... die "Ashes"-Reihe von Ilsa J. Bick
Das erste Buch der Reihe, "Brennendes Herz", kam mir vor wie so ein Autounfall, an dem man vorbeifahren muss: man will es nicht sehen, muss aber doch irgendwie hinschauen. Genau so erging es mir beim Lesen des Buches: ich wollte die ganzen Beschreibungen eigentlich gar nicht lesen, konnte aber mich aber dennoch nicht davon losreißen. Wenn ich an dieses Buch zurückdenke, fallen mir eigentlich nur negative Wörter ein: widerwärtig, krank, eklig, total gestört, abschreckend, fürchterlich. Gleichzeitig erinnere ich mich, dass das eins der spannendsten und fesselndsten Bücher war, das ich je gelesen habe. Es hat mich definitiv in seinen Bann gezogen, wahrscheinlich, weil es eben so widerwärtig-krank ist und dadurch irgendwie im Gedächtnis kleben geblieben ist.
Teil 2 habe ich mir ebenfalls zugelegt, als dieser erschien, und habe auch begonnen, darin zu lesen. Allerdings war da irgendwie der "Flow" bei mir schon weg. Auf einmal fand ich das alles noch ekliger als ohnehin schon; mein Inneres hat sich richtiggehend dagegen gesträubt, weiterzulesen. Also habe ich es nach 4 oder 5 Kapiteln oder so gelassen. Dazu kam, dass irgendjemand irgendwo (Blog? Facebook?) eine "Szene mit einem Hund" erwähnte, die in diesem Buch wohl vorkommen soll, und dass die "nicht ohne" sei. Mein Gedankenkarussell sprang an und mir wurde klar, dass ich dieses Buch nun erst recht nicht weiterlesen würde können, wenn hier Hunde in der Geschichte würden leiden müssen. (Ich weiß nicht, ob es darum geht, dass der Hund leiden muss, aber ich habe irgendwie diese Vorstellung entwickelt.) Ich hab ein zu großes Hundeherz, als dass ich Szenen lesen kann, in denen es Hunden nicht gut geht - oder noch schlimmeres. Und auch das ganze Setting in Buch 2 mit dieser komischen Siedlung fand ich merkwürdig. Insofern legte ich das Buch irgendwann zur Seite und habe es seitdem nicht wieder angefasst.
Und nun habe ich irgendwie gar keine Lust mehr, es zu lesen. Die Grundidee, dass nach einem elektrischen Impuls/ Aussetzer/ was auch immer plötzlich alle Menschen durchdrehen und die Welt nicht mehr ist wie vorher, fand ich in Band 1 wirklich noch spannend. Dass das alles aber dann so ins Kannibalische (Kannibalistische?!) abdriftete, hab ich zunehmend angewidert-erstaunt (Stichwort: Autounfall) verfolgt, aber an irgendeiner Stelle ging es dann nicht mehr. An und für sich würde ich schon gern wissen, was hinter der ganzen Sache steckt, aber ich werde den Gedanken nicht los, dass mir das Lesen dieser Bücher irgendwie nicht bekommt und nicht gut tut. Also lass ich es.

