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Freitag, 3. März 2023

Freitagsgedanken: Zwischen Vermeer und Prüfung

Guten Morgen, oder - naja, Vormittag wohl eher...

Ich verbringe aktuell viel Zeit am Laptop, aber nicht, um Rezensionen oder Posts zu schreiben, was ich selbst etwas bedauere. Aktuell könnte ich nämlich gut und gern mal zwei, drei Beiträge vorbereiten, auch mal wieder eine Buchrezension schreiben. Aber meistens sitze ich tatsächlich eher aus Pflichtbewusstsein und schlechtem Gewissen am Laptop und kreuze Multiple Choice Fragen oder beantworte freie Textfragen in einer E-Learning Plattform, die Fragen zur Psychotherapie-Prüfung enthält. Eine ganze Menge Fragen. Zu allen möglichen Themenbereichen, zu denen man in den Abschlussprüfungen geprüft werden könnte. Und da die erste dieser Prüfungen in nicht mal mehr 2 Wochen sein wird (aahhhhhh!!!), heißt das für mich: Viele Altfragen und Altklausuren durchgehen und beantworten.

Momentan fühle ich mich ganz gut vorbereitet, wobei mir manche Themengebiete doch echt schwerer fallen. Da ich keine Medizinerin bin, stolpere ich stets ein wenig über solche Fragen, welches Medikament denn welche Nebenwirkungen mit sich bringt. Mein Kopf (eher: meine Seele) weigert sich auch beharrlich, sich die typischen psychoanalytischen Inhalte einzuprägen und z.B. ohne Probleme darlegen zu können, worin der Unterschied zwischen Verdrängung und Widerstand ist. In meinen Augen läuft´s am Ende aufs selbe hinaus. Aber ich merke an solchen Stellen eh immer wieder, dass ich im Herzen halt doch Verhaltenstherapeutin bin und NICHT Psychoanalytikerin. Dieser ganze verschwurbelte Theoriekram mit Freuds Unbewusstem, Über-Ich und Es, Projektion und Übertragung und projektive Identifizierung (what?!?) - das ist mir echt zu weit weg von der Wirklichkeit. Ich weiß, das geht für Laien hier gerade sehr ins Detail, lest einfach drüber, aber es ist nun mal das, was mich gerade sehr inhaltlich beschäftigt - ich muss das halt können. Meine eigenen Abwehrmechanismen laufen allerdings auf Hochtouren, wenn ich mich damit beschäftigen muss. Ich bin halt wirklich eher die Verhaltenstherapeutin und kann mit den psychoanalytischen Inhalten nichts anfangen. (Für die, die gerade nichts verstehen, vielleicht diese Info: In Deutschland gibt es mittlerweile drei zugelassene Psychotherapie-Richtlinienverfahren, nach denen Patienten behandelt werden dürfen: Verhaltenstherapie (c´est moi), Psychoanalytische Verfahren und ganz neu die Systemische Therapie.) Für die Prüfungen muss ich mich in allen Verfahren auskennen.


Wahrscheinlich auch, weil ich eigentlich gerade soviel lernen müsste, neige ich natürlich sehr zum Prokrastinieren. Ich deute das für mich allerdings gern um und sage mir, es ist Entspannung, die ich beim Lernen auch dringend nötig habe, wenn ich mittendrin auch einfach mal ein Stündchen lese. Und das tue ich dann halt auch. Ich habe mich in den letzten Wochen ja noch einmal durch die "Raven Boys" Reihe von Maggie Stiefvater gelesen, weil ich richtig Lust drauf hatte. Mittlerweile bin ich im vierten und letzten Teil angekommen. Nebenbei schmökere ich rein in "Der Kuss der Lüge" von Mary E. Pearson, "Eine Billion Dollar" von Andreas Eschbach und "Florentia" von Noah Martin. Bis vor kurzem habe ich den dritten und letzten Teil der "Inheritance Games" von Jennifer Lynn Barnes gelesen - und muss gestehen, ich bin froh, dass ich durch bin. Hierzu schreibe ich vielleicht wirklich die Tage mal noch einen kurzen Leseeindruck. Ich war gespannt, wie es ausgeht, ja, daher habe ich letztlich alle drei Bände gelesen, aber eigentlich sind mir so ziemlich alle Figuren in den Büchern nur noch auf den Keks gegangen...



Mitte Februar war ich außerdem in Amsterdam und habe mir Kultur und Kunst gegönnt. Vielleicht habt ihr mitbekommen, dass dort im Rijksmuseum von Februar bis Juni eine Ausstellung zum Gesamtwerk von Vermeer, dem niederländischen Maler im 17. Jahrhundert, stattfindet. Es sind nur 37 Werke von ihm überhaupt bekannt und existent, und diese aktuelle Ausstellung hat es geschafft, immerhin 28 dieser Bilder zusammenzutragen und auszustellen. Mittlerweile ist die Ausstellung komplett ausgebucht, für jeden Tag zu jedem möglichen Timeslot - eigentlich echt schräg. Meine Schwester und ich hatten richtig Glück, weil wir Tickets bekommen haben und uns die Ausstellung (und danach noch das restliche Rijksmuseum) angucken konnten. Ich war ziemlich hin und weg, mir haben die Bilder gut gefallen, weil sie wirklich so realistisch wirkten. Auge in Auge mit dem "Mädchen mit dem Perlenohrgehänge" von 1665, das ist schon beeindruckend. Mein Favorit ist allerdings "Briefleserin am offenen Fenster" von 1657, weil in dieser so einfachen Szene dennoch soviele Emotionen enthalten sind, die man spüren kann, wenn man die Briefleserin eine Weile anschaut.

Im Van Gogh Museum waren wir auch - ich bin mit meiner Kunstliebe also voll auf meine Kosten gekommen bei diesem Trip. Sowohl Vermeer als auch Van Gogh sind ja beide sehr jung gestorben und Van Gogh ist noch dazu eine so tragische Gestalt in der Kunstwelt. Gedanklich hat mich das, was ich da alles gesehen und gelesen und gehört habe, einige Tage sehr beschäftigt. Ich habe mir auch aus den Museumsshops reichlich Biografien, Karten und Übersichten mitgenommen - ich brauche jetzt halt nur die Zeit, das alles zu lesen, um den Eindruck noch etwas nachwirken lassen zu können :)


Freitag, 30. Dezember 2022

Freitagsgedanken: Tschüss 2022

2022 war nicht mein Jahr. Gar nicht. Heute, einen Tag vorm letzten Tag dieses Jahres sitze ich hier und kann als Zusammenfassung wirklich nur das sagen. Das war ein Jahr, in dem viel schief gegangen ist, manches nicht geklappt hat, es traurige Verluste gab, die heute noch schmerzen, in dem sich Pläne nicht verwirklicht haben, in dem Hoffnungen wie Seifenblasen zerplatzt sind. 

Es gab auch Neuanfänge. So habe ich einen neuen Job angefangen, der mich an den meisten Tagen zufrieden nach Hause fahren lässt. Nach dem sehr traurigen Abschied meiner Hündin nach fast 11 Jahren ist später in diesem Jahr dann eine neue Vierbeinerin eingezogen, die gut für Ablenkung und neue Freude sorgt, den eigentlichen Schmerz über den Verlust aber natürlich auch nicht ganz wegnehmen kann. Trotzdem sind die Tage mit ihr schön und aufregend und anstrengend, und sie ist ein Herzchen mit ihren fluseligen Ohren...


Über 2022 will ich gar nicht viele weitere Worte verlieren. Es war ein Mist-Jahr und es wird Zeit, dass es vorbeigeht. Ich bin kein Typ für Vorsätze und große Pläne, aber 2023 kann in der Hinsicht nur besser werden. Die ersten Monate 2023 stehen für mich jedoch erstmal im Zeichen von Lernen und Ausarbeiten, weil ich im Frühjahr meine Approbationsprüfung zur Zulassung als Psychologische Psychotherapeutin haben werde. Dann habe ich dieses leidige Kapitel endlich abgeschlossen, da freue ich mich schon drauf. Bis dahin heißt es aber: wenig Freizeit und viel Lernstoff. 

Wie es danach weitergeht? Keine Ahnung. Wahrscheinlich gönne ich mir dann erstmal ein paar ruhige Tage an irgendeinem netten Ort ;)


Auch bezogen aufs Lesen kann 2023 nur besser werden, denn 2022 habe ich so wenig gelesen wie schon seit Jahren nicht mehr. Mit nicht mal 55 ausgelesenen Büchern habe ich gerade mal halb so viel gelesen wie sonst in meinen "besten" Lesejahren. Wirkliche Highlights habe ich in diesem Jahr auch nicht für mich entdecken können, daher überlege ich gerade noch, ob ich überhaupt einen buchigen Jahresrückblick für den Blog machen werde, vielleicht lohnt sich das auch gar nicht.

Für 2023 nehme ich mir lesemäßig nicht viel vor. Ich will einfach nur gute Bücher lesen und dabei eine gute Zeit haben. Zum ersten Mal seit einigen Jahren wird es bei mir auch kein Lesebingo geben. Ich kann das gar nicht mehr gut vertreten, weil ich das Lesebingo seit gut 3 Jahren selbst so stiefmütterlich behandele. In diesem Jahr habe ich noch nicht ein einziges Mal selbst auf das Bingofeld geschaut, um zu sehen, welche Bücher ich vielleicht wofür anrechnen könnte. Gefühlt ist da ein bisschen die Luft bei mir raus und ich sehe ja auch an den Teilnehmerzahlen, dass das Interesse immer weiter zurück gegangen ist. Vielleicht tut eine Pause hier mal ganz gut.

Auch sonst plane ich bisher keine weiteren Challenges oder sonstige Lese-Vorhaben, obwohl ich wirklich versuchen möchte, mehr Sachbücher zu lesen, abseits der üblichen Romane, die ich sonst vor der Nase habe. Es gibt so wahnsinnig viele gute Sachbücher zu zig Themen, die mich interessieren - und trotzdem nehme ich mir für diese nie die Zeit.

Nehmt ihr an Lese-Challenges teil oder führt ihr vielleicht sogar selbst welche auf eurem Blog/Kanal durch? Schreibt mir gerne, ob es irgendwo tolle Aktionen oder Ideen gibt, vielleicht lasse ich mich ja doch noch überreden... :)


Kommt gut ins neue Jahr!


Freitag, 21. Oktober 2022

Freitagsgedanken

Hallo liebe Leute!
Da bin ich mal wieder aus der Versenkung aufgetaucht. Irgendwie sind der Blog und ich hier nicht mehr so dicke miteinander. Ich nehm mir immer wieder vor, mehr zu schreiben, mehr zu posten, Fotos zu machen und diese hochzuladen... und dann - nix. Mir fehlt meistens die Lust und Motivation für den Aufwand, manchmal auch die Zeit, meistens eine Mischung aus beidem. Ich kann besseres mit meiner Zeit anfangen, denk ich mir dann immer, und das ist natürlich eigentlich kein gutes Zeichen für diesen Blog. Tatsächlich schummelt sich hier und da auch der Gedanke ans Aufhören dazwischen, dieses "vielleicht lass ich es einfach", aber so richtig dazu durchringen kann ich mich halt auch nicht. Ist ja immerhin schon eine ganze Weile, dass ich diesen Blog hier habe (12 Jahre!!! WHAT?!?!), da kann ich das gefühlt nicht so einfach einstampfen. Außerdem bin ich fest davon überzeugt, dass ich, kaum dass ich beschlossen hätte, den Blog aufzugeben, keine zwei Wochen später plötzlich total Bock darauf hätte, was zu einem Buch zu schreiben oder ein tolles neues Buch zu zeigen. Ich bin da manchmal sehr wankelmütig :D

Jedenfalls ist es tatsächlich schon wieder Herbst geworden, wie schräg. Das ging diesmal so fließend ineinander über, eben war´s noch warm und am nächsten Tag waren die Blätter an den Bäumen alle schon gelb und rot, oder? Ich mag´s jedenfalls, ich liebe Herbst, ich mag den Oktober und alles Drum und Dran. Zu Halloween werd´ ich mir was gruseliges aus dem Bücherregal schnappen und bald darauf wird es dann schon Zeit, sich mal was weihnachtliches zu Gemüte zu führen. (Herrliche Jahreszeit!)

Leider komme ich gerade nicht so viel zum Lesen wie erhofft, weil ich im Gegenteil nämlich momentan eher viel schreiben muss. Leider nichts "nettes", sondern Fallberichte im Rahmen meiner Psychotherapie-Weiterbildung, die sich nun ENDLICH ihrem definitiven Ende neigt. Kaum zu glauben, aber ich hab alles geschafft, alles beisammen und paletti erfüllt - krass! Wer mich persönlich kennt, weiß, dass ich mir gerade die Anfangszeit dieser vermaledeiten Weiterbildung nicht leicht gemacht habe und mehrere Male kurz davor war, doch alles einfach sein zu lassen. Und nun hab ich aber doch alle Weiterbildungs-Bausteine erledigt, Wahnsinn! Nun ja, alles bis auf die letzten Fallberichte, und an denen sitze ich gerade jeden Tag. Unglaublich nervig, aber muss halt sein. Im Frühjahr heißt es dann Lernen, dann gibt´s die beiden Abschlussprüfungen, die schriftliche und die mündliche. Und. Dann. War´s. Das! Schräg.
Ich könnte mich noch lange darüber auslassen, aber da sich vermutlich die wenigstens von euch mit dem ganzen Psychotherapie-Krams auskennen, will ich niemanden langweilen.

Daher lieber wieder zum Thema Bücher. Aktuell lese ich "Zehn Jahre du und ich", was romantisches, was ich (ungefragt) als Leseexemplar zugeschickt bekommen habe. Ist aber ok, weil´s ganz nett ist. Gerade durch habe ich "Rosehill" von Susanna Kearsley, das ich vor Jahren schon einmal gelesen hatte, mich aber kaum noch daran erinnern konnte. Was danach kommt, weiß ich gerade noch gar nicht genau, vielleicht mal ein Krimi. Oder eben was gruseliges zu Halloween. Oder doch ein bisschen Magie...? 

Was lest ihr denn gerade schönes? Könnt ihr was empfehlen?


Freitag, 18. März 2022

Freitagsgedanken: Verfilmung "Lockwood & Co."

Ich liebe ja die Buchreihe "Lockwood & Co.". Tatsächlich so sehr, dass die in meiner Gunst um meine liebste Buchreihe an manchen Tagen "Harry Potter" hinter sich lässt. Lucy, Lockwood und George sind mir so ans Herz gewachsen, die Story um Geister und ihre Bekämpfung in einer Art alternativem London - ich liebe es! Autor Jonathan Stroud hat´s schon ziemlich drauf. Ich habe mich beim Lesen immer mal ein bisschen gegruselt, aber "nett gegruselt" (in einem Buch würde es wohl mit "wohlige Schauer" umschrieben werden), und genau das hat den Reiz der Reihe für mich ausgemacht. Die Freundschaft zwischen den dreien, die Abenteuer, die sie erleben, die Kämpfe, die sie austragen (und nicht nur die gegen echte Geister, sondern auch durchaus echte Personen); all das hat sich ganz fest in mein Leserherz gegraben und ich kann die Bücher gut und gerne zum sechsten Mal lesen und würde sie nicht auf einer einzigen Seite langweilig finden.

Insofern bin ich natürlich höchst hellhörig geworden, als bekannt wurde, dass die Buchreihe als Netflix-Serie adaptiert werden würde. Nun, ich hab ja kein Netflix. Ich bin damit vielleicht ein Exot, keine Ahnung, manchmal habe ich das Gefühl, die Leute um mich herum unterhalten sich nur über irgendwelche Serien, von denen ich noch nicht mal gehört habe. Netflix-Serien halt. Ich hab´s bisher nicht wirklich vermisst, muss ich sagen, dafür sehe ich letztlich dann doch zu wenig fern. 

Aber "Lockwood & Co. " als Serie auf Netflix?!?!?! - Uff! Da muss ich doch wohl dranbleiben, habe ich mir gedacht. Das hat mich zugleich höchst neugierig als auch höchst skeptisch gemacht. Schon zu oft habe ich erlebt, dass ich von Verfilmungen eines Buches enttäuscht war, ob nun als Film oder als Serie. Immer wieder sind da irgendwelche Dinge, die nicht stimmen, die anders dargestellt werden, Personen, die nicht aussehen wie im Buch beschrieben, und am allerschlimmsten sind ja wohl die Momente, in denen man feststellt, dass geliebte (mitunter wichtige) Szenen umgeschrieben oder gar ganz weggelassen wurden in der Verfilmung. (Ich werde nie mein "Waaaaaas?!" vergessen, als ich im verfilmten 5. Teil der "Harry Potter"-Reihe feststellte, dass da rund um Cho Chang und ihr unrühmliches Ende irgendwie alles im Film verändert wurde...)

Also sehe ich die Verfilmung mit sehr gemischten Gefühlen. Ich freue mich einerseits total darauf und bin so gespannt, wie die das alles umgesetzt haben. Gleichzeitig bekam meine Vorfreude gestern direkt einen Dämpfer, als endlich der Hauptcast vorgestellt und gezeigt wurde.

Der Cast:

  • Ruby Stokes als Lucy Carlyle

  • Cameron Chapman als Anthony Lockwood

  • Ali Hadji-Heshmati als George Karim

  • Ivanno Jeremiah als Inspektor Barnes

  • Jack Bandeira als Quill Kipps

  • Luke Treadaway als The Golden Blade

  • Morven Christie als Penelope Fittes

  • Ben Crompton als Julius Winkman

  • Hayley Konadu als Flo Bones

  • Rhianna Dorris als Kat Godwin

  • Paddy Holland als Bobby Vernon

Quelle: hier


Mit Lucy und Lockwood kann ich gut leben. Zumindest auf diesem Foto hier passen die ganz gut in die Vorstellung, die ich mir persönlich von beiden durchs Lesen gemacht habe. Aber George? Wo ist denn George? Das ist doch nicht der da auf dem Foto. Beim ersten Draufsehen war mir gar nicht klar, welcher von beiden denn jetzt Lockwood sein soll. George im Buch ist ein etwas pummeliger Typ mit eher dunkelblonden Haaren, oder nicht? Leicht vertrottelt und gammelig, aber sehr sympathisch. Das sehe ich in ihm hier, Ali Hadji-Heshmati ist sein Name, leider gar nicht. Auch Jack Bandeira ist nicht Quill Kipps, zumindest nicht der Quill, den ich in den Büchern gelesen habe. (Und wo ist die blonde blasse Gestalt von Flo Bones hin?)


Klar, das sind nur Fotos. Die in völlig anderen Kontexten entstanden sind. Kann schon sein, dass die vor laufender Kamera ganz anders wirken und dann eher zu den Figuren werden, wie sie im Buch beschrieben sind. (Und vielleicht färbt irgendjemand Jack Bandeira auch noch die Haare rot...) 

Zumindest hoffe ich das. Sehr. Ganz schlimm fänd ich, wenn das nur so eine lose Adaption der Buchreihe ist, mit ganz vielen eigenen Wendungen und Ideen der Drehbuchschreiber, die mit dem Original von Jonathan Stroud nicht mehr viel zu tun haben. 

Ich werde das mal im Auge behalten. Die Chancen stehen gut, dass ich mir die Serie "Lockwood & Co." ansehen werde, trotz meiner Vorbehalte, und ich freue mich, wenn ich am Ende positiv überrascht werde. (Hoffentlich.)


Freitag, 11. März 2022

Freitagsgedanken: Ich habe gelesen. Endlich.

Hallihallo!

Es ist Freitag, liebe Leute, und noch dazu im März. Wo ist eigentlich die Zeit geblieben, dass wir schon im dritten Monat des Jahres stecken?! Das frage ich mich momentan wirklich an manchen Tagen. Und so sehr ich mich am Ende einer Woche auf das Wochenende freue, umso mehr erschreckt es mich, wenn ich realisiere, dass die Woche schon wieder vorbei ist... 

Aber Zeit hin oder her - ich habe endlich mal wieder ins Lesen gefunden! Nachdem Lesen und Bücher wochenlang bei mir zu kurz kamen, ich einfach keinen Sinn oder Gedanken dafür hatte, hat mich die Leselust in den letzten Tagen dann doch schwer erwischt. Ich habe in kürzester Zeit endlich mal den dritten Teil der Tom Babylon-Reihe von Marc Raabe, "Die Hornisse", gelesen, was ich längst tun wollte. Nun ist schon der Abschluss der Reihe erschienen, da hat das gut gepasst. Teil 3 hat mir gut gefallen, besser als der Teil davor, den ich komisch und verworren und düster fand. Dieser hier ist auch nicht ohne, aber er endet mit einem coolen Cliffhanger, der eben direkt Lust auf Teil 4 macht - zum Glück habe ich mir den bereits zugelegt. Ebenso rasch durchgelesen habe ich "Die Spur der Bücher" von Kai Meyer, das ich einem spontanen Impuls folgend aus dem Regal gezogen habe, nachdem es dort schon ziemlich lange stand. "Die Spur der Bücher" ist ein Ableger der "Die Seiten der Welt"-Reihe von Herrn Meyer um die Bibliomanten; allerdings konnte ich mit der eigentlichen Reihe gar nichts anfangen. Teil 1 hatte ich zweimal angefangen zu lesen und schon nach wenigen Seiten entnervt wieder weggelegt; mittlerweile habe ich das Buch auch verkauft. Ich habe nur diese Ableger-Serie "Die Spur der Bücher" behalten und da hat mir Teil 1 erstaunlicherweise ziemlich gut gefallen. Ich kann nicht erklären, warum dieses und das andere dafür nicht. Ist vielleicht auch egal. Vom Ableger werde ich jedenfalls auch noch Teil 2 lesen. Der steht günstigerweise auch schon in meinem Regal parat ;)

Und dann habe ich noch "Aurora erwacht" von Amie Kaufman & Jay Kristoff durchgesuchtet, das muss ich echt so sagen. Eigentlich wollte ich dieses Buch gar nicht lesen, gar nicht haben. Das Cover spricht mich null an, erinnert mich eher an ein Kinderbuch. Aber andere Blogger und Leser fanden dieses Buch soo gut, dass ich doch neugierig geworden bin. Und es ist wirklich gut! Eine schräge Science-Fiction Buchreihe, die im All spielt, mit einem bunt zusammengewürfelten Team, bei dem der eine schräger ist als der andere. Ich fand´s herrlich und freue mich auf Band 2! (Auch auf die Gefahr, mich zu wiederholen, aber auch dieser Band 2 steht bereits wartend in meinem Regal. Nichts ist schlimmer, als nicht direkt weiterlesen zu können!!)

Zuvor, aber das ist jetzt schon einige Tage her, habe ich "Das Haus der tausend Fenster" von Laura Andersen gelesen, endlich das zweite Buch der Autorin. Hat mir auch gut gefallen, wie schon das erste Buch von ihr. Vielleicht setze ich mich die Tage noch an einen kleinen Leseeindruck. 


Ansonsten haben es noch weitere neue Bücher in mein Zuhause geschafft, wie man hier sehen kann. Ich kann mich gerade gar nicht entscheiden, womit ich anfange :D


Unabhängig davon überlege ich, ob ich meine alte liebgewonnene Blog-Rubrik "Die Lektüre meiner Zugnachbarn" wieder reaktiviere. In den letzten Jahren bin ich eher wenig Zug gefahren, da bot sich das nicht mehr an, den Leuten über die Schulter zu schauen und nach deren Büchern zu schielen. Aber mittlerweile bin ich wieder mehrfach in der Woche am Fahren und sehe mit Freude, dass es immernoch lesende Menschen im Zug gibt! Vielleicht bietet es sich demnächst mal an, jemanden vorzustellen. Ganz anonym natürlich ;)



Euch wünsche ich erstmal ein schönes Wochenende und ein gutes Buch in der Hand!!


Freitag, 27. August 2021

Freitagsgedanken: Neue Bücher

Diesen Monat habe ich den Blog ja mal wieder ziemlich vernachlässigt, obwohl ich das so wirklich gar nicht vor hatte. Ich saß nur echt gar nicht so oft vorm Laptop und eigentlich bedauere ich das gar nicht :D Ich habe eine ganze Menge gelesen im August (ist ja auch noch gar nicht vorbei), auch "volumige" Bücher fürs Dicke-Bücher-Camp, das ja am 31.8. wieder endet. 

Und ich wollte definitiv mal wieder einige Rezensionen schreiben; ja, ich hatte richtiggehend Lust aufs Rezensionen-Schreiben, und das kommt bei mir ja leider gar nicht mehr so häufig vor... Insofern habe ich das ganz oben auf der Liste stehen, die ich in den nächsten Tagen abarbeiten will. Auch zu den "dicken Büchern" werde ich vielleicht wenigstens kurze Leseeindrücke schreiben. Immerhin ist das hier ein Lese- und Bücherblog, also muss ich mir das wirklich mal wieder bewusst vornehmen, daran zu denken. Zuletzt lief es aber eher so ab, dass ich nach dem Auslesen eines Buches meist direkt ein anderes gegriffen habe, und dann waren alle möglichen Gedanken und Ideen, die ich vielleicht zu einem Buch entwickelt hatte, schnell wieder schwammig oder nicht mehr so wichtig oder auch ganz weg. Aber ich nehm´s mir fest vor!


In der Zwischenzeit zeige ich euch mal die neuen Bücher, die in den letzten Tagen und Wochen bei mir eingezogen sind. Irgendwie alle davon wollte UNBEDINGT haben, wie das halt so ist bei Büchern; aber manche standen dann doch länger auf der Wunschliste, andere haben es ganz spontan in den echten oder virtuellen Warenkorb geschafft und andere - tja, die waren irgendwie eher so Zufallskäufe. 

Gewartet habe ich auf "Die Anomalie", weil es echt schräg klingt und gerade zuletzt auch von vielen "gehyped" wurde (wobei ich darauf tatsächlich gar nicht soviel gebe). Sehr neugierig war und bin ich auch auf "Anarchie Déco" und ich muss gestehen, dass ich hoffe, dass das kein totaler Fehlkauf ist, weil es zu kurios klingt und es auch gut sein kann, dass das gar nicht meinen Geschmack trifft. Ich bin mal gespannt. "Vortex" und "Neon Birds" sind so Käufe, um die ich schon länger herumschwirrte (ja, zugegeben, auch weil so viele sie so gut finden), und nun habe ich dem inneren Drang halt mal nachgegeben :o (Zumindest bei "Vortex" sehe ich das mittlerweile leider doch etwas kritisch, denn das habe ich schon ausgelesen und habe nun am Ende ziemlich viele Kritik- und Meckerpunkte. Vielleicht Hoffentlich Höchstwahrscheinlich wird das also eine der ausstehenden Rezensionen.) Total spontan sind dagegen "Das Reich der Asche" und "Where dreams descend" sowie "Die letzte Bibliothek der Welt" bei mir eingezogen, weil ich ja finde, dass man Impulskäufe nicht unterschätzen sollte. So. Klingen halt alle irgendwie gut, auch wenn sie ganz unterschiedlich sind.

Vielleicht ist ja auch was für euch dabei, lasst euch inspirieren, wenn ihr wollt, und berichtet mir gern, was ihr euch zuletzt gekauft habt! ;)


Freitag, 16. April 2021

Freitagsgedanken: Zeitreisen gesucht!

Also genauer gesagt: Bücher über Zeitreisen gesucht!

Irgendwie habe ich derzeit total Lust auf eine gute und spannende Zeitreise-Geschichte. So sehr, dass ich - mal wieder - mein altes und schon in die Jahre gekommenes Exemplar von "Das Jesus Video" von Andreas Eschbach rausgekramt habe und seit gestern ein wenig darin schmökere. Auf dem Foto ist mein Buch zu sehen. Es ist mittlerweile 21 Jahre alt (!!!) und wurde in der Zwischenzeit bestimmt 7x von mir gelesen. Mindestens. Dafür sieht es noch erstaunlich gut aus, finde ich, bis auf einige Leserillen an der Seite, die angestupsten Ecken und - naja, die mittlerweile leider etwas vergilbten Seiten. Wenn mein Buch nach 21 Jahren schon so aussieht - wie müssen dann erst die Papiere aussehen, die im Buch nach 2000 Jahren eingegrabenen Daseins in der Erde gefunden werden?! :D

Übrigens: Das damalige Cover finde ich eigentlich katastrophal gruselig mit diesen beiden vermummten Gestalten da drauf. Und das ganze Cover als solches ist auch irgendwie fürchterlich trostlos-nichtssagend. Eigentlich nicht sehr verlockend zum Kauf. Trotzdem hab ich es mir damals zugelegt und habe das bis heute nicht ein einziges Mal bereut. Im Gegenteil: Ich finde, "Das Jesus Video" ist einer der besten Zeitreise-Romane, die ich je gelesen habe. Mir gefällt die Story immer wieder, sie ist stets wieder spannend (wenn man einige Zeit verstreichen lässt zwischen mehrmaligem Lesen) und regt ordentlich die Fantasie und das Vorstellungsvermögen an.


Allerdings will ich ja nun nicht auch immer nur "Das Jesus Video" lesen. Im Laufe der Jahre habe ich auch andere Bücher zum Thema Zeitreisen gelesen; einige davon waren - zugegeben - aber eher Geschichten aus der Jugendliteratur (z.B. die "Edelstein-Trilogie" von Kerstin Gier oder "Zeitenzauber" von Eva Völler), die aber auch sehr unterhaltsam und gut gemacht sind, wie ich finde. Andere Bücher, die mir spontan einfallen, sind z.B. "Everlasting" von Holly-Jane Rahlens, "Die Frau des Zeitreisenden" von Audrey Niffenegger (das steht in meinem Regal, aber ich habe es noch nie gelesen, weil ich befürchte, dass das ganz katastrophal traurig endet...), oder "Die vielen Leben des Harry August" von Claire North, das ich gern noch dieses Jahr lesen möchte (auch weil ich es auf meiner #21für2021 Liste stehen habe). Mir fallen gerade gar keine weiter ein, aber ich habe definitiv auch noch mehr in meinen Regalen stehen - gelesen und ungelesen.


Kennt ihr gute Zeitreise-Romane? Habt ihr Bücher, in denen es um Zeitreisen geht, und die ihr empfehlen könnt?


Ich bin erstmal total unvoreingenommen und habe keinerlei Vorstellungen oder Wünsche, worum es konkret im Buch gehen soll. Auch ob es sehr wissenschaftlich-physikalisch wird, total hirnverknotend oder völlig unglaubwürdig - ich freu mich sehr über Vorschläge oder Lesetipps!


Freitag, 9. April 2021

Freitagsgedanken und Leseeindrücke

Hallihallo!
April, April, der macht, was er will. Ich mag April! Er bedeutet Frühling, der Sommer ist glücklicherweise noch lange genug weg, dafür ist es aber auch nicht mehr so unfassbar kalt draußen. Das Wetter ist herrlich unvorhersehbar und überrascht einen jeden Tag, sodass man trotz Regen und Sturm schon die blühenden Blumen auf den Grünflächen und die Blüten an den Bäumen bewundern kann. (Die dem Sturm dann hoffentlich trotzen...) Außerdem mag ich die Zahl 4 und April ist ja schließlich der vierte Monat... ;) (Merkt ihr was? Meine Laune ist heute deutlich besser als beim letzten Post. Liegt vielleicht am April.)

Die letzten Tage über Ostern und die restliche Woche kann ich gut und gerne die "Woche der beendeten Bücher" nennen, denn ich habe in diesen vergangenen Tagen alleine 5 Bücher ausgelesen! Hey!! 
Gut, natürlich habe ich nicht alle 5 Bücher kurz vorher erst begonnen; nein, vielmehr hing ich an manchen Büchern doch schon etwas länger dran und war unterschiedlich weit fortgeschritten im Lesen. Dazu kommt, das muss ich so ehrlich sagen, dass ich alleine 2 der Bücher irgendwann so unerträglich oder aus irgendwelchen Gründen so uninteressant fand, dass ich sie nur noch quergelesen und nur noch alle paar Seiten einige Abschnitte gelesen habe. Welche Bücher das waren? Nun...


Joel Dicker "Das Geheimnis von Zimmer 622"
Ja, leider muss ich da wirklich dieses Buch hier nennen. Ich mag "Harry Quebert" und ich mag auch Herrn Dicker, denn der war sehr sympathisch, als ich ihn mal bei einer Lesung live erlebt habe. (Prä-Corona, puhh, das muss ja ewig her sein...) Na jedenfalls tut es mir deswegen echt Leid, das so sagen zu müssen, aber: Das war irgendwie nix. Neulich habe ich es in meinem letzten Post schon mal angedeutet. Mir ist in seinen anderen Büchern nie aufgefallen, WIE plump und oberflächlich er seine Figuren schildert. Vielleicht war es bisher aber auch noch nie so schlimm wie hier. Aber hier hat keine Figur wirklich Tiefe, man versteht ihre Motive und ihr Denken nicht; manchmal passiert alles holterdipolter-schnell ohne Sinn und Verstand. Die Dialoge sind teilweise echt schrecklich, einfach nicht so, wie "normale" Menschen in der Situation reagieren würden. Obendrein kommt, dass sich Herr Dicker hier halt auch selbst als Figur in seinen Roman geschrieben hat, von allen immer schleimig als "Herr Schriftsteller" angesprochen, mit Namen und Aussehen von ihm selbst. Warum? Ich meine, das verstehe ich echt nicht. Das hat was sehr überheblich-wichtiges an sich, wenn ein Schriftsteller auf sowas zurückgreift, finde ich. Zumal ich nicht verstehe, was ausgerechnet ihn zur Rolle des ermittelnden Schriftstellers prädestiniert hat. Hätte auch jeder andere Autor sein können, jeder andere ausgedachte Schriftsteller hätte genauso gut geklappt. Das mochte ich nicht, das hatte irgendwie was arrogantes, wichtigtuerisches an sich. Dann die Handlung, die schlechte Schreibe - schwupps, hatte ich immer wieder einige Seiten quer gelesen. Am Ende aber doch genügend Inhalt mitbekommen, um zu verstehen, worum es ging. Das hier ist definitiv nicht mein liebster Dicker von Herrn Dicker.


Diego Galdino "Der erste Kaffee am Morgen"
Dieses Buch habe mir vor einigen Monaten mal als Mängelexemplar in einer "Ramschkiste" mitgenommen, weil es eigentlich ganz nett klang. Ein Bistrobesitzer in Rom verliebt sich in eine junge (natürlich unglaublich gut aussehende) Dame aus Frankreich, die aber wohl ein Geheimnis zu haben scheint. Irgendwie klang das ganz nett und ich hab angefangen reinzulesen und schon nach wenigen Seiten festgestellt, dass es mich so richtig jetzt nicht fesseln kann. Dazu kam mein persönliches Kopfkino, das ich beim Lesen unweigerlich immer habe. Hier entwickelte sich mein Kopfkino aber schon auf den ersten Seiten dahingehend, dass ich beim Lesen immer einen "typisch schmierigen Italiener" vor mir gesehen habe, mit gegelten Haaren und schwarzen Lack-Lederschuhen, der den ganzen Tag nur Siesta macht und mit seinen ausschließlich männlichen Kumpels wichtig über Fussball und Frauen fachsimpelt und den ganzen Tag nur redet und redet. Ich weiß, ich weiß, ich tu damit gerade tausenden Italienern Unrecht und das tut mir auch sehr Leid. Gibt sicher auch andere Italiener, aber vermutlich gibt´s nun mal auch solche, und tatsächlich entpuppten sich Massimo und seine Freunde in dieser Bar eben genau so. Und da hatte ich schnell keine Lust mehr drauf. Auch hier habe ich dann angefangen querzulesen. Kein Buch, das ich dringend empfehlen würde.

Darüber hinaus habe ich "Ready Player Two" von Ernest Cline, "Fast genial" von Benedict Wells und "Effi liest" von Anna Moretti ausgelesen. Zu denen muss ich mal in den nächsten Tagen noch kurze Eindrücke formulieren. Fühlt sich gerade ganz gut an, dass ich von meinem Stapel der angefangenen Bücher nun einige guten Gewissens beendet habe.
Aktuell lese ich "Cryptos" von Ursula Poznanski, das mir bisher sehr gut gefällt. Nach den künstlichen Welten aus "Ready Player Two" hatte ich offenbar noch nicht so richtig Lust, lesemäßig wieder in die Realität zurückzukehren, daher bin ich wohl erneut in ausgedachten Welten gelandet. Denn darum geht´s auch in "Cryptos": um künstliche Welten, in die sich die Menschen der Zukunft flüchten. Eigentlich sollen diese recht sicher sein, aber Weltendesignerin Jana entdeckt eines Tages Fälle von Mord und Manipulation in ihren designten Welten. Sehr spannend und gut geschrieben, typisch Poznanski eben ;)

Obendrein erreichte mich eben die online Vorankündigung, dass ich heute noch Post erhalte. "Scarlett & Browne", das Neue von Jonathan Stroud dürfte mich damit heute noch erreichen - pünktlich zum Wochenende! :D Das macht dann "Cryptos" gleich wieder Konkurrenz und damit habe ich dann direkt wieder mehrere angefangene Bücher - ein endloser Kreislauf bei mir... Apropos Wochenende: Neyasha und Lyne machen ein Lese-Wochenende (Infos hier). Vielleicht mach ich da kurzentschlossen mit, mal sehen.


Womit macht ihr euch denn das Lese-Wochenende schön? Habt ihr neue Bücher, auf die ihr euch direkt stürzt?


Freitag, 5. Februar 2021

Freitagsgedanken: Voll im Märchenfieber

Uuuaaaaahhhh, bin ich müde! Ich sitze hier vorm Laptop mit dem Ziel "Homeoffice", d.h. für mich, ich muss einen Therapieantrag schreiben und generell ein bisschen Vor- und Nachbereitung für Therapiesitzungen machen. Das ist zumindest das Ziel. Die Realität sieht so aus: eben habe ich erstmal mein Email-Postfach ausgemüllt, dann kurz Facebook besucht (obwohl ich da eigentlich schon seit Monaten nicht mehr wirklich bin), dann habe ich geguckt, ob es bei anderen Blogs was neues gibt, dann habe ich zumindest schon einmal die Datei mit dem Therapieantrag geöffnet (hey!), jetzt gähne ich mir hier eins und lasse mich gerade gern von meinem Hund ablenken. Achso, ja, und jetzt schreibe ich hier ja auch gerade noch den Blogpost.

Eigentlich bin ich sonst ganz gut im Zuhause-arbeiten und auch selbstständig arbeiten, irgendwie habe ich auf die Art und Weise ja immerhin auch die Doktorarbeit gewuppt. Allerdings bin ich leider nicht so diszipliniert und zeiteffektiv, wie manche es vermutlich sind (und sein müssen). Ich bummel immer gern mal rum, besuche zig andere Seiten online, mache hier mal 10 Minuten was, dann erst 2 Stunden später wieder. Ich habe allerdings auch wenig(er) mit Zoom-Meetings, Onlinesitzungen, Face-to-Face-Calls und was es da nicht alles gibt, zu tun, das muss ich ehrlicherweise dazu sagen. Wenn ich da viele Termine am Tag hätte, dann würde mein Arbeitstag vermutlich auch anders aussehen.


Erschwert wird dieses Homeoffice-Ding (in meinen Augen) ja auch noch dann, wenn man gedanklich immer wieder zu einem Buch abschweift, das man gerade liest. Und dann so ein Gedanke kommt "Könntest ja auch einfach jetzt weiterlesen.". Ich befinde mich momentan in einer guten Lesephase; ich hab richtig Bock auf Lesen, könnte in viele Bücher gleichzeitig reinschnuppern und gucken, was mich erwartet, habe total Lust, mich in Geschichten zu verlieren. Deswegen nutze ich gerade auch viel freie Zeit zum Lesen. 


Momentan habe ich mich völlig in den "Luna-Chroniken" von Marissa Meyer festgelesen und kann das selbst gar nicht richtig glauben. Ich hatte Teil 1 jahrelang ungelesen im Regal, neulich hielt es dann plötzlich beim Umräumen mal in der Hand und dachte mir noch "Mensch, das wollte ich doch vorletztes Jahr schon auf meine "20 Bücher für 2020"-Liste packen!" Irgendwie war die Zeit für dieses Buch also gekommen. Ich hab dann mal reingelesen. Ein "Fehler", denn ich konnte nicht mehr aufhören. Ich hab im Laufe der Jahre schon mitbekommen, dass das eine Buchreihe über Märchenfiguren in einer Neuadaption ist; allerdings bin ich davon ausgegangen, dass in jedem der Buchteile eine andere Person mit abgeschlossener Handlung dran ist. Weit gefehlt. Bei den Luna-Büchern von Marissa Meyer stehen alle vier Teile im Zusammenhang; und auch wenn tatsächlich bei jedem Band eine andere Hauptfigur im Vordergrund steht, so hängt doch alles komplett zusammen, was über die vier Bücher hinweg passiert. Und das ist ´ne ganze Menge und es ist vor allem herrlich futuristisch, Sciene-Fiction-mäßig! Ich mag eigentlich alle Handlungsstränge und alle Figuren, auch wenn manches besser passt als anderes, und auch wenn ich mich frage, warum Frau Meyer ihre Figuren nicht alle einfach ein paar Jahre älter gemacht hat. Das hätte es in meinen Augen alles einen Ticken glaubwürdiger gemacht - sofern man in einem Setting inmitten von Androiden, Cyborgs und Raumschiffen überhaupt von "glaubwürdig" sprechen kann... :D

Jedenfalls bin ich leider ziemlich angefixt von dieser Buchreihe, musste mir dann nach dem Auslesen von Teil 1 (leider leider) auch gleich die anderen Bände besorgen und habe mich jetzt durch die ersten drei gelesen. Gestern abend habe ich mit Teil 4 begonnen und damit bin ich jetzt auf der Zielgeraden zum Happy End - zumindest hoffe ich doch stark, dass es eins gibt. Könnte mir aber vorstellen, dass hier noch einiges gewaltig schief geht; immerhin ist der vierte auch der dickste aller vier Bände. (Jippie!)


Insofern steht mir ein Lese-Wochenende bevor und ich find´s gut. Hier soll´s sowieso wieder alles zuschneien. Passt also.

Macht´s euch ebenso schön, ob mit oder ohne Buch.


Freitag, 28. August 2020

Freitagsgedanken

Woche geschafft. Mit Kopfschmerzen, unschönen Zukunftsgedanken, wenig Leserei, viel Musik.
Endlich Freitag. 
Gerade läuft das neue Album von Needtobreathe ("Out of Body", heute erst erschienen!) in meinen Ohren, ich habe eine absolute buchige Neuerscheinung neben mir liegen, "Bermuda" von Thomas Finn, auf das ich echt sehr gespannt bin! (Absolut neu deswegen, weil es online sogar erst mit 1.9. als Erscheinungstag gelistet ist (als ebook ist es schon im Mai erschienen). Ich hab´s vorbestellt und nicht schlecht geguckt, als ich es gestern schon in der Hand hielt.) Jedenfalls werde ich da gleich mal reinlesen. Dann hab ich hier noch ein Glas Cola neben mir stehen und mein Hund schnarcht nebenan. 
Ist also gerade ganz okay hier bei mir. ;)

Eigentlich hab ich gar nicht viel zu sagen. Aber ich wollte mich mal wieder in diesem Blogger-verse hier melden. Ich kann euch eher ein Ausblick geben auf die Beiträge, die ich noch so vage für demnächst geplant habe:
In den letzten Tagen sind viele (zu viele!) neue Bücher bei mir eingezogen, die zeige ich euch einfach mal demnächst. Auch einen kleinen Überblick über neue Bücher, die mich interessieren und die im September erscheinen, möchte ich noch vorbereiten - auch damit ich selbst keins verpasse, das ich eigentlich auf dem Schirm habe.
Rezensionen müsste und wollte ich eigentlich auch noch zu ein oder zwei Büchern schreiben, aber habe mich bisher nicht dazu aufraffen können. Ende August/Anfang September lass ich euch auch mal noch wissen, wie "erfolgreich" ich im #dickebüchercamp war :)

Freitag, 31. Juli 2020

Freitagsgedanken

Bloggen oder Lesen? Vor dieser Frage saß ich eben vorm Laptop, wollte eigentlich schon den Deckel schließen und mich auf mein Buch stürzen, aber dann dachte ich, dass ich diese kleine Seite ja hier auch mal wieder ein bisschen betreiben und am Laufen halten könnte. Also bin ich sitzen geblieben.
Zur Zeit ist mir nicht so nach langem Bloggen, nach Schreiben und Tippen, aber auch nicht wirklich nach Besuchen anderer Blog-Seiten oder überhaupt online Surfen. Gelegentlich drehe ich mal eine kleine Blogrunde, aber tatsächlich bin ich aktuell wenig online. Dann gucke ich schon eher mal kurz bei Instagram vorbei. Mich selbst stört das überhaupt nicht, ich bin gerne offline und kann eh nicht verstehen, wie manche Leute den ganzen Tag an ihrem Handy hängen können. Was gucken die sich denn da stundenlang an? Und immer wieder von vorne? Keine Ahnung.

Gestern saß ich am späten Nachmittag eine Weile draußen im Grünen (gestern war es leicht windig, nicht so knackig heiß wie beispielsweise heute, da war das draußen-Sitzen erträglich) und habe den vierten Teil der "Spiegelreisenden"-Reihe von Christelle Dabos ausgelesen, "Im Sturm der Echos" heißt dieser Teil. Irgendwie wurde es für mich mal Zeit, dieses Buch zu beenden; es lag schon einige Tage so herum. Und das lag wohl am ehesten daran, dass mich dieser vierte und letzte Teil irgendwie nicht packen und überzeugen konnte wie die anderen drei davor. Für mich hat sich im vierten Teil nicht alles so ganz stimmig angefühlt, viel kompliziertes, das einem beim Lesen ein bisschen das Hirn verknotet - erst recht, wenn man es nicht fortlaufend liest, sondern eben wirklich ein paar Tage dazwischen Zeit verstreichen lässt. Ich schreibe jetzt hier keine Rezension, aber Band 4, in den ich letztlich sehr viele Hoffnungen gesteckt hatte bezüglich Handlung, Auflösung (Wer ist der Andere???) und vor allem Finale (Was wird mit Thorn und Ophelia???), hat mich tatsächlich ein kleines Bisschen enttäuscht. Oder vielleicht nicht enttäuscht, aber zumindest nicht so richtig glücklich und zufrieden gemacht. 
Vermutlich auch deswegen brauchte ich jetzt irgendetwas anderes zum Lesen. Spontan gegriffen habe ich zu "Das Haus der verlorenen Düfte" von Melisse J. Rose, das ganz nett und schmökerig klingt. Es geht um geheimnisvolle Düfte und Parfüms, um Familiengeheimnisse und tragische Liebesgeschichten. Weit bin ich noch nicht, mal sehen, was mich erwartet. 

Darüber hinaus habe ich neulich auch "Das Gottesspiel" von Danny Tobey begonnen, bin jetzt etwa beim Drittel des Buches. Es geht um eine Künstliche Intelligenz, die in einer Art Online-/Reality-Game Einfluss auf das Leben verschiedener Personen nimmt. Die Idee fand ich ganz interessant, beim Lesen habe ich bisher ab und an das Gefühl, dass es sich etwas zieht und irgendwie nicht so recht in die Gänge kommt. Außerdem erinnert es mich (bisher!) arg an "Erebos" von Ursula Poznanski (was ich damals ziemlich genial fand), daher fänd ich es etwas schade, wenn dieses Buch genau in die gleiche Richtung geht.  Ich hoffe hier sehr auf Wendungen und Überraschungen. Aber auch hier muss ich dafür erstmal weiterlesen.
Und das mache ich jetzt. Habt ein schönes Lese-Wochenende!


Freitag, 19. Juni 2020

Traurige Freitagsgedanken

Mein Freitag startete ganz nett, bis zum Mittag hatte ich tatsächlich sogar schon eine handvoll Seiten in einem meiner zahlreichen begonnenen Bücher gelesen (hey!) - aber dann teilte mir meine Schwester mit, was ich daraufhin auch online mehrfach lesen musste.

Carlos Ruiz Zafón ist gestorben.

Und das bricht mir ein bisschen das Herz, das muss ich ganz ehrlich sagen. Der Herr Zafón hat wunderbare Bücher geschrieben. "Der Schatten des Windes" hat mich so nachhaltig beeindruckt und bewegt, als ich das vor vielen Jahren das erste Mal las. Mittlerweile habe ich es bestimmt 8 Mal gelesen. Auch die Nachfolgebände in dieser Barcelona-Reihe ("Das Spiel des Engels", "Der Gefangene des Himmels", "Das Labyrinth der Lichter") haben mir gut gefallen - sind bei mir aber letztlich nicht an diesen Wow-Effekt des ersten Buches herangekommen. Auch seine anderen Bücher (in Deutschland teilweise später erschienen, aber von ihm eigentlich schon früher geschrieben) habe ich durchgesuchtet. "Der Schatten des Windes" gehört bis heute zu meinen Lieblingsbüchern und jedem, der gern Romane liest, empfehle ich dieses Buch.
Ich habe mir immer gewünscht, mal zu einer seiner Lesungen zu gehen. Vor drei Jahren (glaube ich) war ich auch kurz davor, aber dann ist mir "leider" der Beginn eines neuen Jobs dazwischen gekommen, wegen dem ich nicht gleich in der ersten Arbeitswoche hätte frei nehmen können. Dadurch fand die Lesung ohne mich statt. Heute, wo ich diese traurige Nachricht gehört habe, bereue ich das noch mehr als ohnehin schon. Carlos Ruiz Zafón gehörte zu den Autoren, die ich wirklich wirklich richtig gern mal live und in echt gehört und gesehen hätte. Einfach, um ihn zu erleben. Um mal mitzukriegen, wie er so ist. Wie er redet und denkt. So sehr viele Autoren, von denen ich das gern mal erleben möchte, habe ich tatsächlich nicht. Aber er gehörte dazu. 
Das wird nun leider nicht mehr passieren. Die Chance habe ich verpasst. Und die Literaturwelt hat mit ihm einen unglaublich tollen Romanschreiber verloren. Das ist so schade, dass ich wirklich ziemlich den Tränen nahe bin, seit ich das gehört habe. Ich hab mich immer auf neue Bücher von ihm gefreut. 

Bleibt nur, seine alten Romane noch einmal zu lesen. Sie nochmal lesend zu erleben.


Freitag, 15. Mai 2020

Freitagsgedanken: Von Geburtstagsüberraschungen und gepuzzelten Hunden

Oje - schon wieder eine Woche vorbei. Momentan ist irgendwie viel los und ich schaffe manches nicht, das ich mir eigentlich vorgenommen habe. Zu kurz kommt gerade auf jeden Fall das Lesen, das stört mich auch sehr. Aber auch diesen Beitrag hier z.B. wollte ich schon vor einigen Tagen schreiben, aber dann ist immer etwas dazwischen gekommen (oder ich hatte keine Lust auf Laptop-Schreiben). 

Ende April hatte ich Geburtstag und ich habe u.a. Bücher geschenkt bekommen. Wunderbare Bücher!! Einen Teil davon hatte ich mir tatsächlich gewünscht, andere haben mich aber wirklich sehr überraschen können. 
Gewünscht habe ich mir beispielsweise
- "Effi liest" von Anna Moretti, weil es für den Delia-Literaturpreis nominiert war und mich daher neugierig gemacht hat;
- "Die Anatomie des Teufels" von Jordi Llobregat, weil es ein bisschen wie mein Lieblingsbuch "Der Schatten des Windes" sein soll;
- "Das Lächeln einer Sommernacht" von Luca Ammirati, weil es wunderschön romantisch klingt; und
- "Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep" von H.G. Parry, weil mich die Neuerscheinung aus dem April ziemlich neugierig gemacht hat.

Von meinen Schwestern habe ich darüber hinaus noch den ersten "Reckless"-Teil von Cornelia Funke in der Taschenbuchausgabe bekommen. Nachdem ich meiner Schwester gegenüber neulich erklärt habe, warum ich die Veränderungen im Buch so blöd finde (wie ich HIER geschrieben habe), dachte sie sich wahrscheinlich, bevor ich mich weiter aufrege, sollte ich es lieber einfach lesen... :D
Und meine Mutter... Meine Mutter liest genauso gern wie ich und hat deswegen ein Ohr für spontan geäußerte Buchwünsche und Buchüberlegungen. Ihr habe ich ja schon die völlig unerwartet geschenkten Teile 2 und 3 der "Spiegelreisenden"-Reihe von Christelle Dabos zu Weihnachten zu verdanken. Neulich fragte ich sie mal, ob sie eigentlich noch von früher ein Buch von Ernest Hemingway besitzt, weil ich selbst noch nie etwas von ihm gelesen habe. Sie verneinte zwar und meinte, sie hätte auch nie etwas von ihm gelesen. Zum Geburtstag bekam ich dann aber plötzlich und unerwartet "Der alte Mann und das Meer" geschenkt. Und damit nicht genug: Sie sah sich auch gleich in der Pflicht, mir "Die drei Musketiere" von Dumas zu schenken (nicht mit auf dem Foto), das ich ebenfalls noch nie gelesen habe. Es sei eins ihrer Lieblingsbücher in der Jugendzeit gewesen, wie sie nicht müde wird mir zu erzählen, also müsse ich das in ihren Augen auch endlich mal lesen.


Die größte Überraschung kam dann aber tatsächlich noch von meinem Bruder. Er (der selber nicht eine einzige Buchseite im ganzen Jahr liest!!) hat mir doch tatsächlich eine englisch-sprachige Erstausgabe (!!) von "A Prayer for Owen Meany" von John Irving geschenkt - einem meiner Herzens- und Lieblingsbücher überhaupt! Ich hab fast geheult, denn damit nicht genug: Diese Erstausgabe ist auch noch von John Irving selbst signiert!!!!!!
*kreisch*

Oh Gott, ich hab mich so gefreut. Das Buch ist in eine Schutzfolie eingehüllt, die ich natürlich auch drum lasse (deswegen aber auch das Blitzlicht auf dem Foto - man kann das Gürteltier drauf kaum sehen :D), aber ich habe das Buch schon mehrfach gehätschelt und getäschtelt. Dieses Buch bedeutet mir wirklich unglaublich viel. Das hat mich beim Lesen damals sehr verändert, meine Lebens- und Sichtweisen. Ich habe es gelesen, als ich 15 oder 16 war und danach war mir erst wirklich klar, was Literatur, was Bücher eigentlich mit einem machen können. Dieses Buch werde ich immer als unglaublich großen Schatz in meinem Kopf und Herzen behalten. Und dann schenkt mein Bruder mir ausgerechnet dieses Buch als signierte Erstausgabe. Mein Bruder, also echt, immer für eine Überraschung gut...


Ja, das waren meine buchigen Geburtstagsgeschenke. Ich hab irgendwie nur tolle Sachen geschenkt bekommen, aber an den Büchern wollte ich euch noch Teil haben lassen. Es gab auch Puzzles (ja, in Mehrzahl ;) ), und in den letzten Tagen habe ich mich wieder an eins gesetzt. Auf dem Foto kann man leider nicht annähernd alle Kleinigkeiten und Details erkennen, aber es ist ein herrliches Motiv, ganz ehrlich:




Am Wochenende möchte ich gern lesen, vielleicht sogar endlich mal eins meiner diversen begonnenen Bücher beenden, das wär schon schön. Ich müsste allerdings auch mal wieder ein paar Rezensionen und Leseeindrücke schreiben. Vielleicht stelle ich euch in den nächsten Tagen auch einfach erstmal die Bücher vor, die ich gerade alle angefangen habe.

Macht euch ein schönes Wochenende!

Freitag, 13. März 2020

Freitagsgedanken

Ok, März - das war wohl nix. Du bist zwar erst 13 Tage alt, aber hast mir trotzdem schon alles vermiest, was ich während deiner 31 Tage eigentlich so vor hatte.
Noch vor ein paar Tagen habe ich hier geschwärmt und von großen Plänen berichtet, die in den vergangenen und nächsten Tagen anstehen. Sollten. Und ich hab mich drauf gefreut.

Und dann kam Corona.

Ich kann´s selbst gar nicht mehr hören, überall ist alles voll von diesem Virus und den Nachrichten darüber. Ich hab selbst schon die Phasen von "Ach, so schlimm wird´s nicht" über leichte Panik bis hin zur Resignation durch. Deswegen jetzt hier nicht auch noch mehr dazu als unbedingt nötig.
Aber Corona hat mir meine ganzen Pläne versaut. Sicher, da bin ich nicht die Einzige, das betrifft ja gerade alle. Aber ist schon frustrierend.

Buchmesse - abgesagt.
Lesung in Köln - abgesagt.
Besuch in Hamburg - selbst abgesagt.
Konzert in Leipzig - abgesagt.
Fahrt nach Basel und Besuch einer Ausstellung - Grenze dicht und Zugverbindung gekappt und allgemein großes Abraten von Fahrten = abgesagt.

So schnell kann´s gehen, dass aus einem recht vollen Monat ein Monat voller Freizeit wird. Die werde ich natürlich bestmöglich nutzen. Ich stehe schon immer erwartungsvoll vor meinen Bücherregalen und schaue, was mir zublinzelt und zuwinkt. Und lese in ganz viele Bücher rein und würde am liebsten alle gleichzeitig lesen und kann mich dann vor lauter tollen Buchanfängen für gar keins entscheiden und schalte lieber meine Playstation an und spiele mein Spiel durch. Gott sei Dank habe ich mir auch dafür gerade erst ein neues Spiel zugelegt, "Two Point Hospital" heißt das. Das soll in der Art und Weise wie "Theme Hospital" sein - ein absolut genial-lustiges Spiel, dass es früher mal für die Playstation 1 (oder 2??) gab. Kennt das hier vielleicht jemand? Ich hab das Spiel so geliebt damals und Stunden damit vor dem Bildschirm verbracht. Und nun gibt es ein Spiel in der gleichen Art für die PS4 - ich bin schon ganz gespannt. Ich hab noch nicht reingeschaut, das werde ich jetzt am Wochenende, nachdem ich mein letztes ("Rise of the Tomb Raider" hab ich gerade heute durch), mal angehen. Mir steht also ein lese- und spiele-intensives Wochenende bevor, und da ist mir dieser Virus draußen gerade mal ziemlich schnuppe.
Was ich allerdings nächste Woche arbeitstechnisch mache (und ob überhaupt), das weiß ich dagegen echt noch nicht. Am liebsten soll man ja gar nichts mehr machen, nicht arbeiten, nicht raus, nicht gar nichts. Klappt nur eben nicht so richtig. Verpflichtungen bleiben ja nun mal Verpflichtungen.
Wie ist das bei euch mit Arbeit und Freizeitgestaltung unter Corona?

Habt ein schönes Wochenende! ;)

Freitag, 7. Februar 2020

Freitagsgedanken (reloaded)

Nach langer Zeit mal wieder Freitagsgedanken. Ich möchte versuchen, diese Rubrik, bei der ich früher häufig einfach mal drauf los geschrieben habe hier auf dem Blog, was mich gerade so beschäftigt hat, wieder ein bisschen zu beleben. Sicher nicht jede Woche (mal ehrlich, soviel "neues" kann ich ja gar nicht erzählen), aber gelegentlich müsste das doch machbar sein.

Eine Woche Februar ist schon wieder vorbei. Schräg. Den ganzen Januar (mein persönlicher Dislike-Monat) hab ich irgendwie erfolgreich hinter mich gebracht, hey! Kann also nur besser werden. 
Mein Februar hat daher auch schon mal gar nicht schlecht gestartet, nämlich mit einem Konzert meiner Alltime-Favourite-Band Keane. Die hab ich schon vor 15 Jahren gehört und liebe sie heute noch immer. Egal, was ist, egal, was so los ist und gut oder schlecht läuft - wenn ich Keane höre, dann ist alles ein bisschen besser. Und nach ein paar (schmerzlichen) Jahren Pause sind sie jetzt wieder da und waren am Montag live in Berlin. Es war richtig schön und emotional nach all der Zeit. Kennt hier jemand in der Runde Keane? Habt ihr sie schon einmal live gesehen? 
Allerdings war der Berlin-Trip recht kalt und ich habe mich wahrscheinlich erkältet und jetzt hänge ich ziemlich durch. Naja, man kann halt nicht alles haben.

Was ich dagegen immer haben kann, ist Lesenachschub. Gott sei Dank besitze ich ein schön umfangreiches und vielfältiges Reservoir an ungelesenen Büchern, denn bisher habe ich in den paar Wochen vom Jahr 2020 erfreulich wenig neue Bücher gekauft. Ich habe mir inoffiziell vorgenommen, nicht mehr so viele und vor allem nicht so plan- und kopflos Bücher zu kaufen, die ich eigentlich nicht unbedingt haben will. (Klappt im Jahresverlauf eh nur so mäßig, diese Vorhaben, deswegen kann ich mich momentan noch drüber freuen, dass es im Januar ganz gut ging.) Das lag aber auch daran, dass im Januar kein Buch neu erschienen ist, das ich gern haben wollte. Das sieht jetzt im Februar schon ganz anders aus. Und neulich ... naja, da war Taschenbuchmarkt bei Thalia, und da kann ich halt nicht so einfach vorbei gehen. Es gab völlig tiptop Taschenbücher für 3,99 Euro und sogar für nur je 2,99 Euro, wenn man insgesamt mehr als 3 kaufte. (Ein Kinderspiel für mich.) Ich hätte am liebsten 7 gekauft, habe mich am Ende aber auf 4 beschränkt. (Immerhin.) Also durchaus Grund für Optimismus. 
Ansonsten bin ich von mir selbst auch deswegen erfreut, weil ich tatsächlich gerade viele meiner ungelesenen Bücher vom SuB lese. Nicht nur, aber momentan habe ich immer mal richtig Lust auf ältere Bücher, die mir schon aus meinen Regalen heraus zuwinken. Und ebenso "erfolgreich" bin ich bisher auch bei der Sachbuch-Challenge, denn ich kann schon 4 gelesene Sachbücher vorweisen, wuuupiiiee! Nicht schlecht. Vielleicht habe ich das (also so eine Challenge) echt mal gebraucht, um mir selbst einen Schubs zu geben, endlich auch mal ein paar Sachbücher zu lesen. Ich habe noch nicht zu jedem der Bücher einen Leseeindruck geschrieben, das kommt nach und nach. Trotzdem: Ich bin bisher lesemäßig sehr zufrieden mit mir. Nur in dieser Woche bin ich noch nicht groß zum Lesen gekommen, und wenn, dann fange ich wahllos in einem Buch an. Ergebnis: Es stapeln sich die angefangenen Bücher bei mir. So z.B. den zweiten Band der "Spiegelreisenden" von Christelle Dabos, "Der Freund der Toten" von Jess Kidd, der zweite Teil der "Jackaby"- Reihe von William Ritter oder auch "Dies ist keine Liebesgeschichte" von Don Zolidis. Mal sehen, wonach mir gleich ist. Ich mach mir jetzt erstmal einen Kaffee oder so. 

Habt ein schönes Wochenende und lest was gutes!

Freitag, 9. August 2019

Blitzlicht: Von Titeln und einem #dickebüchercamp-Zwischenstand

Hallo ihr Lieben!
Heute gibt es mal wieder ein Lebenszeichen auf dem Blog. Zuletzt hat mir die Zeit zu allem gefehlt, insbesondere aber zu solchen ablenkenden Dingen wie Lesen, Schreiben oder Bloggen. Der Grund dafür ist ein einfacher und erfreulicher:

Ich habe endlich meine Doktorarbeit abgeschlossen, in dieser Woche erfolgreich verteidigt und darf mich bald, sobald meine Urkunde eintrifft, offiziell Frau Doktor nennen!

Das ist in der Tat schon ziemlich cool, vor allem aber bedeutet es für mich, ein lange offenes und immer wieder ein schlechtes Gewissen verursachendes Kapitel endlich beenden zu können. Ich habe diese Doktorarbeit lange mit mir herumgeschleppt - länger als ich es eigentlich gemusst hätte, zugegeben. Aber wie das nun mal manchmal so ist im Leben, läuft nicht immer alles so, wie man es zuerst plant. Und dann sind andere Dinge wichtiger oder die Zeit fehlt, oder was auch immer. Rückblickend ist es auch egal, denn jetzt ist es durch und ich hab´s geschafft. Die ganze Mühe und Arbeit, aber auch die Kopf- und Rückenschmerzen vom langen Sitzen vorm Laptop, diese Unmengen an wissenschaftlicher Literatur, die gelesen werden wollten und mussten - alles zu Ende. Und es fühlt sich richtig gut an! :D

Allerdings hänge ich jetzt auch ziemlich durch, bin immer müde und völlig schlapp, vermutlich, weil die ganze Anspannung der letzten Tage und Wochen nun langsam abfällt. Dem werde ich auch ganz ohne schlechtes Gewissen erstmal nachgeben und nachher wohl eine Runde extra schlafen... ;) Und dann möchte ich mich endlich mal wieder bewusst dem Lesen widmen, was irgendwie zu kurz kam zuletzt. Auch, weil das #dickebüchercamp (siehe hier) ja noch bis Ende August läuft, und ich dafür schon gern das ein oder andere dicke Buch schaffen möchte. 
Aktuell habe ich einige der von mir geplanten dicken Bücher angefangen und habe bei 3en davon etwa ein Viertel gelesen, nämlich "Das dunkle Land" von Elizabeth Kostova, "Weisser Tod" von Robert Galbraith und "Strange the dreamer" von Laini Taylor. (Ich neige ja zum parallel-Lesen...) Alle gefallen mir gut, alle haben ihren Reiz, aber ... naja, aus bekannten Gründen bin ich da noch nicht so voran gekommen. Dazu kam, dass mir auch ein paar andere Bücher dazwischen kamen - deutlich dünnere Bücher, die sich dann nun eben doch schneller weglesen lassen. So beispielsweise "OMG, diese Aisling", ein ziemlich nettes Buch über eine typisch irische junge Frau. Ich werde aber in den 3 benannten dickeren Büchern weiterlesen und mal sehen, wie weit ich bis Ende August komme.

Wie kommt ihr voran mit dem Lesen, ob ihr nun dicke oder dünne Bücher lest? Welches Buch begeistert euch zur Zeit?

Freitag, 24. Juni 2016

Freitagsgedanken

Hallo ihr Lieben!
Puh, da bin ich mal wieder, nach einigen Tagen absoluter Blog-Sendepause. Diese Sendepause war weder gewollt noch geplant, die ist einfach so passiert. Irgendwie zieht es mich momentan nicht wirklich Richtung Blog. Ich tue mich tatsächlich derzeit ziemlich schwer mit dem Lesen allgemein. Oftmals stehe ich ratlos vor den Bücherregalen und kann mich so gar nicht entscheiden, was ich lesen könnte. Wo es mich hinzieht. Nicht mal vage Vorstellungen schnipsen da in meinem Kopf auf (so nach dem Motto "Krimi. Ach nee, lieber Liebe. Oder was Futuristisches?!") und ich kann mich nicht entscheiden. Manches Mal ziehe ich mir dann 3 oder 4 Bücher raus, lese lustlos auf den ersten Seiten, und merke recht schnell, nee, das war´s nicht. Ich hab zwar Lust auf Lesen; das Problem, das ich schon beim letzten Mal berichtet habe, nämlich dass ich gern mal wieder so einen richtigen Wow-Effekt-Pageturner lesen würde, der mich vom Hocker fegt, - tja, dieses Problem habe ich aber noch immer. Gefunden habe ich so ein Buch nach wie vor nicht. 
Neulich dachte ich, ich hätte es, als ich nach einer solchen Bücherregal-Scan-Aktion, wie ich sie ein paar Zeilen weiter oben beschrieben habe, mir nicht ganz so spontan "Shatter me" von Tahereh Mafi aus dem Buchregal angelte. Da war ich relativ schnell verloren in der Geschichte und vor allem begeistert von dem Schreibstil der Autorin. Mir hat total gefallen, wie sie die Gefühle von Hauptfigur Juliette beschrieben hat - wie ein ungeschriebenes Blatt, das zum ersten Mal so etwas wie gute Gefühle empfängt. Aber ganz plötzlich, etwa nach 3/4 des Buches - puff, war der Elan und das Interesse weg. Ich hatte keine Lust mehr auf die Geschichte. Vielleicht, weil´s irgendwann auch zu schmalzig und zu absehbar wurde. (Wenn sich die Hauptfiguren schon in Teil 1 einer Trilogie kriegen, ist für mich die Spannung relativ schnell gegessen...) Eigentlich will ich aber schon noch weiterlesen; vielleicht schnappe ich mir das Buch am Wochenende nochmal.

Und wie es bei mir oft so ist, wenn ich mich lesemäßig nicht entscheiden kann, lese ich dann aus Verzweiflung ein Buch, das ich bereits kenne und bei dem ich weiß, was mich erwartet. Nämlich eine gute Lesezeit. Ich muss nicht befürchten, dass mich das Buch irgendwann mittendrin enttäuschen wird, denn ich kenne es ja schon und habe es schon für gut befunden. Die Qual der Wahl fiel auf "Harry Potter und der Feuerkelch". Ich gestehe, ich kenne manche Absätze dieses Buch bereits auswendig. Teil 4 der HP-Reihe ist das Buch, das ich am häufigsten aller 7 Teile gelesen habe (so sieht mein Exemplar mittlerweile übrigens auch aus) und das ich irgendwie auch am meisten mag. Da passiert so schön viel. Und so viel schönes und spannendes. Ich amüsiere mich gerade prächtig beim Weihnachtsball. 
Angefangen habe ich aber auch diverse andere Bücher, z.B. "Das Rosenholzzimmer" von Anna Romer, ein schöner Sommer-Schmöker. Oder auch "Wie der Atem in uns" von Elizabeth Poliner, das aber erst Mitte Juli erscheinen wird. 

Übrigens bin ich gerade recht stolz auf mich, denn ich habe in den letzten beiden Tagen doch einige Zeit am Laptop für den Blog aufgebracht. Wie oben schon geschrieben, zieht mich gerade nicht viel zum Blog; ich habe meistens einfach keine Lust, noch viel über ein Buch zu schreiben, wenn ich denn mal eins gelesen habe. (Was gefühlt eh nicht so oft der Fall ist in der letzten Zeit.) Mir gefällt es eigentlich auch überhaupt nicht, dass ich abseits von Rezensionen momentan auch so gar keine anderen Blog-Rubriken bediene. Ich sag´s so einfach, wie es ist: Mir fällt gerade nichts ein, was ich auf dem Blog bringen könnte! Ich habe keine Ideen für Posts oder Beiträge. Bin schon ganz erleichtert, weil ich euch in den nächsten Tagen endlich mal wieder eine lesende Zugnachbarin vorstellen werde, aber das war´s dann leider auch schon wieder. Ich habe noch 2 oder 3 andere Rezensionen vorbereitet (deshalb: stolz auf mich!), aber sonst? Nix. Offenbar habe ich zum Thema Lesen und Bücher momentan nicht viel zu sagen. Und das finde ich eigentlich doof.
Ich hoffe, dass mir bald mal wieder was einfällt, was vielleicht ein bisschen Abwechslung auf den Blog bringt. 

Bis dahin wünsche ich euch erstmal ein schönes, lesereiches Wochenende!

Freitag, 3. Juni 2016

Freitagsgedanken und Monatsrückblick Juni

Hallo ihr Leseleute!
Aus Oslo bin ich längst zurück (ganz ehrlich, für mehr als eine handvoll Tage in Oslo verdiene ich eindeutig zu wenig!), habe aber bisher einfach nicht die Zeit und die Muße gehabt, mich an den Laptop zu setzen. Oslo war leider sehr verregnet, aber trotzdem schön und definitiv ein Besuch wert. Meine Füße waren direkt nach meiner Rückkehr leider nicht mehr zu gebrauchen, aber mittlerweile geht´s wieder ;) Für die Kürze der Zeit haben wir eine ganze Menge von Oslo gesehen, wiederum aber auch längst nicht genug, um die Stadt wirklich kennenzulernen...
Lesemäßig war der Monat ganz ok; ich habe nicht allzu viel gelesen, und bis auf eine Ausnahme auch nichts, was mich wirklich richtig vom Hocker gerissen hat. Irgendwie stehe ich mit dem Lesen gefühlt gerade ein bisschen auf wackeligen Beinen. An manchen Tagen muss ich mich fast "überwinden", zum Buch zu greifen, und das ist natürlich Mist. Ich meine, ich lese nicht, wenn mir nicht danach ist. Ich werde mich selbst nie zum Lesen zwingen. Aber irgendwie würde ich mir mal wieder so einen richtigen Knüller wünschen, der mich an seine Seiten fesselt, der meine Gedanken bestimmt, selbst in Momenten, in denen ich das Buch nicht in der Hand habe. Einfach das Gefühl, im Lesen mal wieder so richtig aufzugehen und sich von einer Geschichte vollends mitreißen zu lassen. Tatsächlich fehlt mir das seit einer Weile. Ich denke, da würde auch die "Vollblut-Begeisterung" am Lesen für mich wiederkehren, denn die vermisse ich gerade ein bisschen. Versteht ihr, was ich meine?  
Mal sehen, was der Juni lesemäßig für mich bereit hält. Fest eingeplant habe ich bisher nichts und - soweit ich sehe - habe ich im Juni auch keine Neuerscheinung notiert, die ich unbedingt haben will. Vielleicht mache ich einfach mal die Augen zu, streiche an meinen Bücherregalen entlang und mache bei einem Buch Halt, bei dem mein Inneres leise "Stopp" sagt... :)


Gelesen im Mai

"Die Liebe ist ein schlechter Verlierer" - Katie Marsh (3,5/5)
"The Raven King" - Maggie Stiefvater (5/5)
"Die Geschichte der Baltimores" - Joel Dicker (4/5)
"Wahrheit schmeckt wie Mokkatorte" - Christina Michels (4/5)
"Jake Djones: Die Dynastie des Bösen" - Damian Dibben (4/5)
"Einmal hin und für immer" - Sarah Morgan (3,5/5)
"Willkommen im Bellweather Hotel" - Kate Racculia (4/5)


Lese-Highlight im Mai

... war ohne Frage "The Raven King" von Maggie Stiefvater, der Abschluss der Raven Boys-Reihe. ENDLICH wird geklärt, ob Gansey Glendower findet und natürlich, ob er überleben wird. Ich verrate es euch nicht, lest es selbst!! 

Lese-Enttäuschung im Mai

... gab es eigentlich nicht. Alle gelesenen Bücher fand ich zumindest ok.

Habt ein schönes Wochenende! :D

Freitag, 29. Januar 2016

Freitagsgedanken...

Hallo ihr Lieben!
Das Wochenende ist da - Zeit wird´s! Die letzten zwei Wochen waren einfach zu lang. Nach einer Weiterbildung zum Thema Schizophrenie, einer Fortbildung zum Thema Traumatherapie und diversen großen und kleinen Sorgen und Problemen meiner Patienten bin ich für diese Woche schlicht und einfach - durch. Mit allem. Und hänge in allen Seilen. Ich freu mich wie blöde auf diesen freien Samstag morgen. Am Sonntag fahre ich für einen Kurz-Kurztrip in meine Studienheimat Hamburg, werde ein bisschen Nordluft schnuppern, ein Konzert einer meiner Lieblingsbands, nämlich The Maccabees, besuchen, und mich einfach berieseln lassen von einer kleinen Auszeit.
Nicht zu vergessen: im Zug hab ich eine Menge Zeit zum Lesen. Die ist zuletzt nämlich ebenso zu kurz gekommen wie eigentlich alles andere auch. (Allem voran: Schlaf.) Seit fast 2 Wochen kämpfe ich mich nun durch "Jane Austens Northanger Abbey" von Val McDermid. Sprich: Val McDermid, die ja eigentlich eher für ihre Krimis bekannt ist, hat sich das gute Werk von Jane Austen zur Brust genommen, es gewissermaßen neu umgeschrieben und es in die heutige Zeit versetzt. Facebook, Twitter und schnelle Autos inklusive. Ein Projekt, das meiner Meinung nach leider völlig gescheitert ist. Denn ich hab nicht umsonst "gekämpft" geschrieben, da ein paar Zeilen weiter oben. Ich hatte es schon lange nicht mehr, dass mir eine Geschichte so zäh, so holprig geschrieben und einfach so ... verkehrt vorkam, dass ich wirklich keine Lust hatte, es weiterzulesen. Mehr als 3 oder 4 Seiten pro Tag waren daher für mich in letzter Zeit nicht drin. Man kann nun mal nicht die Tugenden, Moral- und Wertvorstellungen und das Gebaren und Verhalten der Leute um das Jahr 1800 herum so ohne weiteres ins Heute versetzen. Das funktioniert nicht, zumindest nicht, wenn die Autorin darauf bedacht ist, der ursprünglichen Handlungslinie streng zu folgen und die Personen weitestgehend wie damals sprechen zu lassen, halt nur manchmal eben ... "cooler". Das ganze Bild passt nicht zusammen und ich muss gestehen, ich war völlig erleichtert, als ich das Buch gestern Abend durch hatte. Wie ich eine Rezension dazu verfassen soll, weiß ich gerade wirklich noch nicht, und meinen freien Tag morgen möchte ich dafür eigentlich auch nicht verwenden. Wird also noch etwas dauern.

Bis dahin werde ich mir "Das Seehaus" von Kate Morton als Zuglektüre bereit legen, das habe ich als Leseexemplar erhalten, es wird Ende Februar erscheinen. Und morgen? Na, vielleicht schnuppere ich doch mal in den zweiten Teil der "Selection"-Reihe von Kiera Cass hinein und schaue, wie es mit America, Aspen und Maxon weitergeht.
Geplant habe ich - übrigens schon seit Ende Dezember 2015 - auch eine Rezension zu "The Diviners - Die dunklen Schatten der Träume" von Libba Bray, ich bin bisher nur einfach nicht dazu gekommen. Ansonsten bin ich zur Zeit tatsächlich recht plan- und ideenlos, was Blogbeiträge betrifft. Das liegt nicht nur an knapper Zeit, sondern auch daran, dass mir gerade einfach nichts Gescheites einfallen will, was man machen könnte. Insofern wird es wohl vorerst weiterhin bei gelegentlichen (und momentan eher wenigen) Posts bleiben. Ich hoffe dennoch, ihr schaut immer mal vorbei :D

Euch wünsche ich jedenfalls erstmal ein schönes Wochenende, macht - trotz Sturmansagen - das Beste daraus. Bestes Lesewetter, würde ich mal sagen ;)

Freitag, 18. Dezember 2015

Freitagsgedanken: Blogflaute

Hallo ihr!
Nur noch wenige Tage und wir haben schon den 24., das finde ich gerade richtig erschreckend. Bei mir geht zur Zeit ein Tag nach dem anderen ins Land und ich merke es gar nicht richtig. Mir wird nur immer am Wochenende, wenn ich endlich mal nicht beim Weckerklingeln aufstehen muss, klar, dass schon wieder eine Woche vorbei ist. Ich glaube, ich muss bald nur mal kurz blinzeln und dann ist April.
Die letzten Wochen waren also irgendwie ziemlich stressig bei mir. Ich hab nicht viel privates geschafft und so nette Sachen wie Lesen, Bloggen, Entspannen etc. sind auf der Strecke geblieben. Eigentlich ist es schon ein Witz: Während ich genau das meinen Patienten jeden Tag einzutrichtern versuche, dass es ungeheuer wichtig ist, sich Auszeiten zu nehmen, einen Gang zurück zu schalten, einfach mal nichts zu machen - schaffe ich es selbst nicht, meinen eigenen Rat zu befolgen. Überhaupt ist es komisch, wie ich zur Zeit immer wieder merke; als Psychologe steht man den Leuten eben mit Rat und Tat zur Seite und verteilt Tipps und Hinweise (denn man hat es ja so gelernt), aber selbst denke ich mir schon im Moment des Aussprechens solcher Tipps, dass ich das selbst gar nicht mache, was ich hier erzähle, dass ich also eigentlich gar nicht besser bin. Das zu realisieren, ist für mich momentan echt merkwürdig. Aber es ist halt viel einfacher, jemandem zu sagen, "Machen Sie mal mehr Pausen, gönnen Sie sich auch mal was Gutes", als das selbst zu verwirklichen, wenn einem die Zeit dafür fehlt.
Laber laber laber. 
Bevor ich hier weiter in den Psychologen-Modus verfalle (denn das tue ich immerhin schon den ganzen Tag über), lieber zurück zu den Büchern.
Neulich war ich ein paar Tage krank und habe die freie Zeit zuhause genutzt, um mich noch einmal durch die ersten beiden Teile der "Raven Boys"-Reihe von Maggie Stiefvater zu lesen, bevor ich mir dann "Blue Lily, Lily Blue", also Teil 3 der Reihe, geschnappt und verschlungen habe. Ich liebe diese Buchreihe, ganz ehrlich! Zum einen ist es das Thema, das so herrlich geheimnisvoll daherkommt; dann diese ganzen mysteriösen Dinge, für die ich selbst viel zu pragmatisch bin, von denen ich mich auf Buchseiten aber dennoch gern mitreißen lasse (Tarotkarten, Wünschelruten, Traumdeutung etc.). Vor allem aber ist es der Schreibstil von Maggie Stiefvater, den ich ganz fantastisch finde. Locker, nachvollziehbar, nicht bemüht, sarkastisch, ohne es zu offensichtlich zu sein, lustig, ehrlich und einfach lesenswert. Wenn ich mir die Bücher einmal genommen hatte, dann bin ich eine ganze Weile in den Kapiteln versunken, ohne so schnell wieder aufzutauchen. Ich freue mich schon riesig auf das Erscheinen des letzten Bandes der Reihe, "The raven king", der aber leider erst im April 2016 rauskommt. Ich denke, ich möchte auch definitiv weitere Bücher von Maggie Stiefvater lesen; allerdings ist diese "Nach dem Sommer"-Reihe nicht das Richtige für mich, glaube ich. Ich hab´s (bis auf wenige Ausnahmen) nicht so mit Geschichten, in denen sich die Leute in Tiere verwandeln, und darum geht´s hier ja wohl. Erinnert mich auch ein bisschen zu sehr an Jacob aus "Twilight", und das möchte ich auch nicht nochmal haben. Ich glaube, ich versuch´s mal mit "Rot wie das Meer" von Maggie Stiefvater. Ist auch immerhin ein Einzelband, was ja auch ganz nett ist. 

Ansonsten bin ich aus oben genannten Gründen wenig zum Lesen und auch zum Bloggen gekommen. Ich hatte, selbst wenn ich mal Gelegenheit hatte, einfach keine Lust, mich an den Laptop zu setzen. Daher sieht es hier momentan auch so mau aus mit Rezensionen. Gibt zur Zeit höchstens kurze Leseeindrücke. (Aber immerhin...) Das Lese-Bingo für 2016 habe ich schon vorbereitet und euch bereits gezeigt. Zum Jahresende mache ich daraus eine richtige Blog-Seite, momentan bleibt es erstmal bei dem Post. 2 (bzw. 3) Personen haben schon gesagt, dass sie mitmachen - wer noch möchte, sehr gern! 
Ich habe noch die leise Hoffnung, bis zum Jahresende 100 gelesene Bücher fürs Jahr 2015 zu schaffen, momentan stehe ich bei 95. An sich wäre das machbar, immerhin kommen ja noch ein paar freie Tage, aber ich habe mir für die Tage nach Weihnachten auch vorgenommen, meiner "Doktorarbeit to be" mal wieder ein paar Stunden Aufmerksamkeit zu widmen. Die ist in den letzten Monaten völlig von meinem Radar verschwunden und das muss ich eigentlich ändern. So voller Optimismus und Motivation, wie das jetzt vielleicht noch klingt, bin ich aber spätestens am 25.12., wenn ich vor der Wahl stehe "Tolles Buch lesen oder Einleitung für Doktorarbeit schreiben" sicher nicht mehr... ;)

Ich wünsche euch jedenfalls schon einmal ein schönes 4. Adventswochenende!

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