Sonntag, 9. April 2017

"Die Zutaten zum Glück" - Louise Miller

Insel Taschenbuchverlag, 2017
14,95 Euro


Handlung:
Wer rechnet schon damit, dass aus einem Flammeninferno das große Glück erwächst? Am wenigsten die Patissière Olivia, als sie mit ihrem flambierten Dessert einen Bostoner Luxusclub in Brand setzt. Dass genau das ihr ein neues Leben  und eine Liebe auf Umwegen beschert, noch dazu in Vermont, kommt für sie genauso unverhofft wie für all diejenigen, denen sie dort in die Quere stolpert …
Nachdem sich Olivias Karriereaussichten in Rauch aufgelöst haben, flüchtet sie sich kurzerhand zu ihrer besten Freundin ins ländliche Vermont. Wo sie nicht nur Unterschlupf und eine Anstellung wider Willen in einem kleinen Landgasthof findet, sondern auch ein neues Zuhause, nach dem sie bislang gar nicht gesucht hatte. Doch bevor Olivia selbst erkennt, wohin ihr Herz gehört, muss sie sich mit der kauzigen Lokalbevolkerung anfreunden – und das Geheimnis um den besten Apple Pie lüften. Und nicht zuletzt die Gunst einer eigensinnigen alten Dame erobern, unter deren rauer Schale mehr verborgen liegt, als Olivia ahnen kann …


Meine Meinung:
"Die Zutaten zum Glück"-lichen Lesen sind: eine Wohlfühlgeschichte von Seite 1 an, eine sympathische Heldin, die nicht den üblichen Klischees entspricht, Kuchen und Desserts, die einem das Wasser im Munde zusammen laufen lassen (gibt es hier nahezu auf jeder Seite!), und das Zusammenspiel von netten wohlwollenden Figuren, heimeliger Gegend, garniert mit der Suche nach dem großen Glück und ein bisschen Liebe.

Olivia mochte ich von Beginn an, sie ist lustig, ehrlich, ein bisschen schrill, läuft auch ganz gern mal mit grünen oder türkisen Haaren durch die Gegend, vor allem aber ist sie schlicht und einfach auf der Suche nach ein bisschen Glück und Geborgenheit. Das hat sie in Boston bisher nicht wirklich finden können und als sie durch einen dummen Zufall ihre Arbeitsstätte fast in Brand setzt, hält sie die Gelegenheit für gekommen, ihrer besten Freundin Hannah im ländlichen Vermont einen Besuch abzustatten. Aus diesem Besuch wird ein längerer Aufenthalt, als ihr recht spontan ein neuer Job im Sugar Maple Inn angeboten wird. Nach Lust und Laune kann sie hier ihrer Backleidenschaft frönen, kommt aber auch nicht umhin, zunehmend in die Lebensgeschichten ihrer Chefin und einer befreundeten Familie einzutauchen. Schneller als sie es für möglich hält, gewinnt sie nicht nur Freunde, verliebt sich sogar ein wenig, sondern fühlt sich auf einmal sogar aufgenommen, akzeptiert und geliebt. Sie, die immer ganz alleine war seit ihrem 16. Lebensjahr, hat plötzlich ein Zuhause gefunden. Oder... doch nicht?
"Die Zutaten zum Glück" ist ein wunderbares Schmökerbuch, in dem man sich herrlich verlieren kann, nur weil man Olivia begleitet und ihr die Daumen drückt. Die Autorin weiß, wovon sie schreibt, immerhin ist sie selbst Patissière; aber dass sie drumherum um die leckersten Kuchen auch noch so eine gelungene, toll geschriebene und runde Geschichte geschrieben hat - Hut (oder Kochmütze) ab!
Achja, und genau da liegt vielleicht auch das größte "Problem" an dem Buch: Man sollte es nicht lesen, wenn man hungrig ist. Beim Lesen der ganzen Beschreibungen von Kuchen, Keksen und Torten denkt man sich unweigerlich "Hach, das will ich auch haben. Jetzt sofort." Also am besten immer ein paar Kekse während des Lesens neben sich liegen haben! ;)

Ein herzliches Dankeschön an den Suhrkamp/ Insel Taschenbuch- Verlag!

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