Montag, 4. April 2016

(Buch-) Geplauder zum Wochenbeginn #5 + Monatsrückblick

Hallo ihr!
In den letzten Tagen gab es hier nichts zu lesen, was vor allem daran lag - und ich muss es so sagen -, dass ich überhaupt keinen Bock hatte, irgendwas zu bloggen. Bzw. nicht bloggen an sich, denn das Bloggen selbst umfasst ja nur einen Mausklick, um den Post loszuschicken. Nein, das ganze Geschreibe, das Vorbereiten, das Sich-Gedanken-über-ein-Buch-machen-müssen. Das klingt jetzt vielleicht blöd, aber ich wollte in den letzten Tagen einfach nur lesen. Nur ein Buch an sich lesen, es beenden, und dann ist gut. Mir nicht erst noch den Kopf darüber zerbrechen, warum genau ein Buch mir jetzt gefallen hat oder nicht so sehr. Mir Begründungen dafür ausdenken müssen. Einfach nur hinnehmen, ob ich eine Geschichte nun toll fand oder nicht.
Ich habe im März eine ganze Menge gelesen, 11 Bücher sowie 2 weitere angefangene. Das lag daran, dass ich teilweise ganz unfreiwillig ein paar freie Tage hatte und letztlich dank Urlaub und Krankschreibung 2 Wochen zuhause war. 2 Wochen, in denen ich viel gelesen habe - wenn auch meist stehenderweise, denn sitzen ging bei mir in den letzten Wochen nicht so gut. Und nicht zuletzt auch, weil ich am Laptop nun mal lieber sitze und nicht stehe, hab ich zuletzt sehr wenig Zeit am Laptop verbracht - und somit eben auch nicht gebloggt. Ein paar Rezensionen haben sich dadurch zwar nun angestaut, insbesondere von Büchern, die ich glücklicherweise z.B. von Verlagen lesen durfte. Eben habe ich 2 Rezensionen geschrieben, die werde ich in den nächsten Tagen posten. Und an eine Meinung zu "Romeo & Romy" von Andreas Izquierdo muss ich mich noch setzen.

Ansonsten war der März lesemäßig gut, weil ich nur wenig gelesen habe, das mir wenig gefallen hat. (Komischer Satz.) Im März gab es für mich auch ein paar Re-Reads, weil mir einfach so war, mich in Geschichten fallen zu lassen, die mir irgendwann schon einmal gut gefallen haben. Bei neuen Büchern weiß man ja nie, was einen erwartet... Und "Rabenblut drängt" habe ich zur Erinnerung noch einmal gelesen, um direkt im Anschluss mit der Fortsetzung "Rabentod" weiterzumachen.


Gelesen im März
Nikola Hotel "Rabenblut drängt" (5/5; Rezension)
Eve Chase "Black Rabbit Hall" (4/5)
Gayle Forman "Nur ein Tag" (3/5; Rezension)
Alexandra Pilz "Für immer Hollyhill" (4/5)
Nicole Gozdek "Die Magie der Namen" (3/5)
Stephanie Bond "Eine Lüge zuviel" (5/5)
Andreas Izquierdo "Romeo & Romy" (4/5; Rezension folgt)
Kirsty McKay "play2live" (5/5; Rezension folgt)
Nikola Hotel "Rabentod" (4/5; Rezension folgt)
Dave Cousins "Warten auf Gonzo" (5/5; Rezension folgt)
Corinna Kastner "Die verborgene Kammer" (4/5)


Mein Highlight im März


... das war "Warten auf Gonzo", an das ich zunächst gar nicht viele Erwartungen hatte, das mich aber sehr überraschen konnte. Gut gefallen haben mir auch "play2live" und mein Re-Read "Eine Lüge zuviel" - ein Lieblingsbuch von mir :)





Meine Enttäuschung im März


... da muss ich zwei nennen, denn beide haben mir nur so mittelmäßig gefallen. Einmal "Die Magie der Namen" und "Nur ein Tag".  




Das Schiff des Theseus
Ein Buch, das ich im März zusätzlich begonnen habe, ist "Das Schiff des Theseus", das ja an vielen Stellen in aller Munde ist, weil es so außergewöhnlich ist. Wer keine Ahnung hat: In dem Buch gibt es sozusagen eine Geschichte in der Geschichte. Eigentlich geht es um "Das Schiff des Theseus" von einem Autor namens Straka, ein Bibliotheksbuch in ebendieser Aufmachung. Das heißt, es sieht schon etwas älter aus, ist ein bisschen auf alt und benutzt gemacht. Außerdem liegt ein Haufen Extramaterial dabei, Zeitungsausschnitte, Fotos, Karten, Notizen etc. Diese wurden nach und nach hineingelegt von zwei Studenten, die sich mittels Randnotizen über dieses Buch unterhalten und dabei versuchen, das Rätsel um den Autoren Straka zu lösen. Ich bin von dem Buch an sich total begeistert, denn sowas habe ich noch nie gesehen oder gehabt. (Ist deswegen auch für den stolzen Preis von 45 Euro erhältlich...) Eigentlich hat das Buch der bekannte Regisseur J.J. Abrams mit geschrieben, der seine Hände z.B. bei den Star Wars und Star Trek Filmen oder bei den Mission Impossible Filmen im Spiel hatte. Man kann also schon ein bisschen Action erwarten, wenn man sich dieses Buch vornimmt, denke ich.
Ich hab das Buch zu Weihnachten bekommen, wollte es aber extra noch liegen lassen, bis ich ein bisschen freie Zeit habe, um mich voll und ganz dem Buch widmen zu können. Das habe ich nun in den zwei Wochen getan - bzw. es versucht. Im Internet kursieren verschiedene Tipps, wie das Buch am besten zu lesen ist - laut J.J. Abrams gibt es wohl keine falsche oder richtige Version. Man kann zuerst die Geschichte, dann die Randnotizen, oder beispielsweise auch alles zusammen gleichzeitig lesen. Ich habe hin und her probiert, habe auf den ersten Seiten absatzweise die Geschichte gelesen, dann immer die Randnotizen dazu, dann mal eine ganze Seite Geschichte, dann ein ganzes Kapitel usw. Irgendwie katastrophal, denn ich hatte das Gefühl, ich komme überhaupt nicht in die Geschichte rein. Die Randnotizen sind nicht immer sinnvoll, muss man dazu sagen, manchmal sind sie auch nur Blödsinn und lenken irgendwie ab. Zugleich spoilern sie manchmal, weil die beiden Studenten durch die Notizen schon auf etwas vorgreifen, was erst viel später in der Geschichte gesagt wird. Ich war also vollends verwirrt und hatte schon bald keine Lust mehr, muss ich sagen. 
Ich habe mich dann dazu entschieden, erst die komplette eigentliche Geschichte zu lesen und die Notizen vorerst völlig zu ignorieren. Das ist schwer, scheint mir aber zunächst am meisten Sinn zu machen. Weil mich die eigentliche Geschichte aber leider auch nicht so vollends vom Hocker reißen konnte (wirkt auf mich irgendwie wie eine Geschichte von Kafka oder wie die Parabeln über Herrn Keuner von Bertold Brecht), habe ich "Das Schiff des Theseus" erst einmal pausiert. Ich will es unbedingt lesen, bin total gespannt darauf. Aber irgendwie hatte ich dafür gerade nicht die nötige Disziplin und das Durchhaltevermögen, um das Buch ja letztlich nicht nur einmal (für die eigentliche Geschichte), sondern mindestens zweimal hintereinander (für die Randnotizen) zu lesen. Mir ist gerade lieber nach Abwechslung, also muss das Buch warten.
Mich würde aber mal interessieren, wie es anderen Lesern dieses Buches geht bzw. ging. Wie seid ihr beim Lesen vorgegangen? Habt ihr das Buch in einem Rutsch durchgelesen oder ging es euch vielleicht ähnlich wie mir und ihr braucht(et) eine Pause?

Habt eine schöne Woche!

1 Kommentare:

  1. Ich habe "Das Schiff des Theseus" inzwischen ausgelesen - relativ in einem Rutsch. Ich habe zwar schon eine Weile dafür gebraucht, weil ich manchmal auch nicht so viel zum Lesen gekommen bin, aber ich habe keine bewussten Pausen eingelegt. Mich konnte aber die eigentliche Geschichte auch nicht vom Hocker reißen. Anfangs fand ich sie noch super, aber dann hat sie sich für mich auch ziemlich gezogen und ist mir oft ein wenig wie "gewollt aber nicht gekonnt" vorgekommen. Aus dem Grund habe ich dann auch die erste Partie der Kommentare direkt mit der Hauptgeschichte mitgelesen, um diese dadurch ein wenig aufzulockern und auch gleich die Interpretationen mitzubekommen. Danach bin ich noch dreimal zurückgegangen, um die weiteren Kommentarblöcke zu lesen.
    Alles in allem hat mich das Buch mit gemischten Gefühlen zurückgelassen, wobei ich es zwischendurch schon immer wieder sehr faszinierend gefunden habe. Aber ich formuliere auch im Kopf schon ein wenig an der Rezension herum, die wohl nicht so einfach zu schreiben sein wird.

    Mein Eindruck ist aber, dass das Buch etwas mehr verspricht als es zu bieten hat, man aber vermutlich mehr von der Lektüre hat, wenn man es möglichst zügig durchliest und sich zwischendurch vielleicht sogar selbst Notizen macht - sonst kommt man doch recht schnell durcheinander oder vergisst wieder so einiges.
    Und leider bleiben doch auch ein paar Fragen unbeantwortet, wobei ich damit eh gerechnet habe, da J.J. Abrams (ich sag nur "Lost"). Es lohnt sich aber, wenn man sich nach oder während der Lektüre auch ein wenig im Internet umsieht - da findet man noch ein wenig Zusatzmaterial und Denkanstöße, wie man etwa mit der Eötvös-Scheibe umzugehen hat.

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