Sonntag, 20. Februar 2011

"Matched" - Ally Condie

Penguin, 2010
ca. 8,50€

Handlung:
On her seventeenth birthday, Cassia meets her Match. Society dictates he is her perfect partner for life. Except he's not. In Cassia's society, Officials decide who people love. How many children they have. Where they work. When they die. But, as Cassia finds herself falling in love with another boy, she is determined to make some choices of her own. And that's when her whole world begins to unravel...

Meine Meinung:
Wow, was für ein Buch! Zunächst hab ich lange überlegt, ob ich mir „Matched“ überhaupt zulegen sollte, denn eigentlich dachte ich mir „man muss ja nicht jeden Hype mitmachen“. Aber Mensch, zum Glück habe ich ihn mitgemacht, mir hätte wirklich etwas gefehlt! ;)
Ich glaube, zum Inhalt brauche ich wahrscheinlich gar nicht mehr viel sagen – das Buch ist im Moment ja in aller Munde. Da ich bisher nicht so wirklich ein Dystopie – Leser war (ich habe z.B. auch um die ganze „Hunger Games“- Serie immer einen großen Bogen gemacht), war das hier beschriebene Szenario etwas völlig neues für mich. Eine vollkommen kontrollierte Welt, in der das Leben des Einzelnen vorgeplant ist, in der der Einzelne nichts selbst entscheiden darf und in der nichts dem Zufall überlassen wird. Auf mich wirkte das ganze furchtbar traurig; ja, anders kann ich es nicht beschreiben. Allein die Vorstellung, ein so eingeschränktes und kontrolliertes Leben führen zu müssen, mit keinerlei Überraschungen oder unerwarteten Wendungen – in meinen Augen wäre das ein wirklich furchtbar trauriges und nicht lebenswertes Leben. Ally Condie hat eine derartige Gesellschaft jedoch sehr überzeugend entworfen und beschrieben. Überhaupt fand ich den Schreibstil der Autorin sehr schön, die ruhigen Töne und die Szenen zwischen Cassia und Ky hat sie fantastisch beschrieben. Auch der „Selbstfindungsprozess“ von Cassia, dieses langsame Erwachen und Feststellen, dass dieses ihr zugeteilte Leben doch nicht alles sein kann, dass es mehr geben muss – hat mir ausgesprochen gut gefallen. Deswegen haben mich gerade einzelne kleine Sätze, die in der Masse wohl eher untergehen, besonders berührt; beispielsweise, als Cassia erzählt, wie sehr sich ihr Bruder an seinem ersten Schultag über den Kuchen gefreut hat (denn diesen gibt es so selten), oder die Ballons (diese gibt es nur an diesem einen Tag)...
Die Story lebt von den Charakteren, von denen gerade Cassia sich zum Ende hin zur starken Persönlichkeit entwickelt. Vom ersten Moment an erschien mir auch Ky als der interessantere der beiden männlichen Charaktere. Xander bleibt in meinen Augen meistens blass und – na ja, irgendwie langweilig, getreu dem Motto: der gute alte, liebe Xander, bei dem weiß ich, woran ich bin. Er passt perfekt in diese Gesellschaft und wird vermutlich eben aus diesem Grund von Ally Condie so „transparent“ dargestellt.

Fazit:
Eine wirklich schöne und spannende Geschichte. Ich warte jetzt schon sehnsüchtig auf den Nachfolger „Crossed“, der aber wohl erst im September 2011 erscheinen soll. 5 von 5 wohlverdiente Bücherstapel.

1 Kommentare:

  1. Hmm... also bei Hypes hatte ich immer das Glück, dass ich das Buch lese, bevor der ganz große Hype beginnt und das Buch ganz frei bewerten konnte. Aber seit ich blogge habe ich den Eindruck, dass mir dieses Glück immer seltener gewährt wird...

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