Dienstag, 31. März 2020

Puzzle Revival

Ich habe wirklich lange, sehr lange nicht mehr gepuzzelt. Bestimmt fast 20 Jahre lang nicht mehr. Ich kann gar nicht genau sagen, warum das so ist. Ich habe kein Problem mit Puzzles, im Gegenteil; ich finde, es gibt mittlerweile auch echt schöne Motive (ich erinnere mich, dass ich früher das meiste unglaublich kitschig fand) und Puzzeln hat eine unglaublich beruhigende und zufriedenstellende Wirkung (wenn man einige passende Teile findet, sonst... naja). Meinen Patienten (bin ja Psychologin) habe ich schon ab und zu geraten, sich einfach mal ein Puzzle zu kaufen und sich dran zu setzen, um "runter zu kommen" und um abzuschalten. Diesen Vorschlag finden immer alle erst albern und kindisch, denn schließlich sind sie doch schon erwachsen und haben für solche Kinkerlitzchen und Spielereien weder Zeit noch den Kopf frei. (Das ist dann meistens der Punkt, an dem ich "Eben drum" sage.) Interessanterweise haben mir einige dann aber doch rückgemeldet, dass sie das zwar nie gedacht hätten, aber unglaublich viel Spaß und Freude am Puzzeln gehabt hätten, dass sie wirklich gedanklich loslassen konnten; für manch einen war das wohl fast wie ein Trance-Zustand.

Und wie das aber meistens so ist mit guten Tipps, gibt man die zwar anderen, hält sich aber selbst nicht dran. Ich habe mir z.B. noch nie ein Puzzle selbst gekauft und mich trance-artig drangesetzt. Vor 3 Jahren oder so bekam ich aber mal eins geschenkt - natürlich ein Bücherregal als Motiv, wenn auch ein etwas chaotisches und unaufgeräumtes. (Von Ravensburger, wenn das jemand genauer wissen möchte. -> unbeauftragte Werbung!)
Und nun habe ich ja gerade ne Menge Zeit. Unfreiwillig, aber ich habe sie halt. Ich lese viel, das habe ich neulich ja schon mal geschrieben. Aber man hat halt auch mal Lust auf was anderes, zumindest geht es mir so. Ich kann nicht jeden Tag den ganzen Tag lesen. 
Mein Blick fiel daher am Freitag auf diese Puzzle-Schachtel und ich dachte mir "Warum eigentlich nicht?!". Also packte ich es aus, riss die Innen-Plastikverpackung auf und war prompt erschlagen von der Fülle der Puzzleteilchen. 1000 sind halt doch ne Menge, wenn man sie als Haufen vor sich liegen hat. 



Die Puzzle-Könner haben sicher so ihre Tricks und Kniffe, wie man "sinnvoll und effektiv" puzzelt, aber dazu gehöre ich nun mal nicht wirklich - trotzdem glaube ich, hab ich mich nicht ganz doof angestellt. Ich habe mir zuerst alle Randteile rausgesucht, aber alleine dieses Vorhaben hat mich über 2 Stunden gekostet. Wahnsinn, wie oft man denselben Haufen durchsucht und durchwühlt und trotzdem immer wieder Teile übersieht!! Irgendwann hatte ich dann den äußeren Rahmen komplett und überlegte, wie ich nun weitermachen könnte. Nach Farbe sortieren machte bei diesem Puzzle nur bedingt Sinn, weil bis auf ein paar spezielle Bereiche (weiß-schwarz, rosa, blau -> siehe Foto) sich die Farben immer wiederholten. Ich bin dann aber trotzdem genau so vorgegangen, habe mit den drei schwarz-weißen Bereichen angefangen, dann alle blauen Teile und dann alle rosa-roten gelegt. Danach bin ich dazu übergegangen, mir häufchenweise markante Teilchen rauszusuchen, also Puzzleteile, die irgendwelche besonderen und auffälligen Merkmale auf sich hatten, um sie dann nach der Vorlage in etwa an die richtige Stelle zu legen. Irgendwann machte dann das ganze Gebilde plötzlich mehr und mehr Sinn und die Lücken wurden immer kleiner. Insgesamt saß ich ein paar Stunden übers Wochenende dran und habe gestern nachmittag das letzte kleine Teilchen eingesetzt. Danach taten mir die Augen weh, aber ich war zufrieden. Sehr zufrieden. Mit mir und dem Ergebnis. Und jetzt kann ich mir auch in Ruhe erstmal die ganzen Details in diesem verrückten vollgepackten bunten Bücherregal anschauen. Davon gibt es eine Menge :)

Was ich mit dem Puzzle jetzt mache, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Momentan liegt es erstmal "so rum". An meinen Wänden habe ich schon viele andere Bilder hängen, da ist kein Platz mehr dafür. Zumal das Puzzle mit seinen 1000 Teilen in der Größe von ca. 70 x 50 cm auch nicht gerade klein ist. Aber es jetzt wieder auseinander nehmen und zurück in die Schachtel packen?? Niemals! Also keine Ahnung. Wahrscheinlich werde ich es erstmal irgendwie aufkleben, damit mir das nicht aus Versehen alles wieder auseinander geht. 



Seid ihr denn Puzzle-Freunde? Was macht ihr mit den fertig gepuzzelten ... ähm... Puzzles?



Freitag, 27. März 2020

"Opernfestspiele & Klassikfestivals"

Merian Verlag, 2019
29,90 Euro


Worum geht´s?
Die berühmten Stimmen und großen Instrumentalisten der internationalen Opern- und Klassikwelt live zu hören, ist ein Erlebnis, von dem viele Musikliebhaber träumen. In jüngster Zeit setzen Veranstalter und Intendanten außerdem auf immer kühnere Bühnenkonzepte und überraschende Konzertformate. Dieser Band führt zu 50 ausgewählten musikalischen Höhepunkten der internationalen Bühnensaison – zu Opern-, Klassik- und Freilicht-Festspielen, zu Musik-Kreuzfahrten, historischen Kammermusik- und Neue-Musik-Festivals. Ein Ereignis für jeden Liebhaber klassischer Musik!


Meine Meinung:
Ich bin kein Experte auf dem Gebiet der klassischen Musik, „Laie“ trifft es wohl eher. In meinem Bekanntenkreis gibt es aber durchaus die ein oder andere Klassik-liebende Person, daher bot es sich an, mal in dieses Buch zu schauen, um einen Eindruck davon zu bekommen, welche Möglichkeiten es überhaupt gibt, sich eben solche Musik auch live anhören zu können.
In diesem Buch hier sind 50 Festivalorte vorgestellt, an denen „Opernfestspiele und Klassikfestivals“ stattfinden. Zunächst kann man in einem Vorwort einiges über die Begriffsklärung von Festivals und Festspielen lesen. Hier werden auch ganz aktuelle Probleme des Bereichs der klassischen Musik angesprochen: vom Abspringen der Sponsoren, dem Ausdünnen des angebotenen Programms bis zur Event-Müdigkeit des zunehmend verwöhnten Publikums werden verschiedene Gründe angesprochen, warum genau solche Festivals und Klassik-Events mittlerweile ganz schön zu kämpfen haben und eben keine Selbstverständlichkeit mehr sind.
In einer Überblickskarte kann man sich die 50 im Buch vorgestellten Festivalorte und stattfindenden Musikfestivals genauer vor Augen halten, wobei sich mehr als 40 davon innerhalb Europas befinden. Diese Festivals sind zur besseren Übersichtlichkeit dann in einzelne Kategorien unterteilt und genauer präsentiert, sodass man sich prinzipiell jenes raussuchen kann, das den eigenen Vorlieben gut entspricht. Aufgenommen sind beispielsweise „Monothematische Festspiele“ wie jenes in Bayreuth oder die Bach-Festivals in Leipzig und Ansbach, die also einen musikalischen Künstler oder Komponisten in den Mittelpunkt stellen. Weiterhin gibt es „nach Ort oder Region bezogene Festivals“, „Operetten“- oder „Kammermusikfestivals“, „Alte Musik“- und „Neue Musik“-Festivals oder auch „historisch konnotierte Festivals“. Auch Musikkreuzfahrten werden aufgeführt. Rein bezogen auf die Unterteilung macht dieses Buch daher schon einen sehr geordneten und vielfältigen Eindruck. Am Ende des Buches gibt es zudem einen Jahresplaner, in dem farbig eingetragen ist, wann welches Festival stattfindet – gute Idee!
Das erste in einer Kategorie vorgestellte Festival kommt dann in den Genuss, über mehrere Seiten hinweg mit Text und sowohl bunten als Schwarz-Weiß-Bildern vorgestellt zu werden, während sich alle weiteren Festivals mit je 2 Seiten begnügen müssen. Warum das so ist und nach welchem Schema die Reihenfolge der präsentierten Festivals festgelegt wurde, wird nicht ersichtlich. Das finde ich schade und auch sehr unausgeglichen, auch wenn es wohl tatsächlich über manche Festivals mehr zu sagen gibt als über andere. Dennoch hätte hier eine bessere Verteilung vorgenommen werden können, finde ich. Gern auch mit mehr Bildern. Während also beispielsweise die Bayreuther Festspiele auf ganzen 10 Seiten vorgestellt werden, müssen sich die drei Festivals an drei verschiedenen Orten, die zu Ehren Händels abgehalten werden, zusammen ganze 2 (!) Seiten teilen.
Insgesamt erscheinen die  hier dargestellten Musikfestivals – für mich als Laien – als eine bunte und zugleich ausgewogene Mischung von Festivalorten, wenn man ignoriert, dass sich das Buch fast ausschließlich auf Europa konzentriert. Ich weiß nicht, ob es in anderen Teilen der Erde nicht auch entsprechende Festivals gibt, auf die hier nur aus irgendwelchen Gründen verzichtet wurde einzugehen. Dafür fehlt mir einfach der Einblick in das Thema. Es fällt jedoch auf beim Durchblättern. Für wirkliche Kenner und Liebhaber klassischer Musik wird das Buch sicher eine schöne Idee und gute Ergänzung sein; ich kann mir jedoch vorstellen, dass es für jene Personen aber vielleicht wenig Neues und wenig „heiße Tipps“ bietet. Wer sich in der Szene der klassischen Musik auskennt, hat sicher von den meisten Festivitäten und Orten bereits gehört. Dennoch: für andere, die in dieses Thema bisher nur so hineingeschnuppert haben (wie ich), bietet das Buch eine gute und vielfältige Übersicht, Insidertipps und macht neugierig, entsprechende Orte und Auftritte kennenzulernen. Dass dafür ein gewisser zeitlicher und v.a. finanzieller Aufwand nötig ist, liegt in der Natur der Sache.

Sonntag, 22. März 2020

Lesen in Zeiten des Corona

Knaller-Überschrift, oder?! :D
Ich hoffe, alle sehen die Anspielung auf den Literaturklassiker "Liebe in Zeiten der Cholera", den ich aber - ich muss es zugeben - selbst noch nie gelesen habe. Immerhin steht das Buch aber hübsch anzusehen in meinem Regal und wartet. Wartet auf den Tag, an dem es doch irgendwann mal dran ist und ich es aufschlage und mal schaue, was die Geschichte mit mir macht. 
Aktuell sind aber erstmal andere Bücher dran. In Zeiten von #socialdistancing (irgendwie muss ja heutzutage alles ver-hashtag-ged werden...) ist Lesen ja eins der Dinge, die immer und jederzeit und überall und vor allem (!) alleine besonders gut funktionieren. Aus dem Grund komme ich diesbezüglich gerade auch sehr gut voran und meine März-Leseliste wird ziemlich gut ausfallen, habe ich so das Gefühl. 

Erst kürzlich habe ich endlich den zweiten Teil der "Spiegelreisenden"-Reihe beendet; keine Ahnung, warum ich hierfür eigentlich so lange gebraucht habe. Weil ich immer nur ein paar Seiten gelesen habe, habe ich letztlich fast 2 Monate lang an diesem Buch gelesen, halt nur nicht durchgängig. Aber egal. Ich mag die Reihe irgendwie sehr, obwohl die so schräg ist und ein Haufen Wendungen beinhaltet und mir manche Figuren einfach schleierhaft sind und ich deren Motive und Launen und Macken auch nicht immer nachvollziehen kann. Allen voran Hauptfigur Ophelia empfinde ich manchmal als arg unentschlossen und duckmäuserisch. Schade. Trotzdem mag ich die Bücher, freue mich wie blöd, dass ich Band 3 gleich parat hier liegen habe (dank meiner blickigen Mutter, die nur auf einen lose dahingesagten Kommentar von mir einen Tag vor Weihnachten, nach dem Motto wie schade es ist, über die Feiertage nach dem Auslesen von Band 1 nicht direkt weiterlesen zu können, weil ich den Folgeband nicht habe, direkt noch schnell zur Buchhandlung gegangen ist und mir die Teile 2 und 3 gekauft hat. Ich hab nicht schlecht geguckt beim Geschenkeauspacken. Danke Mama.) und im Prinzip sofort weiterlesen kann. 
Aber mir ist auch nach ganz viel Anderem zu lesen. Aus dem Grund sind z.B. zwei der hier auf dem Foto abgebildeten Bücher (das Bild habe ich am Donnerstag bei Instagram gemacht) bereits gelesen. Nämlich "Babylon" von Thomas Thiemeyer, das ich anfangs gar nicht übel, zum Ende hin aber schrecklich übertrieben und esoterisch-übernatürlich fand. Echt schade. Gelesen ist auch "Die 48 Briefkästen meines Vaters", das ein totaler Spontankauf nur aufgrund seines Titels neulich bei Arvelle war. Das hat mir ziemlich gut gefallen, vielleicht schreibe ich hier demnächst auch noch einen Leseeindruck. "Four dead queens" habe ich angefangen und kann noch nicht viel dazu sagen.
Auf dem Foto auch zu sehen: eine kleine Flasche Desinfektionsmittel. Kann man ja gerade nie genug davon haben.

Gerade heute habe ich mich festgelesen in "Mitternacht" von Christoph Marzi. Das hat mich jetzt eine Zeit lang gar nicht gereizt; ich hatte es mir bei Erscheinen zwar gekauft, es ist aber direkt ins Bücherregal gewandert. Gestern hat es mir dann aus eben diesem Regal heraus zugewinkt und ich dachte mir "Ok, ich lese jetzt mal rein, das erste Kapitel vielleicht, und dann schaue ich mal, ob ich weiterlese." Das habe ich dann auch getan. Es ist gut, ich mag die Ideen, die Herr Marzi hier verarbeitet hat, auch wenn ich zugleich immer wieder denke, dass er da noch viel mehr hätte draus machen können. Gerade bin ich an einem Punkt, der (für mich) ein bisschen undurchsichtig wird. Es gibt einige vermeintliche Bösewichte und andere, die es vielleicht auch sind, vielleicht aber auch nicht. Mal sehen, wie es noch wird. Spätestens morgen habe ich es sicher auch ausgelesen.

Darüber hinaus lese ich zur Zeit auch (aber meistens nur ein paar SeitenKapitel vorm Schlafengehen) "Was man von hier aus lesen kann" von Mariana Leky. Zuletzt war das mein Zug-Buch, also das Buch, das ich beim Zugfahren einfach immer in der Tasche habe. Aber nun ist es ja gerade nicht so wirklich mit dem Zugfahren aufgrund der aktuellen Situation. Also lese ich es abends weiter. Und in dieses Buch bin ich irgendwie ziemlich verliebt. Das ist so herrlich geschrieben. So wunderbare Sätze da drin! Ich könnte ständig irgendwas markieren. Und die Figuren sind eine schräger als die andere, und zugleich so völlig normal, wie man nun mal eben so ist als Mensch! Ein herrliches Buch, jetzt schon finde ich das, obwohl ich gerade mal ein Viertel davon gelesen habe. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Was lest ihr denn gerade schönes? Könnt ihr gerade etwas total empfehlen? Macht´s euch nett zuhause und lest :)



Freitag, 13. März 2020

Freitagsgedanken

Ok, März - das war wohl nix. Du bist zwar erst 13 Tage alt, aber hast mir trotzdem schon alles vermiest, was ich während deiner 31 Tage eigentlich so vor hatte.
Noch vor ein paar Tagen habe ich hier geschwärmt und von großen Plänen berichtet, die in den vergangenen und nächsten Tagen anstehen. Sollten. Und ich hab mich drauf gefreut.

Und dann kam Corona.

Ich kann´s selbst gar nicht mehr hören, überall ist alles voll von diesem Virus und den Nachrichten darüber. Ich hab selbst schon die Phasen von "Ach, so schlimm wird´s nicht" über leichte Panik bis hin zur Resignation durch. Deswegen jetzt hier nicht auch noch mehr dazu als unbedingt nötig.
Aber Corona hat mir meine ganzen Pläne versaut. Sicher, da bin ich nicht die Einzige, das betrifft ja gerade alle. Aber ist schon frustrierend.

Buchmesse - abgesagt.
Lesung in Köln - abgesagt.
Besuch in Hamburg - selbst abgesagt.
Konzert in Leipzig - abgesagt.
Fahrt nach Basel und Besuch einer Ausstellung - Grenze dicht und Zugverbindung gekappt und allgemein großes Abraten von Fahrten = abgesagt.

So schnell kann´s gehen, dass aus einem recht vollen Monat ein Monat voller Freizeit wird. Die werde ich natürlich bestmöglich nutzen. Ich stehe schon immer erwartungsvoll vor meinen Bücherregalen und schaue, was mir zublinzelt und zuwinkt. Und lese in ganz viele Bücher rein und würde am liebsten alle gleichzeitig lesen und kann mich dann vor lauter tollen Buchanfängen für gar keins entscheiden und schalte lieber meine Playstation an und spiele mein Spiel durch. Gott sei Dank habe ich mir auch dafür gerade erst ein neues Spiel zugelegt, "Two Point Hospital" heißt das. Das soll in der Art und Weise wie "Theme Hospital" sein - ein absolut genial-lustiges Spiel, dass es früher mal für die Playstation 1 (oder 2??) gab. Kennt das hier vielleicht jemand? Ich hab das Spiel so geliebt damals und Stunden damit vor dem Bildschirm verbracht. Und nun gibt es ein Spiel in der gleichen Art für die PS4 - ich bin schon ganz gespannt. Ich hab noch nicht reingeschaut, das werde ich jetzt am Wochenende, nachdem ich mein letztes ("Rise of the Tomb Raider" hab ich gerade heute durch), mal angehen. Mir steht also ein lese- und spiele-intensives Wochenende bevor, und da ist mir dieser Virus draußen gerade mal ziemlich schnuppe.
Was ich allerdings nächste Woche arbeitstechnisch mache (und ob überhaupt), das weiß ich dagegen echt noch nicht. Am liebsten soll man ja gar nichts mehr machen, nicht arbeiten, nicht raus, nicht gar nichts. Klappt nur eben nicht so richtig. Verpflichtungen bleiben ja nun mal Verpflichtungen.
Wie ist das bei euch mit Arbeit und Freizeitgestaltung unter Corona?

Habt ein schönes Wochenende! ;)

Donnerstag, 12. März 2020

"Die Geheimnisse von Winterhaus" - Ben Guterson

Verlag Freies Geistesleben, 2019
20,00 Euro



Handlung:
Bei ihrer Rückkehr nach Winterhaus erwartet Elizabeth mehr als eine unangenehme Überraschung. Gehört das neue attraktive Mädchen an der Seite ihres guten Freundes Freddy zu den Strippenziehern, die Gracella und ihre böse Magie wiedererwecken wollen? Und die Rätsel um die Vergangenheit des Hotels häufen sich erneut. Eine unheimlich prickelnde Fortsetzung des erfolgreichen ersten Bandes "Winterhaus".


Meine Meinung:
*** Achtung: Enthält vermutlich Spoiler zum ersten Teil. Rezension zum 1. Teil HIER ***

Wer den ersten Teil der "Winterhaus"-Reihe von Ben Guterson gelesen hat, der wird sich in dieser Fortsetzung hier pudelwohl fühlen. Erneut tauchen wir gemeinsam mit Elizabeth in den Zauber dieses herrlich trutschigen, gemütlichen und zugleich sehr geheimnisvollen alten Hotels "Winterhaus" ein, zu dem Elizabeth nun ganz offiziell auch familiäre Verbindungen hat. Davon erfuhr sie im ersten Teil der Buchreihe. Als Enkelin des Hotelbesitzers fährt sie in diesem zweiten Teil in ihren Weihnachtsferien wieder ins Hotel und hofft, dort viel Zeit nicht nur mit ihrem Großvater und in der wunderbaren Bibliothek, sondern auch mit ihrem Freund Freddy verbringen zu können. Erneut kommt es aber auch zu merkwürdigen Momenten und Vorkommnissen, wieder sind äußerst geheimnisvolle und leider auch unfreundliche Hotelgäste anwesend, die Elizabeth misstrauisch machen. Wenn sie es nicht besser wüsste, könnte sie fast Gracella hinter manchen Unfällen und Zufällen im Hotel vermuten - aber Gracella lebt ja eigentlich nicht mehr, oder...?
Zugegeben, für erfahrene Leser ist manche Wendung in diesem Buch nicht ganz unvorhersehbar, aber das tut dem Lesespaß keinen Abbruch. In der "Winterhaus"-Reihe ist es vor allem die winterlich-weihnachtliche Atmosphäre, die mich gedanklich sofort perfekt an Schnee, warme Zimmer, heiße Schokolade, Kaminfeuer und gemütliche Stunden in der Hotel-Bibliothek denken lässt. Diese Atmosphäre und dieses "Winter-Feeling" erschafft Autor Guterson wunderbar mit seinen Worten, aber richtig eindrucksvoll wird es letztlich auch durch die tollen Illustrationen von Chloe Bristol im Buch, die mich schon in Teil 1 haben staunen lassen. Die in der Geschichte enthaltenen Rätsel und kleinen Geheimnisse, die Elizabeth und Freddy mitunter lange knobeln und rätseln lassen, können auch den Leser zum Nachdenken und Herumraten verführen und zum Beispiel die eigenen Fähigkeiten im Anagramm-Lesen schulen. 
Insgesamt ist die "Winterhaus"-Reihe eine sehr kurzweilige, amüsante und liebevoll geschriebene Buchreihe, die bestens in die Weihnachts- und Winterzeit passt, um die entsprechende Atmosphäre aufkommen zu lassen. Ich bin schon gespannt auf Teil 3 und hoffe, dass dieser ebenso - und im gleichen Look - im Verlag erscheinen wird.

 Vielen Dank an den Verlag Freies Geistesleben für das Buch!


Donnerstag, 5. März 2020

Neuerscheinungen im März

Im März und im April kommen so viele tolle neue Bücher raus. Und im Mai erst...
Mein Vorhaben, nicht mehr so viele Bücher zu kaufen bzw. nur noch die, die ich absolut unbedingt auf jeden Fall um jeden Preis lesen will, ... hat leider nicht so geklappt. In den letzten 2, 3 Wochen bin ich da sehr rückfällig geworden und habe tatsächlich einige neue (und nicht ganz so neue) Bücher gekauft. Es ist aber auch... Da gibt es Taschenbuchmärkte z.B. bei Thalia, dann gibt es Schnäppchen bei Arvelle oder Jokers, auf die ich schon lange ein Auge geworfen habe, und dann ist eben auch noch März, in dem - ich sagte es schon - ja auch noch interessante neue Bücher erscheinen.
Zum Beispiel diese hier, die ich aus meiner (weitaus umfangreicheren) Neuerscheinungs-Liste rausgesucht habe:



**Für die Inhaltsangaben auf den Titel klicken**
Von Blake Crouch habe ich z.B. schon einmal ein Buch gelesen, das ziemlich spannend war. Insofern macht mich dieses hier, "Gestohlene Erinnerung", das nach futuristischer Science-Fiction klingt, auch sehr neugierig. Neugierig bin ich auch total auf "The Kingdom of Back", das nach einer kuriosen Mischung aus Fiktion und Historie klingt und von Mozart und seiner Schwester im 18. Jahrhundert handelt. Echt interessante Idee, die sich Marie Lu da rausgepickt hat. Das Buch ist gerade eben erschienen; ich glaube aber, dass ich hier vielleicht tatsächlich auf die deutsche Übersetzung warte, oder zunächst nur mal in die englische Leseprobe reinlese. Von Marie Lu habe ich nämlich auch noch "Rebel" auf Englisch liegen - natürlich ungelesen bisher... :/
Ähnlich fiktional geht es bei "Four Dead Queens" und "World Runner" weiter. Das erste klang mir erst zu schräg ("4 Königinnen?! Und Mikrochips? Und irgendein Königreich? Äh, okay...?"), aber dann irgendwie doch interessant und dann sind die bisherigen Bewertungen auch noch so überschwenglich UND es ist ein Einzelband! (Ich gebe zu, das war tatsächlich fast mit der ausschlaggebende Grund, dass ich mir das Buch dann doch bereits bestellt habe. Irgendwie habe ich momentan überhaupt nicht so richtig Lust auf diese zig Buchreihen, die für Jugendliche oder Young Adult geschrieben sind. Immer ist alles gleich auf mehrere Teile angelegt, das nervt mich tatsächlich ein bisschen. Wieso kann man nicht einfach mal wieder ein nettes kleines in sich abgeschlossenes EINZELbuch schreiben?) Mal sehen, ob dieser spontane Spontankauf sein Geld wert war. 
Die Bücher von Thomas Thiemeyer, die ich bisher gelesen habe, haben mir eigentlich immer ziemlich gut gefallen. Und neugierig macht mich auch die Beschreibung für "World Runner", (natürlich eine BuchREIHE...). Es klang ein bisschen nach "Ready Player One", ein bisschen nach "Endgame", ein bisschen aber auch  nach der "Warcross"-Reihe von Marie Lu. Also mal sehen.
Gar nicht so Fiktion sind dagegen die anderen beiden Bücher hier, "Frankly in love" soll wohl sehr gesellschaftskritisch sein, trotzdem aber auch lustig geschrieben. Und "Das Eiserne Herz des Charlie Berg" hat mich wegen seines Titels angesprochen. Die Inhaltsangabe klingt an sich auch gut, aber die Bewertungen scheinen wohl gar nicht soo toll zu sein. Trotzdem: interessante Neuerscheinung im März.

Auf welche Bücher wartet ihr denn im März?

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