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Mittwoch, 2. Juli 2014

Keinen Bock mehr auf... #2

... die "Ashes"-Reihe von Ilsa J. Bick

Das erste Buch der Reihe, "Brennendes Herz", kam mir vor wie so ein Autounfall, an dem man vorbeifahren muss: man will es nicht sehen, muss aber doch irgendwie hinschauen. Genau so erging es mir beim Lesen des Buches: ich wollte die ganzen Beschreibungen eigentlich gar nicht lesen, konnte aber mich aber dennoch nicht davon losreißen. Wenn ich an dieses Buch zurückdenke, fallen mir eigentlich nur negative Wörter ein: widerwärtig, krank, eklig, total gestört, abschreckend, fürchterlich. Gleichzeitig erinnere ich mich, dass das eins der spannendsten und fesselndsten Bücher war, das ich je gelesen habe. Es hat mich definitiv in seinen Bann gezogen, wahrscheinlich, weil es eben so widerwärtig-krank ist und dadurch irgendwie im Gedächtnis kleben geblieben ist.

Teil 2 habe ich mir ebenfalls zugelegt, als dieser erschien, und habe auch begonnen, darin zu lesen. Allerdings war da irgendwie der "Flow" bei mir schon weg. Auf einmal fand ich das alles noch ekliger als ohnehin schon; mein Inneres hat sich richtiggehend dagegen gesträubt, weiterzulesen. Also habe ich es nach 4 oder 5 Kapiteln oder so gelassen. Dazu kam, dass irgendjemand irgendwo (Blog? Facebook?) eine "Szene mit einem Hund" erwähnte, die in diesem Buch wohl vorkommen soll, und dass die "nicht ohne" sei. Mein Gedankenkarussell sprang an und mir wurde klar, dass ich dieses Buch nun erst recht nicht weiterlesen würde können, wenn hier Hunde in der Geschichte würden leiden müssen. (Ich weiß nicht, ob es darum geht, dass der Hund leiden muss, aber ich habe irgendwie diese Vorstellung entwickelt.) Ich hab ein zu großes Hundeherz, als dass ich Szenen lesen kann, in denen es Hunden nicht gut geht - oder noch schlimmeres. Und auch das ganze Setting in Buch 2 mit dieser komischen Siedlung fand ich merkwürdig. Insofern legte ich das Buch irgendwann zur Seite und habe es seitdem nicht wieder angefasst.



Und nun habe ich irgendwie gar keine Lust mehr, es zu lesen. Die Grundidee, dass nach einem elektrischen Impuls/ Aussetzer/ was auch immer plötzlich alle Menschen durchdrehen und die Welt nicht mehr ist wie vorher, fand ich in Band 1 wirklich noch spannend. Dass das alles aber dann so ins Kannibalische (Kannibalistische?!) abdriftete, hab ich zunehmend angewidert-erstaunt (Stichwort: Autounfall) verfolgt, aber an irgendeiner Stelle ging es dann nicht mehr. An und für sich würde ich schon gern wissen, was hinter der ganzen Sache steckt, aber ich werde den Gedanken nicht los, dass mir das Lesen dieser Bücher irgendwie nicht bekommt und nicht gut tut. Also lass ich es.

Mittwoch, 28. Mai 2014

Keinen Bock mehr auf... #1

... die "Matched" Reihe von Ally Condie

Als ich vor kurzem wieder einmal ratlos vor meinen Bücherregalen stand und mich so gar nicht entscheiden konnte, was ich denn als nächstes lesen wollen würde, ist mir aufgefallen, dass ich viele, wirklich viele Buchreihen habe. Gut, es gehört mittlerweile ja schon zum guten Ton, eine Romanidee so auszuweiten, dass man damit gut 3 Bücher füllen und sich einen Vertrag über eine Trilogie sichern kann. Einzelbände sind mittlerweile ja eher selten geworden. Aber ich habe bisher nie wirklich bewusst wahrgenommen, wie viele Buchreihen ich tatsächlich besitze. Vor allem: wie viele angefangene. Wie viele Buchreihen ich irgendwann im Laufe der Zeit mal begonnen habe, und bei wie vielen davon ich irgendwo so zwischen Teil 1 und 2 oder zwischen 2 und 3 stecke und einfach nicht weitergelesen habe - teilweise auch, obwohl der finale Band einer Reihe schon längst erschienen ist. Manchmal lag das auch daran, dass anhand eines ersten Buches nicht gleich offensichtlich wurde, dass es sich um eine Reihe handelt und ich das Buch "ganz arglos" begonnen und dann erst etwa 30 Seiten vor Ende festgestellt habe, dass hier definitiv Fortsetzungen folgen würden.
Und da musste ich mir neulich nun eingestehen, dass ich heute auf manche Buchreihen, die ich irgendwann mal angefangen habe zu lesen, wirklich gar keine Lust mehr habe - keinen Bock mehr, diese weiterhin zu verfolgen. Dass mein Interesse daran irgendwo auf dem Weg vom ersten Satz bis zum Trilogie-/Tetralogie-/ was auch immer- Ende verloren gegangen ist. Das ist schade, ohne Frage, aber momentan bezweifle ich auch, dass das Interesse an eben diesen Buchreihen jemals wieder bei mir erwachen wird. 



Dazu gehört eben beispielsweise die "Matched"-Reihe von Ally Condie. Ich hab das Buch auf Englisch gelesen, daher musste ich eben erstmal schauen, wie noch gleich der deutsche Titel war: "Cassia & Ky: Die Flucht". Ich habe Band 1 gelesen und besitze auch Band 2 - in den habe ich aber schon gar nicht mehr reingeschaut. Eigentlich hatte mir der Auftakt der Geschichte wirklich gut gefallen (und damit war ich ja auch echt nicht alleine), prinzipiell hat es mich also schon interessiert, wie das alles enden würde.
Aber ich glaube, das Problem war auch so ein wenig, dass ich zwar absichtlich nie Rezensionen zu den beiden Folgebänden gelesen, aber dennoch so am Rande mitbekommen habe, dass viele Leser die Bände 2 und 3 unglaublich langweilig und langatmig fanden. Dass das Besondere hier fehlen würde. Ich glaube, das ist bei mir im Hinterkopf irgendwie hängen geblieben, und so habe ich bis heute eben nicht mal angefangen, in Band 2 ("Crossed") reinzulesen - wahrscheinlich weil meine Motivation, mich einem schon vorher als "langweilig" verschrienem Buch zu widmen, eher gering ausgeprägt ist. An und für sich interessiert es mich aber dennoch, wie die Story insgesamt ausgeht. (Das kann ich nicht bei allen Buchreihen von mir behaupten.) Vielleicht ... tja, vielleicht ... geb ich ihr also doch irgendwann noch einmal eine Chance.

~ ~ ~ ~ ~

Wie geht´s denn euch damit: Kennt ihr das auch, dass eurer Interesse an einer Buchreihe irgendwann plötzlich verschwindet oder immer mehr abnimmt und ihr die Bücher dann ungelesen bei euch stehen habt? Was macht ihr dann mit den Büchern, gebt ihr sie weg oder denkt ihr, irgendwann werdet ihr sie doch noch lesen wollen?

Sollte ich an der "Matched"-Reihe von Ally Condie eurer Meinung nach doch dranbleiben, weil es sich fürs Gesamtende lohnt?
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