Hallo ihr Lieben.
Die Überschrift des Posts sagt eigentlich schon alles. Irgendwie schlage ich mich derzeit nicht nur mit leichter gesundheitlicher Angeschlagenheit, sondern auch mit einem Fehlen von Motivation und Lust herum. Ich weiß auch nicht, was los ist. Irgendwie ist mein Sommerüberdruß direkt in eine Herbstmüdigkeit übergegangen, was sich beides ähnlich äußert: keine Lust auf nix. (Ich weiß übrigens, dass das eine doppelte Verneinung ist, jaja.)
Mit Erschrecken habe ich festgestellt, dass der Oktober irgendwie schon wieder so gut wie vorbei ist, dabei war doch eben noch August, oder? Bei mir geht gerade ein Tag in den nächsten über, ohne große Aufregung und ohne große Abwechslung. Daran ist nicht nur Corona Schuld, höchstens so ein bisschen. 2020 ist ein Jahr zum Vergessen, das wird wohl nicht nur mir so gehen. Vieles hat nicht geklappt, vieles ist ausgefallen oder zumindest verschoben worden - aber wer will sich da bei der aktuellen Lage schon drauf verlassen, dass das dann später echt stattfindet?! Die ganzen aktuellen Verbote und Maßnahmen stören mich tatsächlich wenig, was wohl auch daran liegt, dass mir jedes Mal ganz anders wird, wenn ich von den aktuell gestiegenen Infektionszahlen höre. Dass manche da echt nach wie vor so ignorant und unverschämt mit Maskenpflicht und Co. umgehen, macht mich voll fuchsig. Für mich ändert sich trotz der Einschränkungen wenig. Bei meiner beruflichen Tätigkeit funktioniert Homeoffice leider nicht, sodass ich weiterhin immer wieder unterwegs sein muss. Kontakt mit anderen ist bei meinem Job (ich bin Psychotherapeutin "in se making", also in der Hoffnung auf eine baldige Approbation) geradezu Pflicht, sodass ich da nicht drumherum komme.
Wie bin ich jetzt aber eigentlich von der Herbstmüdigkeit auf meine aktuelle berufliche Tätigkeit gekommen? (Zur Erklärung: Ich betone das mit dem "aktuell" übrigens deswegen so sehr (auch zu meiner eigenen Beruhigung), weil das, was ich gerade beruflich mache, echt nicht meine Traumbeschäftigung ist und ich es nur als Zwischenschritt eben auf dem Weg zur Approbation ansehe, mit der ich dann auch hoffentlich noch ganz andere Richtungen einschlagen kann. Wen das interessiert, der kann gern nach Details fragen, aber ich will hier keinen langweilen.)
Jedenfalls merke ich bei mir, dass ich echt voll motivationslos bin. Ich lese durchaus viel zur Zeit, sogar gleich wieder viel zu viel, und das vor allem gleichzeitig, wenn ich mal ehrlich sein soll. Aktuell lese ich... ähm, 5 Bücher gleichzeitig, was eigentlich völlig bescheuert ist. Nein, es sind sogar 6, merke ich gerade, aber in dem einen habe ich seit Tagen nicht mehr gelesen. Naja, das ist blöde, ich weiß. Aber ich kann mich gerade auf keins so richtig einlassen und schweife dann beim Lesen des einen Buches gedanklich zu einem anderen ab, das mich gerade (vielleicht) viel mehr reizen und interessieren würde - und dann lese ich eben mal da rein. Mit dem Ergebnis, das ich aktuell lese in:
- dem letzten Teil von "Lockwood & Co." von Jonathan Stroud
- "Stalking Jack the Ripper" von Kerri Maniscalco (beide Bücher in Einstimmung auf Halloween, so war zumindest mal der eigentliche Gedanke dahinter)
- "Vom Ende der Einsamkeit" von Benedict Wells
- "Das Bild der Erinnerung" von Micaela Jary
- "Vier Farben der Magie" von V. E. Schwab und
- "Die Anatomie des Teufels" von Jordi Llobregat
Ich bin jedenfalls sehr entschlossen, bis Ende Oktober wenigstens zwei Bücher davon noch zu beenden. Allerdings lese ich zu Halloween und in den Tagen drumherum ja auch gern etwas entsprechend gruselig-mysteriöses, sodass ich in der nächsten Woche sicher noch zu anderen Büchern greifen werde. Ich hab da schon ein oder zwei im Auge, die werde ich euch nächste Woche mal zeigen.
Ansonsten fehlt mir gerade auch einfach die Muße, mich an Rezensionen zu setzen. Gelesen habe ich einiges, das hier auf dem Blog kurz vorgestellt werden könnte (ist ja eigentlich Sinn der Sache, hehe), aber momentan ... halt irgendwie nicht. Herbstmüdigkeit und so.
Soweit das heutige Lebenszeichen. Was lest ihr denn gerade so?