Samstag, 31. August 2013

Von Gargoyles, Hogwarts Speisesaal und britischen Buchläden

Hallo ihr! Seit Mittwoch bin ich wieder im Lande nach einem ziemlich schönen und abwechslungsreichen Trip nach England. Dieses Mal habe ich neben London auch Oxford einen Besuch abgestattet, eine echt gemütliche kleine Stadt, die jedes Historiker-Kunst-Kultur-Herz höher schlagen lässt. Sehr schöne alte Gebäude, die meisten aus gotischer Zeit; viele kann man besichtigen, viele der Colleges in Oxford (ich glaube, es sind 39) jedoch leider nicht, wie ich feststellen musste. Da wollen die Studenten halt nicht gestört werden. Mir liefen an dem Tag meines Besuches jedoch gleich 3 Hochzeitspaare über den Weg, entweder auf dem Weg zum Ja-Wort oder schon wieder davon zurück. Das war ziemlich lustig. Ansonsten kann man viele der Sehenswürdigkeiten in Oxford auf einem ausgedehnten Spaziergang "abklappern" und besichtigen (gegen Eintritt natürlich, versteht sich...) - zum Glück, so hab ich innerhalb der paar Stunden gleich einiges zu sehen bekommen. Einen Besuch in Oxford kann ich jedem empfehlen, die Stadt ist wirklich schön.

Natürlich... musste ich in Oxford auch sogleich einen ganz wunderbaren Buchladen entdecken, nämlich Blackwell´s Bookshop . Ein sehr gemütlicher Laden, den es wohl schon seit 1879 gibt. Nach außen hin wirkt er eher klein, aber einmal eingetreten entspinnen sich mehrere Stockwerke, die vollgepackt sind mit sich gabelnden Wegen, und überall Bücherregale mit tausenden von Büchern an den Seiten - da kriegt man echt ein Auge. Ich bin selbstverständlich auch nicht mit leeren Händen wieder rausgegangen. Aber da ich auch noch im Waterstones in London total ohne Sinn und Verstand zugeschlagen habe, wird das ein extra Beitrag auf dem Blog, irgendwann in den nächsten Tagen.
Hier ein paar Impressionen von Oxford und Co.:



In der Christ Church wie auch in der Bodleian Library in Oxford wurden einige Szenen der Harry Potter Filme gedreht. So mögen einem manche Kreuzgänge, Deckenbalken oder auch eine Treppe z.B. aus "Harry Potter und der Stein der Weisen" bekannt vorkommen, als Harry und die anderen Erstklässler von Professor McGonagall begrüßt werden, wenn man durch die Christ Church schlendert. Vor allem aber diente die "Hall" der Christ Church als Vorlage für die Hogwarts Hall, den großen Speisesaal in Hogwarts. Auf dem Foto unten seht ihr links die "echte" Hall in Oxford, rechts die Halle aus den Filmen. Ich muss gestehen, als ich da drin stand, war ich ein wenig enttäuscht, oder nein, eher ernüchtert. Die Halle ist sehr klein und wirkt bei weitem nicht so pompös und beeindruckend wie in den Filmen, noch dazu darf man als Touri gerade mal für 2 Schritte eintreten, der Rest ist abgesperrt. Da haben sich die Filmleute und Kulissenhersteller also wirklich selbst übertroffen, um das im Film so großartig wirken zu lassen.


Lewis Carroll, der Autor von "Alice im Wunderland", hat in Oxford studiert, und die Tochter des Rektors, Alice, inspirierte ihn zu vielerlei Geschichten und ausgedachten Figuren, die er irgendwann niederschrieb. Auch die Alice-Thematik zieht sich quer durch Oxford, und es gibt beispielsweise einen extra Alice-Souvenir-Shop, der so überfüllt war, dass die Leute bis draußen standen und warteten.


Vor allem aber begegnet man in Oxford Gargoyles und diversen Steinfiguren und Wasserspeiern an so ziemlich jedem Gebäude. Damit schmückt sich die Stadt richtiggehend, auch wenn manch eine dieser Fratzen einem mit ihrem durchdringenden Blick fast ein wenig Angst machen kann.


Wer die Wahl hat, hat die Qual. Man kann sich offenbar aus so ziemlich allem ein Milkshake machen lassen. Das war übrigens nur die Tafel zu den Milkshakes, an diesem Stand auf dem Oxford Covered Market gab es auch Smoothies...


Raubtierfütterung am Kensington Palace in London. Der (oder die?) war soo süß!! Und so zutraulich, der hat sich den Keks gleich selbst abgeholt. Oder er (sie) hatte einfach nur ziemlichen Hunger...


Zu Besuch bei den Royals. Sowohl den Buckingham Palace als auch den Kensington Palace von innen gesehen. (Dabei aber keine Royals erspäht.)


Hach ja. Keane. Die 4 sind im Kenwood Park beim Festival "Live by the lake" im Stadtteil Hampstead  Heath aufgetreten und ... es war so toll. Mein Keane-Herz hat definitiv höher geschlagen... 

Wäre das Kenwood House (das Konzert war direkt davor) nicht so zugebaut und zugestellt gewesen, hätt ich glatt ein Foto gemacht, denn das ist echt total schön da! So muss sich Elizabeth Bennett gefühlt haben, als sie Pemberley zum ersten Mal gesehen hat... ;) Hier mal ein Eindruck:

Quelle: hier


Und... ähm, ja. In einer Harry Potter Souvenir-Ecke bin ich darüber gestolpert, ich geb es jetzt und hier zu. Eigentlich bin ich nicht so ein Opfer und kaufe mir solchen Krams. Es gab da alles mögliche: z.B. den Elderstab, einen Goldenen Schnatz, Hedwig-Miniaturen usw. - also jede Menge Zeugs, das das Harry Potter-Herz höher schlagen lässt. Fand ich alles nicht so überlebenswichtig; als Muggel kann ich damit ja leider eh wenig anfangen. Aber dann blieb mein Blick an diesem Zeitumkehrer hängen, original dem Buch und Film nachempfunden, zum Umhängen und "die Zeit zurückdrehen", wenn man denn möchte. Das hab ich mir dann doch gegönnt. Leider muss ich feststellen, dass sich selbst nach diversem Probieren die Zeit nicht zurückdrehen lässt - und ich mich nicht nochmal zurück nach England schicken kann. Schade eigentlich ;)

Freitag, 23. August 2013

Freitagsgedanken: Britisches Flair...

... fehlt mir definitiv. Wird Zeit, dass ich mal wieder rauskomme. Deswegen:



Mach ich. Auf dem Plan stehen unter anderem ein Abstecher auf den Brick Lane Market (ohh ja!), ein erneuter Versuch, Little Venice zu finden (ist beim ersten Mal gescheitert und endete in einem trotzigen Rundgang durch den Regents Park), mindestens 1 Abstecher in ein Waterstones, ein Trip nach Oxford, ein Besuch im Buckingham Palace (diesmal von innen, nicht nur von außen), ein Konzert der wunderwunderbarsten Band der Welt, nämlich Keane, ..., und mal sehen, was noch so alles in dieser tollen Stadt wartet.

Ich bin dann mal weg. Wir lesen uns nächste Woche wieder :)

Donnerstag, 22. August 2013

"Das Geheimnis des Walfischknochens" - Tanja Heitmann

Blanvalet Verlag, 2013
19,99 Euro
 
Handlung:
Eine alte Schuld. Eine neue Liebe. Ein Schicksal, das sich erfüllt ...
Beekensiel an der Nordsee, 1939. Der elfjährige Arjen lernt in den Dünen den Ausreißer Ruben kennen, der abenteuerliche Geschichten von einem Walfischknochen erzählt. Dieser soll Schicksale bestimmen können ... Es ist der Beginn einer einzigartigen Freundschaft – bis ein Sommertag alles verändert.
Jahrzehnte später reist Greta Rosenboom mit ihrem Großvater auf die Insel seiner Kindheit. Sie ahnt nicht, dass die windumtosten Strände Beekensiels eine alte Schuld bergen – und ein Geheimnis, das auch ihr Leben verändern wird …
(Quelle: hier)
 
Meine Meinung:
"Das Geheimnis des Walfischknochens" ist wunderbare Sommer-Sonne-Strand-Schmökerlektüre. Wenn man nicht eh schon lesenderweise am Strand damit sitzt, wünscht man sich spätestens beim Lesen des Buches an einen Strand - am besten Nordseestrand -, um richtig in die Geschichte eintauchen zu können.
Schauplatz ist nämlich eine kleine sturmumtoste Halbinsel in der Nordsee namens Beekensiel. Dorthin reist Greta mit ihrem Großvater Arjen, um mit ihm gemeinsam auf Entdeckungstour in seine Vergangenheit zu gehen. Arjen ist auf dieser Insel aufgewachsen und erlebte als Kind zwei ganz wunderbare Sommer mit Ruben, einem dahergelaufenen Ausreißer ohne Zugehörigkeit. Langsam taucht Greta in die Geschichte ihres Großvaters ein, die er jedoch nur häppchenweise präsentiert. Man bleibt beim Lesen daher stets so schlau und neugierig wie Greta, auch wenn man unweigerlich beginnt, sich Gedanken zu machen, was da noch kommen mag. Diese hat zwischendrin genügend Zeit, die Bekanntschaft mit Mattes zu machen, einem Beekensiel-Insulaner mit rauem Charme und einer ebenso vertrackten Familiengeschichte wie Arjen.
Es liegt also einiges in der (Nordsee-) Luft, und ich wurde von den Geschehnissen einerseits im Jetzt, andererseits durch die Rückblicke in die Vergangenheit mitgerissen und bestens unterhalten. "Das Geheimnis des Walfischknochens" bietet interessante Figuren in einem abwechslungsreichen Handlungsrahmen, der nie langweilig wird. Für alle Freunde von Dreiecksbeziehungen, geheimnisvollen Familiengeschichten und Stories, die am Meer spielen, ein echtes Lesehighlight. Mir hat es - nicht nur als Sommerlektüre - sehr gut gefallen.

 
 

Sonntag, 18. August 2013

In my mailbox... Apropos Sommerschmöker

Hallo ihr.
Die letzten Tage habe ich krankgeschrieben zuhause verbracht, und da krankgeschrieben ja nicht leseunfähig bedeutet, bin ich selbstverständlich ordentlich zum Lesen gekommen. Gelesen habe ich nämlich "Das Geheimnis des Walfischknochens" von Tanja Heitmann, "5 Tage Liebe" von Adriana Popescu (als ebook), und "The Mortal Instruments: City of Bones" von Cassandra Clare habe ich nach einigen Jahren auch noch einmal verschlungen - weil ich die Story gern wieder ganz frisch im Kopf haben wollte, für den Fall, dass ich mir den Film im Kino anschaue (Wuhuu!! Diese Woche ist es soweit!!!). Dieses große "falls", das ihr hier vielleicht raushört -lest, liegt daran, dass ich nach diesem erneuten Lesen des Buches (jetzt erst recht!) das Gefühl hab, die Verfilmung kann da nicht mithalten. Und mein größtes Problem ist und bleibt Jamie Campbell Bower als Jace. Der macht in meinen Augen alles kaputt.
Aber egal. Die Verfilmung ist ein extra Thema, das diese Woche noch einmal zur Sprache kommen wird *zwinker zwinker zwinker* Es wird was zu gewinnen geben, also schaut einfach wieder vorbei.

Eigentliches Thema: Neuzugänge. Alle 3 der "echten" Bücher, die nun folgen, sind Rezensionsexemplare, 2 davon habe ich zudem ungefragt zugeschickt bekommen - was mich dann letztlich aber doch umso mehr freut. Jetzt hab ich hier einige richtige "Sommer-Sonne-Strandliege-Schmöker" liegen, die man am besten in den Koffer für den Sommerurlaub packen sollte - aber mein Sommerurlaub ist noch nicht in Sicht. In die Bücher reinlesen werde ich dennoch schon einmal beizeiten.



Kimberley Wilkins "Das Haus am Leuchtturm"
Australien 1901: Isabella Winterbourne überlebt als Einzige ein Schiffsunglück vor der Küste Australiens. Sie beginnt ein neues Leben unter falschem Namen. Nur der Leuchtturmwärter Matthew weiß davon und kennt das kostbare Schmuckstück, das sie bei sich trägt – doch er schweigt, aus Liebe.

London 2011: Nach dem Tod ihres langjährigen Geliebten Mark Winterbourne zieht sich Elizabeth voller Trauer in ein Cottage in ihrer Heimat Australien zurück. Dort stößt sie auf mysteriöse Hinweise über den Verbleib eines legendären Schmuckstücks, das angeblich beim Untergang eines Passagierschiffs verloren ging. Fasziniert entdeckt sie das Geheimnis der Familie Winterbourne.


-> Habe ich völlig überraschend vom Knaur Verlag zugeschickt bekommen. Vielen vielen Dank, Frau Kessler! :)


Juliet Nicolson "Als Mrs. Simpson den König stahl"
England, 1936. Für die 19-jährige May Thomas beginnt das Abenteuer ihres Lebens. Gerade aus Barbados nach England gekommen, tritt sie eine Stelle als Chauffeurin bei Sir Philip Blunt an. Mit ihrer offenen, liebenswürdigen Art findet sie bei den Blunts schnell ein neues Zuhause. Und in dem politisch und sozial engagierten Oxfordstudenten Julian einen Freund, für den sie schon bald mehr empfindet, als ihr erlaubt ist. Zur selben Zeit hält Evangeline Nettlefold Einzug bei den Blunts. May schließt Freundschaft mit der lebenslustigen Amerikanerin, die mit ihrer impulsiven Art die britische Reserviertheit durcheinanderwirbelt. Doch Evangeline sorgt für etwas mehr Aufregung, als allen lieb ist. Denn sie steht in engem Kontakt mit Wallis Simpson, deren heimliche Affäre mit dem König nicht nur die Skandalpresse in Alarmbereitschaft versetzt. Nach und nach taucht May immer tiefer ein in die Verstrickungen der gehobenen britischen Gesellschaft und hat bald nicht mehr nur mit ihrem Gefühlschaos zu kämpfen …

-> Gab es bei Blogg dein Buch. Leider habe ich mittlerweile schon bei manchen Stellen gelesen und gehört, dass das Buch mitunter recht zäh und spannungsarm sein soll. Ich geh dennoch unvoreingenommen ans Lesen, hab ich mir vorgenommen - auch wenn mir bei den vielen Personen in der Inhaltsangabe jetzt schon der Kopf schwirrt.


Darcie Chan "Sehnsucht nach Mill River"
Seit Jahren lebt Mary zurückgezogen auf ihrem großzügigen Anwesen oberhalb von Mill River. Nur Priester Michael besucht sie und erzählt ihr vom Leben in der quirligen Stadt: Von dem verwitweten Polizisten, der mit seiner kleinen Tochter aus der Großstadt geflüchtet ist, von der habgierigen Krankenschwester, die ihre Familie mühselig über Wasser hält, und von der ungewöhnlichen Daisy, die in ihrem Wohnwagen geheimnisvolle Kräutertees braut. Niemand ahnt, welches Leid Mary erlebt hat. Als sie tödlich erkrankt, stellt sie sich endlich ihrer alten Schuld. Und sie beginnt mit der Suche nach ihrer Tochter.

-> Gab es von buecher.de. Seht euch nur mal diesen tollen Seitenschnitt an!

Sandra Regnier "Das geheime Vermächtnis des Pan"

Felicity Morgan ist nicht gerade das, was sich die Elfenwelt unter ihrer prophezeiten Retterin vorgestellt hat. Sie ist achtzehn, trägt immer noch eine Zahnspange, hat keinen Sinn für schicke Klamotten und scheint niemals genügend Schlaf zu bekommen. Leander FitzMor hingegen, der Neue an Felicitys Schule, ist der wohl mit Abstand bestaussehendste Typ Londons. Um keinen coolen Spruch verlegen und zu allem Überfluss auch noch intelligent – denkt Felicity, die Gott sei Dank nicht auf arrogante Frauenschwärme steht. Auch wenn diesen Leander immer jener seltsam anziehende Duft nach Heu und Moos umgibt und er sie manchmal anschaut, als er könne er ihre Gedanken lesen. Aber das Schlimmste an dem Ganzen ist, dass er einfach nicht mehr von ihrer Seite weichen will …

-> Seit ein paar Tagen gibt es den impress Verlag, ein neues Label des Carlsen Verlags. impress ist gleich mit einigen höchst interessant klingenden ebooks aus dem Bereich "Romantasy" und "Paranormal Romance" gestartet (übrigens bin ich kein Freund dieser englisch-betitelten Schubladen, aber naja...), und ich hab mich fürs erste für dieses entschieden. Schaut am besten mal selbst vorbei unter www.carlsen.de/impress
Powered by Blogger.

© i am bookish, AllRightsReserved.

Designed by ScreenWritersArena