Mittwoch, 19. Oktober 2016

"Das Geheimnis der Schwimmerin" - Erika Swyler

Limes Verlag, 2016
19,99 Euro


Handlung:
Simon Watson lebt allein in einem verwitterten Haus an der Küste Long Islands. Eines Tages findet er ein altes Buch auf seiner Türschwelle, das ihn sofort in seinen Bann zieht. Die brüchigen Seiten erzählen von einer großen Liebe, vom dramatischen Tod einer Schwimmerin und vom tragischen Schicksal einer ganzen Familie – Simons eigener Familie. Denn wie es scheint, finden die Watson-Frauen seit 250 Jahren im Wasser den Tod – immer am 24. Juli. Auch Simons Mutter ertrank in den Fluten des Atlantiks. Als nun seine Schwester Enola zu Besuch kommt, scheint sie seltsam verändert – und der 24. Juli steht unmittelbar bevor …


Meine Meinung:
"Das Geheimnis der Schwimmerin" hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein eher ruhiges, unaufgeregtes Buch; dennoch klebte ich förmlich an den Seiten, als ich Simon auf der Suche nach den Ursprüngen seiner Familie begleitet habe. Immer am 24. Juli sterben die Frauen in seiner Familie. Und nicht irgendwie, sondern immer durch Ertrinken. Als Simon eines Tages auf dieses Detail stößt, lässt ihn dieser vermeintliche Familienfluch nicht mehr los, nicht zuletzt, da es gerade Juli ist und sich seine Schwester Enola zum Besuch angekündigt hat - im Haus an den Klippen, die mehr und mehr von den Wellen geschluckt und aufgefressen werden; jene Wellen, in denen schon Simons Mutter ertrunken ist. Perfektes Setting also und ich hab mich direkt pudelwohl gefühlt beim Lesen. Abwechselnd begleitet man Simon im Jetzt und die Geschichte seiner Vorfahren in der Vergangenheit. Eben dort, in einem Wanderzirkus vor über 200 Jahren, hat der Fluch seinen Anfang genommen. Die Erzählung ist dabei durchgängig eher ruhig und zurückhaltend, manchmal fast ein wenig zu langsam, zugegeben, vor allem, wenn es in die Ausflüge zum Thema Tarotkarten geht. Aber gestört hat mich das nicht, denn es hat wunderbar zum Ambiente gepasst. Mehr Action und Verwicklungen hätten dem Geschehen nicht gut getan. Das große Geheimnis um den Schwimmerinnen-Fluch wird letztlich geklärt, aber inwieweit das Einfluss auf Simon und seine Schwester nimmt, kann ich natürlich nicht verraten. Letztlich hat mich "Das Geheimnis der Schwimmerin" gut unterhalten, mich erneut neugierig auf Tarotkarten gemacht (manche Bücher schaffen das) und sich einen sicheren Platz in meinem Bücherregal ergattert.

3 Kommentare:

  1. Das klingt wirklich gut! :)
    Das Buch steht schon länger auf meinem Wunschzettel und ich hatte es im Buchladen sogar schon in der Hand, aber mit zu mir nach Hause wandern durfte es noch nicht. Deine Rezi bestätigt mich jetzt jedoch wieder in dem Wunsch, es ganz bald zu besitzen und zu lesen. Ist ein guter Kandidat für den Weihnachtswunschzettel.

    Liebe Grüße!
    Jen

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  2. Freut mich, wenn ich mit meinem Geschreibsel andere für ein Buch interessieren kann :)
    Ich hab in anderen Rezensionen schon gesehen, dass manche das Buch einen Ticken zu lang bzw. wahrscheinlich auch zu langweilig fanden, aber mir hat´s ziemlich gut gefallen. Ein ruhiges Buch, bei dem man trotzdem mitfiebern kann.

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  3. Ich finde auch, dass das sehr interessant klingt. Bisher hatte ich von dem Buch noch nichts gehört, aber das muss ich mir auf jeden Fall merken.

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