Sonntag, 30. Dezember 2018

Lesebingo 2019

Hallo ihr Lieben,
kurz vor Jahresende noch folgende Info: auch 2019 wird es wieder ein Lesebingo auf dem Blog geben. Wer mitmachen möchte, kann dies sehr gern tun. 

Ich habe in den letzten Tagen online nach "Buch-Challenges" für den Blog gesucht, weil ich durchaus Lust darauf hätte, hier und da ein bisschen nach Thema zu lesen. Mein Problem war aber erneut - und das ist es jedes Jahr! -, dass mir die Challenges bei den anderen (so interessant ich sie teilweise auch finde) einfach zu "ver-regelt" sind. Da sind einfach zuviele Regeln und Vorgaben dabei, an die man sich halten soll. Soviele Einschränkungen und komplizierte Punktevergaben - einfach nur dafür, dass ich doch gern etwas LESEN möchte. Darauf habe ich keine Lust. Wenn ich schon auf den Challenge-Seiten lese, dass man Rezensionen zu den gelesenen Büchern verfassen MUSS... Nein danke, dann bin ich da raus. Ich kann die Notwendigkeit dafür zwar verstehen, gerade wenn am Ende ein Buch oder gar ein Gutschein verlost wird. Aber für mich ist dieses "MUSS" nichts.

Daher gibt es erneut eine eigene kleine "Challenge" auf dem Blog, die explizit keine Challenge ist ;)

Die Regeln sind die altbewährten, mit einer kleinen Änderung im Jahr 2019, mit der ich hoffentlich jenen entgegen komme, die im Hinterkopf den Gedanken haben "Das Buch XY wollte ich doch schon lange mal gelesen haben!". Mir geht´s genauso.
Alle Regeln und das Lesebingo findet ihr oben im Header unter "Lesebingo 2019" oder HIER.

Ich freu mich, wenn jemand mitmacht - dann einfach einen Kommentar oder eine Email schreiben.

Das Lesebingo 2018 werde ich dann wohl Anfang 2019 auswerten. Falls jemand bis zum Schluss mitgemacht hat - bitte aktualisiert euren Lesestand in den nächsten Tagen. Es winkt dem/der Erfolgreichsten eine kleine Überraschung!

Kommt gut ins neue Jahr!

Sonntag, 2. Dezember 2018

Getestet: Schmökerbox Oktober

Ich weiß, ich weiß, ich bin ganz schön spät dran für diesen Beitrag. Ich erzähle hier was über die Box vom Oktober, dabei ist die Novermber-Box schon längst ausgeliefert und die für Dezember bereits wieder bestellbar. Aber was soll ich sagen - ich habe diesen Post vor Wochen begonnen und komme erst jetzt zum Fertig-Schreiben... (Blogger-Probleme halt.)

Worum geht´s?
Bereits seit Längerem habe ich immer wieder von der Schmökerbox gelesen oder gehört und z.B. bei Instagram wurde auch ordentlich Werbung dafür gemacht. Ich muss gestehen, ich bin bei solchen zusammengepackten Überraschungs-Boxen immer etwas skeptisch, weil ich befürchte, diverse Dinge darin zu finden, die so gar nicht meinen Geschmack treffen und die ich mir selbst nie gekauft hätte.

Wie funktioniert´s?
Bei der Schmökerbox wird nun für 39,95 Euro definitiv ein (unbekanntes, nicht namentlich genanntes) Buch als Inhalt versprochen, sowie einige nette und Herz-erfreuende Goodies (laut Angabe drei bis acht Stück). Man weiß also im Prinzip nicht, welches Buch sich in der Box verbirgt. Zu jeder Box wird nur ein Oberthema genannt. Man kann sich eine einzelne Box bestellen oder gleich in das 3-Monats- oder 6-Monats-Abo wechseln. Zum Ende des Monats wird die Box geliefert und es kann ans große Auspacken gehen.


Tja, was soll ich sagen. Der Preis hat mich zunächst abgeschreckt. Fast 40 Euro für ein Buch und ein bisschen Tamtam drumherum?! Niemals! Hab ich gedacht. Und bin dennoch immer neugieriger geworden. Auf den Fotos sieht es halt immer schön aus, wenn die Boxen ausgepackt sind. Und nette Inhalte habe ich auch immer gesehen. (Bin halt leicht beeinflussbar...)
Kurz: Mein Interesse war dann doch irgendwann geweckt, aber bestellt habe ich mir zunächst keine Box. Was auch daran lag, dass online klitzekleine Tipps gegeben werden, um welches Buch es sich handeln könnte. (Denn seien wir ehrlich: das Buch ist das, was mich in der Box am meisten interessiert...) Keine fiesen Spoiler-Hinweise, anhand derer man sofort weiß, welches Buch sich in der Box verbirgt, aber es wird beispielsweise gesagt, dass es eine Neuerscheinung im Verlag XY ist und ein Satz zum groben Inhalt. Wenn man dann Lust hast, kann man sich auf den Verlagsseiten ja umschauen, welches Buch es sein könnte.
Bisher haben mich die vermuteten Bücher in der Box aber einfach nicht genug interessiert, als dass ich mir deswegen die Box bestellt hätte. Im Oktober sah das anders aus. Bei der Ankündigung der Oktober-Schmökerbox zum Thema "Das Leben ist eine Wundertüte" war ich mir ziemlich sicher, dass das Buch "Das Leben ist eine wunderbare Bredouille" von Britta Röstlund in der Box enthalten sein würde. Da ich sowieso ein Auge auf dieses Buch geworfen habe, war mein großer Moment gekommen: ich habe mir gedacht, "Jetzt kann ich auch echt einfach mal diese Box testen".
Ich habe sie also bestellt, sie kam auch wirklich Ende Oktober und - wie vermutet - war "Das Leben ist eine wunderbare Bredouille" enthalten. Außerdem folgendes:



Eine Emaille-Tasse, eine Dose, ein kleines Reise-Notizbuch mit lustigen und ungewöhnlichen Anweisungen (z.B. soll man im Zug sein Gegenüber in das Büchlein zeichnen, um sich die Zeit zu vertreiben), ein bisschen Lesezucker (im wahrsten Sinne des Wortes), ein kleiner Stempel und als Extra-Überraschung, die man erst auf einer bestimmten Seitenzahl des Buches öffnen darf, ein Starterpäckchen mit Blumensamen und Erde, um Sonnenblumen auf dem Fensterbrett selbst zu ziehen.

Ok, dachte ich. Eigentlich ja alles ganz nett. Sehr schön verpackt (echt was fürs Auge), und alles in der Tat "nette Goodies". Tatsächlich brauchen tu ich davon aber nichts, das ist die Kehrseite der schönen Box. Und auch wenn ich glaube, dass alles davon seinen Wert hat und die knapp 40 Euro angemessen sind als Preis dafür, so denke ich mir halt trotzdem, dass ich mir all diese Sachen nicht einzeln gekauft hätte. Ich hätte sie nicht gebraucht und hätte dafür kein Geld ausgegeben.
Da ich mich aber nun mal auf die Box eingelassen habe, ist das dennoch in Ordnung für mich. Es war ein Versuch, der mich durchaus positiv überraschen konnte. Ich würde mir die Schmökerbox nicht als Abo zulegen, da ich glaube, dass sich dann bei mir zuhause die "unnützen" Dinge stapeln würde, die ich eigentlich nicht brauche, die aber nun mal dennoch in den Boxen enthalten sind. Außerdem ist nicht jedes Buch der letzten Boxen mein Fall gewesen, wie schon geschrieben, und dies kann ja immer wieder so sein. Ab und zu werde ich aber mal auf die Schmökerbox-Homepage schauen, um zu sehen, welches Thema die neuen Boxen haben werden. Und wenn mich dann eins doch sehr neugierig macht, kann es sein, dass ich mir noch einmal eine bestellen werde.


Mittwoch, 21. November 2018

"Fahrräder für Utrecht" - Jochen Baier

Verlag Langen-Müller, 2017
16,99 Euro


Handlung:
Als Hauke seinen Großvater zum letzten Mal im Krankenhaus besucht, offenbart ihm dieser ein dunkles Kapitel seiner Vergangenheit: Im Zweiten Weltkrieg war er in den Niederlanden stationiert und unter anderem für die Registrierung der verhafteten Juden und die Beschlagnahmung der Fahrräder verantwortlich. In die Trauer um seinen Opa mischt sich schnell auch der Gedanke an Wiedergutmachung: Hauke startet mit seinen Freunden Safi und Lars die Aktion „Gebt den Holländern ihre Fahrräder zurück“. Der Fahrradtour nach Holland schließen sich immer mehr Teilnehmer an – und so entsteht ein rasanter Roadtrip mit ungewöhnlichen Begegnungen. 


Meine Meinung:
"Fahrräder für Utrecht" lag schon eine ganze Weile bei mir herum, obwohl ich es als Rezensionsexemplar erhalten hatte. Irgendwie hat es mich bisher nicht zu dieser Geschichte gezogen, muss ich zugeben. Jetzt habe ich sie aber doch mal gelesen und sitze nun mit gemischten Gefühlen da, weil ich diese Erzählung irgendwie nicht richtig einschätzen kann. Sie behandelt ohne Frage ein wichtiges Thema, oder vielmehr nur ein kleines schreckliches Detail einer viel größeren historischen Tragödie. Insofern ist das Thema von Beginn an schwierig und kann in seiner Behandlung auch sehr daneben gehen. Die Grundidee, die Herr Baier hier verfolgt, finde ich eigentlich sehr schön, auch deswegen wollte ich das Buch lesen: die Fahrräder symbolisch in die Niederlande zurückbringen, die damals unrechtmäßig entwendet wurden. Es finden sich einige Leute, die dieses Vorhaben gern begleiten und mitfahren - zumindest bis zu dem Punkt, wo es dann ernst wird, als es nämlich wirklich um die "Übergabe" geht.
So gelungen ich die Idee an sich finde, hat sich bei mir irgendwie kein richtiges "Ankommen im Roman" eingestellt, wie ich es bei anderen Büchern oftmals (und bestenfalls) erlebe. Zum einen bin ich mit Hauke und seinen direkten Freunden einfach nicht warm geworden. Haukes Erzählstil fand ich zuweilen holprig, ausschweifend, zu jugendlich und naiv gehalten für einen 40-Jährigen. Das hat einfach nicht immer gepasst. Wäre Hauke jünger gewesen, um die 20, und hätte sich besten Wissens und Gewissens in diese Aktion begeben - ich hätte sie ihm mehr abgekauft. Denn so habe ich beim Lesen tatsächlich mehrfach vergessen, dass es sich hier um erwachsene Menschen handelt, die doch eigentlich selbst Lebenspläne haben sollten, anstatt sich so plan- und ahnungslos in ein vermeintliches Abenteuer zu begeben. 
Insgesamt erschien mir die Geschichte dann auch etwas zu langatmig und zu lang geraten, teilweise auch zu Dialog-lastig, zumal viele Unterhaltungen einfach überflüssig und mit Vorurteilen gespickt waren. So handelt es sich bei "Fahrräder für Utrecht" in meinen Augen um eine gute, nachdenklich stimmende Idee, die aber in ihrer Ausführung zu sehr wackelt. 


Freitag, 16. November 2018

"Die Tochter des Uhrmachers" - Kate Morton

Diana Verlag, 2018
22,00 Euro


Handlung:

Birchwood Manor 1862: Der talentierte Edward Radcliffe lädt Künstlerfreunde in sein Landhaus am Ufer der Themse ein. Doch der verheißungsvolle Sommer endet in einer Tragödie – eine Frau verschwindet, eine andere stirbt …
Über hundertfünfzig Jahre später entdeckt Elodie Winslow, eine junge Archivarin aus London, die Sepiafotografie einer atemberaubend schönen Frau und die Zeichnung eines Hauses an einer Flussbiegung. Warum kommt Elodie das Haus so bekannt vor? Und wird die faszinierende Frau auf dem Foto ihr Geheimnis jemals preisgeben?




Meine Meinung:
Die Bücher von Kate Morton mag ich meistens ganz gern. Manchmal ist mir danach, von vergessenen Geschichten, Lebensläufen oder kuriosen Zusammentreffen, von längst verschollenen oder vergessenen Andenken wie Fotos oder Briefen und von gut gehüteten Familiengeheimnissen zu lesen, die plötzlich - durch Zufall oder Schicksal - aufgedeckt werden. Und genau so etwas findet man bei Kate Morton eigentlich immer, gut verpackt in eine "schmökerige" Geschichte, die den Leser in die Vergangenheit und Gegenwart zugleich mitnimmt.
Bisher hat das immer ganz gut geklappt, wenn ich Frau Mortons Bücher gelesen habe. Und auch "Die Tochter des Uhrmachers" hat mir im Grunde gut gefallen. Das Grundgerüst der Geschichte passt; man liest sowohl von den Geschehnissen im Jahr 1982, als auch von von Elodies Leben im Jahr 2017. Elodie stößt auf eine Fotografie einer jungen Frau und eine Sammelmappe mit Zeichnungen und Skizzen, und wird unweigerlich neugierig, was sie da vor sich hat. Das setzt eine ganze Reihe von Gedanken- und Zeitsprüngen im Buch in Gang, mit vielen auftauchenden Charakteren und Geschichten. Und das ist wohl auch der Punkt, der mir hier in diesem Buch leider nicht ganz so gut gefallen hat. 
Es tauchen viele - viele Figuren auf den über 600 Seiten auf. Und jede hat ihre eigene Lebensgeschichte auf den Leib geschrieben bekommen. Jede hat auf irgendeine Art und Weise etwas mit dem herrschaftlichen Anwesen Birchwood Manor zu tun. Und jedem gibt Kate Morton eine Stimme und Raum zum Entfalten. Das fand ich anfangs nett, irgendwann merkte ich jedoch, wie das Lesen immer zäher und fast mühseliger wurde - vor allem dann, wenn man das Buch doch mal für 1 oder 2 Tage aus der Hand legen musste, (oder dies aufgrund des zähen Lesens sogar ganz gern mal gemacht hat). Mir fiel es dann jedes Mal wieder schwer, die Personen erneut zuzuordnen und mir ins Gedächtnis zu rufen, wer hier jetzt was erlebt hat - und vor allem: auf welcher Zeitebene. 
Und dies zog sich bis zum Ende hin. Ich war schon neugierig, ich wollte bis zum Ende lesen; ich wollte etwas über die beiden Todesfälle erfahren, die in Birchwood Manor geschehen waren und die gleich zu Beginn des Buches erwähnt werden. Die Todesfälle, die offenbar soviel ausgelöst haben in den Leben vieler Personen. Dafür braucht man hier tatsächlich ein wenig Geduld und Lese-Ausdauer, was mir sonst bei den Büchern von Kate Morton nicht so schwer gefallen ist. Man sollte zudem ein wenig offen sein für das Übersinnliche, da Kate Morton hier ganz gern mal das Thema "Geister und Feenreiche" anklingen lässt, und dies auch eine große Rolle in der Erzählung spielt.
Alles in allem ist es eine gelungene Geschichte, die interessant konzipiert und durchaus spannend gemacht ist, dass man gern dranbleiben und mehr erfahren möchte. Die Fülle an Figuren und Zeitebenen fand ich persönlich etwas erschlagend und das Lesen der Geschichte dadurch tatsächlich ein bisschen zäh. 

Ein herzliches Dankeschön an das Bloggerportal!

Dienstag, 23. Oktober 2018

Schnappatmung: Der neue "Strike" kommt!

Ich scrolle mich nichtsahnend durch einige neue Bücher, die in den nächsten Monaten erscheinen werden, und WAS SEHE ICH?? Der vierte Teil der Cormoran Strike-Reihe von Robert Galbraith ist nicht nur bereits auf Englisch im September erschienen (wie konnte mir das so komplett entgehen, also wirklich?!), nein, er erscheint Ende Dezember auch endlich auf Deutsch!!

Yippieeyayeeeeehhhh!!!

Oh man, ich freu mich soooo auf dieses Buch! Und ich warte schon so lange drauf. Dieses Ende vom dritten Teil war so !§.&(*#/?=''/("!$  grrrrrrr, FIES für Fans, also echt. So Cliffhanger-mäßig. Und jetzt geht´s endlich weiter, Gott sei Dank! Ich werde jetzt die Tage zählen bis zum Erscheinungstag :D

"Weißer Tod" - Robert Galbraith 
(-> Achtung, mögliche Spoiler für alle, die die Teile 1-3 noch nicht kennen!)
Ein verstörter junger Mann bittet den privaten Ermittler Cormoran Strike um Hilfe bei der Aufklärung eines Verbrechens, das er – so glaubt er – als Kind mit angesehen hat. Strike ist beunruhigt: Billy hat offensichtlich psychische Probleme und kann sich nur an wenig im Detail erinnern, doch er wirkt aufrichtig. Bevor Strike ihn allerdings ausführlich befragen kann, ergreift der Mann panisch die Flucht. Um Billys Geschichte auf den Grund zu gehen, folgen Strike und Robin Ellacott – einst seine Assistentin, jetzt seine Geschäftspartnerin – einer verschlungenen Spur, die sie durch die zwielichtigen Ecken Londons zu einem geheimen exklusiven Zirkel innerhalb des Parlaments und einem prachtvollen, doch düsteren Herrenhaus auf dem Land führt. Zugleich verläuft auch Strikes eigenes Leben alles andere als gradlinig: Er hat es als Ermittler zu Berühmtheit gebracht und kann sich nicht länger unauffällig hinter den Kulissen bewegen. Noch dazu ist das Verhältnis zu seiner früheren Assistentin schwieriger denn je – zwar ist Robin für ihn geschäftlich mittlerweile unersetzlich, ihre private Beziehung ist jedoch viel komplizierter …



Donnerstag, 18. Oktober 2018

Ich lese gerade... #2

... "Die Tochter des Uhrmachers" von Kate Morton


Darum geht´s:

Birchwood Manor 1862: Der talentierte Edward Radcliffe lädt Künstlerfreunde in sein Landhaus am Ufer der Themse ein. Doch der verheißungsvolle Sommer endet in einer Tragödie – eine Frau verschwindet, eine andere stirbt …
Über hundertfünfzig Jahre später entdeckt Elodie Winslow, eine junge Archivarin aus London, die Sepiafotografie einer atemberaubend schönen Frau und die Zeichnung eines Hauses an einer Flussbiegung. Warum kommt Elodie das Haus so bekannt vor? Und wird die faszinierende Frau auf dem Foto ihr Geheimnis jemals preisgeben?



Warum?
So ab und zu mag ich Romane ganz gern, in denen eine Figur lang verschollene oder bisher gänzlich unbekannte Dinge oder Gegenstände findet, daraufhin in der eigenen oder einer anderen Familiengeschichte herumstochert und dabei gut gehütete Geheimnisse aufdeckt. Solche Bücher bezeichne ich gern als Schmöker und kann mich ganz wunderbar in diese Geschichten fallen lassen. Vielleicht, weil einem selbst sowas irgendwie nie passiert und auch nie passieren wird... (Zum Glück?!) Jedenfalls kann gerade Kate Morton genau solche Bücher ganz fantastisch schreiben, daher habe ich im Laufe der Jahre eigentlich alles von ihr gelesen und für gut befunden.

Das Cover...
Als ich das Cover des neuen Buches zum ersten Mal gesehen hatte, war ich erst überrascht. Ihre bisherigen Bücher sehen doch etwas anders aus. Dieses hier erschien mir irgendwie so "floral" und ungeordnet. Bei näherem Hinsehen ist das Cover jedoch voller Symbole und Dinge, die in der Geschichte noch eine Rolle spielen werden. Insofern ist das Cover jetzt nicht eins der schönsten, die man sich vorstellen kann, aber absolut ok.

Bisher...
habe ich etwa 50 Seiten gelesen und finde es schon sehr vielversprechend. Die Story läuft auf mehreren Zeitebenen (mindestens 2, so wie ich es bisher überblicke) und macht dadurch natürlich gleich noch neugieriger. Man begleitet Elodie im Jahr 2017, wie sie auf ein altes Foto und eine Zeichnung stößt, die bestimmte Erinnerungen in ihr wecken. Zugleich liest man über einen geheimnisvollen Vorfall einer anderen Ich-Erzählerin, welche (so vermute ich bisher) etwa 1860 gelebt hat und ihre ganz eigene Geschichte zu erzählen hat, die sich aber natürlich erst nach und nach aufdecken und entfalten wird. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt und freue mich aufs Weiterlesen.

Kennt ihr denn Bücher von Kate Morton? Oder Romane, die ähnlich sind? Immer her damit!


Donnerstag, 4. Oktober 2018

"How to be a girl" - Julia Korbik

Thienemann Esslinger Verlagsgruppe, 2018
14,99 Euro


Handlung:
Hast du dich schon mal gewundert, warum es Regeln gibt, die scheinbar nur für Mädchen gelten? Willst du gerne mehr über Bodyshaming, Selfcare und Gleichberechtigung erfahren? Findest du Mädchen und Frauen, die ihr eigenes Ding durchziehen, spannend? Dann bist du hier genau richtig!
Mit Kurzporträts von historischen und aktuellen Vorbildern, Checklisten und Anleitungen (Wie erkenne ich alltäglichen Sexismus? Wie kann ich dem Konsum-Wahnsinn entkommen?) und Einblicke in die Welt der Jungen.


Meine Meinung:
Ich denke, ich muss vorab sagen, dass ich dieses Buch als ungefragtes Rezensionsexemplar bekommen habe - denn von allein hätte ich mir solch ein Buch vermutlich nie zum Lesen genommen. Das wird auch daran liegen, dass ich mit meinen "Ü30" nicht mehr zur Zielgruppe der Leser gehöre, die hiermit angesprochen werden sollen. Das also als Info vorab, dass ich sicherlich nicht die optimalste Leserin für dieses Buch bin.
Aber vielleicht sollte das auch wiederum total egal sein. Denn ob nun 13 oder über 30 - das Mädchen/ Frausein mag einen ja dennoch so oder so beschäftigen. Mich aber ehrlich gesagt nicht so sehr. Ich bin für Gleichberechtigung und finde auch Emanzipation wichtig. Gleichzeitig habe ich nie Bevormundung oder Rückstufungen aufgrund meines Geschlechts erlebt. Da mag ich Glück gehabt haben, richtig. Und das mag auch der Grund dafür sein, dass ich solche Emanzipations- und Feminismus-Diskussionen zuweilen als zu gewollt, zu kleinlich und zu belehrend empfinde. Ich bin auch kein Freund von allzu plakativen Feminismus-Bekundungen, mit denen man die Geschlechterkluft meiner Ansicht nach meistens noch verstärkt. Denn wenn ich - wie hier in diesem Buch - immer wieder Formulierungen wie "Schülerinnenzeitung", "Staatsbürgerinnenrechte" oder "Freundinnenschaft" lese, dann verdrehe ich unweigerlich die Augen und denke mir, wie blöd das irgendwie klingt. 
Und da habe ich auch gleich den nächsten Punkt, der mir an "How to be a girl" nicht gefallen hat. Das Buch möchte gern für Gleichberechtigung und Emanzipation der jungen Frauen sein, und bedient dabei aber das Hauptklischee der Rollenverteilung gleich selbst. Denn warum sonst ist dieses Buch in rosa-metallic Farben gehalten (=DIE Mädchenfarbe schlechthin)? Warum befinden sich zwar einige schematische Kopf-Abbildungen von bekannten oder bemerkenswerten Frauen darauf, aber beispielsweise Vertreterinnen des asiatischen oder afrikanischen Raums werden völlig außen vor gelassen? Ist das nicht schon ein weiteres großes Klischee?!
Ich kann mir vorstellen, dass junge Mädchen, die frisch in die Pubertät kommen und sich tatsächlich erstmalig im Leben mit Geschlechterunterschieden konfrontiert sehen, aus diesem Buch inhaltlich etwas mitnehmen. Denn Julia Korbik spricht einige wichtige Themen an und versucht sich auch, anhand von historischen Daten und Statistiken zunächst an die harten Fakten zu halten. Das kann durchaus zur Meinungsbildung beitragen. Das Buch gibt in dieser Hinsicht auch gute Denkanstöße, über Rechte und Pflichten und Privilegien, die mit dem einen oder anderen Geschlecht einhergehen mögen. Mir haben auch die Vorstellungen von bekannten und auch nicht so bekannten Frauen gefallen, die auf den unterschiedlichsten Bereichen erfolgreich oder zumindest aufgefallen sind. Manche davon kannte ich selbst nicht und fand die Vorstellungen daher recht interessant.

In meinen Augen sollte man "How to be a girl" jedoch nicht für sehr viel mehr als diese kleine Informationssammlung verwenden. Manche Inhalte, Tipps der Autorin oder auch diese ständigen unterschwelligen Feminismus-Formulierungen sind für mich einfach zuviel und nicht nachvollziehbar. 
Ich komme z.B. nicht umhin, immer wieder den Gedanken zu haben, dass die Autorin unbedingt möchte, dass Mädchen sich auflehnen und etwas an ihrer Lage und gesellschaftlichen Rolle ändern - aber völlig egal, ob sie das eigentlich wollen oder nicht. Was ist mit Mädchen, denen es geht, wie es mir als Mädchen ging? Bei denen alles in Ordnung ist, die nicht bevormundet oder in irgendwelche Geschlechterschubladen gesteckt werden? Die absolut zufrieden damit sind, ein Mädchen zu sein und sich auch so zu benehmen - und sich so benehmen zu DÜRFEN? Wenn ich mich in solch ein Mädchen hineinversetze und das Buch aus deren Sicht lese, bekomme ich das Gefühl, Frau Korbik möchte mir sagen, dass das nicht ok ist. Dass ich dennoch unbedingt etwas ändern muss. Immer wieder sind Sätze zu finden wie "Um dich gegen soziale Normen auflehnen oder sie verändern zu können, musst du sie erst einmal erkennen." oder "Veränderung fängt bei dir selbst an". Ich finde, das setzt junge Mädchen ganz schön unter Druck und lenkt sie zugleich in eine ganz klare feministische Richtung - was man als 13-jährige doch aber noch gar nicht überblicken und auch die Folgen noch nicht abschätzen kann. Ebenso solche Beiträge wie "Checkliste: Wie du Sexismus im Alltag erkennst", bei der man tatsächlich abkreuzen kann, ob einem etwas bekannt vorkommt (was ist denn, wenn dort ein Punkt NICHT aufgelistet ist und sich ein Mädchen dennoch belästigt fühlt?? Zählt das dann nicht?), oder - mein Highlight - "DIY: Eine Protestaktion organisieren". Ich meine.. Im Ernst? Hier werden Mädchen echt dazu aufgerufen und angeleitet, sich gegen Regeln zu stellen und zu protestieren.
Kurzum: Den Umgang mit manchen Themen oder auch dieses gewollte "in die Feminismus-Richtung drücken wollen" finde ich schwierig und das hat mir auch nicht gefallen. Vielleicht liegt das daran, dass ich eben doch schon ein paar Jahre älter bin und das mit anderen Augen sehe.  

Montag, 1. Oktober 2018

"Die Worte, die das Leben schreibt" - Adelia Saunders

Wunderraum Verlag, 2018
25,00 Euro



Handlung:

Ein poetischer Roman mit einem Amélie-artigen Gefühl für das Wunderbare.
Magdalena hat eine eigentümliche Gabe. Die junge Frau kann die Geschichten fremder Menschen auf deren Haut lesen: Wie bei einem Tattoo, das nur sie sehen kann, erscheinen ihr Namen, Ereignisse, banale und tragische Details – Botschaften, die das Leben selbst mit Geheimtinte notiert zu haben scheint. Als sie in Paris einem amerikanischen Studenten begegnet, erkennt sie ihren eigenen Namen auf dessen Wange. Aber welche Rolle sollte sie im Schicksal von Neil spielen? Oder in dem von dessen Vater? Eine rätselhafte Geschichte verbindet das Leben dieser drei Menschen – und die Liebe. Denn Neil ist von der jungen Frau mit den hellen Augen ganz hingerissen.



Meine Meinung:
Der Wunderraum Verlag gehört für mich eindeutig zu den Entdeckungen des Jahres! Mit "Die Worte, die das Leben schreibt" ist ein weiteres wunderbares Buch herausgekommen, das ich sehr gern gelesen habe. 
Erzählt werden gleich drei Geschichten in einer, die aber alle zusammenhängen. Ein Mann sucht in Paris Hinweise auf seine Mutter, die ihn bereits als Baby weggab, und die dennoch auch viele Jahre später noch eine unglaubliche Faszination auf ihn ausübt, so sehr, dass für anderes kaum Platz in seinem Leben zu sein scheint. Sein Sohn Neil dagegen ist auf der Suche nach seinem Sinn im Leben. Als Geschichtsstudent hat er seinen Platz und sein Lebensziel noch nicht gefunden und lässt sich eher dahintreiben. Bis... ja, bis Magdalena auftaucht, die dritte Person in diesem Buch. Magdalena hat die besondere Gabe, auf der Haut der Menschen deren Lebensgeschichten abzulesen. Da stehen wichtige Daten und Namen, Ereignisse und Lebensstationen wie mit Tinte geschrieben. Alles, was ein Menschenleben ausmacht. Niemand außer Magdalena kann sie sehen, was sie derart verstört, dass sie es sich angewöhnt hat, lieber halb blind und unbemerkt durchs Leben zu gehen, um nicht allzu sehr Zeugin menschlicher Tragödien und Schicksale werden zu müssen. Als sie eines Tages aber gerade auf Neils Haut ihren eigenen Namen liest, geht dies nicht spurlos an ihr vorbei - und wichtige Ereignisse nehmen ihren Lauf.
Ich mochte "Die Worte, die das Leben schreibt" sehr. Nicht nur die Idee des Romans an sich, auch das absolut fantastische Ende, das mir einen großen Aha-Moment bescherte, und vor allem der schöne und bildhafte Sprachstil der Autorin. Das hat in mir viel zum Klingen gebracht und mich begeistert. Ich muss aber auch gestehen, dass ich mich in der Geschichte zuweilen auch verloren habe, weil ich sie hier und da als etwas schleppend empfand. Der immer wiederkehrende Wechsel der Perspektive vom Jetzt in die Vergangenheit und wieder zurück hat dem Erzählstil in meinen Augen hier und da die Luft genommen und alles etwas ausgebremst. Wie mit einem Fernrohr blickt die Autorin in manche Szenen hinein und beschreibt eben nicht nur das Wesentliche, das die Handlung ausmacht, sondern driftet auch immer mal ab in längst vergangene Zeiten oder Erlebnisse aus der Jugend der aktuell erzählenden Figur. Das hat zum einen seinen Reiz, zum anderen empfand ich das Lesen an solchen Stellen tatsächlich als ein bisschen zäh. Zum Glück bin ich dennoch dran geblieben, denn wie schon gesagt - das Ende hat mich mit allem versöhnt. Und ich glaube, man kommt nicht umhin, einmal in sich zu gehen und sich zu fragen, welche Worte und Namen und Daten wohl auf der eigenen Haut stehen würden.
Den Roman behalte ich letztlich als ein weiteres kleines wunderbares Leseerlebnis aus dem Wunderraum in Erinnerung.

Ein herzliches Dankeschön an das Bloggerportal/ Randomhouse Verlag!

Mittwoch, 26. September 2018

"Bienenkönigin" - Claudia Praxmayer

cbj Verlag, 2018
17,00 Euro


Handlung:

»In meiner zitternden Handfläche liegt, matt in der Sonne schimmernd, eine nachtschwarze Biene.«


Doch jenes unheimliche Wesen, das Mel eines Tages vor dem Bienenstock im Garten ihrer WG findet, ist keine der samtigen Bienen, die sie so liebt. Ganz im Gegenteil: Es ist eine tödliche Miniatur-Drohne, die es offensichtlich auf ihre lebenden »Artgenossen« abgesehen hat. Nur, wer würde die ohnehin bedrohten Bienenvölker um San Francisco ausrotten wollen? Mel und ihre vier WG-Freunde sind entsetzt und beginnen nachzuforschen. Und ihre Ermittlungen führen sie unversehens mitten hinein in eine hochbrisante Verschwörung ...





Meine Meinung:
"Bienenkönigin" ist ein spannender, kurzweiliger Roman, der ein aktuelles und sehr wichtiges Thema auch, aber nicht nur, für jüngere Leser anspricht. Es geht um die Bienen. Und um die traurige Tatsache, dass sie immer weniger werden. Claudia Praxmayer gelingt es, in ihrer Geschichte Fakten und Fiktion gut miteinander zu kombinieren, um auf diesen alarmierenden Umstand aufmerksam zu machen. 
Eingebettet wird die Geschichte um die Bienen in eine nette gemütliche WG in San Francisco, in der sich ein paar junge Leute zusammengefunden haben, um gemeinsam grüner und umweltbewusster zu leben. Hauptprotagonistin ist Mel, die aktuell gar nicht so recht weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen und in welche Richtung es eigentlich gehen soll. Ihre Leidenschaft sind die Bienen, und zu denen hat sie auch eine ganz persönliche Verbundenheit. Sie kann mit den Bienen "singen" und sich so in ihren Gemütszustand einfühlen. Genau dadurch bemerkt sie eines Tages auch, dass etwas nicht stimmt: In ihrem Bienenstock im Garten hat sich eine kleine schwarze, Bienen-ähnliche Drohne eingeschlichen. Dieser Fund ist nur der Auftakt zu einigen unschönen Erlebnissen, die das Leben der Bienen weltweit bedrohen könnten - und damit unweigerlich auch das Leben der Menschen. 
Mir hat die Geschichte gut gefallen, weil sie sich gut weglesen lässt, und dennoch nachdenklich stimmt. Dass das Bienensterben ganz real ein Problem in unserer Welt ist, ist längst bekannt. Und die Autorin spinnt diesen Gedanken hier weiter; was wäre, wenn manche aus diesem Umstand auch noch Profit schlagen wollen? Mel und ihre WG-Bewohner versuchen, die merkwürdigen Vorkommnisse zu verstehen. Als Leser bekommt man einen Einblick, was es bedeuten kann, wenn die Bienen zum Bestäuben von Bäumen und ganzen Obstplantagen fehlen. Das fand ich sehr gut und eindrücklich geschrieben. Und zumindest mir ging es so, dass ich mich beim Lesen gefragt habe, wann ich eigentlich zuletzt eine Biene gesehen habe. Leider schon viel zu lange her. 

Freitag, 21. September 2018

"Wicker King" - Kayla Ancrum

dtv, 2018
16,95 Euro


Handlung:
Lass dich mitnehmen in die Welt von Jack und August! Aber gibt es sie wirklich?
Ein Brand in einer alten Lagerhalle. Am Tatort zwei Siebzehnjährige, einer davon (der vermutliche Brandstifter) mit Verbrennungen, die beide in die Psychiatrie eingeliefert werden. Einige Monate zuvor: In der Schule hängen August und Jack mit völlig verschiedenen Typen rum, privat verbindet die beiden aber seit Langem eine intensive Freundschaft. Doch Jack, Vorzeigeschüler, Spitzensportler, Mädchenschwarm, entwickelt immer stärkere Halluzinationen und driftet mehr und mehr in eine Fantasiewelt ab. In dieser ist er der König, der »Wicker King«, und August ist sein Ritter. Um Jack nah zu bleiben und zu verhindern, dass dieser sich endgültig in seiner Scheinwelt verliert, lässt sich August auf das Spiel ein: Er begibt sich gemeinsam mit Jack in dessen Fantasiewelt hinein und steuert sie beide damit genau auf die Katastrophe zu, die er verhindern wollte.


Meine Meinung:
Erster Eindruck: Holla, da hat sich der Verlag aber nicht lumpen lassen. Das Buch kommt optisch ziemlich beeindruckend daher, mit leuchtenden Mustern auf dem Buchcover und den -deckeln, mit Fotos und Kritzeleien im Inneren, mit dunklem Farbverlauf auf den Buchseiten. Je dunkler die Seite wird, umso schlechter steht es um Jacks Gesundheit und Geisteszustand. Am Ende sind die Seiten schwarz. 
Der zweite Eindruck nach einigen Seiten Lesen ist dann schon weniger euphorisch: Ich komme nicht umhin, die einzelnen (ultra kurzen!) Kapitel ziemlich banal und belanglos zu finden. Die Kapitel mit meistens nicht nachvollziehbaren Überschriften gehen oft nicht über eine Seite hinaus, und das bei ziemlich großer Druckschrift! In den Kapiteln selbst steht eigentlich nicht viel bedeutendes drin. Nichts, was mich begeistert hätte, zumindest. Der Schreibstil ist nichtssagend, die Dialoge flach und ebenso nichtig. Immer, wenn es mal interessant wird und sich zwei Personen in einer Unterhaltung endlich mal einem wesentlichen Punkt nähern - ist das Kapitel vorbei. Irgendwie wird immer nur an der Oberfläche gekratzt. Das hat mich nach etwa 80 Seiten unglaublich gestört. Zudem habe ich bemerkt, dass man absolut nichts verpasst, wenn man nicht jede Seite (und damit nicht jedes Kapitel) liest, einfach, weil nun mal nichts passiert. Querlesen ist also gut möglich. 
Und vielleicht sollte man diese Geschichte hier auch nur quer lesen, denn zumindest mich hat sie unglaublich ärgerlich und wütend gemacht. Aber nicht inhaltlich, sondern weil die Autorin so unbedarft und nachlässig mit einem solchen Thema umgeht und das auf eine Weise umsetzt, die mir völlig gegen den Strich geht. Meine Befürchtung hier ist, dass manche Leser diese Halluzinationen von Jack (und Augusts Reaktion darauf) vielleicht so toll und außergewöhnlich finden könnten, so kurios und ungewöhnlich als Romanidee, dass sie das wirklich Traurige und Gefährliche dahinter gar nicht mehr erkennen. Dass sie Jacks und Augusts Erlebnisse hier nur als "coolen Roman, den ich total spannend fand" erleben. Dass sich manche vielleicht denken "Was für ein Abenteuer!"
Aber dahinter steckt viel mehr, und ich finde, dass gerade August hier überhaupt kein gutes Bild und Vorbild abgibt. Ich finde es beängstigend und unverantwortlich, wie vermeintliche Freunde jemanden, der so offensichtlich akut psychotisch ist, beim Verfall und - ja - letztlich Sterben zusehen! Denn aufs Sterben würde Jacks Situation irgendwann hinauslaufen, wenn August & Co. hier einfach so weitermachen. Es wissen mindestens 4 Personen in dieser Geschichte, dass Jack unter gefährlichen Halluzinationen leidet, und NIEMAND tut etwas! Das ist unfassbar. Alle treffen sich lustig in der Schule oder nachmittags zum "Abhängen" und schauen Jack zu, wie er sich selbst verliert, ermuntern ihn sogar noch dazu. Freundschaft hin oder her, warum sich hier niemand genötigt fühlt, Jack einem Mediziner vorzustellen, ihn ins Krankenhaus zu bringen, untersuchen zu lassen, IRGENDWAS zu tun, weil er so offensichtlich abdriftet - das ist mir unbegreiflich. Zumal es ja auch nicht bei bloßen Halluzinationen bleibt, August selbst driftet in dieser Scheinwelt ja völlig weg, hinterfragt nichts mehr nach Richtigkeit, sondern lässt sich in schräge, illegale und lebensbedrohliche Situationen hineinziehen.
Die Autorin begründet dies in ihrem Nachwort mit "Co-Abhängigkeit" und "Vernachlässigung". Ja, das mag sein. Es gibt solche Fälle, Personen, die niemanden haben, der sich um sie kümmert. Traurig genug. Noch trauriger jedoch, dass Jack hier sehr wohl Personen um sich hat, denen er wichtig ist. Und die einfach nur aus den falschen Motiven und Selbstsüchtigkeit heraus NICHTS tun.
Das, was hier in diesem Buch beschrieben wird, ist somit einfach krank. Das finde ich zum einen, weil ich Psychologin bin, im psychiatrischen Bereich gearbeitet habe und einfach weiß, dass man akut psychotische Personen nicht einfach so ihrem Schicksal überlassen und sie in den Halluzinationen lassen darf. Zum anderen habe ich schlicht und einfach meinen gesunden Menschenverstand eingeschaltet! Eine von der Autorin vorgeschobene Abhängigkeit zwischen zwei Personen hin oder her, aber als bester Freund (=August) kann man doch nicht dabei zusehen, wie der andere derart verfällt. Sein eigenes Leben so zu riskieren, nur um den halluzinierenden Freund glücklich zu machen, das bewirkt bei mir echt nur fassungsloses Kopfschütteln und zugleich die Befürchtung, dass manche Leser wirklich "toll" und "außergewöhnlich" finden könnten, was sie hier lesen.

Der "Wicker King" hat mich nicht überzeugt, nicht nur in Bezug auf Inhalt, sondern auch angesichts Sprach- und Erzählstil. Es hat mich wütend gemacht, vielleicht ist das schon was wert. Denn sonst konnte ich aus dem Buch nichts mitnehmen, nur Kopfschütteln über soviel Rücksichtslosigkeit, die darin mitschwingt, und die sich manche vielleicht als Vorbild nehmen könnten, um mal ein Abenteuer zu erleben. 

Montag, 17. September 2018

Mein Problem mit Musso

Kennt ihr die Bücher von Guillaume Musso? Mittlerweile gibt es ja eine ganze Menge, da Herr Musso offenbar jedes Jahr eins herausbringt. Das kann gut sein und das Leserherz ob der Neuerscheinungen erfreuen, oder aber auch nicht. Seit etwa 3 Jahren (und damit 3 Büchern von ihm) hinterfrage ich mein bis dato bestehendes Musso-Fansein, weil seine Bücher mich tatsächlich immer mehr aufregen. Warum? Das versuche ich jetzt mal zu erklären.



An und für sich finde ich es ja toll, wenn Autoren dem Bedürfnis ihrer Fans und Leser nach neuen Geschichten so gut nachkommen und fleißig schreiben, schreiben, schreiben; dass man sich quasi drauf verlassen kann, jedes Jahr ein neues Buch von ihm in der Hand zu halten. Schwierig wird es dann, wenn unter der Quantität die Qualität zu leiden hat. Und leider ist genau das nämlich mein Eindruck bei den Büchern von Herrn Musso. Ich - und vermutlich viele viele andere - sind durch sein 2012 auf Deutsch erschienenes Buch "Nachricht von dir" auf ihn aufmerksam geworden. Das Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen, wie man z.B. in meiner Rezension von damals nachlesen kann. Damals kaufte ich mir in meiner Begeisterung auch gleich noch ältere Bücher von ihm, z.B. "Wirst du da sein?" oder "Weil ich dich liebe". Auch das 2014 herausgebrachte "Vielleicht morgen" fand ich noch gut. Sämtliche Bücher, die danach erschienen, hinterließen bei mir jedoch stets einen faden Beigeschmack oder sogar richtig große Enttäuschung. Woran liegt das?

1. Vor allem seine letzten Bücher folgen irgendwie immer dem gleichen Muster bezüglich Figuren, Plot und Handlung. Mann und Frau begegnen sich unter kuriosen oder ungewöhnlichen Umständen und sind fortan gezwungen, etwas gemeinsam (manchmal auch alleine, aber mit den Gedanken bei dem Anderen) zu ermitteln oder aufzudecken. Irgendein Rätsel zu lösen, das unweigerlich immer tief in die eigene Vergangenheit hineinreicht und ebenso große Auswirkungen auf die eigene Zukunft haben wird. Als ich noch neu im Musso-versum war, fand ich genau das total spannend. Eine Mischung aus Roman, Rätselraten, ein bisschen Romantik und noch dazu flott und locker geschrieben. Wenn das immer gleiche Muster aber wieder und wieder bemüht wird und jede Geschichte das gleiche Schema X aufweist, geht mein Interesse flöten. Ich glaube, das ist das, was mich in den Tiefen meines Herzens wirklich richtig ärgert und enttäuscht: dass Herr Musso mich mit seiner Art, zu schreiben, und der Art, seine Geschichten aufzubauen, einfach nicht mehr überraschen kann. Man weiß bei ihm total, woran man ist. Man bekommt genau das, was man schon in all seinen Büchern zuvor bekommen hat. Und das ist schade.

2. Es tauchen auch immer wieder die gleichen Muster bezüglich der Reisen der Figuren auf. Stets sind Frankreich und die USA Schauplätze der Handlung, ganz selten zieht es jemanden auch mal woanders hin. Das wäre an sich ja auch noch ok, aber was mich wirklich jedes Mal fuchsig macht beim Lesen, ist diese gespielte Leichtigkeit und Unbekümmertheit, mit der die Figuren hier lustig über den Erdball reisen - und vor allem in einem erzählerischen Tempo! Stets ist es das gleiche: Jemand stellt fest, dass ein Hinweis ihn nach Frankreich respektive USA führt und er steigt prompt in das nächste Flugzeug, das in der Welt von Guillaume Musso offenbar auch direkt betankt gleich um die nächste Ecke steht und nur auf die Passagiere wartet. NIE hat hier jemand Probleme, überhaupt einen Platz in einem ultra-spontan gebuchten Flug zu bekommen. VON DEN KOSTEN MAL GANZ ZU SCHWEIGEN!! NIE hat hier jemand Geldprobleme, sondern kann sich ganz problemlos Flüge über den großen Teich leisten, gern auch mehrere innerhalb weniger Tage. Der nächste Flug geht übrigens auch immer innerhalb der nächsten Stunde und dann befindet sich die betreffende Person nach nur wenigen Flugstunden frisch und munter im anderen Land und kann dort direkt weiter ermitteln oder suchen oder was auch immer tun. Jetlag oder Müdigkeit oder einfach dieses "Boah, war die Reise anstrengend, ich kann nich mehr und seh auch aus wie ausgekotzt"- Gefühl, das man zuweilen nach einer (Flug-)Reise hat - keine Spur davon! Völlig egal, ob jemand gerade eben (vor einer Stunde!!) erst einen operativen Eingriff hatte (wie in "Das Atelier in Paris"), das macht doch nichts, nur wenige Minuten später sitzt sie im Flieger.
ACHTUNG SPOILER: Völlig egal, ob jemand am nächsten Tag allen Ernstes eine Operation am Gehirn haben soll, Herr Musso schickt die Person bis wenige Minuten davor erstmal noch lustig auf Schnitzeljagd durch New York. Noch dazu jemand, der sich über sein eigenes Handeln gar nicht mehr im Klaren ist.  !! (so geschehen in "Nacht im Central Park") Im Ernst? Wie geht sowas durchs Lektorat? Wie kann man denn sowas echt schreiben und vertreten? Dieses kleine, aber neurologisch-fachlich katastrophale Detail nehme ich Herrn Musso übrigens wirklich sehr übel. Da ich mich mit diesem Thema ganz gut auskenne (und gerade darin promoviere), stört mich diese medizinische Unbekümmertheit (und Unwissenheit), die er da an den Tag legt, ungemein. Fiktion und ausgedachte Details - schön und gut, aber irgendwie nachvollziehbar muss es doch bleiben in Büchern, die nicht explizit als Fantasy ausgeschrieben sind. SPOILER ENDE.
Diese unrealistischen Momente häufen sich in den Musso-Büchern. Diese kleinen Details, bei denen man sich an den Kopf fasst und bei denen man sich, wenn man ehrlich ist, eigentlich die ganze Zeit denkt "Im realen Leben läuft das so aber nicht ab. Bei mir würde das nie so funktionieren.". Klar, es ist künstlerische Freiheit, Herr Musso kann schreiben, was und wie er will. Aber wenn es trotzdem manchmal so offensichtlich am realen Leben vorbeigeht, hinterlässt das bei mir einen faden Beigeschmack.

3. In meinen Augen wird es wirklich bedenklich, wenn ein Autor eine bereits genutzte Hauptfigur, deren Geschichte eigentlich schon zu Ende erzählt war und die ihr Happy End bereits erhalten hat, "reaktiviert" und sie einfach nochmal in ein neues Buch aufnimmt. Ich meine, was ist denn das? Reicht die Fantasie ernsthaft nicht aus, um sich noch jemand anderen auszudenken und demjenigen die neue Geschichte auf den fiktiven Leib zu schreiben?! Ich nehme ihm wirklich total übel, dass er die Figur "Madeline" aus dem Buch "Nachricht von dir" in seinem letzten Buch "Das Atelier in Paris" erneut zur Hauptfigur gemacht hat, und das nicht mal mit erkennbarem Grund. Die Geschichte, die in "Das Atelier in Paris" erzählt wird, hätte JEDE neu ausgedachte Figur erleben können. Wirklich. Es hätte nicht Madeline sein müssen. Denn so lässt es "Nachricht von dir", mein Musso-Lieblingsbuch, jetzt nur noch belanglos wirken.


Ich weiß auch nicht, irgendwie fehlen mir in seinen Büchern auch zunehmend seine Empathie und das Einfühlungsvermögen in seine Figuren. Dieses Gefühl, das man beim Lesen manchmal hat, wenn man merkt, einem Autor ist wirklich wichtig, was hier mit seiner Figur passiert und was sie durchmacht. Immerhin hat er sie geschaffen, da will er doch dann auch wissen, was so mit ihr alles passiert, denke ich mir zumindest. Das vermisse ich mittlerweile in den Büchern von Herrn Musso. Diese erinnern mich mittlerweile eher an "Massenware", die schnell geschrieben und schnell produziert und gedruckt wird. Ich kenne nicht viele Autoren, die tatsächlich jedes Jahr ein Buch rausbringen. Herr Musso tut es. 
Und - Zufall oder nicht - tatsächlich finde ich in seinen letzten Büchern auch immer mal einen Rechtschreibfehler oder Fehler in der Formatierung der Überschriften oder ähnliches. Klar, das lässt natürlich keine Rückschlüsse auf die französische Originalausgabe zu. Aber irgendwie ist es in meinen Augen immer passend und es bestärkt mich in meiner Meinung, dass das hier wieder ein "schnell gemachtes Buch" ist, wenn ich so einen Fehler bemerke.
Bisher habe ich dennoch jedes erschienene Buch von Herrn Musso gekauft und gelesen. Warum? Naja, weil ich letztlich immer wieder hoffe, doch mal wieder von ihm überrascht zu werden. Doch mal wieder ein Buch wie das damalige "Nachricht von dir" in den Händen zu halten und so richtig begeistert zu sein. Stattdessen wächst zunehmend von Buch zu Buch mein Frust.

Vor ein paar Tagen habe ich gelesen, dass im November wieder ein neues von ihm rausgebracht wird, dieses hier nämlich. Ich bin mir nicht sicher, ob ich dieses dann auch wieder lesen werde.

Kennt ihr die Bücher von Guillaume Musso? Geht es euch beim Lesen vielleicht genauso wie mir? Welches Buch von ihm mögt ihr am liebsten?

Freitag, 7. September 2018

"Winterhaus" - Ben Guterson

Verlag Freies Geistesleben, 2018
20,00 Euro



Handlung:

Elizabeth ist unglaublich gut im Spielen mit Wörtern und Rätsellösen. Aber wird das ausreichen, die codierten Botschaften zu entschlüsseln, die sie im Hotel Winterhaus erwarten? Und warum wurde sie überhaupt dorthin geschickt? Immerhin hat sie in letzter Zeit ungewöhnliche Kräfte an sich entdeckt…
Diese Geschichte hat alle Zutaten, die man sich für ein besonderes Buch mit viel Winteratmosphäre wünscht: ein zwielichtiges Paar (gefährlich?), einen netten Hotelbesitzer (nur manchmal verdächtig) mit langem Stammbaum, Riesenpuzzles und codierte Botschaften, eine sensationelle Bibliothek und ein magisches Buch, geisterhafte Erscheinungen und tolle Ausflüge in die verschneite Landschaft.

Und mittendrin Elizabeth, die einen guten Freund sucht und ihre Eltern nicht kennt.

Meine Meinung:
"Winterhaus" entpuppt sich als gemütliche Geschichte, die sich vor allem zur Weihnachtszeit gut wegschmökern lassen dürfte. Zum einen, weil die Geschichte von Elizabeth selbst zu Weihnachten spielt, zum anderen aber auch, weil man sich in der behaglichen und gemütlichen Welt des "Winterhauses" gut bei Lebkuchen und heißem Kakao verlieren kann. Die im Buch so heiß begehrte Leckerei namens "Flurschen" gibt es in der Realität ja leider nicht...
Elizabeth verbringt ihre Weihnachtsferien im "Winterhaus", einem vornehmen Hotel, für das sie doch aber eigentlich gar kein Geld besitzt, um es sich leisten zu können. So glaubt sie zumindest, und sie kann sich auch nicht erklären, warum sie plötzlich dennoch eine Einladung in den Händen hält, genau in diesem Haus ihre 3-wöchigen Ferien zu verbringen. Das Hotel entpuppt sich bald als Glücksfall für sie, denn nicht nur die hauseigene Bibliothek lässt Elizabeth´ Herz höher schlagen, sondern inmitten des netten und zuvorkommenden Personals und den vielen Beschäftigungen und Ablenkungen des Hotels fühlt sie sich auch einfach pudelwohl. Auch die ersten Freundschaften schließt sie gleich am ersten Tag - es könnte also alles nicht besser sein. Doch warum hat sie dennoch das Gefühl, dass irgendetwas im "Winterhaus" vor sich geht? Dass zumindest ein Teil der anderen Hotelgäste etwas zu verbergen hat, ja, sogar etwas Böses im Schilde führt? Elizabeth macht sich auf, die Rätsel und Geheimnisse des "Winterhauses" zu lösen und stellt schon bald fest, dass sie mehr mit dem Haus und seiner Geschichte zu schaffen hat, als sie jemals geglaubt hätte.

"Winterhaus" ist eine schöne und unterhaltsame Geschichte vor allem für jüngere Leser, aber auch ich als "Ü30-Leserin" hatte noch meinen Spaß hierbei. Und das lag zum einen an den unglaublich schönen Illustrationen im Buch, die das Geschriebene perfekt aufgefangen und dargestellt haben. Auch die Umschlaggestaltung (mit kleinen ausgeschnittenen Fenstern, die den Leser direkt auf den Buchdeckel schauen lassen) und die ebenso farbig bedruckten Buchdeckel sind ein wirklich tolles und liebevolles Detail. Ein wahrer Augenschmaus, das ganze Buch! 
Zum anderen kommen Rätselrater, Wortleiter-Bastler und Code-Knacker hier auf ihre Kosten, denn man kann sich als Leser beim Entziffern von kniffeligen Wörterrätseln probieren und selbst versuchen, dem Geheimnis vom "Winterhaus" näher zu kommen. Sowas finde ich in Kinder- und Jugendbüchern immer sehr amüsant und einfallsreich. Als kurzweiliges und unterhaltsames Jugendbuch mit schönen Illustrationen und Rätselraterei werde ich das "Winterhaus" daher auch in Erinnerung behalten. Ein weiterer kleiner Literatur-Schatz aus dem Verlag Freies Geistesleben.

Ein herzliches Dankeschön an den Verlag Freies Geistesleben!


Montag, 3. September 2018

Aus der Rubrik "Muss das sein?": "Die Wissenschaft hinter Harry Potter"

Als ich dieses Buch am Wochenende online entdeckte, dachte ich mir zuerst "Aha" und beim Lesen der Inhaltsangabe dann "Echt jetzt?!". Damit ihr wisst, worum es geht, hier kurz die Inhaltsangabe:


"Die Wissenschaft hinter Harry Potter: 
Magische Phänomene naturwissenschaftlich erklärt"
von Mark Brake & Jon Chase
Riva Verlag, 2018
19,99 Euro

Fliegende Besen, magische Wesen und Zaubersprüche machen die Welt von Harry Potter so außergewöhnlich. Natürlich gibt es diese Dinge in Wirklichkeit nicht – oder etwa doch?
Ist es durch einen biologischen Zufall möglich, dass ein dreiköpfiger Wachhund wie Fluffy existiert? Könnte die Existenz von Gravitationsfeldern erklären, warum der Nimbus 2000 fliegen kann? Und ist ein Greif nichts anderes als der inzwischen ausgestorbene Dinosaurier Protoceratops?
Die Wissenschaft hinter Harry Potter betracht die mysteriösen Phänomene rund um Hogwarts und erklärt, ob und wie diese auch in unserer Muggelwelt vorkommen könnten. Ein lehrreiches und unterhaltsames Buch voller Überraschungen.


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Ich kann nicht umhin, mir zu denken, was dieses Buch soll. Ich habe nicht rein gesehen oder es gelesen oder sonst was, kann daher zum Inhalt absolut nichts sagen. Vielleicht ist es sogar richtig gut gemacht. Aber mal ehrlich:
Jeder echte Harry Potter-Fan mag die Buch- (und vielleicht auch die Film-) Reihe, gerade eben, WEIL ES UM MAGIE GEHT!! Weil das etwas ist, was man als Leser selbst nicht kann. Das ist ja gerade das Wesentliche an der ganzen Geschichte: da gibt es Personen, die können ZAUBERN! Die können einfach so Dinge auftauchen oder verschwinden lassen, umwandeln, sich Dinge herzaubern oder etwas weghexen, etwas schöner oder hässlicher, langsamer oder schneller machen, die können nur per Gedanken andere beeinflussen, die können die Zeit rückwärts drehen, die haben sich bewegende Bilder an den Wänden und können per Feuer reisen, verdammich noch eins! Die Personen in der Welt von Harry Potter können schlicht und einfach Dinge, die wohl sicher jeder irgendwann in seinem Leben gern mal gekonnt hätte. Und sei es nur "Nox" zu sagen, damit man nicht nochmal aufstehen muss, um das Licht zu löschen, wenn man im Bett schon halb weggedöst ist. 

Das ist Magie, das ist etwas, was es in unserer schnöden realen Welt nicht gibt. (Zumindest ist mir  leider nichts diesbezüglich bekannt.) Das ist etwas, das GIBT es in den Büchern einfach, ohne dass man es erklären kann. Und ganz ehrlich: WILL man es erklärt bekommen? Wie Magie funktioniert? Wir reden ja hier nicht über Kartentricks oder darüber, wie man jemandem hinter dessen Ohr eine Münze hervorzaubert. Sondern von "richtiger" Magie, von richtigem Zauber, der überall enthalten ist, und der nun mal so viele Millionen auf der Welt "verzaubert" hat. 
Ganz ehrlich, ich will nicht erklärt bekommen, was im menschlichen Körper EIGENTLICH passieren müsste, wenn man ganz in echt Vielsafttrank zu sich nehmen und sich entsprechend verwandeln würde. Ich will nicht wissen, welchen physikalischen und mathematischen und was-weiß-ich-noch-für Elementen man ein Schnippchen schlagen müsste, um tatsächlich auf einem Besen zu fliegen. In der Welt, in die ich abtauche, wenn ich Harry Potter lese, fliegen Besen nicht wegen irgendwelcher Gravitationsfelder auf der Erde, sondern weil J.K. Rowling es so geschrieben hat. Weil es einfach so ist. Basta.

Warum muss man echt versuchen, all diese Magie in den Büchern realistisch und wissenschaftlich erklären zu wollen? Warum kann man diese Magie nicht einfach als die Magie der Harry Potter Bücher hinnehmen? Warum kann Magie nicht einfach Magie bleiben?

Samstag, 25. August 2018

Ich lese gerade... #1

... "The Thousandth Floor" von Katharine McGee


Darum geht´s:
Welcome to Manhattan, 2118. A thousand-storey tower stretching into the sky. A glittering vision of the future, where anything is possible - if you want it enough. A hundred years in the future, New York's elite of the super-tower lie, backstab and betray each other to find their place at the top of the world. Everyone wants something... and everyone has something to lose. As the privileged inhabitants of the upper floors recklessly navigate the successes and pitfalls of the luxury life, forbidden desires are indulged and carefree lives teeter on the brink of catastrophe. Whilst lower-floor workers are tempted by a world - and unexpected romance - dangling just out of reach. And on the thousandth floor is Avery Fuller, the girl genetically designed to be perfect. The girl who seems to have it all - yet is tormented by the one thing she can never have. So when a young woman falls from the top of the supertower, her death is the culmination of a scandal that has ensnared the top-floor elite and bottom-floor. But who plummeted from the roof? And what dark secrets led to her fall? Friends will be betrayed and enemies forged as promises are broken. When you're this high up, there's nowhere to go but down...


Warum?
Ich weiß gar nicht mehr genau, warum ich mir dieses Buch irgendwann bestellt hatte. Ich glaube, ich bin beim online-Stöbern darauf gestoßen, fand es interessant und habe dann mal einen der von mir so geliebten (und glücklicherweise immer wiederkehrenden) "18% auf fremdsprachige Bücher"-Rabatte bei thalia eingelöst... :)

Das Cover...
...finde ich ganz nett. So gelb und golden, das fällt einem schon ins Auge. Und man kann sich vorstellen, dass das Mädel vorn drauf Avery ist, die von ihrem höchsten Stockwerk im "Tower" auf die Massen hinunterschaut.

Bisher...
Ich bin jetzt auf Seite 255, das ist etwas über die Hälfte des Buches, und bisher finde ich es großartig! Das ist wie eine futuristische Daily Soap der Schönen und Reichen, deren Sorgen mitunter so ganz andere sind als die der Normalsterblichen. Wirklich alle Charaktere in dieser Geschichte sind so ein bisschen fies und intrigant und spielen bis zu einem gewissen Grad falsch und unehrlich, und können dennoch nicht zugleich daran glauben, dass die anderen das genauso machen... Geld spielt bei denen, die oben im 1000-stöckigen Turm wohnen, ohnehin keine Rolle, zumindest normalerweise. Mehr kann ich schon gar nicht sagen, sonst verrate ich gleich zu viel. Ich habe auch schon ein paar Sympathien für manche Figuren entwickelt, manche gefallen mir einfach mehr als andere (so mag ich z.B. Rylin lieber als Eris), auch wenn ich einfach glaube, dass alle hier noch die ein oder andere Tragödie erleben und nicht jeder gut dabei wegkommen wird. Aber alle sind wichtig für die Gesamtgeschichte und die Kapitel sind auch so angenehm kurz gehalten, dass man schnell mal einige am Stück weglesen kann - und dann trotzdem noch nicht genug davon hat. Ich bin gespannt, was hier noch kommt; und Band 2 habe ich bereits bestellt und bereit liegen zum Weiterlesen :D

Mittwoch, 22. August 2018

"Tausend Meilen Sehnsucht" - Rowan Coleman

ebook Kindle Version, 2018
0,99 Euro


Handlung:
Lisa kann es nicht fassen. Ausgerechnet sie, die unter Panikattacken leidet und ihr Leben in Listen ordnen muss, hat drei Fremde aus dem Internet in ihr Auto eingeladen, um einen gemeinsamen Roadtrip nach Cornwall zu machen! Denn dort wird ihre Lieblingsserie  "Poldark" gedreht und die vier »Poldarlings« sind Fans der ersten Stunde. Im  Laufe der Reise stellen sie jedoch immer mehr fest, dass ihre Lieblingsserie nicht das einzige ist, was sie gemeinsam haben … 



Meine Meinung:
Diese "Novella" hatte ich vor einigen Tagen recht spontan runtergeladen, für 0,99 Euro fürs ebook ja ein überschaubarer Preis. Allerdings war mir da trotzdem nicht klar, wie KURZ eine Kurzgeschichte sein kann. Und das ist auch das Hauptproblem, das ich mit "Tausend Meilen Sehnsucht" habe. 
Lisa und drei weitere Fans des Serienstars "Poldark" machen sich gemeinsam auf den Weg, ihr Idol einmal live zu sehen. Gerade Lisa kostet das einige Überwindung, da sie unter verschiedenen Ängsten leidet und nicht gern unter Menschen ist. Auf dem Weg nach Cornwall schließlich entpuppt sich aber jeder der 4 als eine von der Vergangenheit gebeutelte Person, die auf die ein oder andere Weise Rat oder Unterstützung braucht.
Den Anfang fand ich toll, da gab es auch Stellen, bei denen ich richtig lachen musste. Lisa hat mir gefallen, sie schien mir ein interessanter und vielschichtiger Charakter zu sein, der sich mit Ängsten herumschlagen muss. Auch die anderen Figuren boten spontan viel Möglichkeit zur seitenfüllenden Entfaltung. Dann aber die Enttäuschung mit jedem gelesenen Kapitel: alles wurde für meinen Geschmack viel zu schnell abgehandelt. Hier zu früh ein wichtiges Detail verraten, dort zu wenig auf etwas eingegangen, was locker einen Plottwist hätte bewirken können.
Was bei mir blieb, war ein fader Beigeschmack, weil alles viel zu rasant und knapp erzählt wurde und vor allem: alles viel zu schnell wieder vorbei war!
Mir leuchtet nicht ein, warum man aus dieser grundsätzlich sehr guten Idee nicht mehr gemacht hat - einen ganzen Roman nämlich? Damit wäre eigentlich allen geholfen, sowohl den Lesern als den Figuren im Buch. Denn die kommen einfach viel zu kurz in ihrer Schilderung. Man hat kaum Gelegenheit, alle kennenzulernen, ein Bild von jedem zu entwerfen, wie der- oder diejenige sein und aussehen könnte. Vor allem hat jede Figur ihr Päckchen zu tragen, welche hier - angesicht der Kürze der Handlung, die nur zu Verfügung steht - unglaublich schnell angesprochen werden. Ob es psychische Probleme, sexuelle Neigungen oder Beziehungsprobleme sind - alles wird direkt ausgesprochen und zugegeben und alles kann innerhalb kürzester Zeit gelöst werden, obwohl sich die 4 gerade mal wenige Stunden kennen. Das ist doch Blödsinn! Als ob sich in der Realität jemand so schnell öffnen würde. Und es wäre auch viel schöner gewesen, von jedem noch mehr zu lesen und erfahren, die Figuren sich entwickeln zu lassen und ihnen Raum zu geben. Auch die ganze Hintergrundgeschichte - Wer ist überhaupt Poldark? Warum ist er so toll? Wie hat man sich diese Serie vorzustellen? Warum sind die 4 Fans davon? - bleibt leider völlig im Dunkeln. Der Mangel an Informationen ging sogar so weit, dass ich die Hauptfigur Lisa zunächst für einen (späten) Teenager hielt, angesichts ihres kurz zusammengefassten Traumas zum Ende hin aber plötzlich bemerkte, dass sie schon um einiges älter sein müsste. Wenn man sich kein Bild der Personen machen kann, finde ich sowas immer schade - egal, wie gut die Story sonst auch sein mag.
Diese Kurzgeschichte hat mir daher leider nicht wirklich gefallen. Erklären kann ich es mir nur so, dass Frau Coleman sich offenbar ein Seitenlimit gesetzt hat und dieses auf keinen Fall überschreiten wollte für ihre "Novella". Als Taschenbuch entspricht der Inhalt 72 Seiten, für die man 7,99 Euro bezahlen soll. Ganz ehrlich? Macht es nicht. Lest es als ebook, das ist preislich noch überschaubar, wenn ihr die vier Poldarlings dennoch gern kennenlernen wollt. Fast 8 Euro ist mir diese kurze und leider nur an der Oberfläche kratzende Geschichte nicht wert.

Mittwoch, 15. August 2018

"Cat & Cole: Die letzte Generation" - Emily Suvada

Planet! (Thienemann-Esslinger Verlag), 2018
17,00 Euro


Handlung:

Krankheiten, Schönheitsmakel, körperliche Einschränkungen: von der Erde gelöscht! Mensch und Technik sind verschmolzen, jeder trägt ein Panel in sich, das den eigenen Körper perfektioniert. Fast! Eine mörderische Seuche ist ausgebrochen, und nur eine einzige Person auf der Welt ist fähig, den Impfstoff zu entschlüsseln – Catarina Agatta. 
Gemeinsam mit Cole, dessen Körper gentechnisch verändert wurde, kommt die geniale Hackerin Cat einer Wahrheit näher, die grausamer ist als jedes tödliche Virus!



Meine Meinung:
Hut ab für dieses Erstlingswerk, kann ich nur sagen! 
Glücklicherweise habe ich dieses Buch ganz ungeplant als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen, denn sonst - und da bin ich ganz ehrlich - hätte ich darum einen Bogen gemacht und es wohl nie gelesen. Es wäre mir nicht weiter aufgefallen, das Cover hätte mich eine weitere der zig "rosa-Mädchentraum-Liebesgeschichten-unter-widrigen-Umständen" vermuten lassen - aber mir wäre damit eine hammermäßige Geschichte entgangen. Schon nach wenigen Seiten dachte ich mir "Holla, hier geht´s aber wissenschaftlich zu, hätte ich jetzt nicht vermutet.". Das hat mich echt kalt erwischt.
Emily Suvada hat selbst Mathematik studiert und offenbar eine ganze Menge Ahnung von Programmieren, Codes schreiben, mit Algorithmen hantieren - und Gentechnik. Anders kann ich mir nicht erklären, wie man all diese Themen so gekonnt und flüssig (und vor allem: verständlich!) aufbereiten und in eine packende Geschichte schreiben kann. Hier befinden wir uns als Leser in einer dystopischen Science-Fiction Welt, in der viele Menschen in Bunkern unter der Erde leben, in Angst vor dem Hydra-Virus, der die Menschen oberhalb der Erde befällt und unweigerlich zum Tod führt. Catarina lebt oberhalb der Erde und schlägt sich seit 2 Jahren allein durch, wobei sie dem Virus bisher geschickt ausweichen konnte. Allein ist sie, seitdem ihr Vater, ein großer Wissenschaftler, von Cartaxus entführt wurde, jener Firma, die die Zügel über einen möglichen Impfstoff in den Händen hält. Gemeinsam mit Cole, einer Art Super-technisiertem Soldaten, macht Cat sich auf den Weg, endlich den Impfstoff gegen Hydra zu finden. Auf dieser Reise begegnen ihr jedoch unweigerlich ungemütliche Wahrheiten und Fakten, die ihr ganzes Welt- und Selbstbild auf den Kopf stellen.
Ich bin völlig geflasht von der Geschichte! Hier ist Technik am laufenden Band und vor allem im lebenden Menschen, was ich mitunter fast gruselig zu lesen fand. Wenn sich Cat mal eben irgendwelche Kabel in die Haut oder ins Knie rammt, um Verbindungen zu Heilteks oder um mal schnell einen Selbstzerstörungscode zu programmieren, dann ist das nicht ganz ohne. Jeder Bewohner dieser unheilvollen Zukunft ist hoch technisiert, hat Panels und Apps nicht nur auf einem schnöden Smartphone, sondern gleich in sich selbst. Das - logischerweise - kann einem aber auch zum Verhängnis werden, wie Cat und Cole feststellen müssen. Emily Suvada schafft es jedenfalls, das alles unglaublich spannend und dabei zugleich unglaublich sinnvoll und nachvollziehbar zu erzählen. Ich gebe zu, manchmal habe ich einen Satz ein zweites Mal gelesen, um absolut zu verstehen, was sie hier gerade für Zusammenhänge zwischen Gentechnik, Selbstoptimierung und Programmieren herstellt. Und am Ende saß ich ziemlich baff da, denn diese Geschichte kann einen wirklich bis zur letzten Seite überraschen. Für mich ein Lesehighlight in diesem Jahr; ich warte bereits jetzt auf die Fortsetzung!

Freitag, 10. August 2018

"Das geheime Rezept für zweite Chancen" - J.D. Barrett

blanvalet Verlag, 2018
10,95 Euro


Handlung:
Essen war schon immer Lucys Rettung. Schon als Kind war der Apfelkuchen ihrer Großmutter für sie das Größte. Später hat sie sich in einen Koch verliebt, der sich leider als treulose Tomate entpuppte, und ihre Liebe fiel in sich zusammen wie ein schlechtes Soufflee. Als sie voller Liebeskummer durch die Straßen Sydneys streift, stößt sie auf ein leer stehendes Haus, das sie gleich magisch anzieht. Lucy ist sofort klar: Hier soll ihr eigenes Restaurant entstehen. Als sie dann noch das Rezeptbuch ihres Vorgängers findet, weiß sie, dass das Essen auch diesmal ihre Rettung sein wird und ihr sogar auf himmlische Weise den Weg zur großen Liebe zeigt.


Meine Meinung:
Anfangs dachte ich, dieses Buch wäre einer dieser typischen "Frauenromane", in denen Frauen nach einer großen Enttäuschung den Mut aufbringen, sich selbst zu entdecken und zu verwirklichen. Gespickt mit tollen zuverlässigen Freunden und am Ende ein nettes Happy End. Ja, das gibt´s hier auch alles zu finden, das stimmt schon. Aber mir hat "Das geheime Rezept für zweite Chancen" dennoch ausgesprochen gut gefallen, trotz all dieser Vorurteile und Erwartungen, mit denen ich ans Lesen gegangen bin. Tatsächlich hat mir der Sprachstil sehr gut gefallen, den die Autorin J.D. Barrett an den Tag legt. Locker, ehrlich, auch mal flapsig, manchmal fast ein bisschen zu sehr unter der Gürtellinie, zumindest wenn Frankie am Erzählen ist. Aber das hat alles gut zusammen gepasst in diese Geschichte von Lucy, die wirklich eines Tages ohne Mann, ohne Job und ohne Absicherung dasteht und sich auf den ersten Blick in ein Gebäude verliebt. Dort in dieser heruntergekommenen Bude möchte sie ein eigenes Restaurant aufmachen und wagt den schwierigen ersten Schritt.
Das Buch vermittelt eine wunderbar heimelige und angenehme Gemütlichkeit, die einen durch die Seiten trägt. Man bekommt unweigerlich Lust darauf, auch mal im "Fortune", Lucys Restaurant, essen zu gehen. Und vielleicht einen Blick auf Frankie werfen zu können - was jedoch nicht jedem vergönnt sei. Warum, werde ich hier nicht verraten, nur soviel: ein bisschen übersinnlich geht´s hier auch zu. Damit hatte ich anfangs nicht gerechnet, aber irgendwie passt diese kleine Magie, die sich da abspielt, ganz gut in Lucys Geschichte.
Schließlich muss ich an dieser Stelle auch noch betonen, dass es in "Das geheime Rezept für zweite Chancen" NATÜRLICH auch ums Essen geht! Klar, Lucy ist schließlich Köchin mit Leib und Seele. Und so kommt es nicht selten vor, dass im Buch SO viele leckere Sachen beschrieben werden, die es zu essen gibt, dass zumindest bei mir sich nicht selten sich der Appetit gemeldet hat. Glücklicherweise war die Autorin Frau Barrett so nett, einige der unglaublich lecker klingenden Rezepte im Buch mit abzudrucken, sodass man sich direkt selbst ins Kochen und Backen stürzen kann (wenn man denn alle Zutaten zuhause hat). So lecker! Definitiv eine Lese- und Kochempfehlung!

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