Sonntag, 28. Februar 2021
Hallo März!
Freitag, 12. Februar 2021
"Der Zwillingscode" - Margit Ruile
Loewe Verlag, 2021
14,95 Euro
HIER geht´s zum Buch (Verlagsseite)
Worum geht´s?
Meine Meinung:
Margit Ruile beschäftigt sich in "Der Zwillingscode" mit der Frage, was passiert, wenn unsere schöne digitale Welt zu eigenmächtig, zu selbstständig wird und langsam die Kontrolle über den Menschen übernimmt. Mir hat die Geschichte gut gefallen und mich einige Stunden lang ziemlich an ihre Seiten gefesselt. Geschrieben ist das Buch für Jugendliche und junge Erwachsene, aber auch über diese Altersgruppe hinaus hat man als Leser ein spannendes und unterhaltsames Buch vor der Nase.
Ich mochte Vincent und seine Art, ich mochte, dass er trotz seines schlechten sozialen Standes nicht zum Mitleid oder zum Verdruss neigte. Ich mochte den lockeren und zugleich neugierig machenden Einstieg in die Geschichte, den Frau Ruile gewählt hat. Im Prinzip wirft sie einem am Anfang erstmal nur kleine Bröckchen zu, aber so geschickt und gut gewählt, dass man als Leser weiterlesen will - und muss. Die Geschichte baut sich zunehmend auf, ohne allzu sehr in die Tiefe zu gehen - das kann man vielleicht als kleinen Nachteil empfinden, weil ich persönlich schon glaube, dass hier und da mehr Erklärungen und Verdeutlichungen gut gepasst hätten. Das ganze Setting, die Geschehnisse hätten sicher das Zeug zu "mehr" gehabt. Zugleich braucht es dieses "mehr" aber auch gar nicht immer. Wo andere Autoren ihre Geschichte so auf zwei oder gar drei Bände ausweiten und manchmal unnötig aufbauschen, schafft es Frau Ruile, ihre Story in gut 300 Seiten rund und stimmig sein zu lassen.
Zumindest größtenteils. Für mich bleiben am Ende nämlich durchaus einige Fragen bzw. Gedankengänge offen. Zum einen hätte ich mir mehr Einsicht in diese ganze Simulations-Sache gewünscht; tatsächlich ist mir nach dem Lesen gar nicht ganz klar, ob es sich hierbei um eine Art digitale Parallelwelt handelt, die "wie selbstverständlich" in der Zukunft neben unserer realen existiert, oder ob es als eine Art digital erstellte Zwillingswelt zu unserer realen Welt (wie ein Computerspiel) zu verstehen ist, die man bewusst und mit Absicht betreten kann. Hier hätte Frau Ruile gut und gern etwas mehr erklären können.
Zum anderen frage ich mich, ob es eine Fortsetzung geben wird, weil in meinen Augen manches nicht abschließend geklärt wird; insbesondere, wofür denn z.B. dieses ominöse Sozialpunktesystem überhaupt jemals eingeführt wurde. Mit welchem Zweck? Und warum wurde es offenbar ohne Weiteres akzeptiert in der Gesellschaft? Ist das realistisch, dass sich Menschen derart in ein Schubladensystem pressen lassen - zu ihrem eigenen Nachteil?
Fazit: "Der Zwillingscode" bietet gute und spannende Unterhaltung für all jene, die sich für digitale Welten erwärmen und begeistern können, aber gern auch mal einen Gedanken an die Möglichkeit verwenden wollen, was passiert, wenn diese plötzlich ein Eigenleben entwickeln.
Dankeschön an den Loewe Verlag und Frau Weber von Literaturtest!
Freitag, 5. Februar 2021
Freitagsgedanken: Voll im Märchenfieber
Uuuaaaaahhhh, bin ich müde! Ich sitze hier vorm Laptop mit dem Ziel "Homeoffice", d.h. für mich, ich muss einen Therapieantrag schreiben und generell ein bisschen Vor- und Nachbereitung für Therapiesitzungen machen. Das ist zumindest das Ziel. Die Realität sieht so aus: eben habe ich erstmal mein Email-Postfach ausgemüllt, dann kurz Facebook besucht (obwohl ich da eigentlich schon seit Monaten nicht mehr wirklich bin), dann habe ich geguckt, ob es bei anderen Blogs was neues gibt, dann habe ich zumindest schon einmal die Datei mit dem Therapieantrag geöffnet (hey!), jetzt gähne ich mir hier eins und lasse mich gerade gern von meinem Hund ablenken. Achso, ja, und jetzt schreibe ich hier ja auch gerade noch den Blogpost.
Eigentlich bin ich sonst ganz gut im Zuhause-arbeiten und auch selbstständig arbeiten, irgendwie habe ich auf die Art und Weise ja immerhin auch die Doktorarbeit gewuppt. Allerdings bin ich leider nicht so diszipliniert und zeiteffektiv, wie manche es vermutlich sind (und sein müssen). Ich bummel immer gern mal rum, besuche zig andere Seiten online, mache hier mal 10 Minuten was, dann erst 2 Stunden später wieder. Ich habe allerdings auch wenig(er) mit Zoom-Meetings, Onlinesitzungen, Face-to-Face-Calls und was es da nicht alles gibt, zu tun, das muss ich ehrlicherweise dazu sagen. Wenn ich da viele Termine am Tag hätte, dann würde mein Arbeitstag vermutlich auch anders aussehen.
Erschwert wird dieses Homeoffice-Ding (in meinen Augen) ja auch noch dann, wenn man gedanklich immer wieder zu einem Buch abschweift, das man gerade liest. Und dann so ein Gedanke kommt "Könntest ja auch einfach jetzt weiterlesen.". Ich befinde mich momentan in einer guten Lesephase; ich hab richtig Bock auf Lesen, könnte in viele Bücher gleichzeitig reinschnuppern und gucken, was mich erwartet, habe total Lust, mich in Geschichten zu verlieren. Deswegen nutze ich gerade auch viel freie Zeit zum Lesen.
Jedenfalls bin ich leider ziemlich angefixt von dieser Buchreihe, musste mir dann nach dem Auslesen von Teil 1 (leider leider) auch gleich die anderen Bände besorgen und habe mich jetzt durch die ersten drei gelesen. Gestern abend habe ich mit Teil 4 begonnen und damit bin ich jetzt auf der Zielgeraden zum Happy End - zumindest hoffe ich doch stark, dass es eins gibt. Könnte mir aber vorstellen, dass hier noch einiges gewaltig schief geht; immerhin ist der vierte auch der dickste aller vier Bände. (Jippie!)
Insofern steht mir ein Lese-Wochenende bevor und ich find´s gut. Hier soll´s sowieso wieder alles zuschneien. Passt also.
Macht´s euch ebenso schön, ob mit oder ohne Buch.



