Mittwoch, 23. März 2016

"Nur ein Tag" - Gayle Forman

Fischer Verlag, 2016
14,99 Euro

Handlung:
Allysons Leben ist genau wie ihr Koffer - überlegt, geplant und ordentlich gepackt. Doch am letzten Tag ihrer dreiwöchigen Europatour lernt sie Willem kennen. Als freier, ungebundener Schauspieler ist er all das, was die 18jährige Allyson nicht ist, und als er sie einlädt, mit ihm nach Paris zu kommen, trifft sie spontan eine für sie untypische Entscheidung. Sie ändert ihren Plan und geht mit ihm. Allyson erlebt einen Tag voller Abenteuer und Romantik, Freiheit und Nähe - bis Willem am nächsten Morgen nicht mehr da ist.


Meine Meinung:
In meinen Augen ist "Nur ein Tag" ein Buch, das in der Masse der romantisch gehaltenen Coming-of-Age- Romane leider untergeht. Für mich zeichnet es sich durch nichts aus, was es besonders machen würde oder wodurch es herausstechen würde. Blasse unleidige Figuren, blasse Story ohne große Überraschungen, ein einziges Dahinplätschern der Story.
Allyson (und es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber ich musste ihren Namen eben noch einmal nachlesen, sonst wäre er mir nicht wieder eingefallen - soviel zum Thema "blasse Figur"...) ist ein verwöhntes Amimädel, das ihr Leben lang alles von ihren Eltern bekommen hat. Sie sagt zu allem Ja und Amen und lässt sich alles bereitwillig von ihren Eltern vorneweg planen. Fand ich nervig zu lesen, weil mich solche Figuren irgendwie passiv aggressiv machen. Im Laufe der Handlung befreit sie sich zwar ein bisschen von diesem Denken und wird eigenständiger, was ich ihr von Herzen gönne. Dennoch muss ich ehrlich sagen, dass mir die Buchfigur "Allyson" einfach völlig egal war und damit auch, was mit ihr passiert.
Willem dagegen sollte wohl geheimnisvoll und schon viel erwachsener wirken, kam mir jedoch eher pseudo-philosophisch vor. Er weiß alles besser, redet bevorzugt in Rätseln und merkwürdigen Andeutungen, lässt sich sonst aber so gar nicht in die Karten gucken. Das hat den Sympathiefaktor bei mir nicht nach oben gehoben.
Auch aus dem gemeinsamen Trip, den die beiden kurzerhand machen, konnte ich nur wenig herausziehen. Die paar Eindrücke, die von Paris gegeben werden, als Allyson und Willem sich in der Stadt aufhalten, sind so rar gesät und so wenig beeindruckend, dass sich bei mir keinerlei Kopfkino anstellte. Ich hätte mir mehr Eindrücke gewünscht; einfach auch ein "emotionales Mehr", das zwischen den beiden in Paris ablief, um so etwas wie einen Funken zu erahnen. Geknistert hat es zwischen beiden meiner Meinung nach überhaupt nicht.
Irgendwie habe ich hier nicht viel für mich rausholen können und das Buch ist schon wenige Tage nach dem Lesen gedanklich komplett aus meinem Kopf verschwunden. Nun gibt es ja auch noch den zweiten Teil der Geschichte, "Und ein ganzes Jahr", welches dazu gelesen werden muss, um zu erfahren, wie es weitergeht. Die Leseprobe für "Und ein ganzes Jahr" am Ende von diesem ersten Teil lässt bereits vermuten, dass wir genau dieselbe Geschichte - eben nur aus Willems Sicht - erzählt bekommen. Das ist auch so ein Konzept, das mich nicht wirklich überzeugt - im Gegenteil, es schreckt mich eher ab. Mit diesem neuartigen Hype, eine Geschichte immer aus zwei Perspektiven erzählen zu müssen, obwohl es ein und dieselbe Geschichte nur verteilt auf mehrere Bücher ist, konnte ich mich von Beginn an nicht anfreunden, und ich werde auch hier nicht mitmachen. Mich hat die Geschichte von Allyson und Willem einfach zu wenig gereizt und neugierig gemacht, als dass ich jetzt Interesse hätte, in Willems Perspektive weiterzulesen.

Donnerstag, 17. März 2016

[Neue Bücher]: In my mailbox...

Hallo ihr Leseleute!
Und vor allem Hallo an alle Daheimgebliebenen, die nicht zur Buchmesse nach Leipzig wollen oder können oder wollten und nun aber nicht können. Wie auch immer. Ich will eigentlich schon für einen Tag auf die Messe, ist ja glücklicherweise auch nicht soo weit entfernt von meinem Zuhause, da geht das schon. Ich werde allerdings erstmal Zwiesprache mit meinem Steißbein halten müssen, ob es sich in der Lage sieht, einige Stunden Laufen auszuhalten. Weiß ich nicht so genau, die letzten Tage waren ein schmerzhaftes Auf und Ab im Sitzen, Liegen und Stehen. Ich denke, ich werde es ausprobieren; wenn´s nicht geht, dann geht´s halt wieder ab nach Hause.

Fürs erste zeige ich euch mal die neuen Bücher der letzten Tage. Drei davon habe ich schon gelesen, nämlich "Für immer Hollyhill", "Nur ein Tag" und "Die Magie der Namen". Die beiden letzteren haben mir leider nicht so wirklich gefallen; wenn ich ehrlich sein soll, erinnere ich mich schon jetzt kaum noch an sie, dabei ist das Lesen erst ein paar Tage her. Rezensionen dazu habe ich zwar geplant - allerdings noch keine Ahnung, was ich da reinschreiben werde. Überhaupt ist meine Rezensier-Motivation momentan völlig zum Erliegen gekommen. Ich lese derzeit nun mal einfach lieber ein Buch, ohne danach darüber etwas schreiben zu müssen. Das ... muss ich irgendwie mal noch geändert bekommen :D




Dave Cousins "Warten auf Gonzo"
Oz ist immer für einen Lacher zu haben. Es ist wirklich nicht seine Schuld, dass manche Leute so humorlos sind. Doch bei einem seiner Scherze geht der Schuss nach hinten los, und er setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die in ein einziges Durcheinander münden.
Man muss es tatsächlich erlebt haben, wie Oz versucht, den Schaden zu begrenzen – auf seine eigene, einzigartige Weise. Oder anders ausgedrückt: Jeder kann einen Fehler machen, aber um alles zu versauen, muss man ein Genie sein. Auch seine größere Schwester Meg zieht Oz nicht aus dem Schlamassel – doch dann bekommt sie selbst ein Problem. Eines, das von Tag zu Tag größer wird …

Alexandra Pilz "Für immer Hollyhill" 
-> 3. Teil einer Reihe, Inhaltsangabe HIER

Kirsty McKay "play2live"
Jetzt wird es ernst. Killer geht los – und Cate ist dabei! Die Regeln sind klar: Ein Mörder, zwölf Mitspieler und absolute Schweigepflicht. Niemand sonst an dem einsam gelegenen Eliteinternat darf von dem Spiel wissen. Wer „gekillt“ wird, ist raus. Cates Alltag ist ab sofort von boshaften Eskapaden geprägt. Doch bald wird aus den spielerischen Drohungen gefährliche Realität. Jemand hat es auf sie abgesehen. Und Cate hat nur eine Chance zu entkommen: Sie muss die wahre Identität ihres Peinigers herausfinden, bevor der sie erwischt.

Isabel Abedi "Die längste Nacht"
Es sind nur ein paar Sätze in einem noch unveröffentlichten Manuskript, das Vita im Arbeitszimmer ihres Vaters findet - aber etwas an ihnen verzaubert und verstört die Siebzehnjährige gleichzeitig. Wenig später bricht sie mit ihren Freunden zu einer Fahrt quer durch Europa auf und stößt in Italien durch Zufall auf den Schauplatz des Manuskripts: Viagello, ein malerisches kleines Dorf. Der Ort strahlt für Vita eine merkwürdige Anziehungskraft aus, die noch stärker wird, als ihr der Seiltänzer Luca buchstäblich vor die Füße fällt. Auf den ersten Blick ist Luca für Vita etwas Besonderes, doch etwas an ihm und seiner Familie kann sie nicht fassen. Noch ahnt sie nicht, dass er sie auf eine Reise tief in ihre Erinnerungen führen wird, an deren Ende etwas steht, was einst in Viagello geschah - in jener längsten Nacht.

Gayle Forman "Nur ein Tag"
Allysons Leben ist genau wie ihr Koffer – überlegt, geplant und ordentlich gepackt. Doch am letzten Tag ihrer dreiwöchigen Europatour lernt sie Willem kennen. Als freier, ungebundener Schauspieler ist er all das, was die 18jährige Allyson nicht ist, und als er sie einlädt, mit ihm nach Paris zu kommen, trifft sie spontan eine für sie untypische Entscheidung. Sie ändert ihren Plan und geht mit ihm. Allyson erlebt einen Tag voller Abenteuer und Romantik, Freiheit und Nähe – bis Willem am nächsten Morgen nicht mehr da ist.

Nicole Gozdek "Die Magie der Namen"
Der 16-jährige Nummer 19 träumt insgeheim davon, als Erwachsener ein Held und bedeutender Name zu werden. Die 19 hat ihm in seinem Leben bisher kein Glück gebracht. Doch als der Tag der Namensgebung endlich gekommen ist, lösen sich seine Hoffnungen in Unglauben auf. Er erhält einen Namen, den keiner zu kennen scheint. Wer ist dieser Tirasan Passario, dessen Namen er für den Rest seines Lebens tragen wird? Nur das große Namensarchiv in der Hauptstadt Himmelstor kann ihm Auskunft geben. Gemeinsam mit dem Krieger Rustan Polliander und dessen Freunden macht er sich auf in die weit entfernte Stadt. Doch die Reise entpuppt sich als gefährlicher als erwartet. Namenlose und dunkle Verfolger trachten der Gruppe nach dem Leben. Und auch sein eigener Name hält noch einige Überraschungen für Tirasan bereit ... 

Und, wäre etwas für euch dabei? Kennt ihr schon eins der Bücher?

Dienstag, 15. März 2016

"Der Krieg im Garten des Königs der Toten" - Sascha Macht

Dumont Verlag, 2016

Handlung:
Was tun, wenn man siebzehn ist und die Eltern über Nacht spurlos verschwinden, ohne eine Nachricht zu hinterlassen? Man übernimmt selbst den Abschluss seiner Erziehung – mithilfe der miesen Horrorfilme, die man vom »schönen Hans« im Dorfladen geschenkt bekommt. Bruno Hidalgo hat jedoch noch ganz andere Probleme. Denn er lebt nicht nur in einem Provinznest, sondern auf einem riesenhaften Eiland, das infolge von Atomtests aus dem Ozean aufgestiegen ist. Die glanzvollen Gründerjahre sind vorbei, nun liegt die Inselgesellschaft am Boden. Rebellen marodieren, ausländische NGOs versuchen, die Bewohner mit dem Nötigsten zu versorgen, Antilopen weiden in der Savanne zwischen den Müllbergen einer zerbrochenen Utopie.


Meine Meinung:
Ich habe eben eine ganze Weile überlegt, was ich zu diesem Buch sagen könnte. Irgendwie ist mir nach wie vor nicht so wirklich etwas eingefallen, deswegen wird diese Meinungsäußerung wohl eher eine Aneinanderreihung von wirren Gedanken und Gefühlsausbrüchen, zu denen es bei mir während des Lesens gekommen ist.
Zunächst einmal: Ich habe Kopfschmerzen beim Lesen dieses Buches bekommen. Mich hat es aggressiv gemacht, ungeduldig, unwirsch. Gleichzeitig klopfte eine permanente Neugier in meinem Kopf an, begleitet von Respekt, denn diesen einen Gedanken konnte ich nicht abschütteln: Es gehört schon was dazu, ein ganzes Buch auf so eine verschwurbelte, eigenartige Weise zu schreiben, und das auch noch so konsequent von der ersten bis zur letzten Seite durchzuziehen. Es ist mir unmöglich zu erklären, was genau sich hier für mich so schwierig las; vielleicht die Satzkonstruktionen, möglicherweise die vielen Nebensätze, wahrscheinlich die Aneinanderreihungen von Beschreibungen, definitiv die fehlenden Anführungszeichen bei wörtlicher Rede. (Sowas macht mich wahnsinnig!) In diesem Buch befindet sich tatsächlich ein Satz, der über eine komplette Buchseite geht - ohne Punkt, nur getrennt von Kommas. Und trotzdem macht dieser Satz Sinn - das ist der Verrückteste daran.
Ich habe mir bei kaum einem anderen Buch jemals so häufig denken müssen "Was für ein verquirlter Blödsinn" - und habe dann dennoch weitergelesen. Weitergelesen, weil dieser kleine Gedanke "Wo soll das eigentlich alles hinführen?!" und "Was soll das alles??" immer drängender wurde. Eine nachvollziehbare logische Handlung kann man hier nicht erwarten; ich zumindest habe keine finden können. Für mich fehlt ein wirklich verständlicher roter Faden. 
Bruno macht sich eines Tages auf den Weg, um ... Ja, um was eigentlich zu tun?? Keine Ahnung! Das wird gar nicht offensichtlich. Alles hier drin erscheint mir unersichtlich. Bruno lässt sich mitziehen, mitschleifen, ist einfach unterwegs und erlebt, was ihm so vor die Füße kommt. In einer Welt, die einfach nur schräg ist, in der nichts erklärt wird, in der man einfach alles Kuriose so hinzunehmen hat. Immer mal unterbrochen von der Schilderung merkwürdiger Horrorfilme, die Bruno irgendwann gesehen hat und die mir die Haare zu Berge haben stehen lassen - nicht weil sie tatsächlich so gruselig erscheinen würden, nein, sondern weil sie einfach so völlig abstrus sind. Bruno hat kein Ziel, keinen Plan, kein Motiv. Und genauso erscheint mir das ganze Buch. Verwirrt war ich von Seite 1 an, verwirrt bin ich auch jetzt noch.

Dankeschön an den Dumont Verlag für das Rezensionsexemplar!

Samstag, 12. März 2016

Spontan eingelegter Lesetag: Wechselhaftes Lesen

Hallo ihr!
Eigentlich wäre ich heute überhaupt nicht zuhause. Ich würde stattdessen in einem Seminarraum sitzen und mir ein Seminar zum Thema "Krisenintervention und Suizidalität" anhören - ein Seminar im Rahmen meiner Psychotherapie-Weiterbildung. Gestern und heute.
Warum mache ich das nun aber nicht? Weil ich nicht gut sitzen kann. Mir ist am Donnerstagabend ein blöder Sturz gefolgt von einer Steißbein-Prellung dazwischen gekommen. Nun kann ich momentan kaum sitzen noch stehen noch hocken noch sonstwas - alles ziemlich Sch***e. Wenn ich sitze, will ich unter Schmerzen wieder aufstehen, wenn ich ein paar Minuten stehe, denke ich mir, hach, jetzt hinsetzen! Eben habe ich mir wieder eine Schmerztablette eingeworfen, vielleicht bringt die ja ein bisschen was. 

Nun kann ich diese unverhofft freie Zeit natürlich auch sinnvoll nutzen und mir ein Buch schnappen. (Lesen im Stehen ist allerdings nicht so berauschend...) Und wenn ich das tue, dann kann ich heute auch am Lesetag von Neyasha und Lyne teilnehmen. Die beiden haben sich gedacht, den heutigen Tag fürs Lesen zu nutzen und da mach ich dann jetzt einfach mit. Ich halte euch den Tag über auf dem Laufenden, wie es bei mir lesemäßig so aussieht. Macht doch auch noch mit und meldet euch bei Neyasha oder Lyne!



9:38 Uhr
Ich starte mit "Für immer Hollyhill" von Alexandra Pilz. Da habe ich gestern schon fleißig drin gelesen und bin schon auf Seite 171. Das ist der dritte Teil um das zeitreisende Dorf Hollyhill - ist es auch der letzte? Das weiß ich gar nicht so genau. Schätze aber, das werde ich noch rauskriegen, wenn sich das Buch dem Ende neigt. Oder weiß das jemand von euch? Wieviele Bände der Hollyhill-Reihe sind denn geplant?
Bereit gelegt habe ich mir auch "Die Magie der Namen" von Nicole Gozdek, über das ich bisher recht gute Meinungen gehört habe. Und was mich im weiteren Tag erwartet - mal sehen. Soll ja schließlich "wechselhaftes Lesen" werden... :D


12:17 Uhr
So, ein bisschen gelesen, ein bisschen aufgeräumt, ein bisschen online rumgeschaut. Jetzt muss ich mich erstmal ins Essen machen stürzen. Heute gibt´s Köttbullar, das ist ein wenig aufwendiger und braucht daher mehr Zeit und Aufmerksamkeit. Lesenderweise bin ich bei "Für immer Hollyhill" mittlerweile auf Seite 228 angekommen. Die Story ist bisher ganz ok, plätschert ein wenig vor sich hin. Mal sehen, wo es noch hinführt. Vielleicht schnuppere ich nach dem Essen auch einfach erstmal in ein anderes Buch hinein. Was lest ihr denn gerade so aktuell?

15:36 Uhr
Irgendwie ist der Tag schon so weit fortgeschritten und ich habe noch längst nicht so wirklich viel gelesen, wie ich vielleicht eigentlich gedacht hätte. Momentan sitze ich und es geht ganz gut (die Schmerztabletten wirken). Dankeschön übrigens für eure Anteilnahme an meinem kleinen Desaster. Ich hoffe, es wird besser. :)
Ich habe noch ein paar Seiten in "Hollyhill Teil 3" gelesen, mir zwischendrin aber auch mal "Spinner" von Benedict Wells gegriffen. Über den Namen des Autoren bin ich schon so oft gestolpert, irgendwie reden seit Monaten so viele über ihn. Offenbar hat er ja wohl auch gerade erst wieder ein neues Buch herausgebracht, "Vom Ende der Einsamkeit" nämlich. Irgendwie macht mich das neugierig, auch weil ich selbst vor einiger Zeit mal sehr Interesse an einem Buch von ihm hatte, "Fast genial". Das habe ich zwar (noch) nicht, dafür aber eben "Spinner". Ich habe in die ersten Seiten reingelesen und fand sie prompt ganz wunderbar. Jetzt, nach gut 35 Seiten, bin ich ein bisschen am Schwanken, ob ich den Schreibstil ganz locker-leicht-toll finde, oder ob es mir an manchen Stellen nicht schon fast zu aufgesetzt wirkt. Ich glaube, ich muss da einfach noch ein wenig weiterlesen. Jetzt ist aber erstmal wieder "Hollyhill" an der Reihe, denn ich glaube, ich würde das Buch heute noch ganz gern auslesen. Aber jetzt ... gibt´s erstmal Kaffee :D


18:01 Uhr
Und ... da war das Buch vorbei. Ja, ich habe "Für immer Hollyhill" eben ausgelesen. Ein Fazit darüber kann ich gerade irgendwie gar nicht treffen. Die Buchreihe ist schon ganz schön zu lesen, auch voller Ideen, die gut miteinander kombiniert sind. Dennoch fehlt der ganzen Reihe irgendwie dieser besondere Faktor, der dazu führt, dass man sich ewig mit einem seligen Lächeln dran erinnern wird. Ist zumindest mein Eindruck.
Jetzt werde ich sicher erstmal eine Lesepause machen, nach all den weggelesenen Seiten. Ich glaube, ich drehe online mal eine Runde, auch bei euren Blogs. Und dann möchte ich nachher definitiv noch in "Die Magie der Namen" reinlesen. Auch in "Spinner" habe ich ein paar Seiten weitergelesen, vorhin schon. Weiß noch nicht, wie ich es finde.

Dienstag, 8. März 2016

[Gewinnspiel] "Zeitsplitter" zu gewinnen!

Wer Interesse an dem Buch "Zeitsplitter" von Christin Terrill hat, der sollte mal bei meinem Facebook oder Instagram-Account vorbeischauen (Links siehe oben rechts in der Sidebar), denn dort verlose ich das Buch. Neu und ungelesen. Mitmachen per Kommentar unter dem Post bei Facebook oder Instagram bis Freitag, 18:00 Uhr. Viel Glück!

Montag, 7. März 2016

[Kurz gesagt] Von Geschwistern, Häusern am See und rotem Meer

Jonathan Evison "Alles über Lulu"

"Alles über Lulu" hat mich anfangs völlig sprachlos sitzen lassen. Ich war hin und weg von dem, was ich las; ich habe Unmengen an Sätzen markiert, weil sie mir so gefallen haben. Die Geschichte von Will, der sich in Lulu verliebt, die durch die Heirat ihrer beider Eltern aber leider Halbgeschwister werden, ging mir nicht nur zu Herzen, sondern auch in den Kopf. Ich glaubte, ich hielte schon einen kleinen literarischen Schatz in den Händen. 
Allerdings nicht lange. Denn je älter die Protagonisten werden, umso mehr verliert die Geschichte - und insbesondere der Schreibstil des Autors - an Reiz. Mein Interesse sank von Seite zu Seite, weil ich mit Will und Lulu plötzlich so gar nichts mehr anfangen konnte. Lulu verändert sich als Teenager sehr und lässt Will, obwohl beide vorher eng befreundet waren, auf einmal ohne ersichtlichen Grund hängen. Das sorgt jedoch nicht zu einem Nachlassen von Wills Verliebtheit und so rennt er dieser (mir einfach nur unsympathisch und egoistisch wirkenden) Lulu über Jahre, fast Jahrzehnte hinterher. Und dabei ständig in sein eigenes Unglück. Mir hat das irgendwann einfach keinen Spaß mehr gemacht, nur davon zu lesen, wie Lulu ihn zappeln lässt, wie sie ihn veralbert und in ihrer Art und dem Auftreten einfach unecht ist. Da ich solche Menschen im wirklichen Leben nicht mag, kann ich mit ihnen auch auf Buchseiten nicht viel anfangen. Jedoch hielt sich auch mein Mitleid mit Will stark in Grenzen, denn mit so einer Person, die ihr halbes Leben lang blind durch die Gegend läuft, kann ich an irgendeinem Punkt auch nicht mehr mitfühlen. 
Was für mich also ganz wunderbar anfing, konnte leider nicht im Geringsten halten, was ich gehofft hatte. "Alles über Lulu" hat mich letztlich leider doch sehr enttäuscht.



Kate Morton "Das Seehaus"

Ein wunderbarer Schmöker für diese komische Jahreszeit da draußen, die sich nicht entscheiden kann, ob sie jetzt noch kalt oder doch eher schon frühlingshaft sein möchte. Da lässt man sich gedanklich doch gern mal nach Cornwall mit seinen eindrucksvollen Landschaften entführen. Ich zumindest konnte mich wunderbar für einige Stunden in diesem Wälzer (608 Seiten) verlieren und habe dabei sowohl Alice in der Vergangenheit als auch Sadie im Heute begleitet. Denn "Das Seehaus" verläuft auf zwei Zeitebenen: Alice Geschichte spielt vorrangig in der Zeit vorm Zweiten Weltkrieg, Sadie als Polizistin dagegen hat heute mit allerlei Dämonen aus ihrer und der Vergangenheit anderer Personen zu kämpfen. Zwei starke Frauen, die eines Tages das Schicksal zusammenführt. Klingt abgedroschen? Ja, das mag sein, und das dachte ich auch beim ersten Lesen des Klappentextes von "Das Seehaus". Glücklicherweise hat mich das dennoch nicht vom Lesen abgehalten, denn ich hätte dieses Buch nicht missen wollen. Mir haben die Verwicklungen um Alice und ihre Familie, die mit dem plötzlichen Verlust des jüngsten Sohnes zurechtkommen muss, gut gefallen, weil sie unweigerlich zum Rätselraten verleiten. Natürlich macht man sich als Leser Gedanken, was mit dem Jungen passiert ist, was dahinter stecken könnte - und wer hier wohl einiges zu verheimlichen hat. Und Sadie? Die rollt das Ganze von hinten auf, 70 Jahre später, mit polizeilichem Gespür. Der Wechsel zwischen Heute und Damals hat mir stets gut gefallen und sorgt für eine gewisse Dynamik in der Handlung. Langweilig wurde es mir auf keiner einzigen Seite, und auch wenn ich das Ende einen kleinen Tick zu dick aufgetragen empfunden habe, hat mir "Das Seehaus" rundum gut gefallen.


Maggie Stiefvater "Rot wie das Meer"
Lese-Bingo: Ein Buch mit einem "und" im ersten Satz

Von ihrer "Raven boys" - Reihe bin ich absolut begeistert und fiebere dem Erscheinen des vierten Teils im April schon entgegen. Genau aus diesem Grund wuchs bei mir aber der Wunsch, auch andere Bücher der Autorin zu lesen - denn ihr Schreibstil gefällt mir wirklich sehr gut. Nun schrecke ich vor der "Nach der Sommer"-Reihe jedoch ein wenig zurück, weil Wolf-Gestaltwandler einfach nicht so wirklich mein Fall sind - glaube ich zumindest; vielleicht lasse ich mich aber irgendwann auch noch eines Besseren belehren. 
So blieb mir also diese Alternative: "Rot wie das Meer", ein Einzelband der Autorin. Ich habe es an zwei Tagen verschlungen, denn viel zu leicht fiel es mir, mich auf die Insel Thisby, ihre mitunter kuriosen Bewohner und vor allem auf die jährlich aus dem Meer am Strand auftauchenden, gefährlichen Wasserpferde einzulassen. Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, Thisbys raue Landschaft genau vor mir sehen zu können, die beißwütige Gefahr, die von den schwer zu zähmenden Pferden ausgeht, durch die Buchseiten hinweg spüren zu können. Und mich vor allem in die beiden Hauptfiguren hineinversetzen zu können: Puck und Sean. Beide wollen am Rennen mit den Wasserpferden teilnehmen, beide aus unterschiedlichen Gründen. Zwangsläufig kreuzen sich ihre Wege und eine gemeinsame Geschichte beginnt - und was für eine schöne. Beim Lesen hatte ich manchmal wirklich Gänsehaut und musste unwillkürlich seufzen. Man liest die Handlung aus den Perspektiven von beiden, und das fand ich sehr angenehm, weil es viel mehr Einblicke erlaubt. Ich flog jedenfalls durch die Seiten, einerseits mit dem Wunsch, die Geschichte möge lange weitergehen, und zugleich mit dem Verlangen, zu wissen, wie das unheilschwangere Wasserpferde-Rennen am Strand wohl ausgehen wird. "Rot wie das Meer" hat mir ausgesprochen gut gefallen und mich einmal mehr darin bestärkt, Maggie Stiefvater als Autorin im Auge zu behalten.

Donnerstag, 3. März 2016

"Albertos verlorener Geburtstag" - Diana Rosie

Knaur Verlag, 2016
16,99 Euro

Handlung:
Der 7-jährige Tino ist erschüttert, als er erfährt, dass sein geliebter Großvater Alberto nicht weiß, wann er geboren ist, und deshalb noch nie Geburtstag gefeiert hat. Dabei ist das doch der eine, wundervolle Tag, der einem allein gehört und an dem man sich so sehr geliebt fühlt! Nur hat Alberto als Kind im spanischen Bürgerkrieg sein Gedächtnis verloren, und damit auch dieses besondere Datum. Nie hat er nach Spuren seiner Vergangenheit gesucht, aber jetzt, am Ende seines Lebens, überredet Tino ihn zu einer Reise quer durch Spanien, zurück zu jenem Waisenhaus und den Menschen, die vielleicht mehr über Alberto wissen könnten als er selbst.


Meine Meinung:
Alberto hat noch nie seinen Geburtstag gefeiert. So richtig klar wird ihm das aber erst, als sein Enkel Tino ihn darauf anspricht und es nicht fassen kann, dass man jahrzehntelang keine Geburtstagsparty gefeiert hat. Was für Alberto anfangs gar nicht so wichtig erscheint, gewinnt dann doch an Bedeutung, als er sich mit Tino schließlich auf den Weg macht, seine Wurzeln zu finden. Alles, woran er sich erinnern kann, ist, im Kinderheim aufgewachsen zu sein. Also machen sich die beiden auf den Weg dorthin.
Was dann als Geschichte folgt, hat mir nicht nur gefallen, sondern mich auch sehr berührt. Albertos Lebensgeschichte nimmt seinen Anfang in den Zeiten des Spanischen Bürgerkrieges, der hier immer wieder zur Sprache kommt. Leider - so habe ich feststellen müssen - fehlt es mir hier arg an Hintergrundwissen, was diesen Krieg betrifft. Die Autorin gibt zwar hier und da Hinweise und Erklärungen, welche zwei Gruppierungen es für nötig hielten, sich zu bekämpfen, um ihren Willen durchzusetzen. Dennoch leuchtete mir nicht immer alles ein - woran ich aber eher mir selbst die Schuld gebe, denn wie gesagt: mir fehlt da einfach das historische Wissen. 
Die Aufteilung der Handlung hat mir sehr gut gefallen, denn sie gibt dem Geschehen eine unglaubliche Dynamik, die mich stets weiterlesen ließ. Albertos und Tinos Weg wird im Heute erzählt, jedes zweite Kapitel beleuchtet dagegen (rückwärtslaufend) Albertos Vergangenheit und berichtet, wie es dazu gekommen ist, dass Alberto tatsächlich im Waisenhaus gelandet ist. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen, da man so immer wieder einen Schritt zurück macht in der Zeitleiste und sich so schlussendlich richtig überraschen lassen kann. So ging es zumindest mir, ich hatte da einen kleinen Aha-Moment, der letztlich alles erklärt. Manch einer mag ein wenig schneller schalten und Albertos Vergangenheit durchschauen, aber mir hat diese kleine Überraschung am Ende sehr gut gefallen. 
Insgesamt ist "Albertos verlorener Geburtstag" ein liebevolles, rührendes Buch über die Geschichte eines Mannes, der sich selbst erst im hohen Alter so richtig kennen lernt. Toll geschrieben und zum Schmökern geeignet. 

Dienstag, 1. März 2016

[Rückblick] Das war los im Februar 2016

Und da war dann auch der Februar vorbei, obwohl schon 1 Tag länger als sonst meistens der Fall.  Im Februar selbst war nicht viel los bei mir, arbeiten, Weiterbildungsseminare (die mir meine freien Wochenenden klauen) und ein Besuch in der Semperoper in Dresden (wir haben das Ballett "La Bayadère" gesehen, allerdings kann ich mich mit Ballett irgendwie nicht so anfreunden, merke ich immer wieder...).
Mein Lese-Resultat in diesem Monat war eigentlich ziemlich gut; ich hab erstaunlich viel gelesen - so viel kam es mir mittendrin gar nicht vor... Leider hat der Februar bis zum Ende nicht mit dem großen Lese-Knaller überzeugen können. Die Bücher waren alle ganz ok, manche für mich leider nur so mittelmäßig spannend oder überzeugend. Erst am letzten Februar-Wochenende schnappte ich mir spontan "Rot wie das Meer" von Maggie Stiefvater aus dem Regal und habe mich darin festgelesen, sodass ich wohl sagen kann, irgendwie ist das mein Monats-Highlight geworden. Die Geschichte von den Wasserpferden auf der einsamen Insel Thisby hat mich beeindruckt. Das Buch behalte ich gern im Kopf.

Gelesen im Februar
"Das Seehaus" - Kate Morton (4/5, Rezension folgt)
"Kaffeesucht, Sex und ein Ticket ins All 2" - Kiki Blu (4/5, Rezension)
"Selection - Die Elite" - Kiera Cass (3/5)
"Selection - Der Erwählte" - Kiera Cass (3/5)
"Eine Therapie für Aristoteles" - Melanie Sumner (4/5; Rezension)
"Albertos verlorener Geburtstag" - Diana Rosie (4/5, Rezension folgt)
"Der Krieg im Garten des Königs der Toten" - Sascha Macht (3/5, Rezension folgt)
"Rot wie das Meer" - Maggie Stiefvater (5/5, Rezension folgt)


Mein Highlight im Februar
Das war letztlich "Rot wie das Meer", das ich an einem Wochenende verschlungen habe. Ich mag den Schreibstil von Maggie Stiefvater einfach total, ich kann es gar nicht wirklich beschreiben. Vielleicht sollte ich mich doch an ihre "Nach dem Sommer"-Reihe wagen, obwohl mich die Beschreibung irgendwie so an "Twilight" erinnert... 

 Meine Enttäuschung im Februar
...Naja, eine wirkliche Enttäuschung auch nicht, aber die beiden Fortsetzungsbände zu "Selection" plätscherten so vor sich hin, ohne wirklich Eindruck zu hinterlassen. Aus dem Grund überlege ich auch, ob ich überhaupt eine kurze Meinungsäußerung dazu schreiben soll.


Und der März?
Der März kann gern kommen, denn da kommen einerseits ein paar tolle neue Bücher heraus. Zum anderen ist Ostern und das bedeutet für mich: endlich ein paar freie Tage. Schließlich steht auch noch die Buchmesse in Leipzig an und ich werde sicher an mindestens einem Tag auch mal vor Ort sein. 
Und ihr? Was bringt euch der März? Und welche waren eure Favoriten im Februar?

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