Freitag, 29. Januar 2016

Freitagsgedanken...

Hallo ihr Lieben!
Das Wochenende ist da - Zeit wird´s! Die letzten zwei Wochen waren einfach zu lang. Nach einer Weiterbildung zum Thema Schizophrenie, einer Fortbildung zum Thema Traumatherapie und diversen großen und kleinen Sorgen und Problemen meiner Patienten bin ich für diese Woche schlicht und einfach - durch. Mit allem. Und hänge in allen Seilen. Ich freu mich wie blöde auf diesen freien Samstag morgen. Am Sonntag fahre ich für einen Kurz-Kurztrip in meine Studienheimat Hamburg, werde ein bisschen Nordluft schnuppern, ein Konzert einer meiner Lieblingsbands, nämlich The Maccabees, besuchen, und mich einfach berieseln lassen von einer kleinen Auszeit.
Nicht zu vergessen: im Zug hab ich eine Menge Zeit zum Lesen. Die ist zuletzt nämlich ebenso zu kurz gekommen wie eigentlich alles andere auch. (Allem voran: Schlaf.) Seit fast 2 Wochen kämpfe ich mich nun durch "Jane Austens Northanger Abbey" von Val McDermid. Sprich: Val McDermid, die ja eigentlich eher für ihre Krimis bekannt ist, hat sich das gute Werk von Jane Austen zur Brust genommen, es gewissermaßen neu umgeschrieben und es in die heutige Zeit versetzt. Facebook, Twitter und schnelle Autos inklusive. Ein Projekt, das meiner Meinung nach leider völlig gescheitert ist. Denn ich hab nicht umsonst "gekämpft" geschrieben, da ein paar Zeilen weiter oben. Ich hatte es schon lange nicht mehr, dass mir eine Geschichte so zäh, so holprig geschrieben und einfach so ... verkehrt vorkam, dass ich wirklich keine Lust hatte, es weiterzulesen. Mehr als 3 oder 4 Seiten pro Tag waren daher für mich in letzter Zeit nicht drin. Man kann nun mal nicht die Tugenden, Moral- und Wertvorstellungen und das Gebaren und Verhalten der Leute um das Jahr 1800 herum so ohne weiteres ins Heute versetzen. Das funktioniert nicht, zumindest nicht, wenn die Autorin darauf bedacht ist, der ursprünglichen Handlungslinie streng zu folgen und die Personen weitestgehend wie damals sprechen zu lassen, halt nur manchmal eben ... "cooler". Das ganze Bild passt nicht zusammen und ich muss gestehen, ich war völlig erleichtert, als ich das Buch gestern Abend durch hatte. Wie ich eine Rezension dazu verfassen soll, weiß ich gerade wirklich noch nicht, und meinen freien Tag morgen möchte ich dafür eigentlich auch nicht verwenden. Wird also noch etwas dauern.

Bis dahin werde ich mir "Das Seehaus" von Kate Morton als Zuglektüre bereit legen, das habe ich als Leseexemplar erhalten, es wird Ende Februar erscheinen. Und morgen? Na, vielleicht schnuppere ich doch mal in den zweiten Teil der "Selection"-Reihe von Kiera Cass hinein und schaue, wie es mit America, Aspen und Maxon weitergeht.
Geplant habe ich - übrigens schon seit Ende Dezember 2015 - auch eine Rezension zu "The Diviners - Die dunklen Schatten der Träume" von Libba Bray, ich bin bisher nur einfach nicht dazu gekommen. Ansonsten bin ich zur Zeit tatsächlich recht plan- und ideenlos, was Blogbeiträge betrifft. Das liegt nicht nur an knapper Zeit, sondern auch daran, dass mir gerade einfach nichts Gescheites einfallen will, was man machen könnte. Insofern wird es wohl vorerst weiterhin bei gelegentlichen (und momentan eher wenigen) Posts bleiben. Ich hoffe dennoch, ihr schaut immer mal vorbei :D

Euch wünsche ich jedenfalls erstmal ein schönes Wochenende, macht - trotz Sturmansagen - das Beste daraus. Bestes Lesewetter, würde ich mal sagen ;)

Donnerstag, 21. Januar 2016

[Zitat] Alles über Lulu

"Lulu war ein ganzes Volk. Man konnte Adjektive aneinanderreihen wie Gänseblümchen zu einer Kette und Lulu trotzdem nicht beschreiben. Mit Verben kam man ihr schon näher: gleiten, rasen, sich sehnen, lachen, träumen, küssen. Aber Metaphern trafen sie am besten: Lulu war eine weißherzige Sterneruption, eine silbern brandende Welle. Lulu war das Knistern von Elektrizität."

aus: "Alles über Lulu" von Jonathan Evison, S. 30


Sonntag, 17. Januar 2016

Aspen oder Maxon - Und warum gibt es eigentlich keine Rosen?!

"Selection" von Kiera Cass
Sauerländer Verlag, 2013
16,99 Euro
Lange lange hat mich "Selection" von Kiera Cass aus meinem Regal heraus angelächelt. Manchmal hat es richtiggehend gewunken und gerufen "Wieso lässt du mich so warten? Ich beinhalte Prinzen, Prinzessinnen in spe, ein Casting im Stile des "Bachelors" und obendrein eine Mädchengeschichte, die zuckersüßer nicht sein kann." Zumindest war das meine Vorstellung davon, was mir dieses Buch zurufen würde, wenn es denn könnte.
Nicht zuletzt weil mein diesjähriges Lese-Bingo "Ein Buch über einen Prinzen/ eine Prinzessin" erfordert, sondern auch, weil ich eigentlich längst mal in "Selection" reinschnuppern wollte, habe ich es mir am vergangenen Wochenende geschnappt und genau das getan: reingelesen. Am Ende hatte ich das ganze Buch an nur einem Tag durch. Das lag zum einen an der - meiner Meinung nach - recht großen Schrift und den dicken Seiten, zum anderen aber auch an der insgesamt sehr kurzweiligen Geschichte.

Ach, und mal noch was ganz anderes: Bin ich die Einzige, die findet, dass es auf diesem Cover so aussieht, als würde das Mädel mal eben kontrollieren, ob ihr Deo noch hält?! Das hat mich von Tag 1 an gestört, als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe. Vielleicht auch Schuld daran, dass ich das Buch so lange im Regal hab stehen lassen... :o

Der Grund, warum ich das Buch so lange nicht gelesen und ignoriert habe, war folgender: Eigentlich sind so Mädchen- und Prinzessinnen-Geschichten nicht wirklich meins. (Ich bin wohl auch so ziemlich die Einzige, die kaum einen Disney-Film kennt. Hat mich irgendwie nie so gereizt. Und das ganze Gesinge dadrin... :/ ) Ich bin ganz ehrlich, ich hatte bei "Selection" von vornherein viele Vorurteile, die nicht zuletzt auch dadurch geschürt wurden, dass ich auf so vielen anderen Blogs und in Rezensionen gelesen habe, wie banal und ... naja, Mädchen-Glitzerhaft da manches sein soll. Und die Parallelen zur beliebten Sendung "Der Bachelor" sind schon anhand der Inhaltsangabe offensichtlich. Beim "Bachelor" guck ich durchaus mal rein, wenn das läuft (ich gebe es zu!), allerdings immer nur in der ersten Folge, weil ich sehen will, welche naiven Mädels und Frauen sich da ernsthaft angemeldet haben. Alles danach interessiert mich nicht weiter und verfolge ich auch nicht.
Nun also das Ganze nicht mehr im TV, sondern auf den Buchseiten. Maxon (= der Prinz) sucht auf diese "Bachelor"-Manier ebenfalls die Dame seines (noch recht jungen) Lebens, und America Singer, die Hauptfigur des Buches, schafft es - oh Wunder - doch tatsächlich in die engere Auswahl. So weit, so gut. Ich muss sagen, mir hat die Story eigentlich (wider Erwarten) gut gefallen, auch wenn die Rosen fehlen. Denn "leider" werden die Damen von Maxon gar nicht wirklich gefragt, ob sie ihn eigentlich haben wollen und daher im Palast verbleiben möchten. So nach dem Motto "Möchtest du diese Rose...?!" wird das alles hier nicht aufgeführt. Maxon bestimmt, fragt aber nicht. Ein wenig überrascht hat mich in dieser Hinsicht auch, dass schon alleine im Buch 1 (von dreien, glaube ich??), die Mädels von 35 auf 6 dezimiert werden. Geht es in den nächsten beiden Büchern dann nur noch um die 6? Hoffentlich wird das nicht öde und vorhersehbar...(*zwinker zwinker*) Im Sinne der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung gibt es für Frauen hier - im wahrsten Sinne des Wortes - also keine Blumen zu gewinnen.

Neben diesem Aspekt blieb beim Lesen von Band 1 für mich aber auch manch anderes ungeklärt, und ich kann nur hoffen, dass das in den nächsten Büchern noch angesprochen wird. Die Bevölkerung ist beispielsweisen in ein "Kastensystem" eingeteilt, allerdings verpasst es Frau Cass ein bisschen, mal zu erklären, warum eigentlich. Und was dieses System eigentlich beinhaltet. Kann man sich hocharbeiten? Kann man sich rausheiraten? Muss man immer die zugeteilte Nummer bleiben? Und warum ist man überhaupt diese Nummer geworden? 
Natürlich gibt es auch fiese Rebellen, die gegen die Königsfamilie ankämpfen und dabei mehr oder weniger erfolgreich sind. Irgendwie schafft es Frau Cass, auch das ein kleines bisschen nebensächlich wirken zu lassen; ich könnte mir aber vorstellen, dass das in den Nachfolgebänden mehr an Bedeutung gewinnt. So mehr in Richtung Rebellion und Läuterung. Im ersten Teil ging es vermutlich eher darum, Bachelor-Feeling zu verbreiten und die beiden Horst Helden, die um America buhlen, vorzustellen.

Da wäre nämlich zum einen Aspen, ihr raubeiniger langjähriger Bekannter, der sich eine Kaste unter America befindet. Sie ist eine Fünf, er eine Sechs. Damit aber noch nicht so schlimm dran wie eine Acht. Aspen scheint ein ziemliches Schnuckelchen zu sein, hat aber ein Problem mit seinem (falschen) Stolz. Zumindest lässt er ein verletztes Machogehabe raushängen und meint, er als der Mann müsse sich um alles und jeden kümmern. Aufopferungsvoll und nachsichtig und bemüht ist er. Dadurch wird er fast ein bisschen zum langweiligen Weichei, so leid mir das tut. Vielleicht kriegt er ja noch seine großen Auftritte in den nächsten Büchern.
Gegenüber steht Maxon, der Prinz des Landes, und was für einer! Nicht nur scheint er gut auszusehen, sondern hat auch alle möglichen Tugenden und Verhaltensweisen, die man sich bei einem Prinzen so wünschen würde. (Nur auf einem Pferd saß er im Buch noch nicht, fällt mir gerade ein...) Klingt auch irgendwie ... langweilig? Naja, so ein bisschen vielleicht. Ich finde ihn recht vorhersehbar, weil er kaum Überraschungen parat hält. Dennoch haben mir die Dialoge zwischen ihm und America erstaunlich gut gefallen, weil sie so spontan und lustig und ehrlich wirkten. Unbekümmert auch, und da konnte man sich als Leser schnell denken, dass da zwischen den beiden mitunter auch die Funken fliegen könnten. (Was sie auch tun.) Trotzdem kann ich nur hoffen, dass Maxon in der Folgehandlung noch andere Facetten von sich präsentieren kann, denn sonst wäre es arg öde. 

Am interessantesten ist für mich momentan wirklich die Frage: Für wen entscheidet sich America? (Denn dass sie die Auserwählte Nummer 1 für Maxon zu sein scheint und eigentlich nur noch "Ja, gib mir endlich die verdammte nicht vorhandene Rose" sagen müsste, hat Frau Cass leider schon jetzt in Teil 1 recht deutlich gemacht. Ein bisschen mehr Spannung wär da nicht schlecht gewesen. Oder sie dreht in den Folgeteilen nochmal alles um. Gott, wie spannend... :D) 
Ich weiß im Moment tatsächlich noch nicht, wer Americas Herzflamme wird, und auch wenn ich mir wirklich die Folgebände schon bestellt habe (denn diese Frage ist einfach zuuuu drängend, um sie zu ignorieren!), habe ich mir die Inhaltsangaben noch nicht durchgelesen. Denn ich will mich überraschen lassen. Team Maxon oder Team Aspen? Aktuell kann ich mich noch nicht entscheiden. Mal sehen, was mir noch bevorsteht. Und vielleicht gibt´s ja dann doch irgendwann noch Rosen... :D

Seid ihr Team Maxon oder Team Aspen? Oder kommt sogar noch jemand Drittes ins Spiel???
Aber BITTE verratet mir noch NICHT, wie es ausgeht!!!

Freitag, 15. Januar 2016

Cover-Nieten #1

Spontane Idee für eine neue Rubrik auf dem Blog, die ich vielleicht am Leben und am Laufen halte, wann immer mir mal ein Cover-Fail über den Weg huscht. Unter Cover-Fail verstehe ich Buchcover, die einfach enttäuschen. Aus den verschiedensten Gründen. Weil sie nichtssagend sind, weil sie hässlich sind, weil sie irgendwie falsch wirken, oder - wie im heutigen Fall - weil sie im Original vielleicht noch was hergemacht haben, aber als deutsches Buchcover (zumindest in meinen Augen) jetzt verloren haben.
So zeige ich euch heute das Buchcover von "A study in Charlotte" von Brittany Caravallo, das ich im Original eigentlich ganz interessant und zumindest außergewöhnlich finde. Im Laden hätte ich beim Blick-über-die-Regale-schweifen-lassen hier wohl ein zweites Mal hingeschaut. 



Nicht so jedoch beim deutschen Cover, das ich im Vergleich zu dem da oben einfallslos und langweilig finde. Irgendwie nichtssagend; so schwarz fällt einem das im Regal doch überhaupt nicht auf. 



Oder seht ihr das anders? Bei der Wahl zwischen beiden würde ich mich für das erste Cover entscheiden. 

"Holmes und ich" von Brittany Cavallaro erscheint am 19. Februar beim dtv, siehe HIER

Dienstag, 12. Januar 2016

Auswertung Lese-Bingo 2015

2015 ist nun einige Tage vorbei und damit auch das Lese-Bingo des vergangenen Jahres. Ich habe natürlich mal auf die Seiten der Teilnehmerinnen geschaut, um mir einen Überblick zu verschaffen, wer wie erfolgreich war. Leider weiß ich nicht bei jeder Teilnehmerin, ob sie ihre Seite aktuell gehalten hat, daher konnte ich nur von dem Stand ausgehen, der aktuell bei euch zu lesen war.

Ganz unfreundlicherweise (denn so macht man das ja normalerweise nicht) fange ich einfach mal bei mir selbst an. Ich hab zwar alle 25 Kategorien abgearbeitet, allerdings nicht zu jedem gelesenen Buch eine Rezension geschrieben. Da fehlen mir noch 2, und ich glaube, auf die werde ich wohl auch eher verzichten. Das eine war ein mäßig spannender Krimi von Val McDermid ("Nacht unter Tag"), der meine Kategorie "Buch mit einem Blitz auf dem Cover" abgedeckt hat. Aber so wirklich was zu sagen habe ich dazu nicht, daher: keine Rezension. Das andere Buch ist der dritte Teil der "Raven Boys"-Reihe von Maggie Stiefvater (Buch mit einem Farbwort im Titel), und ich möchte die Reihe eigentlich lieber als Ganzes besprechen, nicht jeden Teil einzeln. Daher: keine Rezension. Schließlich gibt es auch keine Rezension zu "Die Verwandlung" von Franz Kafka, das ich als "Lieblingsbuch eines Verwandten" begonnen hatte - einfach aus dem Grund, weil ich es schon nach einigen Seiten wieder abgebrochen habe. Meine Schwester schwärmt ohne Ende von Franz Kafka und dass seine Geschichten, so abgedreht sie auch sein würden, dennoch verdammt gut wären. Ich muss gestehen, ich fand die ersten Seiten einfach nur langweilig; aber vielleicht war ich auch einfach nicht in der richtigen Stimmung, um mir Kafka zu Gemüte zu ziehen. Vielleicht probiere ich das irgendwann nochmal.


Wie sieht es bei den anderen aus?
DarkFairy hat 19 von 25 Büchern beendet und manche davon besprochen. 19 Bücher gehen auch auf das Konto von der BücherFähe. Neyasha hat 18 Bücher gelesen und besprochen und Devona schließlich kommt auf 17 gelesene Bücher. Nicht schlecht, meine Damen. Allerdings gab es eine Teilnehmerin, die mit Abstand am erfolgreichsten beim Lese-Bingo 2015 war, weil sie nicht nur 25 Bücher entsprechend der Kategorien gelesen, sondern auch noch zu jedem der 25 Bücher eine Rezension geschrieben hat. Und das ist: Elli. Herzlichen Glückwunsch, liebe Elli, das gibt eine 1 mit Sternchen ;) 

So, wie ich das jetzt sehe, war eine der schwersten Kategorien offenbar "Ein Buch, das erstmalig in deinem Geburtsjahr erschienen ist". Was genau fiel euch daran schwer; überhaupt erst ein Buch zu finden aus dem Jahr? Oder war dann einfach nichts dabei, was euch interessiert hätte? Ich hatte für mein Jahr (1985) gleich zwei Bücher im Auge, nämlich einmal "Das Parfüm" von Patrick Süskind (das es letztlich auch geworden ist), und "Ender´s Game" von Orson Scott Card. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass es schwierig ist, für diese Kategorie etwas zu finden. Welche andere Kategorie hat euch denn wirklich Probleme bereitet?

Elli hat jedenfalls für ihre Leistung auch schon eine kleine Belohnung bekommen. Daher hoffe ich, dass das ein Ansporn für die diesjährigen Teilnehmer des Lese-Bingos ist. Ich freu mich, dass ein paar der 2015er Leserinnern dieses Mal auch wieder dabei sind. Habt viel Spaß beim diesjährigen Lese-Bingo!! Ich habe dafür mittlerweile eine extra Seite eingerichtet, die ihr HIER findet.

Montag, 11. Januar 2016

[Neue Bücher] In my mailbox: Zu Weihnachten unterm Baum...

Wuhuuu, kaum zu glauben, aber wahr: Dies hier ist mein 1001. Post auf dem Blog. Mensch, das ist ein Ding. 1000 Mal hab ich mich hier schon zu Wort gemeldet, und nun heute wieder... 


Denn heute zeige ich euch drei Bücher, die ich zu Weihnachten bekommen habe - ich finde sie ganz toll und hab sie schon ganz fleißig getätschelt. Ausgepackt aus der Folie habe ich bisher tatsächlich nur eins, und zwar "Das Schiff des Theseus", welches mich dann auch völlig sprachlos hat sitzen lassen. Ich wusste zwar schon vorher, dass in diesem Buch eine ganze Menge an Material mitgeliefert wird, aber wenn man es dann doch mal durchblättert, ist das nochmal ein ganz anderer Eindruck. Das Buch ist eine Art Abenteuergeschichte, über die sich zwei Personen durch Markierungen und Kommentare in einem Buch austauschen und die sich dadurch auf die Suche machen, ein Geheimnis zu lösen. Zugleich ist - damit es so richtig schön authentisch wird - das Buch vollgepackt mit vergilbten Zeitungsartikeln, alten Postkarten, vollgekritzelten Zetteln und Papierservietten, Bildern und und und. Ich war schon beim ersten Anblick total hin und weg! Zwar habe ich noch nicht reingelesen, das möchte ich mit ein wenig Ruhe machen und wenn ich nicht noch drei andere angefangene Bücher im Nacken habe, so wie das gerade der Fall ist. Aber dann nehme ich mir "Das Schiff des Theseus" demnächst vor und freue mich schon total drauf!



V.M. Straka "Das Schiff des Theseus"
Eine junge Studentin findet in der Bibliothek ein Buch, in das ein anderer Student Hunderte von Randbemerkungen gekritzelt hat, offenbar im Bemühen, der wahren Identität des unter Pseudonym schreibenden Autors V. M. Straka auf die Spur zu kommen. Die junge Frau ist fasziniert und ergänzt die Notizen mit eigenen Mutmaßungen. Zwischen den beiden Studenten Jen und Eric entspinnt sich eine lebhafte Unterhaltung, die allein auf den Seiten des Romans »Das Schiff des Theseus« stattfindet. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem mysteriösen Autor V. M. Straka. Ein unbekannter Übersetzer hat den Roman herausgegeben und ihn mit teilweise verwirrenden Fußnoten versehen. Doch die beiden finden heraus, dass diese Fußnoten einen geheimen Code ergeben, der ihnen Informationen liefert, die der Straka-Forschung bisher völlig unbekannt waren. Was wie ein Spiel beginnt, wird im Laufe der Zeit bitterer Ernst, denn jemand scheint Interesse daran zu haben, dass die Identität des Autors nicht gelüftet wird. Jen und Eric geraten in gefährliche Verstrickungen, die sie fast das Leben kosten. Ein hochraffiniert komponierter Roman, der zeigt, was ein Buch anrichten kann. In der Literatur und im Leben.


Claire North "Die vielen Leben des Harry August"
Harry August stirbt. Mal wieder. Es ist das elfte Mal, dass Harrys Leben ein Ende findet. Und er weiß genau, wie es weitergehen wird: Er wird erneut im Jahr 1919 geboren werden mit all dem Wissen seiner vorherigen Leben. Harry hat akzeptiert, dass er in dieser Zeitschleife festhängt, auch wenn er nicht weiß, wieso... Doch dann steht plötzlich ein junges Mädchen an seinem Sterbebett und überbringt ihm eine erschütternde Botschaft: Der Untergang der Welt steht bevor! Und das auslösende Ereignis findet vermutlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts statt. Harry, der bald wieder im Jahr 1919 sein wird, muss nun nicht weniger tun, als diese Zukunft zu verhindern...

Kate Racculia "Willkommen im Bellweather Hotel"
Jedes Jahr im November findet in dem alten, einst prachtvollen Bellweather Hotel ein landesweiter Musikwettbewerb statt. Hunderte von Nachwuchstalenten strömen durch die Flure, darunter auch der schüchterne Rabbit Hatmaker und seine divenhafte Zwillingsschwester Alice, die bereits jetzt an ihren Memoiren schreibt. Auch Minnie Graves ist nach fünfzehn Jahren zum ersten Mal ins Bellweather zurückgekehrt. Damals, als kleines Mädchen, wurde sie Zeugin einer schrecklichen Tragödie, die sich in Zimmer 712 ereignete. Als die Hotelgäste von einem gewaltigen Schneesturm überrascht werden und eine begnadete Flötistin verschwindet – ausgerechnet aus Zimmer 712 –, treffen bei der Suche Personen aufeinander, die mehr miteinander gemeinsam haben, als sie ahnen. Und bald schon überschlagen sich die Ereignisse …

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Was habt ihr eigentlich für Bücher zu Weihnachten bekommen? :)

Freitag, 8. Januar 2016

Kurzes Hallo und Gewinnerbekanntgabe

Hallo ihr!
Ich ärgere mich schon wieder: ich komme zur Zeit überhaupt nicht dazu, irgendwas für den Blog zu machen. Dabei hab ich sogar schon was im Hinterkopf - endlich mal wieder eine Rezension schreiben, dann wollte ich euch die Bücher zeigen, die ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe, ein kleiner Rückblick auf den Monat Dezember steht noch aus...
Und ich mache nichts davon, weil ich einfach keine Zeit habe. Die nächsten beiden Tage erwartet mich ein Wochenendseminar im Rahmen meiner Weiterbildung, insofern sind auch da Internet- und Blogbesuche rar gesät. Trotzdem wollte ich euch wenigstens kurz die Gewinner des Bloggeburtstag-Gewinnspiels mitteilen. 

Das Paket "Jugendbuch" geht an Twineety (sieh bitte mal in deinen Emails nach!).
Das Paket "Romane" geht an Anna.
Und das Paket "Krimi/ Thriller" bekommt Devona.



Dankeschön fürs Mitmachen und euer Interesse, vor allem aber für eure lieben Kommentare für 5 Jahre Bloggen. Habt viel Spaß mit den Büchern!

Ich hoffe, ich komme am Sonntag, oder spätestens nächste Woche wieder dazu, mal einen "richtigen" Post vorzubereiten. Bis dahin: schönes Wochenende!

Freitag, 1. Januar 2016

2015 - Ein buchiger Rückblick

Huhu ihr da draußen!
Ich wünsche euch ein schönes neues Jahr, ein tolles 2016 mit vielen wunderbaren Momenten, Erlebnissen, schönen Überraschungen und allem, was ihr euch selbst so für dieses Jahr wünscht und vornehmt.
Ich begehe das neue Jahr genauso wie das letzte - nämlich gänzlich Vorsätze-frei. Ich bin irgendwie nicht geschaffen für gute Vorsätze; erfahrungsgemäß halte ich keine ein, zumindest keine so langfristigen. Deswegen lasse ich einfach alles so weiter laufen wie bisher und lasse mich mal überraschen, was da kommen mag.

Nun ist jedenfalls 2015 vorbei und - tadaaaa -, ich hab es tatsächlich doch noch irgendwie geschafft, ganze 100 Bücher in diesem Jahr zu lesen. Ich habe gestern noch den zweiten Teil der "Diviners"-Reihe von Libba Bray beendet und dann waren die 100 doch tatsächlich voll. Freut mich irgendwie doch ein bisschen, auch wenn ich mir nicht explizit 100 Bücher für 2015 vorgenommen hatte. (Vorsätze und so, ihr wisst schon...)
Wenn ich auf das Jahr buchtechnisch zurückblicke, gab es da einige Highlights, auch einige Bücher, die mir weniger gefallen haben. An manche erinnere ich mich schon jetzt nicht mehr, wenn ich den Titel lese, sowas gibt´s auch. Die meisten aber sind mir doch irgendwie im Kopf geblieben und haben auf die ein oder andere Art und Weise Eindruck hinterlassen. Hier eine kleine Zusammenfassung:

- Die meisten Lacher -
Eine Menge lachen musste ich bei "Beim nächsten Mann links abbiegen" von Caro Martini oder auch bei "Ben Fletchers total geniale Maschen". Beide sehr amüsant, beide sehr kurzweilig, beide sehr zu empfehlen.



- Die meisten Tränen -

In diesem Jahr habe ich, soweit ich mich erinnern kann, eigentlich bei keinem Buch wirklich weinen müssen - Gott sei Dank. Ein Buch gab es aber doch, bei dem mir doch glatt noch auf der letzten Seite eine Träne über die Wange kullerte, und das war "Herr Parkinson" von Richard Wagner, der in diesem kurzen, aber intensiven Büchlein über seine Parkinson-Krankheit spricht.


- Das fieseste Ende -

Spontan fällt mir da der zweite Band der Reihe "Schatten von London" ein, "In memoriam". Das hat mir leider überhaupt nicht gefallen; tatsächlich weiß ich deswegen nicht mal, ob ich die Reihe überhaupt weiterlesen will. Keine inhaltlichen Spoiler an dieser Stelle, aber das Ende hat mich echt enttäuscht. Ähnlich war es bei "Die Widerspenstigkeit des Glücks", das mir einmal mehr gezeigt hat, wie sehr ich Happy Ends mag - und wie grantig ich werde, wenn ich das in Büchern nicht bekomme.


- Das beste Abenteuer - 

... das hat wahrscheinlich Maggie aus "Maggie und die Stadt der Diebe" gehabt. Das Buch hat mich sehr überrascht, weil ich eher ein typisches Kinderbuch erwartet hatte; stattdessen kommen hier auch erwachsene Leser voll auf ihre Kosten. Sehr spannend!


- Das schönste Pärchen -

Ich glaube, da tendiere ich spontan zu Blue und Gansey aus der "Raven boys"-Reihe von Maggie Stiefvater, auch wenn die beiden ja gar nicht zusammen sind. Zumindest noch nicht, denn ich hoffe stark, dass sich Frau Stiefvater da was einfallen lässt. Den beiden würde ich es wünschen, denn das Hin und Her und das ständige unterschwellige Funkensprühen zwischen den beiden gefällt mir ausgesprochen gut.
Ach naja, und letztlich ja auch Akiva und Karou aus der Buchreihe von Laini Taylor, auch wenn ich das Ende im dritten Teil irgendwie merkwürdig fand. 

- Am meisten gelernt -
Am meisten gelernt habe ich wahrscheinlich mal wieder bei einem Buch von Dan Brown, nämlich "Inferno". Nicht nur Kunstgeschichte, sondern auch Biologie, Demografie, Geografie, Geschichte und jede Menge Spannung hat der Herr Brown hier mal wieder untergebracht. Beeindruckend!


- Die größte Überraschung - 
Hm. Ich hatte anfangs keine großen Erwartungen an die "Raven boys"-Reihe, bin nun aber doch völlig "geflasht" davon und freue mich wie ein Keks auf den letzten Teil. Da haben mich dieses Jahr sowohl Band 2 als auch Band 3 sehr positiv überraschen können. 
Auch das Buch "Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling" hat mir überraschenderweise sehr gut gefallen.





- Viel Wirbel um nichts -
"Love letters to the dead" hat mich leider völlig kalt gelassen, weil es aber auch so emotionslos rüberkam. Dieser Hype ist an mir vorbeigezogen. Auch "Nacht ohne Namen" von Jenny-Mai Nuyen fand ich überschätzt.


- Highlights des Jahres -

Zählen wir mal auf: "Im Turm des Panopticons" von Daniela Rohr, denn das war echt der Hammer! Wie schon gesagt, die "Raven boys"-Reihe von Maggie Stiefvater. Dann hat mich ganz unerwartet "Die Sehnsucht des Vorlesers" so umgeworfen und zum Lächeln und Seufzen und Schmachten gebracht - definitiv ein Highlight in diesem Jahr!! Auch "Heute beginnt der Rest des Lebens" hat mir sehr gut gefallen, ebenso wie "Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen"


- Enttäuschungen des Jahres - 

Spontan fallen mir da (glücklicherweise nur) zwei Bücher ein, und zwar "Das ist der Sommer im Paradies, wie er eben aussieht, wenn man die Sonnenbrille absetzt" und "Nacht im Central Park". Mit dem enttäuschenden ersten Buch kann ich leben, das habe ich schon wieder fast vergessen. Mit dem zweiten jedoch, "Nacht im Central Park", hadere ich jedoch sehr, denn ich mag den Autor Guillaume Musso und seine Art zu schreiben, eigentlich sehr. Nur dieses Buch war der totale Flop, rein inhaltlich gesehen. Definitiv nicht lesenswert...


- Und das Lese-Bingo? -
Das hab ich eigentlich erfolgreich abgeschlossen und stürze mich jetzt in das Lese-Bingo 2016. In den nächsten Tagen werde ich einen kleinen extra Post zur Lese-Bingo Auswertung bringen. Insofern wäre es super, wenn alle, die 2015 teilgenommen haben, ihre Seite aktualisieren könnten, damit ich weiß, wie erfolgreich ihr wart. Dankeschön!
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Wie sah denn euer Buchjahr 2015 aus? Hat euch ein Buch völlig überraschen können? Welches war euer liebstes Buch 2015? Welches gar nicht? Habt ihr vielleicht einen Autor für euch neu entdecken können?

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