Dienstag, 18. März 2014

Gemeinsam lesen

Uff, heute ist es schon recht spät. Aber Asaviel hat heute Jubiläum mit der "Gemeinsam lesen"-Aktion, also mache ich dennoch lieber spät als nie mit :)

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" und bin momentan auf Seite 377. 


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Was halten Sie davon?"

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Es ist toll. So ein richtig gutes Buch, bei dem man sich einfach wohl fühlt, bei dem man neugierig jede Seite umschlägt, bei dem man sich selbst bei über 700 Seiten nicht abschrecken lässt, darin zu schmökern. (Nur ein wenig schwer ist es dadurch und lässt sich nicht so gut festhalten... ;) ) Es ist eine Mischung aus Liebesgeschichte, Krimi und (historischem) Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt, heute und in den 70ern. Damals war der Schriftsteller Harry Quebert rettungslos verliebt in Nola, die eigentlich viel zu jung für ihn war. Eines Tages war sie verschwunden. Jetzt, über 30 Jahre später, wird ihre Leiche in Harrys Garten gefunden. Das ganze wird erzählt aus der Sicht von Marcus, ebenfalls Schriftsteller und guter Freund von Harry.
Es ist toll. Toll, toll, toll *.*

4. Welchen Blog, der auch am Gemeinsam Lesen teilnimmt, besuchst du besonders gern?
Ach je, das ist eine schwierige Frage. Denn ich mache mittlerweile zwar die meisten Dienstage schon an der Aktion mit, weiß aber gar nicht so genau, wer noch alles dabei ist. Ich weiß, dass Tine und Nanni dabei sind, und bei denen gucke ich auch immer seeeehr gern vorbei, allerdings nicht nur dienstags... ^^ Aber sonst? Ich muss gestehen, ich klicke bei Asaviels Seite eher selten auf die Links von anderen - mir fehlt da ein wenig die Zeit zu, ich mach das nur ab und zu. Aber ich stöbere sowieso immer mal ganz gern bei anderen Blogs und entdecke da viel Schönes und Aufschlussreiches und Lesenswertes :)

Montag, 17. März 2014

Leipziger Buchmesse 2014

Die Berichte zur Leipziger Buchmesse 2014 sind ja momentan überall gegenwärtig. Jeder, der vor Ort war, berichtet was es zu sehen gab. 
Ich mach natürlich mit ;)
Allerdings wird es bei eher auf kurze Impressionen hinauslaufen - einfach, weil ich nicht so arg viel zu berichten habe. Es war schön und aufregend und spannend und interessant und VOLL und ist definitiv jedes Jahr wieder ein Erlebnis wert. Ich war allerdings schon am Donnerstag in Leipzig, und die meisten "Knaller-Veranstaltungen" fanden ja eher am Wochenende statt. Um die ganzen verpassten Bloggertreffen tut es mir ein wenig leid, weil ich glaube, dass ich dort sicher ein paar von euch mal persönlich getroffen hätte. Aber nun ja, ich war nun mal nicht am Samstag dort, sondern schon früher.

Und ich habe die Stunden vor Ort dazu genutzt, durch die Hallen zu schlendern... STOPP! In meiner Wunschvorstellung konnte ich durch die Hallen schlendern. In der Realität hab ich mich durch die Hallen geschubst. Himmel, war das wieder voll. In den letzten Jahren war ich meistens am Wochenende auf der Messe und da ist es schon immer ... sehr voll. Aber am Donnerstag und Freitag sieht man sich nun wiederum diversen Schulklassen und ihren überforderten Lehrern und Aufpassern gegenüber, und die machen einen Messebesuch nicht unbedingt angenehmer. Jedenfalls konnte ich schon recht schnell meine Pläne, z.B. zur Lesung von "Verliebt in Hollyhill" von Alexandra Pilz zu gehen, knicken, weil ich es bis 10:30 Uhr einfach nicht an den besagten Stand geschafft habe, da ständig jemand vor mir her schlenderte und die Durchgänge verstopft waren. 
Ich bin dann also dazu übergegangen, einfach durch die Hallen zu laufen und zu schauen, was mir so vor die Augen und die Nase kommt. So konnte ich beispielsweise kurz Arno Strobel lauschen, der clevere Tipps gab für alle, die auch gern ein Buch schreiben möchten. Fazit: Nicht aufgeben, selbst wenn´s so richtig mies läuft... ;) 


Völlig perplex lief ich dann an Ursula Poznanski vorbei, die ich aber erst als solche realisiert hatte, als ich schon 3 Schritte weiter war. Sie war eigentlich ständig im Gespräch mit jemandem, ich durfte dennoch mit einem Autogramm nach Hause gehen! Ich hab mich so geärgert, dass ich kein Buch von ihr dabei hatte - aber wer konnte das schon ahnen?! Und so hab ich wenigstens diese netten Grüße... :D



Ju Honisch
Irgendwann stand ich dann inmitten der Lesung des Seraph-Preises und hörte einer Dame beim Vorlesen zu. Ich wusste nicht, wer sie war, ich geb es zu. Dabei habe ich sogar schon ein Buch von ihr gelesen ("Das Obsidianherz"). Nach kurzem Blick auf meinen Zettel stellte ich fest, dass da Ju Honisch aus ihrem aktuellen Buch "Schwingen aus Stein" vorlas. Später am Tag hat sie ja dann damit auch den Preis für das Beste Buch gewonnen. War wirklich spannend!








Die zwei musste ich mir spontan kaufen. Die haben mich so angelacht!

Letztlich bin vollbepackt mit Leseproben, Verlagsvorschauen und einigen tollen Leseexemplaren - und vor allem reich an Eindrücken - wieder nach Hause gefahren. Ich hab Unmengen an Büchern gefunden, die mir gefallen haben und die ich auch in noch keiner Vorschau zuvor gesehen hatte. Musste mir prompt auch gleich 2 von solchen unerwarteten Entdeckungen kaufen und mitnehmen - was ich schon kurze Zeit darauf ein wenig bereute, weil ich die Bücher ja die ganze Zeit mit mir herumschleppen musste... o.O

Und das ist der ganze Rest...

+++++
Ach, und übrigens:


Wart ihr auch da? Was habt ihr so erlebt?

© für alle Fotos: http://i-am-bookish.blogspot.com

Samstag, 15. März 2014

"Escorter" - Christine Millman

Kindle Edition, 2014

Handlung:
Seit Anbeginn der Zeit befinden sich Himmel und Hölle in einem unerbittlichen Wettstreit miteinander. In der Menschenwelt stehen sich zwei Geheimorganisationen gegenüber, die diesen Wettstreit austragen: die Gideonisten und die Escorter. Die einen kämpfen im Namen des Herrn, die anderen für die Satana, die Höllenfürsten. Doreé, Tochter einer Escorterin, soll in die Hölle reisen und sich dort mit einem mächtigen Dämon verbinden, um den Kampf endgültig für die Escorter zu entscheiden. Doch sie verliebt sich in David, ohne zu ahnen, dass er ein Gideonist und damit ihr größter Feind ist. Aber der Dämon wartet und er vergisst nicht. Schon bald muss Doreé erkennen, dass es kein Entrinnen gibt. Ihre Bestimmung und die Hölle warten auf sie...

Meine Meinung:
"Escorter" ist die Geschichte von Dorée, die sich kurz vor ihrem 21. Geburtstag zweier fanatisch-religiöser Gruppen gegenüber sieht, die sie beide auf ihre Seite ziehen wollen. Völlig geschockt muss sie erkennen, dass auch ihre Mutter Teil dieser Verschwörung ist und sie, Dorée, längst für viel größere Aufgaben und Pflichten auserkoren wurde, als ihr lieb ist.
"Escorter" startet fulminant-spannend und abwechslungsreich, mit verschiedenen Figuren, die eingeführt werden, sowie wechselnden Schauplätzen. Anfangs durchblickt man die Zusammenhänge noch nicht wirklich, die ganzen Verwicklungen werden erst nach und nach aufgeklärt.
Mir hat "Escorter" leider jedoch nicht durchgängig gefallen. Der Anfang des ebooks hat mich begeistert, weil es toll geschrieben ist und den Leser tatsächlich in seinen Bann ziehen kann. Jedoch tat ich mich von Beginn an schwer, den Interessen und Absichten der beiden gegnerischen Gruppierungen folgen zu können. Es gibt Gideonisten und Escorter, allerdings blieb mir - wenn ich ehrlich sein soll - bis zum Ende eher schleierhaft, was genau die beiden eigentlich beabsichtigen. Was das grundsätzliche Ziel hinter den ganzen Böshaftigkeiten ist, wer der fiese Gäap eigentlich wirklich ist usw. Die Standardfloskel "die Macht übernehmen und die Herrschaft an sich reißen" ist schön und gut, aber irgendwie hätte ich da gern von Anfang an mehr Hintergrundinfo gehabt.
Dann war es aber auch Dorée selbst, die mich teilweise wahnsinnig gemacht hat. Sie ist so unstet und wankelmütig in ihren Motiven und Zielen. Sie wird - zugegeben - unvermittelt in diesen ganzen Albtraum geworfen und ist ständig auf der Flucht, wird dadurch natürlich sehr unsicher. Aber sie hat keine eigene Meinung, die sie konsequent vertritt, und lässt sich eigentlich immer herumkommandieren. Mal glaubt sie der einen Gruppe, vertraut dann aber doch lieber den anderen Fanatikern. Sie protestiert bestenfalls halbherzig gegen die Pläne ihrer Mutter, Dorée mit einem Dämon verbinden zu wollen (ich meine, wer will das schon?!), lässt sich dann aber wiederum geradezu bereitwillig von ihrer Mutter den Weg in die satanische Gegenwelt erklären, um zu eben diesem Dämon zu gelangen. Ohne Gegenwehr. Merkwürdig.
Und in dieser Gegenwelt hab ich mich dann gar nicht mehr wohlgefühlt, denn von da an wurde mir alles einen Tick zu biblisch. Diverse religiöse Gestalten und Orte spielen eine Rolle, Satan und Luzifer (das ist hier nicht derselbe) tauchen auf, und es geht um den ganz großen Kampf zwischen Gut und Böse. Das war mir zuviel und inhaltlich für mich zunehmend uninteressant.

Fazit:
Frau Millman kann großartig schreiben und es fällt nicht schwer, sich in Dorées Welt hineinfallen zu lassen. Das Tempo der Geschichte ist genau richtig, um neugierig dran zu bleiben. Mir persönlich wurde die Geschichte ab der Mitte des ebooks jedoch zu bibellastig und religiös - das geht einfach an meinem Interesse vorbei. Auch ein wenig mehr ausgeschmückte Hintergrundinformationen hätten mir gefallen.


Dankeschön an Christine Millman und die Praesens Verlagsgesellschaft für das ebook!

Freitag, 14. März 2014

"Das unerhörte Leben des Alex Woods" - Gavin Extence

Limes Verlag, 2014
19,99 Euro

Lese-Bingo: Ein Buch mit einem blauen Cover

Handlung:
Alex Woods ist zehn Jahre alt, und er weiß, dass er nicht den konventionellsten Start ins Leben hatte. Er weiß auch, dass man sich mit einer hellseherisch begabten Mutter bei den Mitschülern nicht beliebt macht. Und Alex weiß, dass die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können – er trägt Narben, die das beweisen.

Was Alex noch nicht weiß, ist, dass er in dem übellaunigen und zurückgezogen lebenden Mr. Peterson einen ungleichen Freund finden wird. Einen Freund, der ihm sagt, dass man nur ein einziges Leben hat und dass man immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen sollte.
Darum ist Alex, als er sieben Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche an der Grenze in Dover gestoppt wird, einigermaßen sicher, dass er das Richtige getan hat …

(Quelle: hier)

Meine Meinung:


"Ohne den Meteoriten wäre ich ein völlig anderer Mensch. Ich hätte ein anderes Gehirn - andere Verbindungen, andere Funktionen. Und ich würde Ihnen jetzt nicht diese Geschichte erzählen. Ich hätte keine Geschichte zu erzählen." (S. 267)

"Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat" ist eine Perle. Das ist es wirklich. Nicht nur hat mich die Schreibe sehr an die Art von John Irving erinnert (einer meiner Lieblingsschriftsteller), sondern ich hab mich einfach direkt in den ersten Kapiteln so richtig wohl gefühlt. Ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte von Alex Woods, der von einem Meteoriten in seinem Haus getroffen wird, geht einfach direkt ins Herz.
Ich habe das Buch wirklich gern gelesen. Schon auf den ersten Seiten habe ich mir gedacht, dass Alex eine ganz tolle Art hat zu erzählen - und man kann ihn im Laufe des Buches dabei begleiten, wie er erwachsener wird und sich seine Erzählart auch entsprechend ändert. Von Beginn an weiß er jedoch durch eine wunderbare Mischung von Naivität, Gutgläubigkeit, Unsicherheit und gleichzeitig erstaunlich erwachsenem Wissen zu begeistern und zieht den Leser so unweigerlich auf seine Seite. Ich habe mir so viele Stellen im Buch mit Papierschnipseln markiert, um mich an diverse Sätze erinnern zu können, die Alex hier vom Stapel lässt. Dabei sind sowohl sehr lustige, traurige, weise und nachdenklich stimmende Äußerungen. Überhaupt fordert das Buch einem einiges ab. Es ist kein Buch zum "lässigen Nebenbei-Lesen". Nein, man sollte sich voll und ganz auf Alex und seine Eigenart einlassen, denn dann nimmt man meisten aus dieser wunderbaren, zu Herzen gehenden Geschichte über die Freundschaft zwischen Alex und Mr. Peterson mit. Und dann wird es sicher auch anderen so gehen wie mir, die sowohl herzlich lachen als auch fürchterlich weinen musste, die manche Dinge genauso hinterfragen musste wie Alex und die sich von der Figur Alex Woods hat mitreißen lassen.
Der einzige kleine Kritikpunkt, der mir einfällt, ist die Übersetzung des Titels. Im Original lautet der Titel "The Universe versus Alex Wood", was ich persönlich viel passender und irgendwie ... schöner finde als die deutsche Übersetzung des Titels, die ja eigentlich gar keine ist. Aber das ist letztlich egal. Es geht ja um den Inhalt, und der ist wunderbar. Also: Lesen!


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