Montag, 9. Mai 2016

"Das Mona Lisa Virus" - Tibor Rode

Bastei Lübbe, 2016
14,99 Euro

Lese-Bingo: Ein Buch mit einem Bösewicht


Handlung:

In Amerika verschwindet eine Gruppe von Schönheitsköniginnen und taucht durch Operationen entstellt wieder auf. In Leipzig sprengen Unbekannte das Alte Rathaus, und in Mailand wird ein Da-Vinci-Wandgemälde zerstört. Gleichzeitig verbreitet sich auf der ganzen Welt ein Computervirus, das Fotodateien systematisch verändert.
Wie hängen diese Ereignisse zusammen? Die Frage muss sich die Bostoner Wissenschaftlerin Helen Morgan stellen, als ihre Tochter entführt wird und die Spur nach Europa führt - hinein in ein Komplott, das in der Schaffung des berühmten Mona-Lisa-Gemäldes vor 500 Jahren seinen Anfang zu haben scheint...



Meine Meinung:
Die Inhaltsangabe zu "Das Mona Lisa Virus" las sich für mich wie ein spannendes neues Buch von Dan Brown - nur, dass es eben nicht von Dan Brown ist. Aber die Zutaten klangen in meinen Ohren einfach zu gut und versprachen schon vor dem Lesen der ersten Seiten beste Unterhaltung: Kunst, Kultur, ein fieser Virus in den Computern dieser Erde, dann auch noch mysteriöses Bienensterben auf der ganzen Welt - und irgendwie hängt alles zusammen?! Mag man zunächst gar nicht glauben, ist aber tatsächlich so. Und wenn man das Buch gelesen hat, leuchten einem die Zusammenhänge auch sehr ein. 
Ich fand "Das Mona Lisa Virus" richtig toll geschrieben und sehr unterhaltsam. Die Kapitel sind angenehm kurz, aber immer so geraten, dass man sich denkt "Ach, eins kann ich noch. Und das nächste auch noch." - und plötzlich ist man schon bei der Hälfte des Buches angelangt. Auch die Figuren sind abwechslungsreich und bis auf die ein oder andere Ausnahme auch nicht nur schwarz-weiß gezeichnet. Manche Wendung im Geschehen fand ich etwas vorhersehbar, die ein oder andere schlicht unglaubwürdig, das muss ich leider so sagen, wie es ist. Hier spielt das Thema Kunstraub eine nicht unwichtige Rolle, und so simpel, wie der Autor hier das Stehlen von Gemälden dargestellt hat, möchte ich im Sinne aller Museen dieser Erde hoffen, dass es nicht wirklich so sein kann. Das mag vielleicht ein wenig stören beim Gesamteindruck des Buches, der für mich sonst sehr positiv ist. Beim Zuklappen schließlich blieben zwei dicke fette Fragen für mich ungeklärt und auch das hat mich etwas quengelig gemacht, befürchte ich. Momentan liest meine Mutter das Buch; vielleicht kann die mir sagen, wie sie diese Fragen beantworten würde. Jedenfalls habe ich mir schon den Autoren notiert und werde nach weiteren Büchern von ihm Ausschau halten, denn insgesamt gesehen bietet "Das Mona Lisa Virus" sehr gute Leseunterhaltung, sodass ich auf weitere ähnlich gute Bücher hoffe. 

1 Kommentare:

  1. Das macht mich ja jetzt auch neugierig, wie das alles wohl zusammenhängt. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob das Buch was für mich wäre - Dan Brown finde ich ja leider gar nicht gut. Aber vielleicht kann ich mal in der Bücherei reinlesen.

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