blanvalet Verlag, 2018
10,95 Euro
Handlung:
Essen war schon immer Lucys Rettung. Schon als Kind war der Apfelkuchen ihrer Großmutter für sie das Größte. Später hat sie sich in einen Koch verliebt, der sich leider als treulose Tomate entpuppte, und ihre Liebe fiel in sich zusammen wie ein schlechtes Soufflee. Als sie voller Liebeskummer durch die Straßen Sydneys streift, stößt sie auf ein leer stehendes Haus, das sie gleich magisch anzieht. Lucy ist sofort klar: Hier soll ihr eigenes Restaurant entstehen. Als sie dann noch das Rezeptbuch ihres Vorgängers findet, weiß sie, dass das Essen auch diesmal ihre Rettung sein wird und ihr sogar auf himmlische Weise den Weg zur großen Liebe zeigt.
Meine Meinung:
Anfangs dachte ich, dieses Buch wäre einer dieser typischen "Frauenromane", in denen Frauen nach einer großen Enttäuschung den Mut aufbringen, sich selbst zu entdecken und zu verwirklichen. Gespickt mit tollen zuverlässigen Freunden und am Ende ein nettes Happy End. Ja, das gibt´s hier auch alles zu finden, das stimmt schon. Aber mir hat "Das geheime Rezept für zweite Chancen" dennoch ausgesprochen gut gefallen, trotz all dieser Vorurteile und Erwartungen, mit denen ich ans Lesen gegangen bin. Tatsächlich hat mir der Sprachstil sehr gut gefallen, den die Autorin J.D. Barrett an den Tag legt. Locker, ehrlich, auch mal flapsig, manchmal fast ein bisschen zu sehr unter der Gürtellinie, zumindest wenn Frankie am Erzählen ist. Aber das hat alles gut zusammen gepasst in diese Geschichte von Lucy, die wirklich eines Tages ohne Mann, ohne Job und ohne Absicherung dasteht und sich auf den ersten Blick in ein Gebäude verliebt. Dort in dieser heruntergekommenen Bude möchte sie ein eigenes Restaurant aufmachen und wagt den schwierigen ersten Schritt.
Das Buch vermittelt eine wunderbar heimelige und angenehme Gemütlichkeit, die einen durch die Seiten trägt. Man bekommt unweigerlich Lust darauf, auch mal im "Fortune", Lucys Restaurant, essen zu gehen. Und vielleicht einen Blick auf Frankie werfen zu können - was jedoch nicht jedem vergönnt sei. Warum, werde ich hier nicht verraten, nur soviel: ein bisschen übersinnlich geht´s hier auch zu. Damit hatte ich anfangs nicht gerechnet, aber irgendwie passt diese kleine Magie, die sich da abspielt, ganz gut in Lucys Geschichte.
Schließlich muss ich an dieser Stelle auch noch betonen, dass es in "Das geheime Rezept für zweite Chancen" NATÜRLICH auch ums Essen geht! Klar, Lucy ist schließlich Köchin mit Leib und Seele. Und so kommt es nicht selten vor, dass im Buch SO viele leckere Sachen beschrieben werden, die es zu essen gibt, dass zumindest bei mir sich nicht selten sich der Appetit gemeldet hat. Glücklicherweise war die Autorin Frau Barrett so nett, einige der unglaublich lecker klingenden Rezepte im Buch mit abzudrucken, sodass man sich direkt selbst ins Kochen und Backen stürzen kann (wenn man denn alle Zutaten zuhause hat). So lecker! Definitiv eine Lese- und Kochempfehlung!



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