Freitag, 21. Oktober 2022

Freitagsgedanken

Hallo liebe Leute!
Da bin ich mal wieder aus der Versenkung aufgetaucht. Irgendwie sind der Blog und ich hier nicht mehr so dicke miteinander. Ich nehm mir immer wieder vor, mehr zu schreiben, mehr zu posten, Fotos zu machen und diese hochzuladen... und dann - nix. Mir fehlt meistens die Lust und Motivation für den Aufwand, manchmal auch die Zeit, meistens eine Mischung aus beidem. Ich kann besseres mit meiner Zeit anfangen, denk ich mir dann immer, und das ist natürlich eigentlich kein gutes Zeichen für diesen Blog. Tatsächlich schummelt sich hier und da auch der Gedanke ans Aufhören dazwischen, dieses "vielleicht lass ich es einfach", aber so richtig dazu durchringen kann ich mich halt auch nicht. Ist ja immerhin schon eine ganze Weile, dass ich diesen Blog hier habe (12 Jahre!!! WHAT?!?!), da kann ich das gefühlt nicht so einfach einstampfen. Außerdem bin ich fest davon überzeugt, dass ich, kaum dass ich beschlossen hätte, den Blog aufzugeben, keine zwei Wochen später plötzlich total Bock darauf hätte, was zu einem Buch zu schreiben oder ein tolles neues Buch zu zeigen. Ich bin da manchmal sehr wankelmütig :D

Jedenfalls ist es tatsächlich schon wieder Herbst geworden, wie schräg. Das ging diesmal so fließend ineinander über, eben war´s noch warm und am nächsten Tag waren die Blätter an den Bäumen alle schon gelb und rot, oder? Ich mag´s jedenfalls, ich liebe Herbst, ich mag den Oktober und alles Drum und Dran. Zu Halloween werd´ ich mir was gruseliges aus dem Bücherregal schnappen und bald darauf wird es dann schon Zeit, sich mal was weihnachtliches zu Gemüte zu führen. (Herrliche Jahreszeit!)

Leider komme ich gerade nicht so viel zum Lesen wie erhofft, weil ich im Gegenteil nämlich momentan eher viel schreiben muss. Leider nichts "nettes", sondern Fallberichte im Rahmen meiner Psychotherapie-Weiterbildung, die sich nun ENDLICH ihrem definitiven Ende neigt. Kaum zu glauben, aber ich hab alles geschafft, alles beisammen und paletti erfüllt - krass! Wer mich persönlich kennt, weiß, dass ich mir gerade die Anfangszeit dieser vermaledeiten Weiterbildung nicht leicht gemacht habe und mehrere Male kurz davor war, doch alles einfach sein zu lassen. Und nun hab ich aber doch alle Weiterbildungs-Bausteine erledigt, Wahnsinn! Nun ja, alles bis auf die letzten Fallberichte, und an denen sitze ich gerade jeden Tag. Unglaublich nervig, aber muss halt sein. Im Frühjahr heißt es dann Lernen, dann gibt´s die beiden Abschlussprüfungen, die schriftliche und die mündliche. Und. Dann. War´s. Das! Schräg.
Ich könnte mich noch lange darüber auslassen, aber da sich vermutlich die wenigstens von euch mit dem ganzen Psychotherapie-Krams auskennen, will ich niemanden langweilen.

Daher lieber wieder zum Thema Bücher. Aktuell lese ich "Zehn Jahre du und ich", was romantisches, was ich (ungefragt) als Leseexemplar zugeschickt bekommen habe. Ist aber ok, weil´s ganz nett ist. Gerade durch habe ich "Rosehill" von Susanna Kearsley, das ich vor Jahren schon einmal gelesen hatte, mich aber kaum noch daran erinnern konnte. Was danach kommt, weiß ich gerade noch gar nicht genau, vielleicht mal ein Krimi. Oder eben was gruseliges zu Halloween. Oder doch ein bisschen Magie...? 

Was lest ihr denn gerade schönes? Könnt ihr was empfehlen?


Samstag, 3. September 2022

Neue Bücher im September

Eben habe ich mal einen Blick auf meine Neuerscheinungs-Liste geworfen. Bücher- und Verlagsmäßig bin ich seit einiger Zeit überhaupt nicht mehr auf dem Laufenden, ich habe z.B. schon seit Ewigkeiten keine Verlagsvorschauen mehr durchgesehen. Eigentlich ist mir das meistens auch gar nicht so wichtig, denn die wesentlichsten Neuerscheinungen bekommt man ja trotzdem irgendwie mit, durch Werbung, durch Instagram, durch andere Blogger oder einfach, indem man sich im Laden mal umschaut. Aber dadurch verpasst man eben doch hier und da auch mal eine tolle Neuerscheinung, die nicht so gehypt wird. (Nicht zu vergessen, dass auch die ganzen Backlist Titel ja ziemlich gut sein können.) Meine Neuerscheinungsliste ist daher schon längere Zeit nicht mehr richtig aktualisiert worden. Aber offenbar habe ich trotzdem genug mitbekommen, um zu sehen, dass der September ein ziemlich toller Monat für Neuerscheinungen wird! Soviele neue gute Bücher, auf die ich mich freue!!




Allen voran der sechste Teil der Cormoran Strike-Reihe von Robert Galbraith (= J.K. Rowling). Ich habe echt gar nicht gewusst, dass da schon das nächste Buch in den Startlöchern steht. Aber neulich meinte meine Mutter zu mir, sie hätte sich ja das neue Buch von Frau Rowling schon vorbestellt. Und ich dachte mir so, Hä, welches neue Buch? - bis ich es dann online auch gesehen habe. Ich freu mich total drauf, ich mag die Bücher um Strike und Robin sehr. Und als hätte ich es irgendwie geahnt, habe ich zufälligerweise im September einige Tage frei - wenn das nicht nach freier Lesezeit schreit!! :D

Andere neue Bücher, auf die ich ein Auge geworfen habe, sind z.B. "Paradox Hotel" von Rob Hart, das herrlich Science-Fiction-mäßig klingt. Es geht scheinbar um Zeitreisen, um das Zeit-Paradoxon, das dabei unweigerlich entsteht, und ein kurioses Hotel. "Verlorene der Zeiten" ist bereits gestern bei mir eingetroffen. Davon habe ich schon vor einigen Monaten gehört, als viele online von der englischen Ausgabe geschwärmt haben. Wenn ich es richtig verstehe, geht es wohl auch um Zeitreisen, bin mir aber nicht sicher, ob "wirklich", oder eher auf so einer philosophischen Ebene. Mal sehen. Das Büchlein ist recht schmal, hat nicht mal 200 Seiten, aber das muss ja nichts heißen. 

Mit "Scarlett & Browne: Die Berüchtigten" erscheint der zweite Teil der neuen Buchreihe von Jonathan Stroud. Teil 1, "Die Outlaws", habe ich erst vor ein paar Wochen ausgelesen. Ich liebe ja die "Lockwood & Co." Reihe von Stroud heiß und innig, und daher tut es mir eigentlich ziemlich Leid zu sagen, dass die "Scarlett & Browne"-Reihe in meinen Augen da nicht annähernd ran reicht. Die Ideen, die er verarbeitet hat, sind auch hier echt gut und spannend gewählt, das Setting ist trotz allen Charmes, der hier mitschwingt, eindeutig post-apokalyptisch und gerade deswegen gibt es nach Band 1 noch viele offene Fragen, die mich neugierig machen. Ich werde diese Reihe daher auf jeden Fall weiter lesen. Aber einen solchen Sonderplatz in meinem Herzen wie "Lockwood & Co." wird sie wohl nicht einnehmen.
Ursula Poznanski bringt im September ein neues Buch heraus, "Stille blutet", das der Auftakt einer neuen Kriminalreihe ist. Die Inhaltsangabe klingt gut, daher behalte ich das Buch mal im Auge. Bei ihren Jugendbüchern gab es ein paar, die ich nicht ganz so toll fand oder sogar nach wenigen Seiten abgebrochen habe. "Shelter" habe ich noch gar nicht gelesen, das steht bisher ungelesen in meinem Regal. Mal sehen, ob dieses Buch für eher ältere Leser wieder mehr meins ist.

Neugierig macht mich auch "The Atlas Six" von Olivie Blake, für das aber auch kräftig die Werbetrommel in den sozialen Medien gerührt wurde. Schlagworte: "Geheimnisse, Verrat, Verführung - ein Dark-Academia-Roman mit jeder Menge Magie." Dass "Dark Academia" mittlerweile eine Art eigenes Genre darstellt, war mir bis vor Kurzem gar nicht bewusst, aber offenbar erleben Bücher, die in mysteriösen abgeschiedenen Elite-Schulen/Colleges/was auch immer spielen, gerade einen ziemlichen Hype. Sowas macht mich ja dann gern immer erstmal ein bisschen skeptisch, aber vielleicht ist es ja wirklich gut. Ich werde mal in die Leseprobe reinschauen und ein paar Bewertungen abwarten. 

Gibt es Bücher, die ihr im September sehnsüchtig erwartet?



Samstag, 27. August 2022

Update (oder eher Abschluss) Dicke-Bücher-Camp

Ja gut, der August ist noch gar nicht vorbei, ich weiß. Ich könnte noch ganze 4 Tage richtig ranklotzen und meine Lesestatistik für die beiden letzten Monate verbessern. Zugleich weiß ich, dass ich das nicht könnte. Lesen unter der Woche klappt bei mir seit einigen Wochen gar nicht mehr gut; irgendwie fehlt mir immer die Zeit oder die Ruhe. Selbst im Zug habe ich nach einem entsprechend anstrengenden Tag zur Zeit gar keine Lust, dann noch etwas zu lesen. Da setz ich mir lieber die Kopfhörer auf und hör was gutes. 

Insofern könnte ich heute und morgen noch lesen, das werde ich auch tun, aber nicht Bücher fürs "Dicke Bücher Camp". In meinem letzten Post unter diesem hier (Gott, habe ich in der ganzen Zwischenzeit gar nichts gepostet?! :o) hatte ich euch ja die Bücher gezeigt, die ich mir dieses Mal rausgesucht hatte.

Nun, das Fazit nach diesen zwei Monaten voller dicker Bücher sieht bei eher ernüchternd aus. Ich habe "Violas Versteck" von Marc Raabe gelesen und habe eigentlich auch noch vor, dazu noch ein paar Sätze zu schreiben. In die anderen drei Bücher auf dem Foto habe ich natürlich reingelesen, ganz gewissenhaft. Ich habe allen drei Büchern eine Chance gegeben, ganz objektiv, habe von jedem gute 70 Seiten oder sogar noch mehr gelesen. Und dann ernüchtert festgestellt, dass mich irgendwie keins der drei vom Hocker hauen konnte.

Am längsten "ausgehalten" habe ich bei "Die Stadt aus Messing" von S.A. Chakraborty, das ich anfangs wirklich noch ziemlich interessant fand. Aber nach und nach habe ich gemerkt, dass ich für Stories über Dschinns und irgendwelche ähnlichen Wesen wohl nicht offen genug bin. Außerdem hab ich vieles nicht verstanden, mir haben hier immer wieder Erklärungen gefehlt, welches Völkchen von Wesen jetzt was ist, warum die einen so heißen und was sie auszeichnet im Gegensatz zu den anderen. Ich kann´s jetzt schon gar nicht mehr wiedergeben, das hab ich alles wieder aus meinem Kopf gelöscht (der ist zur Zeit eh viel zu voll mit vielen Dingen), und das Buch irgendwo vergraben, daher kann ich gerade auch nicht nochmal nachschauen. Ich wurde verwirrter mit zunehmendem Lesen, habe irgendwann nur noch quergelesen, alle paar Seiten mal einen Absatz. Dadurch habe ich den wesentlichen roten Faden schon noch verfolgt und am Ende festgestellt, dass es mich echt nicht ausreichend interessiert hätte, das ganze Buch zu lesen. Nicht mein Fall und in die Fortsetzungen brauch ich auch nicht mehr reinschauen.

Ich weiß, dass "Der Name des Windes" viele Fans hat; letztlich hat mich das ja neugierig drauf gemacht. Auch hier habe ich gute 70/80 Seiten gelesen, kam aber irgendwann nicht umhin, festzustellen, dass es doch irgendwie arg langweilig ist. Es passiert gar nichts, zumindest nichts, was mich direkt so fesseln würde, dass ich voller Überzeugung sage, "Hey, da will ich aber wissen, was weiter passiert". Das spannendste war noch die Sache mit diesen Spinnenartigen Wesen, aber das war auch nur ein Absatz und dann schon wieder vorbei. Und dann nur so nebenbei: Der Held heißt Kvothe, möchte aber (aus Gründen, die ich noch nicht erlesen habe) gern unerkannt bleiben und ein neues Leben leben und nennt sich deshalb... ähm, nun ja, Kote. Äh... okay? Der Einfallsreichtum schreit einem hier nicht gerade ins Gesicht. Keine Ahnung, vielleicht war das Buch einfach gerade nicht das richtige für mich. Vielleicht lese ich in ein paar Wochen oder Monaten nochmal rein. Denn die ganzen positiven Bewertungen kommen ja nicht von ungefähr, irgendeinen Reiz muss das Buch ja haben.

Schließlich noch "Die Lügen des Locke Lamora", das mich ein bisschen an "Das Gold der Krähen" von Leigh Bardugo erinnert, streng genommen aber zuerst da war. Ich fand den Anfang ganz ok, auch nicht übermäßig fesselnd, aber ich kann mir schon vorstellen, dass ich hier mal weiterlesen werde. Die Erzählweise ist eher etwas ausufernd und gemächlich, daher muss man halt wirklich auch Zeit und Geduld mitbringen. Davon hatte ich zuletzt scheinbar einfach nicht genug. Daher liegt auch dieses Buch vorerst pausiert bei mir herum.

Stattdessen habe ich mich in "American Crown" von Katharine McGee festgelesen, von der ich die "The Thousandth Floor" Bücher total mochte. Mit "American Crown" gibt es eine neue Buchreihe von ihr, und den ersten Teil hatte ich schnell durch. Da der 490 Seiten umfasste, rechne ich mir den einfach mal mit für das "Dicke Bücher Camp" an. Anfangs dachte ich noch, wie daneben vom Verlag, hier schon aufs Cover den fettesten Spoiler ever aufzudrucken, nämlich dort schon das Pärchen aufzulisten, um das es hier im ersten Teil gehen würde ("Beatrice und Theodore"), aber letztlich kommt alles ganz anders, da sind noch einige Überraschungen zu erwarten. Wie in ihrer ersten Buchreihe, die im Deutschen unter "Beautiful Liars" erschienen ist, die hat mich auch immer wieder überrascht. 


Ja, und das war´s dann auch schon. Mehr dicke Bücher hat es bei mir in den letzten Wochen nicht gegeben, ich habe mir tatsächlich lieber ab und zu schmalere Exemplare geschnappt. Und die dann aber auch nicht fertig gelesen... 


Sonntag, 3. Juli 2022

Das "Dicke Bücher Camp" hat wieder aufgemacht

Juli und August - erfahrungsgemäß die Monate, die ich am wenigsten mag, denn sie sind mir einfach zu warm und sonnig. Ich hab nichts gegen Sonne, aber ich funktioniere bei Temperaturen oberhalb von 24° nicht mehr richtig. In solchen Monaten kann man daher meistens nicht sehr viel mehr machen, als sich irgendwo in den Schatten zu hauen - und zu lesen. Trifft sich gut.
Vor - ich glaube - mittlerweile 4 Jahren hat Marina (@nordbreze) auf Instagram das "Dicke Bücher Camp" ausgerufen, was nichts anderes heißt, als dass alle Interessierten, die mitmachen möchten, sich in den beiden Monaten vor allem den dicken Büchern in ihren Regalen zuwenden sollen, also jenen mit mehr als 500 Seiten. Ich mache auch dieses Jahr wieder mit, weil mich diese vier Bücher hier ohnehin in den letzten Wochen schon sehr angelächelt haben und warten, dass sie endlich mal gelesen werden. Fürs erste habe ich zwar auch noch andere, bereits angefangene - und vor allem schmalere - Bücher hier liegen, die ich auch in der nächsten Zeit lesen möchte, z.B. "Vicious" von V.E. Schwab. Aber ich werde in diese vier dicken Vertreter hier definitiv auch mal reinlesen.
Macht doch auch mit, ob nun bei Instagram oder einfach so! :)




 

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