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Sonntag, 3. Juli 2022

Das "Dicke Bücher Camp" hat wieder aufgemacht

Juli und August - erfahrungsgemäß die Monate, die ich am wenigsten mag, denn sie sind mir einfach zu warm und sonnig. Ich hab nichts gegen Sonne, aber ich funktioniere bei Temperaturen oberhalb von 24° nicht mehr richtig. In solchen Monaten kann man daher meistens nicht sehr viel mehr machen, als sich irgendwo in den Schatten zu hauen - und zu lesen. Trifft sich gut.
Vor - ich glaube - mittlerweile 4 Jahren hat Marina (@nordbreze) auf Instagram das "Dicke Bücher Camp" ausgerufen, was nichts anderes heißt, als dass alle Interessierten, die mitmachen möchten, sich in den beiden Monaten vor allem den dicken Büchern in ihren Regalen zuwenden sollen, also jenen mit mehr als 500 Seiten. Ich mache auch dieses Jahr wieder mit, weil mich diese vier Bücher hier ohnehin in den letzten Wochen schon sehr angelächelt haben und warten, dass sie endlich mal gelesen werden. Fürs erste habe ich zwar auch noch andere, bereits angefangene - und vor allem schmalere - Bücher hier liegen, die ich auch in der nächsten Zeit lesen möchte, z.B. "Vicious" von V.E. Schwab. Aber ich werde in diese vier dicken Vertreter hier definitiv auch mal reinlesen.
Macht doch auch mit, ob nun bei Instagram oder einfach so! :)




 

Dienstag, 7. Juni 2022

Wieder anfangen

Die letzten Wochen war es hier sehr ruhig. Der letzte Eintrag ist, ach Gott, fast 3 Monate her. Geplant war das nicht, aber es war einigen Umständen geschuldet. Der schlimmste machte sich ab Mitte März bemerkbar, als klar wurde, dass es meiner Hündin so schlecht geht, dass sie nicht mehr lange da sein würde. Genau so war es dann leider auch, Ende März musste ich mich unglaublich schweren Herzens nach über 11 Jahren von ihr verabschieden. Es war so schwer. So schwer und so sinnlos, plötzlich ohne sie zu sein. Nach 11 Jahren ist ein Hund so sehr ein fester Bestandteil im Leben, im Alltag, in allem, was einen auch selbst ausmacht, dass ich nach all der Zeit auch wirklich ein Stück von mir selbst verloren habe, weil sie nicht mehr da ist. Sie fehlt. Jeden Tag. 

Die Tage und Wochen waren scheiße, da brauch ich nichts schön reden. Richtig mies. Jeder Tag war zum Vergessen. "Leichter" gemacht hat es irgendwann die Routine, das Arbeiten, das Abgelenktsein, auch wenn man das natürlich gerade in so einer Situation gar nicht haben (und schon gar nicht wahr haben) will. Mittlerweile geht es besser, auch wenn diese dumpfe Leere weiterhin jeden Tag im Hintergrund mitläuft. Dass es leichter ist, liegt sicher auch an einer neuen Vierbeinerin, die vor wenigen Tagen bei meinen Eltern eingezogen ist und die seitdem alle Herzen im Sturm erobert. (Sturm ist übrigens wortwörtlich gemeint, sie hat manchmal ihre sehr wilden 5 Minuten...)


In den letzten Wochen war mir jedenfalls alles relativ egal. Das Lesen, Bücher, der Blog, aber auch meine Basteleien und das Malen - ist alles zu kurz gekommen, hat mich alles nicht interessiert. Meine Lesestatistik für dieses Jahr sieht katastrophal aus, aber eigentlich ist mir das im Grunde ziemlich egal. Ich hatte zuletzt kaum Sinn und Nerven für Geschichten. Mittlerweile habe ich wieder mit dem ein oder anderen Buch angefangen, mal reingelesen, mal reingeschnuppert. Richtig hängen geblieben bin ich noch bei keinem, vielleicht muss mir erstmal wieder ein echt guter Reißer über den Weg laufen. 

Aber ich habe mir vorgenommen, wenigstens mal wieder aus der Versenkung aufzutauchen, mich wieder mit Büchern zu beschäftigen und mich auch hier auf dem Blog mal wieder sehen zu lassen. Ich habe auch noch Rezensionen offen, die ich eigentlich (ziemlich) dringend schreiben und posten müsste. Aber alles nacheinander. Jetzt erstmal wieder vorwärts. Wieder anfangen.

 

Freitag, 11. März 2022

Freitagsgedanken: Ich habe gelesen. Endlich.

Hallihallo!

Es ist Freitag, liebe Leute, und noch dazu im März. Wo ist eigentlich die Zeit geblieben, dass wir schon im dritten Monat des Jahres stecken?! Das frage ich mich momentan wirklich an manchen Tagen. Und so sehr ich mich am Ende einer Woche auf das Wochenende freue, umso mehr erschreckt es mich, wenn ich realisiere, dass die Woche schon wieder vorbei ist... 

Aber Zeit hin oder her - ich habe endlich mal wieder ins Lesen gefunden! Nachdem Lesen und Bücher wochenlang bei mir zu kurz kamen, ich einfach keinen Sinn oder Gedanken dafür hatte, hat mich die Leselust in den letzten Tagen dann doch schwer erwischt. Ich habe in kürzester Zeit endlich mal den dritten Teil der Tom Babylon-Reihe von Marc Raabe, "Die Hornisse", gelesen, was ich längst tun wollte. Nun ist schon der Abschluss der Reihe erschienen, da hat das gut gepasst. Teil 3 hat mir gut gefallen, besser als der Teil davor, den ich komisch und verworren und düster fand. Dieser hier ist auch nicht ohne, aber er endet mit einem coolen Cliffhanger, der eben direkt Lust auf Teil 4 macht - zum Glück habe ich mir den bereits zugelegt. Ebenso rasch durchgelesen habe ich "Die Spur der Bücher" von Kai Meyer, das ich einem spontanen Impuls folgend aus dem Regal gezogen habe, nachdem es dort schon ziemlich lange stand. "Die Spur der Bücher" ist ein Ableger der "Die Seiten der Welt"-Reihe von Herrn Meyer um die Bibliomanten; allerdings konnte ich mit der eigentlichen Reihe gar nichts anfangen. Teil 1 hatte ich zweimal angefangen zu lesen und schon nach wenigen Seiten entnervt wieder weggelegt; mittlerweile habe ich das Buch auch verkauft. Ich habe nur diese Ableger-Serie "Die Spur der Bücher" behalten und da hat mir Teil 1 erstaunlicherweise ziemlich gut gefallen. Ich kann nicht erklären, warum dieses und das andere dafür nicht. Ist vielleicht auch egal. Vom Ableger werde ich jedenfalls auch noch Teil 2 lesen. Der steht günstigerweise auch schon in meinem Regal parat ;)

Und dann habe ich noch "Aurora erwacht" von Amie Kaufman & Jay Kristoff durchgesuchtet, das muss ich echt so sagen. Eigentlich wollte ich dieses Buch gar nicht lesen, gar nicht haben. Das Cover spricht mich null an, erinnert mich eher an ein Kinderbuch. Aber andere Blogger und Leser fanden dieses Buch soo gut, dass ich doch neugierig geworden bin. Und es ist wirklich gut! Eine schräge Science-Fiction Buchreihe, die im All spielt, mit einem bunt zusammengewürfelten Team, bei dem der eine schräger ist als der andere. Ich fand´s herrlich und freue mich auf Band 2! (Auch auf die Gefahr, mich zu wiederholen, aber auch dieser Band 2 steht bereits wartend in meinem Regal. Nichts ist schlimmer, als nicht direkt weiterlesen zu können!!)

Zuvor, aber das ist jetzt schon einige Tage her, habe ich "Das Haus der tausend Fenster" von Laura Andersen gelesen, endlich das zweite Buch der Autorin. Hat mir auch gut gefallen, wie schon das erste Buch von ihr. Vielleicht setze ich mich die Tage noch an einen kleinen Leseeindruck. 


Ansonsten haben es noch weitere neue Bücher in mein Zuhause geschafft, wie man hier sehen kann. Ich kann mich gerade gar nicht entscheiden, womit ich anfange :D


Unabhängig davon überlege ich, ob ich meine alte liebgewonnene Blog-Rubrik "Die Lektüre meiner Zugnachbarn" wieder reaktiviere. In den letzten Jahren bin ich eher wenig Zug gefahren, da bot sich das nicht mehr an, den Leuten über die Schulter zu schauen und nach deren Büchern zu schielen. Aber mittlerweile bin ich wieder mehrfach in der Woche am Fahren und sehe mit Freude, dass es immernoch lesende Menschen im Zug gibt! Vielleicht bietet es sich demnächst mal an, jemanden vorzustellen. Ganz anonym natürlich ;)



Euch wünsche ich erstmal ein schönes Wochenende und ein gutes Buch in der Hand!!


Montag, 27. Dezember 2021

Blitzlicht: Tschüss 2021

Puhh, eins steht mal fest: dass ich so lange nichts von mir hören lasse auf dem Blog, war definitiv nicht geplant. Ich hätte eigentlich auch so viel schreiben können, Leseeindrücke, Rezensionen wollte ich schreiben (müsste ich sogar schreiben!), ich wollte euch die neuesten Harry Potter-Ausgaben mal genauer vorstellen, ich wollte ausführlich berichten, wie es mit meinen ganzen Lesevorhaben, Lesebingo etc. vorangegangen ist - und dann war plötzlich schon Weihnachten und das Jahr mehr oder weniger vorbei. Dieses Jahr hat mich das echt ziemlich kalt erwischt und so richtig in Weihnachtsstimmung und - laune bin ich auch die ganze Zeit nicht gekommen. (Ein Jammer!) 

Jedenfalls bin ich nicht dazu gekommen, soviel Zeit auf dem Blog und mit dem Blog zu verbringen, wie ich das eigentlich geplant hatte. Auch gelesen habe ich in der Zeit aber nur wenig. Überhaupt sieht meine Lesestatistik dieses Jahr katastrophal aus - aus meiner ganz persönlichen subjektiven Sicht. Ich hab nicht mal 75 Bücher dieses Jahr gelesen (werde ich wohl in den restlichen 4 Tagen auch nicht mehr schaffen), das ist für mich echt schon richtig wenig. Woran lag das? Ich bin dieses Jahr irgendwie aufs Basteln gekommen, habe da viel Zeit mit verbracht und das auch sehr gern gemacht. Mein Kopf ist voll mit Ideen und Vorstellungen, ich sammele und suche Materialien zusammen, die ich (bisher zumindest gedanklich) irgendwie gebrauchen werde. Diese Zeit ist dann aber natürlich zu Lasten des Lesens gegangen. Allerdings habe ich schon überlegt, ob ich in Anbetracht dieses neuen Hobbys nicht im nächsten Jahr doch mal versuchen werde, meine Abneigung gegen Hörbücher zumindest etwas einzudämmen und mich beim Basteln vielleicht ab und zu mal von einem Hörbuch unterhalten zu lassen. Mal sehen. 

Ansonsten stehen bei mir einige persönliche Veränderungen an. So wie es gerade aussieht, fange ich in der nächsten Zeit einen neuen Job an, was einiges verändern wird an meiner aktuellen Lage und auch Wohnsituation. Wahrscheinlich werde ich mir eine neue Wohnung suchen (müssen), was mich gerade in den letzten Wochen schon sehr beschäftigt hat. Wenn es hier Neuigkeiten gibt, lass ich mal davon hören. Aber vorerst wird meine Zeit am Laptop wohl weiterhin nicht für den Blog genutzt werden, sondern für Wohnungssuche draufgehen.

Trotzdem will ich in den verbleibenden Tagen des Jahres wenigstens noch ein bisschen was auch für den Blog machen. Das Lesebingo 2022 ist schon online (siehe oben und HIER), das stelle ich aber auch nochmal genauer vor. Auch einen kurzen Rückblick auf mein Lesejahr und meine geplanten Lesevorhaben 2022 will ich kurz vorstellen. Und dann vielleicht doch mal noch die ein oder andere Rezension schreiben, das wär schon ganz nett. Sind ja immerhin noch 4 Tage ;)


Mittwoch, 13. Oktober 2021

Blitzlicht: Von Netgalley, neuen Büchern und Basteleien

Hallo liebe Leseleute, Herbstfreunde, Weihnachten-Entgegen-Fieberer, Bastler und heutige Geburtstagskinder.

Am Wochenende hatte ich mal kurz einen "Rezensions-Flash", da hat es mich spontan gepackt und ich habe zwei Rezensionen runtergeschrieben und mir immerhin Gedanken über zwei weitere Bücher gemacht. Muss ja auch mal sein, zumal ich aktuell tatsächlich auch mal wieder ein, zwei Bücher von Verlagen bzw. als Leseexemplar in Form von ebooks liegen habe.

"Neu entdeckt" habe ich nämlich Netgalley - naja, neu entdeckt eigentlich nicht, ich wusste schon länger davon, aber angemeldet hatte ich mich bisher nicht. Vermutlich in erster Linie deshalb, weil ich im Grunde meines Herzens doch kein so richtiger Freund von ebooks bin und Netgalley nun mal darauf basiert, dass man die Bücher als ebooks erhält. Jedes Mal, wenn ich meinen Kindle in der Hand habe, dann denk ich mir, wie viel netter das jetzt mit einem "echten" Buch wäre. Und ich bin bei ebooks auch total knauserig, muss ich gestehen. Ich kauf mir eh selten welche und wenn dann nur mal eins, das es als Angebot gibt für maximal 5 Euro. Mehr würde ich für so ein elektronisches Irgendwas, das ich mir nicht ins Regal stellen kann, nie ausgeben, wenn ich mal ehrlich sein soll. Und wenn ich online sehe, dass ich für ein Hardcover beispielsweise 20 Euro bezahlen müsste, die ebook-Version selber aber auch schon 18 Euro kostet - na da ist doch klar, worauf meine Wahl fällt. Geht es euch auch so oder bin ich da komisch?


Und weil ich halt Verfechterin des "echten" Buches bin, sind eben genau solche auch wieder vermehrt in den letzten Wochen bei mir eingezogen. Neue Bücher - gibt´s was schöneres? (Rhetorische Frage! ;) ) Problem: Ich weiß überhaupt nicht, wann ich die alle noch lesen soll. Momentan habe ich sooo viele Bücher im Kopf, die ich gern lesen möchte, auch im Sinne von jetzt gleich, aber ich komm nicht dazu bzw. brauch einfach ewig, um andere fertig zu lesen, und dann braucht man seine Freizeit ja schon ab und zu auch mal noch für andere Dinge. Aktuell lese ich 5 Bücher parallel, keins davon ist übrigens auf diesem Foto zu sehen, denn abgesehen von "The Bronzed Beasts", das ich sehnsüchtig erwartet und deswegen wirklich auch innerhalb von 3 Tagen weggelesen hatte, hat es noch keins der neuen Bücher in meine Hände geschafft.    

Das wiederum liegt auch daran, dass ich aktuell total Lust auf Basteln habe. Also nicht so Teekränzchen-Beschäftigungstherapie-mäßig. Nee, ich hätte gern eine Mini-Bibliothek in meiner "richtigen" Bibliothek (aka meine Bücherregale). Ich habe das mal online gesehen, finde die Ideen total cool und niedlich und möchte mich da längerfristig gern selbst reinstürzen in dieses Miniatur-Dings. Wenn´s irgendwann mal hübsch und so ist, dann zeig ich mal ein Foto. Momentan besteht das Vorhaben größtenteils nur aus Gedanken und Ideen in meinem Kopf und einigen kleinen realen Teilstücken, die aber erst noch ein größeres Ganzes ergeben müssen. 

Und dann ist ja auch bald wieder Weihnachten (whoopwhoop!!) und da kann man seine bastlerisch-künstlerische Ader ja ruhig auch mal wieder spielen lassen. Auch da habe ich schon eine Idee im Kopf für ein beleuchtetes Weihnachtsdorf im Bilderrahmen und sogar schon alles parat liegen - ich müsste mich nur mal dransetzen, und im besten Fall auch noch vorm 1. Advent.

So oder so: Ich hab viel vor und viel zu wenig Zeit. Darauf erstmal die nächsten Seiten in meinem aktuellen Buch... :)


Samstag, 18. September 2021

Blitzlicht: Urlaub in Sicht

Ok, ok, das war mal wieder nichts mit meinem Vorhaben, präsenter auf dem Blog zu sein und vor allem mehr Rezensionen bzw. Bucheindrücke zu schreiben. Keine Ahnung, woran es zuletzt lag, aber ich habe tatsächlich wenig Zeit online verbracht und kaum Eindrücke für Bücher notiert. Natürlich habe ich Gedanken zu einer Geschichte im Kopf, wenn ich einen Buchdeckel zuklappe, aber mich zieht es dann eben einfach nicht zum Aufschreiben. Geht´s da nur mir so? Ich habe immer das Gefühl, andere sind da "disziplinierter" oder nehmen sich nach dem Auslesen oftmals noch mehr Zeit, die Geschichte sacken zu lassen und zu reflektieren, was das Gelesene für einen bedeutet. Vielleicht nehme ich mir dafür manchmal echt zu wenig Zeit.

Oder aber ich brauche diese Zeit wiederum gar nicht. In den letzten Tagen habe ich mich beispielsweise noch einmal durch die komplette "Silber"-Reihe von Kerstin Gier gelesen. Neulich blieb mein Blick an diesen Büchern im Regal kleben und ich fragte mich, warum mir die Reihe damals, als ich die vor ein paar Jahren gelesen hatte, irgendwie nicht so richtig gefallen hat. Ich wusste heute nicht mehr viel von dem Inhalt, aber ich konnte mich erinnern, dass ich die Story an sich doof und irgendwie viel zu wenig besonders fand. Mich hatten die Bücher damals nicht vom Hocker gehauen (erstaunlich, dass ich dann aber doch alle drei gelesen habe), aber warum genau - das wusste ich nicht mehr. Also habe ich sie erneut gelesen - und fand sie dieses Mal wieder nicht so berauschend. Ich glaube, diese "Silber"-Reihe zieht bei mir einfach zwangsläufig den Kürzeren, weil ich weiß, dass mir die "Edelstein"-Trilogie von Frau Gier so gut gefallen hat. Gegen die ist "Silber" nur ein müder Abklatsch, der über drei Bände gezogen wurde, ohne wirklich Inhalt zu haben. Jetzt hab ich mir meine Erinnerung an "Silber" also wieder aufgefrischt, aber eine Buchbewertung muss ich dazu ja echt nicht schreiben...


In den letzten Tagen gingen meine buchigen Gedanken aber ohnehin eher zu der Frage "Welche Bücher nehme ich mit?". Denn ich habe URLAUB und fahre morgen ein paar Tage weg. Und ich freu mich wie blöde, denn das ist das erste Mal seit gefühlten Ewigkeiten, dass ich wirklich mal wieder rauskomme und was anderes sehe als das mir ohnehin vertraute. Ich bin deswegen gedanklich sehr auf Urlaub eingestellt und zum Urlaub gehört natürlich Lektüre, ist ja logisch. Ich habe daher meine Bücher durchforstet und konnte mich nicht wirklich entscheiden. (Ebenfalls logisch.) Letztlich habe ich diese hier zusammengepackt:


Auf keinen Fall werde ich die in den paar Tagen alle schaffen, das ist mir klar. Für mich gibt´s im Urlaub aber nichts schlimmeres, als festzustellen, dass man a) zu wenige Bücher mitgenommen hat und/oder b) sich falsch entschieden hat und sich mit seinem Buch überhaupt nicht anfreunden kann, weil man es aus welchen Gründen auch immer doof findet. Und dann keine Alternative dabei hat. Schrecklich! Also nehme ich lieber ein paar mehr mit (dank Anreise mit dem Auto unterliege ich keinen Gepäck- und Gewichtsbeschränkungen - zum Glück!!), wenn auch eher schmalere. Ausnahme: "Für ein Leben" von Ulrich Woelk, das recht seitenintensiv ist und das ich als Rezensionsexemplar erhalten, bisher aber nur mal die ersten Seiten gelesen habe. Da muss ich echt mal dringend weiterlesen... Ich hoffe, ich habe damit ein bisschen Auswahl zwischen Spannung, Romantik, Abenteuer und Science-Fiction.


Es bleibt also auch die nächsten Tage eher ruhig auf dem Blog, aber dann geb ich mein Bestes, mal wieder mehr hören zu lassen. Definitiv stehen noch ein paar Rezensionen aus. Habt ein schönes Wochenende!


Freitag, 27. August 2021

Freitagsgedanken: Neue Bücher

Diesen Monat habe ich den Blog ja mal wieder ziemlich vernachlässigt, obwohl ich das so wirklich gar nicht vor hatte. Ich saß nur echt gar nicht so oft vorm Laptop und eigentlich bedauere ich das gar nicht :D Ich habe eine ganze Menge gelesen im August (ist ja auch noch gar nicht vorbei), auch "volumige" Bücher fürs Dicke-Bücher-Camp, das ja am 31.8. wieder endet. 

Und ich wollte definitiv mal wieder einige Rezensionen schreiben; ja, ich hatte richtiggehend Lust aufs Rezensionen-Schreiben, und das kommt bei mir ja leider gar nicht mehr so häufig vor... Insofern habe ich das ganz oben auf der Liste stehen, die ich in den nächsten Tagen abarbeiten will. Auch zu den "dicken Büchern" werde ich vielleicht wenigstens kurze Leseeindrücke schreiben. Immerhin ist das hier ein Lese- und Bücherblog, also muss ich mir das wirklich mal wieder bewusst vornehmen, daran zu denken. Zuletzt lief es aber eher so ab, dass ich nach dem Auslesen eines Buches meist direkt ein anderes gegriffen habe, und dann waren alle möglichen Gedanken und Ideen, die ich vielleicht zu einem Buch entwickelt hatte, schnell wieder schwammig oder nicht mehr so wichtig oder auch ganz weg. Aber ich nehm´s mir fest vor!


In der Zwischenzeit zeige ich euch mal die neuen Bücher, die in den letzten Tagen und Wochen bei mir eingezogen sind. Irgendwie alle davon wollte UNBEDINGT haben, wie das halt so ist bei Büchern; aber manche standen dann doch länger auf der Wunschliste, andere haben es ganz spontan in den echten oder virtuellen Warenkorb geschafft und andere - tja, die waren irgendwie eher so Zufallskäufe. 

Gewartet habe ich auf "Die Anomalie", weil es echt schräg klingt und gerade zuletzt auch von vielen "gehyped" wurde (wobei ich darauf tatsächlich gar nicht soviel gebe). Sehr neugierig war und bin ich auch auf "Anarchie Déco" und ich muss gestehen, dass ich hoffe, dass das kein totaler Fehlkauf ist, weil es zu kurios klingt und es auch gut sein kann, dass das gar nicht meinen Geschmack trifft. Ich bin mal gespannt. "Vortex" und "Neon Birds" sind so Käufe, um die ich schon länger herumschwirrte (ja, zugegeben, auch weil so viele sie so gut finden), und nun habe ich dem inneren Drang halt mal nachgegeben :o (Zumindest bei "Vortex" sehe ich das mittlerweile leider doch etwas kritisch, denn das habe ich schon ausgelesen und habe nun am Ende ziemlich viele Kritik- und Meckerpunkte. Vielleicht Hoffentlich Höchstwahrscheinlich wird das also eine der ausstehenden Rezensionen.) Total spontan sind dagegen "Das Reich der Asche" und "Where dreams descend" sowie "Die letzte Bibliothek der Welt" bei mir eingezogen, weil ich ja finde, dass man Impulskäufe nicht unterschätzen sollte. So. Klingen halt alle irgendwie gut, auch wenn sie ganz unterschiedlich sind.

Vielleicht ist ja auch was für euch dabei, lasst euch inspirieren, wenn ihr wollt, und berichtet mir gern, was ihr euch zuletzt gekauft habt! ;)


Sonntag, 4. Juli 2021

Halbjahres-Update Challenges 2021

Der Juni ist vorbei, Wahnsinn, oder? Ein halbes Jahr schon wieder komplett vorbeigegangen... Jetzt sind wir im Juli, einen Monat, den ich echt nicht mag, das hab ich ja neulich schon geschrieben. Aber der geht auch vorbei, das ist das Gute daran ;)
Jedenfalls hatte ich mir vorgenommen, Ende Juni einen kurzen Check zu machen, wie weit ich bei den verschiedenen Leseaktionen bin, bei denen ich in diesem Jahr teilnehme. Nun ist heute schon der 4. vom neuen Monat, aber das macht nichts. Vorher bin ich nicht dazu gekommen. Das ist letztlich auch der Grund, weshalb ich jetzt an dieser Stelle tatsächlich nur für mich meinen aktuellen Stand aufliste, und nicht noch bei allen Teilnehmenden ein Update zusammenfasse. Dafür fehlt mir gerade einfach ein bisschen die Zeit - und wenn ich ehrlich sein soll, auch die Lust. Lieber nutze ich die freie Zeit zum Lesen. 
Mich interessiert es natürlich trotzdem sehr, wie es bei euch, den Teilnehmenden, so aussieht mit den Leseaktionen, insofern: Schreibt gern, wie es bei euch läuft. Ob es irgendwo Schwierigkeiten gibt, passende Bücher zu finden oder sonstwas. 

"Lesebingo 2021":
Da bin ich bisher ziemlich zufrieden, denn ich habe schon 17 der 25 Kategorien lesenderweise erfüllt (Stand siehe HIER). Was Rezensionen zu den gelesenen Bücher betrifft, sieht es deutlich schlechter aus. Aber irgendwie habe ich seit einiger Zeit wirklich so absolut gar keine Lust, Rezensionen oder Leseeindrücke zu schreiben. Das tut mir selbst total Leid, denn letztlich soll es in dem Blog ja auch vor allem darum gehen. Ich habe auch eine Liste mit ausstehenden Rezensionen im Kopf und will in den nächsten Tagen mein Bestes geben, mal daran zu denken. Das Gute ist ja: Rezensionen schreiben ist kein Muss fürs Lesebingo, also keine Panik!
Ich bin zuversichtlich, die restlichen Kategorien für das Lesebingo ebenfalls abzuarbeiten, und vielleicht brauche ich dieses Jahr nicht mal einen Joker! Meine größte "Problem-Kategorie" hier ist momentan tatsächlich "Ein Buch, das dich zum Lachen bringt", denn ich habe schon ziiiiemlich lange kein wirklich lustiges Buch mehr gelesen und habe dafür auch noch keins im Auge. Das ist bei den anderen ausstehenden Kategorien anders, da habe ich zumindest eine Idee, was passen könnte. 
Habt ihr Tipps für lustige Bücher?

"Klassiker lesen in 2021":
Ok, da sieht es echt mau aus, das muss ich zugeben. Vor einigen Tagen habe ich "Der Club Dumas" von Arturo Pérez-Reverte ausgelesen, nach nur wenigen Stunden, weil mich das Buch irgendwie ziemlich gefesselt hatte. Ich rechne mir dieses Buch mal für diese Challenge an, weil es ein bisschen als "moderner Klassiker" gilt, zumindest habe ich das mehrfach gelesen. Aber eigentlich hatte ich natürlich vor, "ganz andere" typische Klassiker zu lesen (siehe meine Liste HIER), aber ich muss ehrlich gestehen, dass ich bisher einfach noch gar keine Lust auf eins dieser Bücher hatte. Ein heißer Favorit für weitere wird noch "Momo" sein, das ich endlich mal lesen will, und vielleicht eins von Garcia Márquez. Aber sonst? Zieht es mich trotz meines Vorsatzes für dieses Jahr bisher nicht wirklich in die Klassiker-Ecke...

"21 Bücher für 2021":
Dafür kann ich bei dieser Leseaktion glänzen, und ich bin ziemlich stolz auf mich. Die 21 ausgesuchten Bücher waren alles ungelesene Bücher, die teilweise schon länger in meinen Regalen vor sich hin schmorten. Und irgendwie muss ich Ende 2020, als ich diese 21 spontan ausgesucht habe, ein glückliches Händchen gehabt haben, denn ich hatte in den letzten 6 Monaten echt richtig Lust auf diese Bücher. Deswegen fiel es mir bisher auch überhaupt nicht schwer, die ausgesuchten Bücher wegzulesen, und so habe ich schon 11 von den 21 beendet (Liste siehe HIER). Zwei weitere sind angefangen. Das ist für mich ein echt guter Schnitt, denn in den letzten 3 Jahren, in denen ich auch bereits bei dieser (Instagram-) Aktion teilgenommen hatte, war ich immer total schlecht. Ich hab da kaum welche von den ausgesuchten Büchern gelesen, weil andere dazwischen gekommen sind. Aber dieses Jahr? Bin ich sehr zuversichtlich, dass ich da viele von meiner Liste streichen kann. Ob alle 21, das glaube ich nicht, aber 3 oder 4 weitere werde ich sicher noch in Angriff nehmen. Die Leseaktion hat sich echt gelohnt, weil ich mal ganz bewusst zu ein paar ungelesenen Büchern gegriffen habe.


Wie sieht es denn bei euch aus? Welche Challenge/ Leseaktion läuft bei euch richtig gut, welche vielleicht nicht so toll? 


Donnerstag, 3. Juni 2021

Von ausrangierten Büchern und verpassten Chancen


Kennt ihr das? Ihr habt irgendwann mal ein Buch gelesen, es nur so für lala gehalten, euch gedacht "Das lese ich sowieso nie wieder und ein Favorit war es auch nicht, gebe ich es halt weiter" - und dann habt ihr es verschenkt, verkauft, ausgelegt, was auch immer. Weg war das Buch. Und dann, ein paar Jahre später, habt ihr plötzlich wie aus dem Nichts eine Erinnerung an genau dieses Buch im Kopf, eine Szene, die euch noch einfällt, irgendein Detail; oder vielleicht auch gerade nicht genug, dass ihr versucht, euch an etwas spezielles aus eben genau diesem Buch zu erinnern - und es fällt euch nicht mehr ein. Oder plötzlich, nach einer Weile, hat man das Gefühl, man würde manche Dinge, Szenen oder Zusammenhänge aus diesem Buch viel besser verstehen, plötzlich würde da etwas Sinn machen, was es vorher beim Lesen nicht tat. (Weshalb man es vielleicht nur so lala fand.) Und dann denkt man sich "Hm, hätte ich das Buch mal noch hier..."


Kennt ihr das? Habt ihr das schon mal gehabt? Dass ihr euch plötzlich wünscht, genau dieses Buch, das man damals weggeben hat, doch wieder zu haben? Weil man nochmal etwas nachlesen will, oder vielleicht sogar das ganze Buch noch einmal, weil man heute (!!) das Gefühl hat, heute würde einem dieses Buch soviel mehr geben als damals.

Echt schräg. Aber genau so geht es mir seit ein paar Tagen. Neulich hatte ich auf einmal den Gedanken an ein Buch im Kopf, das ich vor ein paar Jahren gelesen habe. Ich weiß gerade weder, wie es heißt, noch wer es geschrieben hat. (Eine Frau, glaube ich.) Es war dystopisch in dem Sinne, dass die Welt gerade einen halben Weltuntergang erlebt hatte, war dabei aber nicht so Action-und Spannungsmäßig, sondern ein ganz ruhiges nachdenkliches Buch. Aus mehreren Perspektiven berichteten mehrere Personen, wie sie die letzte Zeit erlebt hätten. Alle waren miteinander verbunden durch eine Person, einen Professor oder Schauspieler oder Autor oder so...? 

Ich weiß noch, dass mir das Buch damals, glaube ich, zu langatmig war - zu viel Gerede, zu wenig Apokalypse oder so. Vermutlich hatte ich ganz andere Erwartungen, aber das weiß ich nicht mehr. Könnte auch sein, dass ich das hier auf dem Blog besprochen habe (wahrscheinlich sogar), aber ich habe ehrlich gesagt keine Lust, mich durch Jahre von Posts zu scrollen, zumal ich nicht mal mehr sagen könnte, wieviele Jahre das her ist. Und dafür ist es mir letztlich auch nicht wichtig genug. Ich MUSS dieses Buch jetzt nicht wiederfinden. Ich habe es damals weggegeben, verkauft, glaube ich. Weil ich mir dachte: das lese ich eh nie wieder. Und jetzt? Würde ich glatt mal wieder darin rumblättern.


Sowas macht mich natürlich nachdenklich darüber, wie ich mit gelesenen Büchern umgehe. Ob es richtig ist, Bücher wirklich irgendwann auszusortieren (denn mal ehrlich: das muss man einfach, wo sollen die sonst alle hin?!). Ob gerade Bücher, die man nicht grottenschlecht, aber eben wirklich nur so lala fand, so mittelmäßig, ob man solchen Bücher nicht prinzipiell die Möglichkeit zu einer zweiten Chance einräumen sollte. Ich hab das schon oft gehabt, dass ich ein Buch einfach zur falschen Zeit angefangen habe und doof fand, und als ich es Monate später nochmal probiert habe, hat es mir dann sehr gefallen. Aber wer weiß das schon? Und Bücher dafür jahrelang zu horten, nur weil es sein könnte, dass...? Kann ja auch nicht die Lösung sein.

Naja. Eigentlich wollte ich einen ganz anderen Post schreiben, aber das hier ging mir gerade durch den Kopf. Also einfach mal raus damit. Wie geht ihr damit um? Und bitte, BITTE, sag mir jemand, dass es ihm/ihr schon mal genauso gegangen ist, dass plötzlich ein schon lang ausrangiertes Buch sich gedanklich wieder in Erinnerung rief und man ernsthaft überlegte, ob es ein Fehler war, es wegzugeben... 

Danke.



Donnerstag, 20. Mai 2021

Ich habe Bücher gekauft.

Ich habe mir Bücher gekauft in der letzten Zeit.

Ziemlich viele, wenn ich mal ehrlich sein soll - und das schlimmste: in noch gar keins davon habe ich bisher mal reingelesen. Weil ich noch so viele andere Bücher angefangen habe oder zumindest zuerst lesen möchte. Trotzdem zeige ich euch heute mal meine neuen Bücher. Die auf dem obersten Bild habe ich alle gekauft, tatsächlich alle, da gibt´s gar nichts schön zu reden: ich hab halt echt Geld für Bücher verprasst :o


Aber klingen halt auch alle gut, was soll ich da machen. Um manche davon wurde ziemlich viel Werbung und Wirbel in den sozialen Medien und auch bei den Verlagen gemacht, so z.B. "Mr. Parnassus´ Heim für magisch Begabte" oder auch "Die Nacht der Acht". "Night of Crowns" und "A history of us" klingen zugegeben eher so nach jugendlich-leichter Herzschmerzlektüre, aber manchmal muss es eben auch sowas sein, finde ich. Auf "Imperator" von Kai Meyer, das zusammen mit Lisanne Surborg geschrieben wurde, bin ich sehr gespannt. Es geht wieder nach Italien! "Singularity" von Joshua Tree fiel mir neulich mal zufällig online ins Auge, und diese Sciene-Fiction Virtual Reality Geschichte klang irgendwie gut. 

Und schließlich noch "Kleine Wunder um Mitternacht", auf das ich schon vor einigen Wochen online gestoßen war - es klang ziemlich nett. Ich tu mich zwar irgendwie schwer mit asiatischen Autoren, das merke ich leider immer wieder, aber ich dachte, ich probiere es einfach mal wieder. Denn dieses Buch war in der letzten Schmökerbox vom April und nach vielen Monaten habe ich dieses Überraschungs-Buch-Prinzip mal wieder für mich ausprobiert. Was auch daran lag, dass die kleinen Tipps, die für das Buch vorher in der Beschreibung gegeben wurden, mich vermuten ließen, dass es sich bei dem "Book Blind Date" in der Schmökerbox um eben dieses Buch handeln würde - und ich hatte Recht. Es ist erst die dritte Schmökerbox, die ich mir überhaupt bestellt habe. Meistens waren die "Goodies" und Co., die mit als Überraschung in der Box enthalten waren, für mich irgendwie nichts, eher so Staubfänger oder Dinge, die ich einfach nicht gebrauchen konnte. In der April-Box waren ganz nette Dinge dabei, vor allem das schöne Briefpapier gefällt mir total gut, ebenso wie das Tokio-Notizbüchlein. Zusätzlich gab es einen Kugelschreiber, ein kleines Schälchen und zwei Kerzen. Schon ok, es mal wieder mit einer Schmökerbox probiert zu haben.

Dann hatte ich Ende April auch noch Geburtstag und bei mir gibt es ja keinen Geburtstag ohne Buchgeschenke (zum Glück). Ich nutze meinen Geburtstag daher auch ganz gern, um mir bewusst Bücher zu wünschen, die ich mir selbst meistens nicht kaufen würde, auch wenn sie mich interessieren (z.B. weil sie mir zu teuer sind, aber pssst!). Gewünscht habe ich mir daher dieses Mal auch eher etwas teurere Sachbücher ("Atlas der Gefahren") bzw. einen Ausstellungskatalog über die Werke von Gerhard Glück, einem Illustrator und Cartoonisten, dessen Bilder ich sehr mag. Dazu gab es "Doktor Oldales geographisches Lexikon", auf das mich Neyasha neulich neugierig gemacht hat, als sie das gelesen hat. Dazu gab es den (hoffentlich) gruselig angehauchten Roman "Die zehnte Muse" von Alexander Pechmann und als Überraschungsgeschenk eine signierte Gryffindor-Ausgabe von "Harry Potter and the Philosopher´s Stone" - ich hab nicht schlecht geguckt! :D (Dabei bin ich laut dem Test auf Pottermore gar kein Gryffindor, aber das ist ja eigentlich auch egal...) Ich hab mich jedenfalls riesig über alles gefreut und brauche jetzt nur richtig richtig viel Zeit, um mich in alle Seiten vergraben zu können. :D


Sonntag, 2. Mai 2021

Blitzlicht und Mai-Bücher

Hallo ihr Lieben!
Einen schönen Sonntag wünsche ich euch. Ich hoffe, ihr macht es euch heute noch mit einem guten Buch gemütlich; bei mir zumindest ist das Wetter herrlich verregnet und bäh - da bietet sich Lesen optimal an ;)

Aktuell lese ich "Die kuriosen Symptome der Liebe" von Colleen Oakley, das bestimmt schon 3 oder 4 Jahre bei mir herumstand, bevor ich es Ende des letzten Jahres in meine #21für2021 Leseliste von ungelesenen Büchern mit aufgenommen habe. Und es ist mal wieder ein typisches Beispiel für "Wieso habe ich das nicht schon viel früher gelesen?!" Ich mag das Buch total, bin schon gespannt, wie es weitergeht. Es ist eine Liebesgeschichte, bisher aber völlig kitschfrei oder übertrieben. Es geht um Jubilee, die mit einer ungewöhnlichen Allergie geboren wurde: eine Allergie gegen Menschen. Sie kann niemanden berühren oder läuft sonst ernsthaft Gefahr, an der Berührung zu sterben. Bisher hat sie das in ihrem Einsiedlerleben nicht weiter gestört, aber jetzt hat sie Eric kennengelernt - naja, und sich irgendwie verliebt...
Bisher eine wirklich schöne, toll geschriebene und kurzweilige Geschichte. Ich tipp hier noch schnell fertig, dann lese ich weiter :D

Ansonsten sind Bücher bei mir in den letzten Tagen irgendwie sehr präsent. Ich habe einige Bücher bestellt, die nach und nach angekommen sind, habe meiner Schwäche für Mängelexemplare mittels einer Bestellung bei Arvelle nachgegeben und hatte Geburtstag, weshalb auch da ein paar neue Bücher eingezogen sind. In den nächsten Tagen mache ich mal ein Foto meiner neuen Bücher und zeige sie euch.
Dann gibt´s ja neue Verlagsvorschauen von verschiedenen Verlagen und ich hab es noch gar nicht geschafft, mir mal irgendeine anzuschauen. 
Und ich habe mal geschaut, welche Bücher jetzt im Mai erscheinen, die mich interessieren. Folgende sind es geworden:



Vorbestellt habe ich schon vor einigen Wochen eine signierte Ausgabe von "Mister Impossible" von Maggie Stiefvater. Irgendwie habe ich mich da mitreißen lassen, wenn ich jetzt so drüber nachdenke. Denn ich brauche weder zwingend die amerikanische/englische Ausgabe sofort, noch brauche ich die signierte (auch wenn´s natürlich nett ist) und obendrein habe ich noch nicht mal Teil 1 dieser Spin-off Reihe um Ronan Lynch, der bei den Raven Boys ja schon eine wichtige Rolle hatte, gelesen. Naja. Was soll´s. Irgendwann in den nächsten Wochen kommt jedenfalls dieses Buch bei mir an. Ich kann´s ja dann mal zeigen.

Vorbestellt ist ebenfalls "Imperator" von Kai Meyer und Lisanne Surborg, das es bereits als Hörbuch-Edition gab, das ist allerdings völlig an mir vorbei gegangen (vermutlich, weil ich keine Hörbücher konsumiere). Alle Episoden wurden nun in Romanform zusammengefügt und "Imperator" ist das Ergebnis. Das hat mich irgendwie neugierig gemacht, es geht um Rom in den 60ern, und außerdem hatte ich mal wieder Lust auf was von Kai Meyer.
Gerade gestern erst entdeckt habe ich "Das Vierzehn-Tage-Date" von René Freund. Es geht um Corona und Quarantäne und Dating in Zeiten von Quarantäne. Ganz ehrlich? Hab ich Lust, noch mehr als ohnehin schon von Corona zu hören und zu lesen? Eigentlich nicht. Nur bei Herrn Freund mache ich da eine Ausnahme, denn seine Bücher und Romanideen mag ich eigentlich immer sehr. Und ich kann mir gut vorstellen, dass diese Geschichte hier auch sehr liebenswert sein wird. Für 160 Seiten finde ich 18 Euro zwar ziemlich happig, muss ich sagen, aber vielleicht überwiegt Ende des Monats einfach meine Neugier.
Auch Herr Musso bringt mal wieder (natürlich!) ein Buch heraus, "Eine Geschichte, die uns verbindet". Es geht offenbar um Romanfiguren, die ein Eigenleben entwickeln, zumindest ist das mein Eindruck vom Lesen der Inhaltsangabe. Aber zugleich denke ich mir, dass Herr Musso doch sowas schonmal geschrieben hat ("Das Papiermädchen"), außerdem nervt mich tatsächlich auch ein bisschen, dass es schon wieder in New York und Paris spielt. Irgendwie immer dasselbe bei ihm. Ich hab ja schon ein paarmal geschrieben, dass ich mit seinen Büchern irgendwie so eine Hassliebe verbinde. Dieses Buch werde ich mir wohl direkt erstmal nicht zulegen, sondern ein paar Stimmen abwarten. Vielleicht wäre ich da wieder viel zu enttäuscht nach dem Lesen.

Und dann noch zwei fantasy-angehauchte Bücher, die mir aber vielleicht ein bisschen zu jugendlich sind, also zumindest für jüngere Leser geschrieben; und ich bin mir nicht sicher, ob ich da gerade so Lust darauf habe. Auch hier warte ich sicher erstmal ein paar Stimmen ab: "All our hidden gifts - Die Macht der Karten" von Caroline O´Donoghue, das wegen der Tarotkarten zwar ganz interessant klingt, aber eben auch sehr Schulmädchen-mäßig. Und "Fluch der sieben Seelen" von Adalyn Grace, das mit Piraten, Seelenmagie und Ungeheuern irgendwie kurios klingt, mich dadurch aber zugleich skeptisch macht. Mal sehen.

Soweit erstmal dazu. Gibt es Mai-Bücher, auf die ihr schon wartet oder die ihr gar schon vorbestellt habt? Habt einen schönen Sonntag!

Freitag, 16. April 2021

Freitagsgedanken: Zeitreisen gesucht!

Also genauer gesagt: Bücher über Zeitreisen gesucht!

Irgendwie habe ich derzeit total Lust auf eine gute und spannende Zeitreise-Geschichte. So sehr, dass ich - mal wieder - mein altes und schon in die Jahre gekommenes Exemplar von "Das Jesus Video" von Andreas Eschbach rausgekramt habe und seit gestern ein wenig darin schmökere. Auf dem Foto ist mein Buch zu sehen. Es ist mittlerweile 21 Jahre alt (!!!) und wurde in der Zwischenzeit bestimmt 7x von mir gelesen. Mindestens. Dafür sieht es noch erstaunlich gut aus, finde ich, bis auf einige Leserillen an der Seite, die angestupsten Ecken und - naja, die mittlerweile leider etwas vergilbten Seiten. Wenn mein Buch nach 21 Jahren schon so aussieht - wie müssen dann erst die Papiere aussehen, die im Buch nach 2000 Jahren eingegrabenen Daseins in der Erde gefunden werden?! :D

Übrigens: Das damalige Cover finde ich eigentlich katastrophal gruselig mit diesen beiden vermummten Gestalten da drauf. Und das ganze Cover als solches ist auch irgendwie fürchterlich trostlos-nichtssagend. Eigentlich nicht sehr verlockend zum Kauf. Trotzdem hab ich es mir damals zugelegt und habe das bis heute nicht ein einziges Mal bereut. Im Gegenteil: Ich finde, "Das Jesus Video" ist einer der besten Zeitreise-Romane, die ich je gelesen habe. Mir gefällt die Story immer wieder, sie ist stets wieder spannend (wenn man einige Zeit verstreichen lässt zwischen mehrmaligem Lesen) und regt ordentlich die Fantasie und das Vorstellungsvermögen an.


Allerdings will ich ja nun nicht auch immer nur "Das Jesus Video" lesen. Im Laufe der Jahre habe ich auch andere Bücher zum Thema Zeitreisen gelesen; einige davon waren - zugegeben - aber eher Geschichten aus der Jugendliteratur (z.B. die "Edelstein-Trilogie" von Kerstin Gier oder "Zeitenzauber" von Eva Völler), die aber auch sehr unterhaltsam und gut gemacht sind, wie ich finde. Andere Bücher, die mir spontan einfallen, sind z.B. "Everlasting" von Holly-Jane Rahlens, "Die Frau des Zeitreisenden" von Audrey Niffenegger (das steht in meinem Regal, aber ich habe es noch nie gelesen, weil ich befürchte, dass das ganz katastrophal traurig endet...), oder "Die vielen Leben des Harry August" von Claire North, das ich gern noch dieses Jahr lesen möchte (auch weil ich es auf meiner #21für2021 Liste stehen habe). Mir fallen gerade gar keine weiter ein, aber ich habe definitiv auch noch mehr in meinen Regalen stehen - gelesen und ungelesen.


Kennt ihr gute Zeitreise-Romane? Habt ihr Bücher, in denen es um Zeitreisen geht, und die ihr empfehlen könnt?


Ich bin erstmal total unvoreingenommen und habe keinerlei Vorstellungen oder Wünsche, worum es konkret im Buch gehen soll. Auch ob es sehr wissenschaftlich-physikalisch wird, total hirnverknotend oder völlig unglaubwürdig - ich freu mich sehr über Vorschläge oder Lesetipps!


Freitag, 9. April 2021

Freitagsgedanken und Leseeindrücke

Hallihallo!
April, April, der macht, was er will. Ich mag April! Er bedeutet Frühling, der Sommer ist glücklicherweise noch lange genug weg, dafür ist es aber auch nicht mehr so unfassbar kalt draußen. Das Wetter ist herrlich unvorhersehbar und überrascht einen jeden Tag, sodass man trotz Regen und Sturm schon die blühenden Blumen auf den Grünflächen und die Blüten an den Bäumen bewundern kann. (Die dem Sturm dann hoffentlich trotzen...) Außerdem mag ich die Zahl 4 und April ist ja schließlich der vierte Monat... ;) (Merkt ihr was? Meine Laune ist heute deutlich besser als beim letzten Post. Liegt vielleicht am April.)

Die letzten Tage über Ostern und die restliche Woche kann ich gut und gerne die "Woche der beendeten Bücher" nennen, denn ich habe in diesen vergangenen Tagen alleine 5 Bücher ausgelesen! Hey!! 
Gut, natürlich habe ich nicht alle 5 Bücher kurz vorher erst begonnen; nein, vielmehr hing ich an manchen Büchern doch schon etwas länger dran und war unterschiedlich weit fortgeschritten im Lesen. Dazu kommt, das muss ich so ehrlich sagen, dass ich alleine 2 der Bücher irgendwann so unerträglich oder aus irgendwelchen Gründen so uninteressant fand, dass ich sie nur noch quergelesen und nur noch alle paar Seiten einige Abschnitte gelesen habe. Welche Bücher das waren? Nun...


Joel Dicker "Das Geheimnis von Zimmer 622"
Ja, leider muss ich da wirklich dieses Buch hier nennen. Ich mag "Harry Quebert" und ich mag auch Herrn Dicker, denn der war sehr sympathisch, als ich ihn mal bei einer Lesung live erlebt habe. (Prä-Corona, puhh, das muss ja ewig her sein...) Na jedenfalls tut es mir deswegen echt Leid, das so sagen zu müssen, aber: Das war irgendwie nix. Neulich habe ich es in meinem letzten Post schon mal angedeutet. Mir ist in seinen anderen Büchern nie aufgefallen, WIE plump und oberflächlich er seine Figuren schildert. Vielleicht war es bisher aber auch noch nie so schlimm wie hier. Aber hier hat keine Figur wirklich Tiefe, man versteht ihre Motive und ihr Denken nicht; manchmal passiert alles holterdipolter-schnell ohne Sinn und Verstand. Die Dialoge sind teilweise echt schrecklich, einfach nicht so, wie "normale" Menschen in der Situation reagieren würden. Obendrein kommt, dass sich Herr Dicker hier halt auch selbst als Figur in seinen Roman geschrieben hat, von allen immer schleimig als "Herr Schriftsteller" angesprochen, mit Namen und Aussehen von ihm selbst. Warum? Ich meine, das verstehe ich echt nicht. Das hat was sehr überheblich-wichtiges an sich, wenn ein Schriftsteller auf sowas zurückgreift, finde ich. Zumal ich nicht verstehe, was ausgerechnet ihn zur Rolle des ermittelnden Schriftstellers prädestiniert hat. Hätte auch jeder andere Autor sein können, jeder andere ausgedachte Schriftsteller hätte genauso gut geklappt. Das mochte ich nicht, das hatte irgendwie was arrogantes, wichtigtuerisches an sich. Dann die Handlung, die schlechte Schreibe - schwupps, hatte ich immer wieder einige Seiten quer gelesen. Am Ende aber doch genügend Inhalt mitbekommen, um zu verstehen, worum es ging. Das hier ist definitiv nicht mein liebster Dicker von Herrn Dicker.


Diego Galdino "Der erste Kaffee am Morgen"
Dieses Buch habe mir vor einigen Monaten mal als Mängelexemplar in einer "Ramschkiste" mitgenommen, weil es eigentlich ganz nett klang. Ein Bistrobesitzer in Rom verliebt sich in eine junge (natürlich unglaublich gut aussehende) Dame aus Frankreich, die aber wohl ein Geheimnis zu haben scheint. Irgendwie klang das ganz nett und ich hab angefangen reinzulesen und schon nach wenigen Seiten festgestellt, dass es mich so richtig jetzt nicht fesseln kann. Dazu kam mein persönliches Kopfkino, das ich beim Lesen unweigerlich immer habe. Hier entwickelte sich mein Kopfkino aber schon auf den ersten Seiten dahingehend, dass ich beim Lesen immer einen "typisch schmierigen Italiener" vor mir gesehen habe, mit gegelten Haaren und schwarzen Lack-Lederschuhen, der den ganzen Tag nur Siesta macht und mit seinen ausschließlich männlichen Kumpels wichtig über Fussball und Frauen fachsimpelt und den ganzen Tag nur redet und redet. Ich weiß, ich weiß, ich tu damit gerade tausenden Italienern Unrecht und das tut mir auch sehr Leid. Gibt sicher auch andere Italiener, aber vermutlich gibt´s nun mal auch solche, und tatsächlich entpuppten sich Massimo und seine Freunde in dieser Bar eben genau so. Und da hatte ich schnell keine Lust mehr drauf. Auch hier habe ich dann angefangen querzulesen. Kein Buch, das ich dringend empfehlen würde.

Darüber hinaus habe ich "Ready Player Two" von Ernest Cline, "Fast genial" von Benedict Wells und "Effi liest" von Anna Moretti ausgelesen. Zu denen muss ich mal in den nächsten Tagen noch kurze Eindrücke formulieren. Fühlt sich gerade ganz gut an, dass ich von meinem Stapel der angefangenen Bücher nun einige guten Gewissens beendet habe.
Aktuell lese ich "Cryptos" von Ursula Poznanski, das mir bisher sehr gut gefällt. Nach den künstlichen Welten aus "Ready Player Two" hatte ich offenbar noch nicht so richtig Lust, lesemäßig wieder in die Realität zurückzukehren, daher bin ich wohl erneut in ausgedachten Welten gelandet. Denn darum geht´s auch in "Cryptos": um künstliche Welten, in die sich die Menschen der Zukunft flüchten. Eigentlich sollen diese recht sicher sein, aber Weltendesignerin Jana entdeckt eines Tages Fälle von Mord und Manipulation in ihren designten Welten. Sehr spannend und gut geschrieben, typisch Poznanski eben ;)

Obendrein erreichte mich eben die online Vorankündigung, dass ich heute noch Post erhalte. "Scarlett & Browne", das Neue von Jonathan Stroud dürfte mich damit heute noch erreichen - pünktlich zum Wochenende! :D Das macht dann "Cryptos" gleich wieder Konkurrenz und damit habe ich dann direkt wieder mehrere angefangene Bücher - ein endloser Kreislauf bei mir... Apropos Wochenende: Neyasha und Lyne machen ein Lese-Wochenende (Infos hier). Vielleicht mach ich da kurzentschlossen mit, mal sehen.


Womit macht ihr euch denn das Lese-Wochenende schön? Habt ihr neue Bücher, auf die ihr euch direkt stürzt?


Samstag, 3. April 2021

Blitzlicht: Von März-Überdruss, Bücher-Frust und April-Freuden

Hallo ihr!

Schöne Ostern und ein paar erholsame ruhige Tage wünsche ich euch. Oder haben sowieso derzeit alle ruhige Tage (nur ich nicht)? Keine Ahnung, momentan ist so eine komische verrückte Zeit, da blickt man doch gar nicht mehr durch.


Der März ist vorbei, der ging dieses Jahr gefühlt auch ganz schön lang, finde ich. Mein Problem mit den Kalenderblättern, die mir irgendwann auf den Keks gehen, wenn ich sie zu lange sehe, habe ich euch ja letztes Jahr schon mal berichtet. Das ging mir jetzt im März mal wieder so. 

Ansonsten war der März ein blöder Monat für mich, was einerseits an ein paar persönlichen/ privaten Belastungen und Problemen lag, die mich sehr beschäftigt und mitgenommen haben. Auch im beruflichen Bereich stand ich mir im März wieder einmal vorrangig selbst im Weg. Zu wirklichen Entscheidungen konnte ich mich da nicht durchringen, die aber eigentlich nötig wären, weil mir der aktuelle Zustand nicht gefällt - und auch nicht bekommt. Eine Eierei für nichts und wieder nichts. Eigentlich tu ich mich sonst nicht so schwer mit Entscheidungen, aber ... weiß nicht, ich steh irgendwie gerade in so einer Sackgasse und komme nicht voran. Mittlerweile träume ich sogar schon sowas in der Art. Kennt ihr solche Träume auch, in denen man laufen will/muss, und man merkt aber, dass man nicht voran kommt? Dass es entweder gar nicht geht, sich die Füße nicht bewegen, oder nur schneckenlangsam und sehr beschwerlich? Da brauch ich mein Psychologiestudium nicht für, um zu wissen, dass mir mein Unterbewusstsein gerade etwas sagen möchte.


Vielleicht war im März auch deswegen so wenig hier los auf dem Blog, weil mir einfach nicht danach war. Keine Lust, mich lange vor den Laptop zu setzen. Auch Instagram und Co. sind mir in den letzten Wochen total auf die Nerven gegangen. Um solche "Positivity, Achtsamkeits und Gute Laune Beiträge" habe ich stets einen großen Bogen gemacht, weil - mal im Ernst, man hat halt auch nicht immer Bock zu sehen, wie toll es anderen (vermeintlich) geht und wie die ihr Leben so meistern, oder? Manchmal hat man halt einfach Lust auf schlechte Laune und bockig sein und auf andere pfeifen und lasst mich alle in Ruhe, oder? Oder? Geht´s nur mir so? Manchmal habe ich kein Problem damit, alles und jeden kacke zu finden, auch mich selbst; ist ja schließlich kein Dauerzustand. Auch hier brauch ich mein Psychologiestudium nicht, um zu wissen, dass es völlig normal und ok (und gesund!) ist, mal alles doof zu finden. (Und solche ausschließlichen "Wie ist das Leben doch schön!"-Accounts bei Insta guck ich mir eh nie an. Da ist doch soviel nicht echt...)


März war halt so ein doofer Monat. Ich hab zum Ausgleich viel gelesen, allerdings viel auch nur angelesen oder begonnen. Auch vieles gleichzeitig - ich schaffe das einfach immer wieder. Zwischenzeitlich hatte ich 7 angefangene Bücher, da habe ich dann doch mal aufgehört und mich damit begnügt, wenigstens 2 erstmal fertig zu lesen. Mir haben die angefangenen Bücher irgendwie alle auch gefallen, aber so richtig zum Dranbleiben hatte keins das Zeug. 

Vor allem vom Neuen von Joel Dicker (kriege gerade die zwei Pünktchen auf dem -e mit meiner Tastatur nicht hin, sorry Joel... ;) ) bin ich total enttäuscht, muss ich echt so sagen. Ich LIEBE "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" und fand seine weiteren Bücher zwar schon nicht mehr ganz so gut, aber trotzdem lesenswert. Aber mir ist noch nie so sehr aufgefallen, wie plump und einfach gestrickt und oberflächlich (!) Herr Dicker schreibt, wie hier in seinem Buch "Das Geheimnis von Zimmer 622"!! Also echt. Die Figuren sind ja alle sowas von oberflächlich und eindimensional geschildert, total einfach gestrickt in ihren Motiven und Denkweisen; die Dialoge sind teilweise echt gruselig simpel und übertrieben. Und so richtig begeistert bin ich bisher auch von der Handlung noch nicht (habe etwa ein Viertel gelesen). Herr Dicker kann ziemlich gut Plottwists schreiben und Geschehnisse auf mehreren (zeitlichen) Ebenen übersichtlich und dennoch spannend aufbereiten. Ich bin mir auch sicher, dass das Buch inhaltlich im Verlauf sicher noch besser wird - weiterlesen werde ich es auf jeden Fall. Aber ich muss ehrlich sein: ich war hier auf den ersten Seiten schon arg enttäuscht. Und das hat mich überrascht.

Vermutlich auch deshalb angelesen habe ich u.a. auch "The Muse of Nightmares" von Laini Taylor, das ich endlich mal lesen wollte. Auch hier bin ich nur etwa ein Drittel weit gekommen, dann kam mir "Ready Player Two" von Ernest Cline dazwischen, das für mich dann doch einfach Vorrang hatte. Da bin ich auch gerade mittendrin. Auch hier ist mein Eindruck, dass Teil 1 deutlich besser war als die Fortsetzung, aber gut, das ist ja leider häufig der Fall. Abends lese ich ganz gern noch was gemütlich-unaufgeregtes, und daher ist meine Abendlektüre derzeit "Effi liest" von Anna Morretti. Gerade ausgelesen als Zugbuch beim Pendeln habe ich "Fast genial" von Benedict Wells. Das ist mein viertes Buch von ihm, wobei eins, "Die Wahrheit über das Lügen" nämlich, ja eigentlich nur Kurzgeschichten waren. Kurioserweise fand ich seine Kurzgeschichten ganz toll, aber von seinen Romanen hat mir noch keiner so richtig richtig gut gefallen. Irgendwie ist immer was, was mich stört. Im März hatte ich euch dann auch von meinem kurz aufgeflackerten Interesse an der Netflix Verfilmung der Grischa-Reihe von Leigh Bardugo erzählt. Daraufhin habe ich den ersten Teil der Reihe gelesen und ... es hat mich nicht wirklich gepackt. Ich hab mich so durchgewurschtelt durch das Buch, hatte aber schnell gar keine richtige Lust mehr drauf. Die Teile 2 und 3 bleiben damit (vorerst) ungelesen in meinen Regalen. Irgendwie ist die Reihe nicht so wirklich was für mich. Kurioserweise ist es bei ihrer "Krähen"-Dilogie ganz das Gegenteil, diese beiden Bücher um Kaz Brekker und seine Bande liebe ich! Da packte mich nach dem Grischa-Reinfall neulich auch direkt die Lust auf einen Re-Read, und ich habe "Das Lied der Krähen" verschlungen. Jetzt lese ich Teil 2 "Das Gold der Krähen" auch noch so nebenbei.


Was bringt der April? Ich werde ein Jahr älter. Ich versuche mir einzureden, dass mir das egal ist, weil es ja eh nichts aussagt. So von wegen: Man ist nur so alt, wie man sich fühlt. Aber eigentlich... find ich´s voll doof. Was ich dagegen nicht doof finde, sondern freudig erwarte, ist das Erscheinen von "Scarlett & Browne - Die Outlaws", das neue Buch von Jonathan Stroud. Das kommt Mitte April. Gibt auch noch ein paar andere Bücher, die im April erscheinen und die mich interessieren, aber tatsächlich ist dieses für mich das wichtigste. Nachdem ich "Lockwood & Co." absolut liebe, bin ich gespannt, was Herr Stroud sich dieses Mal ausgedacht hat.

Vielleicht bringt der April ja auch ein bisschen mehr Klarheit. Über Job, Wünsche, Erwartungen - das Leben. Mal sehen.


Worauf wartet und freut ihr euch im April?


Mittwoch, 3. März 2021

So viele neue Bücher im März!

Ja genau - so viele neue Bücher erscheinen im März! Zumindest so viele, die mich interessieren, anderen Lesern mag es da anders gehen. Ich habe meine Neuerscheinungsliste durchforstet und jene rausgesucht, die ziemlich weit oben auf meiner Wunschliste stehen, um sie euch mal vorzustellen. 


Hand aufs Herz, bei manchen werde ich mich schlicht nicht zurückhalten können, die werde ich mir definitiv "leider" sofort kaufen (müssen). Und dann habe ich ja im April Geburtstag, also stehen die Chancen gut, dass es da buchige Geschenke für mich geben wird. (Der Denkfehler dabei ist, dass auch im April wieder kolossal tolle neue Bücher erscheinen; ja, das ist mir schon klar. Ein Teufelskreis, aber wem erzähl ich das...)




Ich bin gerade zu faul, für jedes Buch eine kurze Inhaltsangabe zu schreiben, ich geb´s zu. Ich verlinke euch die Bücher mal, da könnt ihr selbst nachschauen, worum es genau geht.

Sehr neugierig macht mich beispielsweise "Sommernacht" von Lucy Foley, nachdem ich "Neuschnee" von ihr so genial fand. Das möchte ich unbedingt lesen, zumal auch das in den ersten Bewertungen wieder sehr gut wegkommt. Die Geschichten von Jenn Bennett mag ich sehr, daher bin ich auf "Wiedersehen mit Lucky" gespannt. Ebenso auf "Die Liebesbriefe von Abelard und Lily", das irgendwie niedlich und besonders klingt. Einen ungewöhnlichen Roadtrip wird es in "Reise mit zwei Unbekannten" geben. Eher historisch wird es wohl in "Feuerland", in dem es um ein besonderes Buch geht, und in "Stay away from Gretchen", das eine besondere Familiengeschichten-Aufarbeitung verspricht. Neugierig macht mich auch "Der große Sommer" von Ewald Arenz, weil soviele schon von seinen Büchern geschwärmt haben. Und "Inseln. Die Kartierung einer Sehnsucht" weckt ziemliches Fernweh bei mir. Und "Ready Player Two" erscheint im März auf Deutsch.


Wie sieht es bei euch aus? Auf welche Bücher wartet ihr im März besonders?


Sonntag, 28. Februar 2021

Hallo März!

Verrückt, total verrückt, dass schon März ist! Also fast, morgen ja erst, aber trotzdem. Gut, der Februar ist natürlich auch kurz, vielleicht liegt es auch ein bisschen daran, dass ich das gerade ganz absurd finde, morgen schon März in jedes Datumsprotokoll schreiben zu müssen. Und die Datumsanzeige in meiner Armbanduhr muss ich morgen ganz schön weit nach vorn drehen... :D
Eigentlich ist bei mir nicht viel passiert. Was auch der Grund dafür ist, dass ich mich hier auf dem Blog schon wieder einige Zeit gar nicht habe blicken und hören lassen. Es gab nichts zu berichten, und mal ehrlich: von meinem Therapeuten-Alltag muss ich euch nicht viel erzählen, denke ich. Rezensionen hätte ich schreiben können (und auch müssen), aber da war mir nicht nach. Geplant habe ich dennoch zwei oder drei, und ich hoffe, dass ich mich da in den nächsten Tagen mal in Ruhe dran setzen kann. 

Ich habe viel gelesen in den letzten Wochen, zumindest für meinen eigenen Maßstab. Gerade eben habe ich den vierten Teil der "Luna Chroniken"-Reihe von Marissa Meyer beendet (endlich!). Uff. Endlich deshalb, weil ich in dieser Reihe gefühlt ganz schön viel Zeit verbracht habe - ich habe ja im Prinzip alle vier Teile nacheinander gelesen. Zwar mit kleinen Pausen und auch mit anderen Büchern nebenher, aber trotzdem sehr aufeinander folgend. Vielleicht war tatsächlich das der Grund für mein Gefühl in den letzten Tagen, diese Buchreihe gerade ein bisschen "über" zu haben. Irgendwie war so in der Mitte des dritten Teils bei mir zunehmend die Luft raus, das Interesse nahm ab. Trotzdem wollte ich wissen, wie es ausgeht. Teil 4 hat sich für mich daher ganz schön gezogen, bis ich gestern dann mal bewusst ein paar Lesestunden dafür reserviert habe und gut vorangekommen bin in dem über-800-Seiten-Schinken. Ich habe vor, in einer kleinen Gesamt-Rezension etwas über meinen Leseeindruck zu dieser Buchreihe zu schreiben, völlig Spoiler-frei werde ich das aber wohl nicht schaffen... Ich hoffe, das klappt in den nächsten Tagen.

Weiterhin erwartet euch in den nächsten Tagen auch noch eine Rezension zu einem Science-Fiction Buch namens "Der vierte Mond" von Kathleen Weise, die muss ich noch schreiben. Und über "Macadam" von Jean-Paul Didierlaurent wollte ich euch vielleicht noch was erzählen, das habe ich schon im Januar weggesuchtet.

Und geht es euch auch so, dass gerade im März unglaublich viele gute neue Bücher erscheinen, auf die ihr direkt ein Auge werft? Das ist bei mir in vielen Jahren schon so gewesen. Irgendwie (aber da kenne ich mich nicht aus), hatte ich immer das Gefühl, das hängt mit der Buchmesse zusammen, die im März ja eigentlich in Leipzig stattfindet. Dieses Jahr ja nicht, aber lassen wir dieses Thema. Vielleicht kommen da im März bewusst viele neue Bücher heraus, die dann direkt promoted werden könnten...?! 
Meine März-Liste ist jedenfalls ziemlich lang, was neue Bücher betrifft. Natürlich werde ich mir nicht alle zulegen. Tatsächlich habe ich in den letzten Wochen das Gefühl, dass ich wirklich ein bisschen bewusster schaue, welche Bücher ich mir auch wirklich kaufe. Und auf welche ich auch noch warten könnte, weil sie zwar interessant klingen, ich sie aber nicht sofort haben möchte. Vor ein paar Tagen ist beispielsweise auch "Hard Land", das neue Buch von Benedict Wells erschienen. Lesen möchte ich das schon, aber da werde ich auf die Taschenbuchausgabe warten; schon alleine aus dem Grund, weil ich fast alle seiner Bücher als Taschenbücher habe. Und soo dringend muss ich nicht wissen, wie es ist.
Anders sieht das bei "Das Geheimnis von Zimmer 622" von Joël Dicker aus, das offiziell morgen erscheint. Da kann ich irgendwie leider nicht warten. Das muss ich bitte sofort haben. 

Vielleicht stelle ich euch die März-Bücher, die mich interessieren, noch in einem kleinen Extra-Beitrag vor. Mal sehen. Jetzt muss ich mich erstmal vor meine Regale stellen und schauen, wo es mich als nächstes hinzieht. Irgendwie hätte ich mal Lust auf einen Krimi, was fieses oder so. Allerdings hat mich auch der Trailer für "Shadow & Bone" neugierig gemacht, den ich letzte Woche gesehen habe. Das ist eine Serie, die bald auf Netflix läuft - was mich an sich wenig betrifft, denn ich habe kein Netflix. Jaja, eine Tüte Mitleid und so, ich weiß. Ich hab mir Netflix nie zugelegt, weil ich glaube, dass ich dann echt nur noch vor der Glotze hänge und mir dann echt alles mögliche reinziehe. Bisher ging´s ohne, mal sehen, ob das so bleibt ;) 




Jedenfalls: "Shadow & Bone" ist die Verfilmung der Grischa-Reihe von Leigh Bardugo, wobei das wohl eine Art Zusammenschluss aus der eigentlichen Grischa-Reihe und der Krähen-Reihe um Kaz Brekker ist. Glaube ich. (Aus Neid auf alle Netflixer habe ich mich bisher nicht weiter damit beschäftigt, muss ich gestehen.) Das hat mich dann doch neugierig (und zugleich skeptisch) gemacht und mich in dem Gedanken gestärkt, vielleicht doch endlich mal "Goldene Flammen" (Grischa-Teil 1) zu lesen. Das habe ich vor ein paar Jahren schon mal begonnen, dann aber gemerkt, dass das Buch und ich gerade nicht zusammen passen, und es dann wieder weggelegt. Lesen möchte ich es dennoch, und nach dem Netflix-Trailer nun erst recht. Vielleicht wird also auch das meine nächste Lektüre, neben "Das Geheimnis von Zimmer 622" natürlich... :D

Was lest ihr denn gerade schönes? Und welche März-Neuerscheinung erwartet ihr sehnsüchtig?


Freitag, 5. Februar 2021

Freitagsgedanken: Voll im Märchenfieber

Uuuaaaaahhhh, bin ich müde! Ich sitze hier vorm Laptop mit dem Ziel "Homeoffice", d.h. für mich, ich muss einen Therapieantrag schreiben und generell ein bisschen Vor- und Nachbereitung für Therapiesitzungen machen. Das ist zumindest das Ziel. Die Realität sieht so aus: eben habe ich erstmal mein Email-Postfach ausgemüllt, dann kurz Facebook besucht (obwohl ich da eigentlich schon seit Monaten nicht mehr wirklich bin), dann habe ich geguckt, ob es bei anderen Blogs was neues gibt, dann habe ich zumindest schon einmal die Datei mit dem Therapieantrag geöffnet (hey!), jetzt gähne ich mir hier eins und lasse mich gerade gern von meinem Hund ablenken. Achso, ja, und jetzt schreibe ich hier ja auch gerade noch den Blogpost.

Eigentlich bin ich sonst ganz gut im Zuhause-arbeiten und auch selbstständig arbeiten, irgendwie habe ich auf die Art und Weise ja immerhin auch die Doktorarbeit gewuppt. Allerdings bin ich leider nicht so diszipliniert und zeiteffektiv, wie manche es vermutlich sind (und sein müssen). Ich bummel immer gern mal rum, besuche zig andere Seiten online, mache hier mal 10 Minuten was, dann erst 2 Stunden später wieder. Ich habe allerdings auch wenig(er) mit Zoom-Meetings, Onlinesitzungen, Face-to-Face-Calls und was es da nicht alles gibt, zu tun, das muss ich ehrlicherweise dazu sagen. Wenn ich da viele Termine am Tag hätte, dann würde mein Arbeitstag vermutlich auch anders aussehen.


Erschwert wird dieses Homeoffice-Ding (in meinen Augen) ja auch noch dann, wenn man gedanklich immer wieder zu einem Buch abschweift, das man gerade liest. Und dann so ein Gedanke kommt "Könntest ja auch einfach jetzt weiterlesen.". Ich befinde mich momentan in einer guten Lesephase; ich hab richtig Bock auf Lesen, könnte in viele Bücher gleichzeitig reinschnuppern und gucken, was mich erwartet, habe total Lust, mich in Geschichten zu verlieren. Deswegen nutze ich gerade auch viel freie Zeit zum Lesen. 


Momentan habe ich mich völlig in den "Luna-Chroniken" von Marissa Meyer festgelesen und kann das selbst gar nicht richtig glauben. Ich hatte Teil 1 jahrelang ungelesen im Regal, neulich hielt es dann plötzlich beim Umräumen mal in der Hand und dachte mir noch "Mensch, das wollte ich doch vorletztes Jahr schon auf meine "20 Bücher für 2020"-Liste packen!" Irgendwie war die Zeit für dieses Buch also gekommen. Ich hab dann mal reingelesen. Ein "Fehler", denn ich konnte nicht mehr aufhören. Ich hab im Laufe der Jahre schon mitbekommen, dass das eine Buchreihe über Märchenfiguren in einer Neuadaption ist; allerdings bin ich davon ausgegangen, dass in jedem der Buchteile eine andere Person mit abgeschlossener Handlung dran ist. Weit gefehlt. Bei den Luna-Büchern von Marissa Meyer stehen alle vier Teile im Zusammenhang; und auch wenn tatsächlich bei jedem Band eine andere Hauptfigur im Vordergrund steht, so hängt doch alles komplett zusammen, was über die vier Bücher hinweg passiert. Und das ist ´ne ganze Menge und es ist vor allem herrlich futuristisch, Sciene-Fiction-mäßig! Ich mag eigentlich alle Handlungsstränge und alle Figuren, auch wenn manches besser passt als anderes, und auch wenn ich mich frage, warum Frau Meyer ihre Figuren nicht alle einfach ein paar Jahre älter gemacht hat. Das hätte es in meinen Augen alles einen Ticken glaubwürdiger gemacht - sofern man in einem Setting inmitten von Androiden, Cyborgs und Raumschiffen überhaupt von "glaubwürdig" sprechen kann... :D

Jedenfalls bin ich leider ziemlich angefixt von dieser Buchreihe, musste mir dann nach dem Auslesen von Teil 1 (leider leider) auch gleich die anderen Bände besorgen und habe mich jetzt durch die ersten drei gelesen. Gestern abend habe ich mit Teil 4 begonnen und damit bin ich jetzt auf der Zielgeraden zum Happy End - zumindest hoffe ich doch stark, dass es eins gibt. Könnte mir aber vorstellen, dass hier noch einiges gewaltig schief geht; immerhin ist der vierte auch der dickste aller vier Bände. (Jippie!)


Insofern steht mir ein Lese-Wochenende bevor und ich find´s gut. Hier soll´s sowieso wieder alles zuschneien. Passt also.

Macht´s euch ebenso schön, ob mit oder ohne Buch.


Samstag, 2. Januar 2021

Rückblick auf das (Lese-)Jahr 2020

Ok, 2020, das war ja wohl mal nix. Dieses Jahresfazit werden viele in diesen Tagen treffen, da bin ich nicht alleine. So ein verkorkstes und sinnloses Jahr hatten wir ja schon lange nicht mehr, wenn denn überhaupt schon einmal. Da nehme ich mich nicht aus; zugleich möchte ich an dieser Stelle aber auch nicht nur rumjammern über dieses vergangene Jahr - denn das haben wir doch alle eh schon im Laufe der letzten Monate mehrfach getan. 

Dass alles ausgefallen ist, worauf ich mich eigentlich gefreut hatte (Reisen, Ausflüge, Konzerte, Besuche bei Freunden, Besuche in Museen oder in Ausstellungen etc.). Dass das ganze Jahr bei mir einfach nicht viel passiert ist, sondern in vielerlei Hinsicht fast nur Stillstand herrschte. Dass 2020 auch beruflich nicht mein Jahr war und ich meine diesbezüglichen Ziele und Vorhaben nicht im Ansatz geschafft habe. Dass 2020 einfach ein Kackjahr war. 

Weiß ich ja alles. Brauche ich an dieser Stelle nicht wirklich vertiefen und auch euch damit nicht in den Ohren liegen. 

Ob 2021 alles besser wird? Pff, keine Ahnung. Sieht ja erstmal nicht so aus, aber man kann ja dennoch von den ganzen folgenden Monaten einfach mal das Beste hoffen. Vorsätze mache ich mir keine, habe ich ja noch nie so richtig; trotzdem versuche ich, 2021 einfach erstmal positiv zu nehmen und vielleicht das ein oder andere kleine Vorhaben in die Tat umzusetzen.


Jetzt aber erstmal ein Rückblick auf dieses vermaledeite Jahr 2020. Lesetechnisch war das ein recht unaufgeregtes, unspektakuläres Jahr für mich, was sich schon daran zeigt, dass ich mit Blick auf meine gelesenen Bücher nicht mal eine handvoll Lesehighlights benennen könnte. Ich kriege nicht mal 5 zusammen, was ich schon bedenklich finde. Dazu mehr weiter unten. Gelesen habe ich 83 Bücher, was ... okay ist. Zumindest mehr als im Jahr davor; zugleich hat 2020 dank diverser Lockdowns, Shutdowns, Kontaktverboten, Quarantänen etc. ja eigentlich soviel Zeit zum Lesen geboten wie schon lange kein Jahr mehr. Und dann hätten es natürlich schon ein paar Bücher mehr noch sein können. 

Aber wie ich schon angedeutet habe, war ich 2020 mit meinen gelesenen Büchern, bis auf einige Ausnahmen, irgendwie nie so richtig zufrieden. Ich habe in diesem Jahr wenig Mitreißendes, Bewegendes oder Berührendes gelesen; wenig, das mir lange im Kopf bleiben wird. Ich habe viele verschiedene Bücher probiert, hatte mitunter (worüber ich ja hier auf dem Blog auch ganz gern mal gejammert habe) 4 oder 5 Bücher gleichzeitig angelesen und begonnen, ohne in eins davon richtig eintauchen zu können - und eintauchen zu wollen. Tatsächlich fiel es mir 2020 unglaublich schwer, mich auf neue Bücher einzulassen. Mich in neue Geschichten begeben zu wollen und neue Abenteuer oder Erzählungen zu entdecken. Ich bin irgendwie lieber beim "Alten" geblieben und habe daher in den vergangenen 12 Monaten recht viele Bücher gelesen, die ich schon kannte. Re-Reads waren angesagt bei mir, darunter die komplette "Lockwood & Co." Reihe, 2 "Harry Potter" Bücher, Bücher von Kerstin Gier, Nikola Hotel, Nora Roberts. Wohlfühlbücher sozusagen. Vielleicht hatte ich bei dieser komischen Corona-Situation einfach keine rechte Lust, mich auf Neues einzulassen (und enttäuscht zu werden), sondern habe bekanntes, bewährtes bevorzugt. 


- Challenges -

Einige neue Bücher gab es natürlich trotzdem. Ich bin sogar auch immer mal über meinen gewöhnlichen Lese-Horizont geklettert und habe dank der Sachbuch-Challenge von Konstanze mehrere Sachbücher gelesen, wenn auch vorwiegend in der ersten Jahreshälfte. Die Aufgabe war es, 8 Sachbücher zu lesen, was ich tatsächlich auch gemacht habe (ein ziemlicher Erfolg für mich, die Sachbücher sonst zwar immer sehr interessant findet, sie meistens aber nicht liest), auch wenn ich für drei davon ein Leseeindruck schuldig bleibe (habe einfach keine Lust mehr, mich jetzt noch dran zu setzen...). Trotzdem: das lief ziemlich gut, ich habe tolle Bücher gelesen und viel erfahren und gelernt. Hat sich absolut gelohnt.

Ich habe 2020 auch 3 Lieblingsbücher anderer Personen gelesen, was ich als wirklich erfrischende und nette Leseaktion empfunden habe. Diese kleine Aktion habe ich selbst ins Leben gerufen, wenn man so sagen möchte, und es haben sich drei weitere Personen gefunden, die eine kleine Liste ihrer Lieblingsbücher zur Verfügung gestellt haben. Ich selbst hatte mir fest vorgenommen, von jeder der drei Listen wenigstens ein Buch zu lesen, also ein Lieblingsbuch der drei Personen. Das hat ziemlich gut geklappt. Ich habe mir von der Liste von Skye "Fahrenheit 451" von Ray Bradbury ausgesucht, ein Klassiker, den ich eh schon länger mal lesen wollte. Hat mir gut gefallen, vor allem, wie realistisch bezüglich der Zukunftsvisionen und -gedanken dieses Buch von 1953 letztlich schon war. Von Twineetys Liste habe ich "Vier Farben der Magie" von V.E. Schwab ausgesucht, weil es mich irgendwie neugierig gemacht hat und ich schon lange nur gutes über diese Buchreihe höre, auch wenn ich ja nicht so der typische Fantasy-Leser bin. Was soll ich sagen, nach dem ersten Band war ich süchtig und so "geflasht", dass ich wissen wollte, wie es weitergeht. Glücklicherweise ist die Reihe ja schon eine Weile draußen, sodass ich direkt die Teile 2 und 3 weiterlesen konnte. Und von Neyashas Lieblingsbüchern habe ich "Amy on the Summerroad" von Morgan Matson gelesen, was mir auch gut gefallen hat. Für mich hat es ein wenig gedauert, bis die Story in die Gänge kam, aber dann hat sie schon ihre schönen und emotionsvollen Momente gehabt.  

Von der Aktion #20für2020, bei der ich mir schon Anfang des Jahres 20 ungelesene Bücher ausgesucht habe, die ich über das Jahr hinweg lesen wollte, habe ich 9,5 Bücher gelesen; eins liegt noch angefangen hier herum. Dieser Endstand ist ... okay, schon mal deutlich besser als letztes Jahr, aber natürlich noch ausbaufähig. Vielleicht klappt es ja dieses Jahr, da mache ich bei #21für2021 wieder mit.

Zum Lesebingo schreibe ich die Tage noch einen kleinen extra Post.


Und sonst?


- Die meisten Lacher -


Tatsächlich gab es bei mir 2020 wenige Bücher, die mich so richtig zum Lachen gebracht habe. Definitiv dazu gehört hat aber das ebook "In meinem Kopf klangs irgendwie besser" von Nina Kenwood, das mich echt herrlich unterhalten und amüsiert hat. Ich fand den Humor und die Beobachtungsgabe von Hauptfigur Natalie einfach köstlich. 


- Das schönste Pärchen -

Das sind Kell & Lila aus der "Weltenwanderer"-Reihe von V.E. Schwab und Ivy & Asher aus "It was always you" von Nikola Hotel.


- Das fieseste Ende -

Ich muss sagen, mir hat das Ende der "Spiegelreisenden"-Buchreihe von Christelle Dabos nicht so richtig gefallen. Es ist jetzt nicht "fies", wie die Kategorie erfordert, höchstens in der Hinsicht, dass ich als Leserin schon recht eindeutig ein netteres, ja - irgendwie "Happy End" halt erwartet und mir gewünscht hätte. Ich verrate an dieser Stelle natürlich nichts, aber irgendwie hat mich das Ende enttäuscht, dafür dass ich mich durch die 4 Bände durchgekämpft habe.

Ähnlich unzufrieden bin ich mit dem Ende der "My dear Sherlock"-Reihe von Heather Petty, die die Geschichte um Sherlock und Moriarty ins London der heutigen Zeit versetzt und jene Jahre beschreibt, in der die beiden sich noch gut verstehen - bevor sie irgendwann zu Feinden werden. Hier ist zwar viel nach künstlerischer Ader ausgedacht und umgeschrieben, so ist Moriarty z.B. ein Mädchen, aber trotzdem stimmen die meisten Grundmotive der bekannten Sherlock-Erzählung überein. (Nur Watson spielt absolut keine Rolle.) Und gerade weil das so ist, kann man sich als Leser natürlich irgendwie insgeheim schon denken, dass die Buchreihe mit einem großen Knall enden wird, und eben nicht mit einem "Happy End". Dass Heather Petty das dann aber auch wirklich so durchzieht, finde ich gleichermaßen stark und frustrierend. 


- Das beste Abenteuer -


... habe ich in der "Weltenwanderer"-Trilogie von V.E. Schwab gelesen. Gut fand ich auch das Abenteuer des ersten Teils der "World Runner" von Thomas Thiemeyer und "Bermuda" von Thomas Finn.


- Der gemeinste Cliffhanger -

Naja, das ist streng genommen kein Cliffhanger, denn darunter verstehe ich eigentlich, dass die Story nach diesem plötzlichen Ende noch weitergeht. Das tut sie bei "Alle Farben weiß" von Christa Ludwig nicht. Aber genau das hat mich eben so fuchsig gemacht: Die Geschichte von Selina endet einfach im Nichts. Plötzlich ist vorbei, der Text endet, ich drehe die Seite um, sehe, dass da nichts mehr kommt und denke mir so "Häää?!". Äußerst unzufriedenstellend, muss ich schon sagen. Hier hätte ich mir irgendwie noch mehr gewünscht.


- Die meisten Tränen -

Hier muss ich eine Unterscheidung treffen. Wirklich weinen musste ich in diesem Jahr glücklicherweise bei keinem Buch. Also zumindest nicht so richtig. Ein kleines bisschen sind die Augen feucht geworden bei "Amy on the Summerroad" von Morgan Matson, weil das zum Ende hin doch ganz schön tiefsinnig und traurig wird. 

Wirklich fassungslos und völlig durch den Wind sitzen gelassen hat mich aber auch das Buch "Das Earhart Mysterium" von Klaus L. Schulte, das ich als Sachbuch gelesen habe. Ich habe bei dem Buch nicht wirklich weinen müssen, aber mich hat die Mischung aus sachlichen Infos zum Verschwinden Amelia Earharts, kombiniert mit dem Versuch des Autors, ihre vermutlich letzten Stunden "belletristisch" in Form einer Geschichte darzustellen, ziemlich mitgenommen und noch Tage nach dem Lesen gedanklich völlig beschäftigt. Auch in der Art, dass mich die Tragweite dieses Verschwindens irgendwie unglaublich mitgenommen hat.


- Viel Wirbel um nichts -

Hmmm. Ich mochte "Die Wahrheit über das Lügen" von Benedict Wells sehr, diese Kurzgeschichtensammlung, die er als letztes herausgebracht hatte. Auch live fand ich ihn unglaublich sympathisch und nett, als ich ihn bei einer Lesung erlebt habe. Sein größter Erfolg ist wohl "Vom Ende der Einsamkeit", von dem irgendwie gefühlt die ganze Leser-Welt redet. Und schwärmt. Also habe ich das natürlich auch lesen wollen und das in den letzten Monaten auch getan. Und irgendwie... tja, ist bei mir der Funke nicht übergesprungen. Ich fand die Geschichte ganz nett, so "kann man mal lesen"-mäßig, aber was alle an diesem Buch so verzückt und begeistert - das blieb mir irgendwie schleierhaft. Hat mich nicht besonders beeindruckt und wir mir auch nicht wirklich im Kopf bleiben.


- Am meisten gelernt -


In diesem Jahr habe ich lesend ´ne ganze Menge gelernt und erfahren, weil ich neben all den Büchern, die ich ohnehin lese, ja ganz bewusst auch zu Sachbüchern gegriffen habe. Besonders viel an tollen Infos und Details, die mir zuvor völlig unbekannt waren, habe ich dabei aus "Der Taschenatlas der abgelegenen Inseln" mitgenommen. 


- Die größte Überraschung -

Da gab´s eigentlich keine. Richtig umhauen konnte mich kein Buch, schon gar nicht, wenn ich es vorher nicht erwartet hätte. Dennoch muss ich positiv das neueste Buch "Ein Wort, um dich zu retten" von Guillaume Musso erwähnen. Mit Herrn Musso habe ich so meine Probleme und verbinde eine Hassliebe zu seinen Büchern, wie ich ja HIER schon mal erzählt habe. Dieses Jahr habe ich mich mal wieder an sein neuestes Buch ran gewagt und war davon sehr positiv überrascht. 


- Enttäuschungen 2020 -

Glücklicherweise gab es 2020 eigentlich kein einziges Buch, das ich so richtig richtig schlecht fand. Gab nur ein oder zwei, die mich doch etwas enttäuscht haben. Hier muss ich "Gelebte Zeit" von Bettina Belitz nennen, das mich echt total gelangweilt und frustriert hat, ebenso wie "Das legt sich wieder" von Steffi von Wolff, ein schrecklicher Vertreter der sogenannten "Chicklit"-Bücher. Auch "Ich, Eleanor Oliphant" von Gail Honeyman konnte ich nicht viel abgewinnen und "Babylon" von Thomas Thiemeyer hat mich zum Ende hin ziemlich enttäuscht.


- Highlights 2020 -


Wie schon angedeutet, gibt es da gar nicht so viele in diesem Jahr. Ich habe viele Bücher gelesen, die ich so mittelmäßig eingestuft habe, nicht schlecht, aber auch nicht so gut, dass sie mir lange im Kopf bleiben werden oder gar etwas mit mir gemacht hätten. Wirklich richtig super gut gefallen haben mir aber folgende Bücher: "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky, "Neuschnee" von Lucy Fowley sowie die "Weltenwanderer"-Reihe von V.E. Schwab, die man aber wohl auch als Eins zählen könnte. Insofern: keine Handvoll. 



Wie war euer Lesejahr 2020? Habt ihr Highlights entdeckt, die ihr empfehlen könnt?



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