Freitag, 18. März 2011

"Damals in Lissabon" - Susanna Kearsley

Piper Verlag, 2006
19,90 €

Handlung:
Eine geheime Liebe und ein rätselhafter Mord, der lange zurückliegt und die junge kanadische Journalistin Kate bis in die engen Gassen von Lissabon führt – als Kate ihre Großmutter nach Andrew Deacon fragte, erinnerte die sich noch sehr genau an ihn und an den 1. November 1943 in New York. Auf dem Weg ins Büro hatte sie einen Knopf an ihrem Kleid verloren. Sie war gerade einundzwanzig geworden und trug zweiteilige Badeanzüge und die ersten Cocktailkleider. An diesem Novembertag jedenfalls begegnete sie Andrew Deacon zum ersten Mal. – Die beiden mußten sich auf Anhieb ineinander verliebt haben, das spürte Kate sofort. Und wie sehr bedauerte sie es jetzt, von all dem nichts geahnt zu haben, als Andrew Deacon sie auf den breiten Stufen der St. Pauls Kathedrale in London angesprochen hatte. Er schien einiges über sie zu wissen und redete von einer Geschichte, die lange zurücklag und mit Lissabon und ihrer Großmutter zu tun hatte. Ein Mord komme darin vor, sagte Andrew Deacon. Doch bevor er seine Geschichte erzählen konnte, fiel er vor Kates Augen einem seltsamen Unfall zum Opfer.

Meine Meinung:
Die Journalistin Kate wird eines Tages von einem älteren Herrn, Andrew Deacon,  angesprochen; er möchte ihr eine Geschichte erzählen, die vor einigen Jahren passiert ist, einen ungesühnten Mord zur Folge hatte und im weitesten auch Kates Familie betrifft. Kates Neugier ist geweckt, jedoch kommt Deacon nicht dazu, mehr zu erzählen – er stirbt nur wenige Minuten später bei einem Autounfall. Kate macht sich auf die Suche nach Informationen, reist dabei nach Portugal – dort, wo sich die Vorgänge in den 40er zugetragen haben. Sie erfährt, dass Deacon ihre Großmutter kannte und offensichtlich sogar liebte, doch wieso hat Kate nie davon erfahren? Was steckt hinter der Geschichte um Mord, Spionage und Verschwörungen am Ende des 2. Weltkrieges? Ehe Kate sich versieht, steckt sie mittendrin in einer Verfolgungsjagd, die sie bedroht und anderen das Leben kostet...
„Damals in Lissabon“ ist mein 3. Roman von Susanna Kearsley und wieder einmal zeigen sich ihre schriftstellerischen Fähigkeiten nur zu deutlich. In meinen Augen sind ihre Geschichten wunderbar geschrieben, spannend, flüssig – es passt einfach alles zusammen. Auch dieser Roman überzeugt durch seinen atmosphärisch sehr dicht geschriebenen Handlungsrahmen, interessante Charaktere und eine gut konstruierte Hintergrundgeschichte. Die Handlung zieht sich durch 4 Staaten und 60 Jahre Geschichte, und verliert dabei nichts an Spannung. Ein kleines Manko würde ich lediglich hier ansetzen: durch die Vielzahl an Namen und deren Zugehörigkeiten war ich hier und da etwas verwirrt, was besonders dann aufgefallen ist, wenn ich das Buch dann doch mal für eine Weile weg gelegt habe. Es hat mich immer ein paar Seiten gekostet, dann wieder in die dichte Story einzusteigen. Etwas schade fand ich auch, dass die Autorin, die sonst stets auch eine kleine Liebesgeschichte am Rand mit einbaut, dies hier recht stiefmütterlich behandelt und praktisch kein Augenmerk drauf legt. Ich bin keine hoffnungslose Romantikerin, die nicht ohne Lovestory in einem Buch sein kann. Aber in anderen Romanen hat Kearsley dies immer gekonnt eingebaut, und hier hab ich es ein wenig vermisst. Wenn man es von der Autorin nicht anders kennt, fällt das halt auf. Sehr zugute halten muss ich Kearsley jedoch, dass sie es immer wieder schafft, völlig neue und unabhängige Themen gekonnt und überzeugend zu bearbeiten und tolle Romane draus zu basteln, bei dem keiner dem anderen ähnelt.

Fazit:
„Damals in Lissabon“ ist ein spannender und sehr gut geschriebener Roman, der Spionage-Vorkommnisse aus der Zeit des 2. Weltkrieges mit einer Art Familiengeschichte in der Gegenwart verbindet, und dabei vor allem auf eine starke Hauptprotagonistin setzt. Da mir andere Romane der Autorin im Vergleich jedoch etwas besser gefallen haben, tendiere ich zu 3,5 Bücherstapel von 5.

3 Kommentare:

  1. Nice post.newspaper job ads at http://toppakjobs.blogspot.com

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  2. Oh, von Susanna Kearsley hab ich vor Jahren mal "Mariana" gelesen, das mir damals durch Zufall in die Hände fiel. Das mochte ich eigentlich sehr gern, aber danach hab ich die Autorin wieder aus den Augen verloren.
    Vielleicht sollte ich mal wieder einen Roman von ihr in der Bücherei suchen. Welches waren denn die anderen beiden Romane, die du von ihr gelesen hast?

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  3. Hallo Neyasha.
    Dir erstmal noch gute Besserung, wollte ich dir eigentlich auf deine Seite schreiben- vergessen :(
    Also ich hab von Susanna Kearsley mal "Rosehill" gelesen und vor einigen Wochen auch "Mariana". "Rosehill" hat mir allerdings viel besser gefallen, das hatte irgendwie mehr Atmosphäre und ich fand die Story bei "Mariana" auch irgendwie etwas abgedreht... Ich hab hier zuhause noch "Glanz und Schatten" liegen, möchte mir aber eigentlich nach und nach auch noch die beiden anderen Romane von ihr holen. "Rosehill" würde ich dir spontan mal sehr empfehlen, gerade wenn du eine Mischung aus Mystery und Romantik magst.

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