Freitag, 19. Juni 2020

Traurige Freitagsgedanken

Mein Freitag startete ganz nett, bis zum Mittag hatte ich tatsächlich sogar schon eine handvoll Seiten in einem meiner zahlreichen begonnenen Bücher gelesen (hey!) - aber dann teilte mir meine Schwester mit, was ich daraufhin auch online mehrfach lesen musste.

Carlos Ruiz Zafón ist gestorben.

Und das bricht mir ein bisschen das Herz, das muss ich ganz ehrlich sagen. Der Herr Zafón hat wunderbare Bücher geschrieben. "Der Schatten des Windes" hat mich so nachhaltig beeindruckt und bewegt, als ich das vor vielen Jahren das erste Mal las. Mittlerweile habe ich es bestimmt 8 Mal gelesen. Auch die Nachfolgebände in dieser Barcelona-Reihe ("Das Spiel des Engels", "Der Gefangene des Himmels", "Das Labyrinth der Lichter") haben mir gut gefallen - sind bei mir aber letztlich nicht an diesen Wow-Effekt des ersten Buches herangekommen. Auch seine anderen Bücher (in Deutschland teilweise später erschienen, aber von ihm eigentlich schon früher geschrieben) habe ich durchgesuchtet. "Der Schatten des Windes" gehört bis heute zu meinen Lieblingsbüchern und jedem, der gern Romane liest, empfehle ich dieses Buch.
Ich habe mir immer gewünscht, mal zu einer seiner Lesungen zu gehen. Vor drei Jahren (glaube ich) war ich auch kurz davor, aber dann ist mir "leider" der Beginn eines neuen Jobs dazwischen gekommen, wegen dem ich nicht gleich in der ersten Arbeitswoche hätte frei nehmen können. Dadurch fand die Lesung ohne mich statt. Heute, wo ich diese traurige Nachricht gehört habe, bereue ich das noch mehr als ohnehin schon. Carlos Ruiz Zafón gehörte zu den Autoren, die ich wirklich wirklich richtig gern mal live und in echt gehört und gesehen hätte. Einfach, um ihn zu erleben. Um mal mitzukriegen, wie er so ist. Wie er redet und denkt. So sehr viele Autoren, von denen ich das gern mal erleben möchte, habe ich tatsächlich nicht. Aber er gehörte dazu. 
Das wird nun leider nicht mehr passieren. Die Chance habe ich verpasst. Und die Literaturwelt hat mit ihm einen unglaublich tollen Romanschreiber verloren. Das ist so schade, dass ich wirklich ziemlich den Tränen nahe bin, seit ich das gehört habe. Ich hab mich immer auf neue Bücher von ihm gefreut. 

Bleibt nur, seine alten Romane noch einmal zu lesen. Sie nochmal lesend zu erleben.


0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Für die erforderliche Zuordnung des Kommentars werden personenbezogene Daten gespeichert (z.B. Name, E-Mail und IP-Adresse). Durch das Absenden des Kommentars erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen dazu erhalten Sie in der Datenschutzerklärung des Blogs sowie in der Datenschutzerklärung von Google.

Powered by Blogger.

© i am bookish, AllRightsReserved.

Designed by ScreenWritersArena