Samstag, 11. Februar 2012

"Devoted" - Hilary Duff

Reihe:
1. Elixir
2. Devoted
3. ???

Handlung:
Since Sage was kidnapped, Clea has no way of knowing if he is alive or dead. And even though she has only just discovered they were soulmates, she feels like a part of her is lost forever. What’s worse, she can’t even turn to her best friend Ben—because every time she looks at him, all she sees is his betrayal.
But waiting for something to happen is not an option, so Clea is ready for action. Suffering through dreams of seeing Sage with another woman, she makes an uneasy alliance with Sage’s enemies and sets out to be reunited with Sage...in this life or the next.

Meine Meinung:
Auf „Devoted“, den zweiten Teil in der „Elixir“-Reihe, war ich so gespannt, dass ich es mir noch während des Lesens des ersten Teils „Elixir“ bestellt habe. Nach dem unverschämten Cliffhanger dort geht die Geschichte um Clea und Sage hier praktisch unmittelbar weiter - allerdings leider nicht annähernd so mitreißend wie noch im Auftaktband.
Tatsächlich hat Hilary Duff (unter Mithilfe von Elise Allen, wie auf Seite 1 hingewiesen wird) hier einen recht zähen und langatmigen Mittelteil zusammengeschrieben, dem es ein wenig an Pepp fehlt. Während im ersten Teil von „Devoted“ das Leben von Clea einmal mehr wie ein Bilderbuch dargestellt wird - keine Geldsorgen, keine Zeitsorgen, Hobby zum Beruf gemacht, talentiert und obendrein noch VIP -, versumpft die Spannung mit ansteigender Seitenzahl immer mehr und man fühlt sich beim Lesen irgendwie ausgebremst. Die zahlreichen Verwicklungen und „Verfluchungen“, mit denen sich die beiden gegnerischen Gruppen, die hinter Sage her sind, konfrontiert sehen, werden zunehmend komplexer. Das führte dazu, dass ich nach einer Lesepause eigentlich immer erst einzelne Seiten nochmals lesen musste, um mir die Zusammenhänge wieder ins Gedächtnis zu rufen - was schon irgendwann genervt hat.
Genervt hat mich hier auch Clea, was ich eigentlich schade finde. Denn in „Elixir“ erschien sie mir trotz ihres Status´ und ihrer Lebensführung recht sympathisch, charakterstark, eigenwillig und zielstrebig, mit dem Zeug zu einer wunderbaren Freundin. In „Devoted“ zeigt sie sich jedoch von einer bis dato unbekannten Seite, nämlich völlig egoistisch. Ihre Motive leuchten an vielen Stellen nicht ein, ebenso manche Sachen, die sie sagt, oder die sie ihren Freunden „antut“ - und ohne Erklärung. Schade!
Der Leser ist daher geneigt, anzunehmen, dass diese Wesensänderung vermutlich hervorgekehrt wird durch ihre Sorge und Sehnsucht um Sage. Genau da liegt aber der nächste meiner Mäkelpunkte. Denn (Achtung, dicker Spoiler!!) im ersten Teil lernten sich Clea und Sage kennen und - nun gut - auch lieben. Zwischen den beiden lief etwas und die akute Verliebtheit konnte man den beiden schon abnehmen als Leser. Aber mehr war da doch eigentlich nicht, wenn man mal ehrlich ist. Dass jetzt hier im zweiten Teil stets und ständig dargestellt wird, wie sehr die beiden zusammengehören und was für eine schöne Zeit beide zusammen hatten, dass es sich hier um die unsterbliche große Liebe handelt - das ist einfach zu dick aufgetrumpft und dadurch unglaubwürdig. (Spoiler Ende!)
Und dann... Du lieber Himmel, was ist das denn für ein Ende?! Ich habe mir schon lange nicht mehr beim Lesen einer letzten Buchseite an den Kopf gefasst - hier ist es aber doch passiert. Das Ende dieses Teils ist so... schlecht und konstruiert und abgenutzt und zum innerlich-aufseufzen..., dass es schon fast wieder gut gemacht ist und vor allem einen mordsmäßig gemeinen Cliffhanger beinhaltet. Jetzt heißt es: Warten auf den nächsten Teil, den ich auf jeden Fall noch lesen will, auch wenn mich dieser zweite Teil nicht so sehr begeistern und mitreißen konnte wie noch „Elixir“.

Fazit:
3,5 von 6 Bücherstapel.

Freitag, 10. Februar 2012

Freitagsgedanken

Gab schon lange keine Freitagsgedanken mehr von mir. Aber jetzt ist mir gerade danach und zufällig ist ja heute auch Freitag ;)

Stimmungslage:  Bin heute irgendwie ein bißchen verliebt drauf.

Lesestoff:  Ich hab in dieser Woche fleißig in "Das Spiel des Engels" gelesen, das ich einerseits für die 2.Chance-Challenge, zum anderen für die Themenchallenge von Neyasha lese. Wieder lese, denn das hab ich vor 2 oder 3 Jahren schon mal gelesen. Heute werde ich das wohl beenden, bin allerdings auch jetzt ebenso "verstimmt" von der Geschichte wie damals schon. Das Buch ist leider nicht so der Bringer. Und dann bin ich ein bißchen am Hadern mit mir selbst, ob ich im Anschluss mit "Kyria & Reb" von Andrea Schacht anfange - das habe ich ja beim Egmont Ink-Verlag gewonnen. Irgendwie hänge ich immer noch Katniss und Peeta nach, die ich in den letzten Tagen kennenlernen durfte, und ich weiß nicht, ob ich so in der Stimmung bin, jetzt ein "ähnliches" Buch zu lesen, was meinen Eindruck der "Tribute" irgendwie überlagern könnte. Wirr, ich weiß, aber es ist so. Vielleicht entscheide ich mich daher auch spontan für irgendetwas anderes.
Schließlich habe ich auch "Winterkill" von Josh Ericson wieder angefangen zu lesen, zum zweiten Mal, nachdem ich beim ersten Lesen das Buch schon nach der Hälfte entnervt abgebrochen habe. Ich komme irgendwie nicht so klar mit den Figuren und der Art und Weise, wie sie sich unterhalten und was sie reden. Wirkt alles so gekünstelt. Aber ich denk mir, ich gebe dem Buch noch ne Chance und lese es daher passenderweise für die 2. Chance Challenge, auch wenn ich jetzt schon am Augen-verdrehen bin, obwohl ich noch nicht mal ein Viertel gelesen habe. Das ist mein Badewannen-Buch, d.h. ich lese es momentan, wenn ich in der Badewanne bin - etwas, was ich eigentlich NIE tue (also beim baden lesen), weil ich es hasse, wenn Bücher nass werden. Aber bei diesem Buch ist es mir irgendwie völlig schnurz, ob sich die Seiten wellen - ... naja, vielleicht merkt man, dass ich mit diesem Buch echt auf Kriegsfuß stehe... Ach ja, und "Devoted" von Hilary Duff hab ich ja auch noch rumliegen, bin jetzt bei der Hälfte. Soviel schon mal vorab: der erste Teil "Elixir" ist weitaus besser als dieser Fortsetzungsband. Leichte Enttäuschung macht sich breit.

Sonstiges:  Habt ihr schon diesen fetzigen "Hunger Games"- Countdown zum Kinostart hier rechts oben gesehen? Den fand ich so toll, wie da das Feuer startet und dann sogar noch mit knisternder Feuer-Sound- Untermalung - das musste ich haben, hab ich mir gedacht. Ich hab dafür gestern extra ein wenig an meinem Blog-Layout rumgebastelt, denn ich musste erst die Sidebar umkrempeln, damit dieses Widget (boah, ich hasse Computersprache!) auch so reinpasst.

Mucke:  Diese Woche gibt´s mal wieder was auf die Ohren. Das Lied hab ich vor ein paar Wochen zufällig auf meinem iPod entdeckt (jaa, das klingt jetzt komisch, aber ich wusste wirklich nicht mehr, dass das auf meiner Songliste schlummert...) und hör es seitdem immer in einer Dauerschleife, wenn meine "random"- Wiedergabe dort landet. Nicht mehr der neueste Song, aber gerade in der Acoustik-Version find ich ihn wunderschön. Bitteschön: The Cure mit "Cut here".


Mittwoch, 8. Februar 2012

Vorschau: Jennifer Benkau "Dark canopy"

Im März erscheint "Dark canopy" von Jennifer Benkau im Script5 Verlag und schon der Trailer lässt eine sehr düster-apokalyptische Atmosphäre vermuten, was die Inhaltsangabe nur noch bestätigt. Nachdem ich durch die "Tribute von Panem" neulich nun doch ein wenig auf den Geschmack dystopischer Literatur gekommen bin, bin ich jetzt spontan Feuer und Flamme für diese Neuerscheinung :)


Inhalt:
Die Percents, für den dritten Weltkrieg geschaffene Soldaten, haben die Weltherrschaft übernommen und unterjochen die Menschen. Rebellenclans versuchen, außerhalb des Systems zu überleben. Mit ihnen kämpft die 20-jährige Joy gegen das Gewaltregime. Doch dann fällt sie dem Feind in die Hände und muss feststellen, dass sich auch unter den vermeintlichen Monstern Menschlichkeit findet. Und sogar noch mehr ...

Sonntag, 5. Februar 2012

"Die Tribute von Panem 1-3" - Suzanne Collins

Handlung:
Ach komm, weiß doch eh jeder, worum es hier geht. Ich bin halt nur ziemlich spät auf diesen Zug aufgesprungen...

Meine Meinung:
Vor ein paar Tagen habe ich also spontan zu „Tödliche Spiele“, dem ersten Teil der „Tribute von Panem“ gegriffen und musste feststellen, dass ich nicht mehr aufhören konnte, darin zu lesen. (Für alle Interessierten: meinen kleinen Gedankenausbruch kann man hier nachlesen.) Teil 2 und 3 folgten ihrem Vorgänger in mein Bücherregal, und die letzte Buchseite des 3. Teils, „Flammender Zorn“, habe ich nun gerade zugeklappt.
Jetzt sitze ich hier und bin völlig erschlagen von dem, was ich da in den letzten Tagen gelesen habe. Und gleichzeitig denke ich mir, dass ich nun nicht so ohne Weiteres einfach zu einem neuen, anderen Buch greifen und was Neues lesen kann - weil diese Geschichte einfach gerade zuviel Platz in meinem Kopf einnimmt. Ich kann sie gar nicht abstellen, und irgendwie will ich das auch nicht. Tatsächlich glaube ich, dass ich ab jetzt - zumindest für eine sehr lange Zeit - jedes Buch unwillkürlich mit dieser Reihe vergleichen werde, auch wenn ich das eigentlich gar nicht möchte. Und dass es sein kann, dass viele bei diesem Vergleich den Kürzeren ziehen werden. Die „Tribute“ haben mich eingefangen, einmal kräftig durchgeschüttelt und vorhin wieder ausgespuckt. Diese Gedankenspiele und Themen, die hier angesprochen, angeschnitten und durchgespielt wurden, sind zumindest bei mir nicht einfach so spurlos zu einem Ohr rein und zum anderen wieder raus gegangen, sondern kreisen noch immer irgendwo in meinem Kopf herum. Diese ständige Konfrontation mit den Fragen, die ich mir als Leserin unweigerlich selbst gestellt habe: „Wie weit würde ich gehen? Könnte ich in dieser Situation genauso handeln?“ und „Wie um alles in der Welt konnte die Erde so vor die Hunde gehen? Wie konnte es so weit kommen?“ - das rüttelt jetzt noch an mir.
Aber ist es nicht letztlich genau das, worum es beim Lesen geht? Dass eine Geschichte mich dermaßen ergreifen und mitnehmen kann, dass ich mich für eine Weile wirklich völlig darin verlieren kann, dass ich mir beim Aufschauen wirklich erst wieder vor Augen halten muss, dass ich mich im 21.Jahrhundert befinde, es keine Hungerspiele gibt, ich mir im Gegensatz zu Katniss keine Eichhörnchen selbst schießen muss, dass ich in meinem Leben wohl nicht erfahren muss, wie es ist, eingesperrt in einer Arena zu sein, nur mit dem Ziel, irgendwie zu überleben.
Vor ein paar Tagen habe ich noch rumgemurrt, dass ich mal wieder total Lust auf einen "Pageturner" habe, ein Buch, das mich völlig mitnimmt und vom Hocker reißt. Ich hab´s gefunden.
Jetzt fällt mir nichts mehr ein. Ich lass das erstmal so sacken.


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