Mittwoch, 23. September 2020

Dreimal was fürs Herz

In den letzten Wochen war mir immer mal nach eher leichter Lektüre, etwas, das sich wegliest und im besten Fall aber bitte dennoch gut unterhält und Spaß macht. Gelesen habe ich daher unter anderem diese drei Bücher hier und von denen erzähle ich euch mal noch kurz was.



"Wenn zwei sich texten" - Lana Wood Johnson

Das Besondere an diesem Buch hier (ich habe es als Kindle ebook gelesen), ist dass es nicht als zusammenhängender Fließtext geschrieben ist. Stattdessen bekommt man einen Nachrichtenverlauf im Handy zwischen Haley und Martin zu lesen und erlebt die eigentliche Handlung daher eher zwischen den Zeilen mit. Vieles wird nicht wirklich ausgesprochen, sondern man muss sich einiges an Handlung und Begebenheiten dazu denken, um aus den Nachrichten zwischen beiden immer schlau zu werden. Das ist manchmal ein bisschen schwierig, manchmal empfand ich es auch ein bisschen nervig, weil ich einige Kommentare und Andeutungen nicht direkt verstanden habe. Aber im Großen und Ganzen versteht man die Story zwischen beiden und als Leser wird einem schnell klar, was Martin erst nach einigen Nachrichten bewusst wird: Beide sind Schulkameraden, es gibt zwei Martin Munroes an der Schule und Haley geht offenbar davon aus, sich mit dem anderen Martin zu schreiben - demjenigen nämlich, den sie gut leiden kann. Da ist Verwechslung vorprogrammiert, und ich finde, Autorin Johnson hält die Verwirrungsstory letztlich auch ganz gut am Laufen. Auf jeden Fall punktet diese Geschichte durch ihre Originalität, auch wenn sie keine ist, die mir allzu lange im Kopf bleiben wird. Ob man für die paar Seiten Handytext auch tatsächlich den vollen Taschenbuchpreis (14,00 Euro) bezahlen möchte, ist die andere Frage - das Lesen des deutlich günstigeren ebooks bietet sich hier geradezu an.



"Verliebt in deine schönsten Seiten" - Emily Henry

Dieses Buch war eine zeitlang mein Zugbuch, also jenes Buch, das ich während meiner Zugfahrten gelesen habe. Ich habe mich jedes Mal köstlich amüsiert beim Lesen. Es geht um January und Gus, beide Schriftsteller, wenn auch in ganz unterschiedlichen Genres tätig. Während Gus sich eher ernsterer und hochtrabender Literatur widmet, schreibt January Liebesgeschichten mit Happy End-Garantien. Dennoch landen beide über den Sommer nicht nur in Schreibflauten, sondern auch in benachbarten Häusern. Nach einigem Geplänkel und Hin und Her beschließen beide, einfach mal ihre Genres zu wechseln und eine Story aus dem Bereich des jeweils anderen zu schreiben. Das klappt bei beiden erstaunlich gut und über kurz oder lang - da verrate ich ja tatsächlich nicht zuviel - kommen beide sich auch etwas näher. 

Ich habe die Geschichte von Gus und January sehr genossen, fand January unglaublich herrlich schlagfertig - ich hab sie manchmal richtig beneidet, weil ihr in sovielen Situationen einfach das richtige zu sagen eingefallen ist. Auch die Dialoge zwischen beiden sind herrlich! Der Funke zwischen beiden springt zwar schon irgendwann auch über, aber so richtig Romantik mit allem Drum und Dran lag für mich nicht in der Luft, das wäre vielleicht das einzig "bemängelswerte", was ich hier finden könnte. Insgesamt eine schöne runde und unterhaltsame (manchmal echt total lustige) Wohlfühlgeschichte!



"In meinem Kopf klang´s irgendwie besser" - Nina Kenwood

Auch dieses Buch hier kann ich getrost demjenigen empfehlen, der gern mal jugendliche Herzschmerz-Stories liest. Hier geht es um Natalie, die neben den üblichen jugendlichen Problemen noch mit einem besonders schwerwiegenden Hindernis zu kämpfen hat: Akne, und das nicht zu wenig. Nach Jahren voller Verstecken, Abdecken, im Hintergrund bleiben und wenigen sozialen Kontakten hat sie sich nun am Ende der Schulzeit ganz gut in ihrem Leben eingerichtet: ihre Haut hat so langsam einen normalen Zustand erreicht und sie hat zwei gute Freunde, die sich jedoch leider zu allem Übel ineinander verlieben, was Natalie einfach ein bisschen zum fünften Rad am Wagen macht. 

Ums Verlieben geht´s hier ohnehin in diesem Buch, und das auf eine wirklich niedliche, herzerwärmende Weise. Verlieben würde sich Natalie ja schon ganz gern, aber wie nur und vor allem: in wen? Als es da aber plötzlich jemanden gibt, der sich nach und nach in ihr Herz stiehlt, ist sie völlig überfordert und weiß gar nicht so recht, was zu tun ist. Ich habe die Geschichte von Natalie total gern gelesen, habe so gelacht an manchen Stellen, über manche Zitate richtiggehend abgefeiert, weil ich mich persönlich in Natalies Gedankengängen und Überlegungen so sehr wiedergefunden habe, dass ich fast glaube, sie wäre auch eine gute Freundin für mich gewesen. Meine Begeisterung geht soweit, dass ich mir diese Geschichte irgendwann mal noch als Taschenbuch zulegen werde, um mir all diese großartigen Sätze und Zitate richtig markieren zu können - bisher habe ich "In meinem Kopf klang´s irgendwie besser" nur als ebook gelesen. Fazit: Herrlich lustige und süße Geschichte über die erste Liebe.


Sonntag, 20. September 2020

Neue Bücher wohin das Auge blickt

 In den letzten Wochen habe ich mir neue Bücher gekauft. Viel zu viele. Mal wieder.

Dass es eigentlich zuviele sind (vor allem: zuviele auf einmal), sehe ich insbesondere daran, dass ich es wieder nicht schaffe, auch nur irgendeins der neuen Bücher zu lesen. (Mit einer Ausnahme.) Stattdessen fristen die ihr Dasein auf Bücherstapeln auf dem Boden, auf dem Tisch, auf dem Nachttisch - jedenfalls überall, nur nicht in den Bücherregalen, weil da drin leider kein Platz mehr für sie ist. An sich stört mich das nicht, bei mir steht und liegt halt alles voll mit Büchern. Aber dass ich manchmal fast über sie stolpere, oder immer erst lange lange Stapel für Stapel wegräumen und -schieben muss, bevor ich an andere bestimmte herankomme, ist manchmal ein bisschen nervig.

Trotzdem gab es auch für die neuen Bücher, die ich euch heute zeige, ja gute Gründe, warum sie gekauft wurden und bei mir einziehen durften. "Die Magie von Winterhaus" habe ich freundlicherweise vom Verlag Freies Geistesleben erhalten, das ist der dritte und letzte Teil der "Winterhaus"-Reihe von Ben Guterson. Alle anderen Bücher vom oberen Foto habe ich mir gekauft. Dabei sind:

- "Das Hotel der Erinnerung" von Chelsea Bobulski, weil es neulich auf Instagram als mysteriöse Spannungsgeschichte angepriesen wurde und mich echt neugierig gemacht hat 

- "Cryptos" von Ursula Poznanki, weil - naja, es ist eben von Ursula Poznanski

- "Bermuda" von Thomas Finn, auf das ich lange gewartet und dann auch direkt gelesen habe, als ich es bekommen habe (das ist die oben erwähnte Ausnahme) -> ist schon ziemlich spannend, das Ende fand ich etwas schräg, aber auch irgendwie gut; vielleicht gibt´s demnächst noch eine Leseeindruck

- "Die Mühlenschwestern: Die Hoffnung wird dich finden" von Jana Lukas, das zwar schon der zweite Teil dieser Reihe ist, mich aufgrund seines Klappentextes aber dennoch irgendwie direkt angesprochen hat. Ich hoffe, man kommt auch ohne Vorwissen aus Band 1 in die Story rein, immerhin ist in jedem Band eine andere "Mühlenschwester" dran ;)

- "Das Haydn Pentagramm" von Anria Reicher, bei dem ich ehrlich gesagt nicht mehr weiß, wie ich da irgendwann drauf gekommen bin. Aber es stand auf meiner Wunschliste, klang (für mich) echt interessant, ein bisschen nach Dan Brown und ein bisschen nach Action-Kunst-Musik-Spannung. Also gekauft.

- "Mein Sommer mit Anja" von Steffen Schröder. Hat mich ebenfalls irgendwann im Laden angelacht. 




Neu eingezogen bei mir ist auch der zweite Band der "Blakely"-Reihe von Nikola Hotel, "It was always love". Das musste sein, zum einen weil es von Nikola Hotel geschrieben wurde, und von der lese ich nun mal schlicht alles. Zum anderen habe ich neulich Teil 1 "It was always you" mit Herzchen in den Augen durchgesuchtet und dann nach dem zweiten Teil gelechzt, den ich hier nun in der Hand halte und den ich mir dank einer Signieraktion der Buchhandlung Graff sogar signiert gegönnt habe.


Apropos "signiert": Ich hatte Glück und habe darüber hinaus bei einem Instagram-Gewinnspiel vom Arctis Verlag ein signiertes Exemplar von "Im Zeichen der Acht" von Benjamin Lebert gewonnen - und mich sehr gefreut :)



Was lest ihr denn heute am Sonntag schönes?


Freitag, 11. September 2020

"Alle Farben weiß" - Christa Ludwig

Verlag Freies Geistesleben/ Oktaven, 2020
18,00 Euro



Worum geht´s?
Selina ist unzufrieden: Was sie will, das hat sie nicht, und was sie hat, das will sie nicht. Als junge Restauratorin erhält sie den Auftrag, ein übermaltes spätmittelalterliches Bild freizulegen. Bei dieser Arbeit mischen sich zwei gegensätzliche, aber gleichermaßen skandalöse Bilder. Und auch in Selinas Leben kommt Bewegung. Hat sie sich getäuscht? War das doch Liebe, damals?


Meine Meinung
"Alle Farben weiß" ist das erste Buch, das ich von Christa Ludwig lese. Mein erster Eindruck, als ich das Buch auspacke: Oh, ist das aber schmal. Tatsächlich bringt Frau Ludwig hier eine Geschichte auf nur 153 Seiten zu Papier. Und diese Geschichte bietet einiges, das mir beim ersten Durchlesen zunächst auch irgendwie widerstrebt hat: Sie ist zu kurz, sie endet zu abrupt, sie endet zu unbequem und man hätte irgendwie sehr viel mehr daraus machen können.
Hat Frau Ludwig aber nicht, und als ich diesen Punkt für mich erstmal einige Stunden habe sacken lassen, nachdem ich den Buchdeckel wieder zugeklappt hatte, stellte ich fest, dass das eigentlich völlig ok für mich ist. Denn was ich diesem schmalen Büchlein wirklich nicht so zugetraut hätte, ist dann doch irgendwie passiert. Es hat etwas, das in mir nachhallt. Auch Tage später noch nach dem Lesen denke ich manchmal an Selina, an ihre Arbeit, an ihre Gedanken. 
Selina, die es mir als Leserin schon gar nicht so leicht macht, Sympathien für sie zu entwickeln. Ich fand sie zu oberflächlich, zu schnell festgelegt und festgefahren, zu absolut in ihren Gedanken. Ihren großen Traum, Künstlerin zu werden, hat sie nicht umsetzen können, deswegen bleibt ihr nur die Stufe darunter auf der Karriereleiter, die der Restauratorin nämlich. Da war ich das erste Mal im Buch überrascht, weil ich ihre Gedankengänge und ihren Widerwillen diesbezüglich so gut nachvollziehen konnte. Das Akzeptieren-Müssen, dass man nicht alles bekommt, was man will, ist ein Thema, das sich durchs Buch zieht. 
Selina wird mit einer Aufgabe betraut, die sie zunächst nur als Zeitvertreib und Verdienstmöglichkeit ansieht, eine Zwischenstation, bevor ihr eigentlicher Job beginnt. Dann aber wird diese Aufgabe, das Freilegen eines übermalten Bildes in einer Kirche nämlich, zu einem Projekt, das all ihre Aufmerksamkeit fordern wird. Und das sie verändern wird.
Denn es geht ums Abkratzen von Schichten. Das auf Bildern, um Übermaltes, längst Vergessenes wieder freizulegen und sichtbar zu machen. Aber auch um das Freikratzen und Freischaufeln von verborgenen Schichten bei Menschen, im Leben, von überlagerten Meinungen, Wünschen und Gedanken.
Manchmal weiß man selbst gar nicht genau, welche Schichten man besitzt, was da vielleicht im eigenen Kern noch ganz versteckt ist. Manchmal merkt man auch erst nach einem mühevollen Freikratzen und Abtragen von Schichten, dass man mit vorgefassten Meinungen und Vorurteilen herumläuft. Und so hat mich "Alle Farben weiß" trotz seiner Kürze nicht nur zum Staunen, sondern auch zum Nachdenken gebracht. 


Dankeschön an den Verlag Freies Geistesleben!

Dienstag, 8. September 2020

"Sommer in Porthmellow" - Phillipa Ashley

 Dumont Verlag, 2020

10,00 Euro


Worum geht´s?

In Porthmellow, einem kleinen Küstenort in Cornwall, ist die Welt noch in Ordnung. Die Menschen hier mögen zwar etwas eigen sein, haben ihr Herz aber am rechten Fleck. Auch Sam Lovell, stolze Besitzerin einer kleinen Catering-Firma, lebt hier. Gemeinsam mit ihren Freunden veranstaltet sie Jahr für Jahr ein großes Streetfood-Festival, für viele der Ortsansässigen absoluter Höhepunkt der Sommersaison: Frische Meeresfrüchte, köstliche Pies, leckere Scones – kulinarisch hat Porthmellow einiges zu bieten.
Den Trubel rund um diese Veranstaltung kann Sam gut gebrauchen, lenkt er sie doch hervorragend ab von den Dramen in ihrer krisengeschüttelten Familie und von dem Loch, das ihr Exfreund Gabe in ihr Leben gerissen hat. Doch ausgerechnet dieses Jahr fällt der Starkoch des Festivals aus. Und ausgerechnet dieses Jahr springt jemand ein, von dem Sam gehofft hatte, sie würde ihn nie mehr wiedersehen. Denn ja, es ist Gabe. Und nein, Sam ist alles andere als über die Gefühle von damals hinweg. Während die Planungen voranschreiten und der Tag der Tage immer näher rückt, hat Sam alle Hände voll zu tun, um zu beschützen, was ihr wichtig ist. Und herauszufinden, was sie eigentlich will …


Meine Meinung:

"Sommer in Porthmellow" verspricht sommerlich-leichte unbeschwerte Schmökerlektüre, Liebesromanze inklusive. Der Klappentext klingt verheißungsvoll für dieses Genre, zumindest habe ich es so empfunden. Denn über die Kulisse eines Streetfood-Festivals eines kleines Dörfchens in Cornwall mitsamt seiner schrulligen Anwohner liest man nun mal nicht alle Tage. Die Grundidee des Romans hat mir auch gut gefallen, an der Umsetzung hat es für mich aber hier und da leider ein bisschen gehakt. 

Nach dem Lesen hatte ich unmittelbar das Gefühl, dass man hier aus allem etwas mehr hätte machen können. Die ganze Geschichte hätte Potential für mehr gehabt und das nutzt Autorin Phillipa Ashley leider nicht voll aus. Zum einen kommt in meinen Augen das eigentliche Streetfood-Festival viel zu kurz, dafür dass dies das rahmengebende Element des Buches sein soll. Stattdessen geschieht vorher seitenlang eigentlich nicht allzu viel, man lernt die Bewohner ein wenig kennen und bekommt einen Eindruck des Ortes Porthmellow, der in den letzten 10 Jahren vor allem von der Idee eines Streetfood-Festivals von Sam profitiert hat, das den Ort über seine Grenzen hinaus bekannt gemacht hat. Dieses Jahr taucht nun Gabe auf, den Sam noch von früher kennt und mit dem sie viele Gefühle verbindet. Auch diese kleine Liebesgeschichte zündet in meinen Augen zu wenig, da gibt´s romantischeres in anderen Büchern zu lesen, und der zu erwartende Aha-Moment der beiden (à la "Wir gehören zusammen") kommt irgendwie etwas plötzlich und losgelöst daher - das kann ich wohl so sagen, ohne allzu viel zu spoilern, immerhin weiß man ja irgendwie, woran man bei diesem Genre ist.

Vor allem aber hätte ich mir in dieser Geschichte einfach viel mehr Koch- und Essensbezogene Eindrücke gewünscht, denn letztlich geht´s in dem Buch ja nun mal irgendwie genau darum. Sam ist Bäckerin, Gabe ist prämierter Koch, da würde ich mehr Genüsse für den Gaumen im Buch erwarten. Auf den Buchdeckeln findet man tatsächlich Rezepte für Pies, wie Sam sie backt, das finde ich eine ziemlich nette Idee. Dennoch fehlen mir in der laufenden Handlung Eindrücke von Gerichten, von Kulinarischem, Beschreibungen, die einem selbst beim Lesen das Wasser im Mund zusammen laufen lassen. Das habe ich hier vermisst.

Insgesamt ist "Sommer in Porthmellow" jedoch eine nette kurzweilige Sommerlektüre, gut geeignet für faule Nachmittage am Strand oder im Garten; hinterlässt aber wenig bleibenden Eindruck. Das Sommer-Buch ist offenbar auch nur der Auftakt für mehrere (?) Bücher, die in Porthmellow spielen werden; das nächste folgt mit "Weihnachten in Porthmellow" bereits Ende September.



Donnerstag, 3. September 2020

Leseeindrücke #dickebüchercamp

Juli und August standen ganz im Zeichen des #dickebüchercamp, das von Marina (@nordbreze) auf Instagram veranstaltet wird. Ich habe bereits das dritte Jahr in Folge mitgemacht, weil ich die Idee dahinter ganz gut finde: in den Sommermonaten einfach mal bewusst dicke Bücher lesen, d.h. Bücher mit mehr als 500 Seiten. Davon habe ich immer welche liegen und daher fällt es mir auch nicht schwer, da welche für diese Aktion auszusuchen. 

Ich war auch recht erfolgreich, wie ich finde, ich habe vier Bücher gelesen, davon drei, die ich vorher ohnehin eingeplant hatte. Hier ein kurzer Rückblick:

"Die Spiegelreisende: Im Sturm der Echos" - Christelle Dabos

Dies ist der vierte und letzte Teil der Buchreihe. Da ich hier auf dem Blog zwar schon gelegentlich von der Reihe geschwärmt, sonst aber nichts inhaltlich darüber erzählt habe, gehe ich jetzt - auch mit Rücksicht auf eventuelle Spoiler - nicht näher auf den Inhalt des vierten Teils ein. Ich finde, die Buchreihe ist ein Wunderwerk an Ideen und Einfällen, an kuriosen Figuren, Schauplätzen und Wendungen in der Handlung. Manchmal fast ein bisschen zuviel, finde ich; zumindest hatte ich gelegentlich Abschnitte beim Lesen, bei denen ich mich gefragt habe, wo das noch hinführen soll. Der vierte Band löst viele der angefangenen Bände auf bzw. verknüpft sie miteinander, man bekommt einige Frage beantwortet. Das Ende ist nicht ganz das, was ich erwartet und auch erhofft habe, das muss ich ehrlich sagen. Das ist ein eher unbequemes Ende, wie ich finde. Trotzdem: wer sich die drei Bände davor durchgelesen hat, der will und muss natürlich auch diesen hier lesen und genießen.


"Wenn die Dunkelheit endet" - Constance Sayers

Das Buch hat mich aufgrund seines Klappentextes angesprochen, irgendwie hatte ich mir eine magische, geheimnisvolle Story erhofft, über einen Fluch aus der Vergangenheit, der bis in die heutige Zeit reicht. Letztlich geht´s auch darum, aber mit der Umsetzung war ich nur so halbwegs zufrieden, muss ich sagen. Für mich wurde manches zu wenig erklärt, dafür anderes viel zu lang ausgeführt. Einige Kapitel spielen in der Vergangenheit und erklären, wie der Fluch zu Stande kam, der Helen und Luke heute noch heimsucht und dafür sorgt, dass sich beide in ihren verschiedenen Leben immer wieder verlieben, aber nie zueinander finden können. Der Funke ist bei mir einfach nicht so richtig übergesprungen, dass die Geschichte mehr Eindruck bei mir hätte hinterlassen können. Ansonsten ist das aber ein gutes Schmökerbuch für faule Stunden.


"Zeit der Schwalben" - Nikola Scott

Hier hatte ich zunächst trotz Lesen des Klappentextes gar nicht wirklich eine Idee, worum es wohl gehen würde. Es handelt sich dann um die Geschichte von Adele, die mit ihrem Leben nur so halbwegs zufrieden ist, ihre Mutter gerade verloren hat und plötzlich erfährt, dass sie offenbar eine Zwillingsschwester hat, von der sie 40 Jahre lang nichts wusste. Gemeinsam machen sich beide Frauen dann daran, die Geschichte ihrer Mutter aufzudecken und hinter deren Geheimnisse zu kommen. Nikola Scott kann ziemlich gut schreiben, mir hat das Lesen des Buches echt Spaß gemacht, auch wenn manches im Verlauf der Handlung nicht mehr so recht überraschen kann, man ahnt manches dann einfach irgendwann. Das macht aber nichts, mir hat dieser Roman hier gut gefallen und ich werde mal ein Auge auf ihren zweiten Roman "Das Leuchten jenes Sommers" werfen.


"Das Gottesspiel" - Danny Tobey

Dazu habe ich sogar schon eine kleine Rezension geschrieben, die könnt ihr HIER nachlesen. 


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