Freitag, 28. Februar 2020

Freitagsgedanken

Februar vorbei. Also fast. Glück für diejenigen, die morgen mal ganz außerplanmäßig Geburtstag feiern können. Oder heiraten und das feiern. Die haben dann nur alle 4 Jahre wieder die Gelegenheit dazu.
Und obwohl der Februar ja bekanntermaßen (ob mit 29. oder ohne) der kürzeste Monat des Jahres ist, erschien er mir dieses Mal unfassbar lang. Ich weiß nicht, woran das liegt, aber irgendwie wollte dieser Monat so gar nicht vorbeigehen, oder? Vielleicht liegt das am fehlenden Winter, den wir ja sonst gerade im Februar immer irgendwie haben, der sich dieses Mal aber doch ziemlich rar gemacht hat. Zumindest in den Gefilden, in denen ich wohne und zu tun habe. Auf Instagram und Co. habe ich dagegen gesehen, dass es auch ganz anders geht, z.B. bei Nanni, die vom vielen Schnee bei ihr offenbar schon ziemlich genervt ist ;) Schade, ich hätte gern mal ein bisschen Schnee gehabt, hatte diesen Winter aber tatsächlich absolut gar keinen. Das lässt mich Böses erahnen für den Frühling und den Sommer, die dann bald kommen. Wenn wir dann ab April wieder wochenlang durchgängig hohe Temperaturen haben, werde ich den Schnee noch mehr vermissen als ohnehin schon.

Vielleicht hat sich der Februar für mich aber auch so gezogen, weil ich beispielsweise lesemäßig nichts oder kaum Nennenswertes berichten kann. Im Februar habe ich nur 3 Bücher gelesen bzw. beendet, von denen mir zwei zwar auch sehr gut gefallen haben, eins dafür aber auch gar nicht. Gelesen und für ziemlich gut befunden habe ich "Dies ist keine Liebesgeschichte" von Don Zolidis sowie den zweiten Teil der "Jackaby"-Reihe ("Die verschwundenen Knochen") von William Ritter.
Gar nicht gefallen hat mir "Cathy´s key" (von Stewart/Weisman/Brigg im Baumhaus Verlag), das ich schon vor Monaten angefangen hatte; jetzt hatte ich mich endlich mal aufraffen können, es auch fertig zu lesen. Erst am Ende habe ich geschnallt, dass es eine ganze Reihe dazu gibt und ich genau den Mittelteil erwischt habe. Das an sich ist nicht das Problem, man kann das auch gut losgelöst lesen. Aber ich hatte mir leider viel viel mehr von diesem Jugendbuch erhofft, auch weil es eine ziemlich coole und ungewöhnliche Aufmachung hat. Im Buchdeckel befindet sich nämlich eine kleine Tasche mit diversen Gegenständen darin, einer Münze z.B., Zeichnungen, einem kleinen Papierflieger usw. Nicht zuletzt deswegen hatte ich das Buch gekauft, weil ich dachte, hier eine Art interaktives Buch nach dem Motto "Escape Room" oder so vor mir zu haben und Rätsel würde lösen müssen. Weit gefehlt, ich las und las und las (eine ziemlich hanebüchene und oberflächliche Story obendrein) und wartete darauf, dass endlich diese kleinen Goodies, diese Gegenstände in Aktion treten würden. - Und?! Nichts! Gar nichts. Völlig überflüssig, das Zeug da drin. Hätte man genauso gut weglassen können, weil es absolut keinen Bezug dazu gab während der eigentlichen Geschichte.
Total enttäuschend! Insofern ärgere ich mich fast, diesem Buch soviel Zeit gewidmet zu haben, anstatt in dieser Zeit lieber eins meiner vielen angefangenen Bücher weiterzulesen. Denn davon habe ich momentan wirklich wieder sehr viele liegen, ich bin unverbesserlich. Angefangen sind z.B. "Der Freund der Toten" von Jess Kidd, "Tara und Tahnee" von Patrick Hertweck, "Ich, Eleanor Oliphant" von Gail Honeyman, (immer noch) der zweite Teil der "Spiegelreisenden" von Christelle Dabos oder auch "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky. Und am liebsten würde ich gerade noch viele viele mehr anfangen und reinschnuppern und reinlesen.

Und nun ist also schon fast März. Was habt ihr im März so vor? Es ist ja wieder Buchmesse in Leipzig und ich denke, ich werde wenigstens an einem Tag auch hinfahren. An welchem, weiß ich noch gar nicht genau, vielleicht Donnerstag oder Freitag. Vielleicht ist bis dahin ja aber auch Land unter wegen des Corona-Virus und alles fällt aus, wer weiß das schon. Das wäre nur ziemlich schade, weil ich im März eigentlich auch andere tolle Sachen geplant habe. Abgesehen von der Leipziger Buchmesse möchte ich nämlich eigentlich gern nach Köln zur Lesung von Christelle Dabos fahren - was für mich einiges mehr an Organisation, Geld und Zeit erfordert als eine Fahrt nach Leipzig zur Buchmesse :D Außerdem habe ich einen Trip nach Basel geplant, weil dort u.a. eine ziemlich große Edward Hopper Ausstellung stattfindet, und die Bilder von Edward Hopper mag ich doch recht gern. Außerdem war ich noch nie in Basel. Passt also. Und im März kommen ziemlich viele gute neue Bücher raus. Die zeige ich euch aber in den nächsten Tagen noch einmal genauer.

Also ziemlich viel geplant und los im März. 
Was habt ihr so vor im dritten Monat des Jahres?


Freitag, 14. Februar 2020

"Zur richtigen Zeit am perfekten Ort" - Wolfgang Rössig

HOLIDAY (Gräfe & Unzer Verlag), 2019
24,99 Euro


Worum geht´s?
„Wohin fährst du in den Urlaub“? Diese Frage kennt wohl jeder. Und auch wohl jeder stellt sie sich Jahr für Jahr aufs Neue selbst. Wohin, wo man nicht schon gewesen ist, wo es nicht zu voll, zu laut, zu heiß, zu kalt, zu hektisch oder zu langweilig ist. Wo ist es wann ganz besonders? Ganz besonders spannend, ganz besonders entspannend, was kennt man noch nicht? Welches Ziel entspricht wann meinen Bedürfnissen und verspricht einen tollen Urlaub? Ein wunderbares Buch mit Reiseinspirationen für jeden Monat und verrät für jede Stimmung den idealen Ort - eben zur richtigen Zeit am perfekten Ort sein!


Meine Meinung:
"Zur richtigen Zeit am perfekten Ort" ist kein Buch, das man mal eben während einer Reise mitnehmen und darin blättern kann, das geht schon aufgrund seiner Größe und seines Gewichts nicht. Nein, es ist ein Buch zum Zuhause-darin-blättern-und-schmökern, zum Ideen-für-Reisen-bekommen und um das eigene Fernweg ganz gewaltig zu wecken.
Die Idee dieses Reisebuches finde ich ganz besonders gelungen: Je nach Monat und verschiedenen bevorzugten Reise-Kategorien stellt der Autor verschiedene Reiseziele auf der ganzen Welt vor. Die Kategorien, nach denen die Reisen unterteilt werden, sind: Hauptsache warm, Kurztrips, Abenteuer, Menschenleer, Viel Zeit, Sparfuchs, Familie, Kultur. Je nachdem, was einem im nächsten Urlaub also besonders wichtig ist, kann man hier neue Inspirationen und Ideen für sich suchen und finden.
Dazu kann man - ebenso ungewöhnlich, aber besonders - eine kleine Drehscheibe bemühen, die dem Buch beiliegt. Auf dieser Drehscheibe wird einem pro Monat je nach oben genannter Kategorie ein besonders tolles Urlaubsziel angezeigt. Das ist toll ausgedacht und eine kurzweilige Idee. Ich habe gleich mal nachgesehen, wo ich meinen Geburtstag besonders gut verbringen könnte, wenn mir nach "Menschenleer" oder "Kultur" wäre...
Im Buch selbst gibt es dann neben den Zielen, auf die die Drehscheibe verweist, für jede Kategorie noch weitere Reiseziele vorgestellt, mit farbigen Bildern und einem kurzen Text des Autoren. Diese Ziele sind sehr abwechslungsreich und befinden sich auf der ganzen Welt verteilt. Das kann man dem Autoren wirklich zugute halten - er bewegt sich tatsächlich nicht nur in einem bestimmten Radius. Was ich dabei aber außerdem gut finde: Es sind sowohl zeitlich als auch finanziell machbare Orte enthalten, die sich auch der "Normalo" leisten und zutrauen kann, z.B. Usedom, Deutsche Weinstraße, Paris, Harz, Kopenhagen etc. Es sind nicht nur völlig utopische Ziele enthalten, von denen man noch nie gehört hat (solche gibt es aber auch). Dann gibt es aber eben auch die anderen "Extreme", die deutlich mehr an Zeit, Geld und Planung erfordern, wie beispielsweise das Great Barrier Reef, Patagonien, Israel, Sri Lanka, der Bryce Canyon etc. 
Insgesamt gefällt mir die große Abwechslung der vorgestellten Orte - unter denen eben auch Gegenden und Landstriche enthalten sind, die wohl eher als "Geheimtipps" zu werten sind, die aber sehr neugierig machen, wenn man über sie liest. Und neugierig wird man wohl oder übel, da man dem Autoren auch anmerkt, dass er nicht einfach nur etwas zusammenschreibt, sondern tatsächlich da war und selbst beschreiben kann, wie es dort war - dass er weiß, wovon er redet.
Es ist natürlich auch ein bisschen fraglich, ob tatsächlich jeder der vorgestellten Orte auch das vorgegebene Kriterium erfüllt, bei manchen muss man wohl eher ein Auge zudrücken. Es sei z.B. mal dahingestellt, ob man Florenz im März oder Neuschwanstein im November wirklich als "menschenleer" bezeichnen kann, oder ob Rügen im September wirklich der beste Ort für einen "Familienurlaub" ist. Aber das sind letztlich natürlich nur Vorschläge; was man draus macht, ist ja einem selbst überlassen.
Zu kritisieren habe ich nicht viel. Ich hätte mir nur tatsächlich gelegentlich eine Art Übersichtskarte gewünscht, vielleicht eine für jeden Monat, um auch optisch grob einordnen zu können, welche Ziele auf der Erde einem hier eigentlich gerade vorgestellt werden.
Um mehr von der Welt und möglichen Reisezielen zu erfahren, eignet sich das Buch jedenfalls ganz hervorragend. Dabei sollte man es natürlich auch nicht unbedingt in einem Rutsch durchlesen (dann wäre man viel zu überladen mit Informationen und Eindrücken), sondern sich eher ab und zu mal die Zeit nehmen, um darin zu blättern und sich Pläne für den nächsten Urlaubstrip zu machen. Fernweh bekommt man hier allemal. 





Sonntag, 9. Februar 2020

"The Plus One" - Sarah Archer

Heyne Verlag, 2020
12,99 Euro

HIER geht´s zum Buch (Verlagsseite)


Handlung:
Kelly ist neunundzwanzig, Roboteringenieurin, brillant, ehrgeizig – und Dauersingle. Als die Hochzeit ihrer Schwester bevorsteht und Kelly wieder einmal am Katzentisch zu enden droht, schreitet sie zur Tat und baut sich ihren Traummann einfach selbst! Ethan ist groß, gut aussehend, charmant und witzig. Und er versteht Kelly wie kein Zweiter auf dieser Welt. Kein Wunder, schließlich hat sie ihn ja höchstpersönlich programmiert. Doch dann passiert etwas, das Kelly nie für möglich gehalten hätte: Sie verliebt sich in Ethan, den Roboter ...


Meine Meinung:
Sarah Archer hat sich für ihren Roman eine interessante und ungewöhnliche Idee einfallen lassen, die mich neugierig gemacht hat. Das Thema der Künstlichen Intelligenzen wird ja stets bedeutsamer und bekommt immer mehr Raum in den Überlegungen, was die Zukunft bereit halten kann. Roboter sehen immer menschlicher aus und übernehmen entsprechende Funktionen - warum diesen Gedanken also nicht einfach mal weiterspinnen und sich die Frage stellen "Was wäre, wenn man sich in solch einen sehr menschlichen Roboter verlieben würde?".
"The Plus One" hat mir am Anfang ziemlich gut gefallen. Die Grundidee stimmte, die "Zutaten" klangen vielversprechend, aber die Umsetzung hat hier und da leider nicht gepasst. Da ist zum einen Kelly. Sie ist ein schräger Charakter mit Ecken und Kanten und kleinen Macken, vor allem aber mit dem Problem, in sozialen Situationen einfach nicht kompetent zu sein. Sie ist nicht der Typ für tiefe Freund- und Liebschaften, sondern macht eher ihr eigenes Ding. Das fand ich ganz nett, weil sie mir dadurch ehrlich erschien und ich mich hier und da gut in sie hineinversetzen konnte. Im Laufe der Zeit wurde sie für mich aber immer naiver und zugleich zu zurückhaltend und feige. Sie verstrickt sich mehr und mehr in Lügen und Ausweichmanöver, um ihre vorgegebene Ethan-Geschichte aufrecht halten zu können und lässt sich dabei immer wieder klein machen und in die Ecke drücken, sowohl von ihrer Familie als auch von Kollegen. Je eigenständiger der Roboter Ethan wird, umso mehr entwickelt Kelly einen schwachen Charakter und das fand ich nicht nur schade, sondern habe es auch nicht nachvollziehen können. Sie hatte anfangs mehr Biss und mehr Persönlichkeit, die ihr irgendwie nach und nach abhanden kommen, als sie ihre Zeit mit Ethan verbringt.
Völlig unglaubwürdig fand ich darüber hinaus die Tatsache, dass Kelly ihren Roboter Ethan innerhalb von nur einem ganzen Wochenende (!!) fertig baut und programmiert - und zwar so dermaßen perfekt und menschlich, dass niemand auch nur irgendetwas merkt oder komisch findet an ihm. Robotertechnikerin, die Kelly ist, hin oder her, aber das war doch ein bisschen zuviel "Fiktion", als dass ich das so glauben könnte. Wenn´s so einfach wäre, dann wäre die Welt doch schon übervölkert von Robotern. Liest man andere Bücher darüber, wie schwer und zeitraubend und zermürbend es ist, Künstliche Intelligenzen so zu programmieren, dass sie menschlich wirken und selbstständig denken lernen, dann kann man sich gut ausmalen, dass eine komplette Roboterherstellung nicht an einem Wochenende zu machen ist. Aber gut, das mag auch Meckern auf hohem Niveau sein; schließlich handelt es sich hierbei ja um eine fiktive Geschichte und da kann ein Autor ja eigentlich schreiben, was er möchte.
Viel eher haben mich dann andere kleine Details in der Story gestört, wobei das "gestört" auch zuviel gesagt ist, denn einen zu negativen Eindruck vom Buch möchte ich keinesfalls erwecken. "The Plus One" ist durchaus eine niedliche und romantisch angehauchte Story, bei der es meiner Meinung nach aber irgendwann weniger um die Romantik und das Verliebtsein als solches geht. Eher wird es eine Geschichte über Kelly, die sich mit 30 langsam aus den Vorstellungen und Vorgaben ihrer Familie und ihrer eigenen kleinen Welt herauskämpft. Irgendwann geht es gar nicht mehr so sehr um Ethan, sondern nur um Kelly und darum, wie sie ihre Umwelt erlebt.
Es gibt im Verlauf dieser Geschichte einige kleine Längen in der Handlung, wodurch sich der Mittelteil für mich etwas zog. Gleichzeitig, und diesen Gegensatz empfand ich leider als sehr schade, führt die Autorin manche (wichtigen) Momente einfach nicht ausführlich genug aus. Gerade alle Situationen, die damit zu tun haben, Ethan in der Gesellschaft anderer Leute zu erleben, Gespräche und Dialoge zwischen ihm (als KI) und realen Menschen zu verfolgen - diese Situationen zu beschreiben und Ethan dadurch tatsächlich ein stückweit "menschlich" wirken zu lassen, darauf verzichtet Frau Archer irgendwie völlig. Immer wenn es spannend wird und sich die Handlung dahin neigt, Ethan jetzt in Aktion im "realen Leben mit anderen realen Personen" zu erleben, dann bricht die Szene ab und die Autorin setzt erst später in einem anderen Kontext wieder ein. Man liest eigentlich nur einzelne Szenen zwischen Kelly und ihm, aber nicht zwischen der Welt und ihm. Das fand ich total schade und irgendwie hat es sich die Autorin dadurch auch ein bisschen zu leicht gemacht. Hier hätte sie sich vielleicht schon die Mühe machen können, einzelne Szenen genauer herauszuarbeiten und auch die Reaktionen der Personen auf Ethan darzustellen. Das hätte das Ganze in meinen Augen realer wirken lassen.
Trotzdem ist "The Plus One" eine kurzweilige, nett-amüsante Romantikgeschichte mit futuristischem Ansatz, die im Verlauf ein wenig schwächelt, aber ein akzeptables und versöhnliches Ende bietet. 


Dankeschön an das Bloggerportal!


Freitag, 7. Februar 2020

Freitagsgedanken (reloaded)

Nach langer Zeit mal wieder Freitagsgedanken. Ich möchte versuchen, diese Rubrik, bei der ich früher häufig einfach mal drauf los geschrieben habe hier auf dem Blog, was mich gerade so beschäftigt hat, wieder ein bisschen zu beleben. Sicher nicht jede Woche (mal ehrlich, soviel "neues" kann ich ja gar nicht erzählen), aber gelegentlich müsste das doch machbar sein.

Eine Woche Februar ist schon wieder vorbei. Schräg. Den ganzen Januar (mein persönlicher Dislike-Monat) hab ich irgendwie erfolgreich hinter mich gebracht, hey! Kann also nur besser werden. 
Mein Februar hat daher auch schon mal gar nicht schlecht gestartet, nämlich mit einem Konzert meiner Alltime-Favourite-Band Keane. Die hab ich schon vor 15 Jahren gehört und liebe sie heute noch immer. Egal, was ist, egal, was so los ist und gut oder schlecht läuft - wenn ich Keane höre, dann ist alles ein bisschen besser. Und nach ein paar (schmerzlichen) Jahren Pause sind sie jetzt wieder da und waren am Montag live in Berlin. Es war richtig schön und emotional nach all der Zeit. Kennt hier jemand in der Runde Keane? Habt ihr sie schon einmal live gesehen? 
Allerdings war der Berlin-Trip recht kalt und ich habe mich wahrscheinlich erkältet und jetzt hänge ich ziemlich durch. Naja, man kann halt nicht alles haben.

Was ich dagegen immer haben kann, ist Lesenachschub. Gott sei Dank besitze ich ein schön umfangreiches und vielfältiges Reservoir an ungelesenen Büchern, denn bisher habe ich in den paar Wochen vom Jahr 2020 erfreulich wenig neue Bücher gekauft. Ich habe mir inoffiziell vorgenommen, nicht mehr so viele und vor allem nicht so plan- und kopflos Bücher zu kaufen, die ich eigentlich nicht unbedingt haben will. (Klappt im Jahresverlauf eh nur so mäßig, diese Vorhaben, deswegen kann ich mich momentan noch drüber freuen, dass es im Januar ganz gut ging.) Das lag aber auch daran, dass im Januar kein Buch neu erschienen ist, das ich gern haben wollte. Das sieht jetzt im Februar schon ganz anders aus. Und neulich ... naja, da war Taschenbuchmarkt bei Thalia, und da kann ich halt nicht so einfach vorbei gehen. Es gab völlig tiptop Taschenbücher für 3,99 Euro und sogar für nur je 2,99 Euro, wenn man insgesamt mehr als 3 kaufte. (Ein Kinderspiel für mich.) Ich hätte am liebsten 7 gekauft, habe mich am Ende aber auf 4 beschränkt. (Immerhin.) Also durchaus Grund für Optimismus. 
Ansonsten bin ich von mir selbst auch deswegen erfreut, weil ich tatsächlich gerade viele meiner ungelesenen Bücher vom SuB lese. Nicht nur, aber momentan habe ich immer mal richtig Lust auf ältere Bücher, die mir schon aus meinen Regalen heraus zuwinken. Und ebenso "erfolgreich" bin ich bisher auch bei der Sachbuch-Challenge, denn ich kann schon 4 gelesene Sachbücher vorweisen, wuuupiiiee! Nicht schlecht. Vielleicht habe ich das (also so eine Challenge) echt mal gebraucht, um mir selbst einen Schubs zu geben, endlich auch mal ein paar Sachbücher zu lesen. Ich habe noch nicht zu jedem der Bücher einen Leseeindruck geschrieben, das kommt nach und nach. Trotzdem: Ich bin bisher lesemäßig sehr zufrieden mit mir. Nur in dieser Woche bin ich noch nicht groß zum Lesen gekommen, und wenn, dann fange ich wahllos in einem Buch an. Ergebnis: Es stapeln sich die angefangenen Bücher bei mir. So z.B. den zweiten Band der "Spiegelreisenden" von Christelle Dabos, "Der Freund der Toten" von Jess Kidd, der zweite Teil der "Jackaby"- Reihe von William Ritter oder auch "Dies ist keine Liebesgeschichte" von Don Zolidis. Mal sehen, wonach mir gleich ist. Ich mach mir jetzt erstmal einen Kaffee oder so. 

Habt ein schönes Wochenende und lest was gutes!

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