Bloggen oder Lesen? Vor dieser Frage saß ich eben vorm Laptop, wollte eigentlich schon den Deckel schließen und mich auf mein Buch stürzen, aber dann dachte ich, dass ich diese kleine Seite ja hier auch mal wieder ein bisschen betreiben und am Laufen halten könnte. Also bin ich sitzen geblieben.
Zur Zeit ist mir nicht so nach langem Bloggen, nach Schreiben und Tippen, aber auch nicht wirklich nach Besuchen anderer Blog-Seiten oder überhaupt online Surfen. Gelegentlich drehe ich mal eine kleine Blogrunde, aber tatsächlich bin ich aktuell wenig online. Dann gucke ich schon eher mal kurz bei Instagram vorbei. Mich selbst stört das überhaupt nicht, ich bin gerne offline und kann eh nicht verstehen, wie manche Leute den ganzen Tag an ihrem Handy hängen können. Was gucken die sich denn da stundenlang an? Und immer wieder von vorne? Keine Ahnung.
Gestern saß ich am späten Nachmittag eine Weile draußen im Grünen (gestern war es leicht windig, nicht so knackig heiß wie beispielsweise heute, da war das draußen-Sitzen erträglich) und habe den vierten Teil der "Spiegelreisenden"-Reihe von Christelle Dabos ausgelesen, "Im Sturm der Echos" heißt dieser Teil. Irgendwie wurde es für mich mal Zeit, dieses Buch zu beenden; es lag schon einige Tage so herum. Und das lag wohl am ehesten daran, dass mich dieser vierte und letzte Teil irgendwie nicht packen und überzeugen konnte wie die anderen drei davor. Für mich hat sich im vierten Teil nicht alles so ganz stimmig angefühlt, viel kompliziertes, das einem beim Lesen ein bisschen das Hirn verknotet - erst recht, wenn man es nicht fortlaufend liest, sondern eben wirklich ein paar Tage dazwischen Zeit verstreichen lässt. Ich schreibe jetzt hier keine Rezension, aber Band 4, in den ich letztlich sehr viele Hoffnungen gesteckt hatte bezüglich Handlung, Auflösung (Wer ist der Andere???) und vor allem Finale (Was wird mit Thorn und Ophelia???), hat mich tatsächlich ein kleines Bisschen enttäuscht. Oder vielleicht nicht enttäuscht, aber zumindest nicht so richtig glücklich und zufrieden gemacht.
Vermutlich auch deswegen brauchte ich jetzt irgendetwas anderes zum Lesen. Spontan gegriffen habe ich zu "Das Haus der verlorenen Düfte" von Melisse J. Rose, das ganz nett und schmökerig klingt. Es geht um geheimnisvolle Düfte und Parfüms, um Familiengeheimnisse und tragische Liebesgeschichten. Weit bin ich noch nicht, mal sehen, was mich erwartet.
Darüber hinaus habe ich neulich auch "Das Gottesspiel" von Danny Tobey begonnen, bin jetzt etwa beim Drittel des Buches. Es geht um eine Künstliche Intelligenz, die in einer Art Online-/Reality-Game Einfluss auf das Leben verschiedener Personen nimmt. Die Idee fand ich ganz interessant, beim Lesen habe ich bisher ab und an das Gefühl, dass es sich etwas zieht und irgendwie nicht so recht in die Gänge kommt. Außerdem erinnert es mich (bisher!) arg an "Erebos" von Ursula Poznanski (was ich damals ziemlich genial fand), daher fänd ich es etwas schade, wenn dieses Buch genau in die gleiche Richtung geht. Ich hoffe hier sehr auf Wendungen und Überraschungen. Aber auch hier muss ich dafür erstmal weiterlesen.
Und das mache ich jetzt. Habt ein schönes Lese-Wochenende!




