Mittwoch, 12. Oktober 2011

"Deadly little games" - Laurie Faria Stolarz

Reihe:
"Deadly little secrets"
"Deadly little games"
"Deadly little voices" - erscheint im Dezember 2011

Handlung:
High school juniors Camelia and Ben have discovered a powerful bond: they both possess the power of psychometry, the ability to see the future through touch. For Ben, the gift is a frightening liability. When he senses a strong threat or betrayal, he risks losing control. Camelia's gift is more mysterious. When she works with clay, her hands sculpt messages her mind doesn't yet comprehend. Before either one has a chance to fully grasp their abilities, a new danger surfaces, but this time, Camelia is not the target. Adam, a familiar face from Ben's past, is drawn into a puzzle he can't solve...and his life is on the line. As the clues pile up, Camelia must decide whether to help him and risk losing Ben or do nothing and suffer the consequences. But in these games, who can be trusted?

Meine Meinung:
Müsste ich "Deadly little games" in einem Wort zusammenfassen, würde ich sagen "belanglos". Zum Glück kann ich ja aber ausholen und dies auch in mehreren Worten begründen. Tatsächlich frage ich mich, wieso dieser Teil nach den beiden Vorgängern "Deadly little secrets" und "Deadly little lies" eigentlich noch entstehen musste. In meinen Augen hat dieser 3. Teil keinerlei Bedeutung für die Gesamthandlung, weil im Prinzip - nun ja, nichts passiert. Die Handlung lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Adam (von dem ich gar nicht wusste, dass er noch so einen großen Hauptrollen-Part abkriegt) bekommt merkwürdige Rätsel und Drohungen zugeschickt und Camelia sieht sich aus irgendwelchen - nicht nachvollziehbaren - Gründen dazu genötigt, ihm zu helfen.
Das war´s dann aber auch schon. Die Handlung zieht sich wie Kaugummi und strotzt nur so vor sinnlosen Dialogen wahlweise zwischen Camelia und Adam, Camelia und Ben oder Camelia und dem Gespann Wes/Kimmie.  Und stets geht´s nur um die Frage "will ich ihn oder nicht, und vor allem - will ER mich?!" Unweigerlich kam mir beim Lesen der Gedanke, dass man sich dieses "um den heißen Brei-Herumgelabere" hätte sparen können und die - ohnehin schon nur handlungsarmen und groß bedruckten - 297 Seiten noch um gute 70 Seiten hätte kürzen können. Aber dann wäre das Buch wahrscheinlich zu dünn geworden.
Wie auch schon bei den beiden Vorgängern habe ich mir beim Lesen permanent an den Kopf gefasst, da soviel Dummheit und Naivität bei mir einfach Kopfschütteln auslöst. Ich frage mich, warum Frau Stolarz keine ihrer handelnden Figuren in den zahlreichen heiklen und bedrohlichen und - naja, dann doch nicht soo gruseligen Situationen mal schnöde die Polizei rufen lässt. So, wie es wohl eigentlich jeder normale Mensch machen würde, dessen Leben bedroht wird. Stattdessen entpuppt sich Camelia hier einmal mehr als Möchtegern- Lebensretterin, die sich extra die Nächte um die Ohren schlägt, um sich für ihre Freunde (oder auch nur Bekannte, oder sogar nur Leute, mit denen sie eigentlich nie wieder was zu tun haben wollte!) einzusetzen.
Und auch Ben, der schon in den ersten beiden Bänden eine eher undankbare Rolle abbekommen hat, nämlich die des Bösewichts, der eigentlich wahnsinnig geheimnisvoll und dennoch so atemberaubend toll sein soll, aber im Prinzip nur langweilig und völlig blass rüberkommt - nun, er glänzt hier wieder einmal durch Unbeteiligtsein an der Handlung. Er macht die ganze Zeit nicht viel mehr, als geheimnisvolle Andeutungen von sich zu geben und nach jeder Berührung mit Camelia zurückzuweichen und abzuhauen. Höchst merkwürdig. Ich weiß nicht, warum Frau Stolarz ihm nicht ein wenig mehr Tiefe und Bedeutung auf den Leib schreiben konnte.

Fazit:
Sehr schwache Handlung ohne das gewisse Etwas. Auch die gutgemeinten Dialoge zwischen Camelia und ihren Freunden, die sonst noch zur Auflockerung beigetragen haben, können das nicht rausreißen. Frau Stolarz hätte wahlweise entweder mehr Mühe und Detailreichtum in ihre Charaktere stecken sollen, oder dieses Hin und Her zwischen Camelia und ihren beiden Angebeteten auf 1 oder 2 Bücher reduzieren sollen. Stattdessen habe ich nun gelesen, dass es mit "Deadly little voices" sogar einen 4. Teil geben wird, dem ich jetzt schon mehr als skeptisch gegenüber stehe. Von mir gibt´s heute nur 2 von 5 Bücherstapeln.

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