Sonntag, 3. Juli 2022
Das "Dicke Bücher Camp" hat wieder aufgemacht
Dienstag, 7. Juni 2022
Wieder anfangen
Die letzten Wochen war es hier sehr ruhig. Der letzte Eintrag ist, ach Gott, fast 3 Monate her. Geplant war das nicht, aber es war einigen Umständen geschuldet. Der schlimmste machte sich ab Mitte März bemerkbar, als klar wurde, dass es meiner Hündin so schlecht geht, dass sie nicht mehr lange da sein würde. Genau so war es dann leider auch, Ende März musste ich mich unglaublich schweren Herzens nach über 11 Jahren von ihr verabschieden. Es war so schwer. So schwer und so sinnlos, plötzlich ohne sie zu sein. Nach 11 Jahren ist ein Hund so sehr ein fester Bestandteil im Leben, im Alltag, in allem, was einen auch selbst ausmacht, dass ich nach all der Zeit auch wirklich ein Stück von mir selbst verloren habe, weil sie nicht mehr da ist. Sie fehlt. Jeden Tag.
Die Tage und Wochen waren scheiße, da brauch ich nichts schön reden. Richtig mies. Jeder Tag war zum Vergessen. "Leichter" gemacht hat es irgendwann die Routine, das Arbeiten, das Abgelenktsein, auch wenn man das natürlich gerade in so einer Situation gar nicht haben (und schon gar nicht wahr haben) will. Mittlerweile geht es besser, auch wenn diese dumpfe Leere weiterhin jeden Tag im Hintergrund mitläuft. Dass es leichter ist, liegt sicher auch an einer neuen Vierbeinerin, die vor wenigen Tagen bei meinen Eltern eingezogen ist und die seitdem alle Herzen im Sturm erobert. (Sturm ist übrigens wortwörtlich gemeint, sie hat manchmal ihre sehr wilden 5 Minuten...)
In den letzten Wochen war mir jedenfalls alles relativ egal. Das Lesen, Bücher, der Blog, aber auch meine Basteleien und das Malen - ist alles zu kurz gekommen, hat mich alles nicht interessiert. Meine Lesestatistik für dieses Jahr sieht katastrophal aus, aber eigentlich ist mir das im Grunde ziemlich egal. Ich hatte zuletzt kaum Sinn und Nerven für Geschichten. Mittlerweile habe ich wieder mit dem ein oder anderen Buch angefangen, mal reingelesen, mal reingeschnuppert. Richtig hängen geblieben bin ich noch bei keinem, vielleicht muss mir erstmal wieder ein echt guter Reißer über den Weg laufen.
Aber ich habe mir vorgenommen, wenigstens mal wieder aus der Versenkung aufzutauchen, mich wieder mit Büchern zu beschäftigen und mich auch hier auf dem Blog mal wieder sehen zu lassen. Ich habe auch noch Rezensionen offen, die ich eigentlich (ziemlich) dringend schreiben und posten müsste. Aber alles nacheinander. Jetzt erstmal wieder vorwärts. Wieder anfangen.
Freitag, 11. März 2022
Freitagsgedanken: Ich habe gelesen. Endlich.
Hallihallo!
Es ist Freitag, liebe Leute, und noch dazu im März. Wo ist eigentlich die Zeit geblieben, dass wir schon im dritten Monat des Jahres stecken?! Das frage ich mich momentan wirklich an manchen Tagen. Und so sehr ich mich am Ende einer Woche auf das Wochenende freue, umso mehr erschreckt es mich, wenn ich realisiere, dass die Woche schon wieder vorbei ist...
Aber Zeit hin oder her - ich habe endlich mal wieder ins Lesen gefunden! Nachdem Lesen und Bücher wochenlang bei mir zu kurz kamen, ich einfach keinen Sinn oder Gedanken dafür hatte, hat mich die Leselust in den letzten Tagen dann doch schwer erwischt. Ich habe in kürzester Zeit endlich mal den dritten Teil der Tom Babylon-Reihe von Marc Raabe, "Die Hornisse", gelesen, was ich längst tun wollte. Nun ist schon der Abschluss der Reihe erschienen, da hat das gut gepasst. Teil 3 hat mir gut gefallen, besser als der Teil davor, den ich komisch und verworren und düster fand. Dieser hier ist auch nicht ohne, aber er endet mit einem coolen Cliffhanger, der eben direkt Lust auf Teil 4 macht - zum Glück habe ich mir den bereits zugelegt. Ebenso rasch durchgelesen habe ich "Die Spur der Bücher" von Kai Meyer, das ich einem spontanen Impuls folgend aus dem Regal gezogen habe, nachdem es dort schon ziemlich lange stand. "Die Spur der Bücher" ist ein Ableger der "Die Seiten der Welt"-Reihe von Herrn Meyer um die Bibliomanten; allerdings konnte ich mit der eigentlichen Reihe gar nichts anfangen. Teil 1 hatte ich zweimal angefangen zu lesen und schon nach wenigen Seiten entnervt wieder weggelegt; mittlerweile habe ich das Buch auch verkauft. Ich habe nur diese Ableger-Serie "Die Spur der Bücher" behalten und da hat mir Teil 1 erstaunlicherweise ziemlich gut gefallen. Ich kann nicht erklären, warum dieses und das andere dafür nicht. Ist vielleicht auch egal. Vom Ableger werde ich jedenfalls auch noch Teil 2 lesen. Der steht günstigerweise auch schon in meinem Regal parat ;)
Und dann habe ich noch "Aurora erwacht" von Amie Kaufman & Jay Kristoff durchgesuchtet, das muss ich echt so sagen. Eigentlich wollte ich dieses Buch gar nicht lesen, gar nicht haben. Das Cover spricht mich null an, erinnert mich eher an ein Kinderbuch. Aber andere Blogger und Leser fanden dieses Buch soo gut, dass ich doch neugierig geworden bin. Und es ist wirklich gut! Eine schräge Science-Fiction Buchreihe, die im All spielt, mit einem bunt zusammengewürfelten Team, bei dem der eine schräger ist als der andere. Ich fand´s herrlich und freue mich auf Band 2! (Auch auf die Gefahr, mich zu wiederholen, aber auch dieser Band 2 steht bereits wartend in meinem Regal. Nichts ist schlimmer, als nicht direkt weiterlesen zu können!!)
Zuvor, aber das ist jetzt schon einige Tage her, habe ich "Das Haus der tausend Fenster" von Laura Andersen gelesen, endlich das zweite Buch der Autorin. Hat mir auch gut gefallen, wie schon das erste Buch von ihr. Vielleicht setze ich mich die Tage noch an einen kleinen Leseeindruck.
Unabhängig davon überlege ich, ob ich meine alte liebgewonnene Blog-Rubrik "Die Lektüre meiner Zugnachbarn" wieder reaktiviere. In den letzten Jahren bin ich eher wenig Zug gefahren, da bot sich das nicht mehr an, den Leuten über die Schulter zu schauen und nach deren Büchern zu schielen. Aber mittlerweile bin ich wieder mehrfach in der Woche am Fahren und sehe mit Freude, dass es immernoch lesende Menschen im Zug gibt! Vielleicht bietet es sich demnächst mal an, jemanden vorzustellen. Ganz anonym natürlich ;)
Euch wünsche ich erstmal ein schönes Wochenende und ein gutes Buch in der Hand!!
Montag, 27. Dezember 2021
Blitzlicht: Tschüss 2021
Puhh, eins steht mal fest: dass ich so lange nichts von mir hören lasse auf dem Blog, war definitiv nicht geplant. Ich hätte eigentlich auch so viel schreiben können, Leseeindrücke, Rezensionen wollte ich schreiben (müsste ich sogar schreiben!), ich wollte euch die neuesten Harry Potter-Ausgaben mal genauer vorstellen, ich wollte ausführlich berichten, wie es mit meinen ganzen Lesevorhaben, Lesebingo etc. vorangegangen ist - und dann war plötzlich schon Weihnachten und das Jahr mehr oder weniger vorbei. Dieses Jahr hat mich das echt ziemlich kalt erwischt und so richtig in Weihnachtsstimmung und - laune bin ich auch die ganze Zeit nicht gekommen. (Ein Jammer!)
Jedenfalls bin ich nicht dazu gekommen, soviel Zeit auf dem Blog und mit dem Blog zu verbringen, wie ich das eigentlich geplant hatte. Auch gelesen habe ich in der Zeit aber nur wenig. Überhaupt sieht meine Lesestatistik dieses Jahr katastrophal aus - aus meiner ganz persönlichen subjektiven Sicht. Ich hab nicht mal 75 Bücher dieses Jahr gelesen (werde ich wohl in den restlichen 4 Tagen auch nicht mehr schaffen), das ist für mich echt schon richtig wenig. Woran lag das? Ich bin dieses Jahr irgendwie aufs Basteln gekommen, habe da viel Zeit mit verbracht und das auch sehr gern gemacht. Mein Kopf ist voll mit Ideen und Vorstellungen, ich sammele und suche Materialien zusammen, die ich (bisher zumindest gedanklich) irgendwie gebrauchen werde. Diese Zeit ist dann aber natürlich zu Lasten des Lesens gegangen. Allerdings habe ich schon überlegt, ob ich in Anbetracht dieses neuen Hobbys nicht im nächsten Jahr doch mal versuchen werde, meine Abneigung gegen Hörbücher zumindest etwas einzudämmen und mich beim Basteln vielleicht ab und zu mal von einem Hörbuch unterhalten zu lassen. Mal sehen.
Ansonsten stehen bei mir einige persönliche Veränderungen an. So wie es gerade aussieht, fange ich in der nächsten Zeit einen neuen Job an, was einiges verändern wird an meiner aktuellen Lage und auch Wohnsituation. Wahrscheinlich werde ich mir eine neue Wohnung suchen (müssen), was mich gerade in den letzten Wochen schon sehr beschäftigt hat. Wenn es hier Neuigkeiten gibt, lass ich mal davon hören. Aber vorerst wird meine Zeit am Laptop wohl weiterhin nicht für den Blog genutzt werden, sondern für Wohnungssuche draufgehen.
Trotzdem will ich in den verbleibenden Tagen des Jahres wenigstens noch ein bisschen was auch für den Blog machen. Das Lesebingo 2022 ist schon online (siehe oben und HIER), das stelle ich aber auch nochmal genauer vor. Auch einen kurzen Rückblick auf mein Lesejahr und meine geplanten Lesevorhaben 2022 will ich kurz vorstellen. Und dann vielleicht doch mal noch die ein oder andere Rezension schreiben, das wär schon ganz nett. Sind ja immerhin noch 4 Tage ;)
Mittwoch, 13. Oktober 2021
Blitzlicht: Von Netgalley, neuen Büchern und Basteleien
Hallo liebe Leseleute, Herbstfreunde, Weihnachten-Entgegen-Fieberer, Bastler und heutige Geburtstagskinder.
Am Wochenende hatte ich mal kurz einen "Rezensions-Flash", da hat es mich spontan gepackt und ich habe zwei Rezensionen runtergeschrieben und mir immerhin Gedanken über zwei weitere Bücher gemacht. Muss ja auch mal sein, zumal ich aktuell tatsächlich auch mal wieder ein, zwei Bücher von Verlagen bzw. als Leseexemplar in Form von ebooks liegen habe.
"Neu entdeckt" habe ich nämlich Netgalley - naja, neu entdeckt eigentlich nicht, ich wusste schon länger davon, aber angemeldet hatte ich mich bisher nicht. Vermutlich in erster Linie deshalb, weil ich im Grunde meines Herzens doch kein so richtiger Freund von ebooks bin und Netgalley nun mal darauf basiert, dass man die Bücher als ebooks erhält. Jedes Mal, wenn ich meinen Kindle in der Hand habe, dann denk ich mir, wie viel netter das jetzt mit einem "echten" Buch wäre. Und ich bin bei ebooks auch total knauserig, muss ich gestehen. Ich kauf mir eh selten welche und wenn dann nur mal eins, das es als Angebot gibt für maximal 5 Euro. Mehr würde ich für so ein elektronisches Irgendwas, das ich mir nicht ins Regal stellen kann, nie ausgeben, wenn ich mal ehrlich sein soll. Und wenn ich online sehe, dass ich für ein Hardcover beispielsweise 20 Euro bezahlen müsste, die ebook-Version selber aber auch schon 18 Euro kostet - na da ist doch klar, worauf meine Wahl fällt. Geht es euch auch so oder bin ich da komisch?
Das wiederum liegt auch daran, dass ich aktuell total Lust auf Basteln habe. Also nicht so Teekränzchen-Beschäftigungstherapie-mäßig. Nee, ich hätte gern eine Mini-Bibliothek in meiner "richtigen" Bibliothek (aka meine Bücherregale). Ich habe das mal online gesehen, finde die Ideen total cool und niedlich und möchte mich da längerfristig gern selbst reinstürzen in dieses Miniatur-Dings. Wenn´s irgendwann mal hübsch und so ist, dann zeig ich mal ein Foto. Momentan besteht das Vorhaben größtenteils nur aus Gedanken und Ideen in meinem Kopf und einigen kleinen realen Teilstücken, die aber erst noch ein größeres Ganzes ergeben müssen.
Und dann ist ja auch bald wieder Weihnachten (whoopwhoop!!) und da kann man seine bastlerisch-künstlerische Ader ja ruhig auch mal wieder spielen lassen. Auch da habe ich schon eine Idee im Kopf für ein beleuchtetes Weihnachtsdorf im Bilderrahmen und sogar schon alles parat liegen - ich müsste mich nur mal dransetzen, und im besten Fall auch noch vorm 1. Advent.
So oder so: Ich hab viel vor und viel zu wenig Zeit. Darauf erstmal die nächsten Seiten in meinem aktuellen Buch... :)
Samstag, 18. September 2021
Blitzlicht: Urlaub in Sicht
Ok, ok, das war mal wieder nichts mit meinem Vorhaben, präsenter auf dem Blog zu sein und vor allem mehr Rezensionen bzw. Bucheindrücke zu schreiben. Keine Ahnung, woran es zuletzt lag, aber ich habe tatsächlich wenig Zeit online verbracht und kaum Eindrücke für Bücher notiert. Natürlich habe ich Gedanken zu einer Geschichte im Kopf, wenn ich einen Buchdeckel zuklappe, aber mich zieht es dann eben einfach nicht zum Aufschreiben. Geht´s da nur mir so? Ich habe immer das Gefühl, andere sind da "disziplinierter" oder nehmen sich nach dem Auslesen oftmals noch mehr Zeit, die Geschichte sacken zu lassen und zu reflektieren, was das Gelesene für einen bedeutet. Vielleicht nehme ich mir dafür manchmal echt zu wenig Zeit.
Oder aber ich brauche diese Zeit wiederum gar nicht. In den letzten Tagen habe ich mich beispielsweise noch einmal durch die komplette "Silber"-Reihe von Kerstin Gier gelesen. Neulich blieb mein Blick an diesen Büchern im Regal kleben und ich fragte mich, warum mir die Reihe damals, als ich die vor ein paar Jahren gelesen hatte, irgendwie nicht so richtig gefallen hat. Ich wusste heute nicht mehr viel von dem Inhalt, aber ich konnte mich erinnern, dass ich die Story an sich doof und irgendwie viel zu wenig besonders fand. Mich hatten die Bücher damals nicht vom Hocker gehauen (erstaunlich, dass ich dann aber doch alle drei gelesen habe), aber warum genau - das wusste ich nicht mehr. Also habe ich sie erneut gelesen - und fand sie dieses Mal wieder nicht so berauschend. Ich glaube, diese "Silber"-Reihe zieht bei mir einfach zwangsläufig den Kürzeren, weil ich weiß, dass mir die "Edelstein"-Trilogie von Frau Gier so gut gefallen hat. Gegen die ist "Silber" nur ein müder Abklatsch, der über drei Bände gezogen wurde, ohne wirklich Inhalt zu haben. Jetzt hab ich mir meine Erinnerung an "Silber" also wieder aufgefrischt, aber eine Buchbewertung muss ich dazu ja echt nicht schreiben...
In den letzten Tagen gingen meine buchigen Gedanken aber ohnehin eher zu der Frage "Welche Bücher nehme ich mit?". Denn ich habe URLAUB und fahre morgen ein paar Tage weg. Und ich freu mich wie blöde, denn das ist das erste Mal seit gefühlten Ewigkeiten, dass ich wirklich mal wieder rauskomme und was anderes sehe als das mir ohnehin vertraute. Ich bin deswegen gedanklich sehr auf Urlaub eingestellt und zum Urlaub gehört natürlich Lektüre, ist ja logisch. Ich habe daher meine Bücher durchforstet und konnte mich nicht wirklich entscheiden. (Ebenfalls logisch.) Letztlich habe ich diese hier zusammengepackt:
Auf keinen Fall werde ich die in den paar Tagen alle schaffen, das ist mir klar. Für mich gibt´s im Urlaub aber nichts schlimmeres, als festzustellen, dass man a) zu wenige Bücher mitgenommen hat und/oder b) sich falsch entschieden hat und sich mit seinem Buch überhaupt nicht anfreunden kann, weil man es aus welchen Gründen auch immer doof findet. Und dann keine Alternative dabei hat. Schrecklich! Also nehme ich lieber ein paar mehr mit (dank Anreise mit dem Auto unterliege ich keinen Gepäck- und Gewichtsbeschränkungen - zum Glück!!), wenn auch eher schmalere. Ausnahme: "Für ein Leben" von Ulrich Woelk, das recht seitenintensiv ist und das ich als Rezensionsexemplar erhalten, bisher aber nur mal die ersten Seiten gelesen habe. Da muss ich echt mal dringend weiterlesen... Ich hoffe, ich habe damit ein bisschen Auswahl zwischen Spannung, Romantik, Abenteuer und Science-Fiction.
Es bleibt also auch die nächsten Tage eher ruhig auf dem Blog, aber dann geb ich mein Bestes, mal wieder mehr hören zu lassen. Definitiv stehen noch ein paar Rezensionen aus. Habt ein schönes Wochenende!
Freitag, 27. August 2021
Freitagsgedanken: Neue Bücher
Diesen Monat habe ich den Blog ja mal wieder ziemlich vernachlässigt, obwohl ich das so wirklich gar nicht vor hatte. Ich saß nur echt gar nicht so oft vorm Laptop und eigentlich bedauere ich das gar nicht :D Ich habe eine ganze Menge gelesen im August (ist ja auch noch gar nicht vorbei), auch "volumige" Bücher fürs Dicke-Bücher-Camp, das ja am 31.8. wieder endet.
Und ich wollte definitiv mal wieder einige Rezensionen schreiben; ja, ich hatte richtiggehend Lust aufs Rezensionen-Schreiben, und das kommt bei mir ja leider gar nicht mehr so häufig vor... Insofern habe ich das ganz oben auf der Liste stehen, die ich in den nächsten Tagen abarbeiten will. Auch zu den "dicken Büchern" werde ich vielleicht wenigstens kurze Leseeindrücke schreiben. Immerhin ist das hier ein Lese- und Bücherblog, also muss ich mir das wirklich mal wieder bewusst vornehmen, daran zu denken. Zuletzt lief es aber eher so ab, dass ich nach dem Auslesen eines Buches meist direkt ein anderes gegriffen habe, und dann waren alle möglichen Gedanken und Ideen, die ich vielleicht zu einem Buch entwickelt hatte, schnell wieder schwammig oder nicht mehr so wichtig oder auch ganz weg. Aber ich nehm´s mir fest vor!
In der Zwischenzeit zeige ich euch mal die neuen Bücher, die in den letzten Tagen und Wochen bei mir eingezogen sind. Irgendwie alle davon wollte UNBEDINGT haben, wie das halt so ist bei Büchern; aber manche standen dann doch länger auf der Wunschliste, andere haben es ganz spontan in den echten oder virtuellen Warenkorb geschafft und andere - tja, die waren irgendwie eher so Zufallskäufe.
Vielleicht ist ja auch was für euch dabei, lasst euch inspirieren, wenn ihr wollt, und berichtet mir gern, was ihr euch zuletzt gekauft habt! ;)
Sonntag, 4. Juli 2021
Halbjahres-Update Challenges 2021
Donnerstag, 3. Juni 2021
Von ausrangierten Büchern und verpassten Chancen
Kennt ihr das? Ihr habt irgendwann mal ein Buch gelesen, es nur so für lala gehalten, euch gedacht "Das lese ich sowieso nie wieder und ein Favorit war es auch nicht, gebe ich es halt weiter" - und dann habt ihr es verschenkt, verkauft, ausgelegt, was auch immer. Weg war das Buch. Und dann, ein paar Jahre später, habt ihr plötzlich wie aus dem Nichts eine Erinnerung an genau dieses Buch im Kopf, eine Szene, die euch noch einfällt, irgendein Detail; oder vielleicht auch gerade nicht genug, dass ihr versucht, euch an etwas spezielles aus eben genau diesem Buch zu erinnern - und es fällt euch nicht mehr ein. Oder plötzlich, nach einer Weile, hat man das Gefühl, man würde manche Dinge, Szenen oder Zusammenhänge aus diesem Buch viel besser verstehen, plötzlich würde da etwas Sinn machen, was es vorher beim Lesen nicht tat. (Weshalb man es vielleicht nur so lala fand.) Und dann denkt man sich "Hm, hätte ich das Buch mal noch hier..."
Kennt ihr das? Habt ihr das schon mal gehabt? Dass ihr euch plötzlich wünscht, genau dieses Buch, das man damals weggeben hat, doch wieder zu haben? Weil man nochmal etwas nachlesen will, oder vielleicht sogar das ganze Buch noch einmal, weil man heute (!!) das Gefühl hat, heute würde einem dieses Buch soviel mehr geben als damals.
Echt schräg. Aber genau so geht es mir seit ein paar Tagen. Neulich hatte ich auf einmal den Gedanken an ein Buch im Kopf, das ich vor ein paar Jahren gelesen habe. Ich weiß gerade weder, wie es heißt, noch wer es geschrieben hat. (Eine Frau, glaube ich.) Es war dystopisch in dem Sinne, dass die Welt gerade einen halben Weltuntergang erlebt hatte, war dabei aber nicht so Action-und Spannungsmäßig, sondern ein ganz ruhiges nachdenkliches Buch. Aus mehreren Perspektiven berichteten mehrere Personen, wie sie die letzte Zeit erlebt hätten. Alle waren miteinander verbunden durch eine Person, einen Professor oder Schauspieler oder Autor oder so...?
Ich weiß noch, dass mir das Buch damals, glaube ich, zu langatmig war - zu viel Gerede, zu wenig Apokalypse oder so. Vermutlich hatte ich ganz andere Erwartungen, aber das weiß ich nicht mehr. Könnte auch sein, dass ich das hier auf dem Blog besprochen habe (wahrscheinlich sogar), aber ich habe ehrlich gesagt keine Lust, mich durch Jahre von Posts zu scrollen, zumal ich nicht mal mehr sagen könnte, wieviele Jahre das her ist. Und dafür ist es mir letztlich auch nicht wichtig genug. Ich MUSS dieses Buch jetzt nicht wiederfinden. Ich habe es damals weggegeben, verkauft, glaube ich. Weil ich mir dachte: das lese ich eh nie wieder. Und jetzt? Würde ich glatt mal wieder darin rumblättern.
Sowas macht mich natürlich nachdenklich darüber, wie ich mit gelesenen Büchern umgehe. Ob es richtig ist, Bücher wirklich irgendwann auszusortieren (denn mal ehrlich: das muss man einfach, wo sollen die sonst alle hin?!). Ob gerade Bücher, die man nicht grottenschlecht, aber eben wirklich nur so lala fand, so mittelmäßig, ob man solchen Bücher nicht prinzipiell die Möglichkeit zu einer zweiten Chance einräumen sollte. Ich hab das schon oft gehabt, dass ich ein Buch einfach zur falschen Zeit angefangen habe und doof fand, und als ich es Monate später nochmal probiert habe, hat es mir dann sehr gefallen. Aber wer weiß das schon? Und Bücher dafür jahrelang zu horten, nur weil es sein könnte, dass...? Kann ja auch nicht die Lösung sein.
Naja. Eigentlich wollte ich einen ganz anderen Post schreiben, aber das hier ging mir gerade durch den Kopf. Also einfach mal raus damit. Wie geht ihr damit um? Und bitte, BITTE, sag mir jemand, dass es ihm/ihr schon mal genauso gegangen ist, dass plötzlich ein schon lang ausrangiertes Buch sich gedanklich wieder in Erinnerung rief und man ernsthaft überlegte, ob es ein Fehler war, es wegzugeben...
Danke.
Donnerstag, 20. Mai 2021
Ich habe Bücher gekauft.
Ich habe mir Bücher gekauft in der letzten Zeit.
Ziemlich viele, wenn ich mal ehrlich sein soll - und das schlimmste: in noch gar keins davon habe ich bisher mal reingelesen. Weil ich noch so viele andere Bücher angefangen habe oder zumindest zuerst lesen möchte. Trotzdem zeige ich euch heute mal meine neuen Bücher. Die auf dem obersten Bild habe ich alle gekauft, tatsächlich alle, da gibt´s gar nichts schön zu reden: ich hab halt echt Geld für Bücher verprasst :o
Sonntag, 2. Mai 2021
Blitzlicht und Mai-Bücher
Freitag, 16. April 2021
Freitagsgedanken: Zeitreisen gesucht!
Also genauer gesagt: Bücher über Zeitreisen gesucht!
Übrigens: Das damalige Cover finde ich eigentlich katastrophal gruselig mit diesen beiden vermummten Gestalten da drauf. Und das ganze Cover als solches ist auch irgendwie fürchterlich trostlos-nichtssagend. Eigentlich nicht sehr verlockend zum Kauf. Trotzdem hab ich es mir damals zugelegt und habe das bis heute nicht ein einziges Mal bereut. Im Gegenteil: Ich finde, "Das Jesus Video" ist einer der besten Zeitreise-Romane, die ich je gelesen habe. Mir gefällt die Story immer wieder, sie ist stets wieder spannend (wenn man einige Zeit verstreichen lässt zwischen mehrmaligem Lesen) und regt ordentlich die Fantasie und das Vorstellungsvermögen an.
Allerdings will ich ja nun nicht auch immer nur "Das Jesus Video" lesen. Im Laufe der Jahre habe ich auch andere Bücher zum Thema Zeitreisen gelesen; einige davon waren - zugegeben - aber eher Geschichten aus der Jugendliteratur (z.B. die "Edelstein-Trilogie" von Kerstin Gier oder "Zeitenzauber" von Eva Völler), die aber auch sehr unterhaltsam und gut gemacht sind, wie ich finde. Andere Bücher, die mir spontan einfallen, sind z.B. "Everlasting" von Holly-Jane Rahlens, "Die Frau des Zeitreisenden" von Audrey Niffenegger (das steht in meinem Regal, aber ich habe es noch nie gelesen, weil ich befürchte, dass das ganz katastrophal traurig endet...), oder "Die vielen Leben des Harry August" von Claire North, das ich gern noch dieses Jahr lesen möchte (auch weil ich es auf meiner #21für2021 Liste stehen habe). Mir fallen gerade gar keine weiter ein, aber ich habe definitiv auch noch mehr in meinen Regalen stehen - gelesen und ungelesen.
Kennt ihr gute Zeitreise-Romane? Habt ihr Bücher, in denen es um Zeitreisen geht, und die ihr empfehlen könnt?
Ich bin erstmal total unvoreingenommen und habe keinerlei Vorstellungen oder Wünsche, worum es konkret im Buch gehen soll. Auch ob es sehr wissenschaftlich-physikalisch wird, total hirnverknotend oder völlig unglaubwürdig - ich freu mich sehr über Vorschläge oder Lesetipps!
Freitag, 9. April 2021
Freitagsgedanken und Leseeindrücke
Samstag, 3. April 2021
Blitzlicht: Von März-Überdruss, Bücher-Frust und April-Freuden
Hallo ihr!
Schöne Ostern und ein paar erholsame ruhige Tage wünsche ich euch. Oder haben sowieso derzeit alle ruhige Tage (nur ich nicht)? Keine Ahnung, momentan ist so eine komische verrückte Zeit, da blickt man doch gar nicht mehr durch.
Der März ist vorbei, der ging dieses Jahr gefühlt auch ganz schön lang, finde ich. Mein Problem mit den Kalenderblättern, die mir irgendwann auf den Keks gehen, wenn ich sie zu lange sehe, habe ich euch ja letztes Jahr schon mal berichtet. Das ging mir jetzt im März mal wieder so.
Ansonsten war der März ein blöder Monat für mich, was einerseits an ein paar persönlichen/ privaten Belastungen und Problemen lag, die mich sehr beschäftigt und mitgenommen haben. Auch im beruflichen Bereich stand ich mir im März wieder einmal vorrangig selbst im Weg. Zu wirklichen Entscheidungen konnte ich mich da nicht durchringen, die aber eigentlich nötig wären, weil mir der aktuelle Zustand nicht gefällt - und auch nicht bekommt. Eine Eierei für nichts und wieder nichts. Eigentlich tu ich mich sonst nicht so schwer mit Entscheidungen, aber ... weiß nicht, ich steh irgendwie gerade in so einer Sackgasse und komme nicht voran. Mittlerweile träume ich sogar schon sowas in der Art. Kennt ihr solche Träume auch, in denen man laufen will/muss, und man merkt aber, dass man nicht voran kommt? Dass es entweder gar nicht geht, sich die Füße nicht bewegen, oder nur schneckenlangsam und sehr beschwerlich? Da brauch ich mein Psychologiestudium nicht für, um zu wissen, dass mir mein Unterbewusstsein gerade etwas sagen möchte.
Vielleicht war im März auch deswegen so wenig hier los auf dem Blog, weil mir einfach nicht danach war. Keine Lust, mich lange vor den Laptop zu setzen. Auch Instagram und Co. sind mir in den letzten Wochen total auf die Nerven gegangen. Um solche "Positivity, Achtsamkeits und Gute Laune Beiträge" habe ich stets einen großen Bogen gemacht, weil - mal im Ernst, man hat halt auch nicht immer Bock zu sehen, wie toll es anderen (vermeintlich) geht und wie die ihr Leben so meistern, oder? Manchmal hat man halt einfach Lust auf schlechte Laune und bockig sein und auf andere pfeifen und lasst mich alle in Ruhe, oder? Oder? Geht´s nur mir so? Manchmal habe ich kein Problem damit, alles und jeden kacke zu finden, auch mich selbst; ist ja schließlich kein Dauerzustand. Auch hier brauch ich mein Psychologiestudium nicht, um zu wissen, dass es völlig normal und ok (und gesund!) ist, mal alles doof zu finden. (Und solche ausschließlichen "Wie ist das Leben doch schön!"-Accounts bei Insta guck ich mir eh nie an. Da ist doch soviel nicht echt...)
März war halt so ein doofer Monat. Ich hab zum Ausgleich viel gelesen, allerdings viel auch nur angelesen oder begonnen. Auch vieles gleichzeitig - ich schaffe das einfach immer wieder. Zwischenzeitlich hatte ich 7 angefangene Bücher, da habe ich dann doch mal aufgehört und mich damit begnügt, wenigstens 2 erstmal fertig zu lesen. Mir haben die angefangenen Bücher irgendwie alle auch gefallen, aber so richtig zum Dranbleiben hatte keins das Zeug.
Vermutlich auch deshalb angelesen habe ich u.a. auch "The Muse of Nightmares" von Laini Taylor, das ich endlich mal lesen wollte. Auch hier bin ich nur etwa ein Drittel weit gekommen, dann kam mir "Ready Player Two" von Ernest Cline dazwischen, das für mich dann doch einfach Vorrang hatte. Da bin ich auch gerade mittendrin. Auch hier ist mein Eindruck, dass Teil 1 deutlich besser war als die Fortsetzung, aber gut, das ist ja leider häufig der Fall. Abends lese ich ganz gern noch was gemütlich-unaufgeregtes, und daher ist meine Abendlektüre derzeit "Effi liest" von Anna Morretti. Gerade ausgelesen als Zugbuch beim Pendeln habe ich "Fast genial" von Benedict Wells. Das ist mein viertes Buch von ihm, wobei eins, "Die Wahrheit über das Lügen" nämlich, ja eigentlich nur Kurzgeschichten waren. Kurioserweise fand ich seine Kurzgeschichten ganz toll, aber von seinen Romanen hat mir noch keiner so richtig richtig gut gefallen. Irgendwie ist immer was, was mich stört. Im März hatte ich euch dann auch von meinem kurz aufgeflackerten Interesse an der Netflix Verfilmung der Grischa-Reihe von Leigh Bardugo erzählt. Daraufhin habe ich den ersten Teil der Reihe gelesen und ... es hat mich nicht wirklich gepackt. Ich hab mich so durchgewurschtelt durch das Buch, hatte aber schnell gar keine richtige Lust mehr drauf. Die Teile 2 und 3 bleiben damit (vorerst) ungelesen in meinen Regalen. Irgendwie ist die Reihe nicht so wirklich was für mich. Kurioserweise ist es bei ihrer "Krähen"-Dilogie ganz das Gegenteil, diese beiden Bücher um Kaz Brekker und seine Bande liebe ich! Da packte mich nach dem Grischa-Reinfall neulich auch direkt die Lust auf einen Re-Read, und ich habe "Das Lied der Krähen" verschlungen. Jetzt lese ich Teil 2 "Das Gold der Krähen" auch noch so nebenbei.
Was bringt der April? Ich werde ein Jahr älter. Ich versuche mir einzureden, dass mir das egal ist, weil es ja eh nichts aussagt. So von wegen: Man ist nur so alt, wie man sich fühlt. Aber eigentlich... find ich´s voll doof. Was ich dagegen nicht doof finde, sondern freudig erwarte, ist das Erscheinen von "Scarlett & Browne - Die Outlaws", das neue Buch von Jonathan Stroud. Das kommt Mitte April. Gibt auch noch ein paar andere Bücher, die im April erscheinen und die mich interessieren, aber tatsächlich ist dieses für mich das wichtigste. Nachdem ich "Lockwood & Co." absolut liebe, bin ich gespannt, was Herr Stroud sich dieses Mal ausgedacht hat.
Vielleicht bringt der April ja auch ein bisschen mehr Klarheit. Über Job, Wünsche, Erwartungen - das Leben. Mal sehen.
Worauf wartet und freut ihr euch im April?
Mittwoch, 3. März 2021
So viele neue Bücher im März!
Ja genau - so viele neue Bücher erscheinen im März! Zumindest so viele, die mich interessieren, anderen Lesern mag es da anders gehen. Ich habe meine Neuerscheinungsliste durchforstet und jene rausgesucht, die ziemlich weit oben auf meiner Wunschliste stehen, um sie euch mal vorzustellen.
Hand aufs Herz, bei manchen werde ich mich schlicht nicht zurückhalten können, die werde ich mir definitiv "leider" sofort kaufen (müssen). Und dann habe ich ja im April Geburtstag, also stehen die Chancen gut, dass es da buchige Geschenke für mich geben wird. (Der Denkfehler dabei ist, dass auch im April wieder kolossal tolle neue Bücher erscheinen; ja, das ist mir schon klar. Ein Teufelskreis, aber wem erzähl ich das...)
Ich bin gerade zu faul, für jedes Buch eine kurze Inhaltsangabe zu schreiben, ich geb´s zu. Ich verlinke euch die Bücher mal, da könnt ihr selbst nachschauen, worum es genau geht.
Sehr neugierig macht mich beispielsweise "Sommernacht" von Lucy Foley, nachdem ich "Neuschnee" von ihr so genial fand. Das möchte ich unbedingt lesen, zumal auch das in den ersten Bewertungen wieder sehr gut wegkommt. Die Geschichten von Jenn Bennett mag ich sehr, daher bin ich auf "Wiedersehen mit Lucky" gespannt. Ebenso auf "Die Liebesbriefe von Abelard und Lily", das irgendwie niedlich und besonders klingt. Einen ungewöhnlichen Roadtrip wird es in "Reise mit zwei Unbekannten" geben. Eher historisch wird es wohl in "Feuerland", in dem es um ein besonderes Buch geht, und in "Stay away from Gretchen", das eine besondere Familiengeschichten-Aufarbeitung verspricht. Neugierig macht mich auch "Der große Sommer" von Ewald Arenz, weil soviele schon von seinen Büchern geschwärmt haben. Und "Inseln. Die Kartierung einer Sehnsucht" weckt ziemliches Fernweh bei mir. Und "Ready Player Two" erscheint im März auf Deutsch.
Wie sieht es bei euch aus? Auf welche Bücher wartet ihr im März besonders?
Sonntag, 28. Februar 2021
Hallo März!
Freitag, 5. Februar 2021
Freitagsgedanken: Voll im Märchenfieber
Uuuaaaaahhhh, bin ich müde! Ich sitze hier vorm Laptop mit dem Ziel "Homeoffice", d.h. für mich, ich muss einen Therapieantrag schreiben und generell ein bisschen Vor- und Nachbereitung für Therapiesitzungen machen. Das ist zumindest das Ziel. Die Realität sieht so aus: eben habe ich erstmal mein Email-Postfach ausgemüllt, dann kurz Facebook besucht (obwohl ich da eigentlich schon seit Monaten nicht mehr wirklich bin), dann habe ich geguckt, ob es bei anderen Blogs was neues gibt, dann habe ich zumindest schon einmal die Datei mit dem Therapieantrag geöffnet (hey!), jetzt gähne ich mir hier eins und lasse mich gerade gern von meinem Hund ablenken. Achso, ja, und jetzt schreibe ich hier ja auch gerade noch den Blogpost.
Eigentlich bin ich sonst ganz gut im Zuhause-arbeiten und auch selbstständig arbeiten, irgendwie habe ich auf die Art und Weise ja immerhin auch die Doktorarbeit gewuppt. Allerdings bin ich leider nicht so diszipliniert und zeiteffektiv, wie manche es vermutlich sind (und sein müssen). Ich bummel immer gern mal rum, besuche zig andere Seiten online, mache hier mal 10 Minuten was, dann erst 2 Stunden später wieder. Ich habe allerdings auch wenig(er) mit Zoom-Meetings, Onlinesitzungen, Face-to-Face-Calls und was es da nicht alles gibt, zu tun, das muss ich ehrlicherweise dazu sagen. Wenn ich da viele Termine am Tag hätte, dann würde mein Arbeitstag vermutlich auch anders aussehen.
Erschwert wird dieses Homeoffice-Ding (in meinen Augen) ja auch noch dann, wenn man gedanklich immer wieder zu einem Buch abschweift, das man gerade liest. Und dann so ein Gedanke kommt "Könntest ja auch einfach jetzt weiterlesen.". Ich befinde mich momentan in einer guten Lesephase; ich hab richtig Bock auf Lesen, könnte in viele Bücher gleichzeitig reinschnuppern und gucken, was mich erwartet, habe total Lust, mich in Geschichten zu verlieren. Deswegen nutze ich gerade auch viel freie Zeit zum Lesen.
Jedenfalls bin ich leider ziemlich angefixt von dieser Buchreihe, musste mir dann nach dem Auslesen von Teil 1 (leider leider) auch gleich die anderen Bände besorgen und habe mich jetzt durch die ersten drei gelesen. Gestern abend habe ich mit Teil 4 begonnen und damit bin ich jetzt auf der Zielgeraden zum Happy End - zumindest hoffe ich doch stark, dass es eins gibt. Könnte mir aber vorstellen, dass hier noch einiges gewaltig schief geht; immerhin ist der vierte auch der dickste aller vier Bände. (Jippie!)
Insofern steht mir ein Lese-Wochenende bevor und ich find´s gut. Hier soll´s sowieso wieder alles zuschneien. Passt also.
Macht´s euch ebenso schön, ob mit oder ohne Buch.
Samstag, 2. Januar 2021
Rückblick auf das (Lese-)Jahr 2020
Ok, 2020, das war ja wohl mal nix. Dieses Jahresfazit werden viele in diesen Tagen treffen, da bin ich nicht alleine. So ein verkorkstes und sinnloses Jahr hatten wir ja schon lange nicht mehr, wenn denn überhaupt schon einmal. Da nehme ich mich nicht aus; zugleich möchte ich an dieser Stelle aber auch nicht nur rumjammern über dieses vergangene Jahr - denn das haben wir doch alle eh schon im Laufe der letzten Monate mehrfach getan.
Dass alles ausgefallen ist, worauf ich mich eigentlich gefreut hatte (Reisen, Ausflüge, Konzerte, Besuche bei Freunden, Besuche in Museen oder in Ausstellungen etc.). Dass das ganze Jahr bei mir einfach nicht viel passiert ist, sondern in vielerlei Hinsicht fast nur Stillstand herrschte. Dass 2020 auch beruflich nicht mein Jahr war und ich meine diesbezüglichen Ziele und Vorhaben nicht im Ansatz geschafft habe. Dass 2020 einfach ein Kackjahr war.
Weiß ich ja alles. Brauche ich an dieser Stelle nicht wirklich vertiefen und auch euch damit nicht in den Ohren liegen.
Ob 2021 alles besser wird? Pff, keine Ahnung. Sieht ja erstmal nicht so aus, aber man kann ja dennoch von den ganzen folgenden Monaten einfach mal das Beste hoffen. Vorsätze mache ich mir keine, habe ich ja noch nie so richtig; trotzdem versuche ich, 2021 einfach erstmal positiv zu nehmen und vielleicht das ein oder andere kleine Vorhaben in die Tat umzusetzen.
Jetzt aber erstmal ein Rückblick auf dieses vermaledeite Jahr 2020. Lesetechnisch war das ein recht unaufgeregtes, unspektakuläres Jahr für mich, was sich schon daran zeigt, dass ich mit Blick auf meine gelesenen Bücher nicht mal eine handvoll Lesehighlights benennen könnte. Ich kriege nicht mal 5 zusammen, was ich schon bedenklich finde. Dazu mehr weiter unten. Gelesen habe ich 83 Bücher, was ... okay ist. Zumindest mehr als im Jahr davor; zugleich hat 2020 dank diverser Lockdowns, Shutdowns, Kontaktverboten, Quarantänen etc. ja eigentlich soviel Zeit zum Lesen geboten wie schon lange kein Jahr mehr. Und dann hätten es natürlich schon ein paar Bücher mehr noch sein können.
Aber wie ich schon angedeutet habe, war ich 2020 mit meinen gelesenen Büchern, bis auf einige Ausnahmen, irgendwie nie so richtig zufrieden. Ich habe in diesem Jahr wenig Mitreißendes, Bewegendes oder Berührendes gelesen; wenig, das mir lange im Kopf bleiben wird. Ich habe viele verschiedene Bücher probiert, hatte mitunter (worüber ich ja hier auf dem Blog auch ganz gern mal gejammert habe) 4 oder 5 Bücher gleichzeitig angelesen und begonnen, ohne in eins davon richtig eintauchen zu können - und eintauchen zu wollen. Tatsächlich fiel es mir 2020 unglaublich schwer, mich auf neue Bücher einzulassen. Mich in neue Geschichten begeben zu wollen und neue Abenteuer oder Erzählungen zu entdecken. Ich bin irgendwie lieber beim "Alten" geblieben und habe daher in den vergangenen 12 Monaten recht viele Bücher gelesen, die ich schon kannte. Re-Reads waren angesagt bei mir, darunter die komplette "Lockwood & Co." Reihe, 2 "Harry Potter" Bücher, Bücher von Kerstin Gier, Nikola Hotel, Nora Roberts. Wohlfühlbücher sozusagen. Vielleicht hatte ich bei dieser komischen Corona-Situation einfach keine rechte Lust, mich auf Neues einzulassen (und enttäuscht zu werden), sondern habe bekanntes, bewährtes bevorzugt.
- Challenges -
Einige neue Bücher gab es natürlich trotzdem. Ich bin sogar auch immer mal über meinen gewöhnlichen Lese-Horizont geklettert und habe dank der Sachbuch-Challenge von Konstanze mehrere Sachbücher gelesen, wenn auch vorwiegend in der ersten Jahreshälfte. Die Aufgabe war es, 8 Sachbücher zu lesen, was ich tatsächlich auch gemacht habe (ein ziemlicher Erfolg für mich, die Sachbücher sonst zwar immer sehr interessant findet, sie meistens aber nicht liest), auch wenn ich für drei davon ein Leseeindruck schuldig bleibe (habe einfach keine Lust mehr, mich jetzt noch dran zu setzen...). Trotzdem: das lief ziemlich gut, ich habe tolle Bücher gelesen und viel erfahren und gelernt. Hat sich absolut gelohnt.
Ich habe 2020 auch 3 Lieblingsbücher anderer Personen gelesen, was ich als wirklich erfrischende und nette Leseaktion empfunden habe. Diese kleine Aktion habe ich selbst ins Leben gerufen, wenn man so sagen möchte, und es haben sich drei weitere Personen gefunden, die eine kleine Liste ihrer Lieblingsbücher zur Verfügung gestellt haben. Ich selbst hatte mir fest vorgenommen, von jeder der drei Listen wenigstens ein Buch zu lesen, also ein Lieblingsbuch der drei Personen. Das hat ziemlich gut geklappt. Ich habe mir von der Liste von Skye "Fahrenheit 451" von Ray Bradbury ausgesucht, ein Klassiker, den ich eh schon länger mal lesen wollte. Hat mir gut gefallen, vor allem, wie realistisch bezüglich der Zukunftsvisionen und -gedanken dieses Buch von 1953 letztlich schon war. Von Twineetys Liste habe ich "Vier Farben der Magie" von V.E. Schwab ausgesucht, weil es mich irgendwie neugierig gemacht hat und ich schon lange nur gutes über diese Buchreihe höre, auch wenn ich ja nicht so der typische Fantasy-Leser bin. Was soll ich sagen, nach dem ersten Band war ich süchtig und so "geflasht", dass ich wissen wollte, wie es weitergeht. Glücklicherweise ist die Reihe ja schon eine Weile draußen, sodass ich direkt die Teile 2 und 3 weiterlesen konnte. Und von Neyashas Lieblingsbüchern habe ich "Amy on the Summerroad" von Morgan Matson gelesen, was mir auch gut gefallen hat. Für mich hat es ein wenig gedauert, bis die Story in die Gänge kam, aber dann hat sie schon ihre schönen und emotionsvollen Momente gehabt.
Von der Aktion #20für2020, bei der ich mir schon Anfang des Jahres 20 ungelesene Bücher ausgesucht habe, die ich über das Jahr hinweg lesen wollte, habe ich 9,5 Bücher gelesen; eins liegt noch angefangen hier herum. Dieser Endstand ist ... okay, schon mal deutlich besser als letztes Jahr, aber natürlich noch ausbaufähig. Vielleicht klappt es ja dieses Jahr, da mache ich bei #21für2021 wieder mit.
Zum Lesebingo schreibe ich die Tage noch einen kleinen extra Post.
Und sonst?
- Die meisten Lacher -
Tatsächlich gab es bei mir 2020 wenige Bücher, die mich so richtig zum Lachen gebracht habe. Definitiv dazu gehört hat aber das ebook "In meinem Kopf klangs irgendwie besser" von Nina Kenwood, das mich echt herrlich unterhalten und amüsiert hat. Ich fand den Humor und die Beobachtungsgabe von Hauptfigur Natalie einfach köstlich.
- Das schönste Pärchen -
Das sind Kell & Lila aus der "Weltenwanderer"-Reihe von V.E. Schwab und Ivy & Asher aus "It was always you" von Nikola Hotel.
- Das fieseste Ende -
Ich muss sagen, mir hat das Ende der "Spiegelreisenden"-Buchreihe von Christelle Dabos nicht so richtig gefallen. Es ist jetzt nicht "fies", wie die Kategorie erfordert, höchstens in der Hinsicht, dass ich als Leserin schon recht eindeutig ein netteres, ja - irgendwie "Happy End" halt erwartet und mir gewünscht hätte. Ich verrate an dieser Stelle natürlich nichts, aber irgendwie hat mich das Ende enttäuscht, dafür dass ich mich durch die 4 Bände durchgekämpft habe.
Ähnlich unzufrieden bin ich mit dem Ende der "My dear Sherlock"-Reihe von Heather Petty, die die Geschichte um Sherlock und Moriarty ins London der heutigen Zeit versetzt und jene Jahre beschreibt, in der die beiden sich noch gut verstehen - bevor sie irgendwann zu Feinden werden. Hier ist zwar viel nach künstlerischer Ader ausgedacht und umgeschrieben, so ist Moriarty z.B. ein Mädchen, aber trotzdem stimmen die meisten Grundmotive der bekannten Sherlock-Erzählung überein. (Nur Watson spielt absolut keine Rolle.) Und gerade weil das so ist, kann man sich als Leser natürlich irgendwie insgeheim schon denken, dass die Buchreihe mit einem großen Knall enden wird, und eben nicht mit einem "Happy End". Dass Heather Petty das dann aber auch wirklich so durchzieht, finde ich gleichermaßen stark und frustrierend.- Das beste Abenteuer -
... habe ich in der "Weltenwanderer"-Trilogie von V.E. Schwab gelesen. Gut fand ich auch das Abenteuer des ersten Teils der "World Runner" von Thomas Thiemeyer und "Bermuda" von Thomas Finn.
- Der gemeinste Cliffhanger -
Naja, das ist streng genommen kein Cliffhanger, denn darunter verstehe ich eigentlich, dass die Story nach diesem plötzlichen Ende noch weitergeht. Das tut sie bei "Alle Farben weiß" von Christa Ludwig nicht. Aber genau das hat mich eben so fuchsig gemacht: Die Geschichte von Selina endet einfach im Nichts. Plötzlich ist vorbei, der Text endet, ich drehe die Seite um, sehe, dass da nichts mehr kommt und denke mir so "Häää?!". Äußerst unzufriedenstellend, muss ich schon sagen. Hier hätte ich mir irgendwie noch mehr gewünscht.
- Die meisten Tränen -
Hier muss ich eine Unterscheidung treffen. Wirklich weinen musste ich in diesem Jahr glücklicherweise bei keinem Buch. Also zumindest nicht so richtig. Ein kleines bisschen sind die Augen feucht geworden bei "Amy on the Summerroad" von Morgan Matson, weil das zum Ende hin doch ganz schön tiefsinnig und traurig wird.
Wirklich fassungslos und völlig durch den Wind sitzen gelassen hat mich aber auch das Buch "Das Earhart Mysterium" von Klaus L. Schulte, das ich als Sachbuch gelesen habe. Ich habe bei dem Buch nicht wirklich weinen müssen, aber mich hat die Mischung aus sachlichen Infos zum Verschwinden Amelia Earharts, kombiniert mit dem Versuch des Autors, ihre vermutlich letzten Stunden "belletristisch" in Form einer Geschichte darzustellen, ziemlich mitgenommen und noch Tage nach dem Lesen gedanklich völlig beschäftigt. Auch in der Art, dass mich die Tragweite dieses Verschwindens irgendwie unglaublich mitgenommen hat.
- Viel Wirbel um nichts -
Hmmm. Ich mochte "Die Wahrheit über das Lügen" von Benedict Wells sehr, diese Kurzgeschichtensammlung, die er als letztes herausgebracht hatte. Auch live fand ich ihn unglaublich sympathisch und nett, als ich ihn bei einer Lesung erlebt habe. Sein größter Erfolg ist wohl "Vom Ende der Einsamkeit", von dem irgendwie gefühlt die ganze Leser-Welt redet. Und schwärmt. Also habe ich das natürlich auch lesen wollen und das in den letzten Monaten auch getan. Und irgendwie... tja, ist bei mir der Funke nicht übergesprungen. Ich fand die Geschichte ganz nett, so "kann man mal lesen"-mäßig, aber was alle an diesem Buch so verzückt und begeistert - das blieb mir irgendwie schleierhaft. Hat mich nicht besonders beeindruckt und wir mir auch nicht wirklich im Kopf bleiben.- Am meisten gelernt -
In diesem Jahr habe ich lesend ´ne ganze Menge gelernt und erfahren, weil ich neben all den Büchern, die ich ohnehin lese, ja ganz bewusst auch zu Sachbüchern gegriffen habe. Besonders viel an tollen Infos und Details, die mir zuvor völlig unbekannt waren, habe ich dabei aus "Der Taschenatlas der abgelegenen Inseln" mitgenommen.
- Die größte Überraschung -
Da gab´s eigentlich keine. Richtig umhauen konnte mich kein Buch, schon gar nicht, wenn ich es vorher nicht erwartet hätte. Dennoch muss ich positiv das neueste Buch "Ein Wort, um dich zu retten" von Guillaume Musso erwähnen. Mit Herrn Musso habe ich so meine Probleme und verbinde eine Hassliebe zu seinen Büchern, wie ich ja HIER schon mal erzählt habe. Dieses Jahr habe ich mich mal wieder an sein neuestes Buch ran gewagt und war davon sehr positiv überrascht.
- Enttäuschungen 2020 -
Glücklicherweise gab es 2020 eigentlich kein einziges Buch, das ich so richtig richtig schlecht fand. Gab nur ein oder zwei, die mich doch etwas enttäuscht haben. Hier muss ich "Gelebte Zeit" von Bettina Belitz nennen, das mich echt total gelangweilt und frustriert hat, ebenso wie "Das legt sich wieder" von Steffi von Wolff, ein schrecklicher Vertreter der sogenannten "Chicklit"-Bücher. Auch "Ich, Eleanor Oliphant" von Gail Honeyman konnte ich nicht viel abgewinnen und "Babylon" von Thomas Thiemeyer hat mich zum Ende hin ziemlich enttäuscht.- Highlights 2020 -
Wie schon angedeutet, gibt es da gar nicht so viele in diesem Jahr. Ich habe viele Bücher gelesen, die ich so mittelmäßig eingestuft habe, nicht schlecht, aber auch nicht so gut, dass sie mir lange im Kopf bleiben werden oder gar etwas mit mir gemacht hätten. Wirklich richtig super gut gefallen haben mir aber folgende Bücher: "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky, "Neuschnee" von Lucy Fowley sowie die "Weltenwanderer"-Reihe von V.E. Schwab, die man aber wohl auch als Eins zählen könnte. Insofern: keine Handvoll.
Wie war euer Lesejahr 2020? Habt ihr Highlights entdeckt, die ihr empfehlen könnt?






















