Sonntag, 8. März 2015

[Neue Bücher] In my mailbox...

Hallo ihr Leseleute!
Heute zeige ich euch fix die neuen Bücher, die in den letzten Tagen bei mir eingeflogen sind. Die ersten beiden sind Rezensionsexemplare, wobei ich das erste völlig überraschend bekommen habe. Ich muss dazu sagen, dass ich von alleine auch wahrscheinlich nicht zu einem Buch von Lucinda Riley gegriffen hätte, denn ich habe von ihr "Das Orchideenhaus" gelesen und fand es - sprachlich gesehen - fürchterlich schlecht. So schleimig-kitschige, völlig unechte und übertriebene Sätze, und eine aufgesetzte Liebesgeschichte, die mich echt nicht vom Hocker gerissen hat. Mit der Autorin hatte ich also keinen wirklich guten Start. Aber die Inhaltsangabe von diesem neuen Buch hier klingt eigentlich sehr vielversprechend, also werde ich mich auf jeden Fall erstmal so vorurteilsfrei wie möglich darauf einlassen... Auf "Nacht ohne Namen" bin ich gespannt, auch wenn ich gar nicht genau weiß, worum es geht. Ich nehme mir schon seit Tagen vor, darin zu lesen, aber ich werde wohl erst heute - draußen in der Sonne - richtig dazu kommen, das Buch zu beginnen. Und das dritte Buch hat mich wegen seines tollen Titels so angelächelt, dass ich es kurzerhand gekauft habe und jetzt mal sehr gespannt drauf bin. 


Lucinda Riley "Die sieben Schwestern"
Maia ist die älteste von sechs Schwestern, die alle von ihrem Vater adoptiert wurden, als sie sehr klein waren. Sie lebt als Einzige noch auf dem herrschaftlichen Anwesen ihres Vaters am Genfer See, denn anders als ihre Schwestern, die es drängte, draußen in der Welt ein ganz neues Leben als Erwachsene zu beginnen, fand die eher schüchterne Maia nicht den Mut, ihre vertraute Umgebung zu verlassen. Doch das ändert sich, als ihr Vater überraschend stirbt und ihr einen Umschlag hinterlässt – und sie plötzlich den Schlüssel zu ihrer bisher unbekannten Vorgeschichte in Händen hält: Sie wurde in Rio de Janeiro in einer alten Villa geboren, deren Adresse noch heute existiert. Maia fasst den Entschluss, nach Rio zu fliegen, und an der Seite von Floriano Quintelas, eines befreundeten Schriftstellers, beginnt sie, das Rätsel ihrer Herkunft zu ergründen. Dabei stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte in der Vergangenheit ihrer Familie, und sie taucht ein in das mondäne Paris der Jahrhundertwende, wo einst eine schöne junge Frau aus Rio einem französischen Bildhauer begegnete. Und erst jetzt fängt Maia an zu begreifen, wer sie wirklich ist und was dies für ihr weiteres Leben bedeutet ...

Jenny-Mai Nuyen "Nacht ohne Namen"
Manche Menschen sind für einander bestimmt. So wie Nicki und Canon. Sie haben ihre eigene Welt. U-Bahnfahren in der morgengrauen Großstadt. Verstehen fast ohne Worte. Und doch wissen sie nicht viel voneinander. Zum Beispiel ihre wahren Namen. Als Canon verschwindet, kommt Nicki einem noch viel größeren Geheimnis in seinem Leben auf die Spur. Denn sie teilt Canon mit einem Dämon – und der steckt in üblen Schwierigkeiten …

Hilde Kvalvaag "Das ist der Sommer im Paradies, wie er eben aussieht, wenn man sie Sonnenbrille absetzt"
Johanne liebt es, die Sommerferien gemeinsam mit ihrer Schwester Katrin bei den Großeltern zu verbringen: Sonne, Schwimmen im Fjord, der Job im Lebensmittelladen, Schaumbananen futtern, Partys, eng anliegende Kleider - das ist der Sommer im Paradies! Und dann ist da noch Are, der ihr den ganzen Winter über nicht aus dem Kopf gegangen ist ...

Doch dieses Jahr ist alles anders: Katrin kommt nicht wie versprochen nach und Are scheint sich nicht sonderlich für Johanne zu interessieren. Dann lernt sie Ares jüngeren Bruder Mattias kennen, aber eines Tages ist er spurlos verschwunden.


Freitag, 6. März 2015

[2 Kurze] Von genialen Maschen und Londons Schatten


T.S. Easton "Ben Fletchers total geniale Maschen"

Ben möchte eigentlich nicht viel: "normale" und anständige Freunde haben, nicht in Schwierigkeiten geraten, "normale" und anständige Eltern haben und vielleicht mal ins Gespräch mit Megan aus seiner Klasse kommen. Stattdessen plagt er sich mit peinlichen Eltern herum (und die waren nicht plakativ fürs Buch, die erschienen mir wirklich peinlich!), Megan scheint für ihn meilenweit entfernt zu sein, seine Freunde haben eigentlich nur Blödsinn im Kopf und bringen Ben permanent in Schwierigkeiten. Als eine Aktion seiner Freunde dann so richtig schief läuft, Ben verurteilt wird und im Zuge seiner Bewährungsauflagen versehentlich in einem Strickkurs landet, bemerkt er, dass er diese neue Fähigkeit - Stricken - eigentlich ziemlich gut beherrscht und mehr noch: sogar Spaß dran findet. Fortan hängt er sich mit Leib und Seele in dieses neue Hobby und hat damit ganz unerwarteten Erfolg. Dumm nur, dass ihm seine Leidenschaft fürs Stricken eigentlich so peinlich ist, dass er das am liebsten vor seiner Umwelt geheim halten möchte...
Mir hat Bens Geschichte eigentlich ziemlich gut gefallen. Sein Leben kann man in Form von Tagebucheinträgen verfolgen, die ich mitunter wirklich sehr amüsant fand. Stellenweise habe ich richtig lachen müssen, dafür zieht sich die Story an anderen Stellen ein wenig. Ben selbst fand ich etwas eigenbrötlerisch, aber dennoch sympathisch. Manche Nebenfiguren dagegen wurden wohl eher erschaffen, um ordentlich Antipathie beim Leser auszulösen, zumindest konnte ich ihnen und ihren Auftritten in der Handlung nicht viel abgewinnen. So peinlich Bens Eltern auch sind, ich fand sie herrlich, weil sie einfach so völlig neben der Spur leben und nicht den 08/15-Eltern anderer Bücher entsprechen. Letztlich ist das Buch ein kurzweiliger Jugendroman mit lustig angehauchtem Grundthema, das aber dennoch eine wichtige Botschaft vermittelt: Man ist nun mal so, wie man ist, und man sollte sich nicht ändern oder verbiegen wollen, nur um anderen zu gefallen. (4/5)


Maureen Johnson "Die Schatten von London"

"Die Schatten von London" hat mir aus vielerlei Gründen gefallen. Zum einen ist London der Handlungsort und auch wenn das jetzt sehr subjektiv anmuten mag, ist das in meinen Augen dennoch ein echter Pluspunkt... ;)
Zum anderen fand ich die Handlung sehr interessant. In London geht ein Serienmörder um, der die Morde von Jack the Ripper imitiert. Rory, die neu in London ist, landet zufällig mitten in den Ermittlungen und scheint tatsächlich dem echten Mörder begegnet zu sein. Dass das alles nicht so einfach ist und sich letztlich viel mehr (übernatürliches) dahinter verbirgt, ist zunächst nicht ersichtlich im Buch, hat mich - zugegeben - auch überrascht, gibt der Geschichte aber eine ganz besondere Note. Mir hat dieser Clou in der Handlung gut gefallen, vor allem das Potential, das sich dadurch auch für die Fortsetzungen ergibt. (Der zweite Teil der Reihe erscheint übrigens im Juni 2015.) Vor allem aber fand ich gut, dass Rory, kaum dass sie über ihre besondere Gabe Bescheid weiß, nicht sofort zur alles-könnenden Superwoman mutiert, die alle Probleme mal eben mit links erledigt. Stattdessen ist sie überfordert, stellt Fragen, traut sich selber nicht richtig über den Weg und wäre ohne die Hilfe von neuen Freunden ziemlich aufgeschmissen. Das hat sie mir doch sehr sympathisch gemacht. Der lockere Schreibstil im Buch führt dazu, dass man quasi durch die Seiten fliegt und das Buch nur schwer aus der Hand legen kann. Ein echter Pageturner, der an vielen Stellen sogar ziemlich gruselig wird, wie ich finde. (4/5)

Mittwoch, 4. März 2015

"Der Mann im Heuhaufen" - Birgit Hasselbusch

dtv, 2015
14,90 Euro

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Handlung:
Charlotte liebt ihre Altbauwohnung in der Hamburger Innenstadt. Zugegeben, sie ist etwas eng, aber sehr charmant. Als ihr Freund Kai ein freistehendes Haus am Stadtrand als ihr zukünftiges Heim auserwählt, ohne sie nach ihrer Meinung zu fragen, reicht es ihr. Charlotte flieht im Zug nach Berlin. Auf dem Weg dahin trifft sie IHN und beschließt, dass es Zeit ist, in ihrem Leben aufzuräumen: Kai muss raus. Ihre Mutter Dörte muss raus – oder zumindest weit, weit weg. Und Charlotte selbst muss auch raus, und zwar in die große weite Welt, um den schönen Unbekannten zu finden, der ihr so richtig den Kopf verdreht hat.


Meine Meinung:

"Der Mann im Heuhaufen" ist eine typische Wohlfühl-Frauen-Romanze, die ein paar Stunden netter Leseatmosphäre bietet. Locker leicht und amüsant schreiben, das kann Frau Hasselbusch. Manchmal braucht man ein solches Buch eben einfach, auch wenn man zwar schon zu Beginn ahnt, wie das alles wohl ausgehen wird. Aber eigentlich macht das nichts, denn genau das erwartet man ja auch von dem Buch.
Trotzdem ist dieses hier eins jener Bücher, die man während des Lesens zwar ok findet, die aber leider kaum Potential haben, um danach noch wirklich im Kopf zu bleiben, sobald man einmal die letzte Seite zugeklappt hat. Schuld daran waren für mich zum einen die Hauptfigur Charlotte selbst, zum anderen manch unglaubwürdige Wendungen in der Handlung.
Charlotte war mir leider zu anstrengend als Handlungsträgerin. Als Freundin würde ich sie nicht unbedingt haben wollen, ich muss es so sagen. Sie tendiert zum vorschnellen Verurteilen ihrer Mitmenschen, wenn diese nicht haargenau das tun, was sie erwartet. Sie hört nicht richtig zu und neigt zu Vorurteils-schwangeren Gedanken, weil sie zu eilig bewertet und einfach nicht jede Möglichkeiten durchdenkt, wodurch vielerlei Missverständnisse im Laufe der Handlung entstehen. Die waren für meinen Geschmack einfach einen Tick zu unglaubwürdig, irgendwie "too much". In solchen Momenten wünsche ich mir immer, man könne ins Buch greifen und die Figur einfach mal schütteln, um ihr klar zu machen, dass sie gerade ziemlich dumm handelt. Diese dauernden Missverständnisse im Laufe des Geschehens, die so unrealistisch wirken, haben mein Leseerlebnis einfach getrübt.
Außerdem kam für mich zu wenig Gefühl rüber in der Geschichte zwischen Charlotte und ihrem unbekannten Mr. X. Die Begegnung im Bahnabteil, die sich Charlotte so ins Gedächtnis brennt, konnte ich mir zwar gut vorstellen und auch nachvollziehen, dass sie für Charlotte etwas besonderes bedeutet. Aber letztlich reicht sie in meinen Augen nicht als Erklärung aus, warum Charlotte plötzlich ihr ganzes Leben hinterfragt und meint, sie müsse diesen Mann unbedingt finden, damit ihr Leben besser wird. Dafür fehlte mir Emotion und Gefühl, dieser knisternde Funke, der eine Liebesgeschichte so besonders macht. Natürlich ist das schwer, wenn Charlotte auf der Suche nach ihrem Unbekannten ist und in der eigentlichen Geschichte keinerlei Interaktion zwischen beiden stattfinden kann. Trotzdem ging mir das Ende dann ein wenig zu holterdipolter. Die restliche Handlung und die Sorgen und Nöte diverser Nebenfiguren fand ich ganz nett zu lesen, das war jedoch mehr so nebenher plätschernd. Nette Lektüre für zwischendurch, aber wenig nachhaltend.



Ein herzliches Dankeschön an den dtv und Blogg dein Buch für das Buch!

Sonntag, 1. März 2015

Lese-Rückblick Februar 2015

Der Februar hat zwar die wenigsten Tage, dafür bin ich in diesen paar Tagen aber dank Grippe, Zuhause-Rumhängens und stets präsenter Unlust ordentlich zum Lesen gekommen. Und lesetechnisch kann sich der Monat auch sehen lassen. Durchweg gute Bücher, die mich wenig bis gar nicht enttäuscht haben. Und sogar Zeit für Re-Reads war noch übrig - was will man mehr :D Wie man jedoch unschwer erkennen kann, war ich im Rezensionen-Schreiben eine Niete und habe da kaum etwas vorzuweisen; im Gegenteil, ich habe noch einige zu erledigen (Rezensionsexemplare und so), bei anderen weiß ich noch nicht, ob ich etwas dazu schreiben werde. Falls euch etwas interessiert, einfach fragen.


Gelesen im Februar
Laura Tate & Jimmy Rice "Das Beste, das mir nie passiert ist" (5/5)
T.S. Easton "Ben Fletchers total geniale Maschen" (Rezension folgt) (4/5)
Daniela Rohr "Im Turm des Panopticons" (5/5)
Cecilia Ahern "Die Liebe deines Lebens" (4/5)
Laini Taylor "Dreams of gods and monsters" (Rezension?) (5/5)
Maureen Johnson "Die Schatten von London" (Rezension folgt) (5/5)
Bettina Belitz "Splitterherz" (5/5)
Cornelia Funke "Reckless - Lebendige Schatten" (4/5)
Birgit Hasselbusch "Der Mann im Heuhaufen" (Rezension folgt) (4/5)
Holly-Jane Rahlens "Blätterrauschen" (Rezension folgt) (4/5)
Shane Hegarty "Darkmouth - Der Legendenjäger" (Rezension folgt) (4/5)
Cornelia Funke "Reckless - Das goldene Garn" (Rezension?) (4/5)


Mein Highlight im Februar
Hmmm, schwierig. Ich war wirklich völlig begeistert von "Im Turm des Panopticons", obwohl es mit gut 100 Seiten ja wirklich eher kurz ist. Aber diese Auflösung da am Ende ... die hat mich irgendwie überhaupt nicht losgelassen und ich habe jetzt noch Gänsehaut, wenn ich daran denke. So bewegend müssen Bücher sein! Davon abgesehen hat mir aber beispielsweise auch der dritte und letzte Teil "Dreams of gods and monsters" von Laini Taylor gut gefallen, ist ein guter Reihenabschluss, finde ich. 


Meine Enttäuschung im Februar
Einen richtigen Flop habe ich nicht, die Bücher waren alle mindestens gut. Ein klein wenig enttäuscht bin ich vielleicht von "Blätterrauschen" von Holly-Jane Rahlens, was aber einfach daran liegt, dass mich ihr Buch "Everlasting" total begeistert hat, und "Blätterrauschen", das in derselben "Welt" und Zeit spielt, nun einige Erwartungen bei mir geweckt hatte, die es einfach nicht halten konnte. Hier muss ich mich noch an eine Rezension setzen, auch wenn mir diese ziemlich schwer fallen wird :/

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