Dienstag, 26. April 2016

"Rabentod" - Nikola Hotel

Kindle Edition, 2016
4,99 Euro

HIER geht´s zum Buch

Reihe:
1. Rabenblut
2. Rabentod


Handlung:
Isa und Alexej sind dem Jäger entkommen, aber ihr Glück währt nur kurz: Auf einem ihrer Streifzüge durch den Wald findet Isa einen Raben, dem das Herz herausgeschnitten wurde.
Ihre dunkle Vorahnung wird zur Gewissheit, als sie erfährt, dass der tote Vogel tatsächlich ein Rabe aus Alexejs Schwarm ist. Dann wird Alexej entführt, und jeder Tag, der vergeht, hält für ihn neue Qualen bereit. Um ihn zu retten, muss sich Isa ausgerechnet mit dem Mann verbünden, der ihr am meisten Angst einjagt: Sergius. Zusammen schmieden sie einen verzweifelten Plan, bei dem jeder von ihnen einen hohen Preis zahlen muss. Doch ihnen bleibt keine andere Wahl, denn der Tod kommt mit schnellen Schwingen ...


Meine Meinung:
Ich habe bis eben "Rabentod" gelesen und klebte dabei an den elektronischen Seiten des Kindles. Ich habe getippt und getippt, um weiter und weiter zu lesen und plötzlich ... - stand da das Wörtchen "Danksagung". Und ich so "Waaaaaaaaas?!!!??" Puh, das kam ganz schon unerwartet, hat mich richtig kalt erwischt. Da ist ein ziemlich fieser Cliffhanger am Ende von "Rabentod", liebe Frau Hotel, das kann ich mal sagen! So fuchsig mich so etwas sonst macht (na gut, macht es mich hier auch), hat dieses unerwartete und so unglaublich offene Ende einen ganz entscheidenden Vorteil: Mit diesem Ende MUSS die Story von Alexej und Isa einfach weitergehen!! Hier ist also noch nicht Schluss, das erfreut mich gerade ungemein.
Tja, so lange habe ich auf diesen zweiten Teil gewartet und ihm entgegen gesehnt, als endlich bekannt wurde, dass es eine Fortsetzung zu "Rabenblut (drängt)" geben wird. Und was soll ich sagen: Die Story aus Band 2 steht dem ersten Teil in nichts nach. Zwar steht der romantische Aspekt nicht mehr soo sehr im Vordergrund wie vielleicht noch am Anfang, aber dafür gibt´s hier eine ganze Menge mehr Action, schöne und unschöne,
Der heimliche Star dieses zweiten Teils ist glatt Sergius geworden, womit ich mich anfangs wirklich schwer getan habe. Denn Sergius leistet sich gerade zum Ende von Teil 1 ja einige Aktionen, die mich haben schlucken lassen und die meiner Sympathie ihm gegenüber nicht unbedingt förderlich waren. Daher habe ich all die Auftritte von Sergius hier mit gemischten Gefühlen gesehen und wusste gar nicht so recht, wie ich es finden soll, dass sich Sergius und Isa hier doch glatt miteinander anfreunden. Aber irgendwie ... hat dann alles gepasst. Die Fortsetzung liest sich genauso spannend und atemlos und begeisternd wie Teil 1. Die Chemie zwischen Isa und Alexej passt (mehr als das!) und man wünscht den beiden sooo sehr ein glückliches Ende. Ich muss wirklich sagen, die beiden sind mir echt nicht egal. Bei manchen Büchern liest man eher "nüchtern", wie sich etwas zwischen zwei Figuren entwickelt, man nimmt es einfach so hin - hier ist das gar nicht der Fall. Mit den beiden fiebere ich echt mit. Und daher freue ich mich jetzt schon auf Teil 3.

Ein herzliches Dankeschön an Nikola Hotel für das Rezensionsexemplar und die schöne Zeit, die ich mit dem Lesen verbringen durfte! :)

Sonntag, 24. April 2016

"Between the lines: Wilde Gefühle" - Tammara Webber

MIRA Taschenbuch, 2016
9,99 Euro (Kindle Edition)



Handlung:
Eigentlich müsste Emma durchdrehen vor Glück: Sie soll die Hauptrolle in einem Blockbuster spielen. Ihr Filmpartner ist niemand anderes als Hollywoods heißester Bad Boy Reid Alexander! Der für sein ausschweifendes Sexleben und seine Skandalpartys bekannt ist - und der alles daran setzt, sie zu verführen. Bei seinen Küssen bekommt Emma ganz weiche Knie. Doch ist es wirklich eine gute Idee, sich auf Reid einzulassen? Denn in Wahrheit fühlt sich Emma mit all dem Glamour nicht wohl. Außerdem ist da auch noch ihr sensibler Co-Star Graham Douglas, allerdings scheint dieser schon vergeben zu sein … 


Meine Meinung:
Puh. Ich musste eben nach dem Auslesen erstmal überlegen, wann ich zuletzt etwas so oberflächliches wie diese Geschichte gelesen habe - und mir ist nichts eingefallen. "Between the lines" verspricht eine Liebesgeschichte, eingebettet im Glamour und Highlife von Jungschauspielern, die die Rolle ihres Leben ergattert zu haben glauben. Allen voran Emma und Reid, die beiden Hauptprotagonisten, die in einer neuzeitlichen Version von "Stolz und Vorurteil" an einer Highschool Elisabeth und Mr. Darcy spielen sollen. So weit, so gut. 
Die ersten Seiten, die ersten Kapitel fand ich noch ganz nett, auch wenn ich bereits dort den Gedanken nicht abschütteln konnte, dass die Figuren mitunter recht plakativ und voller Klischees dargestellt sind. Die böse, einfältige Stiefmutter. Der arrogante Jungstar. Das naive schüchterne Mädchen aus der Provinz, das gern schauspielern möchte. Leider ändert sich an diesem Eindruck jedoch auf den Folgeseiten auch nichts mehr, im Gegenteil: je mehr Personen dazu kommen, umso schwarz-weißer wird alles. Die Figuren sind derart klischeehaft dargestellt, dass ich anfangs wirklich dachte, die Autorin nimmt uns doch hier auf den Arm, da wird doch sicher gleich ein dicker Wendepunkt kommen. Ähm - nein. Reid ist von Seite 1 an arrogant, oberflächlich, nur auf Spaß, Sex und Parties aus und sieht in Emma nur eine weitere Mädchennummer, die er abzuarbeiten hat. Und daran ändert sich absolut nichts, die ganze Zeit. Auch Emma bleibt eigentlich durchweg das naive Liebchen, das sich mit dem Wind dreht. Graham als Reids Gegenspieler wirkte zumindest in meinen Augen kein bisschen interessanter. Und mein erster Gedanke, dass hier eigentlich schon nach gut 4 oder 5 Kapiteln klar ist, für wen sich Emma am Ende entscheidet, stellte sich dann leider auch als absolut richtig heraus. Gut, zugegeben, einen kleinen Aha-Moment bietet die Story zum Ende hin noch. Aber der ist so lächerlich und konstruiert - gerade in Anbetracht der Tatsache, dass es hier um gerade mal 18- oder 20-jährige Schauspieler geht -, dass ich das nur noch mit einem Kopfschütteln aufnehmen konnte.
Ich habe in dieser Geschichte einfach nichts für mich rausholen können. Die Figuren sind plakativ und langweilig, die Handlung plätschert ohne großes Aufsehen vor sich hin und ist ebenfalls langweilig. Und selbst die Schilderungen des Lebens am Filmset sind langweilig! Ich hätte wirklich gedacht, man bekommt als Leser mal ein paar Einblicke, wie die Drehtage der Protagonisten so ablaufen, wie sie sich in den Szenen machen, Versprecher, Texte lernen - halt irgendwas, was das Thema Schauspielern betrifft. Stattdessen geht´s eigentlich nur um Parties in Clubs oder Hotelzimmern, die nach den Drehtagen abgehalten werden. Alle lassen sich ständig volllaufen, bringen nur dumme Sprüche und schleppen Mädels für die Nacht ab. Nur einer nicht. Der geht lieber joggen mit Emma. Ich meine, wo ist denn da die Überraschung? Warum muss die Autorin hier alle Klischees und Vorurteile, die man als "Normalo" so von jungen, übermäßig reichen und arroganten Teenie-Stars in Hollywood & Co. ohnehin schon im Kopf hat, dann auch noch absolut bestätigen? Warum hätte "Between the lines" nicht mal irgendwas Frisches, Unerwartetes sein können? Und vor allem eine Liebesgeschichte, bei der man nicht von Beginn an ahnt, wie sie ausgeht? 
Ich habe gerade eben gesehen, dass es bald eine Fortsetzung zu dieser Geschichte geben wird. Wieder mit Emma, Reid und Graham. Aber definitiv nicht mit mir als Leserin.

Ein herzliches Dankeschön an den MIRA Taschenbuchverlag für das Rezensionsexemplar!

Samstag, 23. April 2016

[Gewinnspiel] Blogger schenken Lesefreude 2016

Hallo ihr!
Die Tatsache, dass ich völlig vergessen habe, irgendetwas für den heutigen Welttag des Buches vorzubereiten, ist wahrscheinlich Anzeichen genug dafür, dass ich momentan überhaupt keine Zeit für Bloggen oder gar Lesen habe. Die Tage rauschen so an mir vorbei und dann ist auf einmal der 23. April und ich werde wach und denke mir "Ach Mensch, heute war doch was." Völlig vergessen, dass heute der "Tag des Buches" ist - der Tag, der das Lesen und die Bücher dieser Welt feiert.
Tja, mit tollen Aktionen rund ums Lesen, Schnitzeljagden, Interviews, Einblicken in meine Bücherregale und und und kann ich nun leider nicht wirklich dienen. Dafür bin ich zu unvorbereitet und ich möchte den Post heute auch nicht erst 20 Uhr online stellen. (Da ist der Tag ja gelaufen.)
Nein, ich entscheide mich daher - zur Feier des Tages und weil es sich in den letzten Jahren bewährt hat - für ein (schnödes) Gewinnspiel. Meine Kreativität schläft noch (und wird heute sicher auch nicht mehr wach), daher müsst ihr euch für dieses Gewinnspiel auch nicht zuuu sehr anstrengen, denke ich. Ich möchte nur etwas von euch wissen - einen Buchtipp sozusagen.



Und was gibt´s eigentlich zu gewinnen? Ich hab kurz überlegt, die Entscheidung ist mir dann aber doch relativ leicht gefallen. Ich habe mich für eins meiner Lese-Highlights aus dem letzten Jahr entschieden, und zwar "Die Sehnsucht des Vorlesers" von Jean-Paul Didierlaurent. Ein Buch, das, obwohl ich anfangs gar keine großen Erwartungen dazu hatte, mich völlig überrascht und bezaubert hat. Ich habe es während einer Zugfahrt verschlungen und war danach selig und konnte mir dieses Lächeln nicht aus dem Gesicht wischen, das dieses Buch verursacht. Meine Rezension findet man HIER. All jenen, die das Buch noch nicht kennen, möchte ich die Chance geben, es kennenzulernen, und daher verlose ich es heute. Füllt mir dazu bitte nur das hier aus:









Ich lose unter allen Teilnehmern am 30.04.16 einen Gewinner aus, ihr könnt also bis 29.04.16, 23:59 Uhr teilnehmen. Bitte beachtet, dass ihr über 18 sein solltet oder die Erlaubnis eurer Eltern zur Gewinnspielteilnahme braucht. Ich versende innerhalb von Deutschland (oder auch weiter, wenn ihr das Porto übernehmt ;) ), Garantie, Erstattung oder Auszahlung des Gewinns sind ausgeschlossen.

Habt bis dahin eine schöne Woche und heute einen wunderbaren Tag des Buches! Ich mache jetzt das einzig Richtige, um diesen Tag gebührend anzugehen: ich werd mir ein Buch schnappen und lesen... :D


Sonntag, 17. April 2016

"Warten auf Gonzo" - Dave Cousins

Verlag Freies Geistesleben, 2016
19,90 Euro

Handlung:
Oz ist immer für einen Lacher zu haben. Es ist wirklich nicht seine Schuld, dass manche Leute so humorlis sind. Doch bei einem seiner Scherze geht der Schuss nach hinten los, und er setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die in ein einziges Durcheinander münden. Man muss es tatsächlich erlebt haben, wie Oz versucht, den Schaden zu begrenzen - auf seine eigene, einzigartige Weise. Oder anders ausgedrückt: Jeder kann einen Fehler machen, aber um alles zu versauen, muss man ein Genie sein. Auch seine größere Schwester Meg zieht Oz nicht aus dem Schlamassel - doch dann bekommt sie selbst ein Problem. Eines, das von Tag zu Tag größer wird... Oz schreibt seine Geschichte rückblickend in Form eines Briefes an Gonzo. Aber wer ist diese rätselhafte Gestalt?


Meine Meinung:
Mein erster Gedanke zu diesem Buch, noch bevor ich angefangen habe, es zu lesen, war, dass es bestimmt eine Anlehnung an das bekannte "Warten auf Godot" von Samuel Beckett sein wird. Dass hier jemand warten und warten wird, bis - letztlich nichts passiert. Der Titel des Buches ist einfach zu sehr eine Parallele, dachte ich, als dass es das nicht sein könnte. Obendrein ist er direkt so aus dem Englischen übernommen worden, ohne etwas daran zu ändern ("Waiting for Gonzo"), das ist ja auch nicht immer der Fall. 
Nun... Mit "Warten auf Godot" hat das Buch von Dave Cousins nichts zu tun, wie ich dann recht schnell feststellte. Zwar wartet Oz, das ist richtig. Aber Gonzo ist wirklich real, es gibt Gonzo tatsächlich. Es ist nur in den ersten Kapiteln nicht ersichtlich, wer das denn ist. Was mir an diesem Buch unglaublich gut gefallen hat, ist dieser Überraschungsmoment, wenn man "schnallt", wer hinter "Gonzo" steckt. Das kann ich hier an dieser Stelle natürlich nicht verraten, das würde ja allen den Spaß nehmen. Und Spaß macht das Buch allemal. Ich habe so gern von Oz und seiner verqueren Familie gelesen, von seiner Schwester, und auch von seinem neu erworbenen Freund Ryan, der es nur gut meint, es als Nerd der Schule aber nun mal nicht so leicht hat. Dave Cousins hat sich hier bei allen Figuren etwas gedacht und sie liebevoll in die Geschichte eingebaut. "Warten auf Gonzo" wird dadurch ein wunderbares Schmökerbuch zum Staunen und zum Lachen, über Neuanfänge, über Freundschaft, über Fehler, die man macht und die man versucht, wieder zu begleichen. Aber manchmal ... passieren eben Dinge, die hat man einfach nicht in der Hand. Wie Gonzo. 
Was ich letztlich auch noch sagen möchte, ist, dass ich froh bin, dass der Verlag bei diesem Buch NICHT das Originalcover aus dem Englischen übernommen hat. Das deutsche Cover finde ich, obwohl ungewöhnlich, viel schöner und ansprechender als das quietschgelbe Original, das so vollgepackt ist mit Schrift. Daumen hoch, für Buch und für Cover!

Ein herzliches Dankeschön an den Verlag Freies Geistesleben für das Leseexemplar!

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