In den letzten Wochen war mir immer mal nach eher leichter Lektüre, etwas, das sich wegliest und im besten Fall aber bitte dennoch gut unterhält und Spaß macht. Gelesen habe ich daher unter anderem diese drei Bücher hier und von denen erzähle ich euch mal noch kurz was.
"Wenn zwei sich texten" - Lana Wood Johnson
Das Besondere an diesem Buch hier (ich habe es als Kindle ebook gelesen), ist dass es nicht als zusammenhängender Fließtext geschrieben ist. Stattdessen bekommt man einen Nachrichtenverlauf im Handy zwischen Haley und Martin zu lesen und erlebt die eigentliche Handlung daher eher zwischen den Zeilen mit. Vieles wird nicht wirklich ausgesprochen, sondern man muss sich einiges an Handlung und Begebenheiten dazu denken, um aus den Nachrichten zwischen beiden immer schlau zu werden. Das ist manchmal ein bisschen schwierig, manchmal empfand ich es auch ein bisschen nervig, weil ich einige Kommentare und Andeutungen nicht direkt verstanden habe. Aber im Großen und Ganzen versteht man die Story zwischen beiden und als Leser wird einem schnell klar, was Martin erst nach einigen Nachrichten bewusst wird: Beide sind Schulkameraden, es gibt zwei Martin Munroes an der Schule und Haley geht offenbar davon aus, sich mit dem anderen Martin zu schreiben - demjenigen nämlich, den sie gut leiden kann. Da ist Verwechslung vorprogrammiert, und ich finde, Autorin Johnson hält die Verwirrungsstory letztlich auch ganz gut am Laufen. Auf jeden Fall punktet diese Geschichte durch ihre Originalität, auch wenn sie keine ist, die mir allzu lange im Kopf bleiben wird. Ob man für die paar Seiten Handytext auch tatsächlich den vollen Taschenbuchpreis (14,00 Euro) bezahlen möchte, ist die andere Frage - das Lesen des deutlich günstigeren ebooks bietet sich hier geradezu an.
"Verliebt in deine schönsten Seiten" - Emily Henry
Dieses Buch war eine zeitlang mein Zugbuch, also jenes Buch, das ich während meiner Zugfahrten gelesen habe. Ich habe mich jedes Mal köstlich amüsiert beim Lesen. Es geht um January und Gus, beide Schriftsteller, wenn auch in ganz unterschiedlichen Genres tätig. Während Gus sich eher ernsterer und hochtrabender Literatur widmet, schreibt January Liebesgeschichten mit Happy End-Garantien. Dennoch landen beide über den Sommer nicht nur in Schreibflauten, sondern auch in benachbarten Häusern. Nach einigem Geplänkel und Hin und Her beschließen beide, einfach mal ihre Genres zu wechseln und eine Story aus dem Bereich des jeweils anderen zu schreiben. Das klappt bei beiden erstaunlich gut und über kurz oder lang - da verrate ich ja tatsächlich nicht zuviel - kommen beide sich auch etwas näher.
Ich habe die Geschichte von Gus und January sehr genossen, fand January unglaublich herrlich schlagfertig - ich hab sie manchmal richtig beneidet, weil ihr in sovielen Situationen einfach das richtige zu sagen eingefallen ist. Auch die Dialoge zwischen beiden sind herrlich! Der Funke zwischen beiden springt zwar schon irgendwann auch über, aber so richtig Romantik mit allem Drum und Dran lag für mich nicht in der Luft, das wäre vielleicht das einzig "bemängelswerte", was ich hier finden könnte. Insgesamt eine schöne runde und unterhaltsame (manchmal echt total lustige) Wohlfühlgeschichte!
"In meinem Kopf klang´s irgendwie besser" - Nina Kenwood
Auch dieses Buch hier kann ich getrost demjenigen empfehlen, der gern mal jugendliche Herzschmerz-Stories liest. Hier geht es um Natalie, die neben den üblichen jugendlichen Problemen noch mit einem besonders schwerwiegenden Hindernis zu kämpfen hat: Akne, und das nicht zu wenig. Nach Jahren voller Verstecken, Abdecken, im Hintergrund bleiben und wenigen sozialen Kontakten hat sie sich nun am Ende der Schulzeit ganz gut in ihrem Leben eingerichtet: ihre Haut hat so langsam einen normalen Zustand erreicht und sie hat zwei gute Freunde, die sich jedoch leider zu allem Übel ineinander verlieben, was Natalie einfach ein bisschen zum fünften Rad am Wagen macht.
Ums Verlieben geht´s hier ohnehin in diesem Buch, und das auf eine wirklich niedliche, herzerwärmende Weise. Verlieben würde sich Natalie ja schon ganz gern, aber wie nur und vor allem: in wen? Als es da aber plötzlich jemanden gibt, der sich nach und nach in ihr Herz stiehlt, ist sie völlig überfordert und weiß gar nicht so recht, was zu tun ist. Ich habe die Geschichte von Natalie total gern gelesen, habe so gelacht an manchen Stellen, über manche Zitate richtiggehend abgefeiert, weil ich mich persönlich in Natalies Gedankengängen und Überlegungen so sehr wiedergefunden habe, dass ich fast glaube, sie wäre auch eine gute Freundin für mich gewesen. Meine Begeisterung geht soweit, dass ich mir diese Geschichte irgendwann mal noch als Taschenbuch zulegen werde, um mir all diese großartigen Sätze und Zitate richtig markieren zu können - bisher habe ich "In meinem Kopf klang´s irgendwie besser" nur als ebook gelesen. Fazit: Herrlich lustige und süße Geschichte über die erste Liebe.







