Montag, 6. März 2017

"Und jetzt lass uns tanzen" - Karine Lambert

Diana Verlag, 2017
17,99 Euro

Handlung:
Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?


Meine Meinung:
"Und jetzt lass uns tanzen" hat mich zwiespältig zurückgelassen nach dem Lesen. Zum einen fand ich es schön, dass ein Thema angesprochen wird, das viel zu selten Thema ist, nämlich das Sich-Verlieben im höheren Alter, der zweite Frühling oder wie man es auch immer nennen mag. Natürlich hört das Gefühl des Verliebtseins nicht auf, nur weil man irgendwann die Altersgrenze von 70 überschritten hat. So geht es eben Marguerite und Marcel hier im Buch, die sich kennen- und lieben lernen. Die beiden haben damit am wenigsten ein Problem, dann schon eher ihre jeweiligen Familien, Kinder und auch Bekannte. Gehört sich das? Kann man sich als Witwe mit 78 noch einmal einen neuen Mann suchen? Kann man sich wirklich noch einmal so in das Gefühl fallen lassen, wie damals, als man das erste Mal verliebt war?
Ja, natürlich! Und warum auch nicht?! Und das hat Karine Lambert schön zum Ausdruck gebracht, das hat mir sehr gut gefallen. Das Sich-Verlieben im höheren Alter ist kein Tabu, es ist normal und wünschenswert. Also warum nicht eine Geschichte darüber schreiben?
Nicht ganz so sehr hat mir dagegen die Umsetzung gefallen bzw. der Schreibstil. Frau Lambert schreibt typisch französisch: kurz, knackig, aufs Wesentliche reduziert. Und so findet man hier in diesem Buch zwar eine Menge Dialoge, aber leider wenig Drumherum. Ich habe Beschreibungen vermisst, von Personen, von Handlungen, von Orten usw. Immer werden wesentliche Teile der voranschreitenden Handlung in nur wenigen Dialogsätzen abgefertigt, und das fand ich schade. Man hätte hier mehr "Drumherum" schreiben können, um der ganzen Geschichte noch mehr Platz und Raum zum Sich-Entfalten geben können.

1 Kommentare:

  1. Ach schade, dass die Umsetzung ein bisschen holprig ist.
    Liebe Grüße
    Nanni

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