Freitag, 27. Mai 2011

"Haven" - Kristi Cook

Handlung:
Violet McKenna isn’t a normal girl with normal teenage issues; she has more to contend with than most people could handle. Violet thought she was just crazy when she had a vivid vision of her dad’s murder. Her life started falling apart when her premonition came true. She’s had flashes of other events too. The problem was nobody believed her until she found a new school: Winterhaven.
At Winterhaven, Violet finally feels like she belongs. She quickly finds a close group friends and discovers that they too have psychic ‘gifts’—as do all the students at Winterhaven. But as soon as she feels settled she discovers the most intriguing and alluring boy she has ever met, and things quickly go awry. As the attraction between them grows, intense visions of the boy’s death start to haunt her. In her premonitions the secret he is unwilling to share begins to reveal itself. And to Violet's horror, she learns that their destinies are intertwined in a critical--and deadly--way.

Meine Meinung:
"Haven" von Kristi Cook ist ein wirklich interessantes und gut geschriebenes Buch... bis zur Seite 160. Dann wird es ein billiger Abklatsch von "Twilight". Damit nicht genug, ab Seite 307 etwa begegnen dem aufmerksamen Leser dann noch jede Menge Motive, die bereits aus der (Buch-) Serie "The Vampire Diaries" bekannt sind. "Haven" ist eine Vampirgeschichte. Ich denke, das kann ich schreiben, ohne damit wesentliches zu spoilern. Und vielleicht tu ich dem ein oder anderen damit sogar einen Gefallen, denn hätte ich vorher gewusst, dass es hier mal wieder um das ausgelutschte Thema "hoffnungslos in einen Vampir verknallt" geht, hätte ich mir das Buch wohl eher nicht gekauft. Der Klappentext von "Haven" klang so interessant und vielversprechend und eigentlich erfrischend vampirfrei (!!), dass ich letztlich wirklich enttäuscht bin.
Aber dann war das Buch "Haven" obendrein nicht mal gut, sodass es für den fehlleitenden Klappentext hätte entschädigen können. Nein, "Haven" bietet nichts neues. Wer eine weitere Abhandlung über die alte Geschichte "unbedarftes Schulmädchen verliebt sich in geheimnisvollen Mitschüler, der - ach herrje - ein Vampir ist" lesen möchte - bitteschön, zugreifen! "Haven" besteht letztlich nur aus einer Aneinanderreihung von bereits bekannten und schon irgendwo mal vorgekommenen Motiven, Legenden, Sagen und Problemchen, die nur hier und da bestenfalls ein klein wenig neu vermischt wurden. Keine neue coole Fähigkeit, die Edward Cullen, Stefan Salvatore & Co. noch nicht hatten, keine völlig überraschende Wendung in der Handlung, nur das bekannte Blabla. Immerhin gibt es keine Werwölfe.
Ich finde es schade, was die Autorin aus der wirklich gelungenen Grundidee, die mich gute 150 Seiten begeistert hat lesen lassen, gemacht hat. Der Boden für einen interessanten Plot wäre definitiv da gewesen. Violet und ihre Mitschüler gehen in Winterhaven zur Schule, einer Schule für Begabte der anderen Art: alle Mitschüler haben auf irgendeine Art und Weise übersinnliche Fähigkeiten: Präkognition, Visionen, Telepathie, Astralprojektionen usw. Auch die Tatsache, dass sich Violet (natürlich!) gleich am ersten Schultag hoffnungslos in Aidan verliebt - ok, akzeptiert. Aber liebe Frau Cook, warum denn schon wieder Vampire? Und dann sogar nur Altbekanntes aufgewärmt?

Fazit:
"Haven" ist in meinen Augen wirklich enttäuschend. Es würde mich nicht wundern, wenn auch dieses Buch der Auftakt einer mehrteiligen Reihe wird (immerhin sind am Ende noch diverse Fragen ungeklärt) - eine Reihe, die ich definitiv nicht verfolgen werde. Ich gebe gutgemeinte 1,5 Bücherstapel, für das schöne Cover und weil Frau Cook eigentlich ziemlich gut schreiben kann. Leider nur inhaltlich nicht wirklich meins.

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