Freitag, 16. April 2021

Freitagsgedanken: Zeitreisen gesucht!

Also genauer gesagt: Bücher über Zeitreisen gesucht!

Irgendwie habe ich derzeit total Lust auf eine gute und spannende Zeitreise-Geschichte. So sehr, dass ich - mal wieder - mein altes und schon in die Jahre gekommenes Exemplar von "Das Jesus Video" von Andreas Eschbach rausgekramt habe und seit gestern ein wenig darin schmökere. Auf dem Foto ist mein Buch zu sehen. Es ist mittlerweile 21 Jahre alt (!!!) und wurde in der Zwischenzeit bestimmt 7x von mir gelesen. Mindestens. Dafür sieht es noch erstaunlich gut aus, finde ich, bis auf einige Leserillen an der Seite, die angestupsten Ecken und - naja, die mittlerweile leider etwas vergilbten Seiten. Wenn mein Buch nach 21 Jahren schon so aussieht - wie müssen dann erst die Papiere aussehen, die im Buch nach 2000 Jahren eingegrabenen Daseins in der Erde gefunden werden?! :D

Übrigens: Das damalige Cover finde ich eigentlich katastrophal gruselig mit diesen beiden vermummten Gestalten da drauf. Und das ganze Cover als solches ist auch irgendwie fürchterlich trostlos-nichtssagend. Eigentlich nicht sehr verlockend zum Kauf. Trotzdem hab ich es mir damals zugelegt und habe das bis heute nicht ein einziges Mal bereut. Im Gegenteil: Ich finde, "Das Jesus Video" ist einer der besten Zeitreise-Romane, die ich je gelesen habe. Mir gefällt die Story immer wieder, sie ist stets wieder spannend (wenn man einige Zeit verstreichen lässt zwischen mehrmaligem Lesen) und regt ordentlich die Fantasie und das Vorstellungsvermögen an.


Allerdings will ich ja nun nicht auch immer nur "Das Jesus Video" lesen. Im Laufe der Jahre habe ich auch andere Bücher zum Thema Zeitreisen gelesen; einige davon waren - zugegeben - aber eher Geschichten aus der Jugendliteratur (z.B. die "Edelstein-Trilogie" von Kerstin Gier oder "Zeitenzauber" von Eva Völler), die aber auch sehr unterhaltsam und gut gemacht sind, wie ich finde. Andere Bücher, die mir spontan einfallen, sind z.B. "Everlasting" von Holly-Jane Rahlens, "Die Frau des Zeitreisenden" von Audrey Niffenegger (das steht in meinem Regal, aber ich habe es noch nie gelesen, weil ich befürchte, dass das ganz katastrophal traurig endet...), oder "Die vielen Leben des Harry August" von Claire North, das ich gern noch dieses Jahr lesen möchte (auch weil ich es auf meiner #21für2021 Liste stehen habe). Mir fallen gerade gar keine weiter ein, aber ich habe definitiv auch noch mehr in meinen Regalen stehen - gelesen und ungelesen.


Kennt ihr gute Zeitreise-Romane? Habt ihr Bücher, in denen es um Zeitreisen geht, und die ihr empfehlen könnt?


Ich bin erstmal total unvoreingenommen und habe keinerlei Vorstellungen oder Wünsche, worum es konkret im Buch gehen soll. Auch ob es sehr wissenschaftlich-physikalisch wird, total hirnverknotend oder völlig unglaubwürdig - ich freu mich sehr über Vorschläge oder Lesetipps!


Freitag, 9. April 2021

Freitagsgedanken und Leseeindrücke

Hallihallo!
April, April, der macht, was er will. Ich mag April! Er bedeutet Frühling, der Sommer ist glücklicherweise noch lange genug weg, dafür ist es aber auch nicht mehr so unfassbar kalt draußen. Das Wetter ist herrlich unvorhersehbar und überrascht einen jeden Tag, sodass man trotz Regen und Sturm schon die blühenden Blumen auf den Grünflächen und die Blüten an den Bäumen bewundern kann. (Die dem Sturm dann hoffentlich trotzen...) Außerdem mag ich die Zahl 4 und April ist ja schließlich der vierte Monat... ;) (Merkt ihr was? Meine Laune ist heute deutlich besser als beim letzten Post. Liegt vielleicht am April.)

Die letzten Tage über Ostern und die restliche Woche kann ich gut und gerne die "Woche der beendeten Bücher" nennen, denn ich habe in diesen vergangenen Tagen alleine 5 Bücher ausgelesen! Hey!! 
Gut, natürlich habe ich nicht alle 5 Bücher kurz vorher erst begonnen; nein, vielmehr hing ich an manchen Büchern doch schon etwas länger dran und war unterschiedlich weit fortgeschritten im Lesen. Dazu kommt, das muss ich so ehrlich sagen, dass ich alleine 2 der Bücher irgendwann so unerträglich oder aus irgendwelchen Gründen so uninteressant fand, dass ich sie nur noch quergelesen und nur noch alle paar Seiten einige Abschnitte gelesen habe. Welche Bücher das waren? Nun...


Joel Dicker "Das Geheimnis von Zimmer 622"
Ja, leider muss ich da wirklich dieses Buch hier nennen. Ich mag "Harry Quebert" und ich mag auch Herrn Dicker, denn der war sehr sympathisch, als ich ihn mal bei einer Lesung live erlebt habe. (Prä-Corona, puhh, das muss ja ewig her sein...) Na jedenfalls tut es mir deswegen echt Leid, das so sagen zu müssen, aber: Das war irgendwie nix. Neulich habe ich es in meinem letzten Post schon mal angedeutet. Mir ist in seinen anderen Büchern nie aufgefallen, WIE plump und oberflächlich er seine Figuren schildert. Vielleicht war es bisher aber auch noch nie so schlimm wie hier. Aber hier hat keine Figur wirklich Tiefe, man versteht ihre Motive und ihr Denken nicht; manchmal passiert alles holterdipolter-schnell ohne Sinn und Verstand. Die Dialoge sind teilweise echt schrecklich, einfach nicht so, wie "normale" Menschen in der Situation reagieren würden. Obendrein kommt, dass sich Herr Dicker hier halt auch selbst als Figur in seinen Roman geschrieben hat, von allen immer schleimig als "Herr Schriftsteller" angesprochen, mit Namen und Aussehen von ihm selbst. Warum? Ich meine, das verstehe ich echt nicht. Das hat was sehr überheblich-wichtiges an sich, wenn ein Schriftsteller auf sowas zurückgreift, finde ich. Zumal ich nicht verstehe, was ausgerechnet ihn zur Rolle des ermittelnden Schriftstellers prädestiniert hat. Hätte auch jeder andere Autor sein können, jeder andere ausgedachte Schriftsteller hätte genauso gut geklappt. Das mochte ich nicht, das hatte irgendwie was arrogantes, wichtigtuerisches an sich. Dann die Handlung, die schlechte Schreibe - schwupps, hatte ich immer wieder einige Seiten quer gelesen. Am Ende aber doch genügend Inhalt mitbekommen, um zu verstehen, worum es ging. Das hier ist definitiv nicht mein liebster Dicker von Herrn Dicker.


Diego Galdino "Der erste Kaffee am Morgen"
Dieses Buch habe mir vor einigen Monaten mal als Mängelexemplar in einer "Ramschkiste" mitgenommen, weil es eigentlich ganz nett klang. Ein Bistrobesitzer in Rom verliebt sich in eine junge (natürlich unglaublich gut aussehende) Dame aus Frankreich, die aber wohl ein Geheimnis zu haben scheint. Irgendwie klang das ganz nett und ich hab angefangen reinzulesen und schon nach wenigen Seiten festgestellt, dass es mich so richtig jetzt nicht fesseln kann. Dazu kam mein persönliches Kopfkino, das ich beim Lesen unweigerlich immer habe. Hier entwickelte sich mein Kopfkino aber schon auf den ersten Seiten dahingehend, dass ich beim Lesen immer einen "typisch schmierigen Italiener" vor mir gesehen habe, mit gegelten Haaren und schwarzen Lack-Lederschuhen, der den ganzen Tag nur Siesta macht und mit seinen ausschließlich männlichen Kumpels wichtig über Fussball und Frauen fachsimpelt und den ganzen Tag nur redet und redet. Ich weiß, ich weiß, ich tu damit gerade tausenden Italienern Unrecht und das tut mir auch sehr Leid. Gibt sicher auch andere Italiener, aber vermutlich gibt´s nun mal auch solche, und tatsächlich entpuppten sich Massimo und seine Freunde in dieser Bar eben genau so. Und da hatte ich schnell keine Lust mehr drauf. Auch hier habe ich dann angefangen querzulesen. Kein Buch, das ich dringend empfehlen würde.

Darüber hinaus habe ich "Ready Player Two" von Ernest Cline, "Fast genial" von Benedict Wells und "Effi liest" von Anna Moretti ausgelesen. Zu denen muss ich mal in den nächsten Tagen noch kurze Eindrücke formulieren. Fühlt sich gerade ganz gut an, dass ich von meinem Stapel der angefangenen Bücher nun einige guten Gewissens beendet habe.
Aktuell lese ich "Cryptos" von Ursula Poznanski, das mir bisher sehr gut gefällt. Nach den künstlichen Welten aus "Ready Player Two" hatte ich offenbar noch nicht so richtig Lust, lesemäßig wieder in die Realität zurückzukehren, daher bin ich wohl erneut in ausgedachten Welten gelandet. Denn darum geht´s auch in "Cryptos": um künstliche Welten, in die sich die Menschen der Zukunft flüchten. Eigentlich sollen diese recht sicher sein, aber Weltendesignerin Jana entdeckt eines Tages Fälle von Mord und Manipulation in ihren designten Welten. Sehr spannend und gut geschrieben, typisch Poznanski eben ;)

Obendrein erreichte mich eben die online Vorankündigung, dass ich heute noch Post erhalte. "Scarlett & Browne", das Neue von Jonathan Stroud dürfte mich damit heute noch erreichen - pünktlich zum Wochenende! :D Das macht dann "Cryptos" gleich wieder Konkurrenz und damit habe ich dann direkt wieder mehrere angefangene Bücher - ein endloser Kreislauf bei mir... Apropos Wochenende: Neyasha und Lyne machen ein Lese-Wochenende (Infos hier). Vielleicht mach ich da kurzentschlossen mit, mal sehen.


Womit macht ihr euch denn das Lese-Wochenende schön? Habt ihr neue Bücher, auf die ihr euch direkt stürzt?


Samstag, 3. April 2021

Blitzlicht: Von März-Überdruss, Bücher-Frust und April-Freuden

Hallo ihr!

Schöne Ostern und ein paar erholsame ruhige Tage wünsche ich euch. Oder haben sowieso derzeit alle ruhige Tage (nur ich nicht)? Keine Ahnung, momentan ist so eine komische verrückte Zeit, da blickt man doch gar nicht mehr durch.


Der März ist vorbei, der ging dieses Jahr gefühlt auch ganz schön lang, finde ich. Mein Problem mit den Kalenderblättern, die mir irgendwann auf den Keks gehen, wenn ich sie zu lange sehe, habe ich euch ja letztes Jahr schon mal berichtet. Das ging mir jetzt im März mal wieder so. 

Ansonsten war der März ein blöder Monat für mich, was einerseits an ein paar persönlichen/ privaten Belastungen und Problemen lag, die mich sehr beschäftigt und mitgenommen haben. Auch im beruflichen Bereich stand ich mir im März wieder einmal vorrangig selbst im Weg. Zu wirklichen Entscheidungen konnte ich mich da nicht durchringen, die aber eigentlich nötig wären, weil mir der aktuelle Zustand nicht gefällt - und auch nicht bekommt. Eine Eierei für nichts und wieder nichts. Eigentlich tu ich mich sonst nicht so schwer mit Entscheidungen, aber ... weiß nicht, ich steh irgendwie gerade in so einer Sackgasse und komme nicht voran. Mittlerweile träume ich sogar schon sowas in der Art. Kennt ihr solche Träume auch, in denen man laufen will/muss, und man merkt aber, dass man nicht voran kommt? Dass es entweder gar nicht geht, sich die Füße nicht bewegen, oder nur schneckenlangsam und sehr beschwerlich? Da brauch ich mein Psychologiestudium nicht für, um zu wissen, dass mir mein Unterbewusstsein gerade etwas sagen möchte.


Vielleicht war im März auch deswegen so wenig hier los auf dem Blog, weil mir einfach nicht danach war. Keine Lust, mich lange vor den Laptop zu setzen. Auch Instagram und Co. sind mir in den letzten Wochen total auf die Nerven gegangen. Um solche "Positivity, Achtsamkeits und Gute Laune Beiträge" habe ich stets einen großen Bogen gemacht, weil - mal im Ernst, man hat halt auch nicht immer Bock zu sehen, wie toll es anderen (vermeintlich) geht und wie die ihr Leben so meistern, oder? Manchmal hat man halt einfach Lust auf schlechte Laune und bockig sein und auf andere pfeifen und lasst mich alle in Ruhe, oder? Oder? Geht´s nur mir so? Manchmal habe ich kein Problem damit, alles und jeden kacke zu finden, auch mich selbst; ist ja schließlich kein Dauerzustand. Auch hier brauch ich mein Psychologiestudium nicht, um zu wissen, dass es völlig normal und ok (und gesund!) ist, mal alles doof zu finden. (Und solche ausschließlichen "Wie ist das Leben doch schön!"-Accounts bei Insta guck ich mir eh nie an. Da ist doch soviel nicht echt...)


März war halt so ein doofer Monat. Ich hab zum Ausgleich viel gelesen, allerdings viel auch nur angelesen oder begonnen. Auch vieles gleichzeitig - ich schaffe das einfach immer wieder. Zwischenzeitlich hatte ich 7 angefangene Bücher, da habe ich dann doch mal aufgehört und mich damit begnügt, wenigstens 2 erstmal fertig zu lesen. Mir haben die angefangenen Bücher irgendwie alle auch gefallen, aber so richtig zum Dranbleiben hatte keins das Zeug. 

Vor allem vom Neuen von Joel Dicker (kriege gerade die zwei Pünktchen auf dem -e mit meiner Tastatur nicht hin, sorry Joel... ;) ) bin ich total enttäuscht, muss ich echt so sagen. Ich LIEBE "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" und fand seine weiteren Bücher zwar schon nicht mehr ganz so gut, aber trotzdem lesenswert. Aber mir ist noch nie so sehr aufgefallen, wie plump und einfach gestrickt und oberflächlich (!) Herr Dicker schreibt, wie hier in seinem Buch "Das Geheimnis von Zimmer 622"!! Also echt. Die Figuren sind ja alle sowas von oberflächlich und eindimensional geschildert, total einfach gestrickt in ihren Motiven und Denkweisen; die Dialoge sind teilweise echt gruselig simpel und übertrieben. Und so richtig begeistert bin ich bisher auch von der Handlung noch nicht (habe etwa ein Viertel gelesen). Herr Dicker kann ziemlich gut Plottwists schreiben und Geschehnisse auf mehreren (zeitlichen) Ebenen übersichtlich und dennoch spannend aufbereiten. Ich bin mir auch sicher, dass das Buch inhaltlich im Verlauf sicher noch besser wird - weiterlesen werde ich es auf jeden Fall. Aber ich muss ehrlich sein: ich war hier auf den ersten Seiten schon arg enttäuscht. Und das hat mich überrascht.

Vermutlich auch deshalb angelesen habe ich u.a. auch "The Muse of Nightmares" von Laini Taylor, das ich endlich mal lesen wollte. Auch hier bin ich nur etwa ein Drittel weit gekommen, dann kam mir "Ready Player Two" von Ernest Cline dazwischen, das für mich dann doch einfach Vorrang hatte. Da bin ich auch gerade mittendrin. Auch hier ist mein Eindruck, dass Teil 1 deutlich besser war als die Fortsetzung, aber gut, das ist ja leider häufig der Fall. Abends lese ich ganz gern noch was gemütlich-unaufgeregtes, und daher ist meine Abendlektüre derzeit "Effi liest" von Anna Morretti. Gerade ausgelesen als Zugbuch beim Pendeln habe ich "Fast genial" von Benedict Wells. Das ist mein viertes Buch von ihm, wobei eins, "Die Wahrheit über das Lügen" nämlich, ja eigentlich nur Kurzgeschichten waren. Kurioserweise fand ich seine Kurzgeschichten ganz toll, aber von seinen Romanen hat mir noch keiner so richtig richtig gut gefallen. Irgendwie ist immer was, was mich stört. Im März hatte ich euch dann auch von meinem kurz aufgeflackerten Interesse an der Netflix Verfilmung der Grischa-Reihe von Leigh Bardugo erzählt. Daraufhin habe ich den ersten Teil der Reihe gelesen und ... es hat mich nicht wirklich gepackt. Ich hab mich so durchgewurschtelt durch das Buch, hatte aber schnell gar keine richtige Lust mehr drauf. Die Teile 2 und 3 bleiben damit (vorerst) ungelesen in meinen Regalen. Irgendwie ist die Reihe nicht so wirklich was für mich. Kurioserweise ist es bei ihrer "Krähen"-Dilogie ganz das Gegenteil, diese beiden Bücher um Kaz Brekker und seine Bande liebe ich! Da packte mich nach dem Grischa-Reinfall neulich auch direkt die Lust auf einen Re-Read, und ich habe "Das Lied der Krähen" verschlungen. Jetzt lese ich Teil 2 "Das Gold der Krähen" auch noch so nebenbei.


Was bringt der April? Ich werde ein Jahr älter. Ich versuche mir einzureden, dass mir das egal ist, weil es ja eh nichts aussagt. So von wegen: Man ist nur so alt, wie man sich fühlt. Aber eigentlich... find ich´s voll doof. Was ich dagegen nicht doof finde, sondern freudig erwarte, ist das Erscheinen von "Scarlett & Browne - Die Outlaws", das neue Buch von Jonathan Stroud. Das kommt Mitte April. Gibt auch noch ein paar andere Bücher, die im April erscheinen und die mich interessieren, aber tatsächlich ist dieses für mich das wichtigste. Nachdem ich "Lockwood & Co." absolut liebe, bin ich gespannt, was Herr Stroud sich dieses Mal ausgedacht hat.

Vielleicht bringt der April ja auch ein bisschen mehr Klarheit. Über Job, Wünsche, Erwartungen - das Leben. Mal sehen.


Worauf wartet und freut ihr euch im April?


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