Mittwoch, 22. Januar 2020

Kleines Harry Potter Gewinnspiel

Im letzten Jahr war ich, was Adventskalender anging, ziemlich gut dabei. Neben einem Schokoladen-Adventskalender hatte ich auch eine Art Adventskalender-"Escape Room"-Buch, bei dem ich durch Rätsellösen jeden Tag erst herausfinden musste, an welcher Stelle ich am nächsten Tag würde weiterrätseln müssen, bis zur 24.
Darüber hinaus habe ich mich ziemlich über einen "Harry Potter" Adventskalender gefreut, genauer gesagt hieß er "I´d rather stay at Hogwarts this Christmas". Ich wusste vorher nicht, was sich darin befinden würde und habe auch extra nicht groß nachgesehen, damit die Überraschung noch einigermaßen erhalten bleibt.
In den 24 Kästchen des Kalenders erwartete mich dann jeden Tag ein Harry Potter- Goodie aus dem Bereich "Schreibwaren und Fanutensilien". Am Ende hatte ich 24 Dinge vor mir liegen, die zwar cool waren, die ich - wie ich schon kurz darauf feststellte - aber gar nicht so wirklich gebrauchen konnte. So ist das halt manchmal.
An sich sind die Inhalte ganz nett, für echte Harry Potter Fans natürlich sowieso. Aber ich brauche und verwende sie nicht. Das merke ich schon jetzt, wo sie seit dem 24.12. bei mir herumliegen und langsam Staub ansetzen. Bis auf ein paar Expelliarmus-Bleistifte und ein Hogwarts-Klebeband habe ich eigentlich für nichts davon richtig Verwendung. Wegwerfen möchte ich es aber natürlich auch nicht, daher habe ich mir gedacht, verschenke ich die Dinge doch an jemanden, der damit wirklich etwas anfangen kann.

Es geht also um folgendes:



- ein Hogwarts-Kartenspiel
- ein Hogwarts-Lineal
- 4 kleine Notizbücher, jeweils eins zu jedem Haus von Hogwarts (natürlich farblich passend)
- ebenso 4 Radiergummi, passend zu den Hogwarts-Häusern
- ein kleiner Klebezettelblock mit dem Hogwarts Wappen
- 2 große Büroklammern in Form des Sprechenden Huts
- 6 verschiedene Sticker (Häuserwappen von Hogwarts, die Heiligtümer des Todes, Gleis 9 3/4)
- ein Kugelschreiber in Form und Aussehen von Harrys Zauberstab

(Die Karte des Rumtreibers im Hintergrund gibt´s nicht dazu, die gehört mir ;) )


Falls du teilnehmen und das Set gewinnen möchtest, schreib mir bitte eine Email an 
i-am-bookish@web.de
und erzähle mir, welches Buch dir 2019 so richtig gut gefallen hat.

Wer dieses kleine Set von Schreib-Utensilien und Goodies gewinnen möchte, der sollte über 18 Jahre alt sein (oder mit Erlaubnis der Eltern teilnehmen) und in Deutschland wohnen. (Ich versende nur innerhalb von Deutschland, oder derjenige muss das Porto ins Ausland selbst tragen.) Falls mehr als eine Person Interesse anmeldet, lose ich aus, und zwar am Mittwoch, 29.01.20, 12 Uhr. Der Gewinner wird dann von mir kontaktiert. Alle Emails, die bis dahin eingegangen sind, nehmen am Gewinnspiel teil. 


Das Kleingedruckte: Das Gewinnspiel erfolgt nicht in Zusammenhang mit Instagram oder Facebook. Keine Garantie, keine Rücknahme, keine Gewährleistung. Keine Auszahlung des Gewinns möglich. Das Gewinnspiel wird nicht gesponsert oder unterstützt, alle Bestandteile wurden von mir selbst gekauft.

Samstag, 18. Januar 2020

"Das Earhart Mysterium" - Klaus L. Schulte

Kindle Version, 2011
4,95 Euro


Worum geht´s?
Am 2. Juli 1937 verschwinden die Pilotin Amelia Earhart und ihr Navigator Fred Noonan spurlos irgendwo im Pazifik auf einem der letzten Abschnitte ihrer Weltumrundung. Die offizielle Suche der US Navy, veranlaßt durch Präsident Roosevelt, verschlingt die für damalige Verhältnisse Rekordsumme von vier Millionen Dollar und ist am Ende doch erfolglos. Die Umstände ihres Verschwindens geben bereits 1937 Anlaß zu wilden Spekulationen, etwa Earhart sei in Wirklichkeit mit einem Spionageauftrag unterwegs gewesen und von den Japanern in Gefangenschaft genommen worden. Andere wollen im Radio Earharts Hilferufe von einer fernen Insel aufgefangen haben. Bis heute - mehr als 70 Jahre danach - hat die Suche nicht aufgehört und verschiedene Fraktionen streiten sich über die "wahre" Geschichte von Earhart, Noonan und der verschwundenen Lockheed Electra.



Meine Meinung:
Anfang Januar habe ich mich im "Taschenatlas der abgelegenen Inseln" von Judith Schalansky festgelesen. Dort las ich u.a. von der Howland Insel, einer winzig kleinen Anhäufung von Sand inmitten der unfassbaren Weiten und Tiefen des Pazifischen Ozeans, irgendwo zwischen Papua Neuguinea und Hawaii. Die Howland Insel ist eigentlich nicht sehr viel größer als 2 Quadratkilometer und um sie herum ist Tausende Kilometer in alle Richtungen nichts als Wasser. Tiefes Wasser, um die 6000 Meter tief. Verständlicherweise, auch weil es dort kein Süßwasser gibt, ist sie unbewohnt.
Die Howland Insel hätte wohl nie solch fragwürdige "Berühmtheit" erlangt, wenn sich nicht Amelia Earhart, eine der ersten Pilotinnen weltweit, in den Kopf gesetzt hätte, genau auf dieser Insel Halt zu machen und aufzutanken. 1937 hatte Frau Earhart das ehrgeizige Ziel, als erste Frau allein entlang des Äquators die Erde zu umfliegen. Ein erster Start einige Monate zuvor ging schief und wurde abgebrochen. Ein weiterer Versuch kurz darauf gelang und sollte sie planmäßig am 2. Juli 1937 auf die Howland Insel führen, wo sie landen und mittels eines extra dort stationierten Schiffes ihr kleines Flugzeug auftanken sollte, bevor es weiter über den Pazifik in Richtung Hawaii und dann Kalifornien gehen sollte. Ein hochgestecktes und zugleich unfassbar gefährliches Vorhaben, wenn man bedenkt, welche Möglichkeiten 1937 nur bestanden, um eine unfassbar kleine Insel in einem unfassbar riesigen Ozean zu finden - fliegenderweise in einem zweimotorigen Flugzeug. Geplant war, das Auffinden der Insel und das Landen auf ihr mittels Funkpeilung zwischen Earhart und dem wartenden Schiff zu organisieren.

Ich muss gestehen, ich kannte mich vor dem Lesen (erst des Insel-Taschenatlas´ und dann dieses Buches) nicht wirklich über Amelia Earhart und ihre Lebensgeschichte aus - vor allem aber nicht über die tragischen Umstände ihres Verschwindens. Ich wusste vorher nicht, dass sie bis heute als verschollen gilt, weil sie bei eben jenem oben beschriebenen Flug nicht auf der Howland Insel ankam und bis heute nicht bekannt ist, was aus ihr und ihrem Begleiter, dem Navigator Fred Noonan, geworden ist. Ich war nach der Howland Insel-Anekdote im Taschenatlas neugierig, habe zunächst gegoogelt und bin darauf gestoßen, dass mit ihrem Verschwinden eine Menge an Hypothesen und Vermutungen entstanden sind, bis hin zu den verrücktesten Verschwörungstheorien. So gab es einerseits die naheliegendste und die für viele wahrscheinlichste Variante, dass beide notwassern mussten und über kurz oder lang ertrunken sind, nachdem ihnen der Sprit ausging. Andere vermuten, dass beide Flugzeug-Insassen es auf eine andere Insel geschafft haben könnten und letztlich aber wohl dort gestorben sind - was gestützt wird durch kuriose Funde in den Jahrzehnten nach ihrem Verschwinden. So wurden beispielsweise eine Schuhsohle oder ein Reißverschluss sowie verschiedene Aluminiumstücke und sogar Knochenteile auf einer ebenfalls unbewohnten kleinen Insel etwas entfernt von der Howland Island gefunden. Andere behaupten, Earhart und ihr Begleiter könnten gefangen genommen worden sein. Und noch andere vermuten (natürlich) Außerirdische hinter allem - was sonst?!
So oder so, es gibt viele Vermutungen. Ich bin beim Lesen auf dieses Buch hier gestoßen und habe mich direkt darin festgelesen, weil ich die ganze Story ehrlich gesagt total spannend fand. (Was sicher auch daran lag, dass mir das vorher alles völlig unbekannt war.)
Klaus L. Schulte fängt damit an, Frau Earhart und ihr Leben kurz zu beschreiben, ohne darauf allzu viel Detail zu legen. Das fand ich gut, immerhin ist das hier keine Biografie und es soll um anderes gehen. Es reicht aber, um den Eindruck einer ehrgeizigen Frau zu bekommen, die schon damals wusste, dass Ruhm und Publicity wichtig sind, wenn man erfolgreich sein will. Im Folgenden werden technische Details (z.B. vom Flugzeug) und der Ablauf an bekannten Fakten des Unglückstags 2. Juli 1937 erklärt (immer anhand von Bildern oder Tabellen verdeutlicht), sowie die von mir oben kurz genannten Hypothesen über das Verschwinden ins Spiel gebracht, in Zusammenhang mit Anstrengungen, die in den folgenden Jahrzehnten unternommen wurden, um Earhart/Noonan zu finden. Die verschiedenen, mitunter unglaublich kostspieligen Suchaktionen gehen (in diesem Buch) bis in die 2010er, sind also durchaus als aktuell anzusehen. 
Die möglichen Theorien und Hypothesen über das Verschwinden sind für meinen Geschmack aber ein bisschen zu kurz geraten, hier hätte ich mir viel mehr Details gewünscht. Gerade weil ich vorher schon in einem Wikipedia-Beitrag von der gefundenen Schuhsohle, von verschollenen Skeletten und einer gefundenen Likör-Flasche etc. gelesen hatte, war ich ziemlich enttäuscht, dass genau dieser Teil der gemachten interessanten Funde von Herrn Schulte in seinem Buch ziemlich schnell und ohne jegliche Details abgehakt wurde. Auch die merkwürdige Information, dass Tage nach dem vermeintlichen Absturz einige Personen u.a. in den USA erklärten, sie hätten Earharts Stimme in Funkrufen auf verschiedenen Radiowellen gehört (und davon gab es wohl einige verschiedene, unabhängige Berichte), wird vom Autor völlig kurz gehalten, quasi wie in einem Nebensatz. Das fand ich total schade, denn gerade das hätte mich sehr interessiert und gehört meines Erachtens nach auch detailreich dazu, wenn man sich das Ziel setzt, das "Mysterium" des Earhart´schen Verschwindens in seinem Buch zu besprechen. Dann muss man auch bereit sein, verschiedene Ansätze und Hypothesen darzustellen, so unwahrscheinlich manche auch sein mögen. Herr Schulte ist meiner Meinung nach zu sehr von der einfachen "Sie mussten notwassern und sind bald ertrunken"-Hypothese überzeugt, dass er anderes dafür ein wenig stiefmütterlich behandelt. So fehlte mir hier einiges an ausführlicher Information bezüglich anderer Hypothesen.
Trotzdem ist das Buch aufschlussreich, um einen groben Überblick zu bekommen. Zumindest im Ansatz werden verschiedene mögliche Ausgänge des Dramas besprochen. Dabei gibt der Autor kritische Anmerkungen dazu, welche Voraussetzungen und Wahrscheinlichkeiten vorliegen müssten, damit man von dieser oder jener Annahme ausgehen kann. Geradezu gewagt, aber trotzdem sehr aufschlussreich und interessant fand ich das Kapitel, in dem der Autor die letzten Stunden von Earhart und Noonan fiktiv wie in einem Roman aufbereitet, mit ihren Gedankengängen und allem (natürlich rein spekulativ!) - und dabei zugleich die ganzen technischen Details, die in den Kapiteln vorher geliefert wurden (technische Details zum Flugzeug, die Auflistung der Funksprüche etc.), in ein passendes verständliches und nachvollziehbares Ganzes verpackt, das zumindest mir richtig Gänsehaut beschert hat. Mich hat das wirklich einige Zeit gedanklich sehr beschäftigt.
Am Ende des Buches gibt es einige Info-Materialien und weiterführende Quellen, sowie eine Besprechung des Autors zu einer Verfilmung des Dramas mit Hilary Swank und Richard Gere. (Wusste gar nicht, dass es den Film gibt.)
Was letztlich leider noch etwas negativ auffällt im Buch sind diverse orthografische und grammatikalische Fehler. Viele fehlende Kommas, immer mal "das" mit "dass" vertauscht, andere Rechtschreibfehler. Das kann mal passieren, aber hier waren einige solcher Patzer zu finden, was vermuten lässt, dass da ein abschließendes Lektorat/ Korrekturlesen gefehlt hat. Ich weiß aber auch nicht, ob dies nur in der Kindle-Version der Fall ist, die ich hatte. Das Buch ist auch gedruckt erhältlich.

Als Fazit kann ich sagen, dass ich den Ansatz und den Infogehalt des Buches äußerst spannend, interessant und vor allem auch gut aufbereitet fand. Mich hat das ganze Thema einfach total interessiert und wenn man sich da erste Eindrücke verschaffen will, eignet sich das Buch definitiv. Leider fehlt es meiner Meinung nach aber an vertieften Informationen bezüglich der verschiedenen Hypothesen, auch insbesondere bezogen auf die kuriosen Funde auf benachbarten Inseln in den Jahren nach dem Verschwinden. Da hätte ich mir mehr gewünscht. Dazu kommen die Rechtschreibfehler, die zwar immer mal stören, das interessierte Lesen aber letztlich natürlich nicht mindern.



Sonntag, 12. Januar 2020

Kurze Auswertung vom Lesebingo 2019

Kurz vor allem deshalb, weil es so viel nicht zu sagen gibt ;)
Fünf Teilnehmerinnen haben sich dem Lesebingo im vergangenen Jahr gestellt, eine davon war ich. Und was soll ich sagen? Offenbar habe auch ausgerechnet ich am schlechtesten von allen fünf abgeschlossen. 
Herzlichen Glückwunsch, Mädels, ich sollte mir an euch ein Beispiel nehmen. 
Naja, aber dass ich das Lesebingo im letzten Jahr ein bisschen vernachlässigt habe, das habe ich hier ja schon einmal erwähnt. Das muss ich 2020 definitiv anders machen (Vorsatz: Häufiger nachsehen, welche gelesenen Bücher ich mir dafür anrechnen kann!).

Drei von den anderen vier Teilnehmerinnen haben das Lesebingo 2019 scheinbar auch vollständig gelöst und erfolgreich beendet. Ich habe es ja komplett euch überlassen, ob ihr eine Rezension oder einen Leseeindruck zu einem Buch schreiben wollt, daher hat das jede ein bisschen anders gehandhabt. Interessanterweise ist euch selbst meine "glorreiche" (husthust) Idee, 5 Bücher frei zu bestimmen, die ihr schon lange mal lesen wolltet, gut in der Umsetzung gelungen. "Glorreich" deshalb, weil mir scheint, dass gerade ich (obwohl es meine Idee war) dabei total versagt habe. Ich habe tatsächlich nur eins der besagten fünf vorher ausgewählten Bücher, die ich schon lange mal lesen wollte, gelesen. (Und eins ein bisschen angefangen.) Das war also nix, zumindest bei mir nicht. Aber umso besser, wenn das bei euch so gut lief. 
Neben diesen 4 nicht gelesenen Büchern, die ich mir verbuchen muss, habe ich das ganze Jahr auch keine Bücher für zwei weitere Kategorien gefunden. Zum einen "Ein Buch, das in Skandinavien spielt", zum anderen "Ein Buch, dessen Autor so heißt wie ich". Selbst wenn ich hier die Augen zudrücke und meinen Joker nehme, bleibt eine Kategorie offen, sowie eben die 4 nicht gelesenen, frei auswählbaren Bücher. Macht 5 nicht erfüllte Kategorien vom Lesebingo 2019 für mich. 
Aber soll ich euch was sagen? Ist überhaupt nicht schlimm und kratzt mich nicht weiter. Wir stecken ja schon im nächsten Jahr, mit neuen Aufgaben und neuen Büchern. Mal sehen, was das Lesebingo 2020 bringt.

Als Belohnung für das Lesebingo 2019, das sie nicht nur erfolgreich, sondern auch am schnellsten von allen erfüllt hatte, bekommt Taaya eine kleine Überraschung. Liebe Taaya, ich finde auf deinem Blog leider keine Email-Adresse und kommentieren kann ich deinen Lesebingo-Beitrag nicht. Bitte melde dich mal bei mir (am besten per Email)!

Habt einen schönen Sonntag und lest was gutes!


Samstag, 11. Januar 2020

"Taschenatlas der abgelegenen Inseln" - Judith Schalansky

Fischer Taschenbuch (mare), 2011
als Taschenbuch nur noch gebraucht oder als Restexemplar erhältlich
ursprünglich 14,99 Euro


Worum geht´s?
Mit diesem Atlas entführt uns Judith Schalansky zu 50 entlegenen Orten – von Tristan da Cunha bis zum Clipperton-Atoll, von der Weihnachts- bis zur Osterinsel – und erzählt absurd-abgründige Geschichten, wie sie nur die Wirklichkeit sich auszudenken vermag. Es sind Geschichten von freiwilligen und unfreiwilligen Robinsons, die beweisen, dass die abenteuerlichsten Reisen immer noch im Kopf stattfinden: mit dem Finger auf der Landkarte.


Meine Meinung:
Beim Stöbern im Buchladen neulich hielt ich plötzlich dieses Buch in der Hand. Der Titel machte mich neugierig (das grelle Orange des Covers dagegen eher nicht), vor allem aber war es der Untertitel, der mich dann darin blättern ließ: "Fünfzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde". Oha, dachte ich - was sind das für Inseln, die sie gleich so kategorisch für sich ausschließt?
Ich nahm das Taschenbuch mit nach Hause, schnupperte gleich am Neujahrstag hinein und las mich direkt darin fest. Frau Schalansky beginnt mit einem Vorwort, das ein bisschen erklären soll, wie sie auf die Idee kam, sich überhaupt mit abgelegenen Inseln zu beschäftigen. Das Vorwort lässt keinen Zweifel daran, wie sehr die Autorin schon von Kindesbeinen an Globen und Atlanten liebte; verliert sich meines Erachtens nach aber ein bisschen in einer sehr aufgesetzen und hochgestochenen Erzählweise und Wortwahl. Manchmal musste ich Sätze mehrfach lesen, weil ich einfach überhaupt nicht verstanden habe, was sie mir damit sagen wollte. 
Die Vorstellung der einzelnen Inseln erfolgt dann eingeteilt nach den Ozeanen, in denen man sie findet. Eine kleine Übersichtskarte zeigt zunächst alle Inseln an, die dann im Folgenden recht willkürlich herausgepickt und vorgestellt werden. Das hat mich nicht weiter gestört, ich habe mich aber schon gefragt, ob es ein System gibt, nach dem die Inseln vorgestellt werden. Es wird munter zwischen Nord und Süd, Osten und Westen, warmem und kalten Wasser, bewohnter und unbewohnter Insel hin- und her gesprungen. Wie gesagt, gestört hat mich das nicht, denn das hielt zugleich den Überraschungsfaktor recht hoch, was mich wohl auf der nächsten Seite erwarten würde.
Und das sind eigentlich stets sehr interessante Ausführungen über die jeweilige Insel. Zunächst werden ein paar allgemeine Infos gegeben wie GPS-Daten, exemplarische Entfernungen zu anderen Orten, den Namen der Insel in anderen Sprachen, eine Info über die Anzahl der Bewohner auf der Insel sowie einen kleinen Zeitstrahl, anhand dessen man nachverfolgen kann, wann die Insel überhaupt erstmalig irgendwo erwähnt wurde und wie es (in groben Zügen) mit ihr weiterging. 
Von diesen (mitunter sehr wenigen) historisch belegten und in den Archiven protokollierten "Meilensteinen" einer Insel pickt sich Frau Schalansky dann einen Moment heraus und stellt diesen auf 2 Seiten vor. Das klingt nicht nach viel (ist es meistens auch nicht), reicht aber zumindest aus, um einen kuriosen Eindruck eines Zeitmoments dieser vergessenen Insel zu erhaschen. Oder zu verstehen, warum manche Inseln so heißen, wie sie heißen - "Einsamkeit", "Amsterdam", "Süd-Thule" oder "Täuschungsinsel". Manchmal wird es dabei lustig, manchmal mysteriös, manchmal auch schrecklich brutal und makaber. Letzteres v.a. dann, wenn man liest, wie der Mensch sich jedes Mal bemüßigt sieht, sich austoben und überall seine Spuren hinterlassen zu müssen; jeder noch so kleinen abgelegenen Insel seinen Stempel aufzudrücken, ohne Rücksicht auf Verluste und ohne Rücksicht auf das, was schon Tausende von Jahren unberührt vor ihm da war. Das kleine Büchlein gibt einem damit unweigerlich auch viel zum Nachdenken. Und zum Weiterlesen-wollen und auch Weiterlesen-müssen, wenn es einen wirklich interessiert, was hinter einer bestimmten Insel steckt. Denn dafür gibt Frau Schalansky letztlich doch zu wenig an Informationen preis; sicherlich einer der Hauptkritikpunkte, die man an dem Buch finden kann (zumindest für die recht teure gebundene Ausgabe dieses Buches für 34 Euro). 
Ich fand die vorgestellten kurzen Episoden von mindestens 3 Inseln jedoch so interessant, dass ich mir nun wohl oder übel weitere Literatur darüber zusammensuchen muss. Und werde. Ein super Buch, das neugierig auf die Welt da draußen macht und unweigerlich Fernweh fördert.

Sonntag, 5. Januar 2020

Lesevorhaben 2020

Tja. Vielleicht liegt es an diesem fast schnapszahligem Datum (möchte nicht wissen, wieviele Pärchen diese Jahreszahl für irgendwelche kuriosen Verlobungs- und Heiratstage nutzen; ich meine, der 02.02.2020 oder der 10.10.2020 sind ja gerade prädestiniert dafür, um an ihnen zu heiraten - zumindest bei solchen Leuten, die da echt drauf stehen, mir persönlich wär das ja völlig wurscht...) - aber ... jetzt bin ich herrlich vom Thema abgekommen...
- Also jedenfalls: Irgendwie scheint 2020 (zumindest in den Anfangstagen) bei mir unter einem guten Lesestern zu stehen, denn so motiviert und ambitioniert, was Leseaufgaben und -aktionen betrifft, war ich schon seit Jahren nicht mehr. Tatsächlich stecke ich in 4 (in Worten: vier) verschiedenen Leseaktionen drin, was für mich geradezu an Rekord grenzt. 
Ich hab es ja nicht so mit Challenges, wisst ihr ja. Um allzu strenge Regeln mache ich einen Bogen, wenn´s ums Lesen geht, denn Lesen möchte ich mir nicht vorschreiben und reglementieren lassen. Dafür ist mir das viel zu wichtig und ein zu großer Bestandteil in meinem (Freizeit-)Leben. Da entscheidet mein Bauch oder meine Augen, wenn sie an einem bestimmten Cover hängen bleiben, welches Buch als nächstes dran ist.
Trotzdem habe ich für 2020 vier verschiedene Leseaktionen mehr oder weniger ins Leben gerufen bzw. nehme daran teil.

Zum einen gibt es erneut das Lesebingo auf meinem Blog. Zuerst sah es so aus, als würde es nicht stattfinden, jetzt ist aber doch alles geregelt und unter Dach und Fach. Ein paar der Mitstreiter*innen der letzten Jahre sind auch dieses Mal wieder dabei, was mich außerordentlich freut. Aber auch jeder andere kann sehr gern mitmachen! Alle Infos und das Lesebingo selbst gibt es HIER zu sehen.

Dann habe ich leider erst recht spät im letzten Jahr eine kleine Aktion ins Leben gerufen, bei der es darum geht, die Lieblingsbücher der Anderen kennenzulernen. Auch hier gibt es nicht viele, eigentlich gar keine Regeln. Es geht eher darum, eine Art Plattform zu bieten, auf der die Lieblingsbücher der anderen Blogger oder auch nur Mitleser (Blog zu haben ist keine Pflicht!) aufgelistet sind, damit man sich aus der kleinen Liste nach Herzenslust und Interesse diejenigen aussuchen kann, die man selbst gern mal lesen und kennenlernen möchte. Bisher ist die Teilnehmerzahl überschaubar, Interessierte können sehr gern mitmachen! Vielleicht entdeckt man dadurch ja richtige Schätze, denn den Status Lieblingsbuch erhält ja schließlich nicht jedes gelesene Buch. Alle Infos HIER

Konstanze hat auf ihrem Blog die Sachbuch-Challenge für 2020 ausgerufen. Ich bin ja eigentlich durchweg Belletristik-Leserin, die Anzahl der gelesenen Sachbücher pro Jahr betrug bei mir in den letzten Jahren so ungefähr 1. Oder mal 2. Also eher sehr wenig. Aber ich besitze durchaus einige Sachbücher, und eben auch ziemlich interessante (finde ich zumindest). Nicht umsonst habe ich mir die ja mal irgendwann gekauft oder gewünscht. Aber gelesen habe ich sie bisher eben nie. 2020 soll das mal anders werden; ich möchte gern mehr meiner Sachbücher lesen. Konstanze gibt eine Anzahl von 8 vor, was für mich recht sportlich ist. Aber ich stresse mich da nicht; selbst wenn es nur 3 oder 4 gelesene Sachbücher bei mir werden, ist das besser als nichts, und der Vorsatz zählt. Meine Motivation ist zumindest schon einmal gut da - ich habe direkt gestern mein erstes Sachbuch ausgelesen... :)

Und dann habe ich mir für die (bei Instagram und Co. auftretende) Aktion #20für2020 noch 20 Bücher herausgesucht, die ich 2020 gern lesen möchte. Ich habe dabei ausschließlich ungelesene Bücher aus meinen Regalen herausgezogen, weil ich so hoffe, einige dieser vielen Ungelesenen endlich zu Gelesenen zu machen. Ich neige ja zu Neukäufen und verliere dadurch nach und nach das Interesse an Büchern, die teilweise schon mehrere Jahre bei mir sind und mitunter sogar noch in Folie eingeschweißt vor sich hin warten. 2019 (#19für2019) war ich bei dieser Aktion nicht allzu erfolgreich, zugegeben, da sind es nur 4,5 Bücher von 19 geworden. Aber ich schaue mal, wie dieses Jahr läuft. Alle Infos und meine 20 Bücher sind HIER zu sehen.

Darüber hinaus habe ich gemerkt, dass ich viel mehr Lust habe, ein bestimmtes Buch zu lesen, wenn ich es irgendwo bei mir liegen lasse, immer schön sichtbar für mich, und eben nicht halb versteckt irgendwo im Regal (meine Regale sind eine Katastrophe). Ich habe das schon ein paar Mal bemerkt und ganz besonders jetzt Ende 2019, als ich die 20 Bücher für #20für2020 rausgekramt habe. Ich hatte die erstmal 1 Tag liegen, habe sie dann gestapelt, fotografiert und dann war ich auch noch faul und habe sie noch 2 Tage mehr oder weniger liegen lassen, bevor ich sie wieder weggeräumt habe. Und plötzlich, als die da so vor mir lagen, hat es mir richtig in den Händen gekribbelt; da hätte ich direkt in 3 oder 4 verschiedene am liebsten reingelesen. Auf einmal war mein Interesse, diese kennenzulernen, geradezu immens. Allerdings hatte ich halt gerade etwas anderes gelesen und wollte nicht noch ein weiteres anfangen. Aber kaum dass ich die Bücher wieder in die Regale einsortiert hatte, war dieses Bedürfnis weg, plötzlich hatte ich keine Lust mehr drauf, diese zu lesen. Schon komisch, vermutlich auch wieder irgend so ein psychologischer Effekt, den ich wohl eigentlich kennen müsste, dessen Name mir aber mal wieder nicht einfällt. 
Daraus ergibt sich für mich: Im Laufe des Jahres werde ich mir immer mal geschickt ein paar der geplanten Bücher aus den Regalen herausziehen und irgendwo platzieren, wo ich sie gut sehen kann. Auf dem Schreibtisch, auf dem Nachttisch, auf dem Sofa. Bei mir liegen sowieso immer irgendwo Bücher herum, also werde ich da mal gezielt ein bisschen nachhelfen, um das Interesse an ungelesenen Büchern bei mir zu entfachen :D

So. Und ansonsten ist mein größtes Lesevorhaben: Einfach lesen. Wann ich will, was ich will, wo ich will. Und wenn ich mal nicht will, dann eben nicht. 

Was habt ihr denn für 2020 lesetechnisch so vor? Nehmt ihr an Challenges o.ä. teil?


Donnerstag, 2. Januar 2020

Rückblick auf das (Lese-)Jahr 2019

Ich wollte eben mit dem Satz starten "2019 war nicht mein Jahr", aber dann fiel mir ein, dass ich schon meinen Rückblick von 2018 mit diesem Satz begonnen habe. Hm.
Naja, insofern war 2019 dann doch schon besser als 2018 (denn das war ein echt mieses Jahr rückblickend). Und ich will hier auch gar nicht auf hohem Niveau rumjammern, denn eigentlich geht´s mir ganz gut mit dem, was ich bin und was ich habe. Aber irgendwas ist ja immer, das kennt man ja. Ich hätte mir für 2019 einiges mehr gewünscht, was leider nicht passiert oder eingetreten ist. Mehr Chancen, mehr Möglichkeiten, und irgendwie auch mehr Glücksmomente - das hätte ich gern gehabt. 
Aber 2019 hatte auch durchaus schöne und wichtige Momente für mich und die möchte ich natürlich auch nicht vergessen oder kleinreden. Ich bin beispielsweise im März nach Paris gefahren, zum ersten Mal. Ich hab das ganze Jahr über mit lieben Menschen zu tun gehabt, was nicht gerade unwichtig ist. Ich bin beruflich über meinen Schatten gesprungen, habe einen Job gekündigt, der mir jeden Tag Bauchschmerzen verursacht hat, und habe mich stattdessen in eine Aufgabe begeben, die mich Überwindung gekostet hat, aber letztlich endlich mal begonnen werden musste. (Von wegen Prokrastination und so...) Außerdem habe ich endlich meine Dissertation abschließen und diese im August verteidigen können, sodass ich jetzt (schon ein bisschen stolz) auch überall Frau Doktor in meine Adresszeile schreiben könnte (was ich aber meistens nicht tue).

Für 2020 habe ich bisher gar keine großen Pläne oder Ziele, bis auf eine Reise auf die Kanalinseln, aber auch dafür ist noch kein endgültiger Termin gefunden. Ein paar (richtig tolle!) Konzerttermine stehen an und auch schon der ein oder andere Städtetrip. Ich mache mir sonst keine Vorsätze, weil ich das nur frustrierend finde. Stattdessen nehme ich das Jahr eher so, wie es kommt. 

Und wie sah 2019 lesetechnisch aus? Ich habe 78 Bücher gelesen; ein Wert, den ich mit lachendem und weinenden Auge betrachte. Sicher, 78 sind nicht wenig, aber 78 reichen eben auch lange nicht an meine "Bestzeiten" heran, als ich es irgendwie geschafft habe, gut 100 bis 115 Bücher im Jahr zu lesen. Klar, das ist kein Wettbewerb, auch nicht gegen mich selbst. Komisch ist es halt trotzdem, zumal ich 2019 eigentlich so viel Zeit zum Lesen hatte wie lange nicht. Aber egal. Am Ende ist es völlig egal, denn ich hatte übers Jahr verteilt trotzdem nie das Gefühl, irgendwann zu wenig gelesen oder zu wenig Zeit zum Lesen gehabt zu haben. Und da bin ich schon dankbar für.
Hier mal ein kurzer Rückblick:

- Die meisten Lacher -
... gab es beim Re-Read von "Lügen, die von Herzen kommen" von Kerstin Gier. Wenn ich mal so ein richtiges Wohlfühlbuch lesen will, greife ich zu ihren Büchern, selbst wenn ich die schon 3 oder 4x gelesen habe.

- Das schönste Pärchen -
Das sind dann wohl Sophia und Josh aus "Zusammen sind wir unendlich" von Melissa Keil. Das war soo eine schöne, niedliche und romantische Geschichte, mit herrlichen Sprüchen, die ich mir alle markiert habe. Hier bin ich beim Lesen echt voll auf meine Kosten gekommen - eins meiner Jahreshighlights!

- Das beste Abenteuer -
... habe ich gehabt, als ich nach Jahren Anfang 2019 die "Arkadien"-Reihe von Kai Meyer nochmal gelesen habe. Ich fand sie genau so spannend wie damals, als ich die Bücher das erste Mal gelesen habe, und dass, obwohl ich so ganz im Groben noch wusste, was passiert. Aber ich hatte natürlich auch schon ganze viele Details vergessen! :)
Ansonsten war "Die goldenen Wölfe" von Roshani Chokshi auch ein herrliches Abenteuer.


- Der gemeinste Cliffhanger -
... war bei "Strange the Dreamer" zu finden. Ich habe den Nachfolgeband "Muse of Nightmares" schon parat liegen und könnte also direkt weiterlesen, aber es drängeln sich erstmal andere Bücher vor. Trotzdem war das ein Ende, das Eindruck hinterlassen hat.

- Die meisten Tränen -
Die gab es wohl am ehesten bei "Der Duft des Waldes" von Hélène Gestern. Das dürfte auch das einzige Buch sein, bei dem mir tatsächlich mal die Tränen kamen. Dieses Buch hat mich sehr bewegt und gedanklich viel mit mir gemacht. Ich hatte wochenlang vor, einen kleinen Leseeindruck zu schreiben und habe es dann doch immer wieder sein lassen. Aber das Buch könnte durchaus mehr Werbung bekommen. Eine unglaublich gut recherchierte, eindrücklich geschriebene, mitunter ausschweifende, aber nie langweilige Geschichte über den 1. Weltkrieg, die Kriegsfotografie von damals und die Bahnen, die sich bis ins Heute ziehen. Es ist ein Roman, aber mit vielen realen und authentischen Bezügen. Manches ging mir wirklich sehr zu Herzen, deshalb die Tränen.

- Viel Wirbel um nichts -
Mehr erhofft und mehr erwartet hatte ich vor allem von zwei Büchern in diesem Jahr, nämlich "Niemalswelt" von Marisha Pessl und "The crown´s game" von Evelyn Skye. Beide Bücher wurden in den sozialen Medien ziemlich gehypt und beworben, sodass ich natürlich neugierig geworden bin. Beide haben mich letztlich aber enttäuscht, weil sie inhaltlich nicht wirklich das gehalten haben, was ich dachte. Bei "Niemalswelt" waren mir am Ende außerdem einfach noch zuviele Fragen offen, allen voran das große "Warum das Ganze?!".

- Am meisten gelernt -
... habe ich, wie oben schon erwähnt, bei "Der Duft des Waldes" (viel historisches!), aber auch bei "Der Blumensammler" von David Whitehouse (viel biologisch-pflanzliches). Beides echt gute Romane.

- Die größte Überraschung -
Die größe Überraschung gab es für mich dann tatsächlich erst im Dezember, als ich mir zur Einstimmung auf die Advents- und Weihnachtszeit dieses Buch aus meinem Regal geangelt habe: "Auf den ersten Blick" von Stephanie Perkins als Herausgeberin. Dieses Buch stand schon eine ganze Weile dort auf meinem Regalbrett, aber irgendwie war mir selbst zu Weihnachten nie danach. Was wohl auch daran liegt, dass ich kein großer Freund von Kurzgeschichten bin, sondern lieber richtige Romane mit durchgängiger Handlung mag. In diesem Buch hier sind nun aber 12 Kurzgeschichten versammelt über die Weihnachtszeit. Alle von mehr oder weniger bekannten Autoren aus dem Bereich der Jugend- und Young Adult-Literatur, zumindest kamen mir bis auf 1 oder 2 Namen alle bekannt vor. Und diese Geschichten kamen genau zur richtigen Zeit für mich! Die Geschichten haben alle irgendwie mit Weihnachten oder Silvester zu tun und geben einem daher genau das richtige Gefühl zur Jahreszeit. Alle sind irgendwie romantisch gehalten, mal mehr, mal weniger, es geht halt um die Liebe; und wirklich alle haben einen ganz besonderen Reiz an sich, der mich richtiggehend mitgerissen hat. Ich habe die Geschichten abends vorm Schlafengehen gelesen, manchmal eine komplette Geschichte, manchmal nur einige Seiten. Und ich habe mich jeden Abend erneut gefreut, ins Bett zu kommen und weiterlesen zu können. Eine super Überraschung und genau das richtige Buch zur Weihnachtszeit!

- Das schönste Cover -
Nun, offenbar stehe ich ziemlich auf glitzernde, leuchtende und schimmernde Cover, habe ich im Laufe des Jahres festgestellt. Da wird die Elster in mir einfach wach ;) Daher gibt´s für 2019 diese beiden hier:

- Enttäuschungen 2019 -
Da muss ich leider ein paar nennen, die mich wirklich enttäuscht haben und/oder einfach überhaupt nicht das gehalten haben, was ich erwartet und erhofft hatte. Dazu gehört der zweite Teil der "Cat & Cole" Reihe von Emily Suvada, was ich total schade finde, weil ich den ersten Teil so genial und super ausgedacht fand! Aber diese Fortsetzung, die fand ich nicht nur inhaltlich blöd, sondern die hat mich auch vollends verwirrt und mit zu vielen Fragen zurück gelassen. Ob ich da Teil 3 noch lesen werde, weiß ich nicht.
Nennen muss ich hier auch "Die Gescannten" von Robert M. Sonntag, ebenfalls eine Fortsetzung von "Die Scanner" - ein Buch, das mir damals beim Erscheinen ziemlich gut gefallen hat. Die Fortsetzung ist dagegen aber eher sehr lahm geworden. "Die einzig wahre Liebe" von Carlos del Amor war ein preisreduzierter Spontankauf, der sich aber selbst für das reduzierte Geld nicht gelohnt hat. Die Idee des Buches fand ich ganz nett: ein Mann findet im Treppenhaus den Generalschlüssel für alle Wohnungen seines Hauses und nutzt einfach mal die Gelegenheit, um bei allen Nachbarn reinzuschnüffeln. Aber dieses Buch war leider total langweilig und konstruiert. Schade drum.
Schließlich muss ich noch eine absolute Nullnummer nennen, nämlich "Dich schickt der Himmel" von Sophie Kinsella. Die Hauptfigur Fixie (schon der Name!) hat mich so fuchsteufelswild gemacht mit ihrer Art, ihrem Zurückstecken und Sich-alles-Gefallen-lassen - zum wahnsinnig werden! Ich habe selten von sooo einer nervig unmöglichen Hauptfigur gelesen, das hat mir die ganze (leider auch sehr vorhersehbare) Story vermiest.

- Highlights 2019 -
Dazu gehören, wie weiter oben schon genannt, "Zusammen sind wir unendlich" von Melissa Keil, "Auf den ersten Blick" von Stephanie Perkins (Hrsg.) und "Der Duft des Waldes" von Hélène Gestern, sowie "Das geheime Turmzimmer" von Laura Andersen und "Die goldenen Wölfe" von Roshani Chokshi.


Wie sieht´s bei euch aus? Welche Tops und Flops im Lesebereich hattet ihr denn 2019?

Mittwoch, 1. Januar 2020

Lesebingo 2020 - Ja oder Nein oder doch Ja??


Ich wünsche euch ein schönes, gesundes und glückliches neues Jahr! :D

Zum heutigen Post:
Ja oder nein?! Mache ich es noch einmal oder nicht??! 
So ging es hin und her in meinem Kopf in den letzten Wochen. Es ging um das alljährliche Lesebingo auf meinem Blog hier. Das zur Erklärung, warum das Lesebingo dieses Mal so spät kommt und nicht schon im Dezember von mir vorgestellt wurde.
Eigentlich hatte ich nämlich vor, das Lesebingo 2020 ausfallen zu lassen. Zum einen findet es nun schon ein paar Jahre statt und ich hatte zunehmend das Gefühl, dass die Luft ein bisschen raus war, dass sich immer weniger Teilnehmer dafür gefunden haben und dass mir auch nicht immer wieder neue supertolle Kategorien eingefallen sind und sich mittlerweile vermutlich auch die ein oder andere darunter schob, die wir vor 3 oder 4 Jahren schon einmal hatten. 
Vor allem aber kam ich mir auch selbst ein bisschen blöd vor, weil ich als Initiatorin des Lesebingos auf meinem Blog (gibt wahrscheinlich auf anderen Blogs ähnliche) eben dieses zuletzt gar nicht mehr gewissenhaft und pfleglich behandelt habe. Vor einigen Wochen hatte ich ja schon einmal in einem Post erzählt, dass ich tatsächlich erst im November 2019 erstmalig im ganzen Jahr geguckt hatte, welche Kategorien ich mir selbst abstreichen könnte - vorher habe ich das Lesebingo einfach gar nicht richtig im Kopf gehabt. Keine guten Voraussetzungen für 2020.
Und dann haben sich für 2020 noch andere Lesevorhaben ergeben, über die ich in den nächsten Tagen mal noch schreiben werde. Also standen eigentlich alle Zeichen auf "Nein", obwohl ich jeden Tag im Dezember hin und hergerissen war. So "einfach sein lassen" und "aufhören" fällt mir offenbar doch schwer.
Das ausschlaggebende Element für ein nun doch stattfindendes "Ja" war tatsächlich eine Nachricht, die ich gestern nachmittag von Marina alias Dark Fairy bekam, die fragte, ob es denn 2020 kein Lesebingo geben wird. Das hat mich zum einen erneut nachdenklich gemacht, zum anderen habe ich mich sehr drüber gefreut. (Danke, Marina!) Zumindest eine andere Person zeigt also echt Interesse an diesem Lesebingo-Quatsch, den ich hier jedes Jahr veranstalte, dachte ich mir. Und dann war es klar: Ich mach es 2020 auch wieder.
Die Kategorien standen schon lange fest, die hatte ich mir schon im Laufe des Jahres überlegt. Eben habe ich es fertig gemacht und hier ist es:



Alle genauen Infos und Vorgaben (gibt nicht viele) und das Lesebingo in groß sind HIER auf der Lesebingo-Seite für 2020 zu sehen. Wenn ihr mitmachen wollt - und ich sag euch, ich freu mich drüber! -, dann meldet euch bitte unter diesem Beitrag hier oder eben unter der Lesebingo-Seite mit einem Kommentar und hinterlasst einen Link, unter dem man die Fortschritte eures Lesebingos sehen kann. (Macht es nicht wie ich und lasst es so schleifen! ;) )

Habt ein schönes und abwechslungsreiches Lesejahr 2020!


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