Samstag, 31. Dezember 2022

Silvesterlesen bei Neyasha

14:30 Uhr
Leute, es ist Silvester - eigentlich kaum zu glauben, dass das Jahr tatsächlich schon vorbei ist... Dass ich damit kein Problem habe und durchaus hoffnungsvoll und optimistisch(er) ins neue Jahr gucke, habe ich euch gestern schon kurz erzählt. Kann alles nur besser werden, ist meine aktuelle Devise.



Neyasha macht wie letztes Jahr auch ihr Silvesterlesen ab 14 Uhr, für alle jene, die Silvester nicht nur mit Party und Böllern, sondern eher ein bisschen ruhiger und mit ihrer Lieblingsbeschäftigung verbringen wollen. Ich werde nachher keine wirkliche Zeit mehr dafür haben, weil heute Abend noch Raclette in etwas größerer Runde geplant ist, aber heute Nachmittag mache ich eh noch nichts anderes und habe bereits jetzt ein Buch vor der Nase, aktuell ist es "Whispering Fields" von Thomas Finn - also hab ich mir kurzerhand gedacht, schließe ich mich Neyashas Silvesterlesen an. Zumindest für kurze Zeit. So ein gemeinsames Bloglesen habe ich schon längere Zeit nicht mehr gemacht.
Neben "Whispering Fields" lese ich aktuell noch einmal "Wen der Rabe ruft" von Maggie Stiefvater. Irgendwie hatte ich zuletzt richtig Lust auf einen Reread und kann mich auch an manches aus der Buchreihe nicht mehr richtig erinnern. Passt also gut, die Bücher nochmal zu lesen. Irgendwann danach möchte ich mir nämlich auch ihre Sequel-"Träumer-Reihe" um Ronan vornehmen.
Jetzt geht's aber erstmal weiter mit "Whispering Fields". Es geht um Kornkreise, um Hexenwerk und mysteriöse Begebenheiten in der Lausitz. Mir war nach was geheimnisvollem, mysteriösen zum Ende des Jahres, da passt das ganz gut. Ein bisschen schade finde ich nur, dass sich Herr Finn leider eher schlecht als recht an der sächsischen Mundart versucht (nix für ungut, aber das kann nun mal nicht jeder...). Außerdem frage ich mich, warum er so plakativ jedes weitere Klischee über die Sachsen oder Ostdeutschen allgemein bemühen muss - ich meine, nicht jeder hier in Ostdeutschland heißt Sindy, Kevin oder Ronny. In seinem Buch heißen die Personen aber nun wirklich genau so. Also echt... Ansonsten ist die Story bisher aber ganz gut und wirklich auch ein bisschen gruselig gemacht, auch wenn ich den Catcher "Horror -Thriller" auf dem Cover vielleicht etwas zu reißerisch finde...


Freitag, 30. Dezember 2022

Freitagsgedanken: Tschüss 2022

2022 war nicht mein Jahr. Gar nicht. Heute, einen Tag vorm letzten Tag dieses Jahres sitze ich hier und kann als Zusammenfassung wirklich nur das sagen. Das war ein Jahr, in dem viel schief gegangen ist, manches nicht geklappt hat, es traurige Verluste gab, die heute noch schmerzen, in dem sich Pläne nicht verwirklicht haben, in dem Hoffnungen wie Seifenblasen zerplatzt sind. 

Es gab auch Neuanfänge. So habe ich einen neuen Job angefangen, der mich an den meisten Tagen zufrieden nach Hause fahren lässt. Nach dem sehr traurigen Abschied meiner Hündin nach fast 11 Jahren ist später in diesem Jahr dann eine neue Vierbeinerin eingezogen, die gut für Ablenkung und neue Freude sorgt, den eigentlichen Schmerz über den Verlust aber natürlich auch nicht ganz wegnehmen kann. Trotzdem sind die Tage mit ihr schön und aufregend und anstrengend, und sie ist ein Herzchen mit ihren fluseligen Ohren...


Über 2022 will ich gar nicht viele weitere Worte verlieren. Es war ein Mist-Jahr und es wird Zeit, dass es vorbeigeht. Ich bin kein Typ für Vorsätze und große Pläne, aber 2023 kann in der Hinsicht nur besser werden. Die ersten Monate 2023 stehen für mich jedoch erstmal im Zeichen von Lernen und Ausarbeiten, weil ich im Frühjahr meine Approbationsprüfung zur Zulassung als Psychologische Psychotherapeutin haben werde. Dann habe ich dieses leidige Kapitel endlich abgeschlossen, da freue ich mich schon drauf. Bis dahin heißt es aber: wenig Freizeit und viel Lernstoff. 

Wie es danach weitergeht? Keine Ahnung. Wahrscheinlich gönne ich mir dann erstmal ein paar ruhige Tage an irgendeinem netten Ort ;)


Auch bezogen aufs Lesen kann 2023 nur besser werden, denn 2022 habe ich so wenig gelesen wie schon seit Jahren nicht mehr. Mit nicht mal 55 ausgelesenen Büchern habe ich gerade mal halb so viel gelesen wie sonst in meinen "besten" Lesejahren. Wirkliche Highlights habe ich in diesem Jahr auch nicht für mich entdecken können, daher überlege ich gerade noch, ob ich überhaupt einen buchigen Jahresrückblick für den Blog machen werde, vielleicht lohnt sich das auch gar nicht.

Für 2023 nehme ich mir lesemäßig nicht viel vor. Ich will einfach nur gute Bücher lesen und dabei eine gute Zeit haben. Zum ersten Mal seit einigen Jahren wird es bei mir auch kein Lesebingo geben. Ich kann das gar nicht mehr gut vertreten, weil ich das Lesebingo seit gut 3 Jahren selbst so stiefmütterlich behandele. In diesem Jahr habe ich noch nicht ein einziges Mal selbst auf das Bingofeld geschaut, um zu sehen, welche Bücher ich vielleicht wofür anrechnen könnte. Gefühlt ist da ein bisschen die Luft bei mir raus und ich sehe ja auch an den Teilnehmerzahlen, dass das Interesse immer weiter zurück gegangen ist. Vielleicht tut eine Pause hier mal ganz gut.

Auch sonst plane ich bisher keine weiteren Challenges oder sonstige Lese-Vorhaben, obwohl ich wirklich versuchen möchte, mehr Sachbücher zu lesen, abseits der üblichen Romane, die ich sonst vor der Nase habe. Es gibt so wahnsinnig viele gute Sachbücher zu zig Themen, die mich interessieren - und trotzdem nehme ich mir für diese nie die Zeit.

Nehmt ihr an Lese-Challenges teil oder führt ihr vielleicht sogar selbst welche auf eurem Blog/Kanal durch? Schreibt mir gerne, ob es irgendwo tolle Aktionen oder Ideen gibt, vielleicht lasse ich mich ja doch noch überreden... :)


Kommt gut ins neue Jahr!


Freitag, 4. November 2022

"Zehn Jahre du und ich" - Pernille Hughes

dtv, 2022

13,95 Euro



Worum geht´s?

Becca und Charlie kennen sich schon seit Jahren – seit Charlie und Beccas beste Freundin Ally an der Uni ein Paar wurden. Und seit sie sich kennen, verbindet die beiden eine leidenschaftliche Feindschaft. Eigentlich sollte Allys viel zu früher Tod dazu führen, dass Becca und Charlie sich nie wiedersehen müssen. Aber Ally hatte andere Pläne … und eine unvollendete Bucket List. Wie es aussieht, werden Becca und Charlie noch eine Weile miteinander zu tun haben, während sie versuchen, mit ihrer Trauer und einem Leben nach Ally umzugehen. Und dabei weiter das Schlimmste ineinander hervorrufen. Oder doch nicht?


Meine Meinung

Becca und Charlie können sich nicht leiden, konnten sie noch nie. Ihre einzige Verbindung zueinander ist Ally - Beccas beste Freundin und Charlies feste Freundin. Zu dritt können sie sich auf diese Art und Weise einige Jahre gut arrangieren. Bis Ally stirbt. Und beiden Aufgaben hinterlässt, bei deren Ausübung die beiden ihre Asche verstreuen sollen. Diesen letzten Wunsch können sie ihr nicht abschlagen, allen Vorbehalten einander gegenüber zum Trotz. Und so kommt es, dass Becca und Charlie sich einige Jahre notgedrungen weiter miteinander beschäftigen müssen - Ally zuliebe. Oder vielleicht auch aus einem anderen Grund...?

"Zehn Jahre du und ich" ist eine niedliche Geschichte übers Trauern, Verlieren guter Freunde, aber zugleich übers Verliebtsein und zweite Chancen geben. Gleich das erste Kapitel hat mich gut in die Geschichte reinwerfen können, denn das startet mit der Beerdigung und ich musste direkt weinen. Wenn das ein Buch schafft, kann´s schon einmal nicht ganz schlecht sein, also bin ich gespannt dran geblieben, was mir aber auch leicht fiel. Denn ich mochte sowohl Becca trotz ihres schrägen Charakters, als auch Charlie wegen seines spießigen Charakters. Im Laufe der Jahre lernen beide sich durch die gestellten Aufgaben noch besser kennen und teilen schnell nicht nur Erinnerungen, sondern auch Vorlieben und Erfahrungen miteinander. Für mich war der vorgegebene Zeitraum von 10 Jahren ein bisschen zu lang, um tatsächlich die Entwicklung zwischen beiden darzustellen. Natürlich passiert in 10 Jahren viel, was Autorin Hughes auch versucht, entsprechend aufzufangen. Aber zugleich konnte ich mir beim Lesen schwer vorstellen, dass man es jahrelang schaffen soll, sich trotz gleichem Freundeskreis (fast) nur ein einziges Mal im Jahr zu sehen. Es gibt ein paar Überraschungen und nicht ganz geradlinige Wendungen im Buch, was mir gut gefallen hat. Das Ende kann man sich - ganz ohne zu spoilern - ja durchaus so ein bisschen denken, immerhin befinden wir uns hier im Genre "Liebesroman"; es ist aber trotzdem nach einigen Hin und Her (das in meinen Augen nicht hätte sein müssen) ganz nett geworden. "Zehn Jahre du und ich" ist ein durchaus lesenwerter und charmanter Roman zum Einkuscheln und Genießen.


Freitag, 21. Oktober 2022

Freitagsgedanken

Hallo liebe Leute!
Da bin ich mal wieder aus der Versenkung aufgetaucht. Irgendwie sind der Blog und ich hier nicht mehr so dicke miteinander. Ich nehm mir immer wieder vor, mehr zu schreiben, mehr zu posten, Fotos zu machen und diese hochzuladen... und dann - nix. Mir fehlt meistens die Lust und Motivation für den Aufwand, manchmal auch die Zeit, meistens eine Mischung aus beidem. Ich kann besseres mit meiner Zeit anfangen, denk ich mir dann immer, und das ist natürlich eigentlich kein gutes Zeichen für diesen Blog. Tatsächlich schummelt sich hier und da auch der Gedanke ans Aufhören dazwischen, dieses "vielleicht lass ich es einfach", aber so richtig dazu durchringen kann ich mich halt auch nicht. Ist ja immerhin schon eine ganze Weile, dass ich diesen Blog hier habe (12 Jahre!!! WHAT?!?!), da kann ich das gefühlt nicht so einfach einstampfen. Außerdem bin ich fest davon überzeugt, dass ich, kaum dass ich beschlossen hätte, den Blog aufzugeben, keine zwei Wochen später plötzlich total Bock darauf hätte, was zu einem Buch zu schreiben oder ein tolles neues Buch zu zeigen. Ich bin da manchmal sehr wankelmütig :D

Jedenfalls ist es tatsächlich schon wieder Herbst geworden, wie schräg. Das ging diesmal so fließend ineinander über, eben war´s noch warm und am nächsten Tag waren die Blätter an den Bäumen alle schon gelb und rot, oder? Ich mag´s jedenfalls, ich liebe Herbst, ich mag den Oktober und alles Drum und Dran. Zu Halloween werd´ ich mir was gruseliges aus dem Bücherregal schnappen und bald darauf wird es dann schon Zeit, sich mal was weihnachtliches zu Gemüte zu führen. (Herrliche Jahreszeit!)

Leider komme ich gerade nicht so viel zum Lesen wie erhofft, weil ich im Gegenteil nämlich momentan eher viel schreiben muss. Leider nichts "nettes", sondern Fallberichte im Rahmen meiner Psychotherapie-Weiterbildung, die sich nun ENDLICH ihrem definitiven Ende neigt. Kaum zu glauben, aber ich hab alles geschafft, alles beisammen und paletti erfüllt - krass! Wer mich persönlich kennt, weiß, dass ich mir gerade die Anfangszeit dieser vermaledeiten Weiterbildung nicht leicht gemacht habe und mehrere Male kurz davor war, doch alles einfach sein zu lassen. Und nun hab ich aber doch alle Weiterbildungs-Bausteine erledigt, Wahnsinn! Nun ja, alles bis auf die letzten Fallberichte, und an denen sitze ich gerade jeden Tag. Unglaublich nervig, aber muss halt sein. Im Frühjahr heißt es dann Lernen, dann gibt´s die beiden Abschlussprüfungen, die schriftliche und die mündliche. Und. Dann. War´s. Das! Schräg.
Ich könnte mich noch lange darüber auslassen, aber da sich vermutlich die wenigstens von euch mit dem ganzen Psychotherapie-Krams auskennen, will ich niemanden langweilen.

Daher lieber wieder zum Thema Bücher. Aktuell lese ich "Zehn Jahre du und ich", was romantisches, was ich (ungefragt) als Leseexemplar zugeschickt bekommen habe. Ist aber ok, weil´s ganz nett ist. Gerade durch habe ich "Rosehill" von Susanna Kearsley, das ich vor Jahren schon einmal gelesen hatte, mich aber kaum noch daran erinnern konnte. Was danach kommt, weiß ich gerade noch gar nicht genau, vielleicht mal ein Krimi. Oder eben was gruseliges zu Halloween. Oder doch ein bisschen Magie...? 

Was lest ihr denn gerade schönes? Könnt ihr was empfehlen?


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