Dienstag, 15. Oktober 2019

"Miss Maxwells kurioses Zeitarchiv" - Jodi Taylor

blanvalet Verlag, 2019
9,99 Euro



Handlung:
Madeleine „Max“ Maxwell wollte Archäologin werden, um Abenteuer zu erleben, unfassbare Entdeckungen zu machen und gelegentlich die Welt zu retten. Doch die Wirklichkeit holt sie ein: Archäologen verbringen ihre Zeit in Museen zwischen staubigen Büchern und noch staubigeren Fundstücken, die niemanden interessieren. Da erhält sie ein besonderes Jobangebot. Wenn sie die Zusatzausbildung übersteht – und die wenigsten tun das – wird sie Abenteuer erleben, die jene von Indiana Jones wie einen Sonntagsspaziergang aussehen lassen. Und wenn sie überlebt, wird sie wenigstens ein paar Mal die Welt retten …



Meine Meinung:
"Miss Maxwells kurioses Zeitarchiv" ist eines jener Bücher, bei denen die Inhaltsangabe auf dem Buchrücken irgendwie etwas anderes erwarten lässt, als man dann geboten bekommt. Da ist die Rede von Archäologie, von Indiana Jones und von Abenteuern. Was aber letztlich auf den über 500 Seiten passiert, lässt sich eigentlich eher dem Genre "Science-Fiction" und "Fantasy" zuordnen, denn es geht nicht um "schnödes" Schatzsuchen - nein, es geht um Zeitreisen. Das war mir im ersten Moment tatsächlich gar nicht so klar. Letztlich hat es mich nicht wirklich gestört, aber hier steckt definitiv mehr (und anderes) drin, als in der Angabe beworben wird. 
Madeleine Maxwell ("Max") fängt also eine neue Stelle im Institut St. Mary´s an - als Historikerin, die in hohem Maße zur Verschwiegenheit verpflichtet wird, denn ihre Tätigkeit nach einigen Monaten der Einarbeitung und Prüfung sieht tatsächlich so aus, die wichtigen Geschehnisse unserer Geschichte anzusehen und zu bezeugen - als Zeitreisende. Die Idee fand ich ziemlich gelungen, die ersten Kapitel lesen sich auch schnell weg. Das liegt auch an Max´ lockerer und mitunter flapsiger Art. Die Dialoge sind gut, mit umfangreichen Beschreibungen hält sich Jodi Taylor nicht auf; eben nur soviel, dass man sich gut ein Bild machen kann. Max erlebt fortan eine Menge und reist einmal quer durch die Weltgeschichte. 
Mir hat auf den über 500 Seiten jedoch längere Zeit eine Art "roter Faden" gefehlt, etwas, das mir klar gemacht hätte, was hinter dem allem steckt und wohin die Geschichte noch laufen soll. Eine Art Antrieb, die die eigentliche Geschichte eben über 500 Seiten streckt. Tatsächlich wird erstmalig erst nach etwa der Hälfte des Buches erwähnt, dass es nicht nur die wohlgesonnenen Historiker des St. Mary´s gibt, sondern eben auch fiese Burschen, die mit der Fähigkeit zum Zeitreisen eigene Interessen verfolgen. Das hatte letztlich ein paar kleinere Längen zur Folge, die mich besonders im letzten Buchviertel dann auch wirklich ungeduldig gemacht haben. Insgesamt hätte das Buch wohl etwas gekürzt werden können, um temporeicher zu wirken.
Die Geschichte ist im Original zunächst als Titel im Self-Publishing Verfahren erschienen und hat dann soviele Fans angesammelt, dass letztlich die Verlage darauf aufmerksam geworden sind. Ich kann das gut nachvollziehen. Max ist eine interessante und vielseitige Heldin, jung und modern trotz ihres Jobs als Historikerin, durch den sie wandelbar sein muss. Man liest gern über das, was sie erlebt, auch wenn das, wie ich oben bereits beschrieben habe, für mich mitunter zu ausufernd war. Trotzdem ein gelungener und fantasievoller Roman, der nur der Auftakt einer offenbar 10-Bände-umfassenden Reihe wird.

Vielen Dank an den Randomhouse Verlag und das Bloggerportal!

Montag, 7. Oktober 2019

Fünf Fragen am Fünften - Oktober 2019

Ich glaube, die letzten beiden Monate habe ich dieses "5 Fragen am Fünften"-Spielchen irgendwie vergessen. Oder der Monat war dann schon fast vorbei, als es mir wieder eingefallen ist. Dieses Mal bin ich zeitlich aber noch ganz gut dabei, finde ich, immerhin ist erst der 7. Oktober. 
Auf geht´s, hier sind die Fragen von Luziapimpinella


1. Bist du gut im Smalltalk?
Och naja, im Prinzip schon, obwohl es auch darauf ankommt, wer mein Gegenüber ist und worüber der so redet. Grundsätzlich fange ich keinen Smalltalk an (NIE! Da schweige ich lieber und beschränke mich aufs So-in-der-Gegend-Rumgucken.), aber wenn jemand anders anfängt, dann mach ich schon mit. Erstaunlicherweise kann ich wunderbar mit älteren Leutchen über alles mögliche, Gott und die Welt (und das Wetter) und Belanglosigkeiten plaudern. Das ist mir im Job, als ich z.B. mal auf einer Stroke Unit gearbeitet habe, sehr zugute gekommen. Bei Jüngeren fällt mir das deutlich schwerer, weil ich vermutlich manchmal auch keinen Plan habe, wovon so die Rede ist. Ich bin da echt oldschool und kenne mich mit manchen Sachen, die heute so "in" sind (sagt man noch "in"?!), gar nicht aus... :D

2. Kannst du Kaugummiblasen machen?
Ja, aber keine richtig großen. So mittelgroße, die dann aber irgendwann auch platzen. Und eigentlich kaue ich nur ganz selten Kaugummi, und dann auch meistens nur, wenn ich alleine bin. Ich hasse es, wenn Leute mir gegenüber an ihren Kaugummis knatschen, am besten (=ekligsten) noch mit offenem Mund, und wenn die dann vielleicht noch im Gespräch ihre Blasen vor sich hin platzen lassen, finde ich das eigentlich immer ziemlich unhöflich. Und eklig halt.

3. Welche Mahlzeit am Tag magst du am liebsten?
Oha, das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Ich bin kein wirklicher Frühstücksmensch und kann gut auch aufs Frühstück verzichten, obwohl ich dann irgendwann so halb 11 merke, ich müsste doch mal irgendwas abbeißen, damit mein Magen was zu tun hat und nicht knurrt. So ganz ohne ist also auch doof. Und Frühstück kann ja auch ziemlich nice und lecker sein. Mittagessen ist schon nett, aber beim Arbeiten meistens nicht drin, zumindest nichts warmes. Da gibt´s warmes Mittagessen dann nur am Wochenende oder wenn ich Urlaub und Zeit habe. Am regelmäßigsten gibt´s bei mir wohl tatsächlich was am Nachmittag, muss auch nicht wirklich Kuchen sein (obwohl der immer willkommen ist). Und abends? Hm, das was halt so da ist. Manchmal ziemlich langweilig.
Also... ja, ich befürchte, ich muss das so sagen und zugeben, aber ich bin offenbar wohl tatsächlich ein Kuchenmensch... :D

4. Schläfst du manchmal beim Fernsehen ein?
Nein, eigentlich nie. Ist auch schon Jahre her, dass mir das mal passiert ist. Ich werd beim Fernsehen manchmal durchaus sehr müde und merke, wie mir die Augen schwer werden - aber das ist dann auch der Moment, wo ich mich selbst ins Bett trage und dann halt schlafen gehe. Im Bett. Nicht auf dem Sofa vorm TV.

5. Was ist dein persönliches Schönheitsgeheimnis?
Ich hab keins. Ich weiß, die Antwort ist langweilig, aber ist so. Ich war noch nie jemand (und werde es auch nicht mehr werden), dem irgendwelche Schönheitsrituale und zig Beautyprodukte sooo wichtig wären. Ich benutze die Standard-Drogeriesachen, die Frau eben so benutzt, aber auch nicht mehr. Make-up eher mäßig (ich kann ganz viel nicht, nicht mal nen geraden Eyeliner-Strich bekomme ich hin, also lass ich es), auch wenn ich nie ohne Mascara aus dem Haus gehe. Und manche würden die Frage jetzt mit "Mindestens 3 Liter am Tag trinken!" oder "Mindestens 8 Stunden am Tag schlafen!" beantworten, aber auch da kann ich nur sagen: Nääh. Ich versuche durchaus, viel zu trinken, weil ich weiß, dass es besser für mich ist. Aber manchmal wird es eben auch nicht so viel und 3 Liter schon gar nicht. Und manchmal schlaf ich eben auch nur 5 Stunden und habe trotzdem keine Augenringe, ich Glückliche. Apropos: Eine Augencreme besitze ich übrigens auch, aber die habe ich noch nicht mal aus der Folie ausgewickelt...


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