Freitag, 18. November 2011

Freitagsgedanken

- Unverhoffte Freitagmorgenbegegnungen haben dazu geführt, dass ich - trotz Erkältung - heute ziemlich gut drauf bin. Ist ja auch nicht immer der Fall... :)
- Momentan lese ich "Dark love" von Lia Habel. Ein Zombiebuch. Das wusste ich vorher nicht und war daher zunächst mal hin- und hergerissen, ob ich´s überhaupt weiterlesen will. Aber ich stelle zunehmend fest, dass mir die Story total gefällt und der "Haupt-Zombie"... nun ja, furchtbar sympathisch ist ;) Ich hab zwar keine Ahnung, wo diese Geschichte noch hinführen soll, zumal ich hier und da gehört habe, dass sich noch zarte Liebesbande entwickeln werden (????), aber ich bleib einfach mal dran.
- Diverse andere Bücher stehen dann schon in der Warteliste Schlange, und ich glaube, ich muss losen, welches als nächstes dran kommt, oder blind auf eins drauf tippen - denn ich kann mich bei der Auswahl echt nicht entscheiden. Das Rennen werden wohl "Dornenkuss" und/ oder "Saeculum" machen, aber ich hab vorgestern noch ein neues bekommen, welches jetzt im Regal liegt und meine Blicke magisch anzieht, und gestern habe ich vom Knaur Verlag noch eine Bestätigung für ein Rezensionsexemplar bekommen, das liegt bestimmt auch heute oder morgen im Postkasten. Ich bin echt unverbesserlich.
- Dann noch diese Info: ich habe beschlossen, an der "Harry Potter Challenge" nicht weiter teilzunehmen. Nicht, weil ich keine Lust habe, die HP Bücher zu lesen. Grundsätzlich schon, aber momentan nicht wirklich. Ich hab die Teile 1-5 dieses Jahr schon durch, aber mir ist gerade gar nicht nach Band 6 und 7. Und die Bücher liegen mir viel zu sehr am Herzen, als dass ich mich jetzt "zum Lesen zwingen" wollen würde, nur damit ich die Challenge beenden kann.
- Und zu guter Letzt wieder ein kleiner Ausflug ins Musikalische. "Pelican" von The Maccabees, eine britische Band, die ich mal als Vorband erlebt habe und ihr seitdem völlig verfallen bin ;) Diese Woche gab´s diesen neuen Song vom bald kommenden neuen Album sowie die Ankündigung einer Tour nächstes Jahr (*kreisch jippie*)


Euch ein schönes Wochenende!

Dienstag, 15. November 2011

"Hide Out" - Andreas Eschbach

Arena Verlag, 2011
17,99 Euro

Reihe:
Black Out
Hide Out

Handlung:
Was wäre, wenn das Wissen und die Gedanken eines Einzelnen für eine ganze Gruppe verfügbar wären? Jederzeit? Würde dann nicht Frieden und Einigkeit auf Erden herrschen? Wäre der Mensch dann endlich nicht mehr so entsetzlich allein? Oder könnte dadurch eine allgegenwärtige Supermacht entstehen, die zur schlimmsten Bedrohung der Welt wird?

Meine Meinung:
*** 2. Teil einer Reihe, Rezension kann daher Inhalte aus Teil 1 "Black Out" beinhalten ***

"Heutzutage kann niemand mehr ohne technische Hilfsmittel überleben - niemand. Technik gehört zu unserem Menschsein, ob dir das gefällt oder nicht. Und ob man irgendwann körperlich damit verschmilzt, ist nur noch ein gradueller Unterschied." (S. 283)

Mit Spannung hab ich auf die Fortsetzung von "Black Out" gewartet, und hier ist sie nun endlich: "Hide Out" ist erschienen. Und sie steht ihrem Vorgänger in nichts nach. Es geht genauso spannend und beklemmend weiter; die Kohärenz wirkt permanent wie eine unsichtbare Bedrohung, die einen schon an der nächsten Hausecke überwältigen kann. Interessanterweise schafft Eschbach es, die Erscheinung der Kohärenz auf einen ganz aktuellen Bezug zu lenken. Er liefert mit der Kohärenz und ihrem Wirken Erklärungsansätze für Weltwirtschaftskrise, für die bankrotten Banken, für die aktuelle Lage in der Welt. Dadurch wirkt das ganze Szenario tatsächlich nicht mehr so "abgehoben" und absonderlich - was eigentlich erschreckend ist.
Die Handlung wird auch diesmal vorrangig aus der Sicht von Christopher und Serenity erzählt, auch wenn Herr Eschbach Serenity hier in meinen Augen etwas wenig Spielraum zugedacht hat. Von ihr erfährt man diesmal leider nicht allzuviel, auch ihre Gedanken und ihre Angst kommen nur hintergründig zum Tragen. Das fand ich ziemlich schade, denn gerade diese wechselnde Perpektive der beiden, die ja unterschiedliches Wissen, unterschiedliche Vergangenheiten und unterschiedliche Hintergrundinformationen haben, hat den Einblick in "Black Out" so interessant gemacht. Stattdessen begleitet der Leser hier vorwiegend Christopher in der gesamten "Aussteiger-" Gruppe um Serenitys Vater, die versuchen, vor der Kohärenz zu flüchten und ihr nebenbei ein Schnippchen zu schlagen. Sie sehen sich zunehmend einem zu starken unbesiegbaren Feind gegenüber, fühlen sich machtlos. Doch nach und nach fangen die Gruppenmitglieder an, zu hinterfragen, ob die Kohärenz wirklich und ausschließlich schlecht ist, ob sie tatsächlich nur Nachteile bringt. Oder ob sie nicht sogar ihre "Berechtigung" hat, weil sie die nächste Stufe in der Entwicklung des technisierten Menschen ist: "Kann es nicht sein, dass die Kohärenz schlicht und einfach der nächste Schritt in der menschlichen Evolution ist?... Denn wenn das so sein sollte... dann kämpfen wir einen sinnlosen Kampf." (S. 281)
Mir gefällt das Gedankenspiel, das Herr Eschbach hier durchspielt, immer besser; schon im ersten Teil "Black Out", aber hier erst recht. Man fängt an, seinen Alltag, seine alltäglichen Hilfsmittel mit ganz anderen Augen zu betrachten, den ganzen technisierten Tag und auch die zahlreichen sozialen Netzwerke zu hinterfragen. Und sich zu fragen, wo wir eigentlich in gut 100 Jahren stehen werden.

Fazit:
Die Geschichte um Christopher nimmt immer mehr Fahrt und Spannung auf und ich warte jetzt schon ungeduldig auf den 3. Teil der Reihe. 6 von 6 Bücherstapel.

Ein herzliches Dankeschön an den Arena Verlag für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 13. November 2011

"In Liebe, Brooklyn" - Lisa Schroeder

Loewe Verlag, 2011
13,95 Euro

Handlung:
Lieber Lucca,
ich vermisse dich.
Ich vermisse deine Augen und
die Liebe darin.
Ich vermisse deine Arme um mich.
Ich vermisse, wie geborgen
ich mich gefühlt habe bei dir.
Ich vermisse dich, Lucca.
Ich werde dich vermissen,
mein Leben lang.
In Liebe,
Brooklyn


Meine Meinung:
" Liebe ist die Antwort. Nicht Angst."

Ich war selten so gespannt auf ein Buch wie auf "In Liebe, Brooklyn". Das lang natürlich auch daran, dass das Buch schon vorher vielfach gepriesen und beworben wurde und sich nicht zuletzt durch seine außergewöhnliche Schreibweise von anderen abhebt: das Buch ist durchweg in Versform geschrieben. Natürlich hat das einige Erwartungen, oder vielleicht sogar Skepsis in mir geweckt, denn ich muss ehrlich sein: in der Schule habe ich Gedichte und jede Form von Lyrik gehasst und auch heute lese ich nichts derartiges. Bevor jetzt alle Interessierten zurückschrecken - keine Angst, "In Liebe, Brooklyn" ist kein Gedichte-Buch, es reimt sich auch nichts und nichts erscheint bemüht zusammengedichtet. Stattdessen gibt es abwechselnd Gedanken von Brooklyn und Nico an sich selbst zu lesen, oder auch E-Mails und kurze Briefe. Anfangs habe ich beim Lesen sogar überlegt, ob diese Versform überhaupt nötig gewesen wäre für diese kleine süße Geschichte von Brooklyn und Nico. Aber je länger ich gelesen habe, umso mehr bin ich in diesen abgehackten Rhythmus der kurzen Sätze und Worte gefallen und steckte mittendrin. Mittendrin in den Gedankengängen der trauernden Brooklyn und Nico, die sich 1 Jahr nach dem Tod von Lucca (Nicos Bruder, Brooklyns Freund) erneut mit den Erinnerungen daran auseinandersetzen müssen und versuchen müssen, wieder Sinn und Ordnung in ihre Leben zu bekommen.
Tatsächlich macht diese Art zu schreiben das Problem, dem sich Brooklyn und Nico gegenüber sehen, unglaublich eindringlich und real. Denn wer denkt schon in langen ausgefeilten Sätzen und Beschreibungen, besonders, wenn es einem schlecht geht? Hier zeigt sich daher wieder einmal, dass Weniger auch mehr sein kann: Manchmal sagt man es am besten, wenn man gar nichts, oder eben weniger sagt.
Gestaunt habe ich auch über die Fähigkeit der Autorin, manche Dinge einfach auf den Punkt zu bringen, und diese Wahrheiten dennoch schön zu verpacken. So war ich völlig eingenommen von manchen unverhofften Wahrheiten, die sie hier immer wieder eingestrickt hat. Zwei Beispiele:
"Manchmal ist das Leben ein Festmahl
aus Eierkuchen mit Sirup,
Waffeln und Erdbeeren,
Würstchen und Kartoffelpuffern.

Und manchmal ist das Leben Rührei.

Satt wird man letztendlich so oder so."
(S. 384)

Oder auch:
"Mein Spiegelbild erzählt eine Geschichte.
Mein Herz eine ganz andere.

Der Unterschied?
Herzen lügen nicht.
Spiegel schon."
(S. 291)


Mir bleibt nur zu sagen, dass "In Liebe, Brooklyn" eine wunderbare kleine aufbauende Geschichte über einen Neuanfang ist, über die Möglichkeit, auch nach einem Verlust noch nach vorne sehen zu können.

Fazit:
Natürlich ist "In Liebe, Brooklyn" kein literarisches Meisterwerk. Aber es ist anders, und es ist ein Buch, das einem im Kopf bleibt. 5 von 6 Bücherstapeln.

Ein herzliches Dankeschön an den Loewe Verlag für das Rezensionsexemplar!

Samstag, 12. November 2011

In my mailbox...

Erstmal ein großes JIPPIE in die Runde geworfen, denn gerade eben hat mir eine böse aussehende und grimmig dreinblickende Postfrau "Dornenkuss" von Bettina Belitz in die Hand gedrückt. (War wohl sauer, dass sie selbst noch arbeiten muss und noch keine Zeit zum Lesen hat, ähäm...) Ich warte ja schon seit Tagen auf das Buch und habe auch schon extra einen großen Bogen um alle schon erschienenen Rezensionen von euch & Co. gemacht, denn den Spaß will ich mir echt nicht verderben, das Ende der Reihe erst selbst zu lesen, bevor ich mir angucke, wie ihr es fandet.
Aber auch so habe ich in dieser Woche soooviele tolle neue Bücher in der Hand halten dürfen, dass es mich schon fast wieder ärgert, weil ich nicht weiß, was ich zuerst lesen soll. (Hab ich´s nicht gesagt, dass der November echt furchtbar (und auch furchtbar teuer) wird, was Neuerscheinungen betrifft?! Ja, ich hab´s gesagt.) Jetzt stapeln sich die Bücher wieder einmal bei mir (aber wann tun sie das nicht?!). In London (*hach*) war ich natürlich auch bei Waterstones und konnte meinen Blick partout nicht von 3 Büchern losreißen, sodass ich dann kurzerhand alle 3 mitgenommen habe. Der Verkäufer hat mir mit einem strahlenden Lächeln auch gleich 2 Tüten ineinander gepackt, weil eine alleine wohl gerissen wär *schäm*
Ach ja, und dann kam auch noch "Dark love", ein Rezensionsexemplar vom Piper Verlag, und da gibt es gleich nochmal ein *schäm*, denn ich muss gestehen, dass ich mich gar nicht mehr erinnern kann, das mal angefordert zu haben. Aber umso besser ;)

Bettina Belitz: "Dornenkuss"
Elisabeth Sturm hat am eigenen Leib erfahren, welche Gier, welche zerstörerische Kraft und welches Grauen in der Welt der Mahre lauern und doch hält sie an ihrer Liebe zu Colin fest. Erschöpft und bis ins Mark verletzt, fürchtet und ersehnt sie den Tag, an dem er zurückkehrt und sie sich auf die Jagd nach Tessa machen, der uralten Mahrin, die ihr Glück bedroht. In Italien hoffen sie, Tessa auf die Spur zu kommen und Hinweise auf Ellies verschollenen Vater zu erhalten. Fast gegen ihren Willen findet Ellie in der Hitze, dem Meer und der Kargheit des Landes die Ruhe, nach der sie sich seit Monaten sehnt, und dankbar gibt sie sich diesem neuen, freien Leben hin. Als von unerwarteter Seite ein Verbündeter auftaucht, scheinen die Antworten auf Ellies Fragen plötzlich greifbar. Aber je tiefer sie in das Geheimnis der Mahre eindringt, desto größer werden Ellies Zweifel: Ist selbst ihre Liebe nicht stark genug, um gegen Colins Hunger zu bestehen? 

Ursula Poznanski: "Saeculum"
Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter ohne Strom, ohne Handy , normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra.
Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein.
Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit.
Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald? 

Lia Habel: "Dark love"
Flackernde Gaslampen, dampfbetriebene Kutschen und Digitagebücher – das ist die Welt von Nora Dearly im Jahr 2195. Die 17-Jährige lebt im Internat, bis sie eines Tages entführt wird: Denn ein Virus greift um sich, das Menschen in lebende Tote verwandelt – und Nora trägt als Einzige die Antikörper in ihrem Blut. Bald muss sie feststellen, dass es auch wandelnde Untote gibt, die sich ihre Menschlichkeit dank eines Antiserums erhalten können. Und Bram, ihr Entführer, ist einer von ihnen. Nora verliebt sich in den jungen Mann, doch die Endlichkeit seiner Existenz bedroht ihre Liebe. Nur Noras Vater, ein hochrangiger Wissenschaftler, könnte ein Gegenmittel entwickeln, doch er ist selbst infiziert und droht zu sterben. Ist Noras Welt endgültig dem Untergang geweiht?

Erin Morgenstern: "The night circus"
The circus arrives without warning. No announcements precede it. It is simply there, when yesterday it was not. Within the black-and-white striped canvas tents is an utterly unique experience full of breathtaking amazements. It is called Le Cirque des Rêves, and it is only open at night. But behind the scenes, a fierce competition is underway—a duel between two young magicians, Celia and Marco, who have been trained since childhood expressly for this purpose by their mercurial instructors. Unbeknownst to them, this is a game in which only one can be left standing, and the circus is but the stage for a remarkable battle of imagination and will. Despite themselves, however, Celia and Marco tumble headfirst into love—a deep, magical love that makes the lights flicker and the room grow warm whenever they so much as brush hands. True love or not, the game must play out, and the fates of everyone involved, from the cast of extraordinary circus per­formers to the patrons, hang in the balance, suspended as precariously as the daring acrobats overhead. 

Essie Fox: "The Somnabulist"
When seventeen-year old Phoebe Turner visits Wilton's Music Hall to watch her Aunt Cissy performing on stage, she risks the wrath of her mother Maud who marches with the Hallelujah Army, campaigning for all London theatres to close. While there, Phoebe is drawn to a stranger, the enigmatic Nathaniel Samuels who heralds dramatic changes in the lives of all three women. When offered the position of companion to Nathaniel's reclusive wife, Phoebe leaves her life in London's East End for Dinwood Court in Herefordshire - a house that may well be haunted and which holds the darkest of truths. In a gloriously gothic debut, Essie Fox weaves a spellbinding tale of guilt and deception, regret and lost love. 

Laini Taylor: "Daughter of smoke and bone"
In general, Karou has managed to keep her two lives in balance. On the one hand, she's a seventeen-year-old art student in Prague; on the other, errand-girl to a monstrous creature who is the closest thing she has to family. Raised half in our world, half in 'Elsewhere', she has never understood Brimstone's dark work - buying teeth from hunters and murderers - nor how she came into his keeping. She is a secret even to herself, plagued by the sensation that she isn't whole. Now the doors to Elsewhere are closing, and Karou must choose between the safety of her human life and the dangers of a war-ravaged world that may hold the answers she has always sought.
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