Ach je. Zur Zeit ist hier auf dem Blog nicht wirklich viel los; tote Hose, um es mal so zu sagen. Nun hatte ich euch ja neulich schon erklärt, dass ich momentan viel beruflich machen und lesen muss, dass ich meine Dissertation ins Haus stehen habe, blablabla, dass ich deshalb wohl weniger zum Lesen kommen werde. Stimmt auch. Nur ist das nicht der einzige Grund für die wenigen Wortmeldungen zur Zeit.
Zum einen: Ich habe die Hitze sooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo über, das muss ich jetzt hier einfach mal so sagen. Ich hasse die Tage, die schon morgens mit weit über 20° starten und von denen man dann schon weiß, dass es in wenigen Stunden um die 35° sein werden. Ich hasse die Nächte noch viel mehr, weil sie sich überhaupt nicht mehr abkühlen, weil absolut kein Windhauch geht, weil man selbst beim Versuch, alle Fenster aufzureißen, keinen Luftzug erzeugen kann. Ich schlafe schlecht und habe schlechte Laune wegen der Hitze.
Zum anderen habe ich momentan wahnsinnig viel im Kopf, was auch dazu führt, dass ich nachts wach liege und einfach das Denken nicht abstellen kann. Ich habe in der nächsten Woche meinen letzten Arbeitstag an meiner jetzigen Arbeitsstelle. Das Beenden dieses Jobs ist eine Mischung aus "Ich kann nicht mehr" (weil keine unbefristeten Verträge bei Forschungsjobs in Sicht sind) und "Ich will nicht mehr", weil ich einfach mal was anderes machen will und andere Aufgaben brauche. Ich war hier über 3,5 Jahre. So sehr sich die Momente des Unzufriedenseins wegen verschiedenster Dinge (und auch Personen etc.) im Laufe dieser Zeit angehäuft haben, ist das natürlich dennoch eine beachtliche Zeit, in der ich auch viel schönes und erheiterndes hier erlebt habe. Ich habe wahnsinnig liebe und nette Kollegen, die ich sehr vermissen werde. Mir werden viele Dinge fehlen, die hier wie selbstverständlich zu meinem Alltag geworden sind. Und das nagt schon an mir. Das ist ein absolut komisches Gefühl, das ich - je näher ich dem letzten Arbeitstag komme - einfach nicht mehr abstellen oder ignorieren kann. Dass das nächste Woche plötzlich alles vorbei ist. Ich hasse Abschiede, wenn sie einem schwer fallen.
Zugleich stehen die nächsten Befürchtungen und Gedanken an, weil ich nicht weiß, was mich bei der anschließenden Tätigkeit erwarten wird. Ich habe bereits eine neue Stelle in Aussicht und bin natürlich schon gespannt drauf, wenn auch etwas am Hadern. Inhaltlich wird es für mich nämlich recht neu und anders werden, im Vergleich zu dem, was ich jetzt die letzten 4 Jahre gemacht habe. Und da startet schon das Grübeln: Ist das gut oder schlecht? Was, wenn es sich als schlecht herausstellt? Wenn ich merke, das ist nichts für mich? Was, wenn ich mit den Leuten da nicht klar komme? Nur so blöde Gedanken.
Ich weiß, dass es die richtige Entscheidung ist, etwas Neues zu starten, aber es ist halt schon ein recht großer Schritt, der da in den nächsten Wochen auf mich wartet. Und daher bin ich gedanklich gerade irgendwie nicht so ganz da.
Das zeigt sich überdeutlich hier auf dem Blog, denn ich hab momentan so gar keine Lust, irgendwas zu schreiben oder Rezensionen zu verfassen. Teilweise fällt mir zu den Büchern, die ich lese, auch nichts wirkliches ein, was aufschreibenswert wäre. Oder mir sagen die Bücher nicht so recht zu und ich erwische mich beim Querlesen und Überschlagen der Seiten. Auch nicht so gut, schon gar nicht, wenn es ein Buch ist, das ich für einen Verlag lese.
Immerhin hab ich die "Lust aufs Lesen" wiedergefunden. In den letzten Wochen war mir ja gar nicht so recht nach Lesen und ich konnte mich auch immer nicht entscheiden, nach welchem Buch ich als Nächstes hätte greifen sollen. Das ist mittlerweile wieder besser, und die Bücher, die ich bisher im August gelesen habe, sind auch alle recht gut gewesen.
So sieht´s also bei mir gerade aus. Ziemlich viel im Kopf, noch dazu ständig fix und fertig wegen der Wärme draußen und auch drinnen in den Räumen. Wenn´s so heiß ist, macht nicht mal Lesen Spaß...





