Freitag, 13. März 2015

Freitagsgedanken: Buchmesse

Jap, genau da bin ich. Wenn dieser Beitrag hier erscheint (und ich hoffe, das tut er wirklich, leider hat mich Blogger hier schon manches Mal hängen lassen, wenn geplante Posts erscheinen sollen, aber ich hoffe einfach mal...), dann schlendere ich gerade durch die Leipziger Messehallen. Oder ich lasse mich schieben und drängele mich durch Menschenmengen. Mal sehen, was eher hinkommt. Ich glaube mich erinnern zu können, dass es am Messefreitag nicht ganz so voll ist wie am Messesamstag - vielleicht liege ich damit aber auch völlig falsch. 
Ein wirkliches Programm habe ich mir nicht erstellt, auch wenn die ein oder andere Lesung heute stattfindet, die ganz interessant sein könnte, z.B. von Kai Meyer, Jenny-Mai Nuyen oder Mechthild Gläser, und vielleicht schaue ich auch mal beim Gespräch mit Arno Geiger vorbei, um herauszufinden, ob sein Buch "Selbstporträt mit Flusspferd" etwas für mich sein könnte; ich hab da schon einiges gutes drüber gehört. Ansonsten geht´s aber wohl eher nach dem Motto "Schauen und Staunen". 

Eventuell mach ich ein paar Momentaufnahmen bei Instagram (HIER) und/oder Facebook (HIER), schaut also gern mal vorbei. Und wer mir in echt mal Hallo sagen möchte, mich am Presseausweis erkennt oder sonstwas - einfach machen; ich würde mich riesig freuen, mal ein paar von euch persönlich kennenzulernen!! :D

Habt einen schönen Freitag!

Donnerstag, 12. März 2015

"Darkmouth - Der Legendenjäger" - Shane Hegarty

Oetinger Verlag, 2015
16,99 Euro

Lese-Bingo: Ein Buch mit einem Ortsnamen im Titel


Handlung:
Minotauren, Monster, Höllenhunde: Willkommen in Darkmouth! Es gibt 1000 Gründe, nach Darkmouth zu kommen. Und eine Million, es lieber zu lassen. Das Leben des zwölfjährigen Finn ist alles andere als langweilig. Denn er ist der Sohn des letzten amtierenden "Legendenjägers" von Darkmouth. Dabei will er mit den Monstern eigentlich gar nichts zu tun haben! Doch als der finstere Riese Gantrua plant, geheime Portale zur "Verseuchten Seite" zu öffnen und die gruseligsten und gefährlichsten Legenden auf Darkmouth loszulassen, hat Finn keine Wahl. Gemeinsam mit seinem Vater und der vorwitzigen Emmie stellt er sich dem großen Kampf.


Meine Meinung:
Finn lebt in Darkmouth, einem von Monstern rege besuchten Städtchen, und hat dummerweise eine ziemliche wichtige Vorbestimmung: Als Sohn in einer Generation von Legendenjägern ist es sein Schicksal, ebenfalls diesen Job zu übernehmen. Seine Aufgabe soll es bald sein, die Monster und Legenden einzufangen und ins Jenseits zu befördern, die immer wieder mal in Darkmouth aus dem Nichts auftauchen. Eigentlich will Finn aber gar kein Legendenjäger sein, sondern lieber Tierarzt werden, und hadert deswegen sehr mit dieser Verantwortung. Als nicht nur eine neue Mitschülerin, sondern auch sehr viel mehr Monster als gewöhnlich auftauchen, sind seine Jägerfähigkeiten gefragt...
"Darkmouth - Der Legendenjäger" ist der Auftakt einer neuen Kinder-/Jugendbuchreihe und ich bin mir absolut sicher, dass diese Buchreihe einschlagen, dass sie ordentlich Erfolg finden wird. Denn "Darkmouth" zu lesen hat mir einfach richtig Spaß gemacht. Das lag vor allem an den vielen kleinen und großen Ideen, die Autor Shane Hegarty mit einer Leichtigkeit und spielerischen Fantasie verknüpft und in dieser Abenteuergeschichte verarbeitet. Ob es sich um solch kleine Details wie extra Kampfanzüge und den bebilderten Legendenjägerstammbaum im Hausflur handelt, den eher unspektakulären Job von Finns Mutter (Zahnärztin), der ihm im Laufe der Geschichte aber noch das Leben retten wird, oder das Verfahren zum Einfangen und Verwahren der Monster - der Ideenreichtum des Autoren kommt der Geschichte mehrfach zugute. 
Das Buch ist durchgängig spannend gehalten, weil einfach immer wieder etwas passiert; trotzdem wird es nicht irgendwann zuviel oder zu überladen, wie es bei sehr inhaltsreichen Geschichten ja schon mal passieren kann. An manch einer Stelle habe ich mich ein wenig an die Atmosphäre der Harry Potter Bücher erinnert gefühlt, woran sicher auch Emmie Anteil trägt, die durch ihre neugierige und besserwisserische Art manchmal an Hermine erinnerte. Diese Parallelen haben mich aber überhaupt nicht gestört, weil sie nicht aufdringlich sind und "Darkmouth" letztlich doch eine ganz für sich allein stehende, spannende, liebevoll ausgedachte Geschichte ist, die viel Potential für mehr mit sich bringt. Und auf dieses "Mehr" freue ich mich schon, denn dieses erste Buch ist nur der Beginn einer 6-teiligen Reihe über den jungen Helden Finn.  


Dienstag, 10. März 2015

Gemeinsam lesen

Diese Woche bei Weltenwanderer.



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Mein aktuelles Zugbuch ist "Das ist der Sommer im Paradies, wie er eben aussieht, wenn man die Sonnenbrille absetzt" von Hilde Kvalvaag und bin auf Seite 54.

Inhaltsangabe:
Johanne liebt es, die Sommerferien gemeinsam mit ihrer Schwester Katrin bei den Großeltern zu verbringen: Sonne, Schwimmen im Fjord, der Job im Lebensmittelladen, Schaumbananen futtern, Partys, eng anliegende Kleider - das ist der Sommer im Paradies! Und dann ist da noch Are, der ihr den ganzen Winter über nicht aus dem Kopf gegangen ist ... Doch dieses Jahr ist alles anders: Katrin kommt nicht wie versprochen nach und Are scheint sich nicht sonderlich für Johanne zu interessieren. Dann lernt sie Ares jüngeren Bruder Mattias kennen, aber eines Tages ist er spurlos verschwunden. 


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Die Sonne wärmt meinen Rücken mit glühenden Strahlen, als ich zum Kai spaziere."


3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Auf dieses Buch bin ich wegen seines Titels aufmerksam geworden. So einen Titel sieht man nun mal nicht alle Tage, und irgendwie fand ich auch die Inhaltsangabe ganz nett, sodass es spontan meine nächste Zuglektüre wurde. Allerdings kann es mich sprachlich bisher nicht wirklich begeistern. Die Sätze sind alle eher kurz gehalten, klingen fast wie abgehackt. Teilweise lässt sich der Text wirklich nicht schön lesen. Es wirkt alles irgendwie so ... kalt und wenig emotionsreich. Johanne beschreibt ganz nüchtern, was sie denkt, was sie tut, und kaum, was sie fühlt. Vielleicht ist das typisch norwegisch, ich hab keine Ahnung. Ich lasse mich überraschen, was inhaltlich noch passiert, vielleicht kann das meinen bisherigen Eindruck vom Buch noch bessern.


4. Welcher Charakter aus deinem aktuellen Buch ist dir am sympathischsten? Was würdest du gern mit ihm/ihr unternehmen, wenn du ihn/sie treffen könntest?
Auch aus oben genannten Gründen muss ich gestehen, dass mir (bisher) keiner der aufgetauchten Charakter wirklich sympathisch geworden ist - ich finde sie eher alle zum Abgewöhnen und kann nur hoffen, dass nicht alle Norweger so auch in echt sind, wie sie hier im Buch rüberkommen. Aber wenn ich mich entscheiden muss ... Hm, dann würde ich wohl sagen Mattias. Das ist der jüngere Bruder von Are, auf den Johanne eigentlich steht. Aber gerade lernt sie Mattias besser kennen und er erscheint mir - momentan - als der "normalste" von allen hier. Er ist still, scheint eher für sich zu sein, hat ein Motorrad und angelt gern. Klingt jetzt nicht so nach Traummann, aber wird ja vielleicht noch ;)


Montag, 9. März 2015

"Die Falle" - Melanie Raabe

btb, 2015
19,99 Euro

Handlung:
Die bekannte Romanautorin Linda Conrads, 38, ist ihren Fans und der Presse ein Rätsel. Seit gut elf Jahren hat sie keinen Fuß mehr über die Schwelle ihrer Villa am Starnberger See gesetzt. Trotz ihrer Probleme ist Linda höchst erfolgreich. Dass sie darüber hinaus eine schreckliche Erinnerung aus der Vergangenheit quält, wissen nur wenige. Vor vielen Jahren hat Linda ihre jüngere Schwester Anna in einem Blutbad vorgefunden – und den Mörder flüchten sehen. Das Gesicht des Mörders verfolgt sie bis in ihre Träume. Deshalb ist es ein ungeheurer Schock für sie, als sie genau dieses Gesicht eines Tages über ihren Fernseher flimmern sieht. Grund genug für Linda, einen perfiden Plan zu schmieden - sie wird den vermeintlichen Mörder in eine Falle locken. Doch was ist damals in der Tatnacht tatsächlich passiert?


Meine Meinung:
"Die Falle" ist eins der spannendsten Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe - und das, obwohl hier strenggenommen eigentlich gar nicht viel passiert. Keine ausschweifenden Handlungsstränge, keine übermäßigen Aktionen oder Irrungen und Wirrungen, die einem das Hirn verknoten. Und trotzdem gelingt es der Autorin Melanie Raabe, ihren Thriller mit nur wenigen Kniffen zu einem echten Pageturner zu machen. Fürs Zusammenzählen der handelnden Personen in diesem Buch braucht man keine ganze Hand. Und der Handlungsort ist überschaubar einfach gehalten, denn Linda Conrads hat seit über 11 Jahren ihr Haus nicht mehr verlassen und tut dies auch jetzt nicht, obwohl sie den Plan gefasst hat, sich am vermeintlichen Mörder ihrer Schwester zu rächen. Und was tun, wenn man selbst nicht vor die Tür gehen kann? Man lässt den Mörder zu sich kommen.
Ich habe schon nach wenigen Seiten auf ein perfides Katz-und-Maus-Spielchen gehofft zwischen Linda und dem Mann, der ihr Leben ruiniert hat - und genau das habe ich auch bekommen. Die Dialoge sind geschliffen, auf den Punkt und richtiggehend atemberaubend - und zugleich verwirrend. Ebenso wie Linda weiß man als Leser ab einem Punkt nicht mehr, was man eigentlich glauben soll. Ich konnte zumindest keine Pause beim Lesen machen, als ich den Schlagabtausch zwischen beiden verfolgte. Und damit ist es natürlich noch nicht getan. "Die Falle" hat noch einiges mehr zu bieten, unter anderem eben das, was den Titel des Buches ausmacht.
Hier sind keine Beschreibungen von blutrünstigen Taten eines kaltblütigen Killers zu finden, die einem den Schlaf rauben. Ein solcher Thriller ist "Die Falle" nicht. Viel mehr gibt die Geschichte viele Einblicke in das Seelenleben von Linda und spielt auf sehr psychologische Art und Weise mit ihren Sorgen und Ängsten. Die Darstellung der Geschehnisse erfolgt weitestgehend in Echtzeit und macht das Lesen nochmal extra spannend. 
Fazit: Ich bin begeistert. All jenen, die Lust auf einen mitreißenden, perfiden, aber zugleich blutarmen Thriller haben, kann ich "Die Falle" sehr empfehlen.


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