Mittwoch, 8. August 2018

"Blog-Re-Opening" oder auch: Da bin ich wieder

Hallo ihr Blogbesucher und Leser und lesende Blogbesucher! ;)

Da bin ich wieder. Die Blogpause ist vorerst beendet und "i am bookish" ist wieder online. Mir hat die Pause ganz gut getan, weil ich nicht an den Blog denken musste, wenn ich nicht wollte. Zuletzt war das Bloggen für mich eigentlich nur noch eine zeitraubende Überwindung, die ich dann auch tatsächlich nur noch für geforderte Rezensionen genutzt habe. Irgendwie war mir das alles zu viel und zu nervig. Dann kam die DSGVO und ich hab hier erstmal dicht gemacht. Um das alles hübsch passend und Verordnungs-konform zu machen, hat mir zu dem Zeitpunkt leider wirklich jeder Nerv gefehlt. 
Jetzt bin ich wieder da, zumindest erstmal. Irgendwie hat es mir zuletzt tatsächlich gefehlt, den Blog nicht online zu wissen. Offenbar bin ich also doch noch nicht bereit, hier alles aufzugeben und die Seite komplett zu schließen.

Also geht´s weiter, nur wie und in welchem Ausmaß (und wie lange), das weiß ich noch nicht. Ich werde den Blog weiterhin nur nach Lust und Laune (und Zeit) betreiben - wenn ihr also wieder mal wochenlang nichts von mir hört, dann mangelt es bei mir an mindestens einem dieser drei Dinge...
Auf dem Blog selbst wird sich nichts ändern, vor allem inhaltlich und an der Art der Posts nicht. Vielleicht werde ich aber eine Rubrik einführen, in der ich häufiger meine aktuelle Lektüre vorstellen und ein bisschen was dazu erzählen werde. Dann kommt hier vielleicht wieder ein bisschen mehr Leben rein.

Ich habe auch überlegt, ob ich irgendetwas an dem Aussehen des Blogs ändern soll oder will. Sieht ja doch schon eine ganze Weile gleich aus hier. Aber irgendwie bin ich immer wieder hier gelandet, bei diesem "Blog-Outfit". Ich mag es so eigentlich immer noch, rot und grün und alles schön übersichtlich, ohne zu überladen zu sein. Beim letzten Blogoptik-Umgestalten habe ich damals ziemlich lange gesucht und ausprobiert, bis ich letztlich bei dieser Version gelandet bin. Und die gefällt mir halt tatsächlich immer noch.

Ich habe bei der Gelegenheit des "Re-Openings" auch endlich mal mein aktuelles Lese-Bingo aktualisiert, das ich 2018 bisher völlig vernachlässigt hatte. Eigentlich sieht es gar nicht so übel aus, ich habe mir schon einige Kategorien abstreichen können. Wer von euch macht denn noch mit und wie weit seid ihr?

Kurzerhand habe ich außerdem die Seite zur Supernatural-Challenge gelöscht und meine Teilnahme damit zugleich beendet. Ganz ehrlich, ich mag die Serie (oder mochte, bevor diese ganze Engel-Sache anfing), aber mit der Challenge von Sas habe ich mich von Beginn an schwer getan. Die Themen alleine waren schon nicht ganz ohne, aber spätestens bei den monatlichen Zusatz-Aufgaben habe ich völlig aufgegeben. Dafür haben mir Lust und Zeit gefehlt. Und da Sas ihren Blog momentan ebenfalls noch (u.a. DSGVO-bedingt) mindestens pausiert (wenn nicht sogar beendet) und in der Challenge nix passiert, hab ich das für mich beendet. 

Soweit der aktuelle Stand. Ich hoffe, ihr schaut ab sofort wieder ab und zu vorbei. Kommt gut durch die heiße Woche!

Donnerstag, 24. Mai 2018

Auf Wiedersehen?

Liebe Blogbesucher,
ich habe hin und her überlegt, aber mich jetzt irgendwie doch dazu durchgerungen: So wie es ausschaut, werde ich "i am bookish" zunächst erstmal eine Weile OFFLINE setzen. Ich will nicht sagen, dass ich den Blog komplett dicht mache und nie wieder bloggen werde.
Aber in der letzten Zeit waren alle Blogger gefühlt wie aufgescheuchte Hühner wegen der morgen in Kraft tretenden DSGVO und den damit einhergehenden Änderungen, die man auch an seinem privaten Blog vornehmen muss. Natürlich habe ich das auch verstanden und natürlich sehe ich die Änderungen auch ein. Aber umgesetzt habe ich sie bisher nicht. Manche mögen jetzt sagen, das sind doch nur ein paar Klicks, dauert doch nicht lange. Nachdem ich mich ein bisschen schlau gemacht und diverse Seiten und Posts anderer Blogger gelesen habe, kann ich nur sagen: nee, ein paar Klicks sind das nicht nur. Da sitze ich eine Weile dran. Und irgendwie fehlt mir dazu momentan die Zeit. Und die Muße. Und irgendwie auch der Willen dazu. Denn wenn ich mal ganz ehrlich sein soll: "i am bookish" ist schon über 7 Jahre alt. Und ich betreibe diesen Blog hier schon seit einiger Zeit nicht mehr wie früher. Vor ein paar Jahren habe ich mich mit Feuereifer in die Posts gehängt, habe Beiträge schon Tage oder Wochen im Voraus verfasst und diverse Rezensionen und Aktionen auf dem Blog gehabt. Ich habe viele Kommentare von euch bekommen und es gab regen Austausch auf "i am bookish". 
Das ist schon lange nicht mehr so. 
Ehrlicherweise sieht es so aus, dass ich mir seit einiger Zeit schon auf die Schulter klopfe, wenn ich mal mehr als 2 Posts im Monat geschrieben habe. Der Blog steht einfach nicht mehr an so wichtiger Stelle bei mir, auch wenn er mir nicht egal ist und mir das (zumindest vorübergehende) Schließen beispielsweise sehr schwer fällt. Aber mir fehlt die Zeit - nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Schreiben. Und wenn ich mal Zeit habe, habe ich keine Lust, mich so lange vor den Laptop zu setzen, um zu rezensieren oder anderes zu schreiben. Und dieses "Ich muss noch XY erledigen/schreiben/rezensieren/posten-" Denken hat mir noch nie gefallen.
Und als ich da in den letzten Tagen saß und die Änderungen gelesen habe, die ich laut DSGVO jetzt am Blog alle vornehmen müsste, wurde dieser kleine aber fiese Gedanke in meinem Kopf laut: "Ist es dir das alles überhaupt noch wert?"
Und die ehrliche aktuelle Antwort lautet wohl... Nein. 

Also mach ich jetzt das sinnvollste und auch gesetzlich sicherste und nehme den Blog vorerst aus dem Netz. Ich weiß noch nicht, wie lange. Vielleicht ein paar Wochen, vielleicht Monate. Vielleicht kitzelt es mich schon in ein paar Tagen in den Fingern und ich mache alles DSGVO-konform hier und melde mich zurück. Weiß ich noch nicht. Bis dahin kann man - wenn man möchte - jedenfalls weiterhin bei Instagram bei mir vorbeischauen und auch bei Facebook gibt´s die Blogseite vorerst weiter. 

Bis bald!

Mittwoch, 23. Mai 2018

"Wahrscheinlich ist es Liebe" - Paul Reizin

Wunderraum Verlag, 2018
23,00 Euro




Handlung:
Jen ist traurig. Aiden möchte, dass sie wieder glücklich ist. Klingt nett, aber nicht gerade spektakulär? Dann sollte man hinzufügen, dass Jen eine Frau Mitte dreißig ist, die gerade sitzen gelassen wurde, und Aiden ein hoch entwickeltes Computerprogramm, das gerade von Jen trainiert wird. Nach Aidens Berechnungen fehlt Jen zur Erreichung des optimalen Wohlbefindens einfach nur der richtige Mann. Und da Aiden via Internet Zugang zum Weltmännerpool hat, kann es doch nicht so schwer sein, ein passendes Exemplar mit Jen zusammenzubringen. Wenn sich die menschlichen Probanden bloß nicht so ungeschickt anstellen würden!



Meine Meinung:
"Wahrscheinlich ist es Liebe" - das kann ich auch nur in Bezug auf meine Gedanken und Gefühle zu diesem Buch sagen. Ich finde diese Geschichte so genial und außergewöhnlich! Genau die richtige Mischung aus gelungener Romanidee, interessanten Charakteren, aktuellen Themen und Liebesgeschichte, um nicht nur mein Interesse zu wecken, sondern bei mir auch mitten ins Herz zu treffen.

Zunächst habe ich mich etwas schwer getan mit den Namen, Personen, den Künstlichen Intelligenzen - und dass plötzlich immer mehr davon aufgetaucht sind! Aber das hat natürlich seinen Grund und man sollte definitiv bis zum Schluss dranbleiben, um die ganzen Verwicklungen und Einfälle und auch Bösartigkeiten der KIs zu erleben. Es fängt mit Aiden an, der eigentlich nur Gutes will für seine Jen, seine Unterhaltungs-Partnerin, die nur durch Gespräche herausfinden soll, wie Aiden als intelligentes Nicht-Lesewesen eigentlich so tickt, emotional gesehen. Dass Aiden und auch die anderen KIs plötzlich sehr viel cleverer als gedacht sind und ganz eigene Pläne entwickeln, wie sie die Welt im Gesamten (und die Welt von Jen im Kleinen) gestalten wollen, könnte prinzipiell der Albtraum der Menschheit werden. Mir ging es beim Lesen (vor allem in der zweiten Hälfte des Buches) mehrfach so, dass ich mich richtig hilflos angesichts all der Technik und Datenverarbeitung unserer heutigen Welt gefühlt habe. Paul Reizin schafft das ganz mühelos, darzulegen, was passieren könnte, wenn mal nicht mehr die Menschheit, sondern eben ihre Roboter und Maschinen ein bisschen Spaß haben wollen. 
Alles in allem eine wunderbar gelungene, amüsante (ich hab mehrfach so kichern müssen!!) und romantische Geschichte aus dem wunderbaren Wunderraum-Verlag!

Ein herzliches Dankeschön an das Randomhouse-Bloggerportal!

Dienstag, 22. Mai 2018

"Das Mädchen, das in der Metro las" - Christine Féret-Fleury

DuMont Buchverlag, 2018
18,00 Euro



Handlung:
Jeden Morgen sitzt Juliette in der Metro auf dem Weg zu ihrer eintönigen Arbeit in einem Maklerbüro und taucht ein in die Welten ihrer Romane. Mal begibt sie sich mit Marcel Proust auf die Suche nach der verlorenen Zeit, mal begleitet sie Hercule Poirot im Orientexpress Richtung Istanbul - manchmal beobachtet sie auch einfach die Menschen um sich herum, die in ihre Lektüre vertieft sind. Es sind die Bücher, die Juliettes Leben Farbe verleihen. Als sie eines Tages beschließt, zwei Stationen früher auszusteigen, begegnet sie dem schrulligen Soliman, der mit seiner Tochter Zaïde inmitten seiner Bücherstapel lebt. Soliman glaubt, dass jedes Buch, wenn es an die richtige Person übermittelt wird, die Macht hat, ein Leben zu verändern. Auserwählte Boten liefern für ihn diese kostbare Fracht aus, an die, die sie nötig haben. Bald wird Juliette zu einer Botin, und zum ersten Mal haben die Bücher einen wirklichen Einfluss, auch auf ihr Schicksal.



Meine Meinung:

""Vielleicht habe ich ihn nicht wirklich gekannt. Sagen wir so, ich habe ein Buch gelesen, in dem er die Hauptfigur war - aber ist das nicht eine ausgezeichnete Art, um jemanden kennenzulernen? Vielleicht sogar die beste." (S. 99)"

Ich mag den Gedanken, dass selbst in unserer heutigen, trubeligen und hektischen Zeit, in der fast alles nur noch digital läuft, es Menschen gibt, für die Bücher alles und die Welt bedeuten. Die ihr ganzes Leben den Büchern und ihrer Verbreitung verschreiben. Dass es tatsächlich "Buchpioniere" geben könnte, deren Ziel es ist, Menschen an Bücher zu bringen, sie zum Lesen zu bringen. Und dass so etwas auch in so lauten und vollen Städten wie Paris passieren könnte - das kann schon mal eine gute Idee für einen Roman ergeben.
Und die Grundidee von "Das Mädchen, das in der Metro las" hat mir an sich auch sehr gut gefallen. Hier treffen passionierte Leser wie Soliman und seine Tochter, deren Aufgabe darin besteht, Bücher unter die Leute zu bringen, und das möglichst unbemerkt und wie zufällig, auf Juliette. 
Juliette, die das ganze Buch über irgendwie einen etwas verlorenen Eindruck inmitten der großen Stadt macht. Der Titel des Buches wird ihrer Figur nicht wirklich gerecht, denn tatsächlich hat Juliette zwar ein Buch in der Metro dabei, zum Lesen kommt sie vor lauter Beobachten der lesenden Mitfahrer aber kaum. Diese Beobachtungs- und Beschreibungsgabe der Autorin, wenn es darum geht, wie Juliette die lesenden Menschen um sich herum wahrnimmt, mochte ich sehr gern. Ich habe mich selbst wiedergefunden und habe von ganz allein an die Zeit zurückdenken müssen, als ich selbst regelmäßig im Zug unterwegs war und wunderbare Buch-Bekanntschaften mit anderen Zugreisenden geschlossen habe.
Trotzdem habe ich Juliette das ganze Buch über nicht richtig greifen können. Sie blieb mir fremd, zu ruhig, zu wenig zielgerichtet, zu blass irgendwie auch. Selbst als sie im Laufe der Geschichte ihre neue Aufgabe als Buchbotin übernimmt, ist der Sympathie-Funke bei mir einfach nicht übergesprungen. Aber das lag vielleicht auch am ganzen Drumherum, was in meinen Augen zu wenig ausgeschmückt war und vielleicht auch ein bisschen zu kurz kam. Für meinen Geschmack hätte die Autorin aus dieser so schönen Grundidee mehr und vor allem Lebhafteres machen können, und insbesondere mehr schreiben können - wenigstens 247 Seiten, um einer kleinen Anekdote in ihrer Geschichte, die mit der Seitenzahl 247 eines Buches zu tun hat, selbst die Ehre zu erweisen. Das hätte ich schön gefunden. So ist "Das Mädchen, das in der Metro las" ein nettes kleines schmales Büchlein, das sich ohne Probleme an einem Nachmittag weglesen lässt. Leider - so habe ich schon nach wenigen Tagen festgestellt - bleibt einem aber auch der Inhalt dieses Buches nicht sehr viel länger in Erinnerung.

Ein herzliches Dankeschön an den DuMont Buchverlag!

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