Verlag Freies Geistesleben, 2017
19,00 Euro
Das Wunderreich von Nirgendwo kann jederzeit in jeglicher Stadt auftauchen. Das Labyrinth seiner Räume enthält unglaublich viele Sensationen. Doch am Eingang muss man einen Preis zahlen, ohne es zu wissen. Als Daniel auf seiner Flucht in das geheimnisvolle Geschäft in Glasgow hineinstolpert, öffnet sich für ihn die Tür zu einer Welt voll atemberaubender Magie und lauernder Gefahr.
Meine Meinung:
Irgendwo habe ich gelesen, dass dieses Buch mit "Harry Potter" verglichen und zugleich mit diesem Vergleich beworben wird. Nun ja, seien wir ehrlich: ein neuer Harry Potter ist Daniel Holmes nicht. Und die Geschichte um ihn herum hat auch nicht das Zeug zu einer Buchreihe, wie sie um Harry herum geschaffen wurde. Als Leser kommt man jedoch nicht drumherum, einige Parallelen zwischen Daniel und Harry zu erkennen, die sicher auch so gewollt waren. Zudem fielen mir einige Szenen, Figurenbeschreibungen oder Motive auf, die mich an andere Bücher erinnert haben, eben "Harry Potter" oder auch "Die unendliche Geschichte". Diese offensichtlichen Ähnlichkeiten fand ich ein bisschen schade.
Aber "Das Wunderreich von Nirgendwo" hat mir dennoch ganz gut gefallen. Das fängt schon bei der äußeren Gestaltung des Buches und dann bei den Illustrationen im Buch an. Die sind wirklich ein Hingucker und führen dazu, dass man auf dem Ladentisch wohl erstmal interessiert zum Buch greift, um zu lesen, was einen erwartet. Und das, was man dann als Leser erleben darf, bietet Kindern und Jugendlichen sicher einige Stunden gute Leseunterhaltung. Viele Themen werden angesprochen, in denen man sich wiederfinden kann, von Freundschaft über nicht gelebte Träume und Ängste bis zum gefühlten Anderssein als andere. Dabei verliert sich der Autor nicht so sehr in Beschreibungen oder Ausführungen von Gefühlswelten, sondern verlegt sich eher auf das Vorantreiben der Handlung. Es geht um Wunder, es geht um Magie. Wie ergeht es Daniel, der plötzlich von einem Niemand zu jemand Besonderem wird, der die Fähigkeit besitzt, Wunder zu erschaffen? Wie kann er mit dieser Verantwortung umgehen? Und was führt eigentlich der undurchsichtige Vindictus Sharpe im Schilde? Einen kleinen Applaus übrigens für die Namensgebung im Buch, manche Namen haben mir außerordentlich gut gefallen! Auch die geschaffenen Wunder, die im Buch vorgestellt werden, fand ich toll; solche würde ich gern selbst einmal ansehen und erleben.
Und obwohl ich manche Punkte der Handlung insgesamt leider ein bisschen vorhersehbar fand, hat mir der Weg zur Auflösung am Ende dennoch sehr gut gefallen, als Daniel und seine Wunderkraft gefragt sind.
Zusammenfassend ist "Das Wunderreich von Nirgendwo" schöne kurzweilige Literatur für eher jüngere Leser, empfehlenswert für alle, die gern träumen, wie gern selbst mal ein Wunder erleben und sich in fremde Welten entführen lassen wollen.
Dankeschön an den Verlag Freies Geistesleben!



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