Montag, 4. Juli 2011

"Vision: Das Zeichen der Liebenden" - Ana Alonso & Javier Pelegrin

Arena Verlag, 2011
17,99 Euro

Handlung:
Als Alex nach einer Party der geheimnisvollen Jana folgt, trifft er damit eine Entscheidung, die sein Leben verändert: Noch in derselben Nacht sticht Janas Bruder ihm ein Tattoo, von dem es heißt, es habe magische Fähigkeiten. Von nun an kann Alex Janas Empfindungen spüren, wann immer sie in seiner Nähe ist. Doch wenn er versucht, sie zu berühren, verbrennt ihn ein alles verzehrendes Feuer. Denn Jana ist kein gewöhnliches Mädchen. Und in ihrer Welt wäre die Liebe zu Alex unverzeihlich.

Meine Meinung:
Alex ist in Jana verliebt. Nach einer Party möchte er die Chance nutzen, mit ihr in Kontakt zu kommen und tatsächlich sieht anfangs auch alles ganz viel versprechend aus. David, der Bruder von Jana, bietet ihm an, ihn zu tätowieren - mit der Ansage, dass die beiden Geschwister in der Lage wären, magische Tattoos herzustellen, die das Wesen eines Menschen beeinflussen könnten. Alex stimmt zu, ahnt jedoch nicht, worauf er sich damit einlässt. Denn Jana und David sind nicht einfach nur gewöhnliche Teenager, sondern Anhänger eines Klans - einer von mehreren, aber alle besitzen durch Symbole - und beispielsweise Tattoos - Macht über die Menschen...
Mich hat schon lange kein Buch mehr so verwirrt und ... ahnungslos zurück gelassen wie „Vision“. Gerade eben hab ich den Buchdeckel zugeklappt und jetzt runzele ich die Stirn.
Das Hauptproblem an der ganzen Sache ist wohl, dass ich mit völlig falschen Erwartungen an das Buch herangegangen bin. Daran sind aber Vorab-Beschreibungen und Buchdeckel schuld, denn diese geben eigentlich überhaupt nicht wieder, worum es wirklich geht. In der Werbung für dieses Buch wird zudem behauptet, „Vision wäre so spannend wie Cassandra Clares `Chroniken der Unterwelt´“. Nein, das kann ich nicht bestätigen. Das ist in meinen Augen überhaupt nicht der Fall.
Vielmehr ist es so, dass in „Vision“ meiner Meinung nach ein wirklicher sinnvoller roter Faden fehlt, der auch die zahlreichen Aktionen und Handlungen, die nacheinander ablaufen, begründen würde. Mir kam es beim Lesen permanent so vor, als würde Hauptfigur Alex stets neue Bekanntschaften machen, sich von einem Ort zum anderen bewegen, neue Hintergründe erfahren - und das alles einfach so hintereinander weg, ohne dass dem Ganzen eine tatsächliche Begründung zugrunde liegt. Das „Warum passiert das jetzt?“ wird nicht erklärt, es ist halt einfach immer so.
Ich glaube, das Buch möchte gern sehr philosophisch sein, und ist es am Ende aber zu sehr. Jeder, aber wirklich jeder der Beteiligten hat irgendwelche schlauen und höchst weisen Sätze zu sagen, die das Leben und die Einstellung zum Leben hinterfragen und verändern sollen. Selbst die unbedarften 16-Jährigen, die am Anfang des Buches schlicht und einfach eine Emo-Party besuchen, werden im Laufe des Buches abgeklärt und verstehen, was die Welt im Innersten zusammen hält und wie wichtig es ist, sich für andere aufzuopfern. Nicht gerade glaubhaft. Für meinen Geschmack verlieren sich die Autoren auch schnell viel zu sehr in diesem philosophischen Wirrwarr und schaffen es nicht, einfache Tatsachen kurz und prägnant auf den Punkt zu bringen.
Was mir das Verständnis des Buches jedoch wirklich erschwert hat, ist die Geschichte an sich. Was noch so viel versprechend anfing, wo anfangs noch mit „Urban Fantasy vom Feinsten“ gelockt wurde, entwickelt sich im Laufe der ersten Kapitel in meinen Augen zu einem schnöden Abklatsch im Sinne von „Herr der Ringe“. Zumindest hab ich mich beim Lesen des Öfteren daran erinnert gefühlt. Nur dass ich bei HdR keine Probleme hatte, den ganzen Verwicklungen und familiären Bindungen untereinander zu folgen. Hier dagegen schon, denn irgendwann schwirrte mir dank der Vielzahl an auftauchenden merkwürdigen Namen und Bezeichungen der Kopf (Bsp: Drakul, Medu, Kurile, Zephyr,...) - vor allem aber habe ich auch irgendwann einfach die Hintergrundgeschichte nicht mehr verstehen können. Die Klan-Bildungen und - zerwürfnisse und wer mit wem verfeindet ist/ war und wer überhaupt die Wächter am Ende sind, wo die auf einmal herkamen und dann ist noch von einem Buch die Rede und was ist eigentlich mit dem Ende??? usw usf. Ich hab´s irgendwann aufgegeben, hab noch drüber gelesen, aber leider inhaltlich nicht mehr folgen können. Fand ich sehr schade, zumal „Vision“ offenbar der Auftakt einer Trilogie ist, und ich daher nicht so recht glaube, dass ich mir den 2. Teil noch zulegen werde.

Fazit:
In meinen Augen möchte „Vision“ gern mehr sein, als es tatsächlich ist. Für eingefleischte Fantasy-Fans bietet das Buch sicher nette Unterhaltung; meinen Geschmack hat es leider nicht getroffen. Zu viele philosophische Ansätze, zu viele Verwicklungen, die durch die Bezeichnungen und längst vergangene Zusammenhänge noch erschwert werden, zu viele ungeklärte Fragen, und wohl auch falsche Erwartungen meinerseits. Wer eine Geschichte à la „City of Bones“ erwartet, dem würde ich eher abraten, denn das ist „Vision“ nicht. Ich gebe 2,5 - 3 von 5 Bücherstapeln.

Ein herzliches Dankeschön an den Arena Verlag für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 3. Juli 2011

Stöckchen: Wenn ich nicht ich wäre, sondern...

… ein Buchtitel …
“Splitterherz“ trifft es bei mir momentan ziemlich gut.

… ein Fantasybuch …
Da ich kein typischer „High Fantasy“ Leser bin, müsste es etwas sein, was bestenfalls ein wenig übernatürliches beinhaltet. Hm, vielleicht so was wie „Drei Wünsche hast du frei“ oder die Edelstein-Trilogie.

… ein Krimi/Thriller-Buch …
Wohl am ehesten was mit viel Profiling und psychologischer Täterbeschreibung, weil ich Täterprofile etc. total spannend finde. Kommt vielleicht auch durch mein Studium. Einen speziellen Buchtitel kann ich jetzt aber gar nicht nennen...

… ein Historischer Roman …
Da hab ich jetzt ein Problem, denn ich kenne quasi kaum historische Romane. Insofern fällt es mir auch wirklich schwierig, mich mit irgendeinem zu assoziieren.

… ein Horror-Buch …
Hm, wo ich das hier sehe, fällt mir ein, dass ich schon lange keinen richtigen Horror-Roman mehr gelesen habe. Bzw. so durch und durch Horror lese ich eh nicht. Ich mag durchaus mal ein Buch, das gruselige, vor allem aber mysteriöse und geheimnisvolle Aspekte beinhaltet. Also eher "subtilen Horror". Und da würde ich mal sagen, wäre ich am ehesten etwas wie „Der Fluch von Belheddon Hall“. Aber ich hoffe eigentlich nicht, dass irgendetwas an mir an ein Horror-Buch erinnert...^^


… ein Buchcover …
Ich denke, da wär ich sowas wie "Switched" von Amanda Hocking. Zum einen find ich das Cover total schön, dann ist es grün-bläulich (eine Farbe, die mir sehr zusagt) und es wirkt herrlich geheimnisvoll und irgendwie... vielversprechend. Trotzdem nicht aufdringlich. Und Sterne sind auch drauf - also, was will ich mehr?!

… ein Genre …
Dann wär ich eine Mischung aus Mystery und Abenteuerroman, vermischt mit historischen Aspekten und einer schönen Liebesstory, wo sich das Pärchen am Ende kriegt. Da wär dann alles drin, was ich gern hab ;)

… ein Autor …
John Irving, weil er so herrlich abstruse Gedanken in seine Geschichten verpackt.

… ein mystisches Wesen …
Irgendetwas, das die Zeit anhalten bzw. zurückdrehen könnte. Und sich dann und wann unsichtbar machen könnte. Bezeichnung und Aussehen wären mir eigentlich egal, Hauptsache, es ist nicht glibberig oder schleimig oder pink...

… ein (Kinder)-Märchen …
Ich hab´s eigentlich nicht so mit Märchen, aber wenn ich mal stark in mich gehen soll, dann... mochte ich immer "Aschenputtel".

… eine Buchseite …
...wäre ich wohl ein Prolog. Eigentlich mag ich Prologe nicht sonderlich, schon gar nicht, wenn sie eigentlich keinen wirklichen Bezug zur Handlung haben, sondern eher so einzeln stehen. Aber wenn sie gut sind, geheimnisvoll, neugierig machen, ohne zuviel zu verraten - dann könnte das gut ich sein.

… ein Paperback (Taschenbuch)…
 Da wär ich wohl „Eine Lüge zuviel“, weil ich es schon zig Mal gelesen habe und das Buch dementsprechend ramponiert aussieht.

… ein Hardcover (gebundene Ausgabe) …
“Die Brautprinzessin“ von William Goldmann

… ein verfilmtes Buch …
Dann wäre ich wohl die neuere Version von "Stolz und Vorurteil" mit Keira Knightley. Aber fragt mich nicht, wieso. Einfach so.

… eine Buchserie/-reihe …
Oh, das ist schwer. Vielleicht „Berts Katastrophen“ (die sind mir neulich beim Top Ten Thursday wieder eingefallen), denn Tagebuch schreib ich auch seit eh und je. Und ich hab oft mit Bert mitgefühlt. Auch wenn ich nicht soviel Mist gemacht hab wie er...

Dieses Stöckchen hab ich von Neyasha bekommen und gebe es gern an alle weiter, die es noch beantworten möchten.

In my mailbox...

Hach, was habe ich diese Woche doch wieder für schöne Bücher bekommen *seufz* Es gibt doch eigentlich nichts schöneres, als Pakete und Buchsendungen aufzureißen und ein neues Buch in der Hand zu halten, oder?
Aaaaalso, diese Woche gab es bei mir 2 Rezensionsexemplare, über "Blogg dein Buch" eins vom Rowohl Verlag sowie eins vom Arena Verlag. Ich hab nicht schlecht geguckt, als ich nach Hause gekommen bin und dort ein ganzes PAKET liegen hatte mit der Aufschrift "Arena Verlag". "Vision" war offensichtlich zu schwer, um es als Buchsendung zu verschicken, also musste ein großer Karton her (der war, um ehrlich zu sein, sogar um einiges zu groß...) und - meine lieben Leute - ich liiiieeebe ja Pakete-Aufreißen! :)
Dann hab ich bei amazon neulich ein historisch angehauchtes, aber schön romantisch-kitschiges Buch entdeckt, das ich mir kurzerhand bestellen musste. Sowas brauch ich ja ab und an, das geb ich ganz offen zu... Schließlich gab´s noch Schnäppchen bei ebay, 2 Bücher von Susanne Fülscher. Neulich hatte ich beim TTT ja schon mal erwähnt, dass ich, als ich so ca. 13 war, ein absolutes Lieblingsbuch hatte, nämlich "Muss Liebe schön sein" von Susanne Fülscher, dass ich mir das auch immer mal selbst kaufen wollte (weil es damals immer nur ausgeliehen war) und ich das aber bisher nicht gemacht habe. Bis jetzt. Jetzt hab ich´s mir doch gekauft. Und sogar in der alten Auflage, mit dem Cover, das ich noch von damals kenne. *freu*

Anja Goerz: "Herz auf Sendung"
Niemand ist eine Insel. Außer Sylt. Im Leben von Ina galt bisher: Du verliebst dich, fühlst dich wie im siebten Himmel, dabei liegt der nächste Herzensbrecher direkt neben dir. Damit soll jetzt Schluss sein: Auf Sylt, der schönsten Insel der Welt, fängt Ina nochmal von vorn an. Prompt verliebt sie sich in den Moderator des Inselradios. Und sie will nicht nur eine Tasse Kaffee, sie will ein weißes Kleid und einen Bausparvertrag. Nach einer durchzechten Nacht wacht sie mit einem Knutschfleck auf: Hat sich ihr Herzenswunsch endlich erfüllt?
Rezension gibt´s hier.

Ana Alonso & Javier Pelegrin: "Vision- Das Zeichen der Liebenden"
Als Alex nach einer Party der geheimnisvollen Jana folgt, trifft er damit eine Entscheidung, die sein Leben verändert: Noch in derselben Nacht sticht Janas Bruder ihm ein Tattoo, von dem es heißt, es habe magische Fähigkeiten. Von nun an kann Alex Janas Empfindungen spüren, wann immer sie in seiner Nähe ist. Doch wenn er versucht, sie zu berühren, verbrennt ihn ein alles verzehrendes Feuer. Denn Jana ist kein gewöhnliches Mädchen. Und in ihrer Welt wäre die Liebe zu Alex unverzeihlich.

Deeanne Gist: "Die unbeugsame Dame"
San Francisco, 1849: Während des Goldrausches haben sich Vater Van Buren und seine drei Kinder auf den Weg nach Kalifornien gemacht. Als das Familienoberhaupt auf der Überfahrt stirbt, sind die Geschwister auf sich allein gestellt. Gegen Unterkunft und Lohn putzt die älteste Tochter Rachel daher den Saloon des gutaussehenden Spielers Johnny Parker.
Obwohl San Francisco eine Stadt des Lasters ist, versucht Rachel, ihre beiden Geschwister "anständig" zu erziehen. Doch je länger ihr Aufenthalt dort dauert, desto schwerer fällt es jedem Einzelnen von ihnen, sich nicht dem Lebensstil aller anderen anzupassen. Und zu allem Überfluss muss sich Rachel eingestehen, dass
sie ihr Herz schon lange an Johnny Parker verloren hat ...

Susanne Fülscher: "Küsse und Café au lait"
Elda hat das große Los gezogen: Sie darf als Austauschschülerin für sieben Monate nach Frankreich! Nichts hält sie jetzt mehr in ihrem Heimatkaff. Doch dann kommt die Ernüchterung: Elda landet nicht etwa in einer Villa im Zentrum von Paris, sondern nur in einem hässlichen Hochhaus in irgendeiner Vorstadt. Ihr neuer "Bruder" Etienne geht ihr aus dem Weg, der erste Schultag wird zum Spießrutenlauf und obwohl sie in Französisch immer eine der Besten war, versteht sie erst mal kein Wort. Der einzige Lichtblick ist Etiennes Freund Serge. Dass sie sich nach und nach in ihn verliebt, vertraut sie nur ihrem Tagebuch an. Zwei Monate dauert es, bis sie sich schließlich einlebt und durch ihre Klassenkameradin Cécile sogar Teil einer Mädchenclique geworden ist. Doch dann bricht unter den Mädchen ein regelrechter Zickenkrieg aus und Elda gerät auch noch zwischen Etienne und Serge. Denn Serge gesteht ihr seine Liebe und als die beiden ein Paar werden, passt Etienne das gar nicht.

Susanne Fülscher: "Muss Liebe schön sein"
Joscha ist der Neue in der Klasse. Und seine sanften Teddybäraugen haben es Pauline gleich angetan – sie ist total verknallt! Doch wie soll sie nur an diesen Typen herankommen? Ihre beste Freundin Helma ist ihr da Hilfe und Konkurrenz zugleich, denn auch sie hat sich in den süßen Joscha verliebt...

Samstag, 2. Juli 2011

"Herz auf Sendung" - Anja Goerz

Rowohlt Verlag, 2011
8,99 Euro

Handlung:
Niemand ist eine Insel. Außer Sylt. Im Leben von Ina galt bisher: Du verliebst dich, fühlst dich wie im siebten Himmel, dabei liegt der nächste Herzensbrecher direkt neben dir. Damit soll jetzt Schluss sein: Auf Sylt, der schönsten Insel der Welt, fängt Ina nochmal von vorn an. Prompt verliebt sie sich in den Moderator des Inselradios. Und sie will nicht nur eine Tasse Kaffee, sie will ein weißes Kleid und einen Bausparvertrag. Nach einer durchzechten Nacht wacht sie mit einem Knutschfleck auf: Hat sich ihr Herzenswunsch endlich erfüllt?

Meine Meinung:
Ina, der typische chaotische, leicht desorganisierte Single, lebt auf Sylt und arbeitet bei einem Radiosender. Eigentlich will sie nicht viel mehr als die große Liebe in ihrem Leben, und die glaubt sie in Jan, einem Radiomoderator, gefunden zu haben. Fortan will sie die Dinge selbst in die Hand nehmen und Jan in sich verliebt machen. Nach einer recht wilden Partynacht mehren sich die Hinweise, dass dieser Wunsch tatsächlich in Erfüllung gegangen sein könnte...
Leider konnte mich die Geschichte von Ina nicht wirklich überzeugen. Zu vorhersehbar war die ganze Handlung und obendrein recht übertrieben. Zudem hat mich der Sprachstil der Autorin manchmal die Stirn runzeln lassen. Anja Goerz nutzt teils merkwürdige Bezeichnungen und Beschreibungen, so bezeichnet sie z.B. mehrfach einen Mann, der - sagen wir mal - optisch nicht so toll aussieht als "einen Buckligen". Das fand ich wirklich merkwürdig. Vor allem aber hat mich gestört, dass die Äußerungen und Gedanken von Ina manchmal so gewollt lustig sein sollten, dass sie leider alles andere als lustig waren, sondern eher gezwungen. Ina hat irgendwie immer einen Spruch auf den Lippen, Hauptsache schlagfertig, und dann kommen eben auch mal solche Sätze bei raus: "Du bist ja so blöd, du isst dein Knoppers schon um neun, oder?" (S.239) Das trifft leider überhaupt nicht meinen Humor, und so hab ich beim Lesen von "Herz auf Sendung" leider eher selten lächeln, geschweige denn lachen müssen. Auch die Dialoge zwischen Ina und ihrer Freundin Maike wirkten auf mich bemüht und holprig, irgendwie unecht; ich hab mir die ganze Zeit gedacht, "so würde ich mit meiner Freundin, die ich seit Jahren kenne, aber nicht reden." Ich denke, dass das auch dem Umstand geschuldet ist, dass es sich hier um einen Debütroman der Autorin handelt, und ich glaube, nachfolgende Bücher von ihr werden sprachlich ausgefeilter sein, denn schreiben und den Spannungsbogen einer Story aufrecht halten kann Frau Goerz prinzipiell schon. Es gab nur leider hier und da einige Stellen, die auf mich recht holprig und - nun ja - eben so vorhersehbar waren. Das fand ich schade. Denn "Herz auf Sendung" sticht damit leider überhaupt nicht aus der Masse der "Frauenromane" heraus, im Gegenteil.
Dazu kommt, dass mir Ina als Hauptprotagnostin kaum sympathisch erschien. Sie hat ein paar kleine Macken und Vorlieben, die ich durchaus auch von mir kenne, aber sie ist so unglaublich naiv, dass ich wirklich fast den Kopf geschüttelt habe beim Lesen. Sie denkt kaum nach, macht einen furchtbar unorganisierten und fast schlampigen Eindruck, wenn sie mit ihrer Pyjamahose zur Arbeit geht, und ist irgendwie ständig am Essen. Entweder sie bestellt sich etwas zu Essen, oder kauft sich gerade was, oder denkt an Essen. Das fand ich anfangs noch nett, aber irgendwann wurde das zuviel. Ich weiß nicht, ob die Autorin hier das Bild einer zweiten Bridget Jones heraufbeschwören wollte; das ist ihr jedenfalls nicht so recht gelungen.

Fazit:"Herz auf Sendung" hat mich aufgrund der vorhersehbaren Handlung und des bemühten Sprachstils der Autorin leider nicht so recht überzeugen können. Da es sich um einen Debütroman handelt, der viel Potential für folgende Bücher der Autorin verspricht, drücke ich alle Augen zu und gebe 3 Bücherstapel von 5. 
Ein herzliches Dankeschön an den Rowohlt Verlag und "Blogg dein Buch" für das Rezensionsexemplar!
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