätte obendrein dafür gesorgt, dass Mitspieler und Figuren in der Erzählung nicht zu kurz kommen und eben nicht nur wie lästiges Beiwerk zum eigentlich agierenden Team wirken. Denn genau das passiert hier im zweiten Teil. Die Macher und Entscheider sind Tim, Annika und Jeremy. Warum Vanessa und Darius hier überhaupt zwingend noch mit im Team sein mussten - keine Ahnung, geliefert und beigetragen haben sie nichts. Auch Malte kommt hier viel zu kurz und kriegt obendrein eine undankbare Rolle ab. Ebenso die erwachsenen Gegenspieler, Shenmi und Mortimer, die so plakativ gestaltet sind, dass mir das Lesen manchmal fast ein genervtes Seufzen entlockt hat. 

Mir ist schon klar, dass die Bücher für jüngere Leser gedacht sind. Und diese jüngeren Leser natürlich andere Ansprüche an so eine Unterhaltung haben als ich. Trotzdem hat sich Herr Thiemeyer mit diesem zweiten Teil in meinen Augen keinen richtigen Gefallen getan. Die eigentliche Handlung gerät viel zu kurz, hätte viel mehr ausgestaltet werden können. Alleine die Ortsbeschreibungen sind stets so kurz und oberflächlich gehalten, dass zumindest ich mir keine gute Vorstellung machen konnte. Man bekommt zudem den Eindruck, das Herumreisen und Lösen von Rätseln wäre ein Klacks für Jugendliche, wenn sie nur genügend Geld zur Verfügung haben. Vielleicht hätte man aus Teil 2 lieber einen Teil 2 und einen Teil 3 machen sollen, um der ganzen Action und dem Hin und Her gerechter zu werden und auch zu einem "glaubwürdigeren" Ende zu verhelfen. Tatsächlich hätte Herr Thiemeyer seinen Contest ja auch mal dazu nutzen können, kleineren, weniger populären Ländern zumindest auf dem Papier mehr Erfolg zu gönnen. Im Wettbewerb begegnet man nur den "üblichen Verdächtigen", den ohnehin erfolgreichen Staaten unserer Erde: USA, Russland, China, Kanada usw. Warum hätte es denn nicht auch mal ein anderes "Überraschungs-Land" in die engere Auswahl für den Sieg schaffen können?


Solche Sachen habe ich mich beim Lesen des zweiten Teils gefragt, was dazu führte, dass ich Teil 2 der Reihe als nicht so überzeugend wie Teil 1 empfinde. Da wäre deutlich mehr drin gewesen und ich hätte hier eine Ausweitung auf einen dritten Teil tatsächlich mal sehr befürwortet, um den Figuren, aber auch der Handlung und dem Contest an sich genügend Spielraum und Glaubwürdigkeit zu verleihen. 



Sonntag, 15. November 2020

Blitzlicht: Sonntag schon wieder vorbei

Dieser Gedanke ging mir zumindest gerade mit Blick auf die Uhr durch den Kopf. Mit Sonntagen verbinde ich eine Hassliebe, weil sie zwar einerseits freie Tage und damit freie Zeit versprechen, zugleich aber (zumindest bei mir immer) bedeuten, dass ich spätestens ab etwa 14 Uhr gedanklich schon beim Montag bin - und sich die Gedanken bezüglich "Woran muss ich morgen denken, Woran muss ich heute schon für morgen denken, Was muss ich heute vielleicht noch für die Woche vorbereiten,..." bei mir im Kopf stapeln. Das ist echt ätzend. Und nervig. Denn so hat man nicht mal am Sonntag Ruhe vor all den Dingen, die einen ohnehin schon die ganzen restlichen 6 Tage beschäftigen. Wenn ich dann auch noch Pech habe, fällt mir ein, dass ich tatsächlich noch irgendwas vorbereiten oder bearbeiten muss für die nächsten Tage, und dann sitze ich nicht selten den Sonntag Nachmittag am Laptop und tu eben genau das, nämlich vorbereiten und ausarbeiten. 


Geht das nur mir mit Sonntagen so? Oder erlebt ihr das sonntags auch immer (mal)?


Morgen ist nun jedenfalls (schon wieder! *ächz*) Montag und mit ihm kommen alle Dinge, die nicht nur den Montag, sondern für gewöhnlich auch die Arbeitswoche irgendwie doof machen. (Sorry, ich merke gerade, ich bin sehr negativ eingestellt. Sonntag halt, mit Aussicht auf Montag... Tut mir Leid.)

Eigentlich befinden wir uns aktuell in meiner Lieblingszeit, der schönsten Zeit des Jahres, denn Weihnachten steht ziemlich bald bevor. Ich LIEBE Weihnachten und die Vorweihnachtszeit, und wer hier schon länger mitliest, der weiß das vermutlich. Momentan befinde ich mich noch in der Phase, in der ich mir denke, "Ist noch lange genug hin, soo weihnachtlich muss ich noch nicht drauf sein", denn immerhin ist erst Mitte November. Gleichzeitig ist aber nun mal schon Mitte November, d.h. so langsam kann man ja doch mal einen Gedanken an Basteleien, Backereien, Geschenke und Co. verschwenden. Ich LIEBE das, aber das hab ich euch ja schon gesagt. Ich habe vor, mir ein kleines Adventskalenderdorf aus Kraftpapiertüten zu basteln, das könnte (und müsste) ich doch demnächst mal in Angriff nehmen.

Erstmal steht mir aber eine stressige Woche bevor. Ich plane, in den Pausen, die sich mittendrin vielleicht mal ergeben, viel zu lesen. Denn eigentlich habe ich noch ganz viele Bücher im Kopf, die ich gern dieses Jahr noch lesen wollte. (Was total blödsinnig ist, denn die werden ja nicht schlecht; es passiert absolut nichts, wenn ich die dieses Jahr nicht mehr schaffe!) Gerade am Freitag habe ich "Die Vier Farben der Magie" von V.E. Schwab ausgelesen, das ich wegen meiner eigens ins Leben gerufenen Aktion "Lieblingsbücher lesen" gelesen habe. Und so schwer mir irgendwie auch der Einstieg in dieses Buch fiel, umso mehr hat mich das nach und nach gefangen genommen, sodass ich mir dann direkt die beiden Nachfolgebände bestellen musste. Ich hoffe, die kommen morgen bei mir an, denn dann muss ich einfach direkt weiterlesen - ich will wissen, wie es mit Kell und Lila weitergeht!


Was lest ihr denn schönes zur Zeit?



Samstag, 31. Oktober 2020

Happy Halloween!

Hallo ihr Lieben und Happy Halloween! Bei mir gilt heute auch: Happy Reformationstag, aber wer wünscht sich den schon gegenseitig...

Habt ihr schon was gruseliges erlebt heute? Oder plant noch was entsprechendes? 


Ich hatte eigentlich vor, meine Nase heute mal wenigstens in eins dieser Bücher hier zu stecken, von denen ich mir ein bisschen was gruselig-mysteriöses erhoffe. Wirklich dazu gekommen bin ich bisher nicht und da heute Abend noch (ganz oldschool) DVD gucken angesagt ist, wird es heute wohl auch eher nix mehr. Was schade ist, denn zu Halloween versuche ich tatsächlich, mich auch leserisch ein bisschen einzustimmen.

Eigentlich ist es mir das ganze Jahr über ziemlich Schnuppe, ob meine Lektüre zur aktuellen Jahreszeit passt; ob ich ein Sommer-Sonne-Strand-Buch mitten im Winter lese, oder was herbstliches bei 35° draußen, völlig egal - mit zwei Ausnahmen: Halloween kann es bitte gruselig angehaucht sein. Und in der Vorweihnachtszeit brauch ich was weihnachtliches. Wenigstens unter anderem. So zur allgemeinen Vorfreude und Einstimmung auf die Feiertage lese ich sehr gern kitschig-romantische Friede-Freude-Eierkuchen-Geschichten mit Happy End-Garantie, mit Schnee und Eingeschneitsein, mit Geschenken und Überraschungen, ... hach, immer her damit. 

Für Halloween hatte ich mir diese drei Bücher gestern Abend aus den Bücherregalen gezogen, wobei ich "Lockwood & Co." schon vor ein paar Tagen begonnen hatte. Mal sehen, ob ich später vielleicht doch noch ein wenig darin lese. Ansonsten morgen ;)


Was habt ihr denn am heutigen Tag noch vor? Habt ein schönes Wochenende!



Dienstag, 27. Oktober 2020

Neue Die-muss-ich-haben-Bücher im November!!

Liebe Leute,

der November steht vor der Tür und er bringt suuuuper buchige Neuerscheinungen mit!! Ich freu mich schon wie ein Keks auf diese drei Bücher, die in den nächsten Wochen erscheinen werden:

Zunächst der dritte Teil der Tom-Babylon-Reihe von Marc Raabe, die ich irgendwie echt gern lese, auch wenn ich den zweiten Teil leider schon schwächer als den ersten fand. Aber ich bin gespannt, wie es weitergeht!



"Die Hornisse" - Marc Raabe

„I love you all“, ruft der gefeierte Rockstar Brad Galloway seinen 22.000 Fans in der Berliner Waldbühne zu. Plötzlich tritt eine unbekannte Frau ins Scheinwerferlicht und überreicht ihm einen mysteriösen Umschlag. Am nächsten Abend wird Galloways ausgeblutete Leiche ans Bett gefesselt im Gästehaus der Polizei gefunden.
LKA-Ermittler Tom Babylon wird vom Babyschwimmen zum Tatort gerufen. Gemeinsam mit der Psychologin Sita Johanns fahndet er nach der unbekannten Frau. Die Spur führt dreißig Jahre zurück – zu einer heimtückischen Kindesentführung mit dem Decknamen „Hornisse“ – und zu einer Frau, die zwischen zwei Männern stand. Beide waren bereit zu töten. Einer sinnt noch heute auf Rache.
Und das kann Tom Babylon alles kosten, was er liebt.


Dann! Es kommt ein neuer "Reckless"-Teil von Cornelia Funke raus. Davon hatte ich euch vor einigen Wochen schon einmal berichtet und habe auch erzählt, dass ich von der (Marketing??) Masche, den ersten Teil dieser Reihe auch inhaltlich zumindest etwas umzuschreiben, gar nicht viel halte. Euren Reaktionen entnahm ich, dass ihr das ähnlich seht. Nun ja. Jetzt erscheint der vierte Teil der Buchreihe und ich muss ehrlich sagen, dass ich absolut keine Ahnung mehr habe, was zuletzt mit Jacob und Co. passiert ist. Das ist irgendwie schon zu lange her und hat offenbar auch zu wenig Eindruck bei mir hinterlassen, als dass ich die Handlung von Teil 3 noch gut zusammenbekommen würde. Trotzdem bin ich neugierig auf diesen vierten Teil und ich könnte mir vorstellen, dass ich Teil 3 vorher nochmal (wenigstens quer) lesen werde.



"Reckless: Auf silberner Fährte" - Cornelia Funke

Das vierte Abenteuer hinter den Spiegeln führt Jacob und Fuchs in den fernen Osten. Jacob sucht gemeinsam mit seinem Bruder Will nach einem Spiegel, von dem Sechzehn, das Mädchen aus Glas und Silber, erzählt hat. Will sinnt nach Rache, Jacob sucht nach Sicherheit für sich und Fuchs, denn der Handel, den er einst mit Spieler geschlossen hat, ist noch nicht vergessen. Aber ein Toter hat andere Pläne, und der Spiegel, nach dem sie suchen, gebiert eine furchtbare Jägerin.


Mein persönlicher Hammer ist aber dieses dritte Buch hier! Ich hab davon nicht mal gewusst, dass es erscheint, bis ich neulich zufällig bei Elli gelesen habe, dass Ernest Cline tatsächlich eine Fortsetzung zu "Ready Player One" herausbringt. Ich LIEBE "Ready Player One" - zumindest das Buch, den Film habe ich bewusst nie geguckt, weil ich mir mein eigenes Kopfkino nicht kaputt machen wollte. Es ist eins meiner Lieblingsbücher, das ich allseits immer wieder empfehle und auch selbst immer wieder lese. Und jetzt eine Fortsetzung!!! Ich bin aktuell hin- und hergerissen zwischen Jubel und Begeisterung und totaler Vorfreude auf der einen Seite - und Misstrauen und Vorsicht auf der anderen Seite. Leider passiert das ja gar nicht so selten, dass man von einer Fortsetzung (noch dazu einer völlig unverhofften, die erst Jahre nach Teil 1 erscheint) dann gar nicht so begeistert ist und sich sogar denkt "Hätte ich das mal nicht gelesen, jetzt ist der gute Eindruck von Teil 1 nicht mehr derselbe." Habe ich zumindest tatsächlich ab und zu schon erlebt. Daher bin ich vorsichtig, aber wehren gegen den Wunsch, dieses Buch zu lesen, kann ich mich ehrlich gesagt nicht... :o



"Ready Player Two" - Ernest Cline

Days after winning OASIS founder James Halliday's contest, Wade Watts makes a discovery that changes everything.

Hidden within Halliday's vaults, waiting for his heir to find it, lies a technological advancement that will once again change the world and make the OASIS a thousand times more wondrous - and addictive - than even Wade dreamed possible.With it comes a new riddle, and a new quest: a last Easter egg from Halliday, hinting at a mysterious prize. And an unexpected, impossibly powerful, and dangerous new rival awaits, one who'll kill millions to get what he wants. Wade's life and the future of the OASIS are again at stake, but this time the fate of humanity also hangs in the balance.

Lovingly nostalgic and wildly original as only Ernest Cline could conceive it, Ready Player Two takes us on another imaginative, fun, action-packed adventure through his beloved virtual universe, and jolts us thrillingly into the future once again.



Auf welche Bücher wartet ihr denn im November?


Samstag, 24. Oktober 2020

Blitzlicht: Herbst- und Blogmüdigkeit

Hallo ihr Lieben.

Die Überschrift des Posts sagt eigentlich schon alles. Irgendwie schlage ich mich derzeit nicht nur mit leichter gesundheitlicher Angeschlagenheit, sondern auch mit einem Fehlen von Motivation und Lust herum. Ich weiß auch nicht, was los ist. Irgendwie ist mein Sommerüberdruß direkt in eine Herbstmüdigkeit übergegangen, was sich beides ähnlich äußert: keine Lust auf nix. (Ich weiß übrigens, dass das eine doppelte Verneinung ist, jaja.) 

Mit Erschrecken habe ich festgestellt, dass der Oktober irgendwie schon wieder so gut wie vorbei ist, dabei war doch eben noch August, oder? Bei mir geht gerade ein Tag in den nächsten über, ohne große Aufregung und ohne große Abwechslung. Daran ist nicht nur Corona Schuld, höchstens so ein bisschen. 2020 ist ein Jahr zum Vergessen, das wird wohl nicht nur mir so gehen. Vieles hat nicht geklappt, vieles ist ausgefallen oder zumindest verschoben worden - aber wer will sich da bei der aktuellen Lage schon drauf verlassen, dass das dann später echt stattfindet?! Die ganzen aktuellen Verbote und Maßnahmen stören mich tatsächlich wenig, was wohl auch daran liegt, dass mir jedes Mal ganz anders wird, wenn ich von den aktuell gestiegenen Infektionszahlen höre. Dass manche da echt nach wie vor so ignorant und unverschämt mit Maskenpflicht und Co. umgehen, macht mich voll fuchsig. Für mich ändert sich trotz der Einschränkungen wenig. Bei meiner beruflichen Tätigkeit funktioniert Homeoffice leider nicht, sodass ich weiterhin immer wieder unterwegs sein muss. Kontakt mit anderen ist bei meinem Job (ich bin Psychotherapeutin "in se making", also in der Hoffnung auf eine baldige Approbation) geradezu Pflicht, sodass ich da nicht drumherum komme. 

Wie bin ich jetzt aber eigentlich von der Herbstmüdigkeit auf meine aktuelle berufliche Tätigkeit gekommen? (Zur Erklärung: Ich betone das mit dem "aktuell" übrigens deswegen so sehr (auch zu meiner eigenen Beruhigung), weil das, was ich gerade beruflich mache, echt nicht meine Traumbeschäftigung ist und ich es nur als Zwischenschritt eben auf dem Weg zur Approbation ansehe, mit der ich dann auch hoffentlich noch ganz andere Richtungen einschlagen kann. Wen das interessiert, der kann gern nach Details fragen, aber ich will hier keinen langweilen.)

Jedenfalls merke ich bei mir, dass ich echt voll motivationslos bin. Ich lese durchaus viel zur Zeit, sogar gleich wieder viel zu viel, und das vor allem gleichzeitig, wenn ich mal ehrlich sein soll. Aktuell lese ich... ähm, 5 Bücher gleichzeitig, was eigentlich völlig bescheuert ist. Nein, es sind sogar 6, merke ich gerade, aber in dem einen habe ich seit Tagen nicht mehr gelesen. Naja, das ist blöde, ich weiß. Aber ich kann mich gerade auf keins so richtig einlassen und schweife dann beim Lesen des einen Buches gedanklich zu einem anderen ab, das mich gerade (vielleicht) viel mehr reizen und interessieren würde - und dann lese ich eben mal da rein. Mit dem Ergebnis, das ich aktuell lese in:


- dem letzten Teil von "Lockwood & Co." von Jonathan Stroud

- "Stalking Jack the Ripper" von Kerri Maniscalco (beide Bücher in Einstimmung auf Halloween, so war zumindest mal der eigentliche Gedanke dahinter)

- "Vom Ende der Einsamkeit" von Benedict Wells

- "Das Bild der Erinnerung" von Micaela Jary

- "Vier Farben der Magie" von V. E. Schwab und

- "Die Anatomie des Teufels" von Jordi Llobregat


Ich bin jedenfalls sehr entschlossen, bis Ende Oktober wenigstens zwei Bücher davon noch zu beenden. Allerdings lese ich zu Halloween und in den Tagen drumherum ja auch gern etwas entsprechend gruselig-mysteriöses, sodass ich in der nächsten Woche sicher noch zu anderen Büchern greifen werde. Ich hab da schon ein oder zwei im Auge, die werde ich euch nächste Woche mal zeigen. 

Ansonsten fehlt mir gerade auch einfach die Muße, mich an Rezensionen zu setzen. Gelesen habe ich einiges, das hier auf dem Blog kurz vorgestellt werden könnte (ist ja eigentlich Sinn der Sache, hehe), aber momentan ... halt irgendwie nicht. Herbstmüdigkeit und so. 


Soweit das heutige Lebenszeichen. Was lest ihr denn gerade so?


Sonntag, 11. Oktober 2020

"Die Magie von Winterhaus" - Ben Guterson

Verlag Freies Geistesleben, 2020

20,00 Euro


HIER geht´s zum Buch (Verlagsseite)



Worum geht´s? 

(Achtung vor möglichen Spoilern: es handelt sich um Band 3 der Buchreihe!)

Buch 1: "Winterhaus"

Buch 2: "Die Geheimnisse von Winterhaus"

Band 3: "Die Magie von Winterhaus"

Während es noch kräftig schneit, freut sich Elizabeth auf ein unbeschwertes Wiedersehen mit Freddy in den bevorstehenden Osterferien. Doch als sie einen seltsamen Hügel über der stillgelegten Silbermine entdeckt und später das einzige Exemplar eines schlüsselhaften Romans aus Zimmer 333 verschwindet, schrillen die Alarmglocken. Was steht bevor? Und warum haben es die zwei schrulligen Herren mit einmal so eilig, mit ihrem Riesenpuzzle fertig zu werden?



Meine Meinung:

Ich gehöre nicht mehr wirklich zur Zielgruppe der "Winterhaus"-Bücher von Ben Guterson, habe die ersten beiden Teile dennoch sehr gern gelesen und vor allem die wunderbaren Illustrationen von Chloe Bristol sehr genossen. Die Bücher verströmen einen angenehm wohligen Eindruck eines heimeligen, gemütlichen und warmen Hotels inmitten einer Schneelandschaft, mit kuriosen, aber liebenswerten Besuchern, und einer Vielzahl von Rätseln und Geheimnissen. Gespannt war ich daher auch auf diesen dritten und letzten Teil der Buchreihe, der genau 3 Monate nach den Ereignissen aus Teil 2 einsetzt, einige Tage vor Ostern nämlich.

Elizabeth lebt mittlerweile dauerhaft im "Winterhaus" und fühlt sich dort eigentlich pudelwohl. Trotzdem wird sie das Gefühl nicht los, dass irgendetwas in der Luft liegt, dass zu Ostern etwas passieren wird, etwas ... das mit Gracella zu tun hat. Gracella, die ja eigentlich gar nicht mehr da sein dürfte. Oder sollte. Trotzdem, Elizabeth hört auf ihr ungutes Gefühl und fängt erneut gemeinsam mit ihrem Freund Freddy an, mittels diverser Rätsel und geheimnisvoller Fährten, die schon vor vielen Jahrzehnten im Winterhaus gelegt wurden, zu ermitteln - um im besten Fall zu verhindern, dass Gracella wieder zurückkehren könnte. 

Die Zutaten für gute jugendliche Unterhaltung sind somit vorhanden, von Ben Guterson auch wie schon in den ersten beiden Büchern gut in der Story durchgemischt. Dennoch, irgendwie ist bei mir in diesem dritten Teil der Funke nicht wirklich übergesprungen. Während ich bei den ersten beiden Teilen trotz meines nicht-mehr-so-jugendlichen Alters ganz gut mitgehen und sogar mitfiebern konnte, hat mir hier in "Die Magie von Winterhaus" irgendwie ein roter Faden gefehlt. Eine Erklärung, warum hier gerade alles so passiert, wo plötzlich dieser und jener Geistesblitz einzelner Personen herkam, warum manche Figuren so arg geheimnisvoll tun und es dann am Ende doch gar nicht sind. Ich fand manche Dialoge leider sehr hölzern und nichtssagend, mir leuchtete an mancher Stelle gar nicht recht ein, warum sich zwei Personen jetzt eigentlich unterhalten (müssen). Auch habe ich das Gefühl, dass so manche Idee und anfänglicher Handlungseinfall vom Autor letztlich nur halbherzig oder auch gar nicht zu einem erklärenden Ende gebracht wurden. (Beispiel: Warum benehmen sich manche Erwachsene denn nun so merkwürdig, z.B. Freddys Eltern oder der anwesende Professor?). Auch Elizabeth erschien mir hier unerklärlicherweise an mancher Stelle so kindisch, so unausgeglichen und geradezu frech-aufmüpfig, was gar nicht recht zu ihr passte, zumindest nicht anhand des Eindrucks, den sie aus den beiden ersten Teilen machte. Das konnte ich mir letztlich nur mit beginnender Pubertät erklären...

Vielleicht sehe ich das alles auch ein bisschen zu arg, denn letztlich findet Ben Guterson für seine begonnene Story rund um Elizabeth und das Winterhaus dennoch ein würdiges und passendes (wenn auch etwas hochtrabendes) Ende. Es geht um Freundschaft, um Zusammenhalt und ums Füreinander-Dasein, und das sind ja wichtige Themen - egal in welcher Altersgruppe. Für alle, die die ersten beiden Teile rund um das Winterhaus gern gelesen haben, ist dieser dritte abschließende Band natürlich auch empfehlenswert; ich empfinde ihn jedoch als den schwächsten der drei Teile.


Dankeschön an den Verlag Freies Geistesleben!


Freitag, 9. Oktober 2020

Blind Date mit einem Buch

Zum zweiten Mal habe ich mich vor einigen Tagen zu einem sogenannten "Book Blind Date" hinreißen lassen. Das erste Mal, vor etwa 3 Jahren, fand bei Thalia statt: die haben dort so einen Tisch mit diversen eingepackten Büchern und einer kurzen Beschreibung darauf, ohne dass man wirklich erfährt, welches Buch da tatsächlich eingepackt wurde. Damals hatte mich diese Beschreibung auf einem Buch sehr gepackt und neugierig gemacht, weshalb ich es kurzerhand mitnahm. Mit dem Ergebnis, dass ich ein Buch in der Hand hielt, das mich dann leider doch nicht besonders interessiert hat und das ich (psst!) bis heute nicht gelesen habe. HIER habe ich von diesem Blind Date schon einmal erzählt.

Insgesamt also nicht die besten Voraussetzungen für ein weiteres Blind Date mit Buch, dennoch habe ich neulich erneut zugeschlagen. Die Schmökerbox, die einigen sicher bekannt ist, gibt neben den bisher üblichen Bücherboxen mittlerweile auch einzelne Blind Date-Bücher heraus - nach ähnlichem Konzept: eingepackt, keinerlei Hinweise auf das Buch außer einigen kurzen Stichpunkten, die neugierig auf das Buch machen sollen. Das ist der Schmökerbox mit Buch #11 bei mir sehr gut gelungen. Daher war ich noch einmal "mutig" und habe mir dieses buchige Date gegönnt.


Zugegeben, anhand der Hinweise "Stadtplan, Armband und wirre Gefühle" hätte ich etwas ganz anderes erwartet, aber trotzdem finde ich das Buch, das sich hinter der #11 verbirgt, gar nicht so übel. Zumindest habe ich von Elena Ferrante noch nichts gelesen, obwohl ihre "Neapolitanische Saga" ja einige Fans angesammelt hat. Daher bin ich richtig neugierig darauf, auch mal etwas von ihr zu lesen, und bin mit diesem Book Blind Date daher recht zufrieden.


Darum geht´s:

Neapel in den Neunzigern, Giovanna ist dreizehn Jahre alt, die Vorzeigetochter kultivierter Mittelschichtseltern, eine strebsame Schülerin. Doch plötzlich verändert sich alles, ihr Körper, ihre Stimmung, die Noten brechen ein, und immer öfter gerät sie mit ihren Eltern aneinander. Zufällig kommt Giovanna der Vorgeschichte ihres Vaters auf die Spur, der aus einem ganz anderen Neapel stammt, einem leidenschaftlichen, vulgären Neapel. Dort treibt sie sich herum, aber die Geheimnisse, auf die sie da stößt, verstören sie. Und als sie bei einem Abendessen bemerkt, wie ein Freund der Familie unterm Esstisch zärtlich die Füße ihrer Mutter streift, verliert sie vollends die Fassung. Denn wem kann sie überhaupt noch trauen? Und was soll ihr Halt geben? Oder ist sie selber bereits unrettbar verwoben in dieses lügenhafte Leben der Erwachsenen?







Donnerstag, 1. Oktober 2020

"Bermuda" - Thomas Finn

Knaur Verlag, 2020

14,99 Euro



Handlung:

Nur knapp überleben der Biologe und Rucksackreisende Alex Kirchner und die Umweltaktivistin Itzil Pérez den Untergang ihres Kreuzfahrtschiffes, das mitten im Bermuda-Dreieck in einen unheimlichen Hurrikan gerät. Zusammen mit einem Dutzend weiterer Überlebender werden Alex und Itzil am Strand einer Vulkan-Insel angespült, doch die vermeintliche Rettung erweist sich schnell als tödliche Falle: Auf der Insel funktionieren weder Handys noch Kompasse; das Treibgut, aus dem die Überlebenden sich notdürftig ein Lager am Strand errichten, ist am nächsten Morgen fast vollständig verschwunden, Nahrungsmittel verrotten über Nacht bis zur Unkenntlichkeit.
Während Alex eine Bergungsmission zum Wrack des Kreuzfahrtschiffes unternimmt und seinen Augen nicht traut, als er feststellt, dass das Wrack komplett verrostet ist, als läge es seit Dekaden im Wasser, entdeckt Itzil auf der Insel Spuren eines geheimnisvollen indianischen Heiligtums.
Kurz darauf stellt die Gruppe fest, dass einer von ihnen fehlt – dafür führen breite Schleifspuren direkt in den Mangrovendschungel …


Meine Meinung:

Ich mag ja Bücher, in denen es um Legenden und Mythen geht, um Dinge, die auch nach viel Recherchen, Untersuchungen und Überlegungen bis heute einfach nicht geklärt wurden - und auch nicht erklärt werden können. Das behält dem hektischen und modernen Heute unserer Welt immer noch sowas Geheimnisvolles bei, finde ich.

Das Bermuda-Dreieck gehört nun zweifelsohne zu solchen Legenden und Mythen unserer Erde. Seit Jahrhunderten schon (das belegen verschiedene Einträge in Logbüchern, Aufzeichnungen per Funk und per Schrift etc.) verschwinden in einem Areal im Atlantik kurz vor der Amerikanischen Küste immer mal wieder nicht nur Schiffe und Boote, sondern auch Flugzeuge spurlos. Manche sind nur eine Weile weg und tauchen irgendwann wieder auf, die meisten aber bleiben auf immer und ewig verschollen. Das Bermuda-Dreieck hat mich daher schon immer irgendwie fasziniert, auch wenn das vielleicht ein bisschen morbide klingt, tut mir Leid.

Als ich las, dass das neue Buch von Thomas Finn, von dem mir u.a. "Lost Souls" oder auch "Dark Wood" schon gut gefallen haben, eben genau "Bermuda" heißen und in diesem Gebiet der Erde spielen wird, war mir klar, dass ich dieses Buch lesen möchte. Das tat ich dann auch direkt. 

In seiner Geschichte überleben Alex und einige andere Passagiere den Fast-Untergang ihres Kreuzfahrtschiffes und können sich mit Mühe und Not auf eine kleine Insel mitten im Nirgendwo retten. Das "Mitten im Nirgendwo" liegt natürlich genau in dieser Bermuda-Region und dessen sind sich die Überlebenden durchaus bewusst. Diese kleine Insel macht ihrem schlechten Ruf ihrer Lage bald auch schon alle Ehre, indem sie nicht nur unheimliche Lichter und Geräusche nachts beherbergt, sondern offenbar einige blutrünstige und hungrige Wesen. Wirklich sicher sind Alex und Co. auf dieser Insel also nicht, daher machen sie sich auf die Suche nach Hilfe - und auf die Suche, das Geheimnis der Insel zu lüften.

Ich war gespannt, welchen Erklärungsansatz für die "Bermuda-Phänomene" sich Thomas Finn ausdenken würde, ob das ganze am Ende stimmig und passend sein würde. Und ich muss sagen: er wählt zwar einen kuriosen Weg, der weit über Irdisches hinaus geht, dennoch mochte ich seine Ideen für die merkwürdigen Anomalien, die auf der Insel passieren. Das hat sich für mich stimmig angefühlt und tatsächlich fand ich die Erklärungen für das, was da nachts auf der Insel passiert, aus wissenschaftlicher Sicht total spannend und interessant. Natürlich kann man auch anderes erwarten, wenn man dieses Buch liest. Und man kann sich auch denken, dass so richtig "Horror", wie er groß schon auf dem Cover des Buches angekündigt wird, sich hier nicht zwischen den Seiten versteckt - es sei denn, man ist nun wirklich sehr zart besaitet und zuckt bei ein bisschen Blut schon zusammen. Für mich hat das hier eher was von einer spannenden Abenteuergeschichte gehabt, cooler Aha-Moment am Ende inklusive.

Insgesamt war das unterhaltsame Lektüre für mich, mit netten, vielleicht hier und da ein wenig vorhersehbaren Charakteren, die Wikipedia quasi auswendig können und nie was anderes als Survival-Training gemacht haben - zugegeben, aber das hat das Gesamtbild für mich höchstens ein kleines bisschen gestört. Nicht genug jedenfalls, um nicht bis zum Ende lesen zu wollen.


Mittwoch, 23. September 2020

Dreimal was fürs Herz

In den letzten Wochen war mir immer mal nach eher leichter Lektüre, etwas, das sich wegliest und im besten Fall aber bitte dennoch gut unterhält und Spaß macht. Gelesen habe ich daher unter anderem diese drei Bücher hier und von denen erzähle ich euch mal noch kurz was.



"Wenn zwei sich texten" - Lana Wood Johnson

Das Besondere an diesem Buch hier (ich habe es als Kindle ebook gelesen), ist dass es nicht als zusammenhängender Fließtext geschrieben ist. Stattdessen bekommt man einen Nachrichtenverlauf im Handy zwischen Haley und Martin zu lesen und erlebt die eigentliche Handlung daher eher zwischen den Zeilen mit. Vieles wird nicht wirklich ausgesprochen, sondern man muss sich einiges an Handlung und Begebenheiten dazu denken, um aus den Nachrichten zwischen beiden immer schlau zu werden. Das ist manchmal ein bisschen schwierig, manchmal empfand ich es auch ein bisschen nervig, weil ich einige Kommentare und Andeutungen nicht direkt verstanden habe. Aber im Großen und Ganzen versteht man die Story zwischen beiden und als Leser wird einem schnell klar, was Martin erst nach einigen Nachrichten bewusst wird: Beide sind Schulkameraden, es gibt zwei Martin Munroes an der Schule und Haley geht offenbar davon aus, sich mit dem anderen Martin zu schreiben - demjenigen nämlich, den sie gut leiden kann. Da ist Verwechslung vorprogrammiert, und ich finde, Autorin Johnson hält die Verwirrungsstory letztlich auch ganz gut am Laufen. Auf jeden Fall punktet diese Geschichte durch ihre Originalität, auch wenn sie keine ist, die mir allzu lange im Kopf bleiben wird. Ob man für die paar Seiten Handytext auch tatsächlich den vollen Taschenbuchpreis (14,00 Euro) bezahlen möchte, ist die andere Frage - das Lesen des deutlich günstigeren ebooks bietet sich hier geradezu an.



"Verliebt in deine schönsten Seiten" - Emily Henry

Dieses Buch war eine zeitlang mein Zugbuch, also jenes Buch, das ich während meiner Zugfahrten gelesen habe. Ich habe mich jedes Mal köstlich amüsiert beim Lesen. Es geht um January und Gus, beide Schriftsteller, wenn auch in ganz unterschiedlichen Genres tätig. Während Gus sich eher ernsterer und hochtrabender Literatur widmet, schreibt January Liebesgeschichten mit Happy End-Garantien. Dennoch landen beide über den Sommer nicht nur in Schreibflauten, sondern auch in benachbarten Häusern. Nach einigem Geplänkel und Hin und Her beschließen beide, einfach mal ihre Genres zu wechseln und eine Story aus dem Bereich des jeweils anderen zu schreiben. Das klappt bei beiden erstaunlich gut und über kurz oder lang - da verrate ich ja tatsächlich nicht zuviel - kommen beide sich auch etwas näher. 

Ich habe die Geschichte von Gus und January sehr genossen, fand January unglaublich herrlich schlagfertig - ich hab sie manchmal richtig beneidet, weil ihr in sovielen Situationen einfach das richtige zu sagen eingefallen ist. Auch die Dialoge zwischen beiden sind herrlich! Der Funke zwischen beiden springt zwar schon irgendwann auch über, aber so richtig Romantik mit allem Drum und Dran lag für mich nicht in der Luft, das wäre vielleicht das einzig "bemängelswerte", was ich hier finden könnte. Insgesamt eine schöne runde und unterhaltsame (manchmal echt total lustige) Wohlfühlgeschichte!



"In meinem Kopf klang´s irgendwie besser" - Nina Kenwood

Auch dieses Buch hier kann ich getrost demjenigen empfehlen, der gern mal jugendliche Herzschmerz-Stories liest. Hier geht es um Natalie, die neben den üblichen jugendlichen Problemen noch mit einem besonders schwerwiegenden Hindernis zu kämpfen hat: Akne, und das nicht zu wenig. Nach Jahren voller Verstecken, Abdecken, im Hintergrund bleiben und wenigen sozialen Kontakten hat sie sich nun am Ende der Schulzeit ganz gut in ihrem Leben eingerichtet: ihre Haut hat so langsam einen normalen Zustand erreicht und sie hat zwei gute Freunde, die sich jedoch leider zu allem Übel ineinander verlieben, was Natalie einfach ein bisschen zum fünften Rad am Wagen macht. 

Ums Verlieben geht´s hier ohnehin in diesem Buch, und das auf eine wirklich niedliche, herzerwärmende Weise. Verlieben würde sich Natalie ja schon ganz gern, aber wie nur und vor allem: in wen? Als es da aber plötzlich jemanden gibt, der sich nach und nach in ihr Herz stiehlt, ist sie völlig überfordert und weiß gar nicht so recht, was zu tun ist. Ich habe die Geschichte von Natalie total gern gelesen, habe so gelacht an manchen Stellen, über manche Zitate richtiggehend abgefeiert, weil ich mich persönlich in Natalies Gedankengängen und Überlegungen so sehr wiedergefunden habe, dass ich fast glaube, sie wäre auch eine gute Freundin für mich gewesen. Meine Begeisterung geht soweit, dass ich mir diese Geschichte irgendwann mal noch als Taschenbuch zulegen werde, um mir all diese großartigen Sätze und Zitate richtig markieren zu können - bisher habe ich "In meinem Kopf klang´s irgendwie besser" nur als ebook gelesen. Fazit: Herrlich lustige und süße Geschichte über die erste Liebe.


Sonntag, 20. September 2020

Neue Bücher wohin das Auge blickt

 In den letzten Wochen habe ich mir neue Bücher gekauft. Viel zu viele. Mal wieder.

Dass es eigentlich zuviele sind (vor allem: zuviele auf einmal), sehe ich insbesondere daran, dass ich es wieder nicht schaffe, auch nur irgendeins der neuen Bücher zu lesen. (Mit einer Ausnahme.) Stattdessen fristen die ihr Dasein auf Bücherstapeln auf dem Boden, auf dem Tisch, auf dem Nachttisch - jedenfalls überall, nur nicht in den Bücherregalen, weil da drin leider kein Platz mehr für sie ist. An sich stört mich das nicht, bei mir steht und liegt halt alles voll mit Büchern. Aber dass ich manchmal fast über sie stolpere, oder immer erst lange lange Stapel für Stapel wegräumen und -schieben muss, bevor ich an andere bestimmte herankomme, ist manchmal ein bisschen nervig.

Trotzdem gab es auch für die neuen Bücher, die ich euch heute zeige, ja gute Gründe, warum sie gekauft wurden und bei mir einziehen durften. "Die Magie von Winterhaus" habe ich freundlicherweise vom Verlag Freies Geistesleben erhalten, das ist der dritte und letzte Teil der "Winterhaus"-Reihe von Ben Guterson. Alle anderen Bücher vom oberen Foto habe ich mir gekauft. Dabei sind:

- "Das Hotel der Erinnerung" von Chelsea Bobulski, weil es neulich auf Instagram als mysteriöse Spannungsgeschichte angepriesen wurde und mich echt neugierig gemacht hat 

- "Cryptos" von Ursula Poznanki, weil - naja, es ist eben von Ursula Poznanski

- "Bermuda" von Thomas Finn, auf das ich lange gewartet und dann auch direkt gelesen habe, als ich es bekommen habe (das ist die oben erwähnte Ausnahme) -> ist schon ziemlich spannend, das Ende fand ich etwas schräg, aber auch irgendwie gut; vielleicht gibt´s demnächst noch eine Leseeindruck

- "Die Mühlenschwestern: Die Hoffnung wird dich finden" von Jana Lukas, das zwar schon der zweite Teil dieser Reihe ist, mich aufgrund seines Klappentextes aber dennoch irgendwie direkt angesprochen hat. Ich hoffe, man kommt auch ohne Vorwissen aus Band 1 in die Story rein, immerhin ist in jedem Band eine andere "Mühlenschwester" dran ;)

- "Das Haydn Pentagramm" von Anria Reicher, bei dem ich ehrlich gesagt nicht mehr weiß, wie ich da irgendwann drauf gekommen bin. Aber es stand auf meiner Wunschliste, klang (für mich) echt interessant, ein bisschen nach Dan Brown und ein bisschen nach Action-Kunst-Musik-Spannung. Also gekauft.

- "Mein Sommer mit Anja" von Steffen Schröder. Hat mich ebenfalls irgendwann im Laden angelacht. 




Neu eingezogen bei mir ist auch der zweite Band der "Blakely"-Reihe von Nikola Hotel, "It was always love". Das musste sein, zum einen weil es von Nikola Hotel geschrieben wurde, und von der lese ich nun mal schlicht alles. Zum anderen habe ich neulich Teil 1 "It was always you" mit Herzchen in den Augen durchgesuchtet und dann nach dem zweiten Teil gelechzt, den ich hier nun in der Hand halte und den ich mir dank einer Signieraktion der Buchhandlung Graff sogar signiert gegönnt habe.


Apropos "signiert": Ich hatte Glück und habe darüber hinaus bei einem Instagram-Gewinnspiel vom Arctis Verlag ein signiertes Exemplar von "Im Zeichen der Acht" von Benjamin Lebert gewonnen - und mich sehr gefreut :)



Was lest ihr denn heute am Sonntag schönes?


Freitag, 11. September 2020

"Alle Farben weiß" - Christa Ludwig

Verlag Freies Geistesleben/ Oktaven, 2020
18,00 Euro



Worum geht´s?
Selina ist unzufrieden: Was sie will, das hat sie nicht, und was sie hat, das will sie nicht. Als junge Restauratorin erhält sie den Auftrag, ein übermaltes spätmittelalterliches Bild freizulegen. Bei dieser Arbeit mischen sich zwei gegensätzliche, aber gleichermaßen skandalöse Bilder. Und auch in Selinas Leben kommt Bewegung. Hat sie sich getäuscht? War das doch Liebe, damals?


Meine Meinung
"Alle Farben weiß" ist das erste Buch, das ich von Christa Ludwig lese. Mein erster Eindruck, als ich das Buch auspacke: Oh, ist das aber schmal. Tatsächlich bringt Frau Ludwig hier eine Geschichte auf nur 153 Seiten zu Papier. Und diese Geschichte bietet einiges, das mir beim ersten Durchlesen zunächst auch irgendwie widerstrebt hat: Sie ist zu kurz, sie endet zu abrupt, sie endet zu unbequem und man hätte irgendwie sehr viel mehr daraus machen können.
Hat Frau Ludwig aber nicht, und als ich diesen Punkt für mich erstmal einige Stunden habe sacken lassen, nachdem ich den Buchdeckel wieder zugeklappt hatte, stellte ich fest, dass das eigentlich völlig ok für mich ist. Denn was ich diesem schmalen Büchlein wirklich nicht so zugetraut hätte, ist dann doch irgendwie passiert. Es hat etwas, das in mir nachhallt. Auch Tage später noch nach dem Lesen denke ich manchmal an Selina, an ihre Arbeit, an ihre Gedanken. 
Selina, die es mir als Leserin schon gar nicht so leicht macht, Sympathien für sie zu entwickeln. Ich fand sie zu oberflächlich, zu schnell festgelegt und festgefahren, zu absolut in ihren Gedanken. Ihren großen Traum, Künstlerin zu werden, hat sie nicht umsetzen können, deswegen bleibt ihr nur die Stufe darunter auf der Karriereleiter, die der Restauratorin nämlich. Da war ich das erste Mal im Buch überrascht, weil ich ihre Gedankengänge und ihren Widerwillen diesbezüglich so gut nachvollziehen konnte. Das Akzeptieren-Müssen, dass man nicht alles bekommt, was man will, ist ein Thema, das sich durchs Buch zieht. 
Selina wird mit einer Aufgabe betraut, die sie zunächst nur als Zeitvertreib und Verdienstmöglichkeit ansieht, eine Zwischenstation, bevor ihr eigentlicher Job beginnt. Dann aber wird diese Aufgabe, das Freilegen eines übermalten Bildes in einer Kirche nämlich, zu einem Projekt, das all ihre Aufmerksamkeit fordern wird. Und das sie verändern wird.
Denn es geht ums Abkratzen von Schichten. Das auf Bildern, um Übermaltes, längst Vergessenes wieder freizulegen und sichtbar zu machen. Aber auch um das Freikratzen und Freischaufeln von verborgenen Schichten bei Menschen, im Leben, von überlagerten Meinungen, Wünschen und Gedanken.
Manchmal weiß man selbst gar nicht genau, welche Schichten man besitzt, was da vielleicht im eigenen Kern noch ganz versteckt ist. Manchmal merkt man auch erst nach einem mühevollen Freikratzen und Abtragen von Schichten, dass man mit vorgefassten Meinungen und Vorurteilen herumläuft. Und so hat mich "Alle Farben weiß" trotz seiner Kürze nicht nur zum Staunen, sondern auch zum Nachdenken gebracht. 


Dankeschön an den Verlag Freies Geistesleben!

Dienstag, 8. September 2020

"Sommer in Porthmellow" - Phillipa Ashley

 Dumont Verlag, 2020

10,00 Euro


Worum geht´s?

In Porthmellow, einem kleinen Küstenort in Cornwall, ist die Welt noch in Ordnung. Die Menschen hier mögen zwar etwas eigen sein, haben ihr Herz aber am rechten Fleck. Auch Sam Lovell, stolze Besitzerin einer kleinen Catering-Firma, lebt hier. Gemeinsam mit ihren Freunden veranstaltet sie Jahr für Jahr ein großes Streetfood-Festival, für viele der Ortsansässigen absoluter Höhepunkt der Sommersaison: Frische Meeresfrüchte, köstliche Pies, leckere Scones – kulinarisch hat Porthmellow einiges zu bieten.
Den Trubel rund um diese Veranstaltung kann Sam gut gebrauchen, lenkt er sie doch hervorragend ab von den Dramen in ihrer krisengeschüttelten Familie und von dem Loch, das ihr Exfreund Gabe in ihr Leben gerissen hat. Doch ausgerechnet dieses Jahr fällt der Starkoch des Festivals aus. Und ausgerechnet dieses Jahr springt jemand ein, von dem Sam gehofft hatte, sie würde ihn nie mehr wiedersehen. Denn ja, es ist Gabe. Und nein, Sam ist alles andere als über die Gefühle von damals hinweg. Während die Planungen voranschreiten und der Tag der Tage immer näher rückt, hat Sam alle Hände voll zu tun, um zu beschützen, was ihr wichtig ist. Und herauszufinden, was sie eigentlich will …


Meine Meinung:

"Sommer in Porthmellow" verspricht sommerlich-leichte unbeschwerte Schmökerlektüre, Liebesromanze inklusive. Der Klappentext klingt verheißungsvoll für dieses Genre, zumindest habe ich es so empfunden. Denn über die Kulisse eines Streetfood-Festivals eines kleines Dörfchens in Cornwall mitsamt seiner schrulligen Anwohner liest man nun mal nicht alle Tage. Die Grundidee des Romans hat mir auch gut gefallen, an der Umsetzung hat es für mich aber hier und da leider ein bisschen gehakt. 

Nach dem Lesen hatte ich unmittelbar das Gefühl, dass man hier aus allem etwas mehr hätte machen können. Die ganze Geschichte hätte Potential für mehr gehabt und das nutzt Autorin Phillipa Ashley leider nicht voll aus. Zum einen kommt in meinen Augen das eigentliche Streetfood-Festival viel zu kurz, dafür dass dies das rahmengebende Element des Buches sein soll. Stattdessen geschieht vorher seitenlang eigentlich nicht allzu viel, man lernt die Bewohner ein wenig kennen und bekommt einen Eindruck des Ortes Porthmellow, der in den letzten 10 Jahren vor allem von der Idee eines Streetfood-Festivals von Sam profitiert hat, das den Ort über seine Grenzen hinaus bekannt gemacht hat. Dieses Jahr taucht nun Gabe auf, den Sam noch von früher kennt und mit dem sie viele Gefühle verbindet. Auch diese kleine Liebesgeschichte zündet in meinen Augen zu wenig, da gibt´s romantischeres in anderen Büchern zu lesen, und der zu erwartende Aha-Moment der beiden (à la "Wir gehören zusammen") kommt irgendwie etwas plötzlich und losgelöst daher - das kann ich wohl so sagen, ohne allzu viel zu spoilern, immerhin weiß man ja irgendwie, woran man bei diesem Genre ist.

Vor allem aber hätte ich mir in dieser Geschichte einfach viel mehr Koch- und Essensbezogene Eindrücke gewünscht, denn letztlich geht´s in dem Buch ja nun mal irgendwie genau darum. Sam ist Bäckerin, Gabe ist prämierter Koch, da würde ich mehr Genüsse für den Gaumen im Buch erwarten. Auf den Buchdeckeln findet man tatsächlich Rezepte für Pies, wie Sam sie backt, das finde ich eine ziemlich nette Idee. Dennoch fehlen mir in der laufenden Handlung Eindrücke von Gerichten, von Kulinarischem, Beschreibungen, die einem selbst beim Lesen das Wasser im Mund zusammen laufen lassen. Das habe ich hier vermisst.

Insgesamt ist "Sommer in Porthmellow" jedoch eine nette kurzweilige Sommerlektüre, gut geeignet für faule Nachmittage am Strand oder im Garten; hinterlässt aber wenig bleibenden Eindruck. Das Sommer-Buch ist offenbar auch nur der Auftakt für mehrere (?) Bücher, die in Porthmellow spielen werden; das nächste folgt mit "Weihnachten in Porthmellow" bereits Ende September.



Donnerstag, 3. September 2020

Leseeindrücke #dickebüchercamp

Juli und August standen ganz im Zeichen des #dickebüchercamp, das von Marina (@nordbreze) auf Instagram veranstaltet wird. Ich habe bereits das dritte Jahr in Folge mitgemacht, weil ich die Idee dahinter ganz gut finde: in den Sommermonaten einfach mal bewusst dicke Bücher lesen, d.h. Bücher mit mehr als 500 Seiten. Davon habe ich immer welche liegen und daher fällt es mir auch nicht schwer, da welche für diese Aktion auszusuchen. 

Ich war auch recht erfolgreich, wie ich finde, ich habe vier Bücher gelesen, davon drei, die ich vorher ohnehin eingeplant hatte. Hier ein kurzer Rückblick:

"Die Spiegelreisende: Im Sturm der Echos" - Christelle Dabos

Dies ist der vierte und letzte Teil der Buchreihe. Da ich hier auf dem Blog zwar schon gelegentlich von der Reihe geschwärmt, sonst aber nichts inhaltlich darüber erzählt habe, gehe ich jetzt - auch mit Rücksicht auf eventuelle Spoiler - nicht näher auf den Inhalt des vierten Teils ein. Ich finde, die Buchreihe ist ein Wunderwerk an Ideen und Einfällen, an kuriosen Figuren, Schauplätzen und Wendungen in der Handlung. Manchmal fast ein bisschen zuviel, finde ich; zumindest hatte ich gelegentlich Abschnitte beim Lesen, bei denen ich mich gefragt habe, wo das noch hinführen soll. Der vierte Band löst viele der angefangenen Bände auf bzw. verknüpft sie miteinander, man bekommt einige Frage beantwortet. Das Ende ist nicht ganz das, was ich erwartet und auch erhofft habe, das muss ich ehrlich sagen. Das ist ein eher unbequemes Ende, wie ich finde. Trotzdem: wer sich die drei Bände davor durchgelesen hat, der will und muss natürlich auch diesen hier lesen und genießen.


"Wenn die Dunkelheit endet" - Constance Sayers

Das Buch hat mich aufgrund seines Klappentextes angesprochen, irgendwie hatte ich mir eine magische, geheimnisvolle Story erhofft, über einen Fluch aus der Vergangenheit, der bis in die heutige Zeit reicht. Letztlich geht´s auch darum, aber mit der Umsetzung war ich nur so halbwegs zufrieden, muss ich sagen. Für mich wurde manches zu wenig erklärt, dafür anderes viel zu lang ausgeführt. Einige Kapitel spielen in der Vergangenheit und erklären, wie der Fluch zu Stande kam, der Helen und Luke heute noch heimsucht und dafür sorgt, dass sich beide in ihren verschiedenen Leben immer wieder verlieben, aber nie zueinander finden können. Der Funke ist bei mir einfach nicht so richtig übergesprungen, dass die Geschichte mehr Eindruck bei mir hätte hinterlassen können. Ansonsten ist das aber ein gutes Schmökerbuch für faule Stunden.


"Zeit der Schwalben" - Nikola Scott

Hier hatte ich zunächst trotz Lesen des Klappentextes gar nicht wirklich eine Idee, worum es wohl gehen würde. Es handelt sich dann um die Geschichte von Adele, die mit ihrem Leben nur so halbwegs zufrieden ist, ihre Mutter gerade verloren hat und plötzlich erfährt, dass sie offenbar eine Zwillingsschwester hat, von der sie 40 Jahre lang nichts wusste. Gemeinsam machen sich beide Frauen dann daran, die Geschichte ihrer Mutter aufzudecken und hinter deren Geheimnisse zu kommen. Nikola Scott kann ziemlich gut schreiben, mir hat das Lesen des Buches echt Spaß gemacht, auch wenn manches im Verlauf der Handlung nicht mehr so recht überraschen kann, man ahnt manches dann einfach irgendwann. Das macht aber nichts, mir hat dieser Roman hier gut gefallen und ich werde mal ein Auge auf ihren zweiten Roman "Das Leuchten jenes Sommers" werfen.


"Das Gottesspiel" - Danny Tobey

Dazu habe ich sogar schon eine kleine Rezension geschrieben, die könnt ihr HIER nachlesen. 


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