Samstag, 8. Juni 2013

In my (zum Glück nicht nass gewordenen!) mailbox...

Hochwasser. Muss ich eigentlich noch mehr sagen?
Ich wohne zwar nicht direkt am Fluss und bin daher von jeglichen Wassermassen verschont geblieben, aber die Stadt hat trotzdem ganz schön was abgekriegt. Echt schlimm; aber gleichzeitig toll zu sehen, wie plötzlich alle mit anpacken und was für ein Zusammengehörigkeitsgefühl dabei entstehen kann. Mit der Saale hat meine Heimatstadt auch den "kleineren" Fluss, in sämtlichen Elbe-Städten sieht es ja noch weitaus ärger aus. Ich hoffe einfach mal das Beste.

Jetzt hier einen angemessenen und gelungenen Übergang zu schaffen, kann ich mir wohl abschminken. Also direkt rein in die Meldung: Neuzugänge. Hab ich gerade heute einen schönen bekommen, nämlich von buecher.de für die Buchflüsterer-Aktion, d.h. ich darf es vorab lesen und darüber schreiben.

Johanna Rosen "Liberty Bell"
Sie ist siebzehn Jahre alt. Sie kennt kein Internet und kein Facebook, keine Hochhäuser und keine Autos. Liberty Bell ist im Wald aufgewachsen, fernab von jeder Zivilisation. Und Ernesto ist der erste Junge, den sie zu Gesicht bekommt.
Ein mitreißender Roman über eine zarte Liebe zwischen zwei Jugendlichen, die den ungewöhnlichen Umständen trotzen und für ihre ganz persönliche Freiheit kämpfen. Berührend, aufwühlend und ganz außerordentlich.
(Quelle: hier)


-----
Geradezu kringelig gelacht habe ich mich diese Woche, als ich dieses folgende Buch im Geschäft entdeckte und spontan reinlas. Ich musste es dann auch direkt mitnehmen. Hat mich den ganzen Tag erheitert. Ist aber nicht zu empfehlen, es zu lesen, wenn man im Zug sitzt und man nur Personen um sich herum hat, die keinen Spaß verstehen. Selbst ausprobiert!

William Wahl "Ernst beiseite! - 500 Namen, die Sie Ihrem Kind besser nicht geben sollten"
Mit dem Namen scheint die Zukunft eines Kindes vorbestimmt: Kann eine Jacqueline Vorstandsvorsitzende werden und eine Walburga in einer Medienagentur arbeiten? Warum darf ein Kind im Schwabenland auf keinen Fall Astrid heißen? Wird Gretel gehänselt? Weswegen gelten Petras als hässlich? Und verwechseln Japaner Lionel tatsächlich stets mit Rainer? William Wahl nennt die schlimmsten Namenssünden und warnt dabei vor einigen Klassikern ebenso wie vor Modenamen.
(Quelle: hier)



Ein Beispiel:



-----
Und es gab Futter für den Kindle:





(Wollte ich eigentlich nie lesen, ich find schon den Titel so doof, aber das gab es diese Woche gratis - da war ich sicher nicht die Einzige, die es sich dann doch runtergeladen hat... Hoffe ich zumindest.)

(Für die 100 Bücher-Challenge. Liest sich bis jetzt außerordentlich nett.)

(Ich weiß gar nicht mehr, wieso ich das runterladen habe. Ach, doch: das gab es im Kindle Deal des Tages für 0,99 Euro. Und es hat nur 5 Sterne- Bewertungen. Lahme Begründung, ich weiß...)


Mittwoch, 5. Juni 2013

"Das Flüstern der Albträume" - Mary Burton

LYX Verlag, 2013
9,99 Euro


Handlung:
Eva Rayburn verbrachte zehn Jahre im Gefängnis – verurteilt für ein Verbrechen, das sie nicht begangen hat. Als sie schließlich in ihre Heimatstadt zurückkehrt, beginnt dort ein Serienmörder sein Unwesen zu treiben, der Evas Vergangenheit zu kennen scheint. Zusammen mit Detective Deacon Garrison will Eva dem Mörder auf die Spur kommen. Denn auch ihr eigenes Leben ist in großer Gefahr.
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
Mit "Das Flüstern der Albträume" habe ich mich ungewöhnlich schwer getan. Ich habe recht lange daran gelesen, immer nur ein paar Seiten, und dann hab ich es wieder zur Seite getan - zugunsten eines anderen Buches. Nun gehöre ich nicht zu den eingefleischten Thriller-Fans, aber wenn ich mir schon einen schnappe, dann mit einer gewissen Erwartungshaltung, und dann kann ich mich auch richtig von davon einfangen lassen. "Das Flüstern der Albträume" ist das nicht gelungen. Schwierig, genau auszumachen, woran das lag. Zum einen an den Figuren, die mich - ich muss es so sagen - ziemlich kalt gelassen haben. Die schwer vom Schicksal gebeutelte Eva hat als Hauptprotagonistin in meinen Augen nicht viel herausgerissen, zu fremd blieb sie mir selbst noch nach diversen Kapiteln und Rückblenden in ihre Vergangenheit, die ihr nicht nur jede Menge Leid und Elend, sondern vor allem diverse Jahre im Gefängnis eingebracht hat. Sie ist die Sorte Gutmensch, das fand ich irgendwie ein bißchen ermüdend.
Weiterhin haben mich die Vielzahl an Personen irritiert, die hier zu Wort kommen bzw. in irgendeiner Art und Weise eine Rolle zu spielen haben. Ein Aufgebot an handelnden Figuren, die Leben in das Ganze bringen, ist schön und gut. Ich hatte jedoch schon nach einigen Kapiteln echte Schwierigkeiten, die Personen auseinander zu halten und zuordnen zu können, nach dem Motto: das ist die Schwester, das ist der Polizistenpartner, ach nein, das war ja der Journalist usw. Kann natürlich auch daran liegen, dass ich das Buch - wie gesagt - mit einigen Pausen gelesen habe. Wer hier an den Seiten klebte, wird dieses Problem vermutlich nicht gehabt haben. Aber dafür war es mir zu wenig spannend, das muss ich so sagen, wie es ist. Gerade die erste Hälfte zog sich gefühlt für mich sehr und entsprach nicht dem, was ich unter dem Begriff "Thriller" erwarte.
Das Ende schließlich fand ich nicht vorhersehbar, das nicht, aber ein wirkliches "Oh mein Gott, das ist ja eine Überraschung!"- Ende war es halt auch nicht. Es hat gepasst, es war ok - ein Ende halt.
Das soll jetzt nicht klingen, als wäre "Das Flüstern der Albträume" ein schlechtes Buch - das ist es keinesfalls. Es ist toll geschrieben, die Grundidee ist gut und plausibel durchdacht. Nur das Drumherum war nicht mein Fall. Kein Thriller, wie ich es definieren würde, und sicher keiner, der mir wirklich im Kopf bleiben wird.


Ein herzliches Dankeschön an den LYX Verlag und Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 2. Juni 2013

In my mailbox...

... gab es in den letzten Tagen dieses neue Schmuckstück, das ich vom Pepperbooks Verlag bekommen habe:

Diana Raufelder "Wir zwei sind Du und Ich"

“Es sind die gleichen schwarzen Haare”, denkt sie, als sie ihn inmitten den Getümmels plötzlich erblickt, „genauso wild und ungezähmt.“ Dazu ein schwarzer Stern und ein schwarzer Halbmond. „Ruf ihn! “, denkt sie, aber sie bekommt keinen Ton heraus.
Menschen, bepackt mit riesigen Einkaufstüten, drängen von allen Seiten auf sie ein.
Wo ist er hin? Sie hat ihn verloren. Zum zweiten Mal in ihrem Leben. Tränen schießen ihr in die Augen.
„Warum weinst du Prinzessin? “, fragt da auf einmal jemand hinter ihr. Sie dreht sich erschrocken um: Ist das tatsächlich Ben?

(Quelle: hier)

---
Ich freu mich schon sehr auf das Buch, die Beschreibung vom Verlag klingt sehr schön - ich bin einfach mal gespannt. 
Tja, und sonst? Ausgelesen wurden "Das Tal. Die Jagd" von Krystyna Kuhn sowie "Rashen - Einmal Hölle und zurück" von Michaela B. Wahl, und einige Seiten fehlen mir noch, dann habe ich auch "Wer die Nachtigall stört" von Harper Lee beendet - vorrangig für die 100 Bücher-Challenge, aber ebenso, weil ich es irgendwann einfach mal gelesen haben wollte. Check, Häkchen dran ;) Jeweilige Eindrücke dazu folgen in den nächsten Tagen. Hoffe ich mal. Im Moment ziehen mich das Wetter und diverse andere Sachen so runter, dass ich mich jetzt erstmal mit einem Buch (Gott, welches bloß?!) irgendwohin verkrümeln und die fiesen Alltäglichkeiten einfach ausblenden werde.

Donnerstag, 30. Mai 2013

Blinde Vögel im Dorf der Mörder

"Blinde Vögel" - Ursula Poznanski


Als ich erfahren habe, dass es sich beim neuesten Buch von Frau Poznanski um eine Fortsetzung der Geschichte von Beatrice und Florin handelt, war ich ziemlich überrascht, denn ich hätte nicht gedacht, dass es mit den beiden nach "Fünf" weitergehen würde. Aber offensichtlich ist hier noch viel mehr Handlung geplant, was ich sehr begrüße, weil mich "Fünf" richtig begeistern konnte und ich die beiden Ermittler und die Fälle, mit denen sie sich herumschlagen müssen, eigentlich sehr interessant finde.
"Blinde Vögel" dagegen war für mich nicht ganz so überragend. Frau Poznanski glänzt zwar einmal mehr mit der Themenauswahl für ihr Buch - welche ich bei ihren Geschichten eigentlich immer fantastisch finde -; hier geht es um eine Lyrik-Gruppe bei Facebook, unter deren Mitglieder sich plötzlich merkwürdige Mordfälle ereignen. Insgesamt war das Tempo bei diesem Buch Nr. 2 jedoch um einiges langsamer und für mich nicht ganz so reizvoll. Daran lagen vor allem die zwischenmenschlichen Aspekte zwischen Beatrice und Florin, die die Autorin hier vermehrt in den Mittelpunkt rückt. Mir sind beide Figuren zwar sehr sympathisch, auch wenn ich Florin nach wie vor nicht so recht greifen kann, aber in meinen Augen wird es nun zu offensichtlich, was Frau Poznanski mit beiden noch vorhat. Die Andeutungen und Verwicklungen nahmen für mich etwas zuviel Spielraum ein.
Das Ende der eigentlichen Geschichte war für mich zudem einen Tick zu konstruiert und nahm überdies plötzlich Züge an, die vorher nicht mal ansatzweise angedeutet wurden. Für die Nicht-Vorhersehbarkeit ist das natürlich gut; ich fand den Plot und die Auflösung dennoch zu überraschend. 

Insgesamt habe ich "Blinde Vögel" zwar gern gelesen, bin auch gespannt auf die weitere Storyline um Beatrice und Florin, aber es bleibt mir nicht so beeindruckend im Kopf wie andere Poznanski-Bücher.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------

"Das Dorf der Mörder" - Elisabeth Herrmann


Bereits vor mehreren Wochen habe ich das Buch gelesen und fand es richtig gut. Im Kopf bleibt mir hier zwar vor allem die recht ungewöhnliche Namenswahl, die die Autorin für ihre Figuren getroffen hat, und die mir nicht ganz alltäglich erschien (Jason, Jeremy, Sanela...). Hinter "Das Dorf der Mörder" verbirgt sich aber vor allem eine gut durchdachte, spannend gehaltene Geschichte mit interessanten Ansätzen und vor allem lebhaften Figuren, die das Geschehen sowohl in Berlin als auch in verschlafenen und längst aufgegebenen Dörfern mitten im Nirgendwo tragen. Die Vorkommnisse werden aus unterschiedlichen Perspektiven wiedergegeben, welche zusammen ein buntes und vielfältiges Rätselraten für den Leser ergeben. So rücken nicht nur die Polizistin Sanela und ihr markanter Vorgesetzter Gehring ins Bild - übrigens ein äußerst interessantes Pärchen mit Ecken und Kanten, von denen ich gern mehr lesen würde -, sondern auch ein Psychologe, die Schwester des Täters etc. kommen zu Wort. Sehr abwechslungsreich und dadurch durchweg auf hohem Level spannend.

"Das Dorf der Mörder" hat mich als eher Wenig-Krimi-Leserin voll überzeugen können und mir einige gute und unterhaltsame Lesestunden beschert.
Powered by Blogger.

© i am bookish, AllRightsReserved.

Designed by ScreenWritersArena