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Donnerstag, 5. Dezember 2019

Fünf Fragen am Fünften - Dezember

Schon verrückt, wie schnell das Jahr wieder vorbei ist. Wir befinden uns gerade in meiner liebsten Zeit des Jahres, aber so richtig bewusst wahrnehmen und genießen kann ich das aktuell (noch) gar nicht. Irgendwie kommt immer was dazwischen. Das merke ich auch daran, dass ich schon seit Tagen ein paar Posts auf dem Blog schreiben und veröffentlichen wollte - aber nichts ist draus geworden.
Heute ist es deswegen auch schon wieder Zeit für die "5 Fragen am Fünften" von luziapimpinella, die diese Aktion nun aber leider zum allerletzten Mal macht. 



1. Welche Frage wurde dir schon zu häufig gestellt? Gibt es eine Frage, bei der du innerlich mit den Augen rollst, wenn sie dir gestellt wird, weil du sie schon gefühlt drölfzigmillionen Male beantworten musstest?
Mein erster Gedanke, der mir durch den Kopf schoss, als ich diese Frage las, war der an Fragen und Kommentare, die ich im Laufe der Jahre wegen meines Berufs bekommen habe. Ich habe Psychologie studiert, bin auch noch eine der "alten" Diplomer - ich war in einem der letzten Jahrgänge, die das Studium noch mit Diplom abschlossen, bevor dann an der Uni alles von Bachelors und Masters geflutet wurde. Aber früher noch während des Studiums gab es häufiger Situationen, in denen irgendwelche Witzbolde und selbsternannte Entertainer es unglaublich lustig fanden, mich nach der Tätigkeit des Psychologen zu befragen und sich diese abgedroschene Frage "Ah, und dann arbeitest du später auch so richtig mit Couch, ja?!" nicht verkneifen konnten. Haha. Irre lustig. Zur Info: Nicht jeder Psychologe hat ´ne Praxis mit Couch, auf der die Patienten dann liegend von ihrem Leben erzählen. Offenbar ist das vielen aber echt nicht klar und diese bescheuerte Frage hält sich hartnäckig. 
Aktuell ist das glücklicherweise gar nicht mehr so der Fall, ich habe diesen Satz tatsächlich schon eine ganze Weile nicht mehr gehört. Liegt vielleicht aber auch daran, dass sich mein Umfeld im Laufe der Zeit natürlich auch geändert hat. Da ich mittlerweile noch in der Weiterbildung zur Psychotherapeutin stecke, habe ich einfach viel mit anderen Psychologen zu tun - und die kennen die abgedroschene Frage nach der Couch natürlich auch alle. Übrigens: Auch als Psychotherapeutin im Bereich Verhaltenstherapie habe ich nicht zwingend eine Couch.  ;)

2. Welches ist dein liebstes Gedicht?
Hmpf. Ich habe für Gedichte leider nicht viel übrig. So sehr ich Lesen an sich mag, so schwer tu ich mich mit Gedichten. Die Frage "Gedichtband oder Roman?" stellt sich für mich überhaupt nicht. Ich besitze auch keinerlei Gedichtbände. Das ist tatsächlich eine Form des Schreibens, mit der ich mich noch nie anfreunden konnte. Schon in der Schule fand ich Gedichtinterpretationen ganz schrecklich - Was soll das, einen Text so auseinander zu nehmen und zu zerpflücken?! - und vermutlich hat mir das damals schon die Lust an Gedichten ordentlich verhagelt. Auch heute lese ich keine Gedichte und die, die ich kenne, kann ich an einer Hand abzählen. Gibt also kein "liebstes Gedicht" bei mir, sorry.

3. Was war dein schönstes Erlebnis in diesem Jahr?
Ob es mein schönstes war... Es war zumindest ein besonders wichtiges Erlebnis für mich und vielleicht schon deshalb auch mit "schön" assoziiert. 2019 habe ich nach einigem Hin und Her endlich meine Doktorarbeit abgeschlossen, bin jetzt also promoviert und darf mich Frau Doktor nennen. Das ist schon ein ganz schöner Meilenstein für mich und ich bin froh, dass ich ihn erfolgreich abgeschlossen habe. Auch sonst gab es ein paar schöne Momente dieses Jahr, aber der bedeutendste, wenn ich an 2019 zurückdenke, wird wohl der Tag der Verteidigung bleiben. Obwohl, wer weiß - noch ist das Jahr ja noch nicht vorbei. Wer weiß, was noch kommt... ;)

4. Was hat dir an den 5 Fragen am Fünften besonders gefallen?
Ich habe diese Aktion ja leider erst recht spät entdeckt, daher habe ich sooo viele Fragen nicht kennengelernt. Jedoch fand ich die Aktion als solche ganz nett: 5 völlig unzusammenhängende spontane Fragen zu beantworten, die etwas über einen aussagen. Da ich den Blog zwar schon ziemlich lange habe, mittlerweile aber leider viel zu selten tatsächlich etwas poste, war das für mich zumindest 1x im Monat auch immer eine gute Gelegenheit, etwas zu schreiben. Und da es bei mir hier zu 95% um Bücher geht, war dieser monatliche Ausflug in nicht-buchige Themen auch ganz nett. Schade, das wird mir fast ein bisschen fehlen.

5. Worauf freust du dich in 2020? Gibt es jetzt schon etwas, auf das du dich im neuen Jahr ganz besonders freust?
Für 2020 habe ich noch keine ganz großen Pläne, das wird sich alles eher im Laufe des Jahres ergeben. Eine Sache, eine richtig richtig superdupertolle, steht jedoch ganz oben auf der 2020-Liste und ist so gut wie sicher, nämlich: Eine Reise auf die Kanalinseln. Seit Jahren will ich die Kanalinseln mal besuchen (zur Erklärung, wer noch nie von ihnen gehört hat: das sind die kleinen Inseln im Ärmelkanal zwischen Großbritannien und Frankreich und es soll wirklich ziemlich schön dort sein) und rede entsprechend lange und viel davon. Nächstes Jahr scheint es nun tatsächlich Ernst zu werden und zu klappen. Ich freu mich schon total!!! :D



Mittwoch, 6. November 2019

Fünf Fragen am Fünften - November

Ihr Lieben, es ist November! Ist das nicht herrlich? Endlich Herbst mit allem Drum und Dran, endlich nicht mehr so warm, endlich ist dann auch die Vorweihnachtszeit ganz laaaangsam wieder in Sicht. (Ich liebe ja Weihnachten und freue mich schon im Mai jeden Jahres darauf!)
Ich würde ja am allerliebsten schon jetzt das ganze Weihnachtsprogramm mit Basteln, Backen, Geschenke suchen/kaufen/einpacken durchziehen, aber tatsächlich ist das doch noch etwas früh (was soll ich sonst noch im Dezember machen?!) und momentan bin ich dank einiger medizinischer Problemchen mit meiner rechten Hand auch etwas gehandicapt (im wahrsten Sinne des Wortes) und kann gar nicht so Rumwerkeln, wie ich gern möchte. 
Tippen geht aber, also mach ich doch das. "Fünf Fragen am Fünften", auch diesen Monat gestellt von luziapimpinella


1. Was hast du in letzter Zeit gebraucht gekauft? Flohmarkt, Second Hand und Vintage Krams ... ist das ein Thema für dich?
Hm, nein, eigentlich ist das kein wirkliches Thema für mich. Ich weiß, es wäre wünschenswerter und sinnvoller, auch gebrauchte Sachen nochmal zu verwenden und ihnen noch(mal) einen Sinn zu verleihen, aber tatsächlich tue ich mich mit gebrauchten Sachen schwer. Zumindest dann, wenn ich wirklich nicht weiß, von wem sie kommen. Das betrifft vor allem Kleidung oder eher persönliche Dinge, aber auch Bücher. Ich habe beim Kauf von gebrauchten Büchern leider schon sehr schlechte (und eklige) Erfahrungen gemacht, daher schrecke ich da meistens vor zurück. Bücher kaufe ich dann lieber als Mängelexemplare, die vielleicht hier und da eine kleine Schramme oder geknickte Ecke haben - dafür aber ansonsten echt eben noch "neu" sind. Auch sonst kaufe ich mir eigentlich fast gar nichts gebraucht, und in letzter Zeit schon gar nicht. Ich habe mir mal in Dänemark ein Bild gekauft, das jemand vorher in seiner Wohnung hängen hatte (riecht leider heute noch ein bisschen nach Rauch), und auch Vintage Ohrringe aus den 60ern, die etwas überarbeitet und aufpoliert wurden, habe ich mir mal gegönnt (weil sie echt scharf aussahen!). Aber sonst werden Second Hand und ich keine Freunde mehr, befürchte ich.

2. Welches Gericht würdest du am liebsten jeden Tag essen? Gibt es etwas, das du ständig und immer wieder essen kannst, ohne dass es dir jemals zum Hals raushängen würde?
Also wirklich jeden jeden jeden Tag nicht, aber ich bin ziemlicher Pasta-Freund und würde nicht nein sagen, wenn mir häufig Nudeln auf dem Teller angeboten werden würden. Davon habe ich (fast) nie die Nase voll, zumal die sich ja auch so schön abwandeln lassen. Mal als Spaghetti Bolognese, mal mit Pesto, mal angebraten mit Ei und Maggi... Gibt ja tausend Varianten, Nudeln zuzubereiten, und vermutlich sind die mir daher auch noch nie langweilig geworden. Außerdem sind die vergleichsweise einfach herzustellen (ins Wasser, kochen und fertig) und übersteigen somit auch meine dürftigen Kochkünste nicht ;)

3. Ist irgendwann mal deine größte Befürchtung eingetreten? Oder blieben die meisten nur ein Kopfkino?
Oha. Ich habe gar keine "größte Befürchtung", befürchte ich... :D Nein, tatsächlich würde mir jetzt kein Gedanke einfallen, den ich schon lange als schlimme Möglichkeit mit mir herumgetragen und der sich irgendwann bewahrheitet hätte. Gott sei Dank. Ich bin glücklicherweise relativ immun, wenn es darum geht, kurze spontane Gedanken aufzubauschen und sie als unabänderliche Wahrheiten anzusehen. Dieses "Aus einer Mücke einen Elefanten machen" lag mir persönlich noch nie, ich glaube, dafür bin ich nicht gemacht. Ich weiß lieber, woran ich bin. Und letztlich liegt das vermutlich auch an meinem Job als Psychologin (und Psychotherapeutin in the making), sodass ich schon aus beruflich-fachlicher Sicht natürlich ein gutes Vorbild sein und den Leuten zeigen sollte, dass nicht jeder negative Gedanke, der einem so durch den Kopf schießt, wahr und unveränderlich sein muss. 

4. Würdest du gern in einem anderen Land leben? Denkst du manchmal übers Auswandern nach?
Nein und nein. Ich würde wahnsinnig gern mehr von der Welt sehen, Länder besuchen und sehen, was es noch alles auf der Erde zu entdecken gibt. Aber mit Betonung auf "besuchen". Ich habe bisher noch nicht allzu viel von der Erde gesehen, zugegeben, aber ich habe auch noch keinen Ort gefunden (oder von ihm gelesen/gehört usw.), bei dem ich mir hätte vorstellen können, dort für immer und ewig zu leben. Ich lebe eigentlich ganz gern in Deutschland und denke schon, dass man hier ein sehr privilegiertes Leben haben kann - verglichen mit vielen anderen Ecken der Welt. Klar gibt´s auch schönere Gegenden oder Landstriche, oder eben Länder, bei denen man das Gefühl hat, da läuft´s mit der Gesellschaft, mit der Demokratie und dem friedlichen Zusammenleben, mit der Zufriedenheit der Menschen irgendwie auch besser - ich meine, nicht umsonst gelten doch die Menschen in Skandinavien immer wieder als die glücklichsten Menschen der Welt. Aber ich habe bisher nie solche "Aussteiger"-Fantasien oder Gedanken an "Auswandern und irgendwo neu anfangen" gehabt, und auch solche Illusionen wie "ich mach auf ner kleinen Südsee-Insel eine Beachbar auf", wie sie tatsächlich manche Personen haben, sind für mich nichts anderes als eben das: Illusionen. 

5. Welches Musikinstrument würdest du gern spielen? Oder anders gefragt - welches spielst du?
Ach ja, die Musikinstrumente. Es gibt da so einen herrlichen Spruch: "Ich kann herzzerreißend gut Triangel spielen" - und in diese Sparte müsste ich mich wohl einsortieren. Ich liebe Musik, ich höre eigentlich ständig irgendwas, ich geh gern auf Konzerte und himmele dort heimlich mal mehr oder weniger die Musiker angesichts ihrer Leistung an, ich würde sogar glatt behaupten: ohne Musik könnte ich nicht sein. Aber ich bin leider völlig unmusikalisch, wenn es darum geht, selbst etwas zu spielen und beherrsche daher auch absolut kein Musikinstrument - habe es aber wiederum auch nie mal ausprobiert. Ich habe den Musikunterricht in der Schule GEHASST und ihn, sobald ich das in der Oberstufe konnte, abgewählt. Dieses Notenlesen war für mich bis zum Ende ein Buch mit mindestens 5 Siegeln und der größte Graus war es, vor der ganzen Klasse die korrekte Note zum Einstimmen vorm Singen auf der Tastatur anstimmen zu müssen, was wir regelmäßig tun mussten. Ich stand immer vor dieser Klaviertastatur und dachte mir "Häää? Welche muss ich drücken, welche muss ich drücken???", nur um dann in leichte Panik zu verfallen und dann erst recht krumm und schief zu singen.
Was eigentlich schade ist, denn gerade Klavier finde ich ein unglaublich schönes Instrument und würde es eigentlich gern spielen können. Meine Großeltern hatten früher ein Klavier in ihrem Haus, so ein großes wuchtiges altes Ding, immer herrlich verstimmt und manche Tasten gaben auch gar keinen Ton von sich, wenn man sie drückte. Aber darauf konnte ich früher "Alle meine Entchen" spielen, immerhin. Für mehr hat es nicht gereicht - weder meine Leistung noch meine Geduld... :D

Montag, 7. Oktober 2019

Fünf Fragen am Fünften - Oktober 2019

Ich glaube, die letzten beiden Monate habe ich dieses "5 Fragen am Fünften"-Spielchen irgendwie vergessen. Oder der Monat war dann schon fast vorbei, als es mir wieder eingefallen ist. Dieses Mal bin ich zeitlich aber noch ganz gut dabei, finde ich, immerhin ist erst der 7. Oktober. 
Auf geht´s, hier sind die Fragen von Luziapimpinella


1. Bist du gut im Smalltalk?
Och naja, im Prinzip schon, obwohl es auch darauf ankommt, wer mein Gegenüber ist und worüber der so redet. Grundsätzlich fange ich keinen Smalltalk an (NIE! Da schweige ich lieber und beschränke mich aufs So-in-der-Gegend-Rumgucken.), aber wenn jemand anders anfängt, dann mach ich schon mit. Erstaunlicherweise kann ich wunderbar mit älteren Leutchen über alles mögliche, Gott und die Welt (und das Wetter) und Belanglosigkeiten plaudern. Das ist mir im Job, als ich z.B. mal auf einer Stroke Unit gearbeitet habe, sehr zugute gekommen. Bei Jüngeren fällt mir das deutlich schwerer, weil ich vermutlich manchmal auch keinen Plan habe, wovon so die Rede ist. Ich bin da echt oldschool und kenne mich mit manchen Sachen, die heute so "in" sind (sagt man noch "in"?!), gar nicht aus... :D

2. Kannst du Kaugummiblasen machen?
Ja, aber keine richtig großen. So mittelgroße, die dann aber irgendwann auch platzen. Und eigentlich kaue ich nur ganz selten Kaugummi, und dann auch meistens nur, wenn ich alleine bin. Ich hasse es, wenn Leute mir gegenüber an ihren Kaugummis knatschen, am besten (=ekligsten) noch mit offenem Mund, und wenn die dann vielleicht noch im Gespräch ihre Blasen vor sich hin platzen lassen, finde ich das eigentlich immer ziemlich unhöflich. Und eklig halt.

3. Welche Mahlzeit am Tag magst du am liebsten?
Oha, das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Ich bin kein wirklicher Frühstücksmensch und kann gut auch aufs Frühstück verzichten, obwohl ich dann irgendwann so halb 11 merke, ich müsste doch mal irgendwas abbeißen, damit mein Magen was zu tun hat und nicht knurrt. So ganz ohne ist also auch doof. Und Frühstück kann ja auch ziemlich nice und lecker sein. Mittagessen ist schon nett, aber beim Arbeiten meistens nicht drin, zumindest nichts warmes. Da gibt´s warmes Mittagessen dann nur am Wochenende oder wenn ich Urlaub und Zeit habe. Am regelmäßigsten gibt´s bei mir wohl tatsächlich was am Nachmittag, muss auch nicht wirklich Kuchen sein (obwohl der immer willkommen ist). Und abends? Hm, das was halt so da ist. Manchmal ziemlich langweilig.
Also... ja, ich befürchte, ich muss das so sagen und zugeben, aber ich bin offenbar wohl tatsächlich ein Kuchenmensch... :D

4. Schläfst du manchmal beim Fernsehen ein?
Nein, eigentlich nie. Ist auch schon Jahre her, dass mir das mal passiert ist. Ich werd beim Fernsehen manchmal durchaus sehr müde und merke, wie mir die Augen schwer werden - aber das ist dann auch der Moment, wo ich mich selbst ins Bett trage und dann halt schlafen gehe. Im Bett. Nicht auf dem Sofa vorm TV.

5. Was ist dein persönliches Schönheitsgeheimnis?
Ich hab keins. Ich weiß, die Antwort ist langweilig, aber ist so. Ich war noch nie jemand (und werde es auch nicht mehr werden), dem irgendwelche Schönheitsrituale und zig Beautyprodukte sooo wichtig wären. Ich benutze die Standard-Drogeriesachen, die Frau eben so benutzt, aber auch nicht mehr. Make-up eher mäßig (ich kann ganz viel nicht, nicht mal nen geraden Eyeliner-Strich bekomme ich hin, also lass ich es), auch wenn ich nie ohne Mascara aus dem Haus gehe. Und manche würden die Frage jetzt mit "Mindestens 3 Liter am Tag trinken!" oder "Mindestens 8 Stunden am Tag schlafen!" beantworten, aber auch da kann ich nur sagen: Nääh. Ich versuche durchaus, viel zu trinken, weil ich weiß, dass es besser für mich ist. Aber manchmal wird es eben auch nicht so viel und 3 Liter schon gar nicht. Und manchmal schlaf ich eben auch nur 5 Stunden und habe trotzdem keine Augenringe, ich Glückliche. Apropos: Eine Augencreme besitze ich übrigens auch, aber die habe ich noch nicht mal aus der Folie ausgewickelt...


Dienstag, 9. Juli 2019

Fünf Fragen am Fünften - Juli

Ok, ok, ich weiß schon: Heute ist schon der 9.7. und damit nicht mehr der Fünfte des Monats. Ich mache bei der Aktion #fünffragenamfünften trotzdem mit, denn laut Luziapimpinella dürfen wir das bis Ende des Monats. Ich habe die Aktion zuletzt auf einigen Blogs und bei Instagram gesehen und bin neugierig geworden. Es gilt, an jedem 5. des Monats 5 persönliche Fragen zu beantworten. Somit gibt es mal wieder was abseits der Bücher auf dem Blog zu lesen. Wer macht noch mit?


1. Bestellst du im Restaurant immer das Gleiche?
Nein. Zum einen kommt es ja darauf an, in welchem Restaurant man sitzt und was überhaupt angeboten wird. Und dann entscheide ich gern nach Laune und Geschmack, wonach mir gerade ist. Aber, ich geb´s zu, ich bestelle trotzdem oftmals mit dem Hintergedanken, dass ich mir nicht gerade etwas aussuchen sollte, was ich zuhause problemlos selbst kochen könnte. Soll ja schon was besonderes sein, wenn man mal essen geht... :)

2. Genierst du dich dafür, dass du bestimmte TV-Formate schaust?
Nein. Ich gehöre zu den Menschen, die tatsächlich (bisher) ohne jeglichen Streaming-Dienst zurecht gekommen sind; ich hab von all den Serien, die bei Sky und Netflix und was-weiß-ich laufen, keine Ahnung. Wenn, dann schaue ich "ganz normal" TV, was halt gerade bei den üblichen Sendern so läuft. Aber da ist eigentlich nichts dabei, wofür ich mich schämen müsste. Auch wenn ich einen Hang zu kitschigen Filmen mit Happy End-Garantie habe, was andere vielleicht nie gucken würden...

3. Wann hast du zuletzt deine Frisur geändert?
Schon ziemlich lange nicht mehr. Ich lasse meine Haare ohne großes Brimborium wachsen, bis es mir zuviel wird, dann werden einige Zentimeter abgeschnitten. Ich hätte total gern mal Pony, befürchte aber, dass mir das bei meiner Kopfform leider überhaupt nicht steht, daher habe ich das noch nie in die Tat umgesetzt. Ohnehin bin ich kein großer Friseur-Gänger. Früher zu Schul- und Studiumzeiten hatte ich immer Strähnchen in den Haaren, bis mir dieses ständige Rauswachsen und Nachfärben-Müssen so auf den Keks gegangen ist, dass ich mir die Haare einmalig dunkler getönt habe, um die Strähnchen zu überdecken. Das war´s dann mit den Strähnchen - und mit dem Haarefärben.

4. Wann hast du zum letzten Mal einen Sonnenaufgang beobachtet?
Oh. Ich befürchte: noch nie so richtig bewusst. Meistens liege ich da noch im Bett (zu Sommerzeiten), oder ich bin schon am Arbeiten oder noch auf dem Weg dahin (zu Winterzeiten), da sehe ich dann aufgrund von Gebäuden und zugebauten Straßen nix von dem Sonnenaufgang. So ein richtig echter Sonnenaufgang gilt ja auch eigentlich nur draußen in der Natur - entweder irgendwo am Meer oder auf freiem Feld (ich denke da so an diesen magischen "Mr Darcy-Moment" bei "Stolz und Vorurteil", als er so zielstrebig über die Wiesen wandert und dann angeleuchtet wird vom Sonnenaufgang - hach ja... Soviel übrigens zum Thema "kitschige Filme mit Happy End-Garantie.) Also: nein, das ist schon seeehr lange her, dass ich bewusst einen Sonnenaufgang wahrgenommen hätte, muss ich sagen.

5. Welches Kunstwerk hat dich stark beeindruckt?
Für die Frage bzw. Antwort habe ich gerade ziemlich lange nachdenken müssen. Ich mag Kunst sehr gern, gehe bei Städtetrips gern in Museen oder in Ausstellungen, wenn es mich inhaltlich anspricht. Wenn es nicht Psychologie geworden wäre, dann hätte ich damals nach dem Abi wohl Kunstgeschichte studiert (aber die ganzen Stimmen "Was willst du damit denn mal werden?! Wo willst du denn damit arbeiten?!" waren letztlich doch ein bisschen zu laut, um sie zu ignorieren). 
Ich kann tatsächlich auch gar keinen bestimmten Kunst- Stil oder eine Epoche ausmachen, die mir besonders gefällt, auch wenn ich mit moderner Kunst erfahrungsgemäß wenig anfangen kann. (Vor allem mit solchen komischen Installationen, die niemand versteht.) Eher ist es so, dass ich spontan aus dem Bauch heraus feststelle, ob mir ein Bild oder eine Skulptur gefällt, wenn ich sie sehe. So mag ich es beispielsweise, wenn Bilder irgendetwas unperfektes an sich haben, oder etwas, das meinen Blick anzieht, und es mir deswegen im Kopf bleibt. Oft kann ich gar nicht erklären, was es ist. Ich mag Bilder, auf denen etwas los ist. Aber ich mag z.B. auch die Bilder von Edward Hopper sehr, auf denen meistens nichts los ist, die aber alle wirken, als würde gleich etwas mit einem großen Knall passieren. Ziemlich beeindruckt hat mich außerdem schon vor vielen vielen Jahren der "David" von Michelangelo, den ich, obwohl ich schon in Florenz war, bis heute leider noch nie "in echt" gesehen habe - ein Vorhaben, das ich unbedingt noch angehen muss! Umgekehrt stand ich im April dieses Jahres im Louvre in Paris vor der "Mona Lisa" und war angesichts der Menschenmassen und der Gleichgültigkeit, die zugleich durch den Saal waberte, ziemlich enttäuscht. Denn den Leuten geht es heute leider gar nicht mehr darum, sich tatsächlich diese geheimnisvolle Frau auf dem Bild anzusehen, innezuhalten und zu überlegen, warum sie wohl so versonnen lächelt, sondern nur darum, mit den bestmöglichen Filtern massentaugliche Instagram-Selfies mit sich vor der "Mona Lisa" zu produzieren. Ich fand diesen Saal, den man dort extra für dieses eine kleine Gemälde eingerichtet hat, schrecklich. Beeindruckt hat mich dieses Spektakel daher leider überhaupt nicht. 
Kurz: es gibt nicht "das eine" Kunstwerk, das mich beeindruckt hat, sondern viele. Und oftmals sind es eher die unbekannten, die nicht in den Reiseführern stehen. Beeindruckt stand ich beispielsweise vor diesem Bild, als ich es im April in Paris gesehen habe:

François-Auguste Biard: Magdalena Bay. Vue prise de la presqu'île des Tombeaux, au nord du Spitzberg. Effet d'aurore boréale (Quelle: Hier)

Bis zum nächsten Fünften des Monats! :)


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