Dienstag, 6. Dezember 2011

"Whisper" - Isabel Abedi

Arena Verlag, 2007
7,99 Euro

Handlung:
Eine unwirkliche Stille liegt über Whisper, dem alten Haus, drückend und gefährlich. Als Noa es das erste Mal betritt, ist sie gleichermaßen ergriffen von Furcht und neugieriger Erwartung. Doch niemand außer ihr scheint zu spüren, dass das alte Gebäude ein lang gehütetes Geheimnis birgt ...


Meine Meinung:
"Whisper" habe ich vor 3 oder 4 Jahren schon einmal gelesen. Damals hatte es mir ganz gut gefallen, allerdings nicht übermäßig vom Hocker gehauen. Dieser Eindruck hat sich auch jetzt, beim erneuten Lesen, wieder bestätigt.
Die Story von Noa ist ganz nett, aber nichts Besonderes. Zwar spannend und gelungen geschrieben, sogar in einer Art, dass eine gewisse geheimnisvolle Atmosphäre aufgebaut wird, die das ganze Dörfchen und vor allem das Haus, in dem die Geschichte spielt, umgibt. Aber selbstverständlich ist "Whisper" kein famos konstruierter Psychothriller für Erwachsene, sondern eben ein Jugendbuch, das kurze Zeit sehr gut unterhalten kann. Allerdings erscheinen manche Aspekte, die hier bedient werden, - im Rückblick - schlicht unglaubwürdig. Das gilt vor allem für die Motive und die Handlungen des Täters zum Ende der Geschichte hin, die einfach nicht ganz durchdacht und unsinnig erscheinen. Vielleicht habe ich aber auch einfach schon zuviele "richtige" Thriller gelesen, und bin hier deswegen zu streng. Denn ein gutes gelungenes und spannendes Buch ist "Whisper" allemal.

Fazit:
4,5 von 6 Bücherstapel.

Montag, 5. Dezember 2011

"Dornenkuss" - Bettina Belitz

Script5 Verlag, 2011
19,95 Euro

Reihe:
Splitterherz
Dornenkuss

Handlung:
Elisabeth Sturm hat am eigenen Leib erfahren, welche Gier, welche zerstörerische Kraft und welches Grauen in der Welt der Mahre lauern und doch hält sie an ihrer Liebe zu Colin fest. Erschöpft und bis ins Mark verletzt, fürchtet und ersehnt sie den Tag, an dem er zurückkehrt und sie sich auf die Jagd nach Tessa machen, der uralten Mahrin, die ihr Glück bedroht. In Italien hoffen sie, Tessa auf die Spur zu kommen und Hinweise auf Ellies verschollenen Vater zu erhalten. Fast gegen ihren Willen findet Ellie in der Hitze, dem Meer und der Kargheit des Landes die Ruhe, nach der sie sich seit Monaten sehnt, und dankbar gibt sie sich diesem neuen, freien Leben hin. Als von unerwarteter Seite ein Verbündeter auftaucht, scheinen die Antworten auf Ellies Fragen plötzlich greifbar. Aber je tiefer sie in das Geheimnis der Mahre eindringt, desto größer werden Ellies Zweifel: Ist selbst ihre Liebe nicht stark genug, um gegen Colins Hunger zu bestehen?

Meine Meinung:

***Rezension zum 3. Teil einer Reihe, kann daher entsprechende Inhalt der Vorgängerbände enthalten***

Hach, wie hab ich auf dieses Buch gewartet! Monatelang habe ich dran gedacht (und trotzdem fast die Vorbestellung vergessen), habe mir überlegt, wie diese Geschichte ausgehen könnte, wie diese verkorkste Beziehung von Ellie und Colin bitte bitte bitte doch noch ein schönes Ende finden kann.
Dann hab ich angefangen zu lesen... und habe mir anfangs die ganze Zeit nur denken können, WIE sehr mir Ellie auf die Nerven geht. Ganz ehrlich, solche Gedanken hatte ich im 2. Buch "Scherbenmond" schon einmal, und auch hier hab ich manchmal aufgesehen und mir gedacht "Puh, die würd ich nicht als Freundin haben wollen." Denn ich fand Ellie hier wirklich unausstehlich, sie präsentierte sich zickig und bockig wie ein kleines quengelndes Kind, das sich im Supermarkt schreiend auf den Boden wirft, weil es nicht nach seinem Willen geht und es keinen Lolli kriegt. Ständig schlecht gelaunt, überfordert und aufbrausend, übermäßig empfindlich und immer wieder erschöpft, zieht sich diese Ego-Nummer von Ellie durch das ganze Buch. Aber eigentlich ist sie nicht die Einzige, die hier im Laufe der Geschehnisse ziemlich am Rad dreht; egal ob Tillmann, Paul, Gianna oder selbst Colin - irgendwie sind hier alle etwas überstrapaziert und durchweg genervt. Natürlich liegt das an der Handlung, immerhin sehen wir uns ja hier dem großen Showdown gegenüber: Tessa soll endlich und endgültig erledigt werden, und... ach ja, Ellies und Pauls Vater ist verschwunden (da war ja noch was...). Selbstverständlich erfordert das ganze Unterfangen einiges an Vorbereitung, Planung und - natürlich (!) Urlaub im schönen Kalabrien. Die ganze Mordgeschichte verliert zwischenzeitlich doch tatsächlich sogar etwas an Bedeutung, weil die umfangreichen Beschreibungen von Ellie am Strand, Ellie im Wasser, Ellie, die sich mit Schlangen und Skorpionen anfreundet, doch einige der 813 Seiten in Beschlag nehmen.  Dann macht die kleine Reisegruppe auch noch Bekanntschaft mit einem Italiener, und prompt wurde mir Ellie wieder herzlich unsympathisch. Gewürzt wurde die Handlung dann noch mit kleinen aber feinen Gesprächen zwischen Colin und Ellie, die mich unwillkürlich innerlich haben aufseufzen lassen (im negativen Sinne), weil sie mich einfach zu sehr an das ganze Twilight-Gedöns erinnert haben.
Das alles soll jetzt nicht klingen, als hätte mir "Dornenkuss" nicht gefallen. Es hat mir gefallen, sehr gut sogar. Es ist vor allem ein würdiges und versöhnliches Ende für die gesamte Geschichte, auch wenn ich sagen muss, dass mir der nüchterne Epilog nach dem Happy End sogleich wieder alle rosaroten Illusionen vom schönen "sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende" geraubt hat. (Ja, mein Gott, ich bin halt ein Mädchen...)

Fazit:
Sehr viel mehr hab ich dazu gar nicht zu sagen. Wem die ersten beiden Bände gefallen haben und wer an der Story um Ellie und Colin dran geblieben ist, wird auch an "Dornenkuss" seine Freude haben. Im Vergleich zu den anderen beiden Teilen hat mir dieser 3. Teil nicht ganz so gut gefallen - aber die Trilogie als solche hat schon ein Bienchen verdient. Für den 3. Teil gebe ich 5 von 6 Bücherstapel.

Sonntag, 4. Dezember 2011

In my mailbox...

Neulich mal wieder aus Versehen (*hüstel*) auf der Homepage von Jokers gestöbert und prompt Bücher gefunden, die schon lange auf meiner Wunschliste schlummern und dort nun zum Schnäppchenpreis angeboten wurden. Teilweise noch original in Folie verschweißt... *schwärm* Also ich kann da nicht Nein sagen...

Maxime Chattam: "Alterra. PAN"
Zusammen mit seinem Freund Tobias macht sich der 14-jährige Matt auf die Suche nach weiteren Überlebenden. New York wirkt menschenleer, doch die Jungen sind keineswegs ganz allein: Seltsame Wesen machen Jagd auf sie, und unheimliche Stelzenläufer mit gleissenden Augen scheinen irgendetwas - oder jemanden? - zu suchen. Den Freunden bleibt nur die Flucht aus der Stadt. Zuflucht finden Matt und Tobias auf einer Insel im Westen, bei einer Gruppe von Kindern, die sich »Die Pans« nennen. Dort begegnen sie auch Ambre, in der sie eine wahre Freundin finden. Als »Die Gemeinschaft der Drei« werden sie sich den Gefahren der neuen Welt stellen ...

Kenneth Oppel: "Wolkenpiraten"
Matt Cruse ist mit dabei als die Crew seines Frachters das seit Jahren verschollene Luftschiff Hyperion sichtet. Unvorstellbare Schätze und Erfindungen sollen sich an Bord befinden. Matt merkt sich die Koordinaten und plant mit seiner Freundin Kate, der mysteriösen Nadira und dem Piloten Hal Slater die riskante Bergung des Geisterschiffs. Doch auch der skrupellose Luftpirat John Rath macht Jagd auf die Hyperion. Ein Wettlauf in schwindelerregender Höhe beginnt - doch von welchen schauderhaften Kreaturen sie auf der Hyperion angegriffen werden, hätten die Schatzsucher niemals für möglich gehalten.

Krystyna Kuhn: "Das Tal. Der Fluch"
Das Tal ist zur Ruhe gekommen. So scheint es zumindest. Nur Robert ist der Einzige, der der Wahrheit über den versteckten Ort mitten in den Rocky Mountains ein Stück nähergekommen ist. Doch während er verzweifelt versucht, seine Erkenntnisse zu überprüfen, gerät Rose in grosse Gefahr. Wer ist der Unbekannte, der ständig in ihr Zimmer im College einbricht? Und was hat das mit Roses Vergangenheit zu tun? Während das sonst so ruhige Mädchen mehr und mehr ausser sich gerät, entdeckt Robert das Unfassbare...

Freitag, 2. Dezember 2011

Freitagsgedanken

Bin krank. Ich war schon die ganzen letzten Tage angeschlagen, und nun ja, da sind wir wieder mal... Der Vorteil daran ist: ich hab Zeit zum Lesen. So habe ich heute beispielsweise (endlich!) "Dornenkuss" beendet, nachdem ich tagelang darin gelesen habe - allerdings immer nur so 10 Seiten pro Tag. Jetzt bin ich durch und muss das erstmal sacken lassen. Die Buchreihe ist damit beendet. Irgendwie war´s ganz anders als erwartet, Ellie ging mir hier maximal auf die Nerven und  - naja, ich glaube, ich schreibe demnächst noch ein paar Gedanken als Rezension zusammen. 
Mittlerweile befinden wir uns im Dezember, dem letzten Monat des Jahres, was mich ja regelmäßig jedes Jahr depri macht. Also nicht der Monat als solcher, ich hab ja neulich schon erwähnt, dass ich die Vorweihnachtszeit liebe. Aber im Dezember frage ich mich immer, wo das ganze Jahr hin ist und was es mir gebracht hat. Als Resümee kann ich erfahrungsgemäß stets nur sagen, dass das meiste nicht so gelaufen ist, wie noch im Januar fest vorgenommen (ich hasse Vorsätze!!). Egal, eine Sache, die ich durchziehen wollte, war dieser Blog, und voilà, das hat bisher ja auch gut geklappt. Damit es weiter so voran geht, steht Lesen natürlich ganz oben auf meiner Beschäftigungsliste 2012; aber daran muss ich mich ja glücklicherweise nicht extra erinnern. 
Jetzt muss ich erstmal sehen, was ich im Dezember noch von meiner Leseliste streichen kann, ein wenig SuB-Abbau wär vielleicht nicht ganz schlecht. Hmpf...

Zu guter Letzt: (fast) keine "Freitagsgedanken" ohne Musik. Diese Woche gibt´s was von einer meiner Lieblingsbands. The Killers bringen jedes Jahr zur Weihnachtszeit einen Weihnachtssong heraus, dessen Erlös komplett wohltätigen Zwecken zu Gute kommt. Hier gibt´s jetzt das diesjährige Lied "Cowboy´s christmas ball". OK, ich geb´s zu, das Video ist absolut trashig, eins der beknacktesten Videos, die sie je gemacht haben - aber das soll ja wohl auch extra so sein. Das Lied ist schön, und darauf kommt´s ja an ;)


Schönes 2. Advents-Wochenende!
Powered by Blogger.

© i am bookish, AllRightsReserved.

Designed by ScreenWritersArena