Mittwoch, 6. November 2019

Fünf Fragen am Fünften - November

Ihr Lieben, es ist November! Ist das nicht herrlich? Endlich Herbst mit allem Drum und Dran, endlich nicht mehr so warm, endlich ist dann auch die Vorweihnachtszeit ganz laaaangsam wieder in Sicht. (Ich liebe ja Weihnachten und freue mich schon im Mai jeden Jahres darauf!)
Ich würde ja am allerliebsten schon jetzt das ganze Weihnachtsprogramm mit Basteln, Backen, Geschenke suchen/kaufen/einpacken durchziehen, aber tatsächlich ist das doch noch etwas früh (was soll ich sonst noch im Dezember machen?!) und momentan bin ich dank einiger medizinischer Problemchen mit meiner rechten Hand auch etwas gehandicapt (im wahrsten Sinne des Wortes) und kann gar nicht so Rumwerkeln, wie ich gern möchte. 
Tippen geht aber, also mach ich doch das. "Fünf Fragen am Fünften", auch diesen Monat gestellt von luziapimpinella


1. Was hast du in letzter Zeit gebraucht gekauft? Flohmarkt, Second Hand und Vintage Krams ... ist das ein Thema für dich?
Hm, nein, eigentlich ist das kein wirkliches Thema für mich. Ich weiß, es wäre wünschenswerter und sinnvoller, auch gebrauchte Sachen nochmal zu verwenden und ihnen noch(mal) einen Sinn zu verleihen, aber tatsächlich tue ich mich mit gebrauchten Sachen schwer. Zumindest dann, wenn ich wirklich nicht weiß, von wem sie kommen. Das betrifft vor allem Kleidung oder eher persönliche Dinge, aber auch Bücher. Ich habe beim Kauf von gebrauchten Büchern leider schon sehr schlechte (und eklige) Erfahrungen gemacht, daher schrecke ich da meistens vor zurück. Bücher kaufe ich dann lieber als Mängelexemplare, die vielleicht hier und da eine kleine Schramme oder geknickte Ecke haben - dafür aber ansonsten echt eben noch "neu" sind. Auch sonst kaufe ich mir eigentlich fast gar nichts gebraucht, und in letzter Zeit schon gar nicht. Ich habe mir mal in Dänemark ein Bild gekauft, das jemand vorher in seiner Wohnung hängen hatte (riecht leider heute noch ein bisschen nach Rauch), und auch Vintage Ohrringe aus den 60ern, die etwas überarbeitet und aufpoliert wurden, habe ich mir mal gegönnt (weil sie echt scharf aussahen!). Aber sonst werden Second Hand und ich keine Freunde mehr, befürchte ich.

2. Welches Gericht würdest du am liebsten jeden Tag essen? Gibt es etwas, das du ständig und immer wieder essen kannst, ohne dass es dir jemals zum Hals raushängen würde?
Also wirklich jeden jeden jeden Tag nicht, aber ich bin ziemlicher Pasta-Freund und würde nicht nein sagen, wenn mir häufig Nudeln auf dem Teller angeboten werden würden. Davon habe ich (fast) nie die Nase voll, zumal die sich ja auch so schön abwandeln lassen. Mal als Spaghetti Bolognese, mal mit Pesto, mal angebraten mit Ei und Maggi... Gibt ja tausend Varianten, Nudeln zuzubereiten, und vermutlich sind die mir daher auch noch nie langweilig geworden. Außerdem sind die vergleichsweise einfach herzustellen (ins Wasser, kochen und fertig) und übersteigen somit auch meine dürftigen Kochkünste nicht ;)

3. Ist irgendwann mal deine größte Befürchtung eingetreten? Oder blieben die meisten nur ein Kopfkino?
Oha. Ich habe gar keine "größte Befürchtung", befürchte ich... :D Nein, tatsächlich würde mir jetzt kein Gedanke einfallen, den ich schon lange als schlimme Möglichkeit mit mir herumgetragen und der sich irgendwann bewahrheitet hätte. Gott sei Dank. Ich bin glücklicherweise relativ immun, wenn es darum geht, kurze spontane Gedanken aufzubauschen und sie als unabänderliche Wahrheiten anzusehen. Dieses "Aus einer Mücke einen Elefanten machen" lag mir persönlich noch nie, ich glaube, dafür bin ich nicht gemacht. Ich weiß lieber, woran ich bin. Und letztlich liegt das vermutlich auch an meinem Job als Psychologin (und Psychotherapeutin in the making), sodass ich schon aus beruflich-fachlicher Sicht natürlich ein gutes Vorbild sein und den Leuten zeigen sollte, dass nicht jeder negative Gedanke, der einem so durch den Kopf schießt, wahr und unveränderlich sein muss. 

4. Würdest du gern in einem anderen Land leben? Denkst du manchmal übers Auswandern nach?
Nein und nein. Ich würde wahnsinnig gern mehr von der Welt sehen, Länder besuchen und sehen, was es noch alles auf der Erde zu entdecken gibt. Aber mit Betonung auf "besuchen". Ich habe bisher noch nicht allzu viel von der Erde gesehen, zugegeben, aber ich habe auch noch keinen Ort gefunden (oder von ihm gelesen/gehört usw.), bei dem ich mir hätte vorstellen können, dort für immer und ewig zu leben. Ich lebe eigentlich ganz gern in Deutschland und denke schon, dass man hier ein sehr privilegiertes Leben haben kann - verglichen mit vielen anderen Ecken der Welt. Klar gibt´s auch schönere Gegenden oder Landstriche, oder eben Länder, bei denen man das Gefühl hat, da läuft´s mit der Gesellschaft, mit der Demokratie und dem friedlichen Zusammenleben, mit der Zufriedenheit der Menschen irgendwie auch besser - ich meine, nicht umsonst gelten doch die Menschen in Skandinavien immer wieder als die glücklichsten Menschen der Welt. Aber ich habe bisher nie solche "Aussteiger"-Fantasien oder Gedanken an "Auswandern und irgendwo neu anfangen" gehabt, und auch solche Illusionen wie "ich mach auf ner kleinen Südsee-Insel eine Beachbar auf", wie sie tatsächlich manche Personen haben, sind für mich nichts anderes als eben das: Illusionen. 

5. Welches Musikinstrument würdest du gern spielen? Oder anders gefragt - welches spielst du?
Ach ja, die Musikinstrumente. Es gibt da so einen herrlichen Spruch: "Ich kann herzzerreißend gut Triangel spielen" - und in diese Sparte müsste ich mich wohl einsortieren. Ich liebe Musik, ich höre eigentlich ständig irgendwas, ich geh gern auf Konzerte und himmele dort heimlich mal mehr oder weniger die Musiker angesichts ihrer Leistung an, ich würde sogar glatt behaupten: ohne Musik könnte ich nicht sein. Aber ich bin leider völlig unmusikalisch, wenn es darum geht, selbst etwas zu spielen und beherrsche daher auch absolut kein Musikinstrument - habe es aber wiederum auch nie mal ausprobiert. Ich habe den Musikunterricht in der Schule GEHASST und ihn, sobald ich das in der Oberstufe konnte, abgewählt. Dieses Notenlesen war für mich bis zum Ende ein Buch mit mindestens 5 Siegeln und der größte Graus war es, vor der ganzen Klasse die korrekte Note zum Einstimmen vorm Singen auf der Tastatur anstimmen zu müssen, was wir regelmäßig tun mussten. Ich stand immer vor dieser Klaviertastatur und dachte mir "Häää? Welche muss ich drücken, welche muss ich drücken???", nur um dann in leichte Panik zu verfallen und dann erst recht krumm und schief zu singen.
Was eigentlich schade ist, denn gerade Klavier finde ich ein unglaublich schönes Instrument und würde es eigentlich gern spielen können. Meine Großeltern hatten früher ein Klavier in ihrem Haus, so ein großes wuchtiges altes Ding, immer herrlich verstimmt und manche Tasten gaben auch gar keinen Ton von sich, wenn man sie drückte. Aber darauf konnte ich früher "Alle meine Entchen" spielen, immerhin. Für mehr hat es nicht gereicht - weder meine Leistung noch meine Geduld... :D

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