Sonntag, 13. Februar 2011

"Stadt der Regenfresser" - Thomas Thiemeyer

Loewe Verlag, 2009
16,90 €

Handlung:
Eine Stadt in der Vertikalen, 3000 Meter über dem Meeresspiegel. Ein vergessenes Volk, bedroht durch eine unheimliche, archaische Macht. Und eine kleine Truppe von Abenteurern aus der alten Welt, zu allem entschlossen.
Dies ist die Geschichte des Carl Friedrich Donhauser, der sich selbst Humboldt nannte. Zusammen mit seinen Gefährten bereiste er die letzten noch nicht erforschten Orte der Erde. Er entdeckte vergessene Völker, schloss Freundschaften mit den fremdartigsten Geschöpfen, hob unvorstellbare Schätze und erlebte die haarsträubendsten Abenteuer. Viele seiner Entdeckungen und Erfindungen gehören noch heute zu unserem täglichen Leben. Warum er aber selbst in Vergessenheit geriet, das wird wohl immer ein Geheimnis bleiben.

Meine Meinung:
Thomas Thiemeyer kannte ich bisher nur als Autor von Actionromanen und Mystery-Thrillern für Erwachsene. Mit der neuen Reihe „Die Chroniken der Weltensucher“ hat er sich einem eher jüngeren Publikum zugewandt, auch wenn Erwachsene hier ebenfalls ihren Spaß am Lesen haben werden.
„Die Stadt der Regenfresser“ ist (größtenteils) aus der Sicht von Oskar Wegener erzählt, einem Waisenjungen aus Berlin, der eines Tages Bekanntschaft mit Carl Friedrich Donhauser macht, einem selbsternannten Entdecker und Abenteurer (der sich zudem für den illegitimen Sohn Alexander von Humboldts hält). Dieser bietet Oskar an, ihn auf eine Forschungsreise nach Peru in die Colca-Schlucht zu begleiten, um dort das sogenannte Völkchen der Regenfresser zu suchen und zu finden. Verfolgt werden sie u.a. von Valkrys Stone, einer ehemaligen Freundin von Donhauser, die mit diesem noch eine Rechnung offen hat, sowie von Max Pepper, Redakteur eines Abenteurer-Magazins aus New York.
Mir hat der erste Band dieser neuen Buchreihe sehr gut gefallen. Abenteuergeschichten, wie man sie sich wünscht. Es war kurzweilige Lektüre, spannend, gut und flüssig geschrieben. Die Kapitel sind nur so vorbei geflogen. Kleiner Kritikpunkt: Manchmal fand ich die Sätze recht kurz, was sie teilweise etwas abgehackt hat klingen lassen, aber irgendwann fiel auch das nicht mehr wirklich auf.
Die Figuren sind sehr gut gezeichnet, auch wenn Thiemeyer für meinen Geschmack etwas mit Beschreibungen geizt. Tatsächlich erfährt man erst auf Seite 354, wie alt Oskar eigentlich wirklich ist, davor hätte ich ihn genauso gut für 12 wie für 19 halten können. Ich hoffe sehr, dass die Nachfolgebände Platz für die Figuren schaffen, um sich zu entfalten und um so als Leser mehr von ihnen erfahren zu können. Charlotte, die Nichte Donhausers, beispielsweise fand ich sehr interessant und hoffe, dass von ihr noch einiges zu lesen ist. Ebenso stelle ich mir natürlich die Frage, ob Donhauser denn tatsächlich der illegitime Sohn Humboldts ist. Das Ende des ersten Bandes zumindest verspricht schon das nächste große Abenteuer, welches dann im Teil 2 („Der Palast des Poseidon“) fortgesetzt wird.

Fazit:
Spannende unterhaltende Lektüre, die Lust macht auf mehr Abenteuergeschichten und vor allem: auf Band 2! Von mir gibt´s 4 von 5 Bücherstapel.

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