Donnerstag, 20. Mai 2021

Ich habe Bücher gekauft.

Ich habe mir Bücher gekauft in der letzten Zeit.

Ziemlich viele, wenn ich mal ehrlich sein soll - und das schlimmste: in noch gar keins davon habe ich bisher mal reingelesen. Weil ich noch so viele andere Bücher angefangen habe oder zumindest zuerst lesen möchte. Trotzdem zeige ich euch heute mal meine neuen Bücher. Die auf dem obersten Bild habe ich alle gekauft, tatsächlich alle, da gibt´s gar nichts schön zu reden: ich hab halt echt Geld für Bücher verprasst :o


Aber klingen halt auch alle gut, was soll ich da machen. Um manche davon wurde ziemlich viel Werbung und Wirbel in den sozialen Medien und auch bei den Verlagen gemacht, so z.B. "Mr. Parnassus´ Heim für magisch Begabte" oder auch "Die Nacht der Acht". "Night of Crowns" und "A history of us" klingen zugegeben eher so nach jugendlich-leichter Herzschmerzlektüre, aber manchmal muss es eben auch sowas sein, finde ich. Auf "Imperator" von Kai Meyer, das zusammen mit Lisanne Surborg geschrieben wurde, bin ich sehr gespannt. Es geht wieder nach Italien! "Singularity" von Joshua Tree fiel mir neulich mal zufällig online ins Auge, und diese Sciene-Fiction Virtual Reality Geschichte klang irgendwie gut. 

Und schließlich noch "Kleine Wunder um Mitternacht", auf das ich schon vor einigen Wochen online gestoßen war - es klang ziemlich nett. Ich tu mich zwar irgendwie schwer mit asiatischen Autoren, das merke ich leider immer wieder, aber ich dachte, ich probiere es einfach mal wieder. Denn dieses Buch war in der letzten Schmökerbox vom April und nach vielen Monaten habe ich dieses Überraschungs-Buch-Prinzip mal wieder für mich ausprobiert. Was auch daran lag, dass die kleinen Tipps, die für das Buch vorher in der Beschreibung gegeben wurden, mich vermuten ließen, dass es sich bei dem "Book Blind Date" in der Schmökerbox um eben dieses Buch handeln würde - und ich hatte Recht. Es ist erst die dritte Schmökerbox, die ich mir überhaupt bestellt habe. Meistens waren die "Goodies" und Co., die mit als Überraschung in der Box enthalten waren, für mich irgendwie nichts, eher so Staubfänger oder Dinge, die ich einfach nicht gebrauchen konnte. In der April-Box waren ganz nette Dinge dabei, vor allem das schöne Briefpapier gefällt mir total gut, ebenso wie das Tokio-Notizbüchlein. Zusätzlich gab es einen Kugelschreiber, ein kleines Schälchen und zwei Kerzen. Schon ok, es mal wieder mit einer Schmökerbox probiert zu haben.

Dann hatte ich Ende April auch noch Geburtstag und bei mir gibt es ja keinen Geburtstag ohne Buchgeschenke (zum Glück). Ich nutze meinen Geburtstag daher auch ganz gern, um mir bewusst Bücher zu wünschen, die ich mir selbst meistens nicht kaufen würde, auch wenn sie mich interessieren (z.B. weil sie mir zu teuer sind, aber pssst!). Gewünscht habe ich mir daher dieses Mal auch eher etwas teurere Sachbücher ("Atlas der Gefahren") bzw. einen Ausstellungskatalog über die Werke von Gerhard Glück, einem Illustrator und Cartoonisten, dessen Bilder ich sehr mag. Dazu gab es "Doktor Oldales geographisches Lexikon", auf das mich Neyasha neulich neugierig gemacht hat, als sie das gelesen hat. Dazu gab es den (hoffentlich) gruselig angehauchten Roman "Die zehnte Muse" von Alexander Pechmann und als Überraschungsgeschenk eine signierte Gryffindor-Ausgabe von "Harry Potter and the Philosopher´s Stone" - ich hab nicht schlecht geguckt! :D (Dabei bin ich laut dem Test auf Pottermore gar kein Gryffindor, aber das ist ja eigentlich auch egal...) Ich hab mich jedenfalls riesig über alles gefreut und brauche jetzt nur richtig richtig viel Zeit, um mich in alle Seiten vergraben zu können. :D


Samstag, 15. Mai 2021

"Der große Sommer" - Ewald Arenz

Dumont Verlag, 2021

20,00 Euro



Worum geht´s?

Die Zeichen auf einen entspannten Sommer stehen schlecht für Frieder: Nachprüfungen in Mathe und Latein. Damit fällt der Familienurlaub für ihn aus. Ausgerechnet beim gestrengen Großvater muss er lernen. Doch zum Glück gibt es Alma, Johann - und Beate, das Mädchen im flaschengrünen Badeanzug. In diesen Wochen erlebt Frieder alles: Freundschaft und Angst, Respekt und Vertrauen, Liebe und Tod. Ein großer Sommer, der sein ganzes Leben prägen wird.
Hellsichtig, klug und stets beglückend erzählt Ewald Arenz von den Momenten, die uns für immer verändern.



Meine Meinung:

Ein Sommer in den 80ern für Frieder, seine Schwester Alma und ihre Freunde. Ein Sommer wie jeder andere, könnte man sagen, und doch ist er in der Erinnerung von Frieder genau das nicht. Denn dieser Sommer bedeutete für ihn rückblickend das Ende der Kindheit und den Übergang zum Erwachsensein. Frieder, wegen seiner schlechten Noten und damit einer ernsthaften Versetzungsgefahr zum Lernen bei den Großeltern verdonnert, lernt neben Latein und Mathe an diesen schwül-heißen Sommertagen aber auch, was es heißt, sich zu verlieben, als Freund gebraucht zu werden und vor allem: wie schnell so ein Sommer vorbei sein kann und mit ihm alles, was er enthielt.

Dies ist das erste Buch, das ich von Ewald Arenz lese, obwohl ich schon viel Gutes über seine Bücher gehört habe. Ich war neugierig, was er zu erzählen haben würde, und wurde letztlich nicht enttäuscht. Er schafft es, diese heißen hellen Sommertage auf die Buchseiten zu bannen und mit ihnen all die kleinen und großen Wunder und Besonderheiten, die Frieder und seine Freund in diesem Jahr erleben. Nicht nur schönes, nein, auch der Ernst des Lebens meldet sich zu Wort. Mir hat gut gefallen, wie sehr ich mir diese Begebenheiten durch seine Art zu schreiben vorstellen konnte. Zugleich ist es für mich ein eher kurzweiliges Buch, schnell im Gelesenwerden, und irgendwie ebenso schnell vorbei wie der Sommer von Frieder; zugleich aber weniger in der Lage, bei mir ebensolche Spuren zu hinterlassen. Ich hab das Buch gern gelesen, aber das war´s dann halt auch. Im Sommer werde ich daran wohl schon nicht mehr denken. Das lag vielleicht auch daran, dass ich anfangs dachte, es würde "mehr" passieren, wobei ich mit diesem "mehr" nicht zwingend mehr Aktion und Spannung meine, sondern vermutlich eher - ja, mehr gedankliche Spuren vielleicht. Irgendein Paukenschlag. Ich denke, das lag auch an den hier und da eingestreuten Abschnitten im Text, die in der Zukunft von diesem Sommer (also heute) spielen. Diese ließen mich vermuten, dass in diesem besagten Sommer wohl etwas so unwiderruflich besonderes oder eindrückliches geschehen müsste, dass es den Frieder von heute noch so gedanklich beschäftigen würde. Am Ende bleibt einiges offen, was man sich als Leser unweigerlich fragt, der die vier Freunde lesend durch diesen Sommer begleitet hat. Trotzdem hat mir "Der große Sommer" gut gefallen. 


Sonntag, 2. Mai 2021

Blitzlicht und Mai-Bücher

Hallo ihr Lieben!
Einen schönen Sonntag wünsche ich euch. Ich hoffe, ihr macht es euch heute noch mit einem guten Buch gemütlich; bei mir zumindest ist das Wetter herrlich verregnet und bäh - da bietet sich Lesen optimal an ;)

Aktuell lese ich "Die kuriosen Symptome der Liebe" von Colleen Oakley, das bestimmt schon 3 oder 4 Jahre bei mir herumstand, bevor ich es Ende des letzten Jahres in meine #21für2021 Leseliste von ungelesenen Büchern mit aufgenommen habe. Und es ist mal wieder ein typisches Beispiel für "Wieso habe ich das nicht schon viel früher gelesen?!" Ich mag das Buch total, bin schon gespannt, wie es weitergeht. Es ist eine Liebesgeschichte, bisher aber völlig kitschfrei oder übertrieben. Es geht um Jubilee, die mit einer ungewöhnlichen Allergie geboren wurde: eine Allergie gegen Menschen. Sie kann niemanden berühren oder läuft sonst ernsthaft Gefahr, an der Berührung zu sterben. Bisher hat sie das in ihrem Einsiedlerleben nicht weiter gestört, aber jetzt hat sie Eric kennengelernt - naja, und sich irgendwie verliebt...
Bisher eine wirklich schöne, toll geschriebene und kurzweilige Geschichte. Ich tipp hier noch schnell fertig, dann lese ich weiter :D

Ansonsten sind Bücher bei mir in den letzten Tagen irgendwie sehr präsent. Ich habe einige Bücher bestellt, die nach und nach angekommen sind, habe meiner Schwäche für Mängelexemplare mittels einer Bestellung bei Arvelle nachgegeben und hatte Geburtstag, weshalb auch da ein paar neue Bücher eingezogen sind. In den nächsten Tagen mache ich mal ein Foto meiner neuen Bücher und zeige sie euch.
Dann gibt´s ja neue Verlagsvorschauen von verschiedenen Verlagen und ich hab es noch gar nicht geschafft, mir mal irgendeine anzuschauen. 
Und ich habe mal geschaut, welche Bücher jetzt im Mai erscheinen, die mich interessieren. Folgende sind es geworden:



Vorbestellt habe ich schon vor einigen Wochen eine signierte Ausgabe von "Mister Impossible" von Maggie Stiefvater. Irgendwie habe ich mich da mitreißen lassen, wenn ich jetzt so drüber nachdenke. Denn ich brauche weder zwingend die amerikanische/englische Ausgabe sofort, noch brauche ich die signierte (auch wenn´s natürlich nett ist) und obendrein habe ich noch nicht mal Teil 1 dieser Spin-off Reihe um Ronan Lynch, der bei den Raven Boys ja schon eine wichtige Rolle hatte, gelesen. Naja. Was soll´s. Irgendwann in den nächsten Wochen kommt jedenfalls dieses Buch bei mir an. Ich kann´s ja dann mal zeigen.

Vorbestellt ist ebenfalls "Imperator" von Kai Meyer und Lisanne Surborg, das es bereits als Hörbuch-Edition gab, das ist allerdings völlig an mir vorbei gegangen (vermutlich, weil ich keine Hörbücher konsumiere). Alle Episoden wurden nun in Romanform zusammengefügt und "Imperator" ist das Ergebnis. Das hat mich irgendwie neugierig gemacht, es geht um Rom in den 60ern, und außerdem hatte ich mal wieder Lust auf was von Kai Meyer.
Gerade gestern erst entdeckt habe ich "Das Vierzehn-Tage-Date" von René Freund. Es geht um Corona und Quarantäne und Dating in Zeiten von Quarantäne. Ganz ehrlich? Hab ich Lust, noch mehr als ohnehin schon von Corona zu hören und zu lesen? Eigentlich nicht. Nur bei Herrn Freund mache ich da eine Ausnahme, denn seine Bücher und Romanideen mag ich eigentlich immer sehr. Und ich kann mir gut vorstellen, dass diese Geschichte hier auch sehr liebenswert sein wird. Für 160 Seiten finde ich 18 Euro zwar ziemlich happig, muss ich sagen, aber vielleicht überwiegt Ende des Monats einfach meine Neugier.
Auch Herr Musso bringt mal wieder (natürlich!) ein Buch heraus, "Eine Geschichte, die uns verbindet". Es geht offenbar um Romanfiguren, die ein Eigenleben entwickeln, zumindest ist das mein Eindruck vom Lesen der Inhaltsangabe. Aber zugleich denke ich mir, dass Herr Musso doch sowas schonmal geschrieben hat ("Das Papiermädchen"), außerdem nervt mich tatsächlich auch ein bisschen, dass es schon wieder in New York und Paris spielt. Irgendwie immer dasselbe bei ihm. Ich hab ja schon ein paarmal geschrieben, dass ich mit seinen Büchern irgendwie so eine Hassliebe verbinde. Dieses Buch werde ich mir wohl direkt erstmal nicht zulegen, sondern ein paar Stimmen abwarten. Vielleicht wäre ich da wieder viel zu enttäuscht nach dem Lesen.

Und dann noch zwei fantasy-angehauchte Bücher, die mir aber vielleicht ein bisschen zu jugendlich sind, also zumindest für jüngere Leser geschrieben; und ich bin mir nicht sicher, ob ich da gerade so Lust darauf habe. Auch hier warte ich sicher erstmal ein paar Stimmen ab: "All our hidden gifts - Die Macht der Karten" von Caroline O´Donoghue, das wegen der Tarotkarten zwar ganz interessant klingt, aber eben auch sehr Schulmädchen-mäßig. Und "Fluch der sieben Seelen" von Adalyn Grace, das mit Piraten, Seelenmagie und Ungeheuern irgendwie kurios klingt, mich dadurch aber zugleich skeptisch macht. Mal sehen.

Soweit erstmal dazu. Gibt es Mai-Bücher, auf die ihr schon wartet oder die ihr gar schon vorbestellt habt? Habt einen schönen Sonntag!
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