Dienstag, 30. Januar 2018

"Herrn Haiduks Laden der Wünsche" - Florian Beckerhoff

HarperCollins Verlag, 2017
16,99 Euro

Handlung:
Er kam der Liebe wegen nach Berlin: Herr Haiduk. Er blieb, die Liebe nicht. Seitdem betreibt der in die Jahre gekommene Herr seinen winzigen Kiosk, in dem es fast alles gibt: Zeitungen und Kaffee, Geschichten und Lottoscheine. Er genießt sein ruhiges Leben, bis eines Tages die scheue Kundin Alma das Jackpot-Los über 13 Millionen Euro vor dem Laden findet und den rechtmäßigen Gewinner ermitteln möchte. Gemeinsam mit Herrn Haiduk und seinem Gehilfen Adamo macht sie sich auf die Suche: Wer ist der Glückliche? Und kann er so viel Glück überhaupt vertragen? 


Meine Meinung:
Als ich dieses Buch in aller Eile im Buchladen erspähte, auf der schnellen Suche nach einem Buch für den Zug, schnappte ich es mir nach dem Lesen der Buchrückseite. Weil ich dachte "Ach, das klingt ja nett" und schön kurzweilig. Ein kleiner Lottoladen in Berlin, da sind schöne und vielleicht auch schrille Begegnungen ja quasi vorprogrammiert.
Die ersten Seiten haben mir auch wirklich ausgesprochen gut gefallen. Der Herr Beckerhoff schafft es, auf den ersten Seiten sehr neugierig auf die handelnden Personen zu machen. Durch die Beschreibungen, die der handlungstragende Herr Haiduk seinen täglichen Besuchern und Käufern verpasst ("Der Pudelmann", "Die stumme Studentin", "Der junge Kettenraucher" usw.), habe ich mich direkt wohl und wie eine Beobachterin im Kiosk gefühlt - denn, Hand aufs Herz, so spontane Charakterisierungen von Personen, die man Tag für Tag sieht, habe ich auch im Kopf. (Bin da nicht frei von Vorurteilen, ich geb´s zu.) Aber gerade das hat den Charme der Geschichte am Anfang für mich ausgemacht. Die besagte "Stumme Studentin", die Herrn Haiduks kleinen Laden immer wieder aufsucht, ist dann aber doch gar nicht stumm; sie kann reden, eines Tages. Und sie zieht Herrn Haiduk ungewollt in eine ziemlich große Sache hinein: sie hat nämlich den Lottoschein (DEN !!! Lottoschein) gefunden, der mehrere Millionen Euro verspricht. Ihr gehört er nicht, aber sie will den Besitzer finden. Mit Herrn Haiduks Hilfe. 
Mal ganz abgesehen davon, dass ich mich im Laufe des Buches mehrfach gefragt habe, wie rein das Herz eines Menschen sein muss, wenn er tatsächlich nicht EIN EINZIGES Mal darüber nachdenkt, diesen blöden Zettel einfach selbst einzulösen, auch wenn man nicht derjenige war, der die Kreuze gesetzt hat. Die stumme Studentin namens Alma scheint tatsächlich nicht daran zu denken. Das fand ich schräg, dass das in der gesamten Handlung eigentlich überhaupt nicht zur Debatte stand. Denn seien wir ehrlich: so läuft´s nicht in der Welt. Wer gibt so einen Gewinnerschein im Fundbüro ab (oder überlässt ihn gar jemand anderem???), wenn er ihn selbst einlösen kann - und dann "zur Not" eben beispielsweise wohltätig spenden, wenn´s man nicht in die eigene Tasche stecken will?! Das habe ich nicht glauben können, und das Himmelfahrtskommando von Alma, die innerhalb weniger Tage nur anhand eines kurzen Gesprächs den wahren Lottogewinner ausmachen will, ebenso wenig. Denn Alma glaubt, das Wahre eines Menschen nach nur wenigen Sekunden erkennen zu können. 
Ab da ging die Story für mich leider ein bisschen bergab. Zum einen zogen sich die - wenig spannenden - Gespräche zwischen Alma und den (natürlich!) zahlreichen Bewerbern, die angeblich alle der wahre Lottoschein-Besitzer sein wollen. Zum anderen hat mir die Auflösung einfach nicht so richtig gefallen. Die Story wird aus Sicht eines Schriftstellers berichtet, der sie wiederum von Herrn Haiduk erzählt bekommt. Am Ende spielt er dabei aber plötzlich selbst unfreiwillig eine große Rolle, selbst Monate nach der eigentlichen Lottoziehung - das fand ich komisch. Irgendwas hat da für mich nicht gepasst. Letztendlich ist "Herrn Haiduks Laden der Wünsche" dennoch eine kurzweilige und nett geschriebene Lektüre über den (Irr-)Sinn, den ein Lottogewinn bei den Menschen auslösen kann.

Donnerstag, 25. Januar 2018

"Atlas obscura" - Foer, Thuras, Morton

Mosaik Verlag, 2017
34,00 Euro


Inhalt:
Der Atlas Obscura sieht nur auf den ersten Blick aus wie ein Reiseführer. Es ist vor allem ein Buch zum Lesen und Träumen – eine Wunderkammer voller unerwarteter, bizarrer und mysteriöser Orte, die gleichermaßen Wunderlust und Wanderlust hervorrufen. Jede einzelne Seite dieses außergewöhnlichen Buchs erweitert unseren Horizont und zeigt uns, wie wunderbar und schräg die Welt in Wirklichkeit ist. Fesselnde Texte, hunderte von fantastischen Fotos, überraschende Fakten und Karten für jede Region des Globus machen es nahezu unmöglich, nicht gleich die nächste Seite aufzuschlagen und weiterzuschmökern! Eine erstaunliche Liebeserklärung an die Welt, in der wir leben.


Meine Meinung:
Kennt ihr das? Ihr lest etwas, das bringt euch zum Lächeln, ganz leicht. Und beim Umschlagen auf die nächste Seite schüttelt ihr automatisch verwundert und amüsiert zugleich den Kopf, so ein bisschen zumindest. Kennt ihr das? 
Ich kenne das von mir sehr gut, wenn ich etwas Außergewöhnliches oder Kurioses lese, das mich überrascht und zugleich erstaunt dasitzen lässt. Das kommt in "normalen" Büchern jedoch nur dann und wann vor, eher selten. Im "Atlas obscura" gehört das nahezu zum Umschlagen einer jeden Seite dazu. Ich bin so beeindruckt und begeistert von diesem tollen Atlas der außergewöhnlichen Orte auf unserer Erde!! Vieles, vieles, ach - sehr vieles davon habe ich noch nie gehört, gesehen oder gar selbst besucht. Machen wir uns nichts vor: dazu wird es auch nie kommen, also zu dem Besuchen, meine ich. Sofern ich nicht dank Lottogewinn plötzlich Unmengen von Zeit und Geld übrig haben sollte, wird es mich wohl nie in die hier vorgestellten entlegenen Ecken und Orte auf unserem Planeten führen. Obwohl - manches davon ist gar nicht so abgelegen. Ein Eintrag davon beschäftigt sich beispielsweise mit einer Orgel in einer Stadt keine Stunde von mir entfernt, die seit Jahren eine Melodie spielt und das noch weitere Jahrzehnte tun soll, ohne Unterbrechung, ohne jemals aufzuhören! Davon hab ich noch gehört, aber ich finds echt toll. Im "Atlas obscura" findet man tausende solche ungewöhnlichen und bizarren Orte und Ecken der Welt. Häuser, Straßen, Wälder, Parks, Seen, Dinge und Objekte, Skulpturen, einfache Steinplatten, ganz kleine Details ins Bildern, sogar Schrott. Alles dabei. Ein Reiseführer, der einen abseits der altbekannten Touristenwege führt, möchte man fast sagen. Dabei ist jeder einzelne Kontinent dabei und auch so manche abgelegene Insel. 
Ich habe längst nicht alle der 480 Seiten und tausende Einträge gelesen, aber das muss ich in dem Tempo auch gar nicht. "Atlas obscura" ist ein echtes Buch zum Schmökern und Staunen, das man jederzeit zur Hand und darin blättern kann. Immer wieder. Alles bunt bebildert und aus festen stabilen Seiten (und mit Lesebändchen!) ist es seinen Preis absolut wert, wie ich finde. Eignet sich auch super als Geschenkidee. 

Ein herzliches Dankeschön an Randomhouse/ Mosaik!

Mittwoch, 17. Januar 2018

"Lichterzauber in Manhattan" - Sarah Morgan

MIRA Taschenbuch, 2017
9,99 Euro


Handlung:
Eva ist eine hoffnungslose Romantikerin und sieht nur die guten Seiten des Lebens. Kein Wunder, dass sie Weihnachten in New York liebt wie kein anderes Fest im Jahr. Um ihr Konto aufzustocken, tritt die New Yorker Food-Bloggerin eine Stelle bei dem erfolgreichen Horror-Autor Lucas Bale an. Womit sie nicht gerechnet hat: Der grimmige Brite kann die Feiertage nicht ausstehen. Mit Tannenschmuck und Plätzchenduft will Eva ein kleines Weihnachtswunder an ihm wirken - mit mehr als frostigem Ergebnis. Warum nur fühlt sie sich zu ihm hingezogen, obwohl sie unterschiedlicher kaum sein könnten?


Meine Meinung:
*vermutlich nicht Spoilerfrei*
Puhh. Ich habe "Lichterzauber in Manhattan" in der Adventszeit begonnen, weil ich - passend zur Jahreszeit - gern etwas weihnachtliches, aber nicht zu kindliches lesen wollte. Meine Wahl fiel auf dieses Buch, weil die Bewertungen eigentlich ganz nett klangen. Aber irgendwie hat mich die Geschichte nicht so richtig abgeholt. 
Was mich vor allem genervt hat, war das ständige Gerede und "Palaver" der beiden Hauptfiguren Eva und Lucas um nichts und wieder nichts. Ehrlich, in einem Wettbewerb "Wer kann am längsten um den heißen Brei herumreden" hätten die beiden definitiv einen der vordersten Ränge belegt. Das war alles so belanglos und dann im nächsten Moment so möchte-gern-tragisch, wenn es um bisherige Erfahrungen und Erinnerungen ging. Ich habe über mehrere Abende hinweg immer ein paar Seiten im Buch gelesen und war aber stets schnell genervt, sodass ich oft ein paar Seiten vorgeblättert habe und dann einfach wieder irgendwo eingestiegen bin. Verpasst habe ich absolut nichts. Das Gespräch lief stets noch. 
Auch die Chemie zwischen Lucas und Eva hat in meinen Augen nicht gestimmt, immerhin möchte er sie zur nächsten Mörderin seines Buches machen.Die herzensgute Eva (gähn!) und der heiße Lucas (gähähn!), beide vom Schicksal (oder anderen gemeinen Personen) gebeutelt und nun zu Weihnachten ganz allein und sich selbst überlassen; so ein Zufall aber auch... Vorhersehbar?! Irgendwie weiß man bei solchen Büchern ja immer schon von Anfang an, wie es ausgeht: sie kriegen sich. Überraschung! Damit das ganze nicht so übermäßig langweilig daherkommt, schaffen es manche Autor/innen aber dennoch, soviele Wendungen oder Ideen einzubauen, dass man als Leser die Geschichte dennoch gelungen findet. Hier nicht.
Im Ganzen also ein Buch, das mir nicht im Kopf bleiben wird und das ich bereits weitergegeben habe. (Muss ich nicht im Regal liegen haben...) Nächste Weihnachten brauch ich ein neues Weihnachtsbuch. 

Sonntag, 14. Januar 2018

Kurze Auswertung Lesebingo 2017 (und ein kurzer Exkurs zu Murakami)

Ja, gut, das neue Jahr ist schon 14 Tage alt und ich damit bereits ziemlich spät dran mit diesem Beitrag. Trotzdem soll es ihn natürlich geben. Da es mich zu meinem aktuellen Buch "Herrn Haiduks Laden der Wünsche" zieht, jedoch in aller Kürze.


Also ich hab ja neulich schon geschrieben, dass ich mich 2017 um mein eigenes Lesebingo eigentlich so gar nicht gekümmert habe, wenn ich mal ehrlich sein soll. Ich habe kein Buch bewusst für eine Kategorie gelesen und im Dezember einfach mal geschaut, was dennoch gepasst hat. Et voilà: Ich habe es dennoch geschafft, 22 der 25 Kategorien zumindest lesenderweise abzuarbeiten. Bei den Rezensionen sieht es etwas schlechter aus, da habe ich nicht zu jedem Buch etwas geschrieben. Aber immerhin, ich bin gerade ein bisschen begeistert von mir selbst (auch wenn ich keinen Grund dazu habe), weil ich gedacht hätte, dass ich viel schlechter abschneide o.O
Die 3 Kategorien, die bei mir nicht funktioniert haben, weil ich tatsächlich nichts passendes gelesen habe, sind "Ein Sachbuch", "Ein Buch, dessen Titel mit K beginnt" und "Ein Buch von einem asiatischen Autor". Hierzu muss ich sagen, dass ich irgendwann im Mai oder so mal mit "1Q84" von Haruki Murakami angefangen habe (hätte also für die letzte Kategorie gepasst). Auch deswegen, weil manche Personen ja in richtige Jubelstürme ausbrechen, wenn sie von Murakami erzählen, und soviele auch schon seinem neuen Buch entgegen fiebern, das ja wohl in wenigen Tagen erscheint. Also hab ich mir das Buch geschnappt und gelesen. Und gelesen. Und noch ein paar Seiten mehr gelesen. Und ich konnte mir nicht helfen, aber ich fand es so unglaublich ... langweilig und langatmig und ... irgendwie passierte einfach nichts, sondern es folgten nur Beschreibungen über Beschreibungen, ohne dass mal ein bisschen Action in das Ganze kam. Ich habe nicht mal ein Viertel des Buches gelesen, bevor ich es dann entnervt gegen ein anderes ausgetauscht habe. Und seitdem frage ich mich: Liegt es an mir oder an Murakami? Oder nur speziell an diesem Buch von Herrn Murakami?! Kann jemand von euch etwas dazu sagen, ob das Buch vielleicht tatsächlich so dröge ist oder ob ich es einfach nur zu einem falschen Zeitpunkt erwischt habe? Ob ich noch ein paar Seiten hätte durchhalten müssen, bevor es dann unglaublich toll und gut wird? Oder bin ich die Einzige, die das so empfunden hat?
Ich hab es jedenfalls abgebrochen und kann es mir damit nicht anrechnen. Allerdings - fällt mir gerade ein - könnte ich es fürs Lesebingo 2018 noch einmal probieren unter der Kategorie "Ein Buch, das du schon einmal abgebrochen/ zu lange pausiert hast"... *grübel*

Mein Lesebingo 2017 war also eigentlich nur so lala, wenn ich mal ehrlich sein soll, weil ich es selbst nicht so ganz ernsthaft verfolgt habe. Ganz anders ihr dagegen: Von den 6 Mitstreiterinnen, die sich gemeldet hatten, haben (offenbar) ganze 4 Personen das Lesebingo erfolgreich abgearbeitet und noch dazu zu jedem Buch (!!) eine Rezension geschrieben: Neyasha, Jari, Elli und Nicole. Glückwunsch, Mädels! Das freut mich sehr, muss ich sagen. Ich habe random.org bemüht, um einer Gewinnerin eine kleine Überraschung zukommen zu lassen: Jari! Bitte melde dich mal bei mir (hier auf dem Blog oder unter i-am-bookish(at)web.de, ich finde auf deinem Blog nämlich leider keine Email-Adresse.)
Ich hoffe, ihr hattet ein wenig Spaß dabei und ich freu mich wie ein Keks, weil sich schon wieder mehrere Mitstreiterinnen fürs Lesebingo 2018 gemeldet haben!Danke :D

Auf ein schönes Lesejahr 2018!

Samstag, 6. Januar 2018

Lesebingo 2018 - Auf den letzten Drücker!

Spät, aber noch! 
Eigentlich wollte ich 2018 kein Lesebingo mehr machen. Mehrere Jahre in Folge habe ich das nun getan, habe mir jedes Jahr Kategorien ausgedacht und gücklicherweise jedes Jahr auch ein paar Mitstreiterinnen unter euch gefunden, die mitgemacht haben. Irgendwie war im Laufe des letzten Jahres dann aber bei mir selbst die Luft raus, was das Lesebingo betrifft. Tatsächlich habe ich mich das ganze Jahr 2017 nicht ein einziges Mal damit beschäftigt oder gar mal geschaut, dass ich bewusst ein bestimmtes Buch für eine bestimmte Kategorie lesen könnte. Erst im Dezember habe ich mal einen Blick drauf geworfen und erfreut festgestellt, dass ich dennoch - völlig planlos! - fast alle Felder voll bekomme (davon erzähle ich euch in einem extra Post in den nächsten Tagen). 
Kurz: Ich hab mir gesagt, ich mache 2018 kein Lesebingo mehr. Ungefähr 1 Monat lang sagte ich mir das. Dann fing ich zunehmend an, dieses Vorhaben selbst doof zu finden. Und Neyasha schrieb auf ihrem Blog etwas von "LEIDER macht Caroline kein Lesebingo mehr" und ich dachte mir, ´Oha, vielleicht sollte ich doch?` 
Als ich dann merkte, dass sich in meinem gedanklichen Lesevorhaben für 2018 immer häufiger Sätze fanden wie "Ach, das Buch will ich nächstes Jahr unbedingt mal lesen!" oder "Das angefangene Buch XY muss ich 2018 endlich mal beenden." oder "Hm, vielleicht sollte ich doch endlich auch mal einen Klassiker/ einen historischen Roman/ ein Sachbuch usw. lesen", war mir klar, dass ich doch GENAU DAS zur Challenge - zum Lesebingo! - machen könnte.

Und so kommt es, dass das Lesebingo 2018 a) mit etwas Verspätung ins Leben gerufen wird und b) vor allem Kategorien enthält, die den eigenen Lesehorizont etwas erweitern sollen. Zumindest hoffe ich, dass sie das bei mir tun. Es sind Kategorien dabei, die mich sicher "über den Tellerrand" schauen lassen werden. Und vielleicht hier und da auch nicht ganz "bequem" zu erfüllen sind. Weil vielleicht genau das manche abschreckt (und ich gebe es ganz ehrlich zu: ich mag z.B. Biografien überhaupt nicht, habe diese Kategorie aber ganz mutig und blauäugig mit aufgenommen), gibt es 2018 eine kleine Neuerung bzw. Erweiterung: der Joker! Wenn man eine Kategorie wirklich so gar nicht mögen sollte, dann kann man diese auslassen und dafür eine andere zweimal belegen.

Wie immer seid ihr herzlich eingeladen, teilzunehmen. Alle Infos sowie das Bingo selbst könnt ihr auf der Lesebingo-Seite nachlesen, nämlich HIER

Ich wünsche euch ein schönes Lesewochenende!


Montag, 1. Januar 2018

Ein Lese-Rückblick auf 2017

Ein schönes neues Jahr wünsche ich euch! Macht was draus ;)
Heute ein kleiner kurzer Überblick über mein Lesejahr 2017, auch um mir selbst einen Überblick zu verschaffen, was lesemäßig bei mir so los war. 
Ich habe 2017 insgesamt 68 Bücher gelesen, was ... naja, eigentlich unter meinem Jahresdurchschnitt liegt. In den letzten Jahren hab ich gut 20 bis 30 Bücher mehr im Jahr gelesen. Aber das ist ja kein Wettstreit und mir ist es im Prinzip auch völlig egal. Es deckt sich jedoch mit meinem subjektiven Eindruck, dass ich in 2017 irgendwie weniger gelesen habe als sonst. Und leider auch Bücher, die mir viel weniger im Kopf geblieben sind, als das sonst manchmal in einem Jahr der Fall ist. Dennoch waren ganz wunderbare Bücher dabei und erfreulicherweise sind mir eben, als ich überlegt habe, welche Bücher mich 2017 enttäuscht haben, nur sehr wenige eingefallen.
Ein kleiner Überblick, angelehnt an meine Kategorien der letzten Jahre:

- Die meisten Lacher -
Hmmm, wenn ich mal ganz ehrlich sein soll, habe ich 2017 kein Buch gelesen, das mich so richtig richtig zum Lachen gebracht hat. Ich habe zwar auch kein Humorbuch extra ausgewählt und gelesen, aber manchmal erwischt man unverhofft ja doch ein Buch, das einen so richtig amüsieren und kichern lassen kann. Wahrscheinlich würde ich hier die "Percy Jackson"- Reihe von Rick Riordan nennen, die ich im vergangenen Jahr noch einmal komplett am Stück gelesen habe, nachdem ich den letzten Teil bisher noch gar nicht kannte. Die Bücher haben viele lustige Momente.


- Das schönste Pärchen -
Da fällt mir die Auswahl leicht, denn ich habe total mit Nina und Matthias aus "Das Lied der Krähen" mitgefiebert und mitgelitten. Man, die beiden sind so ein schönes Pärchen... Aber ebenso schön - wenn auch bisher nur unterschwellig auf der romantischen Schiene - sind auch Cormoran Strike und Robin Ellacott aus der Krimireihe von Robert Galbraith alias J.K. Rowling. Die beiden habe ich 2017 auch völlig in mein Herz geschlossen.


- Das beste Abenteuer - 
... hat mir "Illuminae" verschafft, das wie ein atemloses Drehbuch auf mich wirkte. Ich bin da so mitgegangen in dieser schrägen Sciene-Fiction- Geschichte... Auch "Das Lied der Krähen" von Leigh Bardugo hat mich nach anfänglichen Schwierigkeiten im Fantasy-Sektor völlig umgehauen und bestens unterhalten.


- Der gemeinste Cliffhanger -
Den lieferte "Die Ernte des Bösen" von Robert Galbraith, zwar nicht in Bezug auf den Fall (denn der wurde geklärt), sondern in Bezug auf die Beziehung zwischen Strike und Robin. Das war so ein fieses Ende für das Fanherz, also echt mal!!! ICH WILL DEN NÄCHSTEN TEIL LESEN!!!

- Die meisten Tränen -
... die gab´s 2017 nicht. Ganz ehrlich, ich kann mich nicht erinnern (und ich bin meine Leseliste mehrfach durchgegangen), dass mich irgendein Buch zum Weinen gebracht hätte, oder zumindest dafür gesorgt hätte, dass sich ein paar Tränen im Augenwinkel bilden. Nee, fällt mir keins ein.

- Viel Wirbel um nichts -
Ich wollte die ganze Zeit ein Buch von Antoine Laurain lesen, nachdem soooo viele Leser davon schwärmen. Dann nahm ich mir "Die Melodie meines Lebens" und fragte mich nach dem Lesen, "Im Ernst?". Denn die Geschichte war nicht nur langweilig, langatmig und an vielen Stellen unlogisch und undurchdacht, sondern vor allem eben gar nichts besonderes. Kein Buch, das mir im Kopf bleiben würde, das mich durch seine Art überzeugt hätte. Nee, das war nichts. Wenn alle Bücher von Herrn Laurain so sind, dann will ich keins mehr von ihm lesen.


- Die größte Überraschung -
Hier nenne ich keine anderen als die, die ich schon erwähnt habe. Denn gerade, weil sie mich so positiv überrascht haben, habe ich sie als so gut empfunden. Darunter "Illuminae", das eben ganz anders ist als ein normales Buch, weil es keinen wirklichen Text enthält, sondern nur zusammengepackte und zeitlich geordnete Dokumente eines Unglücks im Weltraum. Sooo spannend! Um "Das Lied der Krähen" habe ich erst einen Bogen gemacht, es dann Gott sei Dank sein lassen und habe mich in dieser "Ocean´s Eleven"-artigen Geschichte fallen lassen. Und ich war auch sehr skeptisch bei der Krimireihe um Cormoran Strike von J.K. Rowling und dachte mir "Bleib doch lieber bei Harry Potter". Zum Glück hat sie es nicht getan, sondern ganz wunderbare und äußerst lesenswerte Krimis mit sympathischen Charakteren geschrieben.

- Highlights 2017 -



- Enttäuschungen 2017 -




Welche waren denn eure Lesehighlights 2017?

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