Dienstag, 25. April 2017

"Überall bist du" - Gerhild Stoltenberg

Atlantik Verlag, 2017
20,00 Euro

Handlung:
Wenn Martha geahnt hätte, dass Tom vom einen auf den anderen Tag aus ihrem Leben verschwinden würde, hätte sie ihn nachts geweckt, statt ihn nur anzuschauen. Sie wäre mit Tom nur U-Bahn statt Fahrrad gefahren, dann gäbe es in der Stadt jetzt weniger Orte, die sie mit ihm verbindet. Und sie hätte versucht, viel weniger mit ihm zu erleben, damit die Liste der Dinge, die sie so sehr an ihn erinnern, jetzt nicht so lang ist. Zum Glück gibt es den fünfjährigen Oskar und seine Brüder, die ihr die unausgesprochenen Gesetze des Spielplatzes erklären und mit denen sie unbeschwerte Sommertage im Freibad verbringt. Doch wenn der Liebeskummer so schlimm wird, dass nicht mal Winnie Puuh-Pflaster helfen, weiß selbst der sehr weise Oskar nicht mehr weiter. Martha muss sich eingestehen, dass sie nicht die besten Ideen hat, um über Tom hinwegzukommen, und entscheidet kurzerhand, alles hinter sich zu lassen.


Meine Meinung:
Mir hat "Überall bist du" gefallen. Es fiel mir so leicht, mich gleich auf den ersten Seiten in die Geschichte fallen zu lassen - wahrscheinlich, weil es gar nicht mal so sehr eine Geschichte ist. Sondern wohl eher eine Erzählung über ein Gefühl, das jeder von uns wohl mehr oder weniger schon einmal hatte: Liebeskummer. Sehnsucht. Einsamkeit. 
Diese Gefühle hat Gerhild Stoltenberg in meinen Augen wirklich gut eingefangen, auch wenn bei der Protagonistin Martha der Liebeskummer nach der Trennung nicht unmittelbar, sondern eigentlich erst nach einer ganzen Weile einsetzt. Mir haben die Beschreibungen von ihr gefallen, welche kleinen und großen Dinge, Sätze, Orte usw. sie an ihre ehemalige Liebe Tom erinnern. Tom, der eigentlich gar nicht Tom heißt. Und dass sie das Gefühl hat, soviele Dinge, Sätze, Orte usw. jetzt nicht mehr nutzen oder besuchen zu können, weil alles unweigerlich an die Zeit mit ihm verknüpft ist. Schön!
Nichtsdestotrotz kam ich nicht umhin, mich von Seite zu Seite mehr zu fragen, was das eigentlich für eine Beziehung war, die die beiden da hatten. Und warum Martha nicht schon viel früher mal manche Sachen hinterfragt hat. Tom wurde mir immer unsympathischer, sodass ich Martha irgendwann am liebsten geschüttelt hätte, um ihr die Augen zu öffnen. Martha macht stattdessen in der Zwischenzeit Bekanntschaft mit dem kleinen, aber ungeheuer altklugen Oskar und seinen beiden Geschwistern, deren "Nanny" sie wird. Diesen Erzählungsstrang fand ich ganz nett, aber irgendwie ein wenig undurchschaubar. Mir wurde nicht ganz klar, was die Autorin damit eigentlich bezwecken wollte. Denn der Umstand, dass Martha tatsächlich irgendwann "aufwacht" und die Augen öffnet, für sich auch ganz andere Lebenswege in Betracht zieht - dieser Umstand hat eigentlich wenig bis gar nichts mit Oskar zu tun.
Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten, ich habe es an einem Nachmittag weggelesen. Ein schönes ruhiges Buch über Liebeskummer, den man niemandem wünscht, der einen aber leider manchmal erwischt. 

Sonntag, 23. April 2017

Tag des Buches - Gewinnspiel

Hallo ihr Lieben!
Heute ist der Tag des Buches und ich werde diesen Tag entsprechend passend verbringen - nämlich mit einem Buch in der Hand :) Aber vorher werfe ich noch ein kleines Gewinnspiel in die Runde und verschenke ein Buch. 
Als ich "Ready Player One" von Ernest Cline vor ein paar Jahren zum ersten Mal gelesen habe, hat mir das Buch einige sehr spannende und atemlose Stunden beschert, ich konnte das Buch tatsächlich überhaupt nicht aus der Hand legen. Und dieses Erlebnis möchte ich gern auch einem anderen Leser ermöglichen, der das Buch noch gar nicht kennt.

Im Jahr 2044 ist die Welt ein hässlicher Ort: Die Erdölvorräte sind aufgebraucht, ein Großteil der Bevölkerung lebt in Armut. Einziger Lichtblick ist die OASIS, eine virtuelle Ersatzwelt, in der man leben, arbeiten, zur Schule gehen und spielen kann. Die OASIS ist ein ganzes Universum, es gibt Tausende von Welten, von denen jede ebenso einzigartig wie phantasievoll ist. Und sie hat ein Geheimnis.

Der exzentrische Schöpfer der OASIS hat tief im virtuellen Code einen Schatz vergraben, und wer ihn findet, wird seinen gesamten Besitz erben – zweihundertvierzig Milliarden Dollar. Eine Reihe von Rätseln weist den Weg, doch der Haken ist: Niemand weiß, wo die Fährte beginnt. Bis Wade Watts, ein ganz normaler Junge, der am Stadtrand von Oklahoma City in einem Wohnwagen lebt, den ersten wirklich brauchbaren Hinweis findet. Die Jagd ist eröffnet ...



Aus dem Grund verschenke ich "Ready Player One" als Taschenbuch, das sogar erst in den nächsten Tagen erscheinen wird. Schreibt mir, wenn ihr es gern gewinnen möchtet, eine Email an 
i-am-bookish@web.de
- und zwar bis zum 27.4.17, 18 Uhr. Verratet mir in der Email, welches Buch eurer Lese-Highlight im Jahr 2016 war, und ihr seid im Lostopf. Das übliche Kleingedruckte: Versand nur innerhalb von Deutschland (oder ihr übernehmt das Porto), der Gewinn kann nicht ausgezahlt werden, teilnehmen könnt ihr ab 18 (oder mit Zustimmung eurer Eltern).

Macht euch einen schönen Tag des Buches!


Montag, 10. April 2017

"Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands" - Salvatore Basile

Blanvalet Verlag, 2017
19,99 Euro



Handlung:
Seit seine Mutter ihn als Kind verlassen hat, lebt der dreißigjährige Michele von der Außenwelt abgeschottet im Bahnhofshäuschen eines verschlafenen, idyllischen Dorfs in Italien. Seine einzige Gesellschaft sind die liegengebliebenen Gegenstände, die er im täglich ein- und ausfahrenden Zug einsammelt und in seinem Zuhause um sich schart. Doch dann begegnet ihm Elena, die sein Leben wie ein Wirbelwind auf den Kopf stellt und ihn aus seiner Einsamkeit reißt. Als er kurz darauf sein altes Tagebuch wiederfindet, das seine Mutter damals mitnahm, als sie aus seinem Leben verschwand, gibt dies den Anstoß für eine wundersame Reise quer durch Italien, die Micheles ganzes Leben verändern wird …


Meine Meinung:
Auf "Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands" bin ich wegen der Inhaltsangabe neugierig geworden. Denn von Außenseitern, die etwas schrullig schon in der Inhaltsbeschreibung wirken, lese ich irgendwie gern. Und in der Hinsicht bin ich hier auch nicht zu kurz gekommen mit Michele. Der lebt seit seiner Geburt im Bahnhofshäuschen eines kleinen italienischen Ortes und hat etwa seit seiner Jugendzeit kaum Kontakt zu Menschen mehr. Sein Leben bestimmen die Abfahr- und Ankunftszeiten des einzigen Zuges, der in seinem Bahnhof hält. Das sind die einzigen Highlights seines Tages, wenn man es mal so ausdrücken möchte. Ein anderes Leben kennt er nicht und will er scheinbar auch nicht haben, auch wenn er sich schon hin und wieder fragt, warum seine Mutter ihn damals bei seinem Vater zurück gelassen hat und einfach verschwunden ist. 
Jeden Tag dasselbe Einerlei bei Michele also, bis - ja, bis plötzlich gleich zwei wesentliche Dinge in seinem Leben passieren. Zum einen taucht Elena auf, die Gefallen an ihm findet und ihn irgendwie gar nicht mehr wirklich allein lassen mag. Und Micheles Tagebuch, in das er als Kind schrieb und das zusammen mit seiner Mutter verschwand, findet auf einmal den Weg zu ihm zurück. Das kann dann selbst Michele nicht ignorieren und so macht er sich auf die Suche nach seiner Mutter, unterstützt von Elena.
Micheles Geschichte fand ich sehr schön, an mancher Stelle unerwartet, an mancher leider sehr ehrlich und - wie Michele am eigenen Leib erfahren muss - auch brutal. Klar, am Ende spielt selbst für meinen Geschmack ein bisschen zu sehr der Zufall in die Geschichte rein. Manche Sachen, die passieren, könnte man hinterfragen - wenn man will. Hab ich aber nicht, immerhin ist es nun mal eine Geschichte, da können sich dank der Fantasie des Autors ja auch einige Dinge einfach so fügen, wie sie es hier tun. Schön ist vor allem zu sehen, wie Michele auftaut und sich nach und nach den Menschen und dem Leben öffnet. Aus dem eigenbrötlerischen Außenseiter wird ein aufgeschlossener junger Mann, der verstanden hat, dass das Leben auch mehr sein kann als ein einsames Bahnhofshäuschen, in dem man sich nur mit Fundsachen unterhalten kann. Die letzte Seite habe ich sehr zufrieden zugeklappt. 

Ein herzliches Dankeschön an den Blanvalet Verlag!


Sonntag, 9. April 2017

"Die Zutaten zum Glück" - Louise Miller

Insel Taschenbuchverlag, 2017
14,95 Euro


Handlung:
Wer rechnet schon damit, dass aus einem Flammeninferno das große Glück erwächst? Am wenigsten die Patissière Olivia, als sie mit ihrem flambierten Dessert einen Bostoner Luxusclub in Brand setzt. Dass genau das ihr ein neues Leben  und eine Liebe auf Umwegen beschert, noch dazu in Vermont, kommt für sie genauso unverhofft wie für all diejenigen, denen sie dort in die Quere stolpert …
Nachdem sich Olivias Karriereaussichten in Rauch aufgelöst haben, flüchtet sie sich kurzerhand zu ihrer besten Freundin ins ländliche Vermont. Wo sie nicht nur Unterschlupf und eine Anstellung wider Willen in einem kleinen Landgasthof findet, sondern auch ein neues Zuhause, nach dem sie bislang gar nicht gesucht hatte. Doch bevor Olivia selbst erkennt, wohin ihr Herz gehört, muss sie sich mit der kauzigen Lokalbevolkerung anfreunden – und das Geheimnis um den besten Apple Pie lüften. Und nicht zuletzt die Gunst einer eigensinnigen alten Dame erobern, unter deren rauer Schale mehr verborgen liegt, als Olivia ahnen kann …


Meine Meinung:
"Die Zutaten zum Glück"-lichen Lesen sind: eine Wohlfühlgeschichte von Seite 1 an, eine sympathische Heldin, die nicht den üblichen Klischees entspricht, Kuchen und Desserts, die einem das Wasser im Munde zusammen laufen lassen (gibt es hier nahezu auf jeder Seite!), und das Zusammenspiel von netten wohlwollenden Figuren, heimeliger Gegend, garniert mit der Suche nach dem großen Glück und ein bisschen Liebe.

Olivia mochte ich von Beginn an, sie ist lustig, ehrlich, ein bisschen schrill, läuft auch ganz gern mal mit grünen oder türkisen Haaren durch die Gegend, vor allem aber ist sie schlicht und einfach auf der Suche nach ein bisschen Glück und Geborgenheit. Das hat sie in Boston bisher nicht wirklich finden können und als sie durch einen dummen Zufall ihre Arbeitsstätte fast in Brand setzt, hält sie die Gelegenheit für gekommen, ihrer besten Freundin Hannah im ländlichen Vermont einen Besuch abzustatten. Aus diesem Besuch wird ein längerer Aufenthalt, als ihr recht spontan ein neuer Job im Sugar Maple Inn angeboten wird. Nach Lust und Laune kann sie hier ihrer Backleidenschaft frönen, kommt aber auch nicht umhin, zunehmend in die Lebensgeschichten ihrer Chefin und einer befreundeten Familie einzutauchen. Schneller als sie es für möglich hält, gewinnt sie nicht nur Freunde, verliebt sich sogar ein wenig, sondern fühlt sich auf einmal sogar aufgenommen, akzeptiert und geliebt. Sie, die immer ganz alleine war seit ihrem 16. Lebensjahr, hat plötzlich ein Zuhause gefunden. Oder... doch nicht?
"Die Zutaten zum Glück" ist ein wunderbares Schmökerbuch, in dem man sich herrlich verlieren kann, nur weil man Olivia begleitet und ihr die Daumen drückt. Die Autorin weiß, wovon sie schreibt, immerhin ist sie selbst Patissière; aber dass sie drumherum um die leckersten Kuchen auch noch so eine gelungene, toll geschriebene und runde Geschichte geschrieben hat - Hut (oder Kochmütze) ab!
Achja, und genau da liegt vielleicht auch das größte "Problem" an dem Buch: Man sollte es nicht lesen, wenn man hungrig ist. Beim Lesen der ganzen Beschreibungen von Kuchen, Keksen und Torten denkt man sich unweigerlich "Hach, das will ich auch haben. Jetzt sofort." Also am besten immer ein paar Kekse während des Lesens neben sich liegen haben! ;)

Ein herzliches Dankeschön an den Suhrkamp/ Insel Taschenbuch- Verlag!

Freitag, 31. März 2017

Blitzlicht #1

"Blitzlicht" nennen wir Psychologen die Anfangs- und oft auch Endmomente z.B. in einer Gruppentherapie, wenn jeder Patient mal sagen soll, wie es ihr/ihm gerade geht und was ihr/ihm so gerade durch den Kopf geht. Eine Momentaufnahme sozusagen. Ich bin jetzt zwar kein Patient und auch nicht in einer Gruppentherapie, aber ich nutze den Begriff einfach mal für den Blog, um eine neue Post-Rubrik zu "erschaffen". Aktuelle Momentaufnahmen, Updates, was bei mir so los ist - sozusagen.

Bei mir war in den letzten Tagen eine ganze Menge los. Ich hatte heute meinen letzten Arbeitstag. Letzte Arbeitstage haben irgendwie immer so etwas melancholisches an sich. So etwas wehmütiges, weil einem doch plötzlich mit voller Wucht klar wird, was man ab sofort alles nicht mehr haben wird. Wen man zurücklässt, welche Vorteile dieser Job vielleicht mit sich gebracht hat, welche schönen Momente man hatte. Klar, ein Ende von etwas bedeutet auch immer ein Anfang von etwas anderem. So wird es für mich auch direkt am Montag an einer neuen Arbeitsstelle weitergehen. Aber da ist eben nun mal alles ungewiss. Bis auf die Jobbeschreibung hat man nicht sehr viel mehr in der Hand - welche Mitarbeiter und Kollegen einen dort erwarten werden, welches Büro, welche Station, welche genauen Arbeitsabläufe. Alles nicht bekannt, und genau so fühle ich mich gerade seit ein paar Tagen: in der Schwebe. Ich bin gerade fürchterlich aufgeregt, wie der Montag für mich laufen wird; aber das wird noch nichts sein im Vergleich zu der Aufregung am Sonntag Abend. Es ist nicht der erste Job, den ich neu anfange. Nicht der erste Arbeitstag, den ich erlebe. Und es wird auch nicht der letzte erste Arbeitstag in meinem Leben sein. Aber diese "Wehmütigkeit", dieses Grübeln und fast ... naja, Nachtrauern um all die Dinge und Personen, die ich heute zum letzten Mal gesehen und gesprochen habe, das wird mich sicher immer wieder begleiten. 

Durch das Arbeitsende hatte ich in den letzten Tagen auch noch einige Urlaubstage "abzubummeln" und die habe ich für viele schöne Dinge genutzt. So war ich beispielsweise an einem Tag auf der Buchmesse in Leipzig und habe mich durch die Massen schubsen lassen. Ich habe das dieses Mal eher sehr "unaufgeregt" geschehen lassen, bin nicht von einem Lesungstermin zur nächsten Signierstunde gehetzt, sondern bin einfach durch die Stände geschlendert - sofern Schlendern möglich war. War auch mal ganz schön, auch wenn ich dadurch letztlich gar nicht so sehr viel erlebt habe.

Ich war ein paar Tage im Harz unterwegs, habe die Leute, die sich "Harzdrenalin" tatsächlich zutrauen, mit offenem Mund zugesehen (NIE IM LEBEN würde ich das machen, da über die Talsperre hinweg zu fliegen!!!). Ich war in Potsdam und Berlin, habe Ed Sheeran live auf seinem Berlin-Konzert gesehen - es war einfach hach. Wunderbar. 😍 Der hat´s echt drauf, die ganze Halle nicht nur zu rocken, sondern sie auch zu verzaubern. Schnulzen genauso wie Rap-Songs, das muss erstmal einer hinkriegen...
Außerdem war´s künstlerisch im Barberini Museum in Potsdam, auch wenn ich leider immer wieder merke, dass der Impressionismus irgendwie nicht meine bevorzugte Kunstepoche ist... 😮 Auf den Bildern ist mir einfach zu wenig los 😃

Und ich habe natürlich auch die Zeit mit Lesen verbracht, u.a. "Wo das Dunkel schläft", das Finale der Raven Boys-Reihe von Maggie Stiefvater. Und es kam - lange ersehnt - auch "Das Labyrinth der Lichter" von Carlos Ruiz Zafón raus, an dem ich noch lese. Ich habe übrigens festgestellt (ich hänge da etwas hinterher), dass der gute Herr Zafón nächste Woche tatsächlich in Deutschland auf Lesereise unterwegs ist. Den will ich unbedingt mal live sehen, insofern war meine Enttäuschung einfach unbeschreiblich groß, als mir klar wurde, dass das nichts wird. Nächste Woche ist, wie oben erwähnt, die erste Woche in meinem neuen Job, frei nehmen ist da nicht. Und alle Lese-Städte sind zu weit weg, als dass ich abends mal eben hinfahren könnte. So ein Mist!!! Geht zufällig jemand von euch hin?

Außerdem kamen im Laufe der Tage und Wochen einige neue tolle Bücher an, die zeige ich euch in den nächsten Tagen mal auf einem extra Foto. 
Soweit fürs erste. Habt ein schönes Wochenende!

Sonntag, 26. März 2017

"Hallo Leben, hörst du mich?" - Jack Cheng

cbt Verlag, 2017
14,99 Euro

Handlung:

Was würdest du tun, wenn du allein mit deiner Mom lebst, die manchmal ihre “ruhigen Tage” hat, und du planst, deinen iPod mit einer selbstgebauten Rakete ins All zu schießen, um den Außerirdischen das menschliche Leben auf der Erde zu erklären?
Ganz einfach: Der 11-jährige Alex wagt gemeinsam mit seinem Hund Carl Sagan die große Reise quer durchs Land zu einer Convention von Raketen-Nerds. Dabei lernt er nicht nur die unterschiedlichsten Menschen kennen, sondern erfährt auch eine Menge über Freundschaft, Familie, Liebe und all die anderen Dinge, die das Leben als Mensch so lustig, traurig, wunderschön und überraschend machen. Und zum Schluss ist Alex´ Welt um viele kostbare Freundschaften und sogar eine Schwester reicher.



Meine Meinung:
Ach je, dieses Buch... Beim Lesen schwankte ich ständig zwischen Ungläubigkeit und Mitleid. Denn eigentlich kann einem Alex, die Hauptfigur in diesem Buch, fast nur Leid tun. Für einen 11-Jährigen hat er sich eine ordentliche Portion Naivität, Gutgläubigkeit bewahrt und sieht alles tatsächlich noch aus den Augen eines Kindes. Zum Glück. Denn die Lebensumstände von Alex sind eigentlich eher besorgniserregend. Seine Mutter verbringt wegen psychischer Probleme den ganzen Tag auf der Couch liegend und kümmert sich eigentlich um gar nichts mehr, um Alex am wenigsten. Seinen Vater hat Alex nie kennengelernt, der ist wohl recht früh gestorbene. Alex´ älterer Bruder Ronnie hat sich rechtzeitig aus dem Staub gemacht und wohnt in einer anderen Stadt, meldet sich nur alle paar Tage mal am Telefon. Eigentlich... weiß also niemand so genau, was Alex rumtreibt und beschäftigt. Und das ist eigentlich eine total niedliche Idee, mit der er sich beschäftigt. Alex ist fest davon überzeugt, dass es Außerirdische gibt und spricht aus diesem Grund diverse Textmeldungen auf einen iPod, den er mit einer Rakete ins All schicken will - um den Außerirdischen zu erzählen, wie das Leben der Menschen hier so auf der Erde aussieht. Als Leser liest man diese Texte, die Alex auf seinen iPod spricht und erlebt seine Story auf diese Art und Weise. Ich fand diese Beschreibungen von Alex so niedlich, so unbedarft und ehrlich, wie man wohl nur als Kind sein kann. In seiner Welt sieht er die ganzen Probleme nicht, die ihn eigentlich umgeben, sieht nicht, dass seine Mutter - und er - eigentlich Hilfe brauchen. Vielmehr lebt er seinen Traum, macht sich mit seinem Hund selbstständig auf den Weg zu einer Raketen-Convention und lernt dabei verschiedene Personen kennen, die den Ernst der Lage eher erkennen als er. Am Ende wird sich für Alex einiges ändern, nicht nur durch die Menschen, die er getroffen und lieb gewonnen hat. 
Durch die Textpassagen, die von Alex gesprochen werden, und die man sozusagen liest und empfängt, als wäre man der Außerirdische, der sie sich anhört, ist das Buch etwas ganz anderes, etwas ganz ungewöhnliches. Ich habe so mit Alex mitgelitten, auch wenn man es eigentlich nicht musste, weil er der Optimismus in Person ist und sein Leben selbst mag, wie es ist. Eine schöne Geschichte, die zu Herzen geht.

Montag, 6. März 2017

"Und jetzt lass uns tanzen" - Karine Lambert

Diana Verlag, 2017
17,99 Euro

Handlung:
Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?


Meine Meinung:
"Und jetzt lass uns tanzen" hat mich zwiespältig zurückgelassen nach dem Lesen. Zum einen fand ich es schön, dass ein Thema angesprochen wird, das viel zu selten Thema ist, nämlich das Sich-Verlieben im höheren Alter, der zweite Frühling oder wie man es auch immer nennen mag. Natürlich hört das Gefühl des Verliebtseins nicht auf, nur weil man irgendwann die Altersgrenze von 70 überschritten hat. So geht es eben Marguerite und Marcel hier im Buch, die sich kennen- und lieben lernen. Die beiden haben damit am wenigsten ein Problem, dann schon eher ihre jeweiligen Familien, Kinder und auch Bekannte. Gehört sich das? Kann man sich als Witwe mit 78 noch einmal einen neuen Mann suchen? Kann man sich wirklich noch einmal so in das Gefühl fallen lassen, wie damals, als man das erste Mal verliebt war?
Ja, natürlich! Und warum auch nicht?! Und das hat Karine Lambert schön zum Ausdruck gebracht, das hat mir sehr gut gefallen. Das Sich-Verlieben im höheren Alter ist kein Tabu, es ist normal und wünschenswert. Also warum nicht eine Geschichte darüber schreiben?
Nicht ganz so sehr hat mir dagegen die Umsetzung gefallen bzw. der Schreibstil. Frau Lambert schreibt typisch französisch: kurz, knackig, aufs Wesentliche reduziert. Und so findet man hier in diesem Buch zwar eine Menge Dialoge, aber leider wenig Drumherum. Ich habe Beschreibungen vermisst, von Personen, von Handlungen, von Orten usw. Immer werden wesentliche Teile der voranschreitenden Handlung in nur wenigen Dialogsätzen abgefertigt, und das fand ich schade. Man hätte hier mehr "Drumherum" schreiben können, um der ganzen Geschichte noch mehr Platz und Raum zum Sich-Entfalten geben können.

Dienstag, 28. Februar 2017

"Herz"-Buchreihe - Kathrin Lange

Arena Verlag, 2014-2015

Buchreihe:
1. Herz aus Glas
2. Herz in Scherben
3. Herz zu Asche



Inhaltsangabe Teil 1:
Juli ist wenig begeistert, die Winterferien auf Martha’s Vineyard verbringen zu müssen. Auf der Insel trifft sie den verschlossenen David, dessen Freundin bei einem Sturz von der Klippe ums Leben gekommen ist. Bald erfährt Juli, dass ein Fluch für den Tod weiterer  Mädchen verantwortlich sein soll. Eine geisterhafte Stimme beginnt, ihr nachts Warnungen zuzuflüstern. Als sie sich in David verliebt, gerät sie in tödliche Gefahr.


Meine Meinung:
* Ich versuche es ohne, aber vielleicht sind doch kleine Spoiler in Bezug auf die ganze Reihe drin...*

Ich habe die Buchreihe von Kathrin Lange beendet - endlich, möchte ich fast sagen. Denn so sehr mich der erste Teil noch interessiert und ... ja, fast mitgerissen hat, umso anstrengender fand ich den Verlauf der weiteren Handlung. Der dritte Teil letztlich hat mich mit seinem Hin und Her und dem Fehlen einer wirklichen greifbaren Handlung fast nur noch genervt.
Denn genau das ist nun leider das, was von der 3-teiligen Buchreihe in meinem Kopf hängenbleibt: dass ich sie insgesamt zu lang geraten finde, weil ab der zweiten Hälfte von Buch 2 eigentlich nicht mehr viel passiert. In meinen Augen hätte man die ganze Reihe gut um ein ganzes Buch kürzen können und hätte dafür die wichtigen Punkte aus Buch 2 und 3 in eins gepackt. Herausgekommen wäre für mich eine schlüssigere Handlung, insgesamt mit mehr Spannung und auch Tiefgang. Denn der hat mir gerade im letzten Teil völlig gefehlt. Band 3 besteht eigentlich nur aus einem endlosen Hin und Her, sowohl bezogen auf Ortswechsel (mal im Haus, dann raus auf die Klippen, dann wieder ins Haus, dann an den Strand, dann mal kurz nach Boston und wieder zurück auf die Klippen), als auch bezogen auf das für mich nur schwer zu durchschauende Gefühlswirrwarr zwischen Juli und David. Auf der einen Seite wollen sie sich, dann mal wieder nicht, dann heißt es wieder "große Liebe", nur um auf der nächsten Seite wieder getrennt zu sein. Nervig fand ich das, tut mir Leid.
Sicher, ich mag nicht mehr zur unmittelbaren Zielgruppe zu gehören, daher empfinde ich das vielleicht auch ein wenig anders als jüngere Leserinnen. Aber andererseits lese ich häufig mal ein Jugendbuch und finde auch immer wieder welche, die mir (trotz meines "Alters") richtig gut gefallen.

Woran hat es also hier gehapert? Abgesehen von der bereits erwähnten Länge und meinem Empfinden, dass man die ganze Geschichte um das ganze Hin und Her hätte kürzen können, ist es wahrscheinlich auch die Tatsache, dass mir mit fortschreitender Handlung das Mysteriöse und Geheimnisvolle ein wenig abhanden gekommen ist. Teil 1 fand ich herrlich geheimnisvoll, schon allein der Beschreibung wegen: eine einsame abgelegene Villa auf einer abgelegenen Insel, beladen mit einem jahrhundertealtem Familienfluch, der hier und da im Verlauf auch für ein paar Gänsehautmomente gesorgt hat, wenn plötzlich geflüstert wurde mitten in der Nacht, oder Türen offen standen, die eben noch geschlossen waren. Das hat für mich den Reiz von Buch 1 ausgemacht. Und ich war neugierig, ja. Ich wollte wissen, wie es mit Juli und David weitergeht. Ich wollte wissen, warum David so ein toller Hecht sein soll, dass Juli für ihn alle Bedenken über Bord wirft. Ich wollte Drama, Spannung, Leid und Liebe und das alles schön gewürzt mit Geheimnissen und mysteriösen Momenten. Das hat aber leider von Seite zu Seite nachgelassen, war in Teil 2 schon kaum noch zu finden und in Teil 3 (wie oben erwähnt) dann irgendwie gar nicht mehr da. Madeleine, die Fluch-Sprecherin, erscheint hier mal ab und zu und winkt Juli zu, ok, tolle Sache. Aber Grusel? Und geheimnisvoll? Nee. Vor allem wurde mir der Abschluss dann auch wegen Charlie, Davids Ex-Verlobten, einfach zu anstrengend. Die hat so ziemlich jedes Klischee einer nervigen Ex-Freundin auf den Leib geschrieben bekommen: leider ziemlich heiß aussehend, dennoch ein fieses intrigantes und obendrein auch noch reiches Miststück, das arrogant die Neue ihres Ex´ belächelt. Und besagter Ex macht natürlich mit. Hach nee, wie doof. Und irgendwie vorhersehbar. Auch der Showdown im letzten Buch sorgt zwar für spannende Momente, aber so wirklich der Überraschungsknaller ist es in meinen Augen nicht geworden. 

So bleibt mir das Fazit, dass ich Kathrin Langes Buchreihe zwar zu Beginn mochte und Teil 1 wirklich gern gelesen habe, dass mir der Verlauf aber einerseits zu lang und auch zu gewollt erschien. Für mich hätte die Geschichte kürzer, knackiger und dadurch spannender sein können, ohne das ganze nervtötende Hickhack und Hin und Her im letzten Teil.


Samstag, 25. Februar 2017

Der März wird teuer! Zum Glück... :)

Oh du lieber März. Du wirst teuer. Und leseintensiv...
Denn im März erscheinen ja unglaublich viele neue interessante Bücher. Damit erzähle ich euch ja nichts neues; in den letzten Wochen haben soviele von euch ebenfalls auf den Blogs oder bei facebook & Co. zusammen getragen, welche neuen Bücher euch im März besonders interessieren.
Ich muss ehrlich sagen: ich habe gar nicht bewusst nach Neuerscheinungen gesucht. Das habe ich schon ziemlich lange nicht mehr, was auch ein Grund für mein zunehmendes schlechtes Gewissen als "Buch-Bloggerin" ist. Eigentlich hätte ich mich mit Freuden und Motivation auf die ganzen Verlagsvorschauen stürzen müssen, aber ich hab es nun mal nicht getan. Mir hat da einfach ein bisschen die Zeit, aber auch der Nerv für gefehlt. Trotzdem macht das eigentlich gar nichts, finde ich. Denn auch so - ohne bewusst nach neuen Büchern zu suchen - habe ich eine schier unglaubliche Masse an Neuerscheinungen zusammen bekommen, die im März ihren Weg in die Buchhandlungen finden werden. Einfach nur so durch "mitbekommen, was andere so lesen wollen", aber auch "sehnsuchtsvolles Warten auf manche Bücher, bei denen ich dann doch mal geschaut und gegoogelt habe, wann der Erscheinungstermin ist". Letzteres war z.B. der Fall beim vierten und letzten Teil der Barcelona-Tetralogie von Carlos Ruiz Zafón oder auch "Wo das Dunkel wohnt" von Maggie Stiefvater, ebenfalls vierter und letzter Teil ihrer grandiosen Buchreihe um die Raven Boys. Tatsächlich habe ich diese Buchreihe schon auf Englisch gelesen, weil ich damit einmal mit Teil 1 angefangen hatte. Daher weiß ich nun schon, wie es ausgeht, und was mit Gansey und Blue und Glendower & Co. passiert - aber das hält mich keinesfalls davon ab, das Ganze nochmal auf Deutsch zu lesen... ;)

Folgende neue März-Bücher machen mich besonders neugierig und haben außerordentlich gute Chancen, bei mir einziehen zu dürfen:









Ich verzichte jetzt mal darauf, euch zu jedem Buch eine Inhaltsangabe zu kopieren, ich glaube, viele sind eh in aller Munde und von vielen sehnsüchtig erwartet. Bei anderen (wie z.B. bei Carlos Ruiz Zafón oder auch Christoph Marzi) wäre es mir erstmal völlig egal, worum es geht, weil ich deren neuen Bücher auf jeden Fall lesen wollen würde und mir so oder so zulegen würde. So ist das irgendwann mit Lieblingsautoren... Ich habe euch aber die Titel zur Inhaltsangabe verlinkt, wenn ihr bei dem ein oder anderen Buch doch nachlesen möchtet, worum es geht.

Wie sieht denn eure März-Neuerscheinungsliste aus? Worauf wartet ihr ganz sehnsüchtig?


Sonntag, 19. Februar 2017

Ich habe ein Blind Date.

Nicht mit einer Person, wie ihr jetzt vielleicht denkt. Nein, mit einem Buch, aber unter Umständen kann das ja sowieso die angenehmere Begegnung werden... 
Ich habe schon häufig in Buchläden (in größeren Ketten, aber auch in kleinen privat geführten Geschäften) sogenannte Blind Date - Büchertische erspäht, auf denen Bücher in Papier eingewickelt und mit nichts mehr als einer kurzen (meist kryptischen) Inhaltsbeschreibung oder sogar nur kurzen Stichpunkten darauf vermerkt auf Käufer warten. Ich gucke mir solche Bücher eigentlich ganz gern mal an, meistens jedoch sprechen mich diese Inhaltsangaben oder eben die Stichpunkte darauf nicht wirklich an. Und dann ist da ja auch immer noch der Gedanke, dass es ein Buch sein könnte, das a) ich schon besitze (was ich vielleicht trotz der Kurzbeschreibung nicht merke), oder b) mir einfach gar nicht gefällt, weil es so gar nicht mein Fall ist, und es mir im Normalfall niemals gekauft hätte.
Da geht es einem mit einem Blind Date-Buch also eigentlich wie mit einem Blind Date-Menschen, wenn man sich denn auf sowas einlässt. Aus diesem Unsicherheits-Faktor und dem Gedanken "Da ist mir mein Geld zu schade, ich habe ohnehin schon soviele Buchwünsche!" heraus, habe ich um solche Blind Date- Bücher also bisher einen Bogen gemacht. Angesehen ja. Das Buch in der Hand gewogen und eine Sekunde darüber nachgedacht auch. Aber gekauft habe ich ein solches Buch bisher nie.

Gestern aber doch. Ich habe in der Mittagspause meiner Weiterbildungsveranstaltung die nur 50m entfernt liegende thalia-Buchhandlung besucht, mir eine halbe Stunde die Beine vertreten und bin schließlich mit 2 Büchern wieder rausgegangen - und eins davon war in unauffälliges braunes Packpapier eingewickelt und versprach laut Kuli-Aufschrift eine lustige tolle Geschichte. 






Ich habe mit dem Auspacken gewartet, bis ich zuhause war. Und ja, ich war tatsächlich ein bisschen aufgeregt - hallo, es handelt sich schließlich um ein Blind Date! Nun ja, dennoch wurde die Aufregung dann von ein wenig Enttäuschung abgelöst, wenn ich mal ehrlich sein soll. Denn das Buch, das zum Vorschein kam, ist so eins, das ich eigentlich unter die Rubrik "Nicht mein Fall" ablegen würde. Zumindest hatte ich bisher noch nie Interesse an dem Buch, auch wenn es mir auf Blogs und in Buchläden natürlich schon begegnet ist.


"Johan Andersson – seit seinen zahllosen Gefängnisaufenthalten nur noch »Mörder-Anders« genannt – ist frisch aus dem Knast entlassen und braucht einen neuen Job sowie neue Freunde. Da kommt ihm die Begegnung mit der geschäftstüchtigen Pfarrerin Johanna Kjellander, die wegen ihrer atheistischen Gesinnung arbeitslos geworden ist, gerade recht. Zusammen mit dem Hotel-Rezeptionisten Per Persson gründen sie eine »Körperverletzungsagentur« mit Mörder-Anders in der Rolle des Auftragsschlägers. Die Nachfrage läuft blendend. Bis Mörder-Anders nach dem höheren Sinn des Ganzen fragt, sich plötzlich für Gott interessiert und friedfertig werden will. Doch Stockholms Gangsterbosse haben mit ihm noch eine Rechnung offen und nehmen Mörder-Anders und seine Freunde gründlich in die Zange …"
Eigentlich kann ich nicht erklären, warum mich diese Geschichte bisher so gar nicht gereizt hat. Klingt ja eigentlich schön schräg und für sowas bin ich manchmal zu haben. Also mal sehen, ob es und ich doch noch Freunde werden. Reinlesen werde ich auf jeden Fall.

Wie steht ihr zu solchen "Blind Date- Büchern"? Habt ihr euch selbst schon einmal eins gekauft? Oder wurde euch vielleicht eins geschenkt? Habt ihr gute Erfahrungen gemacht?

Sonntag, 5. Februar 2017

Neue Bücher eingezogen

Eigentlich sollte das hier ein Rückblicks-Post über den Januar werden, aber spontan zeige ich euch lieber ein kurzes Foto mit ein paar der neuen Bücher, die in den letzten Wochen bei mir eingezogen sind. Hab ich schon lange nicht mehr gemacht.






~ Habt einen schönen Sonntag! ~

Sonntag, 8. Januar 2017

Kleine Auswertung des Lese-Bingos 2016

So, wird Zeit, mal zu schauen, wie ihr das Lese-Bingo 2016 so abgeschlossen habt. Ich habe neulich (am 3.1.) eure Blog-Seiten durchstöbert, um mal zu schauen; der nachfolgende Stand bezieht sich also auf dieses Datum.

Erfreulicherweise hatten sich 15 Interessierte angemeldet, um mitzumachen; mit mir waren es also 16, die sich im letzten Jahr dem 5x5 Lese-Bingo-Feld stellen wollten. 
So, wie ich das euren Seiten entnehmen konnte, ist Elli wie schon im Jahr 2015 die erfolgreichste Teilnehmerin, denn sie hat nicht nur ein Buch zu jeder der 25 Kategorien gelesen, sondern auch noch zu jedem Buch eine Rezension geschrieben. Hut ab, liebe Elli, das nenne ich mal Sports- äh, Buchgeist! :D Wer (wie ich) bei manchen Kategorien so gar kein passendes Buch gefunden hat, kann HIER auf Ellis Seite mal einen Blick auf ihre gelesenen Bücher werfen.
Aber natürlich freue ich mich ebenso über alle anderen, die mitgemacht haben.
Marina beispielsweise hat, so wie ich das sehe, 21 Kategorien von 25 erfüllt (leider 1 Buch doppelt angerechnet), 14 davon mit Rezension.
Numi kann sich 11 von 25 Kategorien anrechnen. Ein paar mehr hat an1097 geschafft, 18 nämlich, davon sind 7 Bücher mit Rezensionen versehen.
Devona hat 8/25 und alle 8 mit Rezensionen. Tanja hat 17 gelesene Kategorien angegeben, allerdings keine Rezensionen verlinkt (oder nicht geschrieben). Ich muss gestehen, ich habe nicht eure ganzen Blogs durchsucht, um die Rezensionen zu lesen, sondern mir nur eure Lese-Bingo-Seiten angeschaut, daher weiß ich nicht, (wenn ihr es nicht angegeben habt), wieviele der 25 möglichen Rezensionen ihr tatsächlich geschrieben habt.
Nina hat 4 von 25 Bücher gelesen und 2 Rezensionen geschrieben - vielleicht aber irgendwann mittendrin abgebrochen? Ebenso vielleicht wie Denise, die sich zwar angemeldet hatte, aber heute keine verfügbare Blogseite mehr zum Lese-Bingo hat.
Buch Ninja hat sich 11 gelesene und rezensierte Bücher angerechnet.
Goldkindchen kommt auf 14 gelesene und rezensierte Bücher - und ja, die Neuauflage der Bibel lass ich übrigens zählen als "Buch, das älter ist als ich"... :D
Julia hat ganze 20 von 25 Kategorien gelesen und rezensiert - nicht schlecht! Sie wird dadurch nur ganz knapp überholt von Neyasha, die sich 21 gelesene Bücher angerechnet hat, und alle mit Rezension. Glückwunsch! Der geht auch an Lona, die ebenfalls 21 gelesene Bücher vorzuweisen hat, jedoch davon nur 9 mit Rezensionen. Und letztlich noch Anna, die 5 von 25 Kategorien gelesen hat und 4 davon mit Rezension.
Eine Susanne hatte ich sich ebenfalls angemeldet, hat jedoch ohne Blog teilgenommen, sodass ich keinen Einblick über ihren Lese-Bingo-Stand habe.

Falls euch genauer interessiert, wer welches Buch gelesen hat, schaut mal HIER vorbei und klickt euch durch die Teilnehmer-Seiten.

Ich selbst habe 20 von 25 Bücher für das Lese-Bingo gelesen, davon aber nur 9 rezensiert. Irgendwie ist meine Rezensier-Quote im Laufe des Jahres immer weiter zurück gegangen, habe ich ja schon erwähnt. Mal sehen, wie ich mich 2017 schlage...

Apropos 2017: Hier noch einmal der Hinweis, dass auch 2017 ein Lese-Bingo stattfindet. Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen. HIER der Link.

Elli als der erfolgreichsten Lese-Bingo-Kandidatin winkt somit erneut eine kleine Überraschung als Belohnung - schau einfach demnächst mal in dein Postfach.

Mittwoch, 4. Januar 2017

[Rückblick] Lesejahr 2016

Das neue Jahr ist 4 Tage alt und ich nutze die ruhige Vormittagsstunde, um zurück ins letzte Jahr zu schauen. Einen kleinen Jahresrückblick mache ich jedes Jahr, so also auch heute.
2016 habe ich 98 Bücher gelesen. Ein bisschen hat es mich die letzten Tage gewurmt, dass ich nicht einfach noch 2 mehr "geschafft" habe zu lesen, aber eigentlich ist mir das mittlerweile ziemlich egal. Schon 98 sind ja eine ganze Menge... ;) 
Hier mal mein obligatorischer Rückblick:

- Die meisten Lacher -
Hm, ich habe eben festgestellt, dass ich gar nicht so wirklich lustige Bücher 2016 gelesen habe. Es gab immer nur mal hier und da nebenbei irgendeine lustige Stelle, und mehrere davon z.B. in "Liebesfilm Riss" von Jill Mansell.


- Das schönste Pärchen - 
... sind für mich dieses Jahr Isa und Alexej aus der "Rabenblut"-Reihe von Nikola Hotel gewesen.



- Das fieseste Ende -
... oder auch das Ende, das ich am wenigsten nachvollziehen konnte, fand sich in "Bär im Boot". Bei diesem Buch habe ich mich nach dem Lesen wirklich ein bisschen veräppelt gefühlt - denn was soll das denn? So ein offenes und noch dazu hoffnungsloses Ende, mit dem man so gar nichts anfangen kann, außer sofort in Tränen auszubrechen?? Schrecklich. Ich hab "Bär im Boot" danach erstmal richtig böse angeguckt.




- Das beste Abenteuer - 
Ach, da gab es einige. Allen voran natürlich der Reihenabschluss "The Raven King" - was für eine Buchreihe!!! Und dann habe ich mich 2016 auch durch die komplette "Jake Djones"-Buchreihe gelesen, die wirklich schön abenteuerlich ist. Hat mir gut gefallen. Gut war aber z.B. auch auch "Der Blackthorn Code".

- Der gemeinste Cliffhanger - 
Da fallen mir spontan das Ende von "Lockwood & Co.: Das flammende Phantom" ein sowie "Rabentod" von Nikola Hotel - das ist ein echt fieser Cliffhanger!

- Die meisten Tränen -
... habe ich bei "Auf Null" verdrückt. Das Buch hat mich ziemlich durchgerüttelt und sowohl zum Lachen als auch zum Weinen gebracht. Und das, obwohl ich es erst überhaupt nicht lesen wollte!


- Viel Wirbel um nichts -
Tja, da stehe ich zwar - glaube ich - ziemlich alleine da, aber irgendwie haben mir dieses Jahr so manche Bücher, die andere Leser und Blogger gaaanz toll fanden, überhaupt nicht gefallen. So z.B. "Angelfall" von Susan Ee oder auch "Liebe ist was für Idioten. Wie mich." von Sabine Schoder.


- Am meisten gelernt - 
... habe ich mit dem "Atlas der ungewöhnlichsten Orte". Ich finde zwar, das Buch hätte in seiner Aufmachung ein wenig mehr hermachen  können, aber inhaltlich hat es mich mehrmals in Erstaunen versetzt.

- Die größte Überraschung - 
... wie oben schon beschrieben, wollte ich dieses Buch eigentlich gar nicht lesen. Ich mache um Geschichten von kranken Menschen einen Bogen, muss ich gestehen - vielleicht weil ich ohnehin jeden Tag beruflich mit Leid und Sorgen zu tun habe. Dieses Buch erreichte mich aber als Leseexemplar - Gott sei Dank, kann ich nur sagen, denn es hat mir die spannendsten und emotionalsten Lesestunden im letzten Jahr beschert: "Auf Null" von Catharina Junk.

- Highlights 2016 -


- Enttäuschungen 2016 - 


- Welche waren eure Highlights, Enttäuschungen und Überraschungen im Jahr 2016? - 

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