Hallo ihr!
Schöne Ostern und ein paar erholsame ruhige Tage wünsche ich euch. Oder haben sowieso derzeit alle ruhige Tage (nur ich nicht)? Keine Ahnung, momentan ist so eine komische verrückte Zeit, da blickt man doch gar nicht mehr durch.
Der März ist vorbei, der ging dieses Jahr gefühlt auch ganz schön lang, finde ich. Mein Problem mit den Kalenderblättern, die mir irgendwann auf den Keks gehen, wenn ich sie zu lange sehe, habe ich euch ja letztes Jahr schon mal berichtet. Das ging mir jetzt im März mal wieder so.
Ansonsten war der März ein blöder Monat für mich, was einerseits an ein paar persönlichen/ privaten Belastungen und Problemen lag, die mich sehr beschäftigt und mitgenommen haben. Auch im beruflichen Bereich stand ich mir im März wieder einmal vorrangig selbst im Weg. Zu wirklichen Entscheidungen konnte ich mich da nicht durchringen, die aber eigentlich nötig wären, weil mir der aktuelle Zustand nicht gefällt - und auch nicht bekommt. Eine Eierei für nichts und wieder nichts. Eigentlich tu ich mich sonst nicht so schwer mit Entscheidungen, aber ... weiß nicht, ich steh irgendwie gerade in so einer Sackgasse und komme nicht voran. Mittlerweile träume ich sogar schon sowas in der Art. Kennt ihr solche Träume auch, in denen man laufen will/muss, und man merkt aber, dass man nicht voran kommt? Dass es entweder gar nicht geht, sich die Füße nicht bewegen, oder nur schneckenlangsam und sehr beschwerlich? Da brauch ich mein Psychologiestudium nicht für, um zu wissen, dass mir mein Unterbewusstsein gerade etwas sagen möchte.
Vielleicht war im März auch deswegen so wenig hier los auf dem Blog, weil mir einfach nicht danach war. Keine Lust, mich lange vor den Laptop zu setzen. Auch Instagram und Co. sind mir in den letzten Wochen total auf die Nerven gegangen. Um solche "Positivity, Achtsamkeits und Gute Laune Beiträge" habe ich stets einen großen Bogen gemacht, weil - mal im Ernst, man hat halt auch nicht immer Bock zu sehen, wie toll es anderen (vermeintlich) geht und wie die ihr Leben so meistern, oder? Manchmal hat man halt einfach Lust auf schlechte Laune und bockig sein und auf andere pfeifen und lasst mich alle in Ruhe, oder? Oder? Geht´s nur mir so? Manchmal habe ich kein Problem damit, alles und jeden kacke zu finden, auch mich selbst; ist ja schließlich kein Dauerzustand. Auch hier brauch ich mein Psychologiestudium nicht, um zu wissen, dass es völlig normal und ok (und gesund!) ist, mal alles doof zu finden. (Und solche ausschließlichen "Wie ist das Leben doch schön!"-Accounts bei Insta guck ich mir eh nie an. Da ist doch soviel nicht echt...)
März war halt so ein doofer Monat. Ich hab zum Ausgleich viel gelesen, allerdings viel auch nur angelesen oder begonnen. Auch vieles gleichzeitig - ich schaffe das einfach immer wieder. Zwischenzeitlich hatte ich 7 angefangene Bücher, da habe ich dann doch mal aufgehört und mich damit begnügt, wenigstens 2 erstmal fertig zu lesen. Mir haben die angefangenen Bücher irgendwie alle auch gefallen, aber so richtig zum Dranbleiben hatte keins das Zeug.

Vor allem vom Neuen von Joel Dicker (kriege gerade die zwei Pünktchen auf dem -e mit meiner Tastatur nicht hin, sorry Joel... ;) ) bin ich total enttäuscht, muss ich echt so sagen. Ich LIEBE "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" und fand seine weiteren Bücher zwar schon nicht mehr ganz so gut, aber trotzdem lesenswert. Aber mir ist noch nie so sehr aufgefallen, wie plump und einfach gestrickt und oberflächlich (!) Herr Dicker schreibt, wie hier in seinem Buch "Das Geheimnis von Zimmer 622"!! Also echt. Die Figuren sind ja alle sowas von oberflächlich und eindimensional geschildert, total einfach gestrickt in ihren Motiven und Denkweisen; die Dialoge sind teilweise echt gruselig simpel und übertrieben. Und so richtig begeistert bin ich bisher auch von der Handlung noch nicht (habe etwa ein Viertel gelesen). Herr Dicker kann ziemlich gut Plottwists schreiben und Geschehnisse auf mehreren (zeitlichen) Ebenen übersichtlich und dennoch spannend aufbereiten. Ich bin mir auch sicher, dass das Buch inhaltlich im Verlauf sicher noch besser wird - weiterlesen werde ich es auf jeden Fall. Aber ich muss ehrlich sein: ich war hier auf den ersten Seiten schon arg enttäuscht. Und das hat mich überrascht.
Vermutlich auch deshalb angelesen habe ich u.a. auch "The Muse of Nightmares" von Laini Taylor, das ich endlich mal lesen wollte. Auch hier bin ich nur etwa ein Drittel weit gekommen, dann kam mir "Ready Player Two" von Ernest Cline dazwischen, das für mich dann doch einfach Vorrang hatte. Da bin ich auch gerade mittendrin. Auch hier ist mein Eindruck, dass Teil 1 deutlich besser war als die Fortsetzung, aber gut, das ist ja leider häufig der Fall. Abends lese ich ganz gern noch was gemütlich-unaufgeregtes, und daher ist meine Abendlektüre derzeit "Effi liest" von Anna Morretti. Gerade ausgelesen als Zugbuch beim Pendeln habe ich "Fast genial" von Benedict Wells. Das ist mein viertes Buch von ihm, wobei eins, "Die Wahrheit über das Lügen" nämlich, ja eigentlich nur Kurzgeschichten waren. Kurioserweise fand ich seine Kurzgeschichten ganz toll, aber von seinen Romanen hat mir noch keiner so richtig richtig gut gefallen. Irgendwie ist immer was, was mich stört. Im März hatte ich euch dann auch von meinem kurz aufgeflackerten Interesse an der Netflix Verfilmung der Grischa-Reihe von Leigh Bardugo erzählt. Daraufhin habe ich den ersten Teil der Reihe gelesen und ... es hat mich nicht wirklich gepackt. Ich hab mich so durchgewurschtelt durch das Buch, hatte aber schnell gar keine richtige Lust mehr drauf. Die Teile 2 und 3 bleiben damit (vorerst) ungelesen in meinen Regalen. Irgendwie ist die Reihe nicht so wirklich was für mich. Kurioserweise ist es bei ihrer "Krähen"-Dilogie ganz das Gegenteil, diese beiden Bücher um Kaz Brekker und seine Bande liebe ich! Da packte mich nach dem Grischa-Reinfall neulich auch direkt die Lust auf einen Re-Read, und ich habe "Das Lied der Krähen" verschlungen. Jetzt lese ich Teil 2 "Das Gold der Krähen" auch noch so nebenbei.
Was bringt der April? Ich werde ein Jahr älter. Ich versuche mir einzureden, dass mir das egal ist, weil es ja eh nichts aussagt. So von wegen: Man ist nur so alt, wie man sich fühlt. Aber eigentlich... find ich´s voll doof. Was ich dagegen nicht doof finde, sondern freudig erwarte, ist das Erscheinen von "Scarlett & Browne - Die Outlaws", das neue Buch von Jonathan Stroud. Das kommt Mitte April. Gibt auch noch ein paar andere Bücher, die im April erscheinen und die mich interessieren, aber tatsächlich ist dieses für mich das wichtigste. Nachdem ich "Lockwood & Co." absolut liebe, bin ich gespannt, was Herr Stroud sich dieses Mal ausgedacht hat.
Vielleicht bringt der April ja auch ein bisschen mehr Klarheit. Über Job, Wünsche, Erwartungen - das Leben. Mal sehen.
Worauf wartet und freut ihr euch im April?