Montag, 27. Juni 2016

"Albert muss nach Hause" - Homer Hickam

Harper Collins, 2016
19,90 Euro



Handlung:

"Ich oder der Alligator!"

Keinen Tag länger will Homer Hickam der Ältere sein Badezimmer mit einem bissigen Reptil namens Albert teilen. Als der Bergwerksarbeiter seiner Frau ein Ultimatum stellt, muss Elsie lange überlegen. Schließlich ist ein Leben ohne Alligator doch sinnlos. Wie alles hier in Coalwood, West Virginia. Die ganze trostlose Stadt liegt unter einer schwarzen Staubschicht begraben. Und selbst vor ihrer Ehe hat die Große Depression keinen Halt gemacht. Trotzdem fällt Elsie die Entscheidung - unter einer Bedingung: Sie müssen Albert nach Hause bringen. Zurück nach Florida. In einem alten Buick. Mit Alligator auf dem Rücksitz …



Meine Meinung:
Ich geb´s zu: Der Titel war´s. Der hat mich gefangen. An dem bin ich hängen geblieben. Dann klang auch noch die Inhaltsangabe nach einer bunten Roadmovie-Story und ich wusste, das will ich lesen.
Eine Roadmovie-Story ist Alberts Geschichte tatsächlich, allerdings eher eine gemütliche, ruhige und unaufgeregte. Das ist aber gar nicht negativ gemeint - man muss ja nicht immer mit Pauken und Trompeten unterwegs sein. Und langweilig wird es hier interessanterweise trotzdem auf keiner Seite. Elsie, Homer und Albert machen eine Reise und man begleitet sie durchgängig dabei. Diese Reise ist aber auch keine gewöhnliche Reise, denn Albert ist nun mal ein Krokodil, und Elsie recht stur und halsstarrig und gedankenverloren in bereits vergangenen Zeiten, und Homer will eigentlich nur, dass es Elsie gut geht - entdeckt dabei aber auch zunehmend sich selbst auf dieser Reise.
Tatsächlich: immer, wenn man schon denkt, bunter und kurioser kann´s gar nicht mehr werden, kommt noch was obendrauf. Hier und da fand ich die Reise von Elsie und Homer daher nicht immer glaubwürdig, das muss ich so sagen. Aber letztlich geht´s hier auch weniger ums Ernstnehmen, denn lustig und humorig ist es in "Albert muss nach Hause" immer wieder. Interessant finde ich diese Geschichte vor allem deshalb, weil ich die ganze Zeit beim Lesen dachte, "Gut ausgedacht, der Autor hat wirklich tolle Einfälle". Ich neigte in der Tat dazu, das ganze als fiktiven Roman anzunehmen. Am Ende aber schreibt Homer Hickam noch einige Worte und da wird einem klar, "Das war gar nicht ausgedacht!" - zumindest nicht alles.
Besonders berührt haben mich deswegen ehrlich gesagt die abschließenden Worte und Erklärungen des Autors, der nochmals auf die Reise seiner Eltern und das nicht immer ganz leichte Leben seiner Mutter eingeht. Ich finde es vor allem deswegen bemerkenswert, weil der Autor hier die Geschichte berichtet, die seine eigenen Eltern (vor allem die Mutter) ihm selbst erzählt haben, es ist sozusagen eine Nacherzählung - aber eigentlich, und das sagt Homer Hickam so ehrlich wie er ist, hat er keine Ahnung, was davon wirklich stimmt.
Alberts Geschichte: erfrischend anders!

Dankeschön an Harper Collins für das Rezensionsexemplar!

Freitag, 24. Juni 2016

Freitagsgedanken

Hallo ihr Lieben!
Puh, da bin ich mal wieder, nach einigen Tagen absoluter Blog-Sendepause. Diese Sendepause war weder gewollt noch geplant, die ist einfach so passiert. Irgendwie zieht es mich momentan nicht wirklich Richtung Blog. Ich tue mich tatsächlich derzeit ziemlich schwer mit dem Lesen allgemein. Oftmals stehe ich ratlos vor den Bücherregalen und kann mich so gar nicht entscheiden, was ich lesen könnte. Wo es mich hinzieht. Nicht mal vage Vorstellungen schnipsen da in meinem Kopf auf (so nach dem Motto "Krimi. Ach nee, lieber Liebe. Oder was Futuristisches?!") und ich kann mich nicht entscheiden. Manches Mal ziehe ich mir dann 3 oder 4 Bücher raus, lese lustlos auf den ersten Seiten, und merke recht schnell, nee, das war´s nicht. Ich hab zwar Lust auf Lesen; das Problem, das ich schon beim letzten Mal berichtet habe, nämlich dass ich gern mal wieder so einen richtigen Wow-Effekt-Pageturner lesen würde, der mich vom Hocker fegt, - tja, dieses Problem habe ich aber noch immer. Gefunden habe ich so ein Buch nach wie vor nicht. 
Neulich dachte ich, ich hätte es, als ich nach einer solchen Bücherregal-Scan-Aktion, wie ich sie ein paar Zeilen weiter oben beschrieben habe, mir nicht ganz so spontan "Shatter me" von Tahereh Mafi aus dem Buchregal angelte. Da war ich relativ schnell verloren in der Geschichte und vor allem begeistert von dem Schreibstil der Autorin. Mir hat total gefallen, wie sie die Gefühle von Hauptfigur Juliette beschrieben hat - wie ein ungeschriebenes Blatt, das zum ersten Mal so etwas wie gute Gefühle empfängt. Aber ganz plötzlich, etwa nach 3/4 des Buches - puff, war der Elan und das Interesse weg. Ich hatte keine Lust mehr auf die Geschichte. Vielleicht, weil´s irgendwann auch zu schmalzig und zu absehbar wurde. (Wenn sich die Hauptfiguren schon in Teil 1 einer Trilogie kriegen, ist für mich die Spannung relativ schnell gegessen...) Eigentlich will ich aber schon noch weiterlesen; vielleicht schnappe ich mir das Buch am Wochenende nochmal.

Und wie es bei mir oft so ist, wenn ich mich lesemäßig nicht entscheiden kann, lese ich dann aus Verzweiflung ein Buch, das ich bereits kenne und bei dem ich weiß, was mich erwartet. Nämlich eine gute Lesezeit. Ich muss nicht befürchten, dass mich das Buch irgendwann mittendrin enttäuschen wird, denn ich kenne es ja schon und habe es schon für gut befunden. Die Qual der Wahl fiel auf "Harry Potter und der Feuerkelch". Ich gestehe, ich kenne manche Absätze dieses Buch bereits auswendig. Teil 4 der HP-Reihe ist das Buch, das ich am häufigsten aller 7 Teile gelesen habe (so sieht mein Exemplar mittlerweile übrigens auch aus) und das ich irgendwie auch am meisten mag. Da passiert so schön viel. Und so viel schönes und spannendes. Ich amüsiere mich gerade prächtig beim Weihnachtsball. 
Angefangen habe ich aber auch diverse andere Bücher, z.B. "Das Rosenholzzimmer" von Anna Romer, ein schöner Sommer-Schmöker. Oder auch "Wie der Atem in uns" von Elizabeth Poliner, das aber erst Mitte Juli erscheinen wird. 

Übrigens bin ich gerade recht stolz auf mich, denn ich habe in den letzten beiden Tagen doch einige Zeit am Laptop für den Blog aufgebracht. Wie oben schon geschrieben, zieht mich gerade nicht viel zum Blog; ich habe meistens einfach keine Lust, noch viel über ein Buch zu schreiben, wenn ich denn mal eins gelesen habe. (Was gefühlt eh nicht so oft der Fall ist in der letzten Zeit.) Mir gefällt es eigentlich auch überhaupt nicht, dass ich abseits von Rezensionen momentan auch so gar keine anderen Blog-Rubriken bediene. Ich sag´s so einfach, wie es ist: Mir fällt gerade nichts ein, was ich auf dem Blog bringen könnte! Ich habe keine Ideen für Posts oder Beiträge. Bin schon ganz erleichtert, weil ich euch in den nächsten Tagen endlich mal wieder eine lesende Zugnachbarin vorstellen werde, aber das war´s dann leider auch schon wieder. Ich habe noch 2 oder 3 andere Rezensionen vorbereitet (deshalb: stolz auf mich!), aber sonst? Nix. Offenbar habe ich zum Thema Lesen und Bücher momentan nicht viel zu sagen. Und das finde ich eigentlich doof.
Ich hoffe, dass mir bald mal wieder was einfällt, was vielleicht ein bisschen Abwechslung auf den Blog bringt. 

Bis dahin wünsche ich euch erstmal ein schönes, lesereiches Wochenende!

Mittwoch, 22. Juni 2016

"Rundreise" - Kiki Blu/ Daniela Rohr

Kindle Edition, 2016
z.Zt. 2,00 Euro

Reihe:
3. Rundreise



Handlung:
Ein Tagebucheintrag mit einer düsteren Voraussage, ein bedrohliches Weltraumphänomen, das die Titanicus aus ihrer Flugroute zerrt – und dann verebbt auch noch das Wifi-Signal! Aber zum Glück ist noch Kaffee da … zumindest vorerst. In der dritten Episode der humorvollen Space-Opera schlägt sich Kiki Blu nicht mehr nur mit ihren eigenen Problemen herum. Stattdessen müssen sie und ihr pessimistisches Handgepäck – der Androide Max – gemeinsam mit dem inkompetenten Piloten nach einer Lösung suchen, um ihrer Irrfahrt zu entkommen. Kiki versucht, trotz ihrer prekären Lage, zuversichtlich zu bleiben – wären da nur nicht diese mysteriösen Zeitgeister, die sie ständig beobachten. 


Meine Meinung:
Willkommen zurück im Kikiversum! Episode 3 der schräg-turbulenten Weltraumreise von Kiki, Max und diversen anderen skurrilen Kumpanen im Raumschiff Titanicus ist vor Kurzem erschienen und steht den beiden Vorgängern in nichts nach. Kiki & Co. begeben sich hier im wahrsten Sinne des Wortes auf eine Odyssee, die sie durch einen fiesen grünen Dimensionsriss mitten in verschiedene Paralleluniversen bringt, und dabei auch zu einigen unschönen Momenten für die kaffeesüchtige Kiki führt. Erneut habe ich Kiki Blus (= Daniela Rohrs) Einfallsreichtum bewundert; irgendwie kommen hier immer wieder so kuriose und (zugegeben) auch ein bisschen abwegige Ideen zum Tragen. Aber genau die machen für mich den Reiz der Geschichte von Kiki aus. Man weiß vorher eigentlich nie, was kommt - und das mag ich so. Nix mit vorhersehbar, hier gibt es Neues auf jeder neuen Kindle-Seite zu entdecken und überrascht wird man dadurch auch. Besonders interessant fand ich hier die Querlinien zur Geschichte "Im Turm des Panopticons" von Daniela Rohr; eine Geschichte, die mich echt mit offenem Mund hat sitzen lassen und ein Lesehighlight im letzten Jahr für mich war. Wer diese Geschichte noch nicht kennt, sollte sie unbedingt noch vor dem Lesen von Kikis Weltraumreise angehen, denn sonst verdirbt man sich selbst den Spaß, den Aha-Moment und die ganze Spannung!
Kurzum: Wem die ersten beiden Teile der Kiki-Reihe gefallen haben, der sollte natürlich dran bleiben. Und alle anderen Neuentdecker: probiert Kikis Welt mal aus.


Erneut Dankeschön an Daniela Rohr und weiter so! :)

Samstag, 11. Juni 2016

"Pip Bartlett und die magischen Tiere: Die brandgefährlichen Fussels" - Maggie Stiefvater und Jackson Pearce

Verlag Heyne fliegt, 2016
12,99 Euro



Handlung:
Die neunjährige Pip Bartlett hat eine besondere Gabe: Sie kann mit magischen Tieren sprechen – mit Einhörnern, Seidengreifen und Hopp-Grackeln. Mit Eltern und Lehrern klappt die Verständigung allerdings manchmal nicht so gut. Weshalb Pip in den Sommerferien wegen des Einhorn-Vorfalls (wer denkt denn auch, dass die so doof sind!) zu ihrer Tante Emma verbannt wird. Emma leitet eine Praxis für magische Tiere, und begeistert plaudert Pip den ganzen Tag mit den verrücktesten Geschöpfen, die man je gesehen hat. Doch dann taucht ein abenteuerliches Problem auf, nämlich Unmengen von Fussels. Das Schlimme an diesen kleinen pelzigen Wesen: Wenn sie sich aufregen, gehen sie in Flammen auf … Hier können nur Pip und ihr neuer Freund Thomas helfen.



Meine Meinung:
"Pip Bartlett und die magischen Tiere" erinnert in vielerlei Hinsicht an ein Kinderbuch: Zum einen das Cover, bunt und quietschig, dann die (wunderbaren) Zeichnungen im Buch über die magischen Tiere, die von Maggie Stiefvater selbst vorgenommen wurden, der Titel des Buches an sich, die recht große Schriftgröße. Nach den ersten Zeilen hatte ich mich also schon eher auf eine Kinder-Geschichte eingestellt. Aber eigentlich ist die Geschichte von Pip, die in einer Welt voller magischer Tiere lebt und diese nur zu gern erforschen möchte, auch sehr eine Geschichte für Erwachsene, die es nicht immer ganz bierernst haben wollen in ihrer Lektüre. Ich zumindest habe mich bestens unterhalten gefühlt, auch wenn ich schon weit über das empfohlene Lesealter hinaus bin. Dafür sorgen zum einen die niedlichen und kuriosen Ideen, die die beiden Autorinnen hier vom Stapel lassen. Seien es die Namen der magischen Tiere, oder ihre besonderen Eigenschaften (z.B. Summen, wenn sie glücklich sind, oder wie ein Gummiball hin und her fliegen können). Oder aber auch Pip mit ihrer Neugier und der zugleich unerschütterlichen Hilfsbereitschaft und dem unersättlichen Forscherdrang, alles über magische Tiere herausfinden zu wollen. Besonders gut gefallen hat mir aber auch Thomas, mit dem sich Pip anfreundet, und der nicht nur hypochondrisch, sondern auch sehr ängstlich veranlagt ist. Ängstlich wie ein ganz besonderes Einhorn im Buch auch, übrigens... Die Seiten sind also gespickt mit einem Leseabenteuer voller außergewöhnlicher Ideen und sympathischer Figuren, die nicht nur jüngere Leser begeistern dürften. Gern mehr von solchen schriftstellerischen Zusammenarbeiten!

Ein herzliches Dankeschön an Heyne fliegt!

Montag, 6. Juni 2016

Wohin mit den Leseexemplaren?

Ja, die Frage ist durchaus ernst gemeint. Denn ich weiß tatsächlich nicht so wirklich, was ich mit manchen Büchern machen soll, die ich zum "Testlesen" und Rezensieren erhalte.
An und für sich frage ich gar nicht oft nach Rezensionsexemplaren bei Verlagen an, vielleicht 2 oder 3 x im Jahr. Aber ich bin auf der ein oder anderen Produkttester-Plattform, bei denen ich ab und an auch mal ein Buch erhalte - teils von mir so gewollt, teils auch ungewollt, da erreichen mich dann Überraschungsbücher -; oder auch "Blogg dein Buch" beispielsweise statte ich ca. 1x im Vierteljahr einen Besuch ab, wenn es mir mal gerade wieder einfällt, dass es diese Seite gibt... ;)
Und so bekomme ich eben doch manche Rezensionsexemplare ins Haus und im Laufe der Zeit haben sich da ein paar angesammelt. Das Ding ist: Nicht jedes dieser Bücher gefällt mir so dermaßen, dass ich es behalten und in mein Bücherregal stellen möchte. So geht es mir natürlich auch mit anderen Büchern, die ich mir selbst gekauft oder geschenkt bekommen habe. Bei diesen Büchern verfahre ich dann aber so, dass ich sie nach dem Lesen (und Feststellen, dass sie nicht so mein Fall sind) entweder verschenke, tausche oder verkaufe, z.B. bei momox.
Das geht mit Leseexemplaren natürlich nicht. Zum einen würde ich diese nie verkaufen, weil ich es einfach nur frech fände, mit Büchern, die ich sozusagen gratis zum Bewerten auf Kosten der Verlage bekommen habe, dann auch noch Profit zu machen. Zum anderen steht ja wirklich überall drauf und drin (Stempel, Markierungen etc.), dass es sich um "Unverkäufliche Leseexemplare" handelt. Ich bin daher nicht selten am (negativen) Staunen, dass es doch so viele Personen gibt, die ihre Leseexemplare tatsächlich bei ebay, Booklooker & Co. weiterverkaufen. Und das nicht mal entsprechend kennzeichnen. Ich habe selbst schon insgesamt 3 Bücher als vermeintlich "gebrauchte Bücher" gekauft, die sich dann aber sogar als gebrauchte Leseexemplare entpuppt haben. Sowas finde ich echt daneben, muss ich mal sagen.

Aber mal zurück zur Ausgangsfrage: Was tun mit den Lese- und Rezensionsexemplaren, wenn man sie nicht behalten möchte? Verkaufen geht also nicht, das haben wir ja schon festgestellt.
Wegschmeißen? Ich muss sagen, ich gehöre zu den Leuten, denen das Herz blutet, wenn sie Bücher wegwerfen - selbst wenn es Bücher sind, die echt nicht gefallen haben. Ich werfe keine Bücher weg. Ich bin ein Bücher-Messie. Ich neige tatsächlich eher dazu, meine Regale und Räume mit schlechten Büchern vollzustellen, nur, weil ich sie nicht in die Tonne werfen will.
Verschenken? Auch eine schwierige Sache. Ich kenne leider so wenige Personen, denen ich überhaupt Bücher weiter verschenken könnte. Einfach, weil sie nicht lesen. Oder zumindest, weil sie nicht das lesen, was ich so lese. 
An die Bibliothek spenden? Darf ich Rezensionsexemplare auch nicht, oder? Keine Ahnung!
Bücherkiste draußen auf die Straße stellen und jeder darf sich was wegnehmen? Nah, da würde in meiner Straße sich niemand etwas nehmen, sondern eher darüber meckern, dass da jemand seinen Müll hat stehen lassen. Und selbst wenn sich jemand etwas wegnehmen würde - ich weiß gar nicht, ob man nun gerade Rezensionsexemplare so ohne weiteres an "Fremde" weitergeben "darf"...?!
Damit lande ich also am ehesten bei euch - den Bloggern und leidenschaftlichen Lesern. Ich würde euch meine ganzen Rezensionsexemplare auf jeden Fall weitergeben. Das Ding ist nur: Ich möchte ungern auf den ganzen Portokosten sitzen bleiben, das sage ich so ehrlich, wie ich bin. Mal ein Buch als Gewinnspiel-Buch oder so verschicken, ist absolut ok; auch Ende letzten Jahres habe ich 3 Pakete mit Rezensionsexemplaren an euch verlost. Aber hier rede ich gerade eher über mehr als 20 Bücher, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben, und da möchte ich nicht für jedes Buch 1,65 Euro für eine Büchersendung bezahlen müssen. (Bin ich knauserig oder sehr ihr das genauso?) Und Kontonummern austauschen, damit das Porto vorher überwiesen werden kann, ist ja auch irgendwie bescheuert. Wie macht ihr das denn, wenn ihr eure Bücher loswerden und an andere verschicken wollt? Ich glaube nicht, dass ihr immer das komplette Porto übernehmt, oder? Ich glaube, es gibt ja auch die Möglichkeit, so etwas als Gutschein, z.B. bei amazon, laufen zu lassen - aber gibt es da nicht einen Mindestbetrag von 5 Euro oder so? Kennt sich da jemand aus?

Oder was macht ihr überhaupt mit euren Rezensionsexemplaren, die ihr nicht mehr haben wollt? Habt ihr Ideen? Ich würde mich freuen - auch über den möglicherweise bald entstehenden Platz in meinen Bücherregalen :D

Samstag, 4. Juni 2016

"Einmal hin und für immer" - Sarah Morgan

MIRA Taschenbuch Verlag, 2016
9,99 Euro


Handlung:
Puffin Island vor der Küste Maines ist der perfekte Ort, um abzutauchen – und der denkbar schlechteste, wenn man sich wie Emily panisch vor dem Ozean fürchtet. Überall blaues Meer! Doch um ihre kleine Nichte vor dem Hollywood-Wahnsinn zu schützen, stellt sie sich ihrer größten Angst. Bald verfällt sie selbst dem Charme der Insel – sowie ihrer charismatischen Bewohner. Insbesondere dem Yachtclub-Besitzer Ryan Cooper. Ob er alle Frauen so verführerisch küsst, die einen Sommer hier verbringen? Eines weiß Emily bestimmt: Dieser Mann ist mit allen Wassern gewaschen …


Meine Meinung:
"Einmal hin und für immer" ist sommerleichte Lektüre, perfekt für den Urlaub oder einfach faule Tage draußen in der Sonne. Durch die Beschreibungen der kleinen Insel Puffin Island mit ihren gemütlichen Bewohnern hat man unweigerlich ein idyllisches Strandpanorama vor Augen, an dem man am liebsten selbst gerade wäre. Kopfkino, sag ich nur. Mir zumindest ging es beim Lesen so. Mittendrin ist nun die Geschichte von Emily und Ryan eingebettet, und sie passt perfekt auf diese kleine beschauliche Insel. Mit solchen - ich nenne sie mal - "Frauenromanen" ist das ja immer so eine Sache: meistens weiß man ja schon von Beginn an, wie die Geschichte ausgehen wird und dass man definitiv mit einem Happy End rechnen darf. Ist hier nicht anders, trotzdem fand ich die Entwicklung der beiden Hauptprotagonisten gut gemacht, und eben insbesondere die Entwicklung ihrer gemeinsamen Geschichte. Ich muss gestehen, Emily ist mir mit ihrem Hin und Her (Will ich Ryan, ja oder nein? Irgendwie schon, aber nein, ich kann nicht, obwohl, vielleicht doch...) partiell ein bisschen auf die Nerven gegangen. So wankelmütig und eben kein bisschen von sich selbst überzeugt, schwankt sie im Inselwind und weiß nichts mit sich und schon gar nichts mit Ryan anzufangen. Der ist glücklicherweise durchsetzungsfähiger und nimmt mal gern das Ruder selbst in die Hand, sodass die Geschichte trotzdem gut vorankommt. Das liegt auch am Perspektivenwechsel, denn wir können dank der Erzählweise sowohl in Emilys als auch in Ryans Gedanken reinschnuppern. Auch der Witz und Charme in den Dialogen kommt nicht zu kurz, was ich nicht nur wichtig, sondern auch sehr passend fand. Insgesamt also eine schöne, kurzweilige und vor allem an Sommertagen sehr lesenswerte Liebesgeschichte, von der man noch Fortsetzungen (mit Emilys Freundinnen als Hauptfiguren) rechnen darf.

Ein herzliches Dankeschön an Blogg dein Buch und den MIRA Taschenbuch Verlag!


Freitag, 3. Juni 2016

Freitagsgedanken und Monatsrückblick Juni

Hallo ihr Leseleute!
Aus Oslo bin ich längst zurück (ganz ehrlich, für mehr als eine handvoll Tage in Oslo verdiene ich eindeutig zu wenig!), habe aber bisher einfach nicht die Zeit und die Muße gehabt, mich an den Laptop zu setzen. Oslo war leider sehr verregnet, aber trotzdem schön und definitiv ein Besuch wert. Meine Füße waren direkt nach meiner Rückkehr leider nicht mehr zu gebrauchen, aber mittlerweile geht´s wieder ;) Für die Kürze der Zeit haben wir eine ganze Menge von Oslo gesehen, wiederum aber auch längst nicht genug, um die Stadt wirklich kennenzulernen...
Lesemäßig war der Monat ganz ok; ich habe nicht allzu viel gelesen, und bis auf eine Ausnahme auch nichts, was mich wirklich richtig vom Hocker gerissen hat. Irgendwie stehe ich mit dem Lesen gefühlt gerade ein bisschen auf wackeligen Beinen. An manchen Tagen muss ich mich fast "überwinden", zum Buch zu greifen, und das ist natürlich Mist. Ich meine, ich lese nicht, wenn mir nicht danach ist. Ich werde mich selbst nie zum Lesen zwingen. Aber irgendwie würde ich mir mal wieder so einen richtigen Knüller wünschen, der mich an seine Seiten fesselt, der meine Gedanken bestimmt, selbst in Momenten, in denen ich das Buch nicht in der Hand habe. Einfach das Gefühl, im Lesen mal wieder so richtig aufzugehen und sich von einer Geschichte vollends mitreißen zu lassen. Tatsächlich fehlt mir das seit einer Weile. Ich denke, da würde auch die "Vollblut-Begeisterung" am Lesen für mich wiederkehren, denn die vermisse ich gerade ein bisschen. Versteht ihr, was ich meine?  
Mal sehen, was der Juni lesemäßig für mich bereit hält. Fest eingeplant habe ich bisher nichts und - soweit ich sehe - habe ich im Juni auch keine Neuerscheinung notiert, die ich unbedingt haben will. Vielleicht mache ich einfach mal die Augen zu, streiche an meinen Bücherregalen entlang und mache bei einem Buch Halt, bei dem mein Inneres leise "Stopp" sagt... :)


Gelesen im Mai

"Die Liebe ist ein schlechter Verlierer" - Katie Marsh (3,5/5)
"The Raven King" - Maggie Stiefvater (5/5)
"Die Geschichte der Baltimores" - Joel Dicker (4/5)
"Wahrheit schmeckt wie Mokkatorte" - Christina Michels (4/5)
"Jake Djones: Die Dynastie des Bösen" - Damian Dibben (4/5)
"Einmal hin und für immer" - Sarah Morgan (3,5/5)
"Willkommen im Bellweather Hotel" - Kate Racculia (4/5)


Lese-Highlight im Mai

... war ohne Frage "The Raven King" von Maggie Stiefvater, der Abschluss der Raven Boys-Reihe. ENDLICH wird geklärt, ob Gansey Glendower findet und natürlich, ob er überleben wird. Ich verrate es euch nicht, lest es selbst!! 

Lese-Enttäuschung im Mai

... gab es eigentlich nicht. Alle gelesenen Bücher fand ich zumindest ok.

Habt ein schönes Wochenende! :D

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