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Sonntag, 31. Dezember 2023

Jahresrückblick 2023

2023 war ein komisches Jahr für mich. Obwohl es wichtige Entscheidungen und Entwicklungen gab im Laufe der Monate, habe ich das Jahr als endlosen Stillstand erlebt, als ein auf-der-Stelle-treten. Zudem war 2023 gesundheitlich absolut nicht mein Jahr. Ständig war irgendwas. (Wenn ein Jahr damit endet, dass man sich einen Zahn ziehen lassen muss, ist es einfach ein Jahr zum Vergessen.) 
Natürlich gab es auch gute oder stolze Momente - so kann ich z.B. verkünden, dass ich im Frühjahr meine Psychotherapie-Weiterbildung abgeschlossen habe und nun approbierte Psychologische Psychotherapeutin im Richtlinienverfahren Verhaltenstherapie bin - um es mal ganz genau zu nehmen.
Ich hab ein paar tolle Tage in Amsterdam gehabt und mir fast das komplette künstlerische Werk von Vermeer im Rijksmuseum anschauen können. Ansonsten hat es urlaubsmäßig bei mir in diesem Jahr aber nicht so wirklich geklappt, fast alles ist ins Wasser gefallen, wegen Krankheit oder wegen anderer wichtigerer Termine. Das war ziemlich enttäuschend und ich beende dieses Jahr tatsächlich, ohne zwischendrin mal die Möglichkeit zur Erholung oder Entspannung gehabt zu haben. 2024 geht genauso weiter, das finde ich wenig erbaulich. 
Mit dem Monat Januar hadere ich aber ohnehin jedes Jahr ein wenig. Das ist ein schrecklich langer, grauer Monat, in dem auch noch der einzige Feiertag (6.1.) auf einen Samstag fällt; die schöne Vorweihnachtszeit ist vorbei, vor einem liegen Wochen und Wochen voller Arbeit, das nächste Highlight lässt noch auf sich warten, und in diesem Jahr hat die Bahn schon mal vorsorglich Bahnstreiks angesagt - prima für alle Berufspendler :( Vorsätze mache ich mir keine (es sei denn, man zählt dazu, dass ich mehr Obst essen will, weil (s.o.) mein Immunsystem in diesem Jahr ziemlich im Eimer war), mache ich mir schon seit vielen Jahren nicht mehr. Es lebt sich angenehmer ohne Vorsätze ;)

Für den Bereich "Lesen" habe ich dennoch vor einigen Tagen mal ein wenig online nach Challenges und Blogaktionen gesucht (zählt ja irgendwie auch als Vorsatz, daran teilzunehmen). Ich muss aber sagen, dass ich eigentlich nichts gefunden habe, was mich direkt angesprochen hat. Manche Challenges haben ganz interessante Grundideen, sind dann in der Umsetzung aber einfach nicht mehr mein Fall. Ich will mich beim Lesen nicht stressen. Daher fällt für mich alles raus, was umständliche Punktevergaben hat, am liebsten noch Sonderlose und -punkte pro Monat, so-und-soviele gelesene Bücher im Monat voraussetzt, oder auch was zwingend Rezensionen verlangt. Ich weiß, ich könnte hier auf dem Blog echt mal wieder mehr rezensieren, aber auf sowas verpflichtendes habe ich keine Lust.
Mein eigenes Lesebingo zu reaktivieren, danach ist mir auch nicht so wirklich. Daher beschränke ich mich in diesem Jahr wahrscheinlich einfach darauf, endlich mal ein paar Bücher zu lesen, die ich schon lange im Hinterkopf habe. Ich werde die mal hier auflisten, aber eben eher für mich selbst.


Habt ihr Buch- oder Blogpläne in diesem Jahr? Gibt´s irgendwo nette Challenges oder Aktionen, an denen ihr teilnehmt?


Ansonsten ein kleiner buchiger Rückblick auf das Jahr 2023:
Ich habe insgesamt 68 Bücher gelesen, heute wird wohl auch keins mehr dazu kommen. 2023 habe ich mich (für meine Verhältnisse) viel an Buchreihen aufgehalten. Teilweise habe ich zu mir bereits bekannten gegriffen (z.B. Harry Potter, die Raven Boys oder Lockwood & Co.), teilweise habe ich mich aber auch bewusst auf was neues gestürzt. Also, nicht neu im Sinne von "gerade erst erschienen"; nein, da hänge ich ja meistens eher hinterher. Für mich neu. Ich hatte mich in Band 1 der "Chroniken der Verbliebenen" festgelesen und mir aus Begeisterung über die Geschichte direkt auch die Teile 2-4 bestellt. Band 4 davon ist noch nicht gelesen, das will ich 2024 noch machen. Ebenso habe ich die Reihe um die Archäologin Dr. Ruth Galloway von Elly Griffiths für mich entdeckt - auf Anraten meiner Mutter, die diese Reihe liebt. Einmal angefangen, konnte ich das gut verstehen und habe ein Buch nach dem anderen gelesen, mittlerweile bin ich bei Teil 11 angelangt. Leider sind nur die Teile 1-8 ins Deutsche übersetzt worden. Die restlichen Bücher der 15-bändigen Reihe gebe ich mir auf Englisch.
Gefallen hat mir auch die Kinderbuchreihe "Rory Shy" von Oliver Schlick, von der ich die ersten 5 Teile nacheinander gelesen habe. Teil 6 erscheint 2024.
Übers Jahr habe ich mir immer mal wieder ein Buch aus Neyashas 12 Monate- 12 Bücher Challenge anrechnen können, aber längst nicht in jedem Monat. Geschafft habe ich 8/12 Aufgaben.
Ich habe gute Bücher im Jahr 2023, jedoch eher wenige, von denen ich total begeistert war und die mir deswegen im Kopf bleiben werden. Da kann ich eigentlich nur folgende nennen:

Highlights 2023
- "Der Kuss der Lüge" von Mary E. Pearson
- "Totenpfad" von Elly Griffiths
- "Die Bücher, der Junge und die Nacht" von Kai Meyer

Hier mein alljährlicher kurzer Überblick:

Die meisten Lacher
... gab es bei "Rico, Oscar und die Tieferschatten" von Andreas Steinhöfel. Ich war irgendwie neugierig auf diese Kinderbuchreihe und habe mich beim ersten Teil - der ein erstaunlich ernstes Thema behandelt - sehr amüsiert.

Das schönste Pärchen
Ich mag die Story um Esta und Harte (aus "Der letzte Magier von Manhattan" von Lisa Maxwell) und lese gerade auch parallel zu anderen Büchern die Fortsetzung, die in den 20ern in New York spielt. Sehr gern habe ich auch die Story um Lia und Rafe gelesen ("Die Chroniken der Verbliebenen" von Mary E. Pearson), ich hab richtig mitgefiebert. Wie gesagt, die ersten drei Teile habe ich schon durch, mir fehlt mit Teil 4 noch das Finale.

Das fieseste Ende
... gab es bei "Amazement Park" von Kiersten White. Eigentlich nicht wirklich "fies", aber irgendwie so schräg, dass mir ein bisschen der Mund offen blieb.

Das beste Abenteuer
... habe ich bei "Unearthed" von Amie Kaufman & Meagan Spooner gelesen. Ich habe von dem Buch, für das meiner Meinung nach irgendwie kaum Werbung online gemacht wurde, zumindest hatte ich vorher nie davon gehört, bis ich es durch Zufall in der Hand hielt, anfangs nicht viel erwartet. Aber dann bekam ich eine wirklich spannende, kuriose und abwechslungsreiche Abenteuergeschichte, die ein wenig an Indiana Jones im Weltall erinnert. Das einzige, was mich hier massiv gestört hat: dass die Helden mal wieder nur ganze 16, 17 Jahre alt sein sollten, was in meinen Augen einfach nur lächerlich war. Zielgruppen-Orientierung der Verlage schön und gut, aber glaubwürdiger werden solche Stories dann eben doch, wenn die Helden einfach schon ein paar Jahre mehr Lebenserfahrung haben.

Der gemeinste Cliffhanger
Den gab es zum Ende von "Das Herz des Verräters" von Mary E. Pearson sowie bei "Der letzte Magier von Manhattan" von Lisa Maxwell. Ich kann jedem, der die Reihen vielleicht starten will, nur empfehlen, sich gleich die Fortsetzungen bereit zu legen.

Die meisten Tränen
... gab es dieses Jahr nicht. Ich habe wirklich bei keinem einzigen gelesenen Buch ein Tränchen verdrücken müssen.

Viel Wirbel um nichts
"Morgen, morgen und wieder morgen" von Gabrielle Zevin war ja tatsächlich monatelang in aller Munde. Gefühlt alle fanden es toll. Und ich fand es einfach nur langweilig und belanglos. Irgendwie hat mich die Story überhaupt nicht abgeholt und die größte Farce fand ich, dass manche Leser/Seiten dieses Buch tatsächlich mit "Ready Player One" verglichen haben - nee, beim besten Willen nicht. Ich hab dieses Buch hier nur sehr quergelesen, um die grobe Story mitzubekommen. Direkt nach dem Zuklappen habe ich es weggegeben, weil ich sowas ödes gar nicht behalten mag.
Enttäuscht hat mich auch "Verlorene der Zeiten" von Amal El-Mohtar und Max Gladstone. Auch hier haben wirklich viele viele von geschwärmt, über die Idee, über die Umsetzung. Stimmt schon, die Idee war tatsächlich mal was anderes, die Art, wie die Kapitel so quer aufeinander aufbauten, war interessant. Aber spannend fand ich die Geschichte leider überhaupt nicht. Mich hat das gar nicht gereizt, da weiter zu lesen. Auch hier bin ich irgendwann dazu übergegangen, nur noch absatzweise zu lesen. Große Enttäuschung für mich.

Am meisten gelernt
Wie gesagt hatte ich im Frühjahr meine Abschlussprüfungen für die Psychotherapie-Weiterbildung. Top Grundlage zur Vorbereitung und zum Lernen ist "Das Repetitorium" von Miki Kandale & Kai Rugenstein. Da drin ist kompakt alles, was man als Psychotherapeutin wissen muss. Daher habe ich damit ziemlich viel gelernt.
Viel inhaltlich mitgenommen habe ich zudem aus "Florentia" von Noah Martin und "Die Bibliothek des Wahnsinns" von Edward Brooke-Hitching, das ich übrigens erst zu Weihnachten bekommen habe, aber schon sehr viel darin geschmökert habe angesichts all der Kuriositäten, die darin enthalten sind.

Die größte Überraschung
... hatte ich mit dem Graphic Novel "Hubert" von Ben Gijsemans. Ich lese ja quasi kaum Graphic Novels - leider, wie ich einmal mehr festgestellt habe. Das muss ich mal ändern. Diese Geschichte hier über den einsamen, aber kunstinteressierten Hubert ist mir sehr zu Herzen gegangen. Die Zeichnungen waren trotz aller Schlichtheit echt beeindruckend, weil sie so sehr Emotionen transportiert und bei mir selbst das Kopfkino angestellt haben. Echte Empfehlung!


Welche waren denn eure Favoriten oder größten Überraschungen, die ihr im Jahr 2023 gelesen habt?



Mittwoch, 4. Oktober 2023

Lese-Update

Oktober!! Endlich ein anständiger Monat mit erträglichen Temperaturen, sag ich da nur :D

Oktober ist der Startschuss für den Herbst, eine Jahreszeit, die ich liebe und die unmittelbar in eine andere geliebte Jahreszeit übergeht, nämlich die Vorweihnachtszeit. Aber gut, soweit sind wir ja noch nicht.

Ich hatte wirklich nicht vor, so lange hier nichts zu posten. Der letzte Beitrag ist vom Juli, herrje. Dazwischen lagen viele Wochen, die voll waren mit arbeiten, mit viel zu warmen Tagen, mit einem kaputten Laptop, mit wenig Zeit zum Verschnaufen und Ausruhen, dafür aber mit vielen gelesenen Büchern. An denen wollte ich euch auch teilhaben lassen, aber meine Motivation, mich an den Laptop zu setzen und darüber zu schreiben, war so minimal, dass ich mich dazu echt nicht aufraffen konnte. Was mich rückblickend echt ärgert, denn das ein oder andere Buch hätte ich hier auf dem Blog schon ganz gern mal vorgestellt. Vielleicht mache ich das noch. Mir ist nur meistens die freie Zeit zu schade, um sie vor dem Laptop zu verbringen. In der Zeit lese ich dann doch lieber. (Schlechter Zustand, um einen Blog zu führen, ich weiß.)

Im Kopf geblieben sind mir z.B. "Amazement Park" von Kiersten White, weil es echt schräg war. Oder auch "Ingenium" von Danielle Trussoni, das mich allerdings mit eher gemischten Gefühlen zurückgelassen hat. "Ingenium" war als Buch in der Schmökerbox Noir, die ich mal testen wollte, und mit der ich eigentlich auch ganz zufrieden war. 


Außerdem lese ich mich seit ein paar Wochen durch die Ruth Galloway-Reihe von Elly Griffiths, die ich total liebe! Dr. Ruth Galloway ist forensische Archäologin in Norfolk in England und arbeitet bei verschiedenen Fällen mit der dortigen Polizei zusammen. Mit DCI Nelson verbindet sie bald auch ein bisschen mehr als nur die Arbeit. Die Buchreihe ist herrlich und kurzweilig geschrieben. Ich mag den Charakter von Ruth, ihren Wortwitz und dass sie, gerade weil sie manchmal so "anti" ist, vollkommen authentisch ist. An der Buchreihe mag ich aber auch sehr die Nebenfiguren, weil gerade alle zusammen ein herrliches Gespann abgeben, die die Handlung von Buch zu Buch tragen. Ich habe die ersten 8 Bücher inhaliert, war leider viel zu schnell durch, denn der deutsche Verlag (Rowohlt) hat bisher von den 15 Teilen der Buchreihe nur diese 8 übersetzt. Und irgendwie macht es den Anschein, dass nicht weiter übersetzt wird. Also habe ich mir jetzt Teil 9 auf Englisch besorgt und fange gerade damit an. Meine Befürchtungen, diverse archäologische Begriffe und historische Zusammenhänge nicht komplett zu verstehen, sind zumindest in den ersten Kapiteln unbegründet - mal sehen, wie es sich weiter entwickelt. Kennt ihr die Reihe um Ruth Galloway?

Außerdem habe ich mir neulich kurzerhand ein anderes Buch aus meinem Regal geschnappt, das schon viel zu lange dort stand, nämlich "Rory Shy" von Oliver Schlick. Rory Shy ist ein Privatdetektiv, der seinem Namen nur zu sehr alle Ehre macht: er ist fürchterlich schüchtern. Zu schüchtern eigentlich, um zu ermitteln, um Befragungen durchzuführen, um anderen auf die Pelle zu rücken, wenn es ums Aufdecken der Wahrheit geht. Glücklicherweise trifft er auf die 12-jährige Matilda, die alles andere als auf den Mund gefallen ist - wo Rory zu schüchtern ist, quatscht sie die Leute in Grund und Boden. Die beiden passen also gut zusammen und ermitteln so in verschiedenen Fällen zusammen. Teil 1 dieser Buchreihe hat mir gut gefallen, sodass ich direkt mit Teil 2 weitermache. Die Reihe ist vermutlich eher für etwas jüngere Leser geschrieben, aber auch als Erwachsener amüsiert man sich köstlich, wenn man Rory erlebt, wie er sich windet angesichts der Vorstellung, mit anderen reden zu müssen, und im Anschluss einen sehr dünnen, "schüchternen" Kaffee zu trinken. Kann ich sehr empfehlen, die Bücher.

Außerdem fange ich gerade an mit "Die Bücher, der Junge und die Nacht" von Kai Meyer. Darauf bin ich gespannt, das liegt schon seit Erscheinen bei mir herum; jetzt wird´s mal Zeit, auch weil ich finde, die Beschreibung klingt irgendwie nach Herbstbuch. Außerdem liest Kai Meyer Anfang November in der Nähe meines Wohnortes aus dem Folgebuch ("Die Bibliothek im Nebel") vor, daher will ich mich mal ranhalten und dieses hier erst gelesen haben. 


So. Das war ein kurzes Lese-Update meinerseits. Ich nehme mir fest vor, in den nächsten Wochen wieder häufiger was zu schreiben über Gelesenes, Gefundenes und Gedrucktes. Habt ihr Leseempfehlungen für den Herbst?


Sonntag, 2. Juli 2023

Das "Dicke Bücher Camp" 2023

Oha! Es ist Juli, liebe Leute, was mich persönlich ja ausschließlich deshalb freut, weil damit der Herbst wieder in greifbarere Nähe gerückt ist - zumindest wenn man diese Hitzewochen dann irgendwann hinter sich gebracht hat. Sommer und ich, schon immer ein leidiges und launiges Thema, ich würde die Jahreszeit am liebsten nur irgendwo im kalten Schatten verkrümelt verbringen...

Aber im Juli und August gibt es immerhin eine Lesebesonderheit, denn da läuft auf Instagram das "Dicke Bücher Camp" von Marina (@nordbreze). In den letzten Jahren habe ich immer mitgemacht, auch dieses Jahr bin ich mit dabei. Die Idee der Aktion ist, sich in den beiden Monaten insbesondere dicken Büchern zu widmen, also solchen, die mehr als 500 Seiten haben. Die werden ja sonst von manch einem ganz gern mal vergessen oder zugunsten schmalerer Bücher beiseite gelegt, weil man die dünneren Werke natürlich schneller schafft (zumindest in der Theorie). 


Ich hab einige dicke Wälzer in den Regalen und scheue mich auch nicht davor, diese zu lesen. Für den Juli und August habe ich mal diese hier rausgesucht, könnten aber genauso gut auch andere sein. Diese hier sind alle relativ neu und erst vor kurzem erschienen (mit Ausnahme vom neuesten Strike-Band) - vielleicht bekomme ich im Laufe der Wochen auch eher Lust, zu einem älteren Buch zu greifen. Die größte Schwierigkeit in den nächsten beiden Monaten dürfte für mich eher sein, überhaupt zum Lesen zu kommen, denn ich habe in diesen Wochen nicht einen einzigen Tag frei. Während soviele andere in den Urlaub fahren oder Ferien haben, muss ich jeden Tag arbeiten. Das Los der einzigen Mitarbeiterin ohne Kind in einem 6er-Team :/ 

Naja, mein Urlaub kommt dafür später im Jahr, und auch da werden sich Bücher finden, die gelesen werden wollen.

Macht jemand von euch beim #dickebüchercamp mit?


Samstag, 3. September 2022

Neue Bücher im September

Eben habe ich mal einen Blick auf meine Neuerscheinungs-Liste geworfen. Bücher- und Verlagsmäßig bin ich seit einiger Zeit überhaupt nicht mehr auf dem Laufenden, ich habe z.B. schon seit Ewigkeiten keine Verlagsvorschauen mehr durchgesehen. Eigentlich ist mir das meistens auch gar nicht so wichtig, denn die wesentlichsten Neuerscheinungen bekommt man ja trotzdem irgendwie mit, durch Werbung, durch Instagram, durch andere Blogger oder einfach, indem man sich im Laden mal umschaut. Aber dadurch verpasst man eben doch hier und da auch mal eine tolle Neuerscheinung, die nicht so gehypt wird. (Nicht zu vergessen, dass auch die ganzen Backlist Titel ja ziemlich gut sein können.) Meine Neuerscheinungsliste ist daher schon längere Zeit nicht mehr richtig aktualisiert worden. Aber offenbar habe ich trotzdem genug mitbekommen, um zu sehen, dass der September ein ziemlich toller Monat für Neuerscheinungen wird! Soviele neue gute Bücher, auf die ich mich freue!!




Allen voran der sechste Teil der Cormoran Strike-Reihe von Robert Galbraith (= J.K. Rowling). Ich habe echt gar nicht gewusst, dass da schon das nächste Buch in den Startlöchern steht. Aber neulich meinte meine Mutter zu mir, sie hätte sich ja das neue Buch von Frau Rowling schon vorbestellt. Und ich dachte mir so, Hä, welches neue Buch? - bis ich es dann online auch gesehen habe. Ich freu mich total drauf, ich mag die Bücher um Strike und Robin sehr. Und als hätte ich es irgendwie geahnt, habe ich zufälligerweise im September einige Tage frei - wenn das nicht nach freier Lesezeit schreit!! :D

Andere neue Bücher, auf die ich ein Auge geworfen habe, sind z.B. "Paradox Hotel" von Rob Hart, das herrlich Science-Fiction-mäßig klingt. Es geht scheinbar um Zeitreisen, um das Zeit-Paradoxon, das dabei unweigerlich entsteht, und ein kurioses Hotel. "Verlorene der Zeiten" ist bereits gestern bei mir eingetroffen. Davon habe ich schon vor einigen Monaten gehört, als viele online von der englischen Ausgabe geschwärmt haben. Wenn ich es richtig verstehe, geht es wohl auch um Zeitreisen, bin mir aber nicht sicher, ob "wirklich", oder eher auf so einer philosophischen Ebene. Mal sehen. Das Büchlein ist recht schmal, hat nicht mal 200 Seiten, aber das muss ja nichts heißen. 

Mit "Scarlett & Browne: Die Berüchtigten" erscheint der zweite Teil der neuen Buchreihe von Jonathan Stroud. Teil 1, "Die Outlaws", habe ich erst vor ein paar Wochen ausgelesen. Ich liebe ja die "Lockwood & Co." Reihe von Stroud heiß und innig, und daher tut es mir eigentlich ziemlich Leid zu sagen, dass die "Scarlett & Browne"-Reihe in meinen Augen da nicht annähernd ran reicht. Die Ideen, die er verarbeitet hat, sind auch hier echt gut und spannend gewählt, das Setting ist trotz allen Charmes, der hier mitschwingt, eindeutig post-apokalyptisch und gerade deswegen gibt es nach Band 1 noch viele offene Fragen, die mich neugierig machen. Ich werde diese Reihe daher auf jeden Fall weiter lesen. Aber einen solchen Sonderplatz in meinem Herzen wie "Lockwood & Co." wird sie wohl nicht einnehmen.
Ursula Poznanski bringt im September ein neues Buch heraus, "Stille blutet", das der Auftakt einer neuen Kriminalreihe ist. Die Inhaltsangabe klingt gut, daher behalte ich das Buch mal im Auge. Bei ihren Jugendbüchern gab es ein paar, die ich nicht ganz so toll fand oder sogar nach wenigen Seiten abgebrochen habe. "Shelter" habe ich noch gar nicht gelesen, das steht bisher ungelesen in meinem Regal. Mal sehen, ob dieses Buch für eher ältere Leser wieder mehr meins ist.

Neugierig macht mich auch "The Atlas Six" von Olivie Blake, für das aber auch kräftig die Werbetrommel in den sozialen Medien gerührt wurde. Schlagworte: "Geheimnisse, Verrat, Verführung - ein Dark-Academia-Roman mit jeder Menge Magie." Dass "Dark Academia" mittlerweile eine Art eigenes Genre darstellt, war mir bis vor Kurzem gar nicht bewusst, aber offenbar erleben Bücher, die in mysteriösen abgeschiedenen Elite-Schulen/Colleges/was auch immer spielen, gerade einen ziemlichen Hype. Sowas macht mich ja dann gern immer erstmal ein bisschen skeptisch, aber vielleicht ist es ja wirklich gut. Ich werde mal in die Leseprobe reinschauen und ein paar Bewertungen abwarten. 

Gibt es Bücher, die ihr im September sehnsüchtig erwartet?



Samstag, 27. August 2022

Update (oder eher Abschluss) Dicke-Bücher-Camp

Ja gut, der August ist noch gar nicht vorbei, ich weiß. Ich könnte noch ganze 4 Tage richtig ranklotzen und meine Lesestatistik für die beiden letzten Monate verbessern. Zugleich weiß ich, dass ich das nicht könnte. Lesen unter der Woche klappt bei mir seit einigen Wochen gar nicht mehr gut; irgendwie fehlt mir immer die Zeit oder die Ruhe. Selbst im Zug habe ich nach einem entsprechend anstrengenden Tag zur Zeit gar keine Lust, dann noch etwas zu lesen. Da setz ich mir lieber die Kopfhörer auf und hör was gutes. 

Insofern könnte ich heute und morgen noch lesen, das werde ich auch tun, aber nicht Bücher fürs "Dicke Bücher Camp". In meinem letzten Post unter diesem hier (Gott, habe ich in der ganzen Zwischenzeit gar nichts gepostet?! :o) hatte ich euch ja die Bücher gezeigt, die ich mir dieses Mal rausgesucht hatte.

Nun, das Fazit nach diesen zwei Monaten voller dicker Bücher sieht bei eher ernüchternd aus. Ich habe "Violas Versteck" von Marc Raabe gelesen und habe eigentlich auch noch vor, dazu noch ein paar Sätze zu schreiben. In die anderen drei Bücher auf dem Foto habe ich natürlich reingelesen, ganz gewissenhaft. Ich habe allen drei Büchern eine Chance gegeben, ganz objektiv, habe von jedem gute 70 Seiten oder sogar noch mehr gelesen. Und dann ernüchtert festgestellt, dass mich irgendwie keins der drei vom Hocker hauen konnte.

Am längsten "ausgehalten" habe ich bei "Die Stadt aus Messing" von S.A. Chakraborty, das ich anfangs wirklich noch ziemlich interessant fand. Aber nach und nach habe ich gemerkt, dass ich für Stories über Dschinns und irgendwelche ähnlichen Wesen wohl nicht offen genug bin. Außerdem hab ich vieles nicht verstanden, mir haben hier immer wieder Erklärungen gefehlt, welches Völkchen von Wesen jetzt was ist, warum die einen so heißen und was sie auszeichnet im Gegensatz zu den anderen. Ich kann´s jetzt schon gar nicht mehr wiedergeben, das hab ich alles wieder aus meinem Kopf gelöscht (der ist zur Zeit eh viel zu voll mit vielen Dingen), und das Buch irgendwo vergraben, daher kann ich gerade auch nicht nochmal nachschauen. Ich wurde verwirrter mit zunehmendem Lesen, habe irgendwann nur noch quergelesen, alle paar Seiten mal einen Absatz. Dadurch habe ich den wesentlichen roten Faden schon noch verfolgt und am Ende festgestellt, dass es mich echt nicht ausreichend interessiert hätte, das ganze Buch zu lesen. Nicht mein Fall und in die Fortsetzungen brauch ich auch nicht mehr reinschauen.

Ich weiß, dass "Der Name des Windes" viele Fans hat; letztlich hat mich das ja neugierig drauf gemacht. Auch hier habe ich gute 70/80 Seiten gelesen, kam aber irgendwann nicht umhin, festzustellen, dass es doch irgendwie arg langweilig ist. Es passiert gar nichts, zumindest nichts, was mich direkt so fesseln würde, dass ich voller Überzeugung sage, "Hey, da will ich aber wissen, was weiter passiert". Das spannendste war noch die Sache mit diesen Spinnenartigen Wesen, aber das war auch nur ein Absatz und dann schon wieder vorbei. Und dann nur so nebenbei: Der Held heißt Kvothe, möchte aber (aus Gründen, die ich noch nicht erlesen habe) gern unerkannt bleiben und ein neues Leben leben und nennt sich deshalb... ähm, nun ja, Kote. Äh... okay? Der Einfallsreichtum schreit einem hier nicht gerade ins Gesicht. Keine Ahnung, vielleicht war das Buch einfach gerade nicht das richtige für mich. Vielleicht lese ich in ein paar Wochen oder Monaten nochmal rein. Denn die ganzen positiven Bewertungen kommen ja nicht von ungefähr, irgendeinen Reiz muss das Buch ja haben.

Schließlich noch "Die Lügen des Locke Lamora", das mich ein bisschen an "Das Gold der Krähen" von Leigh Bardugo erinnert, streng genommen aber zuerst da war. Ich fand den Anfang ganz ok, auch nicht übermäßig fesselnd, aber ich kann mir schon vorstellen, dass ich hier mal weiterlesen werde. Die Erzählweise ist eher etwas ausufernd und gemächlich, daher muss man halt wirklich auch Zeit und Geduld mitbringen. Davon hatte ich zuletzt scheinbar einfach nicht genug. Daher liegt auch dieses Buch vorerst pausiert bei mir herum.

Stattdessen habe ich mich in "American Crown" von Katharine McGee festgelesen, von der ich die "The Thousandth Floor" Bücher total mochte. Mit "American Crown" gibt es eine neue Buchreihe von ihr, und den ersten Teil hatte ich schnell durch. Da der 490 Seiten umfasste, rechne ich mir den einfach mal mit für das "Dicke Bücher Camp" an. Anfangs dachte ich noch, wie daneben vom Verlag, hier schon aufs Cover den fettesten Spoiler ever aufzudrucken, nämlich dort schon das Pärchen aufzulisten, um das es hier im ersten Teil gehen würde ("Beatrice und Theodore"), aber letztlich kommt alles ganz anders, da sind noch einige Überraschungen zu erwarten. Wie in ihrer ersten Buchreihe, die im Deutschen unter "Beautiful Liars" erschienen ist, die hat mich auch immer wieder überrascht. 


Ja, und das war´s dann auch schon. Mehr dicke Bücher hat es bei mir in den letzten Wochen nicht gegeben, ich habe mir tatsächlich lieber ab und zu schmalere Exemplare geschnappt. Und die dann aber auch nicht fertig gelesen... 


Sonntag, 3. Juli 2022

Das "Dicke Bücher Camp" hat wieder aufgemacht

Juli und August - erfahrungsgemäß die Monate, die ich am wenigsten mag, denn sie sind mir einfach zu warm und sonnig. Ich hab nichts gegen Sonne, aber ich funktioniere bei Temperaturen oberhalb von 24° nicht mehr richtig. In solchen Monaten kann man daher meistens nicht sehr viel mehr machen, als sich irgendwo in den Schatten zu hauen - und zu lesen. Trifft sich gut.
Vor - ich glaube - mittlerweile 4 Jahren hat Marina (@nordbreze) auf Instagram das "Dicke Bücher Camp" ausgerufen, was nichts anderes heißt, als dass alle Interessierten, die mitmachen möchten, sich in den beiden Monaten vor allem den dicken Büchern in ihren Regalen zuwenden sollen, also jenen mit mehr als 500 Seiten. Ich mache auch dieses Jahr wieder mit, weil mich diese vier Bücher hier ohnehin in den letzten Wochen schon sehr angelächelt haben und warten, dass sie endlich mal gelesen werden. Fürs erste habe ich zwar auch noch andere, bereits angefangene - und vor allem schmalere - Bücher hier liegen, die ich auch in der nächsten Zeit lesen möchte, z.B. "Vicious" von V.E. Schwab. Aber ich werde in diese vier dicken Vertreter hier definitiv auch mal reinlesen.
Macht doch auch mit, ob nun bei Instagram oder einfach so! :)




 

Montag, 27. Dezember 2021

Blitzlicht: Tschüss 2021

Puhh, eins steht mal fest: dass ich so lange nichts von mir hören lasse auf dem Blog, war definitiv nicht geplant. Ich hätte eigentlich auch so viel schreiben können, Leseeindrücke, Rezensionen wollte ich schreiben (müsste ich sogar schreiben!), ich wollte euch die neuesten Harry Potter-Ausgaben mal genauer vorstellen, ich wollte ausführlich berichten, wie es mit meinen ganzen Lesevorhaben, Lesebingo etc. vorangegangen ist - und dann war plötzlich schon Weihnachten und das Jahr mehr oder weniger vorbei. Dieses Jahr hat mich das echt ziemlich kalt erwischt und so richtig in Weihnachtsstimmung und - laune bin ich auch die ganze Zeit nicht gekommen. (Ein Jammer!) 

Jedenfalls bin ich nicht dazu gekommen, soviel Zeit auf dem Blog und mit dem Blog zu verbringen, wie ich das eigentlich geplant hatte. Auch gelesen habe ich in der Zeit aber nur wenig. Überhaupt sieht meine Lesestatistik dieses Jahr katastrophal aus - aus meiner ganz persönlichen subjektiven Sicht. Ich hab nicht mal 75 Bücher dieses Jahr gelesen (werde ich wohl in den restlichen 4 Tagen auch nicht mehr schaffen), das ist für mich echt schon richtig wenig. Woran lag das? Ich bin dieses Jahr irgendwie aufs Basteln gekommen, habe da viel Zeit mit verbracht und das auch sehr gern gemacht. Mein Kopf ist voll mit Ideen und Vorstellungen, ich sammele und suche Materialien zusammen, die ich (bisher zumindest gedanklich) irgendwie gebrauchen werde. Diese Zeit ist dann aber natürlich zu Lasten des Lesens gegangen. Allerdings habe ich schon überlegt, ob ich in Anbetracht dieses neuen Hobbys nicht im nächsten Jahr doch mal versuchen werde, meine Abneigung gegen Hörbücher zumindest etwas einzudämmen und mich beim Basteln vielleicht ab und zu mal von einem Hörbuch unterhalten zu lassen. Mal sehen. 

Ansonsten stehen bei mir einige persönliche Veränderungen an. So wie es gerade aussieht, fange ich in der nächsten Zeit einen neuen Job an, was einiges verändern wird an meiner aktuellen Lage und auch Wohnsituation. Wahrscheinlich werde ich mir eine neue Wohnung suchen (müssen), was mich gerade in den letzten Wochen schon sehr beschäftigt hat. Wenn es hier Neuigkeiten gibt, lass ich mal davon hören. Aber vorerst wird meine Zeit am Laptop wohl weiterhin nicht für den Blog genutzt werden, sondern für Wohnungssuche draufgehen.

Trotzdem will ich in den verbleibenden Tagen des Jahres wenigstens noch ein bisschen was auch für den Blog machen. Das Lesebingo 2022 ist schon online (siehe oben und HIER), das stelle ich aber auch nochmal genauer vor. Auch einen kurzen Rückblick auf mein Lesejahr und meine geplanten Lesevorhaben 2022 will ich kurz vorstellen. Und dann vielleicht doch mal noch die ein oder andere Rezension schreiben, das wär schon ganz nett. Sind ja immerhin noch 4 Tage ;)


Mittwoch, 13. Oktober 2021

Blitzlicht: Von Netgalley, neuen Büchern und Basteleien

Hallo liebe Leseleute, Herbstfreunde, Weihnachten-Entgegen-Fieberer, Bastler und heutige Geburtstagskinder.

Am Wochenende hatte ich mal kurz einen "Rezensions-Flash", da hat es mich spontan gepackt und ich habe zwei Rezensionen runtergeschrieben und mir immerhin Gedanken über zwei weitere Bücher gemacht. Muss ja auch mal sein, zumal ich aktuell tatsächlich auch mal wieder ein, zwei Bücher von Verlagen bzw. als Leseexemplar in Form von ebooks liegen habe.

"Neu entdeckt" habe ich nämlich Netgalley - naja, neu entdeckt eigentlich nicht, ich wusste schon länger davon, aber angemeldet hatte ich mich bisher nicht. Vermutlich in erster Linie deshalb, weil ich im Grunde meines Herzens doch kein so richtiger Freund von ebooks bin und Netgalley nun mal darauf basiert, dass man die Bücher als ebooks erhält. Jedes Mal, wenn ich meinen Kindle in der Hand habe, dann denk ich mir, wie viel netter das jetzt mit einem "echten" Buch wäre. Und ich bin bei ebooks auch total knauserig, muss ich gestehen. Ich kauf mir eh selten welche und wenn dann nur mal eins, das es als Angebot gibt für maximal 5 Euro. Mehr würde ich für so ein elektronisches Irgendwas, das ich mir nicht ins Regal stellen kann, nie ausgeben, wenn ich mal ehrlich sein soll. Und wenn ich online sehe, dass ich für ein Hardcover beispielsweise 20 Euro bezahlen müsste, die ebook-Version selber aber auch schon 18 Euro kostet - na da ist doch klar, worauf meine Wahl fällt. Geht es euch auch so oder bin ich da komisch?


Und weil ich halt Verfechterin des "echten" Buches bin, sind eben genau solche auch wieder vermehrt in den letzten Wochen bei mir eingezogen. Neue Bücher - gibt´s was schöneres? (Rhetorische Frage! ;) ) Problem: Ich weiß überhaupt nicht, wann ich die alle noch lesen soll. Momentan habe ich sooo viele Bücher im Kopf, die ich gern lesen möchte, auch im Sinne von jetzt gleich, aber ich komm nicht dazu bzw. brauch einfach ewig, um andere fertig zu lesen, und dann braucht man seine Freizeit ja schon ab und zu auch mal noch für andere Dinge. Aktuell lese ich 5 Bücher parallel, keins davon ist übrigens auf diesem Foto zu sehen, denn abgesehen von "The Bronzed Beasts", das ich sehnsüchtig erwartet und deswegen wirklich auch innerhalb von 3 Tagen weggelesen hatte, hat es noch keins der neuen Bücher in meine Hände geschafft.    

Das wiederum liegt auch daran, dass ich aktuell total Lust auf Basteln habe. Also nicht so Teekränzchen-Beschäftigungstherapie-mäßig. Nee, ich hätte gern eine Mini-Bibliothek in meiner "richtigen" Bibliothek (aka meine Bücherregale). Ich habe das mal online gesehen, finde die Ideen total cool und niedlich und möchte mich da längerfristig gern selbst reinstürzen in dieses Miniatur-Dings. Wenn´s irgendwann mal hübsch und so ist, dann zeig ich mal ein Foto. Momentan besteht das Vorhaben größtenteils nur aus Gedanken und Ideen in meinem Kopf und einigen kleinen realen Teilstücken, die aber erst noch ein größeres Ganzes ergeben müssen. 

Und dann ist ja auch bald wieder Weihnachten (whoopwhoop!!) und da kann man seine bastlerisch-künstlerische Ader ja ruhig auch mal wieder spielen lassen. Auch da habe ich schon eine Idee im Kopf für ein beleuchtetes Weihnachtsdorf im Bilderrahmen und sogar schon alles parat liegen - ich müsste mich nur mal dransetzen, und im besten Fall auch noch vorm 1. Advent.

So oder so: Ich hab viel vor und viel zu wenig Zeit. Darauf erstmal die nächsten Seiten in meinem aktuellen Buch... :)


Samstag, 18. September 2021

Blitzlicht: Urlaub in Sicht

Ok, ok, das war mal wieder nichts mit meinem Vorhaben, präsenter auf dem Blog zu sein und vor allem mehr Rezensionen bzw. Bucheindrücke zu schreiben. Keine Ahnung, woran es zuletzt lag, aber ich habe tatsächlich wenig Zeit online verbracht und kaum Eindrücke für Bücher notiert. Natürlich habe ich Gedanken zu einer Geschichte im Kopf, wenn ich einen Buchdeckel zuklappe, aber mich zieht es dann eben einfach nicht zum Aufschreiben. Geht´s da nur mir so? Ich habe immer das Gefühl, andere sind da "disziplinierter" oder nehmen sich nach dem Auslesen oftmals noch mehr Zeit, die Geschichte sacken zu lassen und zu reflektieren, was das Gelesene für einen bedeutet. Vielleicht nehme ich mir dafür manchmal echt zu wenig Zeit.

Oder aber ich brauche diese Zeit wiederum gar nicht. In den letzten Tagen habe ich mich beispielsweise noch einmal durch die komplette "Silber"-Reihe von Kerstin Gier gelesen. Neulich blieb mein Blick an diesen Büchern im Regal kleben und ich fragte mich, warum mir die Reihe damals, als ich die vor ein paar Jahren gelesen hatte, irgendwie nicht so richtig gefallen hat. Ich wusste heute nicht mehr viel von dem Inhalt, aber ich konnte mich erinnern, dass ich die Story an sich doof und irgendwie viel zu wenig besonders fand. Mich hatten die Bücher damals nicht vom Hocker gehauen (erstaunlich, dass ich dann aber doch alle drei gelesen habe), aber warum genau - das wusste ich nicht mehr. Also habe ich sie erneut gelesen - und fand sie dieses Mal wieder nicht so berauschend. Ich glaube, diese "Silber"-Reihe zieht bei mir einfach zwangsläufig den Kürzeren, weil ich weiß, dass mir die "Edelstein"-Trilogie von Frau Gier so gut gefallen hat. Gegen die ist "Silber" nur ein müder Abklatsch, der über drei Bände gezogen wurde, ohne wirklich Inhalt zu haben. Jetzt hab ich mir meine Erinnerung an "Silber" also wieder aufgefrischt, aber eine Buchbewertung muss ich dazu ja echt nicht schreiben...


In den letzten Tagen gingen meine buchigen Gedanken aber ohnehin eher zu der Frage "Welche Bücher nehme ich mit?". Denn ich habe URLAUB und fahre morgen ein paar Tage weg. Und ich freu mich wie blöde, denn das ist das erste Mal seit gefühlten Ewigkeiten, dass ich wirklich mal wieder rauskomme und was anderes sehe als das mir ohnehin vertraute. Ich bin deswegen gedanklich sehr auf Urlaub eingestellt und zum Urlaub gehört natürlich Lektüre, ist ja logisch. Ich habe daher meine Bücher durchforstet und konnte mich nicht wirklich entscheiden. (Ebenfalls logisch.) Letztlich habe ich diese hier zusammengepackt:


Auf keinen Fall werde ich die in den paar Tagen alle schaffen, das ist mir klar. Für mich gibt´s im Urlaub aber nichts schlimmeres, als festzustellen, dass man a) zu wenige Bücher mitgenommen hat und/oder b) sich falsch entschieden hat und sich mit seinem Buch überhaupt nicht anfreunden kann, weil man es aus welchen Gründen auch immer doof findet. Und dann keine Alternative dabei hat. Schrecklich! Also nehme ich lieber ein paar mehr mit (dank Anreise mit dem Auto unterliege ich keinen Gepäck- und Gewichtsbeschränkungen - zum Glück!!), wenn auch eher schmalere. Ausnahme: "Für ein Leben" von Ulrich Woelk, das recht seitenintensiv ist und das ich als Rezensionsexemplar erhalten, bisher aber nur mal die ersten Seiten gelesen habe. Da muss ich echt mal dringend weiterlesen... Ich hoffe, ich habe damit ein bisschen Auswahl zwischen Spannung, Romantik, Abenteuer und Science-Fiction.


Es bleibt also auch die nächsten Tage eher ruhig auf dem Blog, aber dann geb ich mein Bestes, mal wieder mehr hören zu lassen. Definitiv stehen noch ein paar Rezensionen aus. Habt ein schönes Wochenende!


Freitag, 27. August 2021

Freitagsgedanken: Neue Bücher

Diesen Monat habe ich den Blog ja mal wieder ziemlich vernachlässigt, obwohl ich das so wirklich gar nicht vor hatte. Ich saß nur echt gar nicht so oft vorm Laptop und eigentlich bedauere ich das gar nicht :D Ich habe eine ganze Menge gelesen im August (ist ja auch noch gar nicht vorbei), auch "volumige" Bücher fürs Dicke-Bücher-Camp, das ja am 31.8. wieder endet. 

Und ich wollte definitiv mal wieder einige Rezensionen schreiben; ja, ich hatte richtiggehend Lust aufs Rezensionen-Schreiben, und das kommt bei mir ja leider gar nicht mehr so häufig vor... Insofern habe ich das ganz oben auf der Liste stehen, die ich in den nächsten Tagen abarbeiten will. Auch zu den "dicken Büchern" werde ich vielleicht wenigstens kurze Leseeindrücke schreiben. Immerhin ist das hier ein Lese- und Bücherblog, also muss ich mir das wirklich mal wieder bewusst vornehmen, daran zu denken. Zuletzt lief es aber eher so ab, dass ich nach dem Auslesen eines Buches meist direkt ein anderes gegriffen habe, und dann waren alle möglichen Gedanken und Ideen, die ich vielleicht zu einem Buch entwickelt hatte, schnell wieder schwammig oder nicht mehr so wichtig oder auch ganz weg. Aber ich nehm´s mir fest vor!


In der Zwischenzeit zeige ich euch mal die neuen Bücher, die in den letzten Tagen und Wochen bei mir eingezogen sind. Irgendwie alle davon wollte UNBEDINGT haben, wie das halt so ist bei Büchern; aber manche standen dann doch länger auf der Wunschliste, andere haben es ganz spontan in den echten oder virtuellen Warenkorb geschafft und andere - tja, die waren irgendwie eher so Zufallskäufe. 

Gewartet habe ich auf "Die Anomalie", weil es echt schräg klingt und gerade zuletzt auch von vielen "gehyped" wurde (wobei ich darauf tatsächlich gar nicht soviel gebe). Sehr neugierig war und bin ich auch auf "Anarchie Déco" und ich muss gestehen, dass ich hoffe, dass das kein totaler Fehlkauf ist, weil es zu kurios klingt und es auch gut sein kann, dass das gar nicht meinen Geschmack trifft. Ich bin mal gespannt. "Vortex" und "Neon Birds" sind so Käufe, um die ich schon länger herumschwirrte (ja, zugegeben, auch weil so viele sie so gut finden), und nun habe ich dem inneren Drang halt mal nachgegeben :o (Zumindest bei "Vortex" sehe ich das mittlerweile leider doch etwas kritisch, denn das habe ich schon ausgelesen und habe nun am Ende ziemlich viele Kritik- und Meckerpunkte. Vielleicht Hoffentlich Höchstwahrscheinlich wird das also eine der ausstehenden Rezensionen.) Total spontan sind dagegen "Das Reich der Asche" und "Where dreams descend" sowie "Die letzte Bibliothek der Welt" bei mir eingezogen, weil ich ja finde, dass man Impulskäufe nicht unterschätzen sollte. So. Klingen halt alle irgendwie gut, auch wenn sie ganz unterschiedlich sind.

Vielleicht ist ja auch was für euch dabei, lasst euch inspirieren, wenn ihr wollt, und berichtet mir gern, was ihr euch zuletzt gekauft habt! ;)


Sonntag, 4. Juli 2021

Halbjahres-Update Challenges 2021

Der Juni ist vorbei, Wahnsinn, oder? Ein halbes Jahr schon wieder komplett vorbeigegangen... Jetzt sind wir im Juli, einen Monat, den ich echt nicht mag, das hab ich ja neulich schon geschrieben. Aber der geht auch vorbei, das ist das Gute daran ;)
Jedenfalls hatte ich mir vorgenommen, Ende Juni einen kurzen Check zu machen, wie weit ich bei den verschiedenen Leseaktionen bin, bei denen ich in diesem Jahr teilnehme. Nun ist heute schon der 4. vom neuen Monat, aber das macht nichts. Vorher bin ich nicht dazu gekommen. Das ist letztlich auch der Grund, weshalb ich jetzt an dieser Stelle tatsächlich nur für mich meinen aktuellen Stand aufliste, und nicht noch bei allen Teilnehmenden ein Update zusammenfasse. Dafür fehlt mir gerade einfach ein bisschen die Zeit - und wenn ich ehrlich sein soll, auch die Lust. Lieber nutze ich die freie Zeit zum Lesen. 
Mich interessiert es natürlich trotzdem sehr, wie es bei euch, den Teilnehmenden, so aussieht mit den Leseaktionen, insofern: Schreibt gern, wie es bei euch läuft. Ob es irgendwo Schwierigkeiten gibt, passende Bücher zu finden oder sonstwas. 

"Lesebingo 2021":
Da bin ich bisher ziemlich zufrieden, denn ich habe schon 17 der 25 Kategorien lesenderweise erfüllt (Stand siehe HIER). Was Rezensionen zu den gelesenen Bücher betrifft, sieht es deutlich schlechter aus. Aber irgendwie habe ich seit einiger Zeit wirklich so absolut gar keine Lust, Rezensionen oder Leseeindrücke zu schreiben. Das tut mir selbst total Leid, denn letztlich soll es in dem Blog ja auch vor allem darum gehen. Ich habe auch eine Liste mit ausstehenden Rezensionen im Kopf und will in den nächsten Tagen mein Bestes geben, mal daran zu denken. Das Gute ist ja: Rezensionen schreiben ist kein Muss fürs Lesebingo, also keine Panik!
Ich bin zuversichtlich, die restlichen Kategorien für das Lesebingo ebenfalls abzuarbeiten, und vielleicht brauche ich dieses Jahr nicht mal einen Joker! Meine größte "Problem-Kategorie" hier ist momentan tatsächlich "Ein Buch, das dich zum Lachen bringt", denn ich habe schon ziiiiemlich lange kein wirklich lustiges Buch mehr gelesen und habe dafür auch noch keins im Auge. Das ist bei den anderen ausstehenden Kategorien anders, da habe ich zumindest eine Idee, was passen könnte. 
Habt ihr Tipps für lustige Bücher?

"Klassiker lesen in 2021":
Ok, da sieht es echt mau aus, das muss ich zugeben. Vor einigen Tagen habe ich "Der Club Dumas" von Arturo Pérez-Reverte ausgelesen, nach nur wenigen Stunden, weil mich das Buch irgendwie ziemlich gefesselt hatte. Ich rechne mir dieses Buch mal für diese Challenge an, weil es ein bisschen als "moderner Klassiker" gilt, zumindest habe ich das mehrfach gelesen. Aber eigentlich hatte ich natürlich vor, "ganz andere" typische Klassiker zu lesen (siehe meine Liste HIER), aber ich muss ehrlich gestehen, dass ich bisher einfach noch gar keine Lust auf eins dieser Bücher hatte. Ein heißer Favorit für weitere wird noch "Momo" sein, das ich endlich mal lesen will, und vielleicht eins von Garcia Márquez. Aber sonst? Zieht es mich trotz meines Vorsatzes für dieses Jahr bisher nicht wirklich in die Klassiker-Ecke...

"21 Bücher für 2021":
Dafür kann ich bei dieser Leseaktion glänzen, und ich bin ziemlich stolz auf mich. Die 21 ausgesuchten Bücher waren alles ungelesene Bücher, die teilweise schon länger in meinen Regalen vor sich hin schmorten. Und irgendwie muss ich Ende 2020, als ich diese 21 spontan ausgesucht habe, ein glückliches Händchen gehabt haben, denn ich hatte in den letzten 6 Monaten echt richtig Lust auf diese Bücher. Deswegen fiel es mir bisher auch überhaupt nicht schwer, die ausgesuchten Bücher wegzulesen, und so habe ich schon 11 von den 21 beendet (Liste siehe HIER). Zwei weitere sind angefangen. Das ist für mich ein echt guter Schnitt, denn in den letzten 3 Jahren, in denen ich auch bereits bei dieser (Instagram-) Aktion teilgenommen hatte, war ich immer total schlecht. Ich hab da kaum welche von den ausgesuchten Büchern gelesen, weil andere dazwischen gekommen sind. Aber dieses Jahr? Bin ich sehr zuversichtlich, dass ich da viele von meiner Liste streichen kann. Ob alle 21, das glaube ich nicht, aber 3 oder 4 weitere werde ich sicher noch in Angriff nehmen. Die Leseaktion hat sich echt gelohnt, weil ich mal ganz bewusst zu ein paar ungelesenen Büchern gegriffen habe.


Wie sieht es denn bei euch aus? Welche Challenge/ Leseaktion läuft bei euch richtig gut, welche vielleicht nicht so toll? 


Dienstag, 29. Juni 2021

Das #dickebüchercamp geht wieder los

Es gibt nicht allzu viel, was ich am Juli mag. War schon immer so. Sommer und ich, das passt einfach nicht. Und aktuell befinden wir uns in meiner persönlichen Hass-Jahreszeit, der ich absolut nichts positives abgewinnen kann. Am liebsten würde ich mich nur bei verdunkelten Zimmern und mit ausreichend kühlen Getränken zuhause verkriechen und erst wieder rauskommen, wenn es Richtung Oktober und damit Herbst geht. Klappt ja aber leider nicht so wirklich.


Immerhin hat der Juli einen Vorteil: Bei Instagram läuft im Juli und August wieder das #dickebüchercamp, das Marina alias @nordbreze ausgerufen hat. Das gibt es jetzt schon seit ein paar Jahren (4, glaube ich) und ich war jedes Jahr mit dabei. Eigentlich versteckt sich dahinter nur der Gedanke, dass man im Sommer bewusst nach dicken Schmökern greifen könnte, die viele viele Seiten Unterhaltung versprechen. Gemeint sind alle Bücher, die mehr als 500 Seiten haben. 

Ich mache auch dieses Jahr wieder gern mit. Ich werde natürlich nicht nur solch dicke Bücher lesen, dafür habe ich noch viel zu viele andere tolle (dünnere) Bücher hier liegen. Aber ich habe mir eben auch ein paar der dickeren Bücher herausgekramt, die mich aktuell ansprechen. Das sind:


- "Die Landkarte der Zeit" von Felix J. Palma

- "Böses Blut" von Robert Galbraith

- "Der Astronaut" von Andy Weir

- "Die Romanows" von Simon Sebag Montefiore und

- "Straße der Wunder" von John Irving


Tatsächlich habe ich festgestellt, dass ich schon sehr lange kein Buch mehr von John Irving gelesen habe. Seine letzten beiden habe ich zwar, habe aber nie reingelesen. Früher habe ich jeden Sommer ein Buch von ihm gelesen - vielleicht sollte ich das dieses Jahr auch endlich mal wieder machen.

"Die Romanows" habe ich seit ein paar Jahren im Regal stehen und will schon ewig mal reinlesen. Ich mag so dicke Schinken über Familiendynastien. Einer meiner besten Sommer wird immer der bleiben, als ich eine Biografie über die Medici gelesen habe... :D Herr Montefiore soll jedenfalls sehr gut und sehr spannend schreiben, daher bin ich mal sehr neugierig. Ich glaube allerdings nicht, dass ich das Buch komplett schaffe, eher werde ich wohl portionsweise darin lesen.

Ansonsten reizen mich "Böses Blut", der 5. Teil der Reihe um Cormoran Strike, sowie "Der Astronaut" sehr, da hab ich richtig Lust auf die Geschichten. Ich habe, auch wenn noch nicht Juli ist, auch am Sonntag schonmal ein paar Seiten bei "Böses Blut" reingelesen. (Pssst!)

Und "Die Landkarte der Zeit" steht auch schon sehr lange ungelesen in meinem Regal. Neyasha empfahl mir dieses Buch vor einer Weile, als ich nach Bücher zum Thema Zeitreise gefragt hatte. Ich lasse mich mal überraschen.


So. Auf ins Büchercamp, würde ich mal sagen. Was lest ihr denn so zur Zeit?


Donnerstag, 3. Juni 2021

Von ausrangierten Büchern und verpassten Chancen


Kennt ihr das? Ihr habt irgendwann mal ein Buch gelesen, es nur so für lala gehalten, euch gedacht "Das lese ich sowieso nie wieder und ein Favorit war es auch nicht, gebe ich es halt weiter" - und dann habt ihr es verschenkt, verkauft, ausgelegt, was auch immer. Weg war das Buch. Und dann, ein paar Jahre später, habt ihr plötzlich wie aus dem Nichts eine Erinnerung an genau dieses Buch im Kopf, eine Szene, die euch noch einfällt, irgendein Detail; oder vielleicht auch gerade nicht genug, dass ihr versucht, euch an etwas spezielles aus eben genau diesem Buch zu erinnern - und es fällt euch nicht mehr ein. Oder plötzlich, nach einer Weile, hat man das Gefühl, man würde manche Dinge, Szenen oder Zusammenhänge aus diesem Buch viel besser verstehen, plötzlich würde da etwas Sinn machen, was es vorher beim Lesen nicht tat. (Weshalb man es vielleicht nur so lala fand.) Und dann denkt man sich "Hm, hätte ich das Buch mal noch hier..."


Kennt ihr das? Habt ihr das schon mal gehabt? Dass ihr euch plötzlich wünscht, genau dieses Buch, das man damals weggeben hat, doch wieder zu haben? Weil man nochmal etwas nachlesen will, oder vielleicht sogar das ganze Buch noch einmal, weil man heute (!!) das Gefühl hat, heute würde einem dieses Buch soviel mehr geben als damals.

Echt schräg. Aber genau so geht es mir seit ein paar Tagen. Neulich hatte ich auf einmal den Gedanken an ein Buch im Kopf, das ich vor ein paar Jahren gelesen habe. Ich weiß gerade weder, wie es heißt, noch wer es geschrieben hat. (Eine Frau, glaube ich.) Es war dystopisch in dem Sinne, dass die Welt gerade einen halben Weltuntergang erlebt hatte, war dabei aber nicht so Action-und Spannungsmäßig, sondern ein ganz ruhiges nachdenkliches Buch. Aus mehreren Perspektiven berichteten mehrere Personen, wie sie die letzte Zeit erlebt hätten. Alle waren miteinander verbunden durch eine Person, einen Professor oder Schauspieler oder Autor oder so...? 

Ich weiß noch, dass mir das Buch damals, glaube ich, zu langatmig war - zu viel Gerede, zu wenig Apokalypse oder so. Vermutlich hatte ich ganz andere Erwartungen, aber das weiß ich nicht mehr. Könnte auch sein, dass ich das hier auf dem Blog besprochen habe (wahrscheinlich sogar), aber ich habe ehrlich gesagt keine Lust, mich durch Jahre von Posts zu scrollen, zumal ich nicht mal mehr sagen könnte, wieviele Jahre das her ist. Und dafür ist es mir letztlich auch nicht wichtig genug. Ich MUSS dieses Buch jetzt nicht wiederfinden. Ich habe es damals weggegeben, verkauft, glaube ich. Weil ich mir dachte: das lese ich eh nie wieder. Und jetzt? Würde ich glatt mal wieder darin rumblättern.


Sowas macht mich natürlich nachdenklich darüber, wie ich mit gelesenen Büchern umgehe. Ob es richtig ist, Bücher wirklich irgendwann auszusortieren (denn mal ehrlich: das muss man einfach, wo sollen die sonst alle hin?!). Ob gerade Bücher, die man nicht grottenschlecht, aber eben wirklich nur so lala fand, so mittelmäßig, ob man solchen Bücher nicht prinzipiell die Möglichkeit zu einer zweiten Chance einräumen sollte. Ich hab das schon oft gehabt, dass ich ein Buch einfach zur falschen Zeit angefangen habe und doof fand, und als ich es Monate später nochmal probiert habe, hat es mir dann sehr gefallen. Aber wer weiß das schon? Und Bücher dafür jahrelang zu horten, nur weil es sein könnte, dass...? Kann ja auch nicht die Lösung sein.

Naja. Eigentlich wollte ich einen ganz anderen Post schreiben, aber das hier ging mir gerade durch den Kopf. Also einfach mal raus damit. Wie geht ihr damit um? Und bitte, BITTE, sag mir jemand, dass es ihm/ihr schon mal genauso gegangen ist, dass plötzlich ein schon lang ausrangiertes Buch sich gedanklich wieder in Erinnerung rief und man ernsthaft überlegte, ob es ein Fehler war, es wegzugeben... 

Danke.



Donnerstag, 20. Mai 2021

Ich habe Bücher gekauft.

Ich habe mir Bücher gekauft in der letzten Zeit.

Ziemlich viele, wenn ich mal ehrlich sein soll - und das schlimmste: in noch gar keins davon habe ich bisher mal reingelesen. Weil ich noch so viele andere Bücher angefangen habe oder zumindest zuerst lesen möchte. Trotzdem zeige ich euch heute mal meine neuen Bücher. Die auf dem obersten Bild habe ich alle gekauft, tatsächlich alle, da gibt´s gar nichts schön zu reden: ich hab halt echt Geld für Bücher verprasst :o


Aber klingen halt auch alle gut, was soll ich da machen. Um manche davon wurde ziemlich viel Werbung und Wirbel in den sozialen Medien und auch bei den Verlagen gemacht, so z.B. "Mr. Parnassus´ Heim für magisch Begabte" oder auch "Die Nacht der Acht". "Night of Crowns" und "A history of us" klingen zugegeben eher so nach jugendlich-leichter Herzschmerzlektüre, aber manchmal muss es eben auch sowas sein, finde ich. Auf "Imperator" von Kai Meyer, das zusammen mit Lisanne Surborg geschrieben wurde, bin ich sehr gespannt. Es geht wieder nach Italien! "Singularity" von Joshua Tree fiel mir neulich mal zufällig online ins Auge, und diese Sciene-Fiction Virtual Reality Geschichte klang irgendwie gut. 

Und schließlich noch "Kleine Wunder um Mitternacht", auf das ich schon vor einigen Wochen online gestoßen war - es klang ziemlich nett. Ich tu mich zwar irgendwie schwer mit asiatischen Autoren, das merke ich leider immer wieder, aber ich dachte, ich probiere es einfach mal wieder. Denn dieses Buch war in der letzten Schmökerbox vom April und nach vielen Monaten habe ich dieses Überraschungs-Buch-Prinzip mal wieder für mich ausprobiert. Was auch daran lag, dass die kleinen Tipps, die für das Buch vorher in der Beschreibung gegeben wurden, mich vermuten ließen, dass es sich bei dem "Book Blind Date" in der Schmökerbox um eben dieses Buch handeln würde - und ich hatte Recht. Es ist erst die dritte Schmökerbox, die ich mir überhaupt bestellt habe. Meistens waren die "Goodies" und Co., die mit als Überraschung in der Box enthalten waren, für mich irgendwie nichts, eher so Staubfänger oder Dinge, die ich einfach nicht gebrauchen konnte. In der April-Box waren ganz nette Dinge dabei, vor allem das schöne Briefpapier gefällt mir total gut, ebenso wie das Tokio-Notizbüchlein. Zusätzlich gab es einen Kugelschreiber, ein kleines Schälchen und zwei Kerzen. Schon ok, es mal wieder mit einer Schmökerbox probiert zu haben.

Dann hatte ich Ende April auch noch Geburtstag und bei mir gibt es ja keinen Geburtstag ohne Buchgeschenke (zum Glück). Ich nutze meinen Geburtstag daher auch ganz gern, um mir bewusst Bücher zu wünschen, die ich mir selbst meistens nicht kaufen würde, auch wenn sie mich interessieren (z.B. weil sie mir zu teuer sind, aber pssst!). Gewünscht habe ich mir daher dieses Mal auch eher etwas teurere Sachbücher ("Atlas der Gefahren") bzw. einen Ausstellungskatalog über die Werke von Gerhard Glück, einem Illustrator und Cartoonisten, dessen Bilder ich sehr mag. Dazu gab es "Doktor Oldales geographisches Lexikon", auf das mich Neyasha neulich neugierig gemacht hat, als sie das gelesen hat. Dazu gab es den (hoffentlich) gruselig angehauchten Roman "Die zehnte Muse" von Alexander Pechmann und als Überraschungsgeschenk eine signierte Gryffindor-Ausgabe von "Harry Potter and the Philosopher´s Stone" - ich hab nicht schlecht geguckt! :D (Dabei bin ich laut dem Test auf Pottermore gar kein Gryffindor, aber das ist ja eigentlich auch egal...) Ich hab mich jedenfalls riesig über alles gefreut und brauche jetzt nur richtig richtig viel Zeit, um mich in alle Seiten vergraben zu können. :D


Sonntag, 2. Mai 2021

Blitzlicht und Mai-Bücher

Hallo ihr Lieben!
Einen schönen Sonntag wünsche ich euch. Ich hoffe, ihr macht es euch heute noch mit einem guten Buch gemütlich; bei mir zumindest ist das Wetter herrlich verregnet und bäh - da bietet sich Lesen optimal an ;)

Aktuell lese ich "Die kuriosen Symptome der Liebe" von Colleen Oakley, das bestimmt schon 3 oder 4 Jahre bei mir herumstand, bevor ich es Ende des letzten Jahres in meine #21für2021 Leseliste von ungelesenen Büchern mit aufgenommen habe. Und es ist mal wieder ein typisches Beispiel für "Wieso habe ich das nicht schon viel früher gelesen?!" Ich mag das Buch total, bin schon gespannt, wie es weitergeht. Es ist eine Liebesgeschichte, bisher aber völlig kitschfrei oder übertrieben. Es geht um Jubilee, die mit einer ungewöhnlichen Allergie geboren wurde: eine Allergie gegen Menschen. Sie kann niemanden berühren oder läuft sonst ernsthaft Gefahr, an der Berührung zu sterben. Bisher hat sie das in ihrem Einsiedlerleben nicht weiter gestört, aber jetzt hat sie Eric kennengelernt - naja, und sich irgendwie verliebt...
Bisher eine wirklich schöne, toll geschriebene und kurzweilige Geschichte. Ich tipp hier noch schnell fertig, dann lese ich weiter :D

Ansonsten sind Bücher bei mir in den letzten Tagen irgendwie sehr präsent. Ich habe einige Bücher bestellt, die nach und nach angekommen sind, habe meiner Schwäche für Mängelexemplare mittels einer Bestellung bei Arvelle nachgegeben und hatte Geburtstag, weshalb auch da ein paar neue Bücher eingezogen sind. In den nächsten Tagen mache ich mal ein Foto meiner neuen Bücher und zeige sie euch.
Dann gibt´s ja neue Verlagsvorschauen von verschiedenen Verlagen und ich hab es noch gar nicht geschafft, mir mal irgendeine anzuschauen. 
Und ich habe mal geschaut, welche Bücher jetzt im Mai erscheinen, die mich interessieren. Folgende sind es geworden:



Vorbestellt habe ich schon vor einigen Wochen eine signierte Ausgabe von "Mister Impossible" von Maggie Stiefvater. Irgendwie habe ich mich da mitreißen lassen, wenn ich jetzt so drüber nachdenke. Denn ich brauche weder zwingend die amerikanische/englische Ausgabe sofort, noch brauche ich die signierte (auch wenn´s natürlich nett ist) und obendrein habe ich noch nicht mal Teil 1 dieser Spin-off Reihe um Ronan Lynch, der bei den Raven Boys ja schon eine wichtige Rolle hatte, gelesen. Naja. Was soll´s. Irgendwann in den nächsten Wochen kommt jedenfalls dieses Buch bei mir an. Ich kann´s ja dann mal zeigen.

Vorbestellt ist ebenfalls "Imperator" von Kai Meyer und Lisanne Surborg, das es bereits als Hörbuch-Edition gab, das ist allerdings völlig an mir vorbei gegangen (vermutlich, weil ich keine Hörbücher konsumiere). Alle Episoden wurden nun in Romanform zusammengefügt und "Imperator" ist das Ergebnis. Das hat mich irgendwie neugierig gemacht, es geht um Rom in den 60ern, und außerdem hatte ich mal wieder Lust auf was von Kai Meyer.
Gerade gestern erst entdeckt habe ich "Das Vierzehn-Tage-Date" von René Freund. Es geht um Corona und Quarantäne und Dating in Zeiten von Quarantäne. Ganz ehrlich? Hab ich Lust, noch mehr als ohnehin schon von Corona zu hören und zu lesen? Eigentlich nicht. Nur bei Herrn Freund mache ich da eine Ausnahme, denn seine Bücher und Romanideen mag ich eigentlich immer sehr. Und ich kann mir gut vorstellen, dass diese Geschichte hier auch sehr liebenswert sein wird. Für 160 Seiten finde ich 18 Euro zwar ziemlich happig, muss ich sagen, aber vielleicht überwiegt Ende des Monats einfach meine Neugier.
Auch Herr Musso bringt mal wieder (natürlich!) ein Buch heraus, "Eine Geschichte, die uns verbindet". Es geht offenbar um Romanfiguren, die ein Eigenleben entwickeln, zumindest ist das mein Eindruck vom Lesen der Inhaltsangabe. Aber zugleich denke ich mir, dass Herr Musso doch sowas schonmal geschrieben hat ("Das Papiermädchen"), außerdem nervt mich tatsächlich auch ein bisschen, dass es schon wieder in New York und Paris spielt. Irgendwie immer dasselbe bei ihm. Ich hab ja schon ein paarmal geschrieben, dass ich mit seinen Büchern irgendwie so eine Hassliebe verbinde. Dieses Buch werde ich mir wohl direkt erstmal nicht zulegen, sondern ein paar Stimmen abwarten. Vielleicht wäre ich da wieder viel zu enttäuscht nach dem Lesen.

Und dann noch zwei fantasy-angehauchte Bücher, die mir aber vielleicht ein bisschen zu jugendlich sind, also zumindest für jüngere Leser geschrieben; und ich bin mir nicht sicher, ob ich da gerade so Lust darauf habe. Auch hier warte ich sicher erstmal ein paar Stimmen ab: "All our hidden gifts - Die Macht der Karten" von Caroline O´Donoghue, das wegen der Tarotkarten zwar ganz interessant klingt, aber eben auch sehr Schulmädchen-mäßig. Und "Fluch der sieben Seelen" von Adalyn Grace, das mit Piraten, Seelenmagie und Ungeheuern irgendwie kurios klingt, mich dadurch aber zugleich skeptisch macht. Mal sehen.

Soweit erstmal dazu. Gibt es Mai-Bücher, auf die ihr schon wartet oder die ihr gar schon vorbestellt habt? Habt einen schönen Sonntag!

Freitag, 16. April 2021

Freitagsgedanken: Zeitreisen gesucht!

Also genauer gesagt: Bücher über Zeitreisen gesucht!

Irgendwie habe ich derzeit total Lust auf eine gute und spannende Zeitreise-Geschichte. So sehr, dass ich - mal wieder - mein altes und schon in die Jahre gekommenes Exemplar von "Das Jesus Video" von Andreas Eschbach rausgekramt habe und seit gestern ein wenig darin schmökere. Auf dem Foto ist mein Buch zu sehen. Es ist mittlerweile 21 Jahre alt (!!!) und wurde in der Zwischenzeit bestimmt 7x von mir gelesen. Mindestens. Dafür sieht es noch erstaunlich gut aus, finde ich, bis auf einige Leserillen an der Seite, die angestupsten Ecken und - naja, die mittlerweile leider etwas vergilbten Seiten. Wenn mein Buch nach 21 Jahren schon so aussieht - wie müssen dann erst die Papiere aussehen, die im Buch nach 2000 Jahren eingegrabenen Daseins in der Erde gefunden werden?! :D

Übrigens: Das damalige Cover finde ich eigentlich katastrophal gruselig mit diesen beiden vermummten Gestalten da drauf. Und das ganze Cover als solches ist auch irgendwie fürchterlich trostlos-nichtssagend. Eigentlich nicht sehr verlockend zum Kauf. Trotzdem hab ich es mir damals zugelegt und habe das bis heute nicht ein einziges Mal bereut. Im Gegenteil: Ich finde, "Das Jesus Video" ist einer der besten Zeitreise-Romane, die ich je gelesen habe. Mir gefällt die Story immer wieder, sie ist stets wieder spannend (wenn man einige Zeit verstreichen lässt zwischen mehrmaligem Lesen) und regt ordentlich die Fantasie und das Vorstellungsvermögen an.


Allerdings will ich ja nun nicht auch immer nur "Das Jesus Video" lesen. Im Laufe der Jahre habe ich auch andere Bücher zum Thema Zeitreisen gelesen; einige davon waren - zugegeben - aber eher Geschichten aus der Jugendliteratur (z.B. die "Edelstein-Trilogie" von Kerstin Gier oder "Zeitenzauber" von Eva Völler), die aber auch sehr unterhaltsam und gut gemacht sind, wie ich finde. Andere Bücher, die mir spontan einfallen, sind z.B. "Everlasting" von Holly-Jane Rahlens, "Die Frau des Zeitreisenden" von Audrey Niffenegger (das steht in meinem Regal, aber ich habe es noch nie gelesen, weil ich befürchte, dass das ganz katastrophal traurig endet...), oder "Die vielen Leben des Harry August" von Claire North, das ich gern noch dieses Jahr lesen möchte (auch weil ich es auf meiner #21für2021 Liste stehen habe). Mir fallen gerade gar keine weiter ein, aber ich habe definitiv auch noch mehr in meinen Regalen stehen - gelesen und ungelesen.


Kennt ihr gute Zeitreise-Romane? Habt ihr Bücher, in denen es um Zeitreisen geht, und die ihr empfehlen könnt?


Ich bin erstmal total unvoreingenommen und habe keinerlei Vorstellungen oder Wünsche, worum es konkret im Buch gehen soll. Auch ob es sehr wissenschaftlich-physikalisch wird, total hirnverknotend oder völlig unglaubwürdig - ich freu mich sehr über Vorschläge oder Lesetipps!


Freitag, 9. April 2021

Freitagsgedanken und Leseeindrücke

Hallihallo!
April, April, der macht, was er will. Ich mag April! Er bedeutet Frühling, der Sommer ist glücklicherweise noch lange genug weg, dafür ist es aber auch nicht mehr so unfassbar kalt draußen. Das Wetter ist herrlich unvorhersehbar und überrascht einen jeden Tag, sodass man trotz Regen und Sturm schon die blühenden Blumen auf den Grünflächen und die Blüten an den Bäumen bewundern kann. (Die dem Sturm dann hoffentlich trotzen...) Außerdem mag ich die Zahl 4 und April ist ja schließlich der vierte Monat... ;) (Merkt ihr was? Meine Laune ist heute deutlich besser als beim letzten Post. Liegt vielleicht am April.)

Die letzten Tage über Ostern und die restliche Woche kann ich gut und gerne die "Woche der beendeten Bücher" nennen, denn ich habe in diesen vergangenen Tagen alleine 5 Bücher ausgelesen! Hey!! 
Gut, natürlich habe ich nicht alle 5 Bücher kurz vorher erst begonnen; nein, vielmehr hing ich an manchen Büchern doch schon etwas länger dran und war unterschiedlich weit fortgeschritten im Lesen. Dazu kommt, das muss ich so ehrlich sagen, dass ich alleine 2 der Bücher irgendwann so unerträglich oder aus irgendwelchen Gründen so uninteressant fand, dass ich sie nur noch quergelesen und nur noch alle paar Seiten einige Abschnitte gelesen habe. Welche Bücher das waren? Nun...


Joel Dicker "Das Geheimnis von Zimmer 622"
Ja, leider muss ich da wirklich dieses Buch hier nennen. Ich mag "Harry Quebert" und ich mag auch Herrn Dicker, denn der war sehr sympathisch, als ich ihn mal bei einer Lesung live erlebt habe. (Prä-Corona, puhh, das muss ja ewig her sein...) Na jedenfalls tut es mir deswegen echt Leid, das so sagen zu müssen, aber: Das war irgendwie nix. Neulich habe ich es in meinem letzten Post schon mal angedeutet. Mir ist in seinen anderen Büchern nie aufgefallen, WIE plump und oberflächlich er seine Figuren schildert. Vielleicht war es bisher aber auch noch nie so schlimm wie hier. Aber hier hat keine Figur wirklich Tiefe, man versteht ihre Motive und ihr Denken nicht; manchmal passiert alles holterdipolter-schnell ohne Sinn und Verstand. Die Dialoge sind teilweise echt schrecklich, einfach nicht so, wie "normale" Menschen in der Situation reagieren würden. Obendrein kommt, dass sich Herr Dicker hier halt auch selbst als Figur in seinen Roman geschrieben hat, von allen immer schleimig als "Herr Schriftsteller" angesprochen, mit Namen und Aussehen von ihm selbst. Warum? Ich meine, das verstehe ich echt nicht. Das hat was sehr überheblich-wichtiges an sich, wenn ein Schriftsteller auf sowas zurückgreift, finde ich. Zumal ich nicht verstehe, was ausgerechnet ihn zur Rolle des ermittelnden Schriftstellers prädestiniert hat. Hätte auch jeder andere Autor sein können, jeder andere ausgedachte Schriftsteller hätte genauso gut geklappt. Das mochte ich nicht, das hatte irgendwie was arrogantes, wichtigtuerisches an sich. Dann die Handlung, die schlechte Schreibe - schwupps, hatte ich immer wieder einige Seiten quer gelesen. Am Ende aber doch genügend Inhalt mitbekommen, um zu verstehen, worum es ging. Das hier ist definitiv nicht mein liebster Dicker von Herrn Dicker.


Diego Galdino "Der erste Kaffee am Morgen"
Dieses Buch habe mir vor einigen Monaten mal als Mängelexemplar in einer "Ramschkiste" mitgenommen, weil es eigentlich ganz nett klang. Ein Bistrobesitzer in Rom verliebt sich in eine junge (natürlich unglaublich gut aussehende) Dame aus Frankreich, die aber wohl ein Geheimnis zu haben scheint. Irgendwie klang das ganz nett und ich hab angefangen reinzulesen und schon nach wenigen Seiten festgestellt, dass es mich so richtig jetzt nicht fesseln kann. Dazu kam mein persönliches Kopfkino, das ich beim Lesen unweigerlich immer habe. Hier entwickelte sich mein Kopfkino aber schon auf den ersten Seiten dahingehend, dass ich beim Lesen immer einen "typisch schmierigen Italiener" vor mir gesehen habe, mit gegelten Haaren und schwarzen Lack-Lederschuhen, der den ganzen Tag nur Siesta macht und mit seinen ausschließlich männlichen Kumpels wichtig über Fussball und Frauen fachsimpelt und den ganzen Tag nur redet und redet. Ich weiß, ich weiß, ich tu damit gerade tausenden Italienern Unrecht und das tut mir auch sehr Leid. Gibt sicher auch andere Italiener, aber vermutlich gibt´s nun mal auch solche, und tatsächlich entpuppten sich Massimo und seine Freunde in dieser Bar eben genau so. Und da hatte ich schnell keine Lust mehr drauf. Auch hier habe ich dann angefangen querzulesen. Kein Buch, das ich dringend empfehlen würde.

Darüber hinaus habe ich "Ready Player Two" von Ernest Cline, "Fast genial" von Benedict Wells und "Effi liest" von Anna Moretti ausgelesen. Zu denen muss ich mal in den nächsten Tagen noch kurze Eindrücke formulieren. Fühlt sich gerade ganz gut an, dass ich von meinem Stapel der angefangenen Bücher nun einige guten Gewissens beendet habe.
Aktuell lese ich "Cryptos" von Ursula Poznanski, das mir bisher sehr gut gefällt. Nach den künstlichen Welten aus "Ready Player Two" hatte ich offenbar noch nicht so richtig Lust, lesemäßig wieder in die Realität zurückzukehren, daher bin ich wohl erneut in ausgedachten Welten gelandet. Denn darum geht´s auch in "Cryptos": um künstliche Welten, in die sich die Menschen der Zukunft flüchten. Eigentlich sollen diese recht sicher sein, aber Weltendesignerin Jana entdeckt eines Tages Fälle von Mord und Manipulation in ihren designten Welten. Sehr spannend und gut geschrieben, typisch Poznanski eben ;)

Obendrein erreichte mich eben die online Vorankündigung, dass ich heute noch Post erhalte. "Scarlett & Browne", das Neue von Jonathan Stroud dürfte mich damit heute noch erreichen - pünktlich zum Wochenende! :D Das macht dann "Cryptos" gleich wieder Konkurrenz und damit habe ich dann direkt wieder mehrere angefangene Bücher - ein endloser Kreislauf bei mir... Apropos Wochenende: Neyasha und Lyne machen ein Lese-Wochenende (Infos hier). Vielleicht mach ich da kurzentschlossen mit, mal sehen.


Womit macht ihr euch denn das Lese-Wochenende schön? Habt ihr neue Bücher, auf die ihr euch direkt stürzt?


Samstag, 3. April 2021

Blitzlicht: Von März-Überdruss, Bücher-Frust und April-Freuden

Hallo ihr!

Schöne Ostern und ein paar erholsame ruhige Tage wünsche ich euch. Oder haben sowieso derzeit alle ruhige Tage (nur ich nicht)? Keine Ahnung, momentan ist so eine komische verrückte Zeit, da blickt man doch gar nicht mehr durch.


Der März ist vorbei, der ging dieses Jahr gefühlt auch ganz schön lang, finde ich. Mein Problem mit den Kalenderblättern, die mir irgendwann auf den Keks gehen, wenn ich sie zu lange sehe, habe ich euch ja letztes Jahr schon mal berichtet. Das ging mir jetzt im März mal wieder so. 

Ansonsten war der März ein blöder Monat für mich, was einerseits an ein paar persönlichen/ privaten Belastungen und Problemen lag, die mich sehr beschäftigt und mitgenommen haben. Auch im beruflichen Bereich stand ich mir im März wieder einmal vorrangig selbst im Weg. Zu wirklichen Entscheidungen konnte ich mich da nicht durchringen, die aber eigentlich nötig wären, weil mir der aktuelle Zustand nicht gefällt - und auch nicht bekommt. Eine Eierei für nichts und wieder nichts. Eigentlich tu ich mich sonst nicht so schwer mit Entscheidungen, aber ... weiß nicht, ich steh irgendwie gerade in so einer Sackgasse und komme nicht voran. Mittlerweile träume ich sogar schon sowas in der Art. Kennt ihr solche Träume auch, in denen man laufen will/muss, und man merkt aber, dass man nicht voran kommt? Dass es entweder gar nicht geht, sich die Füße nicht bewegen, oder nur schneckenlangsam und sehr beschwerlich? Da brauch ich mein Psychologiestudium nicht für, um zu wissen, dass mir mein Unterbewusstsein gerade etwas sagen möchte.


Vielleicht war im März auch deswegen so wenig hier los auf dem Blog, weil mir einfach nicht danach war. Keine Lust, mich lange vor den Laptop zu setzen. Auch Instagram und Co. sind mir in den letzten Wochen total auf die Nerven gegangen. Um solche "Positivity, Achtsamkeits und Gute Laune Beiträge" habe ich stets einen großen Bogen gemacht, weil - mal im Ernst, man hat halt auch nicht immer Bock zu sehen, wie toll es anderen (vermeintlich) geht und wie die ihr Leben so meistern, oder? Manchmal hat man halt einfach Lust auf schlechte Laune und bockig sein und auf andere pfeifen und lasst mich alle in Ruhe, oder? Oder? Geht´s nur mir so? Manchmal habe ich kein Problem damit, alles und jeden kacke zu finden, auch mich selbst; ist ja schließlich kein Dauerzustand. Auch hier brauch ich mein Psychologiestudium nicht, um zu wissen, dass es völlig normal und ok (und gesund!) ist, mal alles doof zu finden. (Und solche ausschließlichen "Wie ist das Leben doch schön!"-Accounts bei Insta guck ich mir eh nie an. Da ist doch soviel nicht echt...)


März war halt so ein doofer Monat. Ich hab zum Ausgleich viel gelesen, allerdings viel auch nur angelesen oder begonnen. Auch vieles gleichzeitig - ich schaffe das einfach immer wieder. Zwischenzeitlich hatte ich 7 angefangene Bücher, da habe ich dann doch mal aufgehört und mich damit begnügt, wenigstens 2 erstmal fertig zu lesen. Mir haben die angefangenen Bücher irgendwie alle auch gefallen, aber so richtig zum Dranbleiben hatte keins das Zeug. 

Vor allem vom Neuen von Joel Dicker (kriege gerade die zwei Pünktchen auf dem -e mit meiner Tastatur nicht hin, sorry Joel... ;) ) bin ich total enttäuscht, muss ich echt so sagen. Ich LIEBE "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" und fand seine weiteren Bücher zwar schon nicht mehr ganz so gut, aber trotzdem lesenswert. Aber mir ist noch nie so sehr aufgefallen, wie plump und einfach gestrickt und oberflächlich (!) Herr Dicker schreibt, wie hier in seinem Buch "Das Geheimnis von Zimmer 622"!! Also echt. Die Figuren sind ja alle sowas von oberflächlich und eindimensional geschildert, total einfach gestrickt in ihren Motiven und Denkweisen; die Dialoge sind teilweise echt gruselig simpel und übertrieben. Und so richtig begeistert bin ich bisher auch von der Handlung noch nicht (habe etwa ein Viertel gelesen). Herr Dicker kann ziemlich gut Plottwists schreiben und Geschehnisse auf mehreren (zeitlichen) Ebenen übersichtlich und dennoch spannend aufbereiten. Ich bin mir auch sicher, dass das Buch inhaltlich im Verlauf sicher noch besser wird - weiterlesen werde ich es auf jeden Fall. Aber ich muss ehrlich sein: ich war hier auf den ersten Seiten schon arg enttäuscht. Und das hat mich überrascht.

Vermutlich auch deshalb angelesen habe ich u.a. auch "The Muse of Nightmares" von Laini Taylor, das ich endlich mal lesen wollte. Auch hier bin ich nur etwa ein Drittel weit gekommen, dann kam mir "Ready Player Two" von Ernest Cline dazwischen, das für mich dann doch einfach Vorrang hatte. Da bin ich auch gerade mittendrin. Auch hier ist mein Eindruck, dass Teil 1 deutlich besser war als die Fortsetzung, aber gut, das ist ja leider häufig der Fall. Abends lese ich ganz gern noch was gemütlich-unaufgeregtes, und daher ist meine Abendlektüre derzeit "Effi liest" von Anna Morretti. Gerade ausgelesen als Zugbuch beim Pendeln habe ich "Fast genial" von Benedict Wells. Das ist mein viertes Buch von ihm, wobei eins, "Die Wahrheit über das Lügen" nämlich, ja eigentlich nur Kurzgeschichten waren. Kurioserweise fand ich seine Kurzgeschichten ganz toll, aber von seinen Romanen hat mir noch keiner so richtig richtig gut gefallen. Irgendwie ist immer was, was mich stört. Im März hatte ich euch dann auch von meinem kurz aufgeflackerten Interesse an der Netflix Verfilmung der Grischa-Reihe von Leigh Bardugo erzählt. Daraufhin habe ich den ersten Teil der Reihe gelesen und ... es hat mich nicht wirklich gepackt. Ich hab mich so durchgewurschtelt durch das Buch, hatte aber schnell gar keine richtige Lust mehr drauf. Die Teile 2 und 3 bleiben damit (vorerst) ungelesen in meinen Regalen. Irgendwie ist die Reihe nicht so wirklich was für mich. Kurioserweise ist es bei ihrer "Krähen"-Dilogie ganz das Gegenteil, diese beiden Bücher um Kaz Brekker und seine Bande liebe ich! Da packte mich nach dem Grischa-Reinfall neulich auch direkt die Lust auf einen Re-Read, und ich habe "Das Lied der Krähen" verschlungen. Jetzt lese ich Teil 2 "Das Gold der Krähen" auch noch so nebenbei.


Was bringt der April? Ich werde ein Jahr älter. Ich versuche mir einzureden, dass mir das egal ist, weil es ja eh nichts aussagt. So von wegen: Man ist nur so alt, wie man sich fühlt. Aber eigentlich... find ich´s voll doof. Was ich dagegen nicht doof finde, sondern freudig erwarte, ist das Erscheinen von "Scarlett & Browne - Die Outlaws", das neue Buch von Jonathan Stroud. Das kommt Mitte April. Gibt auch noch ein paar andere Bücher, die im April erscheinen und die mich interessieren, aber tatsächlich ist dieses für mich das wichtigste. Nachdem ich "Lockwood & Co." absolut liebe, bin ich gespannt, was Herr Stroud sich dieses Mal ausgedacht hat.

Vielleicht bringt der April ja auch ein bisschen mehr Klarheit. Über Job, Wünsche, Erwartungen - das Leben. Mal sehen.


Worauf wartet und freut ihr euch im April?


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